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Siehe auch ältere Beiträge unter Norman Paech, Die Linkspartei;  unter Folter: Oskar Lafontaine; und unter Linker Frieden

 

Yossi Bar-tal

Die deutsche Linke und Israel

Aus dem Hebräischen ins Englische und vom Englischen ins Deutsche übersetzter Text für das israelische Publikum. Leicht korrigierte Fassung, T:I:S, 18. Juni 2009 

Vor kurzem wurde das Büro der Rosa-Luxemburg-Stiftung der deutschen Partei Die Linke in Tel Aviv feierlich eröffnet. Im Zusammenhang mit diesem  Ereignis möchte ich meinen Mitstreitern im Kampf gegen die israelische Besatzung einen kurzen Überblick über die Beziehungen der deutschen Linken, insbesondere der politischen Parteien, zu Israel geben und einige Fragen aufwerfen im Hinblick auf die wünschenswerte Zusammenarbeit mit ihnen.

Verständlicherweise ist der öffentliche Diskurs in Deutschland bezüglich Israels und seiner Politik eine äußerst heikle Angelegenheit. Öffentliche Kritik gegenüber dem Staat Israel und seiner Politik wird sehr schnell als antisemitisch denunziert, und die wichtigsten Medien erklären offen ihre Unterstützung für Israel. Die Politik der deutschen Regierungen, ob „linke“ oder rechte, erkennt öffentlich an, dass der Schutz Israels (als jüdischer Staat natürlich) Teil der Staatsraison Deutschlands sei und unterstützt Israel auf internationaler Ebene nahezu bedingungslos. Deutschland ist eines der wichtigsten Länder für Israel,was internationale Politik, Handel und Versorgung mit Waffen betrifft und kann vielleicht nur noch mit Italien unter der gegenwärtigen neo-faschistischen Regierung um den Titel von Israels treuestem Partner in der Europäischen Union wetteifern. Es verhindert jeden Versuch, den Druck auf Israel zu erhöhen und fördert mit großem Enthusiasmus die Aufwertung der Beziehungen zwischen Israel und der EU. 

Einer der Gründe für die Liebesbeziehung zwischen Deutschland und Israel hat darüber hinaus zu tun mit der Schwäche der deutschen Linken in der Kritik Israels. In diesem Zusammenhang bietet die deutsche Geschichte eine nur unzureichende Erklärung für die generelle Weigerung, den palästinensischen (und israelischen) Kampf gegen die Besatzung zu unterstützen. Islamophobie und Rassismus, zusammen mit dem totalen Fehlen einer Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands, bilden den Boden, aus dem der fehlende Wunsch der Linken erwächst, Israel zu kritisieren. Obwohl ich hier nicht tiefer in diese Materie einsteigen möchte  -  auch die Existenz einer dubiosen ideologischen Gruppierung, die sich selbst als „antideutsch“ bezeichnet, und die, ausgehend von ihrer Ablehnung des deutschen Nationalismus, den Irak-Krieg und den Einfall in Afghanistan befürwortete sowie „bedingungslose Solidarität“ mit Israel verlangt (ja, das ist tatsächlich so verrückt, wie es klingt), verfehlt nicht ihre Wirkung auf verschiedene linke Kreise und erschwert jede kritische Diskussion über Israel und sogar die Vereinigten Staaten innerhalb der radikalen Linken.

Die Partei Die Linke entstand vor gerade einmal zwei Jahren als Verbindung der PDS (der Nachfolgerin der in der damaligen DDR regierenden Partei), die die Rosa-Luxemburg-Stiftung 1990 gegründet hat, mit einer Gruppe von Dissidenten der Sozialdemokratischen Partei (angeführt von Oskar Lafontaine) und mehreren anderen Fraktionen der radikalen Linken. Seit ihrer Gründung hat die Partei zahlreiche Erfolge bei lokalen und regionalen Wahlen erzielt, aber in Westdeutschland bleibt sie eine zum Teil boykottierte Partei, mit der eine Regierung zu bilden die Sozialdemokraten ablehnen.

Seit ihrer Gründung hat die Partei – bewusst oder unbewusst – etliche ideologische und politische Diskussionen im Zusammenhang mit dem Versuch vieler ihrer Führer geführt, sich durch „Mäßigung“ und die Zurückweisung „extremer“ Positionen in das politische System Deutschlands zu integrieren. Die Internalisierung des deutschen Konsensus gegen „Extremismus von rechts und von links“ findet auch darin ihren Ausdruck, dass eine Kritik, die schärfer als die von „Peace Now“ (in Israel) ausfällt, von vielen führenden Persönlichkeiten der Partei als eine Extremposition angesehen wird, die die Chancen der Partei auf eine Regierungsbeteiligung gefährdet.

Innerhalb der Partei Die Linke gibt es in der Tat Politiker, die offen ihre Unterstützung für Israel und seine Politik bekunden: In der Jugendorganisation der Partei findet sich eine Gruppe, die sich nach dem hebräischen Wort „Shalom“ nennt und – finanziert durch die Partei – Veranstaltungen zugunsten Israels organisiert, rassistisches und militaristisches Propagandamaterial verteilt und jedes Parteimitglied terrorisiert, das es wagt, Israel zu kritisieren. Einer der Parteiführer, Gregor Gysi, hat schon vor einem Jahr seine Solidarität mit Israel erklärt und dazu aufgerufen, den „Antizionismus der Linken“ auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen. Ein Mitglied des Berliner Parteivorstands nahm während des Gaza-Massakers an einer Demonstration zugunsten Israels teil, und ein Bürgermeisterkandidat in Duisburg, der seine Unterstützung für die internationale Kampagne (des Weltsozialforums, Anm. d. Übers.) für Boykott und Sanktionen gegen Israel bekundete, wurde zum Rückzug von seiner Kandidatur gezwungen, nachdem die Partei sich geweigert hatte, ihn weiterhin zu unterstützen. 

Die Bandbreite der Diskussionen innerhalb der deutschen Linken mag die wenigen von uns interessieren, die in Deutschland leben oder die an linker Polemik Gefallen finden. Allerdings bleibt die schwach ausgeprägte Solidarität der deutschen Linken mit unserem Kampf nicht ohne Wirkung auf die deutsche Außenpolitik und die internationalen Kampagnen gegen die israelische Besatzung. Die Eröffnung des Rosa-Luxemburg-Büros könnte uns die Möglichkeit verschaffen, unseren Protest gegenüber dem Mangel an Solidarität von Seiten der deutschen Linken zum Ausdruck zu bringen und der erste Schritt sein zu einem direkten und offenen Dialog mit den linken Kräften in Deutschland.

Es gibt nur wenige aktive Mitglieder der israelischen Linken in Deutschland: Abgesehen von unserem lieben Uri Avnery (der sich als Zionist definiert und nicht zur radikalen Linken zählt) finden sich praktisch keine kritischen Stimmen von Aktivisten gegen die Besatzung. Deutsch sprechende israelische Intellektuelle werden oft von linken Medien interviewt, aber sie halten sich generell eher zurück mit klaren Aufrufen zu politischen Aktionen gegen die israelische Besatzungspolitik.

Die deutsche Linke und die Partei gleichen Namens brauchen eine klare und vernehmliche Stimme von unserer Seite, um die Entstehung eines aktiven und kritischen Diskurses in Bezug auf Israel zu fördern. Rassismus und Antisemitismus spielen hier eine wesentliche Rolle, und die Stimmen von uns israelischen Bürgern oder Juden haben ein größeres Gewicht als die unserer palästinensischen Partner in den besetzten Gebieten. Als linke Aktivisten in Israel ist es unser Recht und unsere Pflicht, unmissverständliche Erklärungen von Der Linken zu verlangen für die von ihren Parteiführern bekundete Unterstützung der israelischen Regierung. Öffentliche Erklärungen der israelischen kommunistischen Partei, der Hadash, mit der Forderung nach Beteiligung am Protest gegen die Besatzung könnten regelmäßig an deutsche Parteiorganisationen übermittelt werden. Ein Aufruf von linken Aktivisten aus Israel, gegen die Aufwertung der ökonomischen Beziehungen der EU mit Israel zu stimmen, könnte die Partei im Europäischen Parlament bewegen, etwas in dieser Hinsicht zu unternehmen. Und ein Unterstützungsschreiben der „Women’s Coalition for Peace“ für den früheren Bürgermeisterkandidaten in Duisburg kann vielleicht das Ausmaß der Feindseligkeit vermindern, die ihm entgegenschlägt.

Unsere Intervention als Israelis in die Diskussion, die über unseren Staat in Deutschland geführt wird, ist unbedingt nötig und erfordert auch kein besonderes Wissen um die spezifischen Bedingungen, unter denen die deutschen Linken agieren. Ich glaube nicht, dass die Kenntnis der Besonderheiten der verschiedenen linken Gruppen wesentlich in diesem Zusammenhang ist, und ich würde niemandem empfehlen, in die Untiefen des ideologischen Unsinns einzutauchen, der von den Linken, die für ihre Liebe zur Theorie und ihre Zurückhaltung in der Praxis bekannt sind, produziert wird.

Die langen und ermüdenden ideologischen Diskussionen über die deutsch-israelischen Beziehungen können bis zu dem Tag, an dem die Besatzung beendet sein wird, aufgeschoben werden. In der Zwischenzeit sollte die Rosa-Luxemburg-Stiftung ihrer Pflicht nachkommen und diejenigen Gruppen, die auf dem Weg jener hartnäckigen polnischen Jüdin in Palästina und Israel fortschreiten, unterstützen und sie sollte daran arbeiten, ihre Botschaften überall in Deutschland bekannt zu machen.

Yossi Bar-tal, früheres Mitglied des „Alternative Information Center (AIC), arbeitet für die  „Anarchists Against the Wall“ (2008 ausgezeichnet mit der  Carl-von-Ossietzky-Medaille der Internationalen Liga für Menschenrechte) und hat in den letzten zwei Jahren in Berlin gelebt. Dieser Artikel erschien zunächst auf Hebräisch in HAOKETS  und wurde vom AIC ins Englische übertragen. Er führte zu einer regen Diskussion unter israelischen Aktivisten, so dass Bartal folgende Klarstellung hinzufügte:

Von Anfang an richtete sich dieser Artikel ganz eindeutig an meine Freunde im Kampf gegen das rassistische Trennungs-Regime in Israel. Ich habe nicht versucht, mich an die Öffentlichkeit zu wenden. Ich habe nicht versucht, irgend jemanden zu überzeugen, und ich habe nicht versucht, das moralische Image meines Volkes zu retten. Ich hatte nur den Wunsch, denen, die mir in meiner Weltsicht nahe stehen, etwas von dem zu vermitteln, was sich in einem andern Teil der Welt abspielt und Auswirkungen auf uns hat.

Ich habe auch nicht versucht, eine erschöpfende Darstellung der Rosa-Luxemburg-Stiftung oder der Partei Die Linke zu liefern. Ich habe nur versucht, einen meiner Ansicht nach problematischen Aspekt ihrer Aktivitäten zu klären. Sowohl in der Partei als auch in der Stiftung gibt es Menschen, die der radikalen Linken in Israel nahe stehen, Menschen, die internationalen Druck auf die israelische Regierung befürworten und sich für einen gerechten Frieden einsetzen, und ich wollte klar stellen, dass diese Leute unter zunehmenden Druck ihrer Parteioberen geraten.

Es amüsiert mich, dass ein Gespräch über Stiftungen gewisse Leute in Erregung bringt. Stiftungen sind große bürokratische Körperschaften, wo eine Hand die andere wäscht und politischer wie persönlicher Druck eine große Rolle spielen. Für die israelische Linke, selbst die radikale Linke, ist es oft bequem, den problematischen Aspekt der Beziehungen zwischen Gebern und Empfängern zu ignorieren: Wer kennt hier nicht die Geschichten von „wohlgesetzten“ und gefälligen Worten gegenüber Stiftungen, die verschwommene Sprache, mit der ein Projekt beschrieben wird, so dass es nicht zu politisch klingt, die politischen Bedingungen oder Verbote, die damit verknüpft werden... Die Aktivitäten von großen Stiftungen und Nicht-Regierungsorganisationen wirken oft wie eine Art versteckter Kolonialismus, der versucht, dort tätig zu werden, wo es militärisch nicht möglich ist, oder wo das Interesse besteht, eine soziale Bewegung zu entpolitisieren, oder wo Schuldgefühle unter geringst möglichen Kosten besänftigt werden sollen.

Kurzum, große Stiftungen, politische Parteien und Nicht- Regierungsorganisationen, selbst die am weitesten links stehenden, sind nicht so unschuldig und nett, wie sie sich in ihren Broschüren ausnehmen. Es ist wichtig, bevor man mit ihnen arbeitet, dies und ihre politischen Positionen, ihre inneren Konflikte, mit welchem Mandat und zu welchem Zweck sie unterwegs sind, zur Kenntnis zu nehmen. Es ist noch wichtiger herauszufinden, wie die absolute Ungleichheit in solchen Beziehungen, und sei es auch nur ansatzweise, zu überwinden ist. Das Wissen um die politische Ausrichtung, die verschiedenen Druckmöglichkeiten und die Finanzquellen dieser Stiftungen kann dabei hilfreich sein.

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass die Rosa-Luxemburg-Stiftung keine israelischen Organisationen unterstützen sollte, sondern nur, dass sie radikale Gruppen unterstützen sollte, die Rosas Tradition des Widerstands gegen die herrschende Politik fortsetzen, den Kampf gegen Militarismus und Rassismus und ihre Unterstützung für den Kampf militanter Arbeiter. Es ist mir schleierhaft, wie mein Artikel in irgend einer anderen Weise interpretiert werden konnte.

In Wahrheit würde ich es vorziehen, daß nicht ein einziger Euro nach Israel oder Palästina gelangt, es sei denn, die israelische Regierung würde boykottiert, ihre internationale Isolierung durchgesetzt und ihre Botschafter würden abberufen, bis Israel sich aus den besetzten palästinensischen Gebieten zurückzieht und allen, die unter seiner Herrschaft leben, gleiche Rechte gewährt. Zu meinem Kummer ist dies im Moment nicht sehr realistisch. Ich glaube, dass all die finanziellen Zuwendungen Europas ohne politischen Druck wertlos sind, und hier liegt meiner Meinung nach der Hauptfehler der israelischen linken und Menschenrechtsgruppen, dass sie den Geldgebern diesen Punkt nicht ausreichend klar machen.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat ihre Arbeit in Israel gerade aufgenommen. Wir müssen aufpassen, wie sie sich verhält, was sie zu tun beabsichtigt und welche politischen Pressionen sie denjenigen Organisationen gegenüber ausübt, die sie unterstützt. Ich glaube in der Tat, dass ihre erste Konferenz in Israel mehr im Sinne Rosas als in dem der Führer der Meretz-Partei hätte organisiert werden sollen, und vielleicht wäre es möglich gewesen, nicht nur Weißen (gemeint sind europäische Juden und Deutsche, T:I:S) Rederecht zu erteilen. Allerdings war zumindest der Anteil von weiblichen Rednern höher als gewöhnlich bei akademischen Konferenzen.

18. März 2009. Aus dem Englischen übersetzt am 19. April 2009 von Jürgen Jung, Salam-Shalom, Arbeitskreis Palästina/Israel. Quelle: Alternative Information Center 

T:I:S, 18. Juni 2009, leicht korrigierte Fassung 

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Yossi Bar-tal

An alle Stipendiat_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung

T:I:S, 10. Juni 2009. Siehe auch Bündnis und Kaderschmiede des Tages: Rosa Luxemburg Stiftung, jW vom 10. Juni 2009

Der Autor hat am 13. Juni 2009 darum gebeten, die Mail "An alle Stipendiat_innen der Rosa-Luxemburg-Stiftung" auf SteinbergRecherche zu löschen.

T:I:S, 16. Juni 2009 

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Thomas Immanuel Steinberg

Bündnis gegen die Linke in Der Linken und in der parteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung

Im Januar 2009 haben Linke gegen die israelische Gaza-Zerstörung demonstriert: gegen weißen Phosphor, DIME-Bomben, Geschosse mit abgereichertem Uran und die Massakrierung von 1300 nahezu wehrlosen, in Gaza gefangenen Palästinensern.

Nun, am 8. Juni 2009, verbreitet Ralf Pasch in der Frankfürter Rundschau, aus diesem Anlaß hätten zwanzig Aktive, darunter Jonas Dörge und Ralf M. Damitz, ein "Bündnis gegen Antisemitismus" bebildet. Es wäre das x-te in der Republik, siehe Google, das nicht etwa Judenhaß bekämpft, sondern Linke,  Friedenskämpfer und Antiimperialisten. Jonas Dörge, Kasseler Linke für Arbeit und soziale Gerechtigkeit, 2006 auf Listenplatz 25,  und Ralf M. Damitz, marx-in-kassel.de,  zielen auf das Kasseler Friedensforum. Das Bündnis hätte dort "im Subtext vieler politischer Reden" einen "ehrbaren Antisemitismus" ausgemacht, der "scheinbar moralisch im Recht ist".

Pasch in der FR über die Reaktion der Angegriffenen:

"Wer mir Antisemitismus unterstellt, der will mich diffamieren", wehrt sich der Sprecher des Friedensforums, Peter Strutynski. Es könne nicht angehen, dass der Friedensbewegung Antisemitismus unterstellt werde, sobald sie fordere, dass im Nahost-Konflikt "alle Parteien an einen Tisch müssen". Freilich war im Aufruf zur Demonstration im Januar Israel "die Hauptschuld" für den Konflikt zugeschrieben worden. Strutynski beteuert, "mit der Hamaz nichts am Hut" zu haben.

Freilich, freilich. Denn freilich trugen Regierung und Verteidigungsstreitkräfte Israels die Hauptschuld, mehr noch, sie trugen die Alleinschuld an der Massakrierung der Gaza-Bewohner.  Niemand sonst. Pasch dagegen insinuiert, am Vorwurf des Judenhasses gegen Peter Strutynski könnte vielleicht etwas dran sein.

Soweit zu den Massaker-Claqueuren und zur Kommerz-Journaille.

Die staatsgeld-finanzierte Linkspartei-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung geht weiter. Sie plant für ihre Ferienakademie einen Workshop mit Beiträgen des Irak-Kriegshetzer Thomas v. der Osten-Sacken, des wilden Antikommunisten Stephan Grigat und des BAK-Shalom-Betreibers Sebastian Voigt innerhalb von 'solid (Die Linke), der sich an der Diffamierung von Norman Paech beteiligt hat. 

Silke van Issem von der linksparteilichen Rosa-Luxemburg-Stiftung versandte am 8. Juni 2009 zum Ferienakademie-Workshop einen Programmentwurf, .rtf-Datei, Stand 2. Juni 2009, mit folgendem Teaser für v. der Osten-Sackens Beitrag:  

Seit Jahren bildet sich eine Allianz aus Linken in Deutschland und Europa mit den Vertretern islamitischer Gruppierungen. Seit vor allem der Konflikt um das iranische Atomprogramm die Schlagzeilen beherrscht, treten diverse Antikriegsorganisationen als Lobbyorganisationen an die Öffentlichkeit, um im Namen des Friedens de facto die Interessen des iranischen Regimes zu vertreten. Wichtigste dieser Gruppen ist CASMII, eine weltweit tätige Lobbyorganisation gegen „Krieg und Sanktionen“, die in Deutschland unterstützt wird von „Nahostexperten“ wie Udo Steinbach, Unterstützern der „10-Euro für den irakischen Widerstand“-Kampagne wie Joachim Guilliard und anderen. Kritik an der Herrschaftspraxis der iranischen Theokratie sucht man auf den Seiten von CASMII vergeblich. Im Gegenteil wird dieser Kampagne extreme ideologische und finanzielle Nähe zum Regime selbst nachgesagt.

Man sagt Thomas v. der Osten-Sacken nicht nach, sondern wer es wissen wissen will, der weiß über ihn: Der Jungle-World- und einstige Konkret-Autor trieb es mit einem exil-irakischen Kriegstreiber und einem völkischen  Deutschen , siehe Wie einer uns für den Krieg reif schießt vom 18. Dezember 2002.

Die Linken, insbesondere Die Linke und ihre Rosa-Luxemburg-Stiftung, haben es versäumt, Bushs Verschwörungstheorie über den 11. September 2001 als Universalkriegslüge zu entlarven. Sie sind dabei, sich von denen kapern zu lassen, die Deutschlands grenzenlose Beteiligung am Universalkrieg im Schilde führen. 

T:I:S, 9. Juni 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Experten im Hintergrund

Zum „Ressentiment mit Tradition“ von Dorothea Jung, Deutschlandfunk, 14. April 2009, Hintergrund, 19.40 h bis 20.00 h – Redaktion Peter Kapern

 

Das Ressentiment gegen Juden habe Tradition in der Linken, versucht Dorothea Jung zu zeigen. Sie stellt in ihrer Hintergrund-Sendung vom 14. April 2009 im Deutschlandfunk den Berliner Publizisten Udo Wolter als Experten für Antisemitismus vor. Der liefert ihr Beispiele für Antizionismus in der Linken; und erinnert an die Bombe im Jüdischen Gemeindehaus in der Westberliner Fasanenstraße 1969, die nicht hochging. 

Die hatte Peter Urban beschafft, ein V-Mann des Verfassungsschutzes; was Wolter aber wegläßt, und die Autorin nicht nachreicht. 

Und da schwingt etwas Antisemitisches mit

Auch wird Claudia Dantschke vom "Zentrum demokratische Kultur" dem Auditorium präsentiert: als Expertin für Islamismus. Sie darf die Sicht „in vielen linken Gruppierungen“ so beschreiben: 

Es gibt einen Schuldigen, das ist Israel; und es gibt auf der anderen Seite die Palästinenser, die nur Opfer sind. Dass das aber keine homogene Masse ist, dass es natürlich Unterdrückung der Hamas gegen die eigene Bevölkerung gab, all diese Sachen werden völlig ausgeblendet, denn das wirklich Böse dort ist, was Israel macht. Und da schwingt etwas Antisemitisches mit, weil man daraus lesen könnte, wenn die Hamas zu Selbstmord-Anschlägen auffordert, ist das Schuld der Juden oder besser ausgedrückt der Israelis, denn wären die nicht da, würde die Hamas ja keine Selbstmordattentate machen.

Als Beleg für die Sicht in vielen linken Gruppierungen dient der Autorin der Holocaust-Vergleich eines Redners der MLPD. Diese Organisation sei zwar nur eine kleine, kommunistische Sekte, deren Argumentation jedoch habe unter den Demonstranten gegen das zionistische Massaker an über tausend Kindern und Zivilisten in Gaza zahlreiche Anhänger. 

Folgt als Hörprobe für vermeintlich Mitschwingendes der Sprechchor:

Zionisten sind Faschisten, töten Kinder und Zivilisten; Israel und USA: Intifada wieder da.

Mitschwinger 

Auch Benjamin Krüger, Die Linke, schwingt mit, er allerdings zum x-ten Male die Antisemitismus-Keule gegen Norman Paech und dessen „oft einseitige, antizionistische Positionen zum Nahostkonflikt“. Bei Dorothea Jung sagt er:

Also zum Beispiel, dass die israelischen Grenzsoldaten wahllos palästinensische Zivilisten erschießen, oder dass illegale Siedler militante Gruppierungen sind und dadurch ja ein Recht auf Selbstverteidigung der Palästinenser existiert. Da haben wir gesagt, das finden wir nicht in Ordnung, auch in der Funktion als außenpolitischer Sprecher muss man da eine abgewogene Meinung und keine zugespitzte einseitige Meinung vertreten, und das hat schon für Aufsehen gesorgt.

Auch dann, wenn Benjamin Krüger kein überführter Denunziant und Lügner wäre, sondern bloß Antisemitologie-Experte wie Udo Wolter und  Claudia Dantschke – spätestens nach diesem O-Ton hätte Norman Paech selbst oder ein anderer Verdächtigter in der Sendung zu Wort kommen müssen: Inwiefern gegen bewaffnete jüdisch-israelische Eroberer von Grundstücken im palästinensischen Westjordanland Verteidigung legitim sei, hätten sie erläutern können. 

Jüdische Wurzeln

Doch nichts da: Der linke Duisburger Ratsherr Hermann Dierkes, so die Sendung weiter, habe zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen, und sogleich ist Gregor Gysi zu hören mit seiner Ablehnung des Antizionismus; Gysi, „der selbst jüdische Wurzeln hat“, wie Dorothea Jung einfügt. 

351 Friedensaktivistinnen aus Belgien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, der Schweiz, Großbritannien und den USA haben sich in einem Offenen Brief, .rtf-Datei, hinter Hermann Dierkes gestellt, darunter Judith Butler, Noam Chomsky, Harri Grünberg, Naomi Klein und Michel Warschawski – lauter Akademikerinnen und Publizisten. Und alle zusammen haben so dicke jüdische Wurzeln, daß sich davon die Erdkruste wölbt. Viele darunter haben wiederholt erklärt, wie sehr sie die israelische Staats- und Regierungspolitik ablehnen; daß die Gleichsetzung von Antizionismus mit Antisemitismus den Judenhaß fördere, statt ihn einzudämmen; und daß Boykott, Desinvestition und Sanktionen gegen Israel geboten seien!

Der Deutschlandfunk-Autorin Dorothea Jung ist das alles entgangen. Peter Kapern, redaktionell für die Sendung verantwortlich, ist wohl Jungs Manuskript entgangen. Er sollte es lesen. Im Hintergrund, da sieht ihn keiner.

T:I:S, 15. April 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Deutschlandfunk  

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Thomas Immanuel Steinberg

Ein Beigeschmack von Beihilfe

Die palästinensischen und die jüdischen Israelis für den Frieden flehen die Welt an: 

Boykottiert israelische Waren!

Zieht die Investitionen ab!

Sanktioniert unsere Regierung wie einst das Apartheid-Regime in Südafrika!

Zahlreiche Antizionisten, Juden wie Nicht-Juden, folgen dem Aufruf, siehe Kritik an Israel. So auch der Oberbürgermeister-Kandidat Der Linken in Duisburg, Hermann Dierkes. Er hält diese

Aktionsformen gegen die unhaltbare Politik der israelischen Regierung gegenüber dem palästinensischen Volk für legitim. Auch durch Boykott, Deinvestition und einen Stop der Waffenlieferungen muss versucht werden, diese Politik zum Einlenken zu bewegen. 

Einige Duisburger jedoch knallen dem ausgewiesenen Antifaschisten Dierkes den Dreschflegel ins Gesicht. Die WAZ berichtete am 24. Februar 2009:

Dr. Werner Jurga, der stellv. Vorsitzende der deutsch-israelischen Gesellschaft, geht mit Dierkes hart ins Gericht: „Ich werde ihn weiter als Antisemiten bezeichnen.” Günter Reichwein, der Vorsitzende der Gesellschaft, erwartet eine Reaktion von Dierkes Partei: „Da sollte man gut überlegen, ob so jemand noch tragbar ist.” Jacques Marx, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Duisburg glaubt, dass Dierkes sich mit dieser Aussage bewusst in den Vordergrund spielen will. Generell betrübe es ihn, dass die Partei Die Linke ausschließlich arabische Opfer für bedauernswert halte: „Man wird keinen Konflikt lösen, indem man sich blind auf die eine Seite stellt und die andere ignoriert.” 

Und so kommentiert die WAZ Dierkes’ Friedensappell:

Obwohl er sich, wie er sagt, klar darüber ist, was für einen Beigeschmack Boykott-Aufrufe deutscher Politiker gegen Israel haben – ja haben müssen – hält er daran fest. Er nimmt in Kauf, dass Ewiggestrige sich durch seine Standpunkte in ihrem verdrehten Weltbild bestätigt sehen. Wahrlich, vor linken Herzen im rechten Rhythmus ist zu warnen.

Die Flegeleien der deutsch-israelischen Gesellschaft, der jüdischen Gemeinde Duisburg und der WAZ (1) haben einen widerlichen Beigeschmack: den Beigeschmack von Beihilfe. Herzlosigkeit, ob deutsch, israelisch oder jüdisch, ist mordsgefährlich.

T:I:S, 25. Februar 2009

Anmerkung 

(1) Siehe hierzu auch die Erklärung von Martina Ammann und Kenan Ilhan, Sprecher Der Duisburger Linken sowie Ralf Michalowsky, Stellvertretender Landessprecher Die Linke, NRW, per Mail: "In der Sache hat Hermann Dierkes meine volle Unterstützung."

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Dierkes 

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Keulenschwinger

Klaus Lederer, weiterhin Berliner Landesvorsitzender Der Linken, schwingt weiterhin die Antisemitismuskeule – gegen einen Popanz.

junge Welt, T:I:S, 12. Februar 2009. Dank an Claudia Karas

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Matthias Gockel

Lederers Gesinnungskampf

In den letzten Wochen gab es mehrere kritische Reaktionen auf die Teilnahme des Genossen  Klaus Lederer* an der Demonstration "Solidarität mit Israel" am 11. Januar 2009 in Berlin.

Dabei sind verschiedene Aspekte angesprochen worden, aber eine Sache blieb unerwähnt: die Pose des Bekenners und Märtyrers, die Genosse Lederer einnahm. 

Entscheidender Punkt seines Auftritts war nämlich nicht Israel oder die Politik Israels, sondern der Antisemitismus, oder vielmehr das, was Genosse Lederer darunter versteht, denn eine Definition hatte er nicht zu bieten. 

Zum Ende seiner Rede verkündete er:

Ich schließe hiermit und bleibe dabei: Niemand hat das Recht, seine politische Kritik am Gazakonflikt in Antisemitismus umzumünzen. Keinem Menschen ist geholfen, wenn ungelöste Konflikte und militärische Auseinandersetzungen im Nahen Osten hierzulande als heilige und Gesinnungsauseinandersetzungen geführt werden. Das hieße Öl ins Feuer zu gießen. Antisemitismus gilt es entschlossen entgegenzutreten.

Sehr wahr. 

Das Problem ist nur: sein Redebeitrag war selber eine  "Gesinnungsauseinandersetzung" – ganz im Sinne der Organisatoren, wie man hinzufügen kann. 

Genosse Lederer bringt aber nicht nur seine eigene Gesinnung zum Ausdruck, sondern er geht dabei auch sehr zielorientiert vor: er bringt seine Gesinnung konsequent in Frontstellung gegen die Kritiker der israelischen Angriffe. 

Schon seine Teilnahme an der Demo begründet er gesinnungsmäßig:

Warum ich hier dennoch spreche, ist kurz erklärt: Die Tatsache, dass in den vergangenen Wochen Demonstrationen stattgefunden haben, auf denen "Tod, Tod Israel!" skandiert wurde, finde ich unerträglich. Und ich bin der Ansicht, dass der brutale und bittere Konflikt im Gazastreifen und im Süden Israels [diese Formulierung suggeriert eine militärische Ausgewogenheit, die es nicht gibt, M.G.] keinerlei Anlass sein darf, um darauf hier in unserem Land ein antisemitisches Süppchen zu kochen.

Damit ist der Trend gesetzt. 

Immer wieder zeigt Genosse Lederer seine Gesinnung, mal ängstlich, mal besorgt:

Und so ist meine größte Angst, und treibt mich die Sorge um, dass dieser Krieg mit jedem Tag, den er länger andauert, den Kräften in die Hände spielt, die versuchen, mittels einseitiger gewaltsamer Handlungen die Oberhand zu gewinnen. In dieser Auseinandersetzung kann Krieg niemandem die Oberhand verschaffen.

Dazu ist erstens zu sagen: natürlich kann "Krieg" (hat dieser Herr eine Adresse, oder bleibt er lieber anonym?) jemandem die Oberhand verschaffen: nämlich der Partei mit den meisten und wirkungsvollsten Totschlaginstrumenten. 

Zweitens wird die Ausgewogenheit im vorangegangenen Abschnitt (in jedem "Krieg" gibt es schließlich zwei Seiten) sogleich wieder aufgegeben – zugunsten einer Schuldzuweisung an die Adresse der Palästinenser, die wiederum gesinnungsmäßig verbrämt wird:

Was ist, wenn die Raketen, die fundamentalistische Fanatiker in den Gazastreifen schaffen, einmal 50 oder 100 Kilometer Reichweite haben und waffentechnologisch zielgenauer sind als die Kassam-Raketen und Mörsergranaten von heute? Wie soll so eine Lösung aussehen? Deshalb bin ich hier: Weil ich auch in einer solch schwierigen Situation jedem Antisemitismus entgegentreten und dies auch hier bekunden will. Das kann nicht oft genug wiederholt, das muss immer wieder gesagt werden.

Und noch etwas anderes muss Genosse Lederer immer wieder sagen:

Das Existenzrecht Israels ist nicht in Frage zu stellen, nicht mit Parolen und nicht mit Raketen. Das kann nicht oft genug wiederholt, das muss immer wieder gesagt werden. Und mit dieser Sicht sind Sie hier, sind wir hier, zum Glück nicht allein.

Welch' kraftvolle Sprache! Welch' heilige Gesinnung! 

Nicht ganz so eindrucksvoll wirken dagegen seine Solidaritätsbekundungen:

Meine Solidarität gehört Menschen. Menschen in Bedrohung und Menschen in Not.

Aber Genosse Lederer fängt sich wieder und bekräftigt seine Gesinnung noch einmal nachdrücklich. Er schafft es sogar, sie zu einer Haltung zu machen:

Liebe Freundinnen und Freunde, Sie sollen sich, was das anbetrifft, meiner und unserer Haltung absolut sicher sein. Nichts, aber auch gar nichts, rechtfertigt den Abschuss von Mörsergranaten und Raketen auf Wohngebiete der Zivilbevölkerung, auf Ashdod, Beer-Sheva und Ashkelon. Das ist für mich der Ausgangspunkt der Diskussion, die in unserem Land angesichts solcher Demonstrationen zu führen ist. Und deshalb sage ich auch: Diese Angriffe müssen aufhören. 

Es ist bemerkenswert, dass die Absolutheit des "nichts, aber auch gar nichts" nur für eine Seite des Konflikts gelten soll. 

Leider widerspricht der gesinnungsmäßige Absolutismus des Genossen Lederer denjenigen Abschnitten seiner Rede, in denen er um Analyse bemüht ist. Diese Abschnitte werden zwar auch mit Gesinnungsgeräuschen begleitet, aber sie zeigen, dass Genosse Lederer zu ganz anderen Schlüssen hätte kommen können – wenn er denn auf eine Gesinnungsauseinandersetzung verzichtet hätte. In diesem Fall wäre seine Teilnahme an der Demonstration allerdings sinnlos gewesen:

Bei jedem Militäreinsatz stellt sich erneut die Frage: Was kommt danach? Ich habe große Sorge, dass sich das Trauma des Libanonkrieges wiederholt. Ich habe Angst, dass die Zustände im Gazastreifen die Menschen in Scharen in die Arme derjenigen treiben, die Israel für alle Probleme in Nahen Osten verantwortlich machen und ihren Heiligen Krieg bis zum Ende weiterführen wollen. Ich habe die Befürchtung, dass die Stimmen der Vernunft und der Mäßigung auf beiden Seiten keine Chance mehr haben, wahrgenommen zu werden.

Und ich habe die schließlich die Angst, dass die großen Verlierer dieses Krieges diejenigen sein werden, die nach wie vor darauf setzen, dass es einen Tag geben wird, an dem Israelis und Palästinenser friedlich Seite an Seite in zwei souveränen Staaten leben werden, und zum beidseitigen Vorteil und als internationale Akteure im Interesse der Humanität existieren.

Hier ist auch die internationale Staatengemeinschaft gefordert, die sich – wie alle Institutionen im internationalen Kräftegefüge – nach wie vor interessengeleitet und bigott verhalten, nicht zuletzt motiviert durch ökonomische Interessen, die sich in ihnen manifestieren. Ich meine, das Gebot der Stunde kann nur darin bestehen, die gemäßigten Kräfte unter den Palästinensern zu unterstützen, kraftvoll und mit allen Mitteln, sowie darin, Hunger, Armut und die medizinische Versorgungskatastrophe entschieden zu bekämpfen. Nur so haben Frieden und Vernunft dauerhaft eine Chance.

Er hätte bloß sagen müssen: das Gebot der Stunde (auch so eine Formulierung mit viel Gesinnung!) besteht darin, die gemäßigten Kräfte auf beiden Seiten zu unterstützen. Das hätte allerdings eine praktische Forderung auch an die Adresse Israels nach sich gezogen: Sofortige Einstellung der Luftangriffe und der Bodenoffensive! 

Aber deswegen sprach Genosse Lederer nicht auf der Demo. Schließlich ging es um die richtige Gesinnung.

*Klaus Lederer ist Berliner Landesvorsitzender der Partei Die Linke 

T:I:S, 5. Februar 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Gesinnung 

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Antideutsches Rollkommando

Antwort auf eine Leseranfrage

Sehr geehrte...,

in der Tat sind circa 6 Männer am 10. Januar 2009 gegen 23 Uhr in die Gaststätte Max & Moritz in Berlin gestürmt, als dort eine Elsässer-Veranstaltung gerade ausklang, haben erst einen Mann blutig geschlagen; und als sich Widerstand regte, einen zweiten.

Die Täter waren Antideutsche. Vom ersten Opfer heißt es, er sei ein bekannter Nazi. Freilich kann es sich bei ihm auch um einen V-Mann des Verfassungsschutzes handeln, der von seinen Hinterleuten verheizt wurde, was kein Widerspruch ist.

Die Wirkung ist in jedem Fall fatal, da Jürgen Elsässer nicht gefahrlos auftreten kann, solange er keinen Saalschutz hat.

Aus Ihrem Mail geht nicht klar hervor, wen Sie mit "Antifa" meinen. Auch die Antideutschen nennen sich so. Wenn Sie Informationen darüber haben, daß Gegner der Antideutschen ebenfalls Rollkommandos planen, so wäre ich an Details interessiert.

Die vorrevolutionäre Situation in Kuba, die Sie erwähnen, ist mir nicht geläufig. Mich gemahnt das Vorgehen der Antideutschen an das Vorgehen der israelischen Verteidigungsstreitkräfte in den besetzten Gebieten und gegen Nachbarländer, sowie an .. eine zionistische Organisation, die zeitweilig in Frankreich Gegner vergleichbar mißhandelt hat, bis sie verboten wurde. (1)

Die Partei Die Linke will die antideutschen Schreibtischtäter in den eigenen Reihen offenbar gewähren lassen; mit dem Rollkommando wird sie sich nur dann nicht beschäftigen müssen, wenn sie selber insgesamt auf Antideutsch umschwenkt. 

Die übrigen Parteien im Bundestag haben, zumindest nach außen hin, den Schritt bereits vollzogen.

...

T:I:S, 19. Januar 2009

Anmerkung

(1) Die Information war falsch. In Frankreich gibt es mehrere, zum Teil miteinander verflochtene zionistische Kampforganisationen, so die Betar, die Ligue de défence juive, die ihrem Sprecher Michaël Carliste zufolge "alte Kämpfer des Betar" zusammenführt, und Untergruppen, die sich zum Teil selbst wieder aufgelöst haben, siehe Wikipédia.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Rollkommando

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Klaus Lederer, 

Landesvorsitzender Die Linke Berlin, ist als Redner auf der Kriegsjudendemonstration in Berlin am 11. Januar 2009 um 14 Uhr an der Gedächtniskirche angekündigt. Siehe auch Klaus Lederer, Zionist, im Tagesspiegel.

haGalil, T:I:S, 9. Januar 2009

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Gregor Gysi... 

Der Krieg Israels erfolgte als Reaktion auf den fortwährenden Raketenbeschuss der vom Iran unterstützten Hamas auf israelische Städte und Dörfer, die auch zu Toten und Verletzten in der Zivilbevölkerung führen, und der einseitigen Aufkündigung des Waffenstillstands durch die Hamas.

Quelle des Zitats: FR

... lügt.

Zu den Tatsachen siehe die Grafiken des israelischen Außenministeriums und Carsten Kühntopp, Text und Audio

T:I:S, 7. Januar 2009

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Wolfgang Gehrcke und Norman Paech an den israelischen Botschafter

Offener Brief, .pdf-Datei, T:I:S, 7. Januar 2009

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Abwicklung

Aus Der Linken zwei Stellungnahmen zum israelischen Vernichtungskrieg: erstens die vom Bundestagsabgeordneten Norman Paech, der 2009 nicht mehr kandidieren wird; zweitens die der Vernichter, veröffentlicht unter dem Namen BAK Shalom der Linksjugend ['solid]

Der Rest schweigt. Er wickelt offenbar die Partei ab. Gut so.

T:I:S, 5. Januar 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08dielinke.htm#Abwicklung 

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Klaus Lederer, Die Linke, Zionist 

Tagesspiegel, T:I:S, 14. Dezember 2008

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Links blinken, rechts fahren 

Wenn Die Linke gegen das Gesetz zur Rettung aus der Finanzkrise war, warum hat sie dann dem beschleunigten Verfahren zugestimmt? So hatte das Volk keine Möglichkeit, den Abgeordneten vor der Abstimmung laut und deutlich zu sagen, was es davon hält. 

T:I:S, 19. Oktober 2008. Dank an Johannes L. und ausführlich Gerhard Wendebourg

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Christin Löchner

die Bundessprecherin des BAK - Bundesarbeitskreises - Shalom der Linksjugend 'solid in Der Linken hat am 4. Oktober 2008 der Presse mitgeteilt

Ein Angriff auf die Fahne Israels stellt für uns ein Symbol dar, das sich bewusst gegen emanzipatorische Positionen von Individualismus und Freiheit stellt und negiert.

Die Presse hat verstanden: Die Sprecherin des BAK Shalom ist in Wahrheit ein Mann, knapp 114 alt und heißt Heinrich Lübke.

T:I:S, 8. Oktober 2008

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Volkhard Mosler 

Die Linke und die Staatsraison

Gregor Gysi hat in einer Grundsatzrede anlässlich des 60. Jahrestags der Staatsgründung Israels seine Partei Die Linke aufgefordert, sich der herrschenden Staatsräson zu unterwerfen - dies allerdings kritisch. Eine Erwiderung vom Juni 2008. Volkhard Mosler ist Mitglied des Linke-Kreisvorstands Frankfurt am Main.

marx21, T:I:S, 17. August 2008. Zu Gysis Diktion hier. Weitere Links zu Gysi-kritischen Beiträgen hier, hier und hier

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Bodo Ramelow

Bodo Ramelow, Mitglied der zionistischen Deutsch-Israelischen Gesellschaft, hat versucht, seinem Parteigenossen in Der Linken, Norman Paech zum Thema Israel Paroli zu bieten. Vergeblich, denn er war zwar ein paar Mal in Israel, offenbar aber mit verstöpselten Ohren. 

In Israel gibt es (ultra-)orthodoxe Juden, die den Staat Israel ablehnen. Sie brauchen nicht zur Armee, sind arm und friedlich. Ein merkwürdiger Teil von ihnen, die Naturei Karta, besucht Holocaust-Konferenzen in Teheran. 

Daneben gibt es jüdische Israelis, die sich ebenfalls als (ultra-)orthodox verstehen, ein Gewehr schultern, in die sogenannten jüdischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet ziehen und Groß-Israel herbeisehnen. Der israelische Politiker Jitzchak Rabin etwa wurde von Jigal Amir ermordet: Der Mann war in einer Jeschiwa ausgebildet worden und hatte bei den Golani-Brigaden in den israelischen Streitkräften gedient. (1)

Ramelow, der auch sonst immerfort gegen Orthodoxe, egal welche, wettert, schmeißt alles durcheinander:    

Die orthodoxen Juden lehnen den Staat Israel prinzipiell ab. Teile von ihnen bekämpfen die Repräsentanten des Staates. Der Friedensnobelpreisträger Izaak Rabin wurde für seine Friedensbemühungen von einem solchen Fundamentalisten ermordet. Dieser gewalttätige Fundamentalismus kommt im christlichen, jüdischen und muslimischen Gewand daher. 

Da ist es eben gerade von Bedeutung zu erkennen, dass fundamentalistische amerikanische Christen genau die aggressiven und orthodoxen Siedler finanzieren.

Bodo Ramelows Stellungnahme ist so konfus und so reaktionär, daß sie unter der Achsel des Guten Aufnahme fand.

T:I:S, 5. August 2008

Anmerkung

(1) Genaues über den jüdischen Fundamentalismus in Israel liefern Israel Shahak und Norton Mezvinsky: Jewish Fundamentalism in Israel. Pluto Middle Eastern Studies 1999, (Paperback), ab 6,53 US-Dollar bei amazon; Kapitel 4 behandelt unter anderm die blutrünstigen rassistischen jüdischen Fundamentalisten in Israel, die wie Nazis tönen und zum Teil handeln: Chapter Four, The National Religious Party and the Religious Settlers, im Netz bei Geocities. Dort wird auch auf die Yeshiva in Jerusalem, die Talmudhochschule Merkaz Harav eingegangen, in der die acht durch ein Attentat Getöteten ihr Handwerk erlernten. Dank an Schmidt-Polyglott  

P.S.: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des Bundestagsabgeordneten Bodo Ramelow ist Benjamin Krüger. T:I:S, 6. August 2008 

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Thomas Immanuel Steinberg

Der 11. September und die Verstocktheit Der Linken

 

Am 14. September 2001, drei Tage nach dem Abriß dreier Gebäude des World Trade Center, der Löcher im Pentagon und im Feld bei Shanksville, Pennsylvania, standen die Namen von 19 Leuten im Netz. Das FBI wollte sie als Täter ermittelt haben – das war schnell, verdächtig schnell.

Die ausgefeilteste Flugsicherung der Welt, die ums Pentagon, sei durchbrochen worden – denkbar nur mit Beihilfe aus dem Machtzentrum selbst. Gebäude Nr. 7 des World Trade Center kollabierte am Nachmittag des 11. Sptember 2001, ohne von einem Flugobjekt getroffen worden zu sein. Der offizielle Untersuchungsbericht der US-Regierung verschwieg den Zusammensturz – da drängte sich der Verdacht auf Vertuschung geradezu auf.

Die Version der US-Regierung über die Attentate enthält Widersprüche, Lügen und Abstrusitäten: Das Netz, auch SteinbergRecherche, quillt über vor Belegen. Was aber macht Die Linke? Sie schweigt wie die US-Regierung und übernimmt deren Version.

Die Verstocktheit Der Linken schreit nach Erklärung.

Die Linke will im Mainstream ankommen

Während Tausende freier Spatzen seit nunmehr sieben Jahren „Lüge“ von den Dächern pfeifen, schnattern die Mastgänse Springer, Bertelsmann und ARD im Chor mit der US-Regierung. Die Linke weiß, daß Ahmadinedschad nicht gesagt hat, was ihm die Weltpresse zuschrieb. Sie weiß, daß Schröder, Scharping und Fischer vor dem Überfall auf Jugoslawien mehr gelogen haben als der Baron v. Münchhausen und Pinoccio zusammen. Die Linke weiß, daß der Irak keine Massenvernichtungswaffen besaß, wie die US-Regierung behauptet hatte. Die Linke weiß, daß die US-Militärmaschine den weltweiten Widerstand brechen soll, daß sie Terror verbreitet und hervorruft, nicht bremst.

Die Partei hält sich jedoch für angewiesen auf Bestätigungen aus der Mainstream-Presse. Denn die Mainstream-Presse entscheidet über die Akzeptanz Der Linken – nicht bei den Leuten, sondern bei der Herrschaftselite. Die Linke möchte im Mainstream ankommen.

Die Linke hat Angst vor Diffamierung

Panorama und all die andern Wachhunde des Kapitals bewarfen mit Dreck, wer auch immer die US-Regierungsversion vom 11. September bezweifelte. Andreas v. Bülow wurde mittels Zitatenfälschung als Antisemit diffamiert. Wer die Verschwörungsfantasmen der US-Regierung für die Ausgeburt einer Verschwörung innerhalb der Herrschaftselite hielt, wurde des Ressentiments gegen Juden verdächtigt. Würde Die Linke sich all der Roten Heringe annehmen, die die US-Regierung rund um den 11. September ausgelegt hat, so bekäme sie die ganze antideutsche Bande von Bild, Welt, Spiegel, Tagesspiegel und Kölner Stadtanzeiger an den Hals, bis hinunter zur Berliner Botschaft des Staates Israel. Die Partei Die Linke hat Angst vor Diffamierung.

Die Linke ist mißtrauisch

Auf Leute ohne politischen Verstand kann Die Linke nicht zählen. Leute mit politischem Verstand glauben der US-Regierung kein Wort, doch die Linke mißtraut auch den verständigen Leuten: 

In der Krise sind sie opportunistisch, wie wir. Ein gar zu freches Wort gegen die US-Regierung oder ihre deutschen Handlanger, und sie springen ab. Da schweigen wir lieber. 

Die Linke ist feige. Doch mit Feigheit sind Kämpfe nicht zu gewinnen, schon gar nicht gegen die stärkste Militär- und Lügenmacht der Welt. 

Aber Posten.

T:I:S, 4. August 2008

P.S.: Das ZDF sendet am 7. September 2008 einen Beitrag über das WTC Nr. 7, so spät am Abend, daß er auch Vernünftiges enthalten könnte. Aber schon der Programmhinweis erstickt alle Hoffnungen.

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Mohammed Wattad

Ein bißchen Spaß muß sein, fand der Bundesarbeitskreis BAK Shalom in der Linksjugend 'solid und ludt "Israels arabische Stimme" Mohammed Wattad zum Vortrag ins Berliner Karl-Liebknecht-Haus ein. (1)

Die israelische Zeitung Yedioth Ahronot  berichtete am 25. Juli 2008 über die Posse, und die Berliner Botschaft des Staates Israel veröffentlichte die deutsche Übersetzung in ihrem Newsletter. Ihr zufolge hat die "Ausnahmeerscheinung" Wattad zu Israel einen Brüller nach dem andern ins Publikum geschleudert, zum Beispiel: "Der Staat selbst möchte kein Besatzungsstaat sein." Und: „Es hat nie einen Staat Palästina gegeben. Das Wort ‚Palästina’ taucht im Koran überhaupt nicht auf." Und: "Der Staat selbst hat eingestanden, dass in diesen und jenen Fällen Menschen gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben wurden, oder dass man sich zu diesem Zweck rechtlicher Praktiken wie der Ausrufung bestimmter Gebiete zu Militärzonen bediente." Und: "Die israelische Hymne spricht mich nicht an. Ich spüre nicht ‚die jüdische Seele tauen’. Die Version sollte die israelische Seele ansprechen und dadurch alle Bürger, die im Staat leben, einschließen." 

Auf der Internetseite von BAK Shalom wurde Wattads Büttenrede zwar angekündigt, aber ein Bericht fehlt bisher. Hat sich die Propaganda-Riege über den Spaßvogel tot gelacht? 

T:I:S, 29. Juli 2008. Dank an Günter Schenk

Anmerkung

(1) Dazu fragt mit allem Recht der Prof. Dr. Werner Ruf den Dr. Peter Strutynski am 29. Juli 2008 per Mail: "Wer bezahlt das?" T:I:S, 30. Juli 2008

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Denunziant spielt verfolgte Unschuld

Knut Mellenthin ausführlich über den BAK Shalom in 'solid, der Jugendorganisation Der Linken

T:I:S, 20. Juli 2008. Siehe auch passim Zionismus

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Norman Paech

Die Broder-Boys in Der Linken und ihr Groupie von der CDU

 Newsletter Nr. 3/2008, Auszug

Im [Bundestags-, T:I:S] Plenum gab es am 29. Mai [2008, T:I:S] eine Aussprache zum Anlass des 60. Jahrestages der Gründung Israels, in der Petra Pau als einzige auch an das Schicksal der Palästinenserinnen und Palästinenser erinnerte. Dies war auch mein Anliegen in einem Aufsatz, der auszugsweise im Neuen Deutschland veröffentlicht wurde. 

Das hinderte allerdings eine kleine Gruppe innerhalb der Linksjugend, die sich Bundesarbeitskreis Shalom nennt, nicht, eine Kampagne gegen mich zu starten, die sich außerdem gegen Wolfgang Gehrcke und Oskar Lafontaine richtete. Ausgangspunkt ihrer Versuche, mich als Israelfeind, Terrorfreund und Antisemiten zu denunzieren und zum Rücktritt zu drängen, war ein Protokoll, welches sie von einer meiner Veranstaltungen angefertigt und einigen Journalisten zugesandt hatten. Ich habe den Journalisten eine Stellungnahme zu den krassesten Verdrehungen gesandt, die Veranstalter veröffentlichten ihrerseits ein Protokoll von dem Abend in Berlin-Neukölln. 

Wer sich über das Vorgehen dieser Boy-Group des Henryk M. Broder und ihres Vortänzers informieren möchte, sei auf zwei aufschlussreiche Artikel von Susann Witt-Stahl im ND und Knut Mellenthin in der jungen welt hingewiesen. Die Angelegenheit ist reichlich absurd, jedoch nicht ganz harmlos, denn Broder agiert auf Einladung der CDU im Bundestag, [vertreten durch Kristina Köhler, T:I:S] und seine Jünger von BAK Shalom geben Interviews in Haaretz.

T:I:S, 16. Juli 2008. Mehr zur Kampagne gegen Paech und andere Linke passim auf dieser Seite und unter Henryk M. Broder

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Hamburg

Der Bundesarbeitskreis in 'solid, BAK Shalom, mit dem Denunzianten und Lügner Benjamin Krüger an der Spitze, plant offenbar (. pdf-Datei, dort TOP 4) eine Veranstaltung in der Freien und Hansestadt.

T:I:S, 13. Juli 2008 

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Denunziant und Lügner: Benjamin Krüger*

Benjamin Krüger, Zionist und Antideutscher in der Partei Die Linke, hat am 25. April 2008 den Hamburger Bundestagsabgeordneten Der Linken, Norman Paech, bei Gregor Gysi denunziert. Auf einer Veranstaltung seien "nicht nur antizionistische, sondern auch klare antisemitische Äußerungen von Herrn [sic!] Paech ... geäußert [sic!]" worden. Faksimile, jpg-Datei

Der gleiche Benjamin Krüger, Zionist und Antideutscher in der Partei Die Linke, schreibt mit andern zusammen am 10. Juni 2008 in einem Brief an Norman Paech: "Wir haben zu keiner Zeit behauptet, Du hättest antisemitische Aussagen getätigt, ganz im Gegenteil haben wir noch mal schriftlich festgehalten, dass Du dies nicht getan hast. Wir wissen daher nicht, warum Du die Behauptung aufstellst wir hätten Dich als Antisemit bezeichnet." 

T:I:S, 11. Juli 2008

*Benjamin Krüger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Büro des Bundestagsabgeordneten Bodo Ramelow. T:I:S, 6. August 2008

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Öffentliche Schlammschlachten

Der Bundesarbeitskreis BAK Shalom der Linksjugend hat sich ins Abseits manövriert

Christine Buchholz, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes der Partei Die Linke am 28. Juni 2008 in der jungen Welt:

Es ist absurd, Norman Paech Antisemitismus vorzuwerfen. Er ist einer unserer wichtigsten außenpolitischen Köpfe und setzt sich seit Jahren für einen gerechten Frieden in Nahost ein. Der »Bundesarbeitskreis Shalom« (BAK), der diesen Vorwurf erhebt, ist dagegen eine marginale Gruppe innerhalb der Linksjugend. Es sind meines Wissens bundesweit nicht mehr als 30 Leute. 

Mit dem Vorwurf von Shalom haben sich auch schon die im Arbeitskreis Internationale Politik zusammengeschlossenen Abgeordneten der Linksfraktion beschäftigt und ihn öffentlich scharf zurückgewiesen. Meinem Gefühl nach hat sich Shalom damit total ins Abseits manövriert, was auch gut so ist. Die Attacken sind eine Kampfansage gegen den Antiimperialismus, und das kann unsere Partei nicht hinnehmen. Die Gegnerschaft zu imperialistischer Politik ist eine unserer wichtigsten Grundlagen.

T:I:S, 28. Juni 2008

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Teil des Machtsystems 

Laut Wolfgang Dreßen 

muß eine Partei wie Die Linke vor allem selbst eine außerparlamentarische Bewegung werden. Wenn nur noch über mögliche Mandate und mögliche Koalitionen gestritten wird, dann ist die Partei bereits auch als Opposition integriert. Die bisherigen Regierungsbeteiligungen gehen noch über diese Integration hinaus. Die Linkspartei entlarvt sich in ihnen als Teil des Machtsystems. Solche Koalitionen sind abzulehnen. Eine Diskussion hierüber wird aber in der Partei Die Linke nicht gewünscht. Kritische Briefe ihres Landesvorstandes in NRW an die Parteispitze oder an den Berliner Landesvorstand blieben unbeantwortet. 

jW, T:I:S, 26. Mai 2008

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Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

Israels Krieg im Nahen Osten 

Der Einzug faschistischen Denkens in die 'Linke' muß gestoppt werden! Die 'Linke' muß eine antifaschistische Partei bleiben!

Erklärung anläßlich des 1. Parteitages der Partei 'Die Linke' am 24. und 25. Mai 2008 in Cottbus

 

Die 'Linke' muß eine antifaschistische Partei bleiben. Sie muß alle Arten von faschistischen Zuständen und Gefahren im Blick haben. Sie darf faschistische Zustände und Gefahren nicht punktuell sehen. Der Blick darf sich nicht nur auf bestimmte Länder richten. Sie darf ihren Blick nicht verschließen vor staatlichen Formen von Faschismus in Ländern der 'westlichen' Welt. So darf sie beispielsweise Faschismus im Verhalten der USA gegenüber den Häftlingen in Guantanamo oder im Verhalten Israels gegenüber der palästinensischen Bevölkerung nicht übersehen. Aber sie muß den Faschismus nicht nur erkennen, sondern auch scharf verurteilen. Sonst macht sie sich zum Komplizen des Faschismus.

Nun aber gibt es eine Gruppierung innerhalb der 'Linksjugend', die sich 'Bundesarbeitskreis Shalom' nennt, sich als "Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus innerhalb des Jugendverbandes Linksjugend ['solid]“ bezeichnet, vorgibt, "Querfronttendenzen in der Linken bekämpfen" zu wollen, in den Ereignissen von New York City am 11. September 2001 "islamistische Anschläge" erkennen will und sich "solidarisch mit Israel [erklärt], was auch eine Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art einschließt." (Grundsatzerklärung des BAK Shalom) [1]  Mit dem Ziel, die 'Linke' zu desorientieren, wird alles vermengt: Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus bis hin zum Antikapitalismus - suggerierend, daß jeder Anti-ismus zu verurteilen sei. Das Kernstück des Antiimperialismus sei "der Hass auf die Vereinigten Staaten von Amerika", wird behauptet, statt auf die Verurteilung der von den USA begangenen Völkerrechtsbrüche zu drängen.

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Solidarität mit Israel zu bekunden und dabei undifferenziert "Solidarität mit Verteidigungsmaßnahmen aller Art" zu propagieren, ist Gutheißen von Gewalt - bis hin zum Einsatz von Atomwaffen, über die Israel seit Jahrzehnten illegal verfügt. Und sich solidarisch zu erklären mit dem Bau einer gigantischen Grenzanlage auf palästinensischem Gebiet heißt, sich im Widerspruch zu befinden mit dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen, der am 9. Juli 2004 urteilt: "Der von Israel, der Besatzungsmacht in den besetzten palästinensischen Gebieten, vollzogene Mauerbau einschließlich in und um Ost-Jerusalem und das zugehörige Regime stehen im Widerspruch zu internationalem Recht." Es ließe sich einwenden, es gehe um reine Verteidigung, und die sei legitim. Aber Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des Bundesarbeitskreises Shalom der Linksjugend, unterstellt dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, Israel vernichten zu wollen (Tagesspiegel vom 20.05.2008) [2], wiederholt damit zum tausendsten Mal die Falschmeldungen, der Iran drohe damit, Israel von der Landkarte zu tilgen und das jüdische Volk zu vernichten - eine Falschmeldung, die jüngst von der Bundeszentrale für politische Bildung zurückgenommen werden mußte [3]. Und ein (atomarer) Angriff auf den Iran, der als Verteidigung Israels ausgegeben wird, bleibt ein Angriff und ist ein Verbrechen. Es ist ein Verbrechen gegen Millionen Menschen. Und die Mißachtung von Menschenleben ist der Kern faschistischen Denkens.

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Solidarität mit Israel zu bekunden, ohne die Verbrechen des israelischen Staates zu verurteilen, ist Mittäterschaft. Es ließe sich einwenden, Israel sei kein faschistisches Land. Aber ist die Zerstörung von Hunderten von palästinensischen Ortschaften, wie sie 1948 erfolgt ist, keine Form von Faschismus? Was ist die Vertreibung von Hunderttausenden von Menschen aus ihrem angestammten Lebensraum? Um was handelt es sich, wenn Menschen bei großer Hitze ohne Wasser in die Wüste geschickt werden und bei einem derartigen Todesmarsch umkommen? Was ist das Zerstören von Feldern und Olivenbäumen, die zum Überleben unabdingbar sind? Was ist die Zerstörung von Wohnhäusern? Was ist die Zerstörung der Energieversorgung im Gaza-Streifen? Was ist das Abschneiden der Wasserzufuhr? Was ist der Mauerbau? Was sind die 'gezielte Tötung' genannten Mordaktionen ohne Gerichtsverfahren gegen Menschen, denen vorgeworfen wird, sie seien Terroristen, und gegen Unbeteiligte? Das sind Beispiele von Aktionen, aus denen tiefste Mißachtung gegenüber menschlichem Leben spricht. Ist das nicht faschistisch?

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Bak Shalom will Querfronttendenzen - Bündnisse zwischen links und rechts - bekämpfen, baut aber - beispielsweise wenn sie die Anschläge vom 11. September, deren Urheberschaft in keiner Weise geklärt ist, so genannten Islamisten in die Schuhe schiebt - am Feindbild des Islamismus, wie es auch Kräfte am rechten Rand des politischen Spektrums tun. In Köln finden 2008 zwei Kongresse statt, beide haben den Islam zum Thema. Der eine nennt sich "Kritische Islamkonferenz", der andere "Anti-Islam-Konferenz". Auf der einen hält Ralph Giordano eine Rede mit dem Titel "Nicht die Migration, der Islam ist das Problem!". An der anderen wird der französische Rechts-Außen Le Pen teilnehmen. Für die eine wird in zionistischen Kreisen geworben, z.B. bei einer Iran-Konferenz des 'Mideast Freedom Forum Berlin' unter Beteiligung von Henryk M. Broder, für den der Unterschied zwischen "Islam und Islamismus" der gleiche ist wie der zwischen "Terror und Terrorismus". Die andere wird von den rechten Gruppierungen 'Pro Köln' und 'Pro NRW' veranstaltet. Der Gleichklang ist ein Alarmsignal!

Keinen Fußbreit den Faschisten! Die 'Linke' muß antifaschistisch bleiben!

Arbeiterfotografie, 22. Mai 2008. T:I:S, 24. Mai 2008. Siehe auch Bundeszentrale für politische Bildung

Links:

[1] Grundsatzerklärung des BAK Shalom: http://bak-shalom.de/index.php/wir/
[2] Tagesspiegel vom 20.05.2008: http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Die-Linke;art141,2534166
[3] An die Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html

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BAK Shalom besteht aus 60 Köpfen. Dummen, intriganten, meint Norman Paech.

Audio, 12 Minuten 30, T:I:S, 23. Mai 2008. Siehe auch hier.  

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Knut Mellenthin

Gregor Gysi textet das "Solidaritätslied" neu

Noch weiß wahrscheinlich kaum jemand, woran er bei Gysi und seinem neuen Kurs, der jetzt der gesamten Partei aufgedrückt werden soll, eigentlich ist. Dort, wo Gysi konkret werden müsste, bleibt er verschwommen bis zur Unkenntlichkeit. Und das, darf man wohl unterstellen, ist bei einer XXL-Rede von 16 Seiten, die sogar den ollen Clausewitz Revue passieren lässt und en passant Lenins Imperialismustheorie für erledigt erklärt, nicht als Ungeschicklichkeit zu entschuldigen oder misszuverstehen.

Erweiterte Fassung eines Artikels in der SOZ vom Juni 2008, T:I:S, 23. Mai 2008 

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"Mittlerweile machen die Berliner Tafel und die Heilsarmee mehr linke Aktionen als die Partei Die Linke."

Dr. Seltsam, T:I:S, 22. Mai 2008

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Staatsräson und Regierungsbeteiligung

Sahra Wagenknecht, Ulla Jelpke und andere haben sich verständigt auf: 

Staatsräson und Regierungsbeteiligung. Überlegungen zur Rede Gregor Gysis auf einer Veranstaltung »60 Jahre Israel« der Rosa-Luxemburg-Stiftung. 

Die Überlegungen fallen zum Teil weit hinter die Stellungnahme von Johannes M. Becker, Werner Ruf,  Jochen Scholz und anderen zurück, siehe Frieden oder Staatsräson, .doc-Datei

T:I:S, 21. Mai 2008

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Frieden oder Staatsräson?

Stellungnahme zur Rede von Gregor Gysi „Die Haltung der deutschen Linken zum Staat Israel“ am 14. April 2008 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung,

 unter anderem von Johannes M. Becker, Werner Ruf und Jochen Scholz

Frieden oder Staatsräson, .doc-Datei, T:I:S, 16. Mai 2008

Rede von Gregor Gysi und Kommentar zu Gysis Rede

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Bundesarbeitskreis Scientology in Der Linken? 

Durchaus denkbar, wenn man sich die Internetseite des Bundesarbeitskreises Shalom - BAK Shalom - bei 'solid, der Jugendorganisation Der Linken anschaut. 

Da wird in der Nationalfarben Israels mit Bildern der israelischen Verteidigungsstreitkräfte  geworben, gegen den gewerkschaftlichen 1. Mai agitiert, linker Kampf gegen Kapitalismus mit NPD-Roßtäuscherei gleichgesetzt, der Staat Israel mit seinen Staatsbürgern erster,  zweiter und x-ter Klasse als Demokratie verkauft, von Sachzwängen gefaselt wie in den Vorstandsetagen  - und dieser ganze reaktionäre Dreck strotzt vor Sach-, Grammatik-, Stil- und Schreibfehlern. 

Promoter der blau-weißen Kindersoldaten: die Sozialrassisten und Moslem-Basher rund um Focus-/Börne-Preisträger Henryk M. Broder hier und hier

Übrigens sind Antwerpener Zionisten schon einen Schritt weiter: Sie unterstützen den Vlaams Belang, der ein paar Jahre zuvor noch als faschistischer Vlaams Blok auftrat - weil er jetzt so tapfer Muslime und Araber diffamiert. 

Mehr zu den Jubel-Juden einschließlich Ralph Giordano in Rolf Verlegers Buch: Israels Irrweg. Siehe auch die Rezension.

T:I:S, 6. Mai 2008

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Gregor Gysi will dem Nationalismus, speziell dem israelischen, eine Bresche schlagen und die Linke lähmen, meint Arbeiterfotografie

Man kann's auch Rassismus nennen, siehe Die Linke.

T:I:S, 21. April 2008

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Text von Gregor Gysi, Textauswahl und zwei Zwischenüberschriften von Thomas Immanuel Steinberg

Die Haltung der deutschen Linken zum Staat Israel

Vortrag auf einer Veranstaltung "60 Jahre Israel" der Rosa-Luxemburg-Stiftung am 14. April 2008

 

1. würde und sollte

keineswegs so eindeutig, wie es auf den ersten Blick

ein realistisches Bild

den hohen Grad an Komplexität

in einem Gut-Böse-Schema implodieren

Das sind alles nur Andeutungen, die aber zeigen, wie kompliziert ein realistisches Bild ... sein kann. Vereinfachungen sind da wirklich kein Beitrag. Der größte Fehler wäre es wohl, hier allzu grob Schneisen schlagen zu wollen.

nicht selten

Nun würde ich aber eine zweite Komponente im Begriff ... nicht unterschätzen wollen

Zusammenfassend würde ich also behaupten wollen

treten nun nicht zufällig

Ich würde stattdessen ganz dezidiert darauf bestehen wollen

Ich sollte hier explizit machen

aber wo es nichts zu rütteln geben soll

 Wenn auch nur die Hälfte dessen stimmen sollte, was ich bisher insbesondere zu den

2.  ’s is’ wie ’s is’

Die Bundesregierung ist nicht neutral und will es auch nicht sein. Ich wies darauf hin, dass auch niemand im Saal neutral ist, ich selbst auch nicht.

Aber es geht ja nicht nur um Wahrnehmungen und persönliche Einstellungen, es geht um reale Politik. Wieder auf den UN-Einsatz im Libanon bezogen, erklärte ich, dass gegen die Neutralität zweifellos spricht, dass die deutschen Soldaten Waffenlieferungen an die Hisbollah verhindern sollen, die Bundesregierung ihre Waffenlieferungen an Israel aber fortsetzt, bis hin zu U-Booten, die sogar mit Atomwaffen bestückt werden können.

Bereits an einem so überschaubaren Ereignis wie dem Libanonkrieg kann gezeigt werden, dass Deutschland immer als Sympathisant Israels wahrgenommen wird.

Politische Forderungen unsererseits, die das nicht berücksichtigen, bleiben abstrakt und scheitern von vornherein als Beitrag zu einer Problemlösung.

Die Linke, T:I:S, 18. April 2008

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Die weite Welt und der kleine Gysi

Die größte japanische Oppositionspartei hat die Bush-Version zum 11. September 2001 in Frage gestellt - im Parlament. Sie befragte ca 25 Minuten lang die Regierung anhand der gleichen Argumente und Belege wie die weltweite Zweiflerbewegung. Video, deutsche Untertitel, 26 Minuten.

Gregor Gysi macht sich unterdessen auf Abgeordnetenwatch vor der ganzen Welt lächerlich mit der Aussage: 

Es gibt für mich keine Veranlassung, daran zu zweifeln, dass ein entsetzlicher terroristischer Akt am 11. September 2001 durchgeführt worden ist. Ich habe auch keine Zweifel, dass die Organisation Al-Quaida dahinter steckt. Welche anderen Verbindungen es vorher und zu dieser Zeit gab, das kann ich nicht ausreichend einschätzen. Die Reaktion auf diesen terroristischen Akt halte ich allerdings für völlig falsch, natürlich begegne ich immer wieder Leuten, die meinen, dass der amerikanische Geheimdienst oder andere dunkle Kräfte das Ganze organisiert haben könnten. Damit wären sämtliche Grenzen überschritten worden. Das glaube ich nicht, denn ich bin nicht ein solcher Verfolgungstheoretiker."

 T:I:S, 7. April 2008

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Ulrike Eifler

die Vorsitzende Der Linken in Hessen, hat Sinologie studiert. Doch weiß sie weder über China, noch über den chinesischen Landesteil Tibet Bescheid. Sie darf sich in Marx21 äußern und in einer Bleiwüste Der hessischen Linken. 

SteinbergRecherche warnt vor der Postille wie vor Der ganzen hessischen Linken. Mehr bei Andreas Hauß

Mit Trotzkismus, wie Hauß nahelegt,  hat Eiflers Gestammel wohl wenig zu tun, viel aber mit Einschleimerei bei unsern Herrschaften.

T:I:S, 29. März 2008. Dank an Tilo Schönberg, 0815 Info 

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Proletarier-MdB Wolfgang Gehrcke...

... marschierte zu Ostern 2008 auf den Frankfurter Römerberg und brach eine Lanze für levantinische Gemütlichkeit: 

Daß eins klar ist: Ich will, daß meine israelischen Freunde in Tel Aviv und anderswo in Ruhe und Sicherheit ihren Kaffee trinken können.

Die von Olmert und Merkel angebahnten Geschäftsabschlüsse zwischen der deutschen und der israelischen Rüstungs- und Überwachungsindustrie sorgen bekanntlich in beiden krisengeschüttelten Ländern für Arbeitsplätze. 

Mail-Mitteilung von Dr. Engelbert Saggel, T:I:S, 25. März 2008 

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Partnerschaft ohne Zukunft. Die LINKE und die DKP - siehe Volker Bräutigam

T:I:S, 28. Februar 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Die Lüge in den Zeiten der Angela

Die Kanzlerin und die Plattform-Kommunistin

 

Meisterin Merkel billigte die Zerschlagung Jugoslawiens und des Irak. Heute befiehlt sie das Gemetzel am Hindukusch und die Zerstückelung Serbiens. Ihrer Lügengesellen bei Springer und Spiegel sind Legion. Lehrling Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, auf eine Kriegslüge in seiner Einrichtung angesprochen, schweigt. Dagmar Hesse vom Bundesinnenministerium deckt die Lüge unter Verweis auf Höheres. Merkel versprach noch 2005: keine Kosovo-Lösung ohne Belgrad. (1) - korrigiert am 23. März 2008, T:I:S 

Lügen gehört zum Kriegshandwerk

Die Leute wollen keinen Krieg, es sei denn, die ganze Werkstatt lügt unablässig. Dann grübeln die Leute: Vielleicht ist was dran an Scharpings gegrillten Föten, an der Gefahr eines zweiten Holocaust, an der Verteidigung von Pinneberg am Hindukusch. Viele gucken lieber ins Horoskop. Die Sterne lügen nicht.

Krieg im Innern 

Dem Krieg gegen Serben und Paschtunen entspricht der Krieg im Innern. Panorama hat Aussagen der niedersächsischen Kommunistin Christel Wegner gesendet. Keine davon deckt sich mit dem, was Panorama darüber verbreitet und was die Medienmeute sogleich daraus gemacht hat. Sahra Wagenknecht von der Kommunistischen Plattform nahm das Geheul für bare Münze, beschimpfte Wegner und tadelte deren sorglosen Umgang mit der Meute. (2)

Bauernopfer 

Doch Sorgen macht Wagenknecht selbst. Entweder hat sie der Meute das Geheul geglaubt, oder sie hielt wegen des Geheuls ein Bauernopfer für angebracht. Vor Gutgläubigkeit hätte die Europa-Abgeordnete ein Studium der Kriegslügen bewahrt, spätestens nach dem 11. September 2001; sie muß alle Vorlesungen geschwänzt haben. 

Mit einem Bauernopfer bedroht uns Wagenknecht regelrecht, denn wir sind alle Bauern.

T:I:S, 25. Februar 2008

Anmerkungen

(1) Bis zum 20. Februar 2008 war im deutschen Wikipedia-Eintrag zu Kosovo zu lesen:

Statusverhandlungen

Britische und US-Diplomaten haben deutlich gemacht, dass die Statusverhandlungen zur Unabhängigkeit des Kosovos führen sollen. Selbst Albert Rohan gestand in einem Interview ein, dass die Staatengemeinschaft eine Tendenz in Richtung eines souveränen Kosovos erkennen lässt. Bei einem Besuch der deutschen KFOR-Soldaten im Feldlager Prizren am 15. Juli 2005 erteilte die CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel dagegen einer Loslösung des Kosovos von Serbien eine klare Absage. Bei den Statusverhandlungen müssten in jedem Fall die Interessen Belgrads Berücksichtigung finden". 

Merkels "klare Absage" an eine Abtrennung des Kosovo ist seit 22. Februar 2008 nicht mehr dort, sondern im Artikel zur Geschichte des Kosovo unter der Überschrift "Statusverhandlungen" zu finden. (Korrigiert am 23. März 2008. Dank an Mathias L. und andere für den Hinweis, T:I:S) 

Ein Beleg bei germnews:

Merkel besucht Bundeswehr im Kosovo

Unionskanzlerkandidatin Merkel hat fuer die Bundeswehreinsaetze im Ausland moderne Ausruestung verlangt. Bei ihrem Besuch deutscher Kfor-Soldaten im Kosovo sagte Frau Merkel, nur so koennten die deutschen Einheiten ihre internationalen Aufgaben erfuellen. Mit Blick auf die Zukunft der serbischen Provinz erklaerte sie, staatsrechtliche Fragen koennten nur mit Zustimmung aller Laender in der Region geloest werden. Frau Merkel will im Laufe des Tages in Prizren auch mit Kosovo-Praesident Rugova zusammenkommen. Dabei duerfte es vor allem um das Streben der Kosovo-Albaner nach Unabhaengigkeit gehen.

Der schönste Beleg allerdings ist dieser hier, weil aus CDU-Kreisen:

Auf der Homepage des CDU-Europa-Abgeordneten Alfred Gamolka steht in einem Bericht über Merkels Besuch im Juli 2005 bei der KFOR ebenfalls dieser Satz (mal sehen, wie lange noch):

Einer Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien erteilte Merkel eine klare Absage. Bei den Statusverhandlungen müssten in jedem Fall die Interessen Belgrads Berücksichtigung finden.

Merkel, das außenpolitische Chamäleon. 

Dank an den Bräutigam

(2) Die von Panorama am 14. Februar 2008 ausgestrahlten Äußerungen von Christel Wegner, der DKP-Abgeordneten im niedersächsischen Landtag, auf Video sind enthalten im Video von der Veranstaltung der jungen Welt vom 21. Februar 2008 unter dem Titel "Nein zur Hexenjagd - Solidarität mit Christel Wegner". 48 Minuten. RedGlobe. Dort ebenfalls: Verlesung der Stellungnahme von Sahra Wagenknecht. Siehe auch: Wie aus einer Pressemitteilung eine politische Kampagne wird: der Fall Christel Wegner. Dietmar Koschmieder. Und: Berliner Erklärung. Schluß mit der Hexenjagd. Solidarität mit Christel Wegner. Mit Unterzeichnungsmöglichkeit per Mail 

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Kleine Unterbrechung

Als die oliv-grüne und orange Regierung 1999 Jugoslawien überfallen ließ, traten Heike Sudmann, Norbert Hackbuch und einige andere Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete aus der  grün-alternativen Liste (GAL) aus und gründeten den Regenbogen. 

 

Auf der Wahlparty der Hamburger Linken applaudiert Sudmann, Listenplatz 11 ...

 

... ihrem Gefährten Hackbusch, Platz 8, zum erneuten Einzug in die Bürgerschaft.

T:I:S, 24. Februar 2008. Fotos: tofoto

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Linke Drogenpolitik: Hilfe statt Strafe

Wahlprogramm Der Linken zur Hamburger Bürgerschaftswahl 2008, S. 59

Tausende junge Menschen in dieser Stadt werden täglich bespitzelt, belästigtund kriminalisiert, weil sie Drogen konsumieren. Gefängnisse wurden ausgebaut, Hilfseinrichtungen geschlossen. Dieser Trend war schon durch den damaligen SPD-Innensenator Scholz mit der Einführung der Brechmittelvergabe verstärkt worden. Der ehemalige Justizsenator Kusch baute die Spritzenautomaten in den Haftanstalten ab. Von der CDU-Regierung veranlasste willkürliche Kontrollen und massenhafte Platzverweise dienen der Einschüchterung der Jugend. 

DIE LINKE knüpft mit ihrer Drogenpolitik an die Reforminitiativen des früheren sozialdemokratischen Bürgermeisters Voscherau an, indem sie die Entkriminalisierung von DrogenkonsumentInnen fordert.

Dafür müssen Besitz und Erwerb straffrei gestellt und dürfen nicht verfolgt werden. Verbote sind unwirksam. Mit Blick auf die große Zahl drogenabhängiger Menschen in dieser Stadt ist aus medizinischen, therapeutischen und volkswirtschaftlichen Gründen die Abschaffung der Prohibition, die Legalisierung erforderlich, was Hamburg natürlich nicht im Alleingang schaffen kann.

Wie in anderen Bereichen der Gesundheits- und Sozialpolitik, so müssen die Betroffenen auch hier ihre Interessen gegen die Profiteure im Drogengeschäft durchsetzen. Das sind in erster Linie die Pharmakonzerne und Großbanken, die weltweit das große Geschäft mit der Sucht machen. Die Drogenpolitik der LINKEN folgt dem Leitgedanken: Hilfe statt Strafe. 

In dem Maße, wie die Strafverfolgung auf die wirklich Schuldigen im Drogenhandel begrenzt werden muss, braucht das Hilfssystem in Hamburg Therapieplätze statt Hafträume. Der Justizsenator hat zu veranlassen, dass inhaftierte Drogenabhängige sich für Hilfe in Freiheit entscheiden können. Ausreichend bezahlbarer Wohnraum sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze sind die wirksamste Prävention gegen Betäubungsmittelkonsum.

Wahlprogramm, .pdf-Datei, T:I:S, 28. Januar 2008

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Rechts heißt jetzt links 

 

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat – mit den Stimmen der Partei Die Linke – am 14. November 2007 beschlossen (.pdf-Datei, S. 6), die Landesverfassung um einen Artikel 18a,  siehe Drs. 05/1003 vom 5. 11. 2007 (.pdf-Datei), zu ergänzen, Er lautet: 

Artikel 18a

(Friedensverpflichtung, Gewaltfreiheit)

(1) Alles staatliche Handeln muss dem inneren und äußeren Frieden dienen und Bedingungen schaffen, unter denen gesellschaftliche Konflikte gewaltfrei gelöst werden können.

(2) Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker oder der Mecklenburger und Vorpommern zu stören und insbesondere darauf gerichtet sind, rassistisches und anderes extremistisches Gedankengut zu verbreiten, sind verfassungswidrig.

Absatz 2 enthält den rechtlich unbestimmten Begriff „extremistisch“.

Seit Gründung der Bundesrepublik hat die herrschende Klasse mit diesem Begriff stets Bestrebungen belegt, die ihren Interessen zuwider liefen. Aus außenpolitischer Rücksicht  kennzeichnete sie damit sporadisch Faschisten; flächendeckend indes den Widerstand gegen wirtschaftliche Ungleichheit, Kriegsvorbereitung und Krieg. 

Die herrschende Klasse vermochte durchzusetzen, daß von der Mehrzahl der Bundesbürger der Begriff „extremistisch“ heute verstanden wird als Bezeichnung 

einserseits für Leute, die gemeinsam laut schreien und prügeln;

andererseits für Leute, die die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen gesetzlich aufheben oder auch nur mildern wollen und zugleich für Völkerverständigung, Abrüstung und Einhaltung des Friedensgebots des Grundgesetzes eintreten.  

Die Fraktion der Partei Die Linke im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat einen Verfassungsartikel und mit ihm sich selbst als Linke verabschiedet. 

T:I:S, 1. Januar 2007

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