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Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter? Siehe besonders Zentralrat der Juden in Deutschland und Zionismus
Thomas Immanuel SteinbergKulturvermittlungUnsereins kann den hessischen Preis für besondere Leistungen in der Kulturvermittlung nicht ablehnen: Er wird uns gar nicht erst angeboten. Dabei, um auch ’mal von mir zu reden: Ich habe mich auf diesem Felde durchaus verdient gemacht. Ich habe einem Israeli mit französischem Migrationshintergrund manchen Vortrag übersetzt; einem Deutschen aus der Türkei seine schottischen Gedanken ins Netz gestellt. Und habe sogar einen Belgier – wer kennt schon Belgier – in Deutschland etwas bekannter gemacht. Wer nachguckt, kann einwenden: Das sind aber alles Atheisten, vielleicht auch Marxisten. Wenn überhaupt Kultur, dann sei das bloß meine eigene. Doch ich kann auch mit religiös-atheistischer Vermittlung aufwarten, als da wären: das einfühlsame Portrait eines US-amerikanischen Jesuiten; mehrere Aufsätze eines protestantischen Pastors; die Verteidigung eines schiitischen Muslims gegen einen islamophoben und zugleich judäophoben Orientalisten; und Hymnen, Hymnen auf einen gläubigen Juden. Ich wäre also durchaus ein Anwärter auf den Vermittlerpreis. Freilich ist der mit Geld verbunden. Und das bleibt beim gehobenen Bürgertum meist in der Familie. Aber gesetzt den Fall, ich bekäme ihn trotzdem angeboten, dieses Jahr, zusammen mit Kardinal Lehmann. Das Geld würde mich locken, da kann ich durchaus schwach werden. Auch weiß ich gar nicht so recht viel Böses über den Kirchenfürsten, ich vermute es erstmal nur. Hätte ich freilich den Preis angenommen, ich würde mich in Grund und Boden schämen. Der Mann kann ja nicht einmal einen Text lesen. Exegese null. Dieser Möchtegern-Theologe soll neben mir in der ersten Reihe sitzen? Dann der andere Auserwählte, Salomon Korn. Korn hat ein Pamphlet unterschrieben und in der Frankfurter Allgemeinen vom 10. Januar 2009 veröffentlicht, .doc-Datei, das alle Propagandalügen des rassistischen Staates Israel über das Gaza-Massaker wiederholt. - Wie die israelische Regierung, so unterschlägt auch Korn, daß die israelische Seite, nicht die Hamas den Waffenstillstand 2008 gebrochen hat. - Wie die israelische Regierung, so unterschlägt auch Korn, daß der Gazastreifen belagert ist, und daß Belagerte sich wehren dürfen, nicht nur mit Sprüchen. - Wie die israelische Regierung, so fantasiert auch Korn von Gaza-Zivilisten als menschlichen Schutzschilden der Hamas; auch Korn unterschlägt, daß die Hamas sich im Gazastreifen nicht verkriechen kann, sondern auf engstem Raum mit anderhalb Millionen Zivilisten lebt. - Wie die israelische Regierung, so unterschlägt auch Korn, daß die israelischen Verteidigungsstreitkräfte systematisch zivile, darunter UNO-Anlagen zertrümmert haben; daß sie DIME-Bomben und weißen Phosphor auf die Zivilisten geworfen haben. Wie die abgrundtief verlogene israelische Regierung, so werbetextet auch Korn:
Dieser Mann kriegt den hessischen Preis für Kulturvermittlung. Ich hätte also den Preis abgelehnt, ebenso wie der Emeritus für Geschichte der Naturwissenschaften, Fuat Sezgin, der erklärt hat, Salomon Korn habe den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern "öffentlich so kommentiert", dass es ihm, Sezgin, bei seiner "politischen Überzeugung und seinem kulturellen Verständnis" unmöglich sei, den Preis anzunehmen. Sezgin, der nur das gesagt und danach beharrlich geschwiegen hat (1); der sich den finanziellen Nutzen hat entgehen lassen – dem wird nun von Korns Generalsekretär Stephan Kramer hinterhergepöbelt:
Unsereins kriegt ja den Preis nicht angeboten. Welch ein Glück. T:I:S, 19. Mai 2009 (1) Fuat Sezgin hat wegen Salomon Korns Stellungnahme in der Frankfurter Allgemeinen vom 10. Januar 2009 den Hessischen Kulturpreis abgelehnt, siehe Sezgins Erkläung auf islam.de, seit 18. Mai 2009 im Netz. T:I:S, 20. Mai 2009. Dank an Claudia Karas URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Kulturvermittlung *Alan PosenerWer den Antisemitismus bekämpfen will, muß auch die Islamophobie bekämpfen.Sieh an. Ein Journalist bei Springers Welt gegen den einst linken Matthias Küntzel Achse des Guten, T:I:S, 9. Dezember 2008. Dank an Schmidt-Polyglott. Siehe auch Broderliner Posener ist empört und Matthias Küntzel und der Islamismus *Thomas Immanuel SteinbergIn Treue fest zum israelischen Staats- und RegierungsterrorDie Bundestagsmehrheit lügt über Ahmadinedschad, und das auch noch in schlechtem DeutschDie meisten Abgeordneten Der Linken und alle Abgeordneten der übrigen Parteien befanden am 4. November 2008 im Bundestag:
Elf Abgeordnete der Linksfraktion, nämlich Karin Binder, Sevim Dagdelen, Diether Dehm, Wolfang Gehrcke, Heike Hänsel, Nele Hirsch, Inge Höger, Ulla Jelpke, Dorothee Menzner, Norman Paech und Eva Bulling-Schröter nahmen an der Abstimmung nicht teil und gaben ihre Gründe dafür zu Protokoll. Wir haben uns an der Abstimmung über den Antrag »Den Kampf gegen Antisemitismus verstärken, jüdisches Leben in Deutschland weiter fördern« nicht beteiligt, obwohl er ein richtiges und notwendiges Anliegen formuliert. Die Linke und wir persönlich haben uns stets in Wort und Tat gegen Antisemitismus, gleichgültig in welcher Spielart er vorgetragen wird, entschieden engagiert. Jedoch ist der Antrag ein überaus schlechter Kompromiß, der diesem wichtigen Anliegen bei weitem nicht gerecht wird, und die Umstände seines Zustandekommens sind skandalös. Zudem lügt die Abgeordnetenmehrheit über Ahmadinedschad, und das auch noch in schlechtem Deutsch. Was für ein armseliger Haufen. T:I:S, 5. November 2008 Noch dreister als der Bundestag lügt der Zentralrat der Juden in Deutschland, siehe Zionismus URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Bundestag *Thomas Immanuel
Steinberg
Pew Global Attitudes ProjectKampf der Kulturen per Meinungsumfrage
Die Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete
am 18. September 2008, was das Pew Global Attitudes Project
des Pew Research Center in Washington gerade herausgefunden haben will:
Immer mehr Europäer lehnen Juden und Muslime ab. (1) Wie kam die US-Einrichtung zu diesem Ergebnis? Sie stellte in einigen europäischen Ländern jeweils etwa
700 über Achzehnjährigen teils per repräsentativer, teils per
Zufallsstichprobe am Telefon die Frage:
Die gleiche Frage stellten die US-Forscher den Probanden zu
Muslimen und Christen. Wie hätte ich geantwortet? Offenbar ging es um die Religion, um gläubige Juden,
Muslime und Christen. Ich hätte zunächst an den einzigen gläubigen Juden
gedacht, den ich kenne. Das ist Rolf Verleger, ein feiner Mann. Doch dann wären
mir die acht von einem Palästinenser getöteten Merkaz-Harav-Schüler
eingefallen, um die der widerliche Kriegshetzer Arno
Hamburger kürzlich Wirbel gemacht hat. Sie waren gläubige Juden, aber
keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern sie studierten in der Kaderschmiede
für Siedler, also für Landräuber. Ich hätte also nicht sinnvoll antworten können und daher
die Antwort verweigert. Das haben denn auch 11% der in Deutschland Befragten
getan. Genauso wäre es mir mit den Muslimen und den Christen gegangen. "Mehr so allgemein" Doch dem US-Meinungsforschungsinstitut ging es weder um
Rolf Verleger noch um gläubige Landräuber, weder um Yavuz Özoguz, den
liebenswürdigen Betreiber der Internetseite Muslim-Markt , noch um die US-geförderten
Söldner-Mudschaheddin von Carter und Brzeziński in Afghanistan, sondern
offenbar „mehr so allgemein“: Sie legten mit ihren Fragen dem Probanden ein
Pauschalurteil nahe über Juden, Muslime und Christen. Sie weckten mit ihrem
Assoziationstest das Dumpfe im Probanden, um es anschließend zu ermitteln. Ein Trend? Eine Ermittlung in derart kruder Form muß, aus
offensichtlichen und nicht aufzählenswerten Gründen, mißlingen. Doch
vielleicht ließ sich mit den Fragen ein Trend feststellen, äußerst grob zwar,
aber doch geeignet als Anregung für vernünftige Untersuchungen? In der Tat listet das Befragungsinstitut die Ergebnisse
vergangener Jahre auf. Als Beispiel soll die Befragung in Deutschland dienen.
2004 bekannten sich 63 % der Probanden bei uns zu einer sehr günstigen oder
etwas günstigen Ansicht über Juden; 2008 64 %. Und 2004 hatten laut
Selbstauskunft 20 % der Probanden in Deutschland eine etwas ungünstige oder
sehr ungünstige Ansicht von Juden; 2008 waren es 25 %. Der Unterschied erklärt sich womöglich daraus, daß 2004 noch 17 %, wie ich es getan hätte, die Antwort auf solch eine die Ressentiments schürende Frage verweigert haben, 2008 nur noch 11 %: Das Dumpfe in Deutschland könnte sich inzwischen haben hervorlocken lassen, ohne sonstige Veränderung. Etwas statistische Methodenlehre Aber gibt das Ergebnis überhaupt etwas her für
irgendeinen Schluß, egal welchen? Die Meinungforscher vermerken zu Methode:
Das Konfidenzniveau betrage 95 %, die Fehlergrenze 4 %. Das
heißt: Mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit weichen die Befragungsergebnisse
für das Land nicht mehr als 4 %, jedoch möglicherweise bis zu 4 % nach oben
oder nach unten von der Grundgesamtheit aller über Achtzehnjährigen mit
Telefon in Deutschland ab. Zählt man 4 Prozentpunkte zu den deutschen Ergebnissen
hinzu oder zieht sie davon ab, so zeigt sich: Eine Veränderung der bekundeten
Einstellung zu Juden in Deutschland ist aus den Befragungsergebnissen so gut wie
nicht zu schließen. Die Ergebnissse sind nicht oder kaum signifikant. Das Gleiche gilt für die Ansicht zu Muslimen: positiv 2004: 41 %; 2008: 40 % negativ 2004: 46 %; 2008: 50 % Auch hier ist die Zahl der Anwortverweigerer gesunken, von 13 auf 10 %, das Dumpfe wurde stärker herausgelockt – oder auch nicht, bei, wie gesagt, einer Fehlergrenze von 4 % mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit. (2) Europäer aus Washingtoner Sicht Soweit zu Deutschland. Die Meinungsforscher befragten neben
den Menschen in Deutschland auch solche in Großbritannien, Frankreich, Spanien,
Polen, Rußland und der Türkei. Die übrigen 39 europäischen Länder waren
nicht einbezogen. Ein Schluß auf "die Europäer" ist somit einfach
nur albern. Mit der Befragung und mit der Veröffentlichung ihrer Dumpfheits-Ergebnisse tragen die US-Meinungsforscher nur das Ihre bei zu dem, was ohnehin jeder kennt: zur laufenden Verblödungskampagne namens Kampf der Kulturen. T:I:S, 19. September 2008 Anmerkung (1) Pew Global Attitudes Project, .pdf-Datei, Pew Research Center: Unfavorable views of jews and muslims on the increase in Europe. Washington, D.C., 17. September 2008. Die Google-Eingabe des Titels der Studie in Anführungszeichen (Suche nach wortgleicher Erwähnung) ergab einen Tag nach Veröffentlichung 17 Resultate, teils mit redaktionellen Wendungen wie: "Antisemitische und antimuslimische Einstellungen haben in den vergangenen Jahren in Europa zugenommen" (Wiener Standard). So wird Stimmung gemacht. Über die gleichgerichtete Studie des European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC) in Wien, einer EU-Einrichtung, und über den hanebüchenen Beitrag des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin zu dieser Studie siehe (2) Verschiebungen in Deutschland und auch in anderen Ländern Europas meinten die Forscher zwischen den Probanden mit sehr günstigen und etwas günstigen Ansichtsbekundungen festgestellt zu haben; dito bei den ungünstigen Ansichten. *Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter?
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