|
|
Siehe besonders Zentralrat der Juden in Deutschland und Zionismus. Siehe auch Peter Münch, SZ
Thomas Immanuel SteinbergGremlizas GlaubensbekenntnisNach der Geiselbefreiung aus einer Schule von Beslan im russischen Nordossetien mit über 300 Toten, darunter über 200 Kinder, verkündete Hermann L. Gremliza in Konkret vom Oktober 2004 in seiner Kolumne unter dem Titel "Allahs willige Vollstrecker" (1):
Konkret-Titel vom Oktober 2004: Allahs willige Vollstrecker Die Geiselnehmer waren, wie das so ist, zugleich Tschetschenen, Separatisten, Fanatiker, Desperados, Massenmord-Willige und vermutlich – sunnitische Muslime. Doch Gremliza interessierte nur die letztgenannte Eigenschaft: ihr religiöser Hintergrund. Manche, so Gremliza 2004, würden sagen, der Islam,
Der Islam also habe die Geiselnehmer zu ihrer Tat getrieben, wie auch die Hamas im besetzten Palästina und im Besatzerland zu den ihren, und die Taliban zum Kampf gegen die Besatzer und Verwüster Afghanistans. Doch damit nicht genug. Nach westlichem Kolonialismus und Imperialismus, die "die letzten Jahrhunderte" bestimmt hätten, gebe es nun
Gremliza meinte vor sieben Jahren (und meint bis heute) die nicht existierende iranische Bombe. Derentwegen sei es dem Außenminister Joseph Fischer,
geworden. Daraus schließt Gremliza:
* All diese Dinge – und noch ein paar unglaubliche Dinge mehr – glaubte und verkündete Hermann L. Gremliza 2004 unter dem Eindruck der Beslaner Geiselbefreiung. Sie sind hier zusammenhängend aufgezählt, weil Gremliza heute Kurzzitate aus seinem damaligen Glaubensbekenntnis abzutun versucht mit der Behauptung, sie seien doch auf Beslan bezogen gewesen und böswillig aus dem Zusammenhang gerissen worden. Weil Gremliza weiß, daß er lügt, zugleich aber zeigen muß, daß er von seinem Glauben auch nach sieben Jahren kein Jota abgewichen ist, darum gerinnen bei ihm die, die ihn am Schlafittchen erwischt haben, zur Dschihad-AG. (2) T:I:S, 17. November 2011. Auffinden von Beiträgen über Gremliza auf SteinbergRecherche mittels Google-Eingabe gremliza site:steinbergrecherche.com Ausführliches über Tschetschenien aus 2004 unter Warum Tschetschenien? Anmerkungen (1) Mit der Anspielung auf Daniel Jonah Goldhagens Titel "Hitlers willige Vollstrecker" will uns Gremliza nicht sagen, daß die Nazis gar nicht so schlimm waren - dann wäre er ja ein Judenhasser. Nein, nein. Vielmehr teilt er mit den westlichen Massakerkriegern von Washington über Europa bis Tel Aviv den entsetzlichen Kinderglauben, daß die Welt gut wird, wenn man die Bösen schlachtet. (2) Gremlizas Glaubensbekenntnis dürfte am Mittwoch, dem 30. November 2011 um 19.30 Uhr in der Kaffeewelt, Böckmannstr. 3, Hamburg-St. Georg, zur Sprache kommen. Mehr über die Veranstaltung unter Partei Die Linke. T:I:S, 18. November 2011 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Gremliza *Thomas Immanuel SteinbergBibelstreit im S-BahntunnelSeit etlichen Jahren schreibt jemand auf eine Plakatwand im Tunnel zum S-Bahnhof Jungfernstieg: "Die Bibel ist ein Märchenbuch". Bald darauf steht vor dem "ein" in anderer Handschrift ein "k". Und noch etwas später ist das "k" ausgestrichen. Dann überklebt der Plakatierer den ganzen Spruch, aber eine Weile später taucht der gleiche Spruch an anderer Stelle im Tunnel wieder auf. Und so wogt der Kulturkampf hin und her, seit etlichen Jahren.
Ich sage "Kulturkampf", weil da wohl kein Streit über die Zuordnung der Bibel zu der einen oder anderen Literaturgattung ausgefochten wird, sondern einer über den Wahrheitsgehalt des heiligen Buches. Wir könnten kurzerhand auf die abstrusen Genealogien im Alten Testament verweisen, oder aufs märchenhaft zurückgewichene Rote Meer beim Auszug der Juden aus Ägypten. Wir könnten es uns auch schwer machen und die Debatte um Werner Kellers "Und die Bibel hat doch Recht" wieder hervorkramen. Ich denke, ein Blick in die Bibel erleichtert die Urteilsfindung. Da ist einerseits das an Purim gehuldigte Buch Esther, ein, wenn man Gilad Atzmon folgt, bösartiger ahistorischer Plunder zur moralischen Aufrüstung. Und da ist andererseits der Prediger Salomo, auch Buch Kohelet genannt. Dort heißt es im ersten Kapitel:
Später dann heißt es:
Mit Blick auf Esther einerseits und den Prediger andererseits könnte ich den Spruch im S-Bahntunnel übermalen und hinschreiben: Die Bibel ist ein Sammelband. Freilich wäre es eitel und Haschen nach Wind. Außerdem scheint grad die Sonne. T:I:S, 27. Juni 2011 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Bibelstreit *SchachtschneiderEU-Rebell Karl A. Schachtschneider im Kampf der Kulturen. Videos von 2010, Teil 1, zehn Minuten, und Teil 2, vier Minuten T:I:S, 2. März 2011 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Schachtschneider *Opfer Nr. 2Der israelische Staat, die Regierung und die Mehrzahl der jüdischen Israelis haben sich erfolgreich als Opfer stililisiert: Opfer angeblich ebenso wie ausgerechnet die reichste Bevölkerungsgruppe sowohl in Frankreich wie in den USA, die dortigen Juden nämlich. Freilich hat der Massakerstaat Israel auf die Masche kein Monopol. Lange vor ihm haben europäische Kolonisatoren mit dem Kreuz in der Linken und dem Schwert in der Rechten die übrigen Kontinente verheert unter dem Vorwand, Christen müßten vor blutrünstigen Heiden gerettet werden. Die meisten christlichen Kopten in Ägypten sind tatsächlich Opfer, jedoch nicht, wie behauptet, Opfer der nicht existierenden Organisation Al Qaida, sondern, wie alle Ägypter, der herrschen Kompradorenbourgeoisie. Den westlichen Medien unter Führung von Rupert Murdoch und Springer (1) ist das Attentat in Ägypten weitere Gelegenheit zum Trommeln für ihren Krieg gegen die Heiden, seien es Muslime, Chinesen, Chávez-Anhänger oder Nordkoreaner. Die Christen sind wieder wer, nach den Juden mindestens die Opfer Nr. 2. T:I:S, 4. Januar 2011 (1) Siehe die Aufrufe von Rupert Murdoch und Matthias Döpfner, Axel Springer AG, zum Kreuzzug gegen alle Ungläubigen URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Opfer *Vorsorgliche DistanzierungDie CSU habe von deutschen Muslimen eine deutliche Verurteilung des Anschlags in Ägypten gefordert, berichtet Die Zeit, Wochenkampfblatt für Freedom & Democracy. Deshalb verurteile ich als deutscher Atheist vorsorglich deutlich alle Anschläge von atheistischen Tätern in und außerhalb der nominell christlichen CSU, ob vergangene oder künftige, ob vor Somalia, in Afghanistan oder am Großen Arber. Ich will schließlich nicht auf einem Oberammergauer Scheiterhaufen enden. T:I:S, 3. Januar 2011. Einiges zu Ägypten URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Distanzierung *Das christlich-jüdische Abendland im MorgenlandVideokomposition, vier Minuten. Mit Text: Isaiah Weeps: Jewish National Fund, GOD-TV Erase Israeli Bedouin Village to Bring Jesus’ Second Coming T:I:S, 23. Dezember 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Abendland *Frits BolkesteinFrits Bolkestein meint, dass es in Holland wegen des zunehmenden Antisemitismus unter marokkanischen Migrantenkindern für bekennende Juden keine Zukunft gebe. Geert Wilders darauf: Wenn jemand das Land verlassen solle, dann die „Marokkaner, die Schuld am Antisemitismus“ hätten. Wilders bekam von Femke Halsema (GrünLinks) und Mirjam Sterk (CDA) Unterstützung. All About Geert Wilders. SteinbergRecherche dagegen findet: Die Holländer sollten das Weite suchen. Juden und Berber / Araber kamen in Marokko prima miteinander aus, bis der israelische Staat massenweise Juden aus Marokko anwarb. So jedenfalls einige Ex-Marokkaner und gewordene Israelis in dem israelischen Film "Route 181" von Eyal Sivan und Michel Khleifi. Warum nicht in Holland einen neuen Anfang wagen? Aber bitte ohne Bolkestein, Wilders und Konsorten. T:I:S, 7. Dezember 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Bolkestein *Michael Stürzenberger, Christ,warnt Juden vor muslimischer Weltherrschaft. T:I:S, 16. November 2010. Siehe auch Willkommen im Club. Juden, Freimaurer und Kommunisten begrüßen die Muslime von 2006 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Stuerzenberger *Das Wesen des Arabers
Professor Ben Zion Netanyahu, 99, Benjamin Netanyahus Vater, in einem achtseitigen Interview der israelischen Zeitung Maariv.
Promised Land, T:I:S, 13. November 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Wesen *Thomas Immanuel SteinbergDie Unternehmer, der Rabbiner und ihr UrinalBei uns gibt es, ich lüge nicht, einen Bund jüdischer Soldaten (RjF) e. V. Das RjF im Vereinsnamen steht für den einstigen Reichsbund jüdischer Frontsoldaten. Das ist eklig, aber zum Glück auch lächerlich: der Bund hat nur wenige Mitglieder. In Frankreich dagegen gibt es einen jüdischen Unternehmerbund: die Vereinigung der jüdischen Arbeitgeber und Selbständigen, die UPJF - Union des Patrons et des Professionnels Juifs de France. Dieser Verein hat 1200 Miglieder, darunter viele sehr reiche. Das ist eklig, und nichts an ihm ist komisch. Der Verein hetzt gegen Muslime, täglich, und so wild, daß Broder und die NPD dabei noch etwas lernen können:
Wie war das noch mit der jüdischen Weltherrschaft? Guillaume Weill-Raynal, Anwalt und Autor zweier Bücher über Desinformation und Antisemitismus-Vorwurf, hat die Hetztiraden des jüdischen Unternehmerverbandes gegen Muslime in großen Presseorganen wie Rue89 und oumma.com angeprangert. So schrieb er einen offenen Brief an den Vorsitzenden der jüdischen französischen Ligue Internationale contre le Racisme et l’Antisémitisme (LICRA) und den Vorsitzenden des Vertreterrats der jüdischen Einrichtungen Frankreichs, CRIF (Conseil Représentatif des Institutions Juives de France). Er erhielt keine Antwort und keine Reaktion von irgendeiner offiziellen jüdischen Stelle. Schließlich schrieb er an Gilles Bernheim, den Oberrabbiner von Frankreich, und schilderte ihm den Sachstand. Der hatte keine Zeit. Vertretungshalber antwortete ihm ein anderer Rabbiner des Konsistoriums, und zwar so:
Sowas heißt in Frankreich Wortspiel, bei uns Kalauer, und zwar von der Art, wie sie bei uns wiederum nur Broder und die NPD auswerfen. Statt zu antworten:
stattdessen also schrieb der Rabbiner dem Anwalt:
Die französischen Muslime dienen inzwischen dem jüdischen Unternehmerverband weiter als Urinal. So darf im jüdisch-unternehmerisch gesponsorten Radiosender Radio J eine britische Autorin ägyptischer Herkunft namens Bat Ye’or über Eurabia und die bevorstehende Errichtung des Kalifats bramarbasieren. Nicht alle muslimischen Jugendlichen in Frankreich können lesen, aber alle können hören, wie es im jüdischen Radio plätschert. Nur zu verständlich, wenn sie mal den Knopf drücken und die jüdischen Unternehmer herunterspülen wollen, samt Radio J, Vertreterrat der jüdischen Einrichtungen, Oberrabbiner und jüdischer Liga gegen den Rassismus. T:I:S, 13. November 2010 Artikel von Guillaume Weill-Raynal auf oumma.com:
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Urinal *Thomas Immanuel SteinbergKulturvermittlungUnsereins kann den hessischen Preis für besondere Leistungen in der Kulturvermittlung nicht ablehnen: Er wird uns gar nicht erst angeboten. Dabei, um auch ’mal von mir zu reden: Ich habe mich auf diesem Felde durchaus verdient gemacht. Ich habe einem Israeli mit französischem Migrationshintergrund manchen Vortrag übersetzt; einem Deutschen aus der Türkei seine schottischen Gedanken ins Netz gestellt. Und habe sogar einen Belgier – wer kennt schon Belgier – in Deutschland etwas bekannter gemacht. Wer nachguckt, kann einwenden: Das sind aber alles Atheisten, vielleicht auch Marxisten. Wenn überhaupt Kultur, dann sei das bloß meine eigene. Doch ich kann auch mit religiös-atheistischer Vermittlung aufwarten, als da wären: das einfühlsame Portrait eines US-amerikanischen Jesuiten; mehrere Aufsätze eines protestantischen Pastors; die Verteidigung eines schiitischen Muslims gegen einen islamophoben und zugleich judäophoben Orientalisten; und Hymnen, Hymnen auf einen gläubigen Juden. Ich wäre also durchaus ein Anwärter auf den Vermittlerpreis. Freilich ist der mit Geld verbunden. Und das bleibt beim gehobenen Bürgertum meist in der Familie. Aber gesetzt den Fall, ich bekäme ihn trotzdem angeboten, dieses Jahr, zusammen mit Kardinal Lehmann. Das Geld würde mich locken, da kann ich durchaus schwach werden. Auch weiß ich gar nicht so recht viel Böses über den Kirchenfürsten, ich vermute es erstmal nur. Hätte ich freilich den Preis angenommen, ich würde mich in Grund und Boden schämen. Der Mann kann ja nicht einmal einen Text lesen. Exegese null. Dieser Möchtegern-Theologe soll neben mir in der ersten Reihe sitzen? Dann der andere Auserwählte, Salomon Korn. Korn hat ein Pamphlet unterschrieben und in der Frankfurter Allgemeinen vom 10. Januar 2009 veröffentlicht, .doc-Datei, das alle Propagandalügen des rassistischen Staates Israel über das Gaza-Massaker wiederholt. - Wie die israelische Regierung, so unterschlägt auch Korn, daß die israelische Seite, nicht die Hamas den Waffenstillstand 2008 gebrochen hat. - Wie die israelische Regierung, so unterschlägt auch Korn, daß der Gazastreifen belagert ist, und daß Belagerte sich wehren dürfen, nicht nur mit Sprüchen. - Wie die israelische Regierung, so fantasiert auch Korn von Gaza-Zivilisten als menschlichen Schutzschilden der Hamas; auch Korn unterschlägt, daß die Hamas sich im Gazastreifen nicht verkriechen kann, sondern auf engstem Raum mit anderhalb Millionen Zivilisten lebt. - Wie die israelische Regierung, so unterschlägt auch Korn, daß die israelischen Verteidigungsstreitkräfte systematisch zivile, darunter UNO-Anlagen zertrümmert haben; daß sie DIME-Bomben und weißen Phosphor auf die Zivilisten geworfen haben. Wie die abgrundtief verlogene israelische Regierung, so werbetextet auch Korn:
Dieser Mann kriegt den hessischen Preis für Kulturvermittlung. Ich hätte also den Preis abgelehnt, ebenso wie der Emeritus für Geschichte der Naturwissenschaften, Fuat Sezgin, der erklärt hat, Salomon Korn habe den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern "öffentlich so kommentiert", dass es ihm, Sezgin, bei seiner "politischen Überzeugung und seinem kulturellen Verständnis" unmöglich sei, den Preis anzunehmen. Sezgin, der nur das gesagt und danach beharrlich geschwiegen hat (1); der sich den finanziellen Nutzen hat entgehen lassen – dem wird nun von Korns Generalsekretär Stephan Kramer hinterhergepöbelt:
Unsereins kriegt ja den Preis nicht angeboten. Welch ein Glück. T:I:S, 19. Mai 2009 (1) Fuat Sezgin hat wegen Salomon Korns Stellungnahme in der Frankfurter Allgemeinen vom 10. Januar 2009 den Hessischen Kulturpreis abgelehnt, siehe Sezgins Erkläung auf islam.de, seit 18. Mai 2009 im Netz. T:I:S, 20. Mai 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Kulturvermittlung *Alan PosenerWer den Antisemitismus bekämpfen will, muß auch die Islamophobie bekämpfen.Sieh an. Ein Journalist bei Springers Welt gegen den einst linken Matthias Küntzel Achse des Guten, T:I:S, 9. Dezember 2008. Siehe auch Broderliner Posener ist empört und Matthias Küntzel und der Islamismus *Thomas Immanuel SteinbergIn Treue fest zum israelischen Staats- und RegierungsterrorDie Bundestagsmehrheit lügt über Ahmadinedschad, und das auch noch in schlechtem DeutschDie meisten Abgeordneten Der Linken und alle Abgeordneten der übrigen Parteien befanden am 4. November 2008 im Bundestag:
Elf Abgeordnete der Linksfraktion, nämlich Karin Binder, Sevim Dagdelen, Diether Dehm, Wolfang Gehrcke, Heike Hänsel, Nele Hirsch, Inge Höger, Ulla Jelpke, Dorothee Menzner, Norman Paech und Eva Bulling-Schröter nahmen an der Abstimmung nicht teil und gaben ihre Gründe dafür zu Protokoll. Wir haben uns an der Abstimmung über den Antrag »Den Kampf gegen Antisemitismus verstärken, jüdisches Leben in Deutschland weiter fördern« nicht beteiligt, obwohl er ein richtiges und notwendiges Anliegen formuliert. Die Linke und wir persönlich haben uns stets in Wort und Tat gegen Antisemitismus, gleichgültig in welcher Spielart er vorgetragen wird, entschieden engagiert. Jedoch ist der Antrag ein überaus schlechter Kompromiß, der diesem wichtigen Anliegen bei weitem nicht gerecht wird, und die Umstände seines Zustandekommens sind skandalös. Zudem lügt die Abgeordnetenmehrheit über Ahmadinedschad, und das auch noch in schlechtem Deutsch. Was für ein armseliger Haufen. T:I:S, 5. November 2008 Noch dreister als der Bundestag lügt der Zentralrat der Juden in Deutschland, siehe Zionismus URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm#Bundestag *Thomas Immanuel SteinbergPew Global Attitudes ProjectKampf der Kulturen per MeinungsumfrageDie Nachrichtenagentur Associated Press verbreitete am 18. September 2008, was das Pew Global Attitudes Project des Pew Research Center in Washington gerade herausgefunden haben will: Immer mehr Europäer lehnen Juden und Muslime ab. (1) Wie kam die US-Einrichtung zu diesem Ergebnis? Sie stellte in einigen europäischen Ländern jeweils etwa 700 über Achzehnjährigen teils per repräsentativer, teils per Zufallsstichprobe am Telefon die Frage:
Die gleiche Frage stellten die US-Forscher den Probanden zu Muslimen und Christen. Wie hätte ich geantwortet? Offenbar ging es um die Religion, um gläubige Juden, Muslime und Christen. Ich hätte zunächst an den einzigen gläubigen Juden gedacht, den ich kenne. Das ist Rolf Verleger, ein feiner Mann. Doch dann wären mir die acht von einem Palästinenser getöteten Merkaz-Harav-Schüler eingefallen, um die der widerliche Kriegshetzer Arno Hamburger kürzlich Wirbel gemacht hat. Sie waren gläubige Juden, aber keine gewöhnlichen Betbrüder, sondern sie studierten in der Kaderschmiede für Siedler, also für Landräuber. Ich hätte also nicht sinnvoll antworten können und daher die Antwort verweigert. Das haben denn auch 11% der in Deutschland Befragten getan. Genauso wäre es mir mit den Muslimen und den Christen gegangen. "Mehr so allgemein" Doch dem US-Meinungsforschungsinstitut ging es weder um Rolf Verleger noch um gläubige Landräuber, weder um Yavuz Özoguz, den liebenswürdigen Betreiber der Internetseite Muslim-Markt , noch um die US-geförderten Söldner-Mudschaheddin von Carter und Brzeziński in Afghanistan, sondern offenbar „mehr so allgemein“: Sie legten mit ihren Fragen dem Probanden ein Pauschalurteil nahe über Juden, Muslime und Christen. Sie weckten mit ihrem Assoziationstest das Dumpfe im Probanden, um es anschließend zu ermitteln. Ein Trend? Eine Ermittlung in derart kruder Form muß, aus offensichtlichen und nicht aufzählenswerten Gründen, mißlingen. Doch vielleicht ließ sich mit den Fragen ein Trend feststellen, äußerst grob zwar, aber doch geeignet als Anregung für vernünftige Untersuchungen? In der Tat listet das Befragungsinstitut die Ergebnisse vergangener Jahre auf. Als Beispiel soll die Befragung in Deutschland dienen. 2004 bekannten sich 63 % der Probanden bei uns zu einer sehr günstigen oder etwas günstigen Ansicht über Juden; 2008 64 %. Und 2004 hatten laut Selbstauskunft 20 % der Probanden in Deutschland eine etwas ungünstige oder sehr ungünstige Ansicht von Juden; 2008 waren es 25 %. Der Unterschied erklärt sich womöglich daraus, daß 2004 noch 17 %, wie ich es getan hätte, die Antwort auf solch eine die Ressentiments schürende Frage verweigert haben, 2008 nur noch 11 %: Das Dumpfe in Deutschland könnte sich inzwischen haben hervorlocken lassen, ohne sonstige Veränderung. Etwas statistische Methodenlehre Aber gibt das Ergebnis überhaupt etwas her für irgendeinen Schluß, egal welchen? Die Meinungforscher vermerken zu Methode:
Das Konfidenzniveau betrage 95 %, die Fehlergrenze 4 %. Das heißt: Mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit weichen die Befragungsergebnisse für das Land nicht mehr als 4 %, jedoch möglicherweise bis zu 4 % nach oben oder nach unten von der Grundgesamtheit aller über Achtzehnjährigen mit Telefon in Deutschland ab. Zählt man 4 Prozentpunkte zu den deutschen Ergebnissen hinzu oder zieht sie davon ab, so zeigt sich: Eine Veränderung der bekundeten Einstellung zu Juden in Deutschland ist aus den Befragungsergebnissen so gut wie nicht zu schließen. Die Ergebnissse sind nicht oder kaum signifikant. Das Gleiche gilt für die Ansicht zu Muslimen: positiv 2004: 41 %; 2008: 40 % negativ 2004: 46 %; 2008: 50 % Auch hier ist die Zahl der Anwortverweigerer gesunken, von 13 auf 10 %, das Dumpfe wurde stärker herausgelockt – oder auch nicht, bei, wie gesagt, einer Fehlergrenze von 4 % mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit. (2) Europäer aus Washingtoner Sicht Soweit zu Deutschland. Die Meinungsforscher befragten neben den Menschen in Deutschland auch solche in Großbritannien, Frankreich, Spanien, Polen, Rußland und der Türkei. Die übrigen 39 europäischen Länder waren nicht einbezogen. Ein Schluß auf "die Europäer" ist somit einfach nur albern. Mit der Befragung und mit der Veröffentlichung ihrer Dumpfheits-Ergebnisse tragen die US-Meinungsforscher nur das Ihre bei zu dem, was ohnehin jeder kennt: zur laufenden Verblödungskampagne namens Kampf der Kulturen. T:I:S, 19. September 2008 Anmerkung (1) Pew Global Attitudes Project, .pdf-Datei, Pew Research Center: Unfavorable views of jews and muslims on the increase in Europe. Washington, D.C., 17. September 2008. Die Google-Eingabe des Titels der Studie in Anführungszeichen (Suche nach wortgleicher Erwähnung) ergab einen Tag nach Veröffentlichung 17 Resultate, teils mit redaktionellen Wendungen wie: "Antisemitische und antimuslimische Einstellungen haben in den vergangenen Jahren in Europa zugenommen" (Wiener Standard). So wird Stimmung gemacht. Über die gleichgerichtete Studie des European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC) in Wien, einer EU-Einrichtung, und über den hanebüchenen Beitrag des Zentrums für Antisemitismusforschung an der TU Berlin zu dieser Studie siehe (2) Verschiebungen in Deutschland und auch in anderen Ländern Europas meinten die Forscher zwischen den Probanden mit sehr günstigen und etwas günstigen Ansichtsbekundungen festgestellt zu haben; dito bei den ungünstigen Ansichten. *
URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/08kampfderkulturen.htm |