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Thomas Immanuel Steinberg  

Medien-Gigant Canwest versteht keinen Spaß

Die Kanadier drohen unter dem Zionismus der Izzy-Asper-Dynastie zu ersticken

Gordon Murray und Carel Moiseiwitsch, zwei kanadische Antizionisten, parodierten am “Besatzungstag“ im Juni 2007 die zionistische Tageszeitung Vancouver Sun mit einem gleich gestalteten Zeitungstitel und der Unterzeile „Ernsthaft zionistisch seit 2001“. Dann die Artikel-Überschrift:

Jubiläum: 40 Jahre Zivilisierung der Westbank.

Neben dem Schriftzug „Israel Apartheid“ in einem Intel-ähnlichen Icon prangte, etwa im Stil der deutschen Satire-Zeitschrift Titanic, laut Abschrift in Majuskeln:

Was ist in Ihrem Computer? Die neuen Intel-Chips haben aufregende Features: Beschleunigte Apartheid-selektierte Graphiken, physische und virtuelle Landgreifer und blutjunge Bantustan-Benchmarks. Intel – powered by Israeli Apartheid, hergestellt in einem entvölkerten palästinenschen Dorf. Siehe Hi-Tech, Seite C1.

Intel kümmerte sich nicht um die bittere Satire, doch The Vancouver Sun verstand überhaupt keinen Spaß. Die Zeitung beschuldigte die Satiriker und den prominenten kanadischen Israel-Apartheid-Gegner Mordecai Briemberg des Mißbrauchs der eingetragenen Handelsmarke „The Vanvouver Sun“. Das Gerichtsverfahren gegen den emeritierten Professor Briemberg, der die Parodie verteilt, aber nicht gefertigt hatte, wurde eingestellt, der Prozeß gegen Murray und Moiseiwitsch läuft, siehe das Briemberg-Interview auf Real News Network, Teil 1 vom 15. November 2008, Video, 10 Minuten. 

The Vancouver Sun ist eine der beiden einzigen Tageszeitungen in der westkanadischen Metropolregion mit über zwei Millionen Einwohnern. Beide Tageszeitungen, ebenso wie alle größeren Fernsehsender außer dem staatlichen Sender CBC gehören Canwest Global, dem gesamtkanadischen Medien-Imperium, das Israel Harold Asper, genannt Izzy Asper, von Winnipeg, Manitoba aus im letzten Jahrhundert errichtet hatte. Der Asper-Clan läßt über Israel/Palästina ausschließlich zionistisch berichten, das heißt: 

Er fälscht die Opferzahlen.

Die wenigen im Konflikt getöteten jüdischen Israelis werden mit Namen und persönlichem Schicksal herausgestellt, die vielen getöteten Palästinenser bleiben anonym oder werden gar nicht erwähnt.

Mordecai Briemberg spricht im kanadischen Real News Network, das sich durch Spenden kleiner Leute finanziert, von einer Entmenschlichung der Palästinenser in den kanadischen Medien (siehe Teil 2 des Briemberg-Interviews vom 16. November 2008, Video, 10 Minuten). Denn auch was in Kanada nicht dem Asper-Clan gehört, das Staatsfernsehen eingeschlossen, schweigt jetzt über die gerichtliche Verfolgung der Parodisten ebenso wie immer schon über das Los der Palästinenser unter israelischer Schreckensherrschaft. 

Die israelische Belagerung des Gaza-Streifens mit ihren grauenhaften Auswirkungen werde vom Mainstream völlig ignoriert. Briemberg hingegen setzt die Zustände in Gaza auf Real News Network mit denen der Juden im Warschauer Ghetto unter den Nazis gleich:

… the siege, equivalent in its horror, I would say, to the siege that was launched on Jews in the Warsaw ghetto…

Das kanadische Presse- und Wettbewerbsrecht, anders als das US-amerikanische Kartellrecht, erlaube regionale und nationale Monopole, so Briemberg. Es hat Izzy Asper und seinen Erben den Weg zur Zionisierung der Medien geebnet.

Die kanadische Medienlandschaft scheint verwüstet. Sie ist offenbar selber eine Parodie auf Informations- und Meinungsfreiheit. 

T:I:S, 16. November 2008. Dank an Ruedi 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08kanada.htm#Asper  

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