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Thomas Immanuel SteinbergGezielte staatliche Morde und der unnatürliche Tod von Jürgen MöllemannOtto Köhlers GlaubensbekenntnisDie Geschichte hat eine verwickelte Vorgeschichte, aber beide müssen erzählt werden: als Vorsorge für den Fall, daß Otto Köhler sich abermals an anständigen Menschen vergeht. Viele Staaten führen Krieg gegen Menschen in andern Ländern, oder auch im eigenen Land. Sie lassen Soldaten ermorden, oder auch völlig beliebige Menschen, einfach, um allgemeinen Schrecken zu verbreiten. Mancher Staat läßt überdies ganz bestimmte Personen ermorden, die vermeintlichen Rädelsführer nämlich. Zu den zeitgenössischen Staaten, die gezielt morden, gehören, wie überall zu lesen, die Vereinigten Staaten und Israel. Die Vereinigten Staaten arbeiten eher verdeckt, der israelische Staat eher offen. Rädelsführer als Anschlagsziele So ist immer damit zu rechnen, daß ein Mensch, den der israelische Staat oder die Vereinigten Staaten für einen Rädelsführer halten, in ihrem Auftrag ermordet wird. Wen halten die beiden Staaten für Rädelsführer? Zum Einen Führer von Aufständischen in besetzten Gebieten wie Palästina, Irak oder Afghanistan; zum Andern Politiker wie Salvador Allende in Chile, oder die Black-Panther-Sprecher in den USA. Auf Fidel Castro hatten die USA zahlreiche Anschläge geplant und verübt, die jedoch alle mißlangen. Die Hauptverdächtigen Daraus folgt: Wenn ein Mensch, den die Vereinigten Staaten oder der israelische Staat als Rädelsführer ansehen, eines nicht natürlichen Todes stirbt, so ist erstens zu prüfen, ob er ermordet wurde; und zweitens, in wessen Auftrag. Wenn sich bei dieser Sachlage der jeweilige Staat nicht zur Tat bekennt, so ist er dennoch hauptverdächtig. "CIA" und "Mossad" stehen für viele Dienste Für die Morde bedienen sich Staaten, das liegt nahe, geheimer Einrichtungen. Da kaum jemand all die US-amerikanischen und israelischen In- und Auslandsgeheimdienste, verdeckt operierenden Streitkräfte- und Söldner-Einheiten kennt, werden in der Öffentlichkeit pars pro toto als mögliche Täter häufig nur die CIA und der Mossad genannt. Todesspringer Möllemann Jürgen Möllemann starb am 5. Juni 2003 eines nicht natürlichen Todes – bei einem Fallschirmabsprung. Möllemann, eine zwielichtige Gestalt, war ein scharfer Gegner der israelischen Staats- und Regierungspolitik. Er wurde womöglich vom israelischen Staat als Rädelsführer angesehen. War sein Tod Selbstmord, wie alle Welt behauptete, oder Mord? Andreas Hauß zu Möllemann Andreas Hauß hat auf seiner Internetseite dargelegt: Weder Staatsanwaltschaft noch Kommerz- oder Staatsmedien haben den Fall sorgfältig geprüft. Dabei hatte doch der zwischenzeitlich mit dem Fall befaßte Staatsanwalt Wolfgang Reinicke von der Staatsanwaltschaft Essen ein Fremdverschulden ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Zahlreiche Widersprüche blieben ungeklärt. Hauß faßt zusammen:
Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann zu Möllemann und zum Hauptverdächtigen Die beiden Arbeiterfotografinnen hielten in der Ausgabe 17/2007 der linken Zweiwochenzeitschrift Ossietzky im Falle Möllemann zusammenfassend fest:
Angesichts der scharfen Gegnerschaft Möllemanns zur israelischen Staats- und Regierungspolitik gingen sie jedoch auch auf den nächstliegenden Verdacht ein, nämlich den, der israelische Staat habe Möllemann ermorden lassen:
Kurz: Wenn es denn Mord war, so fehlen doch für eine dann freilich naheliegende israelische Täterschaft alle Beweise. So Fikentscher und Neumann. Und da machte sich Otto Köhler zum Fall Der renommierte Journalist Otto Köhler replizierte in Ossietzky. Er zitierte die Internetseite von Arbeiterfotografie, in der Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann ihrerseits Jürgen Elsässer zitiert und kommentiert hatten, und kommentierte dann seinerseits deren Kommentar:
Schrieb Köhler. Doch so wie Köhler macht man's nur, wenn man kein Pulver auf der Pfanne hat, dafür aber ganz viel Glauben und Bekenntnisdrang. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumenn haben Köhlers Unterstellungen in einer Replik auf die Replik zurückgewiesen und zusammengefaßt:
Otto Köhler setzte ein ironisch gedachtes Schwänzchen drunter:
Doch statt den Sachverhalt zu treffen, hat Otto Köhler seinen Fall nur rund gemacht. Denn Fikentscher und Neumann, in der Tat gute Menschen, haben die Juden beim Namen genannt und sie anschließend korrekt unter "Religion" oder "Interessengruppe" rubriziert; sie haben sich nichts verbieten lassen. Köhler hat das überlesen und sich vor lauter Eifer gleich noch zum Glauben an George Bushs allerschönstes Märchen bekannt: das von Mohammed Atta und den 19 Räubern. Darob wird man ihn selig sprechen. T:I:S, 14. November 2008. Siehe auch Jürgen W. Möllemann URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08koehler.htm#Glaubensbekenntnis *Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter?
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