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Mehr Lügen für die Kriegslobby unter dem Etikett "Stop the bomb" unter Honestly Concerned

 

Thomas Immanuel Steinberg

Die israelische Regierungsagentur in Österreich

Die israelitische Religionsgesellschaft Österreichs – Bundesverband der israelitischen Kultusgemeinden – hat das österreichische Innenministerium ersucht, gegen die Internationale Humanitäre Hilfsorganisation (IHH) in Österreich ähnlich vorzugehen wie das deutsche Innenministerium. Innenminister Thomas de Maizière hatte die IHH in Deutschland verboten. Die Begründung der österreichischen Religionsgesellschaft für ihr Ersuchen: 

Die türkische Organisation "IHH" war für die Provokationen des Gaza-Blockadebrechers "Mavi Maramara" verantwortlich, die zum Tod von 9 Aktivisten führten. (1)

Indes: Die in Deutschland jetzt verbotene Internationale Humanitäre Hilfsorganisation mit einer Zweigstelle in Österreich teilt zwar das Kürzel IHH mit der Mavi-Marmara-Stiftung

İnsan Hak ve Hürriyetleri ve İnsani Yardım Vakfı

auf Englisch The Foundation for Human Rights and Freedoms and Humanitarian Relief 

auf Deutsch Stiftung für Menschenrecht und Freiheiten und humanitäre Hilfe,

ist aber eine andere, wie beide Organisationen seit Langem hervorheben.(2)

Das österreichische Innenministerium soll also gegen eine Organisation vorgehen, weil einer anderen Organisation etwas vorzuwerfen sei. Wie konnte es zu der Vermengung kommen? Ganz einfach: Der israelische Staat hat dafür gesorgt. Laut Mitteilung des israelischen Intelligence and Terrorism Information Center hat Verteidigungsminister Ehud Barak 36 islamische Stiftungen verboten, darunter die "IHH", aufgeführt als ein Schrägstrichgebilde mit der konfusen Bezeichnung

Insan Haklary Ve Hurriyetleri Vakfi (IHH) / International Humanitarian Relief Organisation / Internationale Humanitere Hilfs Organisation (Turkey)

Und nun soll der österreichische Staat es dem israelischen nachtun und gegen eine Organisation vorgehen, die nicht verantwortlich ist für das, was die österreichischen Religiösen ihr vorwerfen. Einmal ganz abgesehen von der Beklopptheit der Behauptung, die Mavi-Marmara-Humanitären hätten ihre eigene Ermordung provoziert.

Präsident der größten dem österreichischen Bundesverband angehörenden Gemeinden, der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, ist Ariel Muzicant, strammer Verbreiter von Kriegspropagandalügen. Er agitiert gegen Muslime und besonders gegen den Wiener Gemeinderat Omar Al-Rawi, der die konfuse und bösartige Forderung zurückgewiesen hat. (3)

Friedensjude Reuven Jisroel Cabelman hat deshalb einen Brief nach Wien geschickt:

Die IKG [Israelitische Kultusgemeinde Wien, T:I:S] und ihre Lakaien des zionistischen Staates in der Republik Österreich haben keinerlei Recht dazu, im Namen des jüdischen Volkes zu agieren, zu sprechen oder gar zu handeln.

T:I:S, 14. Juli 2010  

Anmerkungen

(1) Presseaussendung vom 13. Juli 2010 um 10. 44 Uhr via OTS-Originaltext, wiedergegeben auf der Internetseite der Israelitischen Kulusgemeinde Wien unter Vorsitz von Ariel Muzicant

(2) Belege unter IHH (Turkish NGO)

(3) Siehe auch Die Presse vom 16. Juni 2010

URL diese Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08muzicant.htm#Regierungsagentur 

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Iranisches Erdgas 

Lügen für die Kriegslobby

Der größte mitteleuropäische Öl- und Gaskonzern OMV will sein Geschäft mit dem Iran ausweiten. Ein riesiges Erdgasfeld wartet auf Erschließung, die Leitungen vom Iran nach Österreich und weiter nach Deutschland, Italien und den Rest Europas sind teils vorhanden, teils im Bau oder geplant, siehe Karte.  

Doch eine kleine, aber blindwütige Gruppe in Österreich will das Iran-Geschäft des österreichischen Konzerns verhindern. Sie verkündet

Unter dem antisemitischen Apokalyptiker Mahmoud Ahmadinejad droht dieses Regime Israel offen mit atomarer Vernichtung und implizit auch dem Westen. Während die Welt versucht, diese Bedrohung abzuwenden, fällt ein Konzern, dessen größter Eigentümer mit 31,5 Prozent die österreichische Republik ist, diesen friedenssichernden Anstrengungen in den Rücken.

Bekannte Mitglieder der Kampfgruppe sind die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die Kanzler-Abwatscherin Beate Klarsfeld und Ariel Muzicant, der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien; weniger bekanntes Mitglied: der Hamburger Kindergärtner und Konkret-Autor Lars Quadfasel [ergänzt am 19. Januar 2009, T:I:S].

Sie verbreiten die zitierte Kriegspropagandalüge unter der Parole

Stop the bomb.

In Wahrheit leben 25 000 Jüdinnen und Juden unbehelligt im Iran und wollen dort bleiben. In Wahrheit hat Ahmadinedschad zum Sturz des zionistischen Regimes in Israel aufgerufen. In Wahrheit hat er den Mythos angeprangert, der wie eine Religion um die Vernichtung der europäischen Juden gewoben worden ist. Und in Wahrheit haben die USA und Frankreich mit Atombombardierung des Iran gedroht, nicht der Iran dem feindlichen Israel.  

Es geht um Gas und Öl, das die US-Konzerne bekämen, wenn sie den Iran niederringen würden, so, wie sie das irakische Öl bekommen haben durch den Überfall auf den Irak. Scheitert die Initiative gegen den österreichisch-iranischen Gas-Deal, kontrollieren der Iran und die europäischen Konzerne, zusammen mit einer Holding aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, der zweitgrößten Besitzerin von OMV, das neue Erdgasfeld. Der deutsche Allianz-Konzern stellt ein Mitglied im Aufsichtsrat von OMV: Das deutet auf erhebliche deutsche Beteiligung. 

Die Herren und Damen Kampfgruppenmitglieder haben sich vor den Karren der US-israelischen Kriegslobby gespannt. Beide Länder, Israel und die USA, quellen über vor Atombomben. Der Iran hat keine. 

Die einzig richtige Forderung lautet daher:

Stop the bombs.

T:I:S, 16. Dezember 2007

Noch vor Ariel Muzicant hat sich Konkret-Herausgeber Hermann Gremliza den "friedenssichernden Anstrengungen" der Welt angeschlossen, siehe Unterzeichner-Liste. T:I:S, 30. Dezember 2007

Die Nabucco-Pipeline

Quelle der Karte: Wikipedia; dort auch mehr zum Nabucco-Projekt

URL diese Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08muzicant.htm#Erdgas

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