Religiöse Fanatiker auf beiden Seiten
Religiöse Fanatiker, .doc-Datei, im Dezember
2011
und Was wäre, wenn..., .doc-Datei, im Januar 2012.
T:I:S, 6.
Januar 2012. Zum teils religiös verbrämten Völker- und Rassenhaß siehe Zionismus
passim. Umfangreiche Sammlung interner Links unter Israel.
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EKD-Folklore
Am Reformationstag 2011 schrieb Christine Reuther Im
Sonntag, Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche
Sachsens unter der Überschrift "Der Stein des Weisen" über den
einstigen DDR-Dissidenten Harald Bretschneider:
Die Aufnäher »Schwerter zu Pflugscharen« haben vor 30 Jahren
die Welt verändert. Da ist sich ihr Schöpfer Harald Bretschneider sicher. Auch
heute noch hat er stets neue Ideen, den Frieden in der Welt anzumahnen. Am
Reformationstag wird er mit der Martin-Luther-Medaille der EKD [der
Evangelischen Kirche in Deutschland, T:I:S] ausgezeichnet...
... Doch viel bekannter wurde der heute 69-Jährige vor 30 Jahren
mit den Aufklebern »Schwerter zu Pflugscharen« – ein Friedenssymbol, das er
inzwischen schon bis nach Palästina gebracht hat: Im Frühjahr, am Rande einer
Leserreise des Sonntags übergab er es der Schule Talitah Kumi im palästinensischen
Beit Jala. Das Symbol solle ein Hoffnungszeichen sein, dass auch in diesem Land
die Mauer überwunden werde, sagte er dabei den Schülern...
... Dass der heutige Verteidigungsminister die Laudatio hält,
ist für Harald Bretschneider kein Problem.
Aber für Matthias
Gockel. T:I:S
Ja, die EKD: im Zweifelsfall schmeißt sie sich ihrem Staat an den Hals. Aber
wehe, wenn ein Konsistorium in der DDR sich so verhalten hätte…
Damals zeugte die Aktion des Herrn Bretschneider von Mut und hatte politische
Bedeutung, heute wirkt sie wie ein Stück Folklore. 30 Jahre später, als es völlig
ungefährlich und Deutschland endlich “eins” geworden ist, kann er als
mutiger Kämpfer geehrt werden. Eine Gnade der ganz späten Geburt…
Während die NVA im Herbst 1989 nicht geschossen hat, beteiligt die
Bundeswehr sich seit 1995 bereitwillig an Kriegen und militärischen “Einsätzen”,
gerne auch im Widerspruch zum Grundgesetz und zu einstigen Selbstverpflichtungen
beider deutscher Staaten.
Vielleicht sollte der Kriegsminister sich an Herrn Bretschneider erinnern,
wenn demnächst eine Kaserne umbenannt und ein neuer Namensgeber gesucht wird:
“Gegen Stasi und für die Menschenrechte weltweit: Harald Bretschneider hat es
eingeläutet”. Da muss man beherzt “eingreifen”, und wenn ein paar hundert
Afghanis auf der Strecke bleiben, nennen wir’s eben “Kollateralschaden”
und loben den Oberst Klein. Hauptsache, es wurde gehandelt, denn Nichtstun kann
schließlich immer “das Gegenteil von Verantwortung sein” (O-Ton de
Maiziere). (1)
T:I:S, 2. November 2011
Anmerkung
(1) Mit Blick auf Bretschneiders pazifistische
Grundhaltung sagte der Bundesverteidigungsminister, es stelle sich immer auch
die Frage, wann und unter welchen Bedingungen man zum Schutz der Menschenrechte
in anderen Staaten auch mit Waffengewalt eingreifen dürfe oder sogar müsse.
Gerade Christen stünden hier in einem Gewissenskonflikt, da militärisches
Eingreifen die Möglichkeit des Tötens und Sterbens einschließe. Andererseits
könne aber auch Nichtstun "das Gegenteil von Verantwortung sein",
sagte de Maiziere. epd,
Evangelischer Pressedienst
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Thomas Immanuel Steinberg
Zuschreibungen
Der Schriftsteller Chaim Noll erzählt:
Freiheit der Meinung im westlichen Sinn bedeutet, dass man
gerade die das eigene Verständnis in Frage stellende, die abweichende
Meinung akzeptiert. Im Sinne des Voltaire zugeschriebenen Satzes: „Je ne
suis pas d’accord avec ce que vous dites, mais je me battrai jusqu’au
bout pour que vous puissiez le dire“, im Deutschen in einer freien, aber
verbreiteten Übersetzung bekannt: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber
ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Toleranz
kommt vom Verb tolerare...
Nun kann man Leuten alle möglichen Aussagen zuschreiben, dem
Schriftsteller Noll zum Beispiel die, er lege seine Frau jeden Samstagabend
übers Knie. Nur – er hat sie nicht gemacht. So steht's auch mit Voltaire.
Eine Biographin namens Evelyn
Beatrice Hall hat Voltaire 1906 den Satz "I disapprove of what you say,
but I will defend to the death your right to say it" zugeschrieben und sich
später dafür entschuldigt, daß sie den Satz wie eine Aussage von Voltaire
hatte erscheinen lassen.
Das wäre alles nicht so schlimm, stimmte denn die Aussage des
Satzes mit dem überein, was Voltaire vertrat. Doch die Société
Voltaire ist da ganz anderer Meinung:
Ce n'est pas du tout lui cette phrase. Prenons le credo chrétien
qu'il a toujours combattu. Ou les Jésuites. Il ne les aurait jamais défendus.
Dieser Satz ist überhaupt nicht er. Nehmen wir nur das
christliche Bekenntnis, das er immer bekämpft hat. Oder die Jesuiten. Er
hätte sie niemals verteidigt.
Zitiert nach Rue89
Auch hat Voltaire den Teufel getan, sich für seinen Freßfeind
Élie Fréron einzusetzen, als dessen Zeitschrift ein ums andere Mal zensiert
wurde. Der Zensor war Lamoignon de
Malesherbes – ein Freund von Voltaire (1).
Chaim Noll benutzt die falsche Zuschreibung als Munition für
seine Aufforderung, endlich von Voltaire ein Theaterstück wieder aufzuführen
mit dem Titel Le
Fanatisme ou Mahomet le prophète, das unter anderm Goethe ins Deutsche
übersetzt hat. Das Stück, wie sollte es anders sein, strotzt vor
Zuschreibungen an Mohammed, sei es aus dem Koran, sei es von Voltaire, und
richtet sich heute wie damals gegen den Fanatismus, den Fanatismus der Anderen
nämlich. Die dessen Aufführung, zum Beispiel in Genf, verhindert hätten, so
Noll, die Anderen also, behinderten die Meinungsfreiheit, seien intolerant und
also Aufklärungsfeinde.
Ähnliches sei ihm selbst passiert, als er in der Alte Synagoge
in Essen einen Vortrag habe halten wollen mit dem Ankündigungstext:
Judenfeindliche Ressentiments spielen seit Niederschrift des
Koran im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre
628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser
fundamentale Judenhass reaktiviert und instrumentalisiert werden. Ein
Beispiel dafür liefert die im Gaza-Streifen herrschende Organisation Hamas
in ihrer Charta.
Das habe den Anderen nicht gepaßt, und so mußte er seinen
Vortrag schließlich unter Polizeischutz halten. Muhammet Balaban, ein Sprecher
der Anderen, war zwar eingeladen, erschien aber nicht. Stattdessen habe dieser
Mann weiter nach Zensur gerufen. Die Meinungsfreiheit konnte aber, wenn auch mit
Mühe, gewahrt werden.
Manche Christenhasser, vor allem aber Judenhasser, werden den
Vorfall großartig finden. Sie werden eine Lesung aus dem Deuteronomium
veranstalten mit Passagen wie dieser hier:
Wenn du vor eine Stadt
ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden
anbieten. Antwortet sie dir friedlich
und tut dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird,
dir fronpflichtig sein und dir dienen. Will
sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg führen, so
belagere sie. Und wenn sie der HERR,
dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin
ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen. Nur die Frauen, die Kinder
und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter
dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir der
HERR, dein Gott, gegeben hat. So
sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu
den Städten dieser Völker hier gehören. Aber
in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe
geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern
sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern,
Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein
Gott, geboten hat, damit sie euch
nicht lehren, all die Gräuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Götter
treiben, und ihr euch so versündigt an dem HERRN, eurem Gott.
Und in ihrer Vorankündigung
werden die Hasser auf die Pfaffen und Rabbiner verweisen, die diesen zweieihalb-
bis dreitausend Jahre alten Scheißdreck einem Moses zugeschrieben haben und
heute durchaus auch danach handeln. (2) Denn das Deuteronomium ist kein
Abschnitt aus den Protokollen der Weisen von Zion, wie neulich ein
Vorstandsmitglied der IPPNW vermutet hatte, sondern das 5.
Buch Mose.
Chaim Noll kann dann zu der
Lesung gehen und sich ein bißchen in Toleranz üben. Oder es mit Voltaire
halten und zum Zensor laufen. (3)
T:I:S, 7. Oktober 2011
Anmerkungen
(1) Mais Voltaire et le parti philosophique usèrent
également contre Fréron de leurs puissants relais au Gouvernement et dans la
haute administration, notamment le directeur de la Librairie,
Lamoignon-Malesherbes. Élie Fréron,
Wikipédia / Aber Voltaire und die philosophes
bedienten sich auch ihrer guten Beziehungen zu Regierung und höherer
Verwaltung, namentlich zum Direktor der [königlichen] Bücherei Lamoignon de
Malesherbes.
(2) Beispiele unter Zionismus,
passim, und ähnlich herb Shapira
/ Elitzur, .doc-Datei
(3) Nachgetragen. Zitate, die Voltaires
Rassismus, Judenfeindschaft und Geldgier belegen, unter Contreculture.
T:I:S, 8. Oktober 2011
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Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz,
Erzbischof Robert Zollitsch schrieb anläßlich des jüdischen Neujahrsfests in
seiner Grußbotschaft an die hiesigen
jüdischen Gemeinden:
Möge Gott unseren jüdischen Mitbürgern und ganz Israel
inneren und äußeren Frieden schenken.
Dazu die Frage: Zählt der Bischof unsere jüdischen Mitbürger
etwa zu Israel - Antisemit, der? Wenn nicht, meint er mit "ganz
Israel" Israel einschließlich der Aleuten?
Und außerdem: Glaubt er tatsächlich, daß Gott sich derart
verarschen läßt? Das ist doch riskant! Hat sein Vorgesetzter, der Papst, ihn
etwa dazu angewiesen? Wenn nicht, warum überläßt er das Gottverarschen nicht
Yosef Scheinen, dem Oberrabbiner von Ashdod? Der ist dem inneren und äußeren
Frieden ganz Israels schon dicht auf den Fersen.
T:I:S, 6. Oktober 2011
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Thomas
Immanuel Steinberg
Du kannst vor Schmerzen zwar nichts sagen,
Doch neigest du das Haupt
Und sprichst stillschweigend: ja.
Der Hamburger Dom sollte gestern mein Herz erquicken. Aber nicht
der heidnische Dom-Rummel am Millerntor, und auch nicht der protestantische Dom,
der wurde ja 1805 abgerissen - sondern der Neue Mariendom sollte es sein, die
Kathedralkirche des Erzbistums Hamburg der römisch-katholischen Kirche.
Dieser Dom steht in St. Georg zwischen Schwulentreffs und
Domina-Strich und hat eine helle Kuppel, in der prangt gülden auf Lateinisch,
daß Maria in den Himmel gekommen ist. Das ist aber nicht die ganze Miete, denn
Maria wurde nicht nur seelisch, sondern leiblich in den Himmel
aufgenommen. Papst Pius XII. verkündete das Dogma 1950 mit der Apostolischen
Konstitution „Munificentissimus Deus“ ex cathedra, das heißt: Er sprach da
nicht als Mensch, sondern als Stimme Gottes. Wer's glaubt, wird selig. Wer's
nicht glaubt, kommt nach Ohlsdorf.
Ich aber war gekommen, um die Johannes-Passion von Bach zu
hören, gesungen vom Domchor. Schön klang's, doch schaurig war, was
er da sang:
REZITATIV
Evangelist
Barrabas aber war ein Mörder. Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn.
ARIOSO (Baß)
Betrachte, meine Seel, mit ängstlichem Vergnügen,
Mit bitt´rer Lust und halb beklemmtem Herzen,
Dein höchstes Gut in Jesu Schmerzen,
Wie dir auf Dornen, so ihn stechen,
Die Himmelsschlüsselblumen blühen;
Du kannst viel süße Frucht von seiner Wermut brechen,
Drum sieh ohn´ Unterlaß auf ihn.
ARIE (Tenor)
Erwäge, wie sein blutgefärbter Rücken
in allen Stücken
dem Himmel gleiche geht,
daran, nachdem die Wasserwogen
von unsrer Sündflut sich verzogen,
der allerschönste Regenbogen
als Gottes Gnadenzeichen steht!
Und dieses:
REZITATIV
Evangelist
Allda kreuzigten sie ihn, und mit ihm zween andere zu beiden Seiten, Jesum
aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Überschrift und satzte sie auf
das Kreuz, und war geschrieben: "Jesus von Nazareth, der Jüden König".
Diese Überschrift lasen viele Jüden, denn die Stätte war nahe bei der
Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebräische,
griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Jüden
zu Pilato:
CHOR
Schreibe nicht: der Jüden König, sondern daß er gesaget habe: Ich bin der
Jüden König.
REZITATIV
Evangelist
Pilatus antwortet:
Pilatus
Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.
CHORAL
In meines Herzens Grunde,
Dein Nam´ und Kreuz allein
Funkelt all Zeit und Stunde,
Drauf kann ich fröhlich sein.
Erschein mir in dem Bilde
Zu Trost in meiner Not,
Wie du, Herr Christ, so milde
Dich hast geblut´t zu Tod.
Und dieses:
REZITATIV
Evangelist
Und neiget´ das Haupt und verschied.
ARIE (Baß) MIT CHORAL
BAß
Mein teurer Heiland, laß dich fragen,
Da du nunmehr ans Kreuz geschlagen
Und selbst gesaget: Es ist vollbracht,
Bin ich vom Sterben frei gemacht?
Kann ich durch deine Pein und Sterben
Das Himmelreich ererben?
Ist aller Welt Erlösung da?
Du kannst vor Schmerzen zwar nichts sagen,
Doch neigest du das Haupt
Und sprichst stillschweigend: ja.
Un noch dieses:
REZITATIV
Evangelist
Die Jüden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am
Kreuze blieben den Sabbat über (denn desselbigen Sabbats Tag war sehr groß),
baten sie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da
kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der
mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er
schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern der
Kriegsknechte einer eröffnete seine Seite mit einem Speer, und alsobald
ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget,
und sein Zeugnis ist wahr, und derselbige weiß, daß er die Wahrheit saget,
auf daß ihr gläubet. Denn solches ist geschehen, auf daß die Schrift erfüllet
würde: "Ihr sollet ihm kein Bein zerbrechen." Und abermals
spricht eine andere Schrift: "Sie werden sehen, in welchen sie
gestochen haben."
Mir gruselte. Als ich wieder draußen war, spazierten, wie
sinnig, zwei Lederboys über die Lange Reihe.
T:I:S, 16. April 2011
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08religion.htm#Schmerzen
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Thomas
Immanuel Steinberg
Hamburger Staatsräson
NeoCon Matthias Küntzel gilt bei
Nordelbischer Kirche und Kulturbehörde als Förderer von Frieden und Freiheit
Weder gibt es eine iranische Bombe, noch wird an ihr gebastelt.
Doch Stop the Bomb (1), eine NeoCon-Initiative zur Unterstützung der Kolonial-
und Atommacht Israel, ficht das nicht an. Sie will den Iran schwächen und
deshalb am Sonntag, dem 27. Februar 2011 um 15 Uhr vor der iranischen EIH-Bank
im Hamburger Kontorhausviertel mit
Davidsternen fuchteln.
Anschließend wird das per Bus aus Berlin angereiste Fähnlein
in der Krypta des benachbarten Mahnmals St. Nikolai dem Experten
Matthias Küntzel sein sechszackiges Ohr schenken. Das Mahnmal auf dem
Gelände der zerbombten Hauptkirche St. Nikolai soll nämlich
den internationalen Friedens- und Freiheitsgedanken
fördern, .pdf-Datei.
Betreiber des Mahnmals ist ein
Verein mit zwei geborenen Vorstandsmitgliedern. Das eine ist Gabriele
Bohnsack-Häfner vom Denkmalschutzamt, Behörde für Kultur und Medien der
Freien und Hansestadt Hamburg; das andere ist Reiner Plorin von der Hauptkirche
am Klosterstern.
Die Gedankenförderung von Stadtstaat und Kirche per Stop the
Bomb klingt wie die Staatsräson von Kanzlerin Merkel und Talk-Meister Gysi (2),
wie Springer und Murdoch (3), wie Netayahu und Obama, wie Krieg aus allen
Rohren.
Was sagt denn Michael Batz zum Gelichter im Mahnmal? Er ist
Lichtkünstler und ebenfalls im Vorstand. Oder sein Vorstandskollege Ivo von
Trotha, laut Hamburger Abendblatt ein Ritter
der Menschlichkeit?
Das wüßten wir gern und haben deshalb beide angeschrieben. (4)
T:I:S, 12. Februar 2011
Anmerkungen
(1) siehe Lügen
für die Kriegslobby vom 16. Dezember 2007
(2) siehe Schattenblick: Deutschland
und Israel vom 6. Dezember 2009 sowie Stellungnahme,
.doc-Datei, zur Rede von Gregor Gysi „Die Haltung der deutschen Linken zum
Staat Israel“ am 14. April 2008 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung von Johannes M.
Becker, Werner Ruf u.a.
(3) siehe Warum
werden die Elder Statesmen beschwiegen? vom 16. Dezember 2010
(4) Hier die Mail vom 12.
Februar 2011:
Betrifft: Mahnmahl Nikolai-Kirche / Stop the Bomb
kontakt (at) michaelbatz.de, info
(at) mahnmal-st-nikolai.de, kirchenbuero (at) hauptkirche-stnikolai.de,
gabriele.bohnsack-haefner (at) bkm.hamburg.de
An Herrn Michael Batz, Vorstandmitglied des Förderkreises
"Rettet die Nikolaikirche"; an Frau Dr. Schanett Riller, Geschäftsführung
des Förderkreises; an den Vorstand der Hauptkirche St. Nikolai zur
Weiterleitung insbesondere an Herrn Ivo von Trotha; und an Gabriele Bohnsack-Häfner,
Denkmalschutzamt, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt
Hamburg
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Sonntag, dem 27. Februar 2011 will die
Initiative „Stop the Bomb“ im Mahnmal St. Nikolai eine Podiumsdiskussion
unter anderm mit Dr. Matthias Küntzel veranstalten. Mir scheint, daß
Zielsetzung, Vorgehen und voraussichtliche politische Wirkung der Initiative
„Stop the Bomb“ in krassem Widerspruch zur Zielsetzung des Mahnmals St. Nikolai
stehen, siehe http://steinbergrecherche.com/08religion.htm#Staatsraeson
Ich bitte um Ihre Stellungnahme. Mit freundlichen
Grüßen, Steinberg
Nachtrag
Niemand hat geantwortet. T:I:S, 16. April 2011
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08religion.htm#Staatsraeson
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Partei Bibeltreuer Christen, PBC
Die Partei Bibeltreuer Christen, PBC, sekundierte den jüdischen
Gemeinden Hamburgs bei ihrem Eintreten für den israelischen Massenmord im
Gazastreifen am 17. Januar 2009 auf dem
Hamburger Gerhart-Hauptmann-Platz. Die Kriegsjuden gewährten der
evangelikalen Polit-Sekte mit einem großen Transparent
Zutritt zu ihrer geschlossenen Veranstaltung.
Die Sekte führt auf ihrer Internetseite
zur Unterstützung aller israelischen Raubzüge an:
"Deinen Nachkommen habe ich das ganze Land Kanaan
gegeben zum ewigen Besitz." (1. Mose 13,15; 15,18; 17,8; 26,13; 35,12).
Dazu gehören auch die Gebiete Judäa und Samaria [gemeint
ist die palästinensische Westbank, T:I:S], die Golanhöhen [syrisch, von
Israel seit 1967 besetzt, T:I:S] und der Gazastreifen (5. Mose 3; Josua
13,29-31; 15,47; 1. Chronik 5,23).
T:I:S, 19. Januar 2009
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08religion.htm#PBC
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Lobet den HErrn, das Kapital
Dieter Frielinghaus, Pastor i.R., in der jungen
Welt über die Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
mit dem Titel "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive",
.pdf-Datei, 484 KB,
verfaßt unter der Leitung von Bischof Wolfgang Huber, Juli 2008.
Einige Protestanten protestieren,
andere können sich anschließen.
Anmerkung: SteinbergRecherche schrieb
am 13. April 2004: "Wer die BILD-Zeitung, sozialdemokratische
Politiker und Kirchenfürsten wie den Bischof Huber widerlich findet, kann kein
ganz schlechter Mensch sein."
T:I:S, 25. Dezember 2008
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Rudolf Steinmetz
Krokodilstränen
von und über Marx
Mit Krokodilstränen forderte der neue Münchner Erzbisch Dr.
Reinhard Marx die Bänker zur Buße auf und singt –
wie in seinem neuen Buch
über das Kapital seines Trierer Namensvetters –
das hohe Lied der sozialen Marktwirtschaft.
In Trier ist man heilfroh, diesen Kerl los zu sein. Als Marx
dort als Bischof anfing, lag der Kirchenbesuch noch bei 24 Prozent der
registrierten Katholiken, als Marx ging, waren es nur noch 11 Prozent.
In Trier hat Marx das durchgezogen, was Papst Ratzinger auch in
München von ihm erwartet: Umbau des Bistums zu einer rentablen, klerikalen
Rumpfkirche. Das bedeutet unter anderem, Laien in Schlüsselpositionen durch
Priester zu ersetzen, die möglichst mit Billigarbeitsverträgen aus Missionsländern
importiert werden. In Trier zog Marx einen knallharten Sparkurs durch: Kindergärten
geschlossen und Kirchen verkauft, und nirgendwo
wird mehr gearbeitet und weniger verdient als in kirchlichen Kliniken oder
bei der Caritas. Mancher munkelt, Marx sei ein McKinsey-Berater, der sich als
Bischof verkleidet habe.
Auf diese Weise, da hat wieder der Trierer Karl Marx Recht, wird
Religion zum Opium fürs Volk.* Immerhin muß man katholischen Bischöfen konzedieren,
daß sie sich standesgemäß verkleiden: mit der Tracht römischer Senatoren.
Ihr stattlliches Gehalt (Staatssekretär plus Dienstwagen) kommt direkt vom
Staat. Weil das auch kirchenferne Steuerzahler ungefragt mitbezahlen, sind
Verfassungsklage und Rückzahlung eine Frage der Zeit.
T:I:S, 27. Oktober 2008
*Das Zitat "Opium fürs
Volk" ist Lenins Interpretation bzw. Plagiat des Marxschen "Opium des
Volkes" - was formal nur einen winzigen, aber gedanklich einen wichtigen
Unterschied ausmacht. Zu allen Zeiten des Elends oder des epochalen Umbruchs
haben die Menschen nach esoterischen Heilslehren gesucht, nach mystischen
Reinigungskulten und religiös-jenseitig-orientierten Zukunftsversprechen
gegiert und sind den abstrusesten Erlösungssverkündern gefolgt ... Dank an
Volker Bräutigam, T:I:S, 28. Oktober 2008
*

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