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Siegfried Ullmann

Religiöse Fanatiker auf beiden Seiten

Religiöse Fanatiker, .doc-Datei, im Dezember 2011 und Was wäre, wenn..., .doc-Datei, im Januar 2012. T:I:S, 6. Januar 2012. Zum teils religiös verbrämten Völker- und Rassenhaß siehe Zionismus passim. Umfangreiche Sammlung interner Links unter Israel.

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Matthias Gockel

EKD-Folklore

Am Reformationstag 2011 schrieb Christine Reuther Im Sonntag, Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens unter der Überschrift "Der Stein des Weisen" über den einstigen DDR-Dissidenten Harald Bretschneider:  

Die Aufnäher »Schwerter zu Pflugscharen« haben vor 30 Jahren die Welt verändert. Da ist sich ihr Schöpfer Harald Bretschneider sicher. Auch heute noch hat er stets neue Ideen, den Frieden in der Welt anzumahnen. Am Reformationstag wird er mit der Martin-Luther-Medaille der EKD [der Evangelischen Kirche in Deutschland, T:I:S] ausgezeichnet... 

... Doch viel bekannter wurde der heute 69-Jährige vor 30 Jahren mit den Aufklebern »Schwerter zu Pflugscharen« – ein Friedenssymbol, das er inzwischen schon bis nach Palästina gebracht hat: Im Frühjahr, am Rande einer Leserreise des Sonntags übergab er es der Schule Talitah Kumi im palästinensischen Beit Jala. Das Symbol solle ein Hoffnungszeichen sein, dass auch in diesem Land die Mauer überwunden werde, sagte er dabei den Schülern...

... Dass der heutige Verteidigungsminister die Laudatio hält, ist für Harald Bretschneider kein Problem.

Aber für Matthias Gockel. T:I:S

Ja, die EKD: im Zweifelsfall schmeißt sie sich ihrem Staat an den Hals. Aber wehe, wenn ein Konsistorium in der DDR sich so verhalten hätte…

Damals zeugte die Aktion des Herrn Bretschneider von Mut und hatte politische Bedeutung, heute wirkt sie wie ein Stück Folklore. 30 Jahre später, als es völlig ungefährlich und Deutschland endlich “eins” geworden ist, kann er als mutiger Kämpfer geehrt werden. Eine Gnade der ganz späten Geburt…

Während die NVA im Herbst 1989 nicht geschossen hat, beteiligt die Bundeswehr sich seit 1995 bereitwillig an Kriegen und militärischen “Einsätzen”, gerne auch im Widerspruch zum Grundgesetz und zu einstigen Selbstverpflichtungen beider deutscher Staaten.

Vielleicht sollte der Kriegsminister sich an Herrn Bretschneider erinnern, wenn demnächst eine Kaserne umbenannt und ein neuer Namensgeber gesucht wird: “Gegen Stasi und für die Menschenrechte weltweit: Harald Bretschneider hat es eingeläutet”. Da muss man beherzt “eingreifen”, und wenn ein paar hundert Afghanis auf der Strecke bleiben, nennen wir’s eben “Kollateralschaden” und loben den Oberst Klein. Hauptsache, es wurde gehandelt, denn Nichtstun kann schließlich immer “das Gegenteil von Verantwortung sein” (O-Ton de Maiziere). (1)

T:I:S, 2. November 2011

Anmerkung

(1) Mit Blick auf Bretschneiders pazifistische Grundhaltung sagte der Bundesverteidigungsminister, es stelle sich immer auch die Frage, wann und unter welchen Bedingungen man zum Schutz der Menschenrechte in anderen Staaten auch mit Waffengewalt eingreifen dürfe oder sogar müsse. Gerade Christen stünden hier in einem Gewissenskonflikt, da militärisches Eingreifen die Möglichkeit des Tötens und Sterbens einschließe. Andererseits könne aber auch Nichtstun "das Gegenteil von Verantwortung sein", sagte de Maiziere. epd, Evangelischer Pressedienst

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Thomas Immanuel Steinberg

Zuschreibungen

Der Schriftsteller Chaim Noll erzählt:

Freiheit der Meinung im westlichen Sinn bedeutet, dass man gerade die das eigene Verständnis in Frage stellende, die abweichende Meinung akzeptiert. Im Sinne des Voltaire zugeschriebenen Satzes: „Je ne suis pas d’accord avec ce que vous dites, mais je me battrai jusqu’au bout pour que vous puissiez le dire“, im Deutschen in einer freien, aber verbreiteten Übersetzung bekannt: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ Toleranz kommt vom Verb tolerare...

Nun kann man Leuten alle möglichen Aussagen zuschreiben, dem Schriftsteller Noll zum Beispiel die, er lege seine Frau jeden Samstagabend übers Knie. Nur – er hat sie nicht gemacht. So steht's auch mit Voltaire. Eine Biographin namens Evelyn Beatrice Hall hat Voltaire 1906 den Satz "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it" zugeschrieben und sich später dafür entschuldigt, daß sie den Satz wie eine Aussage von Voltaire hatte erscheinen lassen.

Das wäre alles nicht so schlimm, stimmte denn die Aussage des Satzes mit dem überein, was Voltaire vertrat. Doch die Société Voltaire ist da ganz anderer Meinung:

Ce n'est pas du tout lui cette phrase. Prenons le credo chrétien qu'il a toujours combattu. Ou les Jésuites. Il ne les aurait jamais défendus.

Dieser Satz ist überhaupt nicht er. Nehmen wir nur das christliche Bekenntnis, das er immer bekämpft hat. Oder die Jesuiten. Er hätte sie niemals verteidigt. 

Zitiert nach Rue89

Auch hat Voltaire den Teufel getan, sich für seinen Freßfeind Élie Fréron einzusetzen, als dessen Zeitschrift ein ums andere Mal zensiert wurde. Der Zensor war Lamoignon de Malesherbes – ein Freund von Voltaire (1).

Chaim Noll benutzt die falsche Zuschreibung als Munition für seine Aufforderung, endlich von Voltaire ein Theaterstück wieder aufzuführen mit dem Titel Le Fanatisme ou Mahomet le prophète, das unter anderm Goethe ins Deutsche übersetzt hat. Das Stück, wie sollte es anders sein, strotzt vor Zuschreibungen an Mohammed, sei es aus dem Koran, sei es von Voltaire, und richtet sich heute wie damals gegen den Fanatismus, den Fanatismus der Anderen nämlich. Die dessen Aufführung, zum Beispiel in Genf, verhindert hätten, so Noll, die Anderen also, behinderten die Meinungsfreiheit, seien intolerant und also Aufklärungsfeinde.

Ähnliches sei ihm selbst passiert, als er in der Alte Synagoge in Essen einen Vortrag habe halten wollen mit dem Ankündigungstext: 

Judenfeindliche Ressentiments spielen seit Niederschrift des Koran im 7. Jahrhundert und dem Massaker gegen die Juden von Medina im Jahre 628 durch Mohamed im Islam eine fundamentale Rolle. Bis heute kann dieser fundamentale Judenhass reaktiviert und instrumentalisiert werden. Ein Beispiel dafür liefert die im Gaza-Streifen herrschende Organisation Hamas in ihrer Charta.

Das habe den Anderen nicht gepaßt, und so mußte er seinen Vortrag schließlich unter Polizeischutz halten. Muhammet Balaban, ein Sprecher der Anderen, war zwar eingeladen, erschien aber nicht. Stattdessen habe dieser Mann weiter nach Zensur gerufen. Die Meinungsfreiheit konnte aber, wenn auch mit Mühe, gewahrt werden.

Manche Christenhasser, vor allem aber Judenhasser, werden den Vorfall großartig finden. Sie werden eine Lesung aus dem Deuteronomium veranstalten mit Passagen wie dieser hier: 

Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden anbieten. Antwortet sie dir friedlich und tut dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig sein und dir dienen. Will sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg führen, so belagere sie. Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen. Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat. So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören. Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, damit sie euch nicht lehren, all die Gräuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Götter treiben, und ihr euch so versündigt an dem HERRN, eurem Gott. 

Und in ihrer Vorankündigung werden die Hasser auf die Pfaffen und Rabbiner verweisen, die diesen zweieihalb- bis dreitausend Jahre alten Scheißdreck einem Moses zugeschrieben haben und heute durchaus auch danach handeln. (2) Denn das Deuteronomium ist kein Abschnitt aus den Protokollen der Weisen von Zion, wie neulich ein Vorstandsmitglied der IPPNW vermutet hatte, sondern das 5. Buch Mose.

Chaim Noll kann dann zu der Lesung gehen und sich ein bißchen in Toleranz üben. Oder es mit Voltaire halten und zum Zensor laufen. (3)

T:I:S, 7. Oktober 2011

Anmerkungen

(1) Mais Voltaire et le parti philosophique usèrent également contre Fréron de leurs puissants relais au Gouvernement et dans la haute administration, notamment le directeur de la Librairie, Lamoignon-Malesherbes. Élie Fréron, Wikipédia / Aber Voltaire und die philosophes bedienten sich auch ihrer guten Beziehungen zu Regierung und höherer Verwaltung, namentlich zum Direktor der [königlichen] Bücherei Lamoignon de Malesherbes.

(2) Beispiele unter Zionismus, passim, und ähnlich herb Shapira / Elitzur, .doc-Datei

(3) Nachgetragen. Zitate, die Voltaires Rassismus, Judenfeindschaft und Geldgier belegen, unter Contreculture. T:I:S, 8. Oktober 2011 

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Ganz Israel

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch schrieb anläßlich des jüdischen Neujahrsfests in seiner Grußbotschaft an die hiesigen jüdischen Gemeinden: 

Möge Gott unseren jüdischen Mitbürgern und ganz Israel inneren und äußeren Frieden schenken.

Dazu die Frage: Zählt der Bischof unsere jüdischen Mitbürger etwa zu Israel - Antisemit, der? Wenn nicht, meint er mit "ganz Israel" Israel einschließlich der Aleuten? 

Und außerdem: Glaubt er tatsächlich, daß Gott sich derart verarschen läßt? Das ist doch riskant! Hat sein Vorgesetzter, der Papst, ihn etwa dazu angewiesen? Wenn nicht, warum überläßt er das Gottverarschen nicht Yosef Scheinen, dem Oberrabbiner von Ashdod? Der ist dem inneren und äußeren Frieden ganz Israels schon dicht auf den Fersen.

T:I:S, 6. Oktober 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Du kannst vor Schmerzen zwar nichts sagen,
Doch neigest du das Haupt
Und sprichst stillschweigend: ja.

Der Hamburger Dom sollte gestern mein Herz erquicken. Aber nicht der heidnische Dom-Rummel am Millerntor, und auch nicht der protestantische Dom, der wurde ja 1805 abgerissen - sondern der Neue Mariendom sollte es sein, die Kathedralkirche des Erzbistums Hamburg der römisch-katholischen Kirche. 

Dieser Dom steht in St. Georg zwischen Schwulentreffs und Domina-Strich und hat eine helle Kuppel, in der prangt gülden auf Lateinisch, daß Maria in den Himmel gekommen ist. Das ist aber nicht die ganze Miete, denn Maria wurde nicht nur seelisch, sondern leiblich in den Himmel aufgenommen. Papst Pius XII. verkündete das Dogma 1950 mit der Apostolischen Konstitution „Munificentissimus Deus“ ex cathedra, das heißt: Er sprach da nicht als Mensch, sondern als Stimme Gottes. Wer's glaubt, wird selig. Wer's nicht glaubt, kommt nach Ohlsdorf.

Ich aber war gekommen, um die Johannes-Passion von Bach zu hören, gesungen vom Domchor. Schön klang's, doch schaurig war, was er da sang:

REZITATIV
Evangelist
Barrabas aber war ein Mörder. Da nahm Pilatus Jesum und geißelte ihn.


ARIOSO (Baß)
Betrachte, meine Seel, mit ängstlichem Vergnügen,
Mit bitt´rer Lust und halb beklemmtem Herzen,
Dein höchstes Gut in Jesu Schmerzen,
Wie dir auf Dornen, so ihn stechen,
Die Himmelsschlüsselblumen blühen;
Du kannst viel süße Frucht von seiner Wermut brechen,
Drum sieh ohn´ Unterlaß auf ihn.


ARIE (Tenor)
Erwäge, wie sein blutgefärbter Rücken
in allen Stücken
dem Himmel gleiche geht,
daran, nachdem die Wasserwogen
von unsrer Sündflut sich verzogen,
der allerschönste Regenbogen
als Gottes Gnadenzeichen steht!

Und dieses:

REZITATIV
Evangelist
Allda kreuzigten sie ihn, und mit ihm zween andere zu beiden Seiten, Jesum aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Überschrift und satzte sie auf das Kreuz, und war geschrieben: "Jesus von Nazareth, der Jüden König". Diese Überschrift lasen viele Jüden, denn die Stätte war nahe bei der Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebräische, griechische und lateinische Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Jüden zu Pilato:


CHOR
Schreibe nicht: der Jüden König, sondern daß er gesaget habe: Ich bin der Jüden König.


REZITATIV
Evangelist
Pilatus antwortet:

Pilatus
Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.


CHORAL
In meines Herzens Grunde,
Dein Nam´ und Kreuz allein
Funkelt all Zeit und Stunde,
Drauf kann ich fröhlich sein.
Erschein mir in dem Bilde
Zu Trost in meiner Not,
Wie du, Herr Christ, so milde
Dich hast geblut´t zu Tod.

Und dieses:

REZITATIV
Evangelist
Und neiget´ das Haupt und verschied.


ARIE (Baß) MIT CHORAL
BAß
Mein teurer Heiland, laß dich fragen,
Da du nunmehr ans Kreuz geschlagen
Und selbst gesaget: Es ist vollbracht,
Bin ich vom Sterben frei gemacht?
Kann ich durch deine Pein und Sterben
Das Himmelreich ererben?
Ist aller Welt Erlösung da?
Du kannst vor Schmerzen zwar nichts sagen,
Doch neigest du das Haupt
Und sprichst stillschweigend: ja.

Un noch dieses:

REZITATIV
Evangelist
Die Jüden aber, dieweil es der Rüsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben den Sabbat über (denn desselbigen Sabbats Tag war sehr groß), baten sie Pilatum, daß ihre Beine gebrochen und sie abgenommen würden. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem andern, der mit ihm gekreuziget war. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern der Kriegsknechte einer eröffnete seine Seite mit einem Speer, und alsobald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist wahr, und derselbige weiß, daß er die Wahrheit saget, auf daß ihr gläubet. Denn solches ist geschehen, auf daß die Schrift erfüllet würde: "Ihr sollet ihm kein Bein zerbrechen." Und abermals spricht eine andere Schrift: "Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben."

Mir gruselte. Als ich wieder draußen war, spazierten, wie sinnig, zwei Lederboys über die Lange Reihe. 

T:I:S, 16. April 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Hamburger Staatsräson

NeoCon Matthias Küntzel gilt bei Nordelbischer Kirche und Kulturbehörde als Förderer von Frieden und Freiheit

Weder gibt es eine iranische Bombe, noch wird an ihr gebastelt. Doch Stop the Bomb (1), eine NeoCon-Initiative zur Unterstützung der Kolonial- und Atommacht Israel, ficht das nicht an. Sie will den Iran schwächen und deshalb am Sonntag, dem 27. Februar 2011 um 15 Uhr vor der iranischen EIH-Bank im Hamburger Kontorhausviertel mit Davidsternen fuchteln.

Anschließend wird das per Bus aus Berlin angereiste Fähnlein in der Krypta des benachbarten Mahnmals St. Nikolai dem Experten Matthias Küntzel sein sechszackiges Ohr schenken. Das Mahnmal auf dem Gelände der zerbombten Hauptkirche St. Nikolai soll nämlich

den internationalen Friedens- und Freiheitsgedanken

fördern, .pdf-Datei

Betreiber des Mahnmals ist ein Verein mit zwei geborenen Vorstandsmitgliedern. Das eine ist Gabriele Bohnsack-Häfner vom Denkmalschutzamt, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg; das andere ist Reiner Plorin von der Hauptkirche am Klosterstern.

Die Gedankenförderung von Stadtstaat und Kirche per Stop the Bomb klingt wie die Staatsräson von Kanzlerin Merkel und Talk-Meister Gysi (2), wie Springer und Murdoch (3), wie Netayahu und Obama, wie Krieg aus allen Rohren. 

Was sagt denn Michael Batz zum Gelichter im Mahnmal? Er ist Lichtkünstler und ebenfalls im Vorstand. Oder sein Vorstandskollege Ivo von Trotha, laut Hamburger Abendblatt ein Ritter der Menschlichkeit

Das wüßten wir gern und haben deshalb beide angeschrieben. (4)

T:I:S, 12. Februar 2011

Anmerkungen

(1) siehe Lügen für die Kriegslobby vom 16. Dezember 2007

(2) siehe Schattenblick: Deutschland und Israel vom 6. Dezember 2009 sowie Stellungnahme, .doc-Datei, zur Rede von Gregor Gysi „Die Haltung der deutschen Linken zum Staat Israel“ am 14. April 2008 in der Rosa-Luxemburg-Stiftung von Johannes M. Becker, Werner Ruf u.a. 

(3) siehe Warum werden die Elder Statesmen beschwiegen? vom 16. Dezember 2010

(4) Hier die Mail vom 12. Februar 2011:

Betrifft: Mahnmahl Nikolai-Kirche / Stop the Bomb

kontakt  (at) michaelbatz.de, info  (at) mahnmal-st-nikolai.de, kirchenbuero  (at) hauptkirche-stnikolai.de, gabriele.bohnsack-haefner  (at) bkm.hamburg.de 

An Herrn Michael Batz, Vorstandmitglied des Förderkreises "Rettet die Nikolaikirche"; an Frau Dr. Schanett Riller, Geschäftsführung des Förderkreises; an den Vorstand der Hauptkirche St. Nikolai zur Weiterleitung insbesondere an Herrn Ivo von Trotha; und an Gabriele Bohnsack-Häfner, Denkmalschutzamt, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Sonntag, dem 27. Februar 2011 will die Initiative „Stop the Bomb“ im Mahnmal St. Nikolai eine Podiumsdiskussion unter anderm mit Dr. Matthias Küntzel veranstalten. Mir scheint, daß Zielsetzung, Vorgehen und voraussichtliche politische Wirkung der Initiative „Stop the Bomb“ in krassem Widerspruch zur Zielsetzung des Mahnmals St. Nikolai stehen, siehe http://steinbergrecherche.com/08religion.htm#Staatsraeson

Ich bitte um Ihre Stellungnahme. Mit freundlichen Grüßen, Steinberg

Nachtrag

Niemand hat geantwortet. T:I:S, 16. April 2011 

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Partei Bibeltreuer Christen, PBC

Die Partei Bibeltreuer Christen, PBC, sekundierte den jüdischen Gemeinden Hamburgs bei ihrem Eintreten für den israelischen Massenmord im Gazastreifen am 17. Januar 2009 auf dem Hamburger Gerhart-Hauptmann-Platz. Die Kriegsjuden gewährten der evangelikalen Polit-Sekte mit einem großen Transparent Zutritt zu ihrer geschlossenen Veranstaltung. 

Die Sekte führt auf ihrer Internetseite zur Unterstützung aller israelischen Raubzüge an:

"Deinen Nachkommen habe ich das ganze Land Kanaan gegeben zum ewigen Besitz." (1. Mose 13,15; 15,18; 17,8; 26,13; 35,12). 

Dazu gehören auch die Gebiete Judäa und Samaria [gemeint ist die palästinensische Westbank, T:I:S], die Golanhöhen [syrisch, von Israel seit 1967 besetzt, T:I:S] und der Gazastreifen (5. Mose 3; Josua 13,29-31; 15,47; 1. Chronik 5,23).

T:I:S, 19. Januar 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08religion.htm#PBC 

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Lobet den HErrn, das Kapital 

Dieter Frielinghaus, Pastor i.R., in der jungen Welt über die Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland mit dem Titel "Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive", .pdf-Datei, 484 KB, verfaßt unter der Leitung von Bischof Wolfgang Huber, Juli 2008. 

Einige Protestanten protestieren, andere können sich anschließen. 

Anmerkung: SteinbergRecherche schrieb am 13. April 2004: "Wer die BILD-Zeitung, sozialdemokratische Politiker und Kirchenfürsten wie den Bischof Huber widerlich findet, kann kein ganz schlechter Mensch sein."

T:I:S, 25. Dezember 2008

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Rudolf Steinmetz

Krokodilstränen von und über Marx

Mit Krokodilstränen forderte der neue Münchner Erzbisch Dr. Reinhard Marx die Bänker zur Buße auf  und singt wie in seinem neuen Buch über das Kapital seines Trierer Namensvetters das hohe Lied der sozialen Marktwirtschaft.

In Trier ist man heilfroh, diesen Kerl los zu sein. Als Marx dort als Bischof anfing, lag der Kirchenbesuch noch bei 24 Prozent der registrierten Katholiken, als Marx ging, waren es nur noch 11 Prozent. 

In Trier hat Marx das durchgezogen, was Papst Ratzinger auch in München von ihm erwartet: Umbau des Bistums zu einer rentablen, klerikalen Rumpfkirche. Das bedeutet unter anderem, Laien in Schlüsselpositionen durch Priester zu ersetzen, die möglichst mit Billigarbeitsverträgen aus Missionsländern importiert werden. In Trier zog Marx einen knallharten Sparkurs durch: Kindergärten geschlossen und Kirchen verkauft, und nirgendwo wird mehr gearbeitet und weniger verdient als in kirchlichen Kliniken oder bei der Caritas. Mancher munkelt, Marx sei ein McKinsey-Berater, der sich als Bischof verkleidet habe.

Auf diese Weise, da hat wieder der Trierer Karl Marx Recht, wird Religion zum Opium fürs Volk.* Immerhin muß man katholischen Bischöfen konzedieren, daß sie sich standesgemäß verkleiden: mit der Tracht römischer Senatoren. Ihr stattlliches Gehalt (Staatssekretär plus Dienstwagen) kommt direkt vom Staat. Weil das auch kirchenferne Steuerzahler ungefragt mitbezahlen, sind Verfassungsklage und Rückzahlung eine Frage der Zeit.

T:I:S, 27. Oktober 2008

*Das Zitat "Opium fürs Volk" ist Lenins Interpretation bzw. Plagiat des Marxschen "Opium des Volkes" - was formal nur einen winzigen, aber gedanklich einen wichtigen Unterschied ausmacht. Zu allen Zeiten des Elends oder des epochalen Umbruchs haben die Menschen nach esoterischen Heilslehren gesucht, nach mystischen Reinigungskulten und religiös-jenseitig-orientierten Zukunftsversprechen gegiert und sind den abstrusesten Erlösungssverkündern gefolgt ... Dank an Volker Bräutigam, T:I:S, 28. Oktober 2008

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