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Thomas Immanuel SteinbergGunther Latsch, in Treue fest zu Mode und Profit
Die Diffamierung von Leuten als judäophob ist modisch und
lukrativ. Seit langem im Geschäft: Spiegel-Autor Gunther Latsch. 2003 fälschte
er ein Zitat von Andreas v. Bülow. Der ehemalige
Bundesminister v. Bülow hatte Israelis mit den offensichtlich geplanten
Sprengungen der drei Türme des New Yorker World Trade Center am 11. September
2001 in Verbindung gebracht. Latsch log v. Bülows „Israelis“ in „Juden“
um und sonderte im Fernsehen ab:
Ebenso modisch und
ebenso einträglich geworden ist inzwischen die Diffamierung von Muslimen als
Fundamentalisten oder gar als Terroristen. Wieder dabei: Gunther Latsch. Die
Gebrüder Yavuz und Gürhan Özoguz, Betreiber des Internet-Portals
Muslim-Markt, seien bekennende Fundamentalisten, verkündet
Latsch. Als habe er mißverstehen können, daß die Muslim-Brüder mit
dieser gelegentlichen Selbst-Etikettierung lediglich Leute wie ihn ins Lächerliche
ziehen wollten; siehe die leicht zugänglichen Rezensionen
des Özoguz-Buches mit dem Gänsefüßchen-Titel
Doch „Fundamentalist“ kann nicht allein stehen, Terror
muß dazu, in Majuskeln gleich in der Spiegel-Überschrift. Latschs Artikel dann
ist lauter Terror, erst als – freilich relativiertes –
Zitat, danach als Mordaufruf der gläubigen Brüder gegen den
Orientalisten Hans-Peter Raddatz. Ein Mordaufruf, der
aber gar keiner war, sondern eine Verwünschung, wie etwa: Geh’ zum Teufel. Nun hat’s ja der verwünschte, und leider nicht zum
Teufel gegangene Hans-Peter Raddatz einerseits mit den fundamentalistischen
Terroristen, die weder das eine noch das andere sind; aber andererseits mit
„Europa unter Führung der Rothschild-Familie“, die „die Förderung,
Installation und Finanzierung von Lenin und Hitler“ betrieben hätten. Und
hinter allem und jedem, so Raddatz laut Jüdischer
Allgemeiner, stünden die Freimaurer. Wenn’s also wieder Mode wird, und vor allem einträglich,
die Freimaurer zu diffamieren, oder wie wär’s, die Rothschild-Familie – können
wir dann neben Raddatz auch mit Ihnen rechnen, Herr Latsch? Der Spiegel war ja
schon mal, vor der augenblicklichen islamophoben und judäophilen Phase, ganz
schön judäophob, mit allerhand Wende-Nazis in der Redaktion. Na? T:I:S, 7. April 2008 *Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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