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Matthias-Küntzelitisches auf Spiegel online unter Journalist

 

Ekelreigen

Erich Follath Im Spiegel zu Henryk M. Broder: 

Es mag den von Ihnen bemühten (Selbst)Erlösungsantisemitismus ja geben, aber kleben Sie ihn mir nicht an."Wer Jude ist, bestimme ich!", hat Karl Lueger, der antisemitische Bürgermeister von Wien vor hundert Jahren gesagt. Nun drehen Sie bitte nicht den Spieß um und sagen: "Wer Antisemit ist, bestimme ich." 

Darauf Hermann L. Gremliza: 

Daß er Antisemit ist, bestimmt Follath mit dieser Umkehrung, die keine ist, sondern eine Gleichsetzung von Juden mit ihren Mördern, lieber selber." Konkret 1/2010, S. 66

T:I:S, 30. Dezember 2009. Siehe auch Follath stinkt.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Ekel 

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Thomas Immanuel Steinberg

Cordula Meyer, Spiegel-Korrespondentin

Rolf Becker, Hamburger Schauspieler, hat den unschuldigen Mumia Abu-Jamal, siehe Erschöpfendes, im Todestrakt des Staatsgefängnisses von Greene, Pennsylvania, besucht. Jürgen Heiser hat Becker für die junge Welt interviewt.

Wußte Mumia schon von dem Spiegel-Artikel vom 24. August 2009, in dem unter dem Titel »Die Feuer der Hölle« die Propaganda der Staatsanwaltschaft und der rechten Polizeibruderschaft Fraternal Order of Police (FOP) übernommen wurde?

Dieser Artikel bestimmte den größten Teil unseres Gesprächs. Mumia zeigte sich zutiefst verletzt, vor allem angewidert. Monatelang hatte die Autorin Cordula Meyer, Spiegel-Korrespondentin in Washington, bei ihm und seinem Anwalt um Vertrauen für ihre vorgeschoben redlichen Absichten geworben. Er fühlte sich betrogen und geschädigt. Er verwies als eine der ersten Folgen auf einen Kommentar der US-Zeitung Philadelphia Daily News, in dem drei Tage nach Erscheinen des Spiegel begrüßt wurde, auch das größte und wichtigste Printorgan Europas vertrete jetzt die Meinung, er sei schuldig. Unausgesprochene, aber damit nahegelegte Konsequenz: Vollstreckung des Todesurteils. Die Schreibtischtäter werden ihre Hände in Unschuld waschen. 

Wie hat Mumia sich zur Stoßrichtung des Artikels geäußert?

Er begreift ihn als entscheidenden Beitrag zu der noch ausstehenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA als letzter Instanz, bei der es für ihn unausweichlich um Leben und Tod geht.

Wer ist Cordula Meyer? Meyer ist eine Spiegel-Mitarbeiterin, in deren Artikeln es schon öfter um Leben und Tod ging. So in ihrem Sudan-Bericht  Deutsche Entwicklungshilfe. Eisenbahn durch die Hölle. Der Spiegel 45/2004 vom 30. Oktober 2004. Dort gab sie die Kämpfe im Sudan als Rassenkonflikt zwischen Arabern und Schwarzen aus, zwischen bösen Muslimen und guten Christen.

In Wahrheit ging und geht es im Sudan um Öl. Die chinesische Regierung setzt auf die eine Seite, die westlichen Regierungen auf die andere - ein klassischer Stellvertreterkampf wird zwischen Norden und Süden ausgefochten, siehe Sudan. SteinbergRecherche hat am 31. Oktober 2004 Cordula Meyers Verschleierungs-Gesudel Im Spiegel der wahrheitsgemäßen Schilderung eines Sudan-Kenners in der Frankfurter Rundschau gegenüber gestellt, siehe Stefan Kröpelin.

Ergebnis schon damals: Cordula Meyer berichtet einseitig und halbwahr.

Hätte ich doch gewußt, daß die selbe Cordula Meyer beim unschuldig gefangenen Mumia Abu-Jamal auftauchen würde. Ich hätte den von Ermordung Bedrohten vor der Kommerz-Journalistin warnen können.

T:I:S, 10. Oktober 2009 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#CordulaMeyer

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Prioritäten

Beim sinnwidrigen Zusammenschustern erwischt 

Jürgen Todenhöfer wurde in einer ersten Version des Textes an zwei Stellen irrtümlich mit dem Begriff Taliban zitiert, obwohl er Afghanen gesagt hatte

beharrt Der Spiegel dennoch auf der dummfrechen Zwischenüberschrift 

Todenhöfer spricht für die Taliban

Eingebrockt hat's ihm einer, der für das totalitäre westliche System die Prioritäten zu setzen weiß: 

Man kann fragen, ob die Bundesregierung sich nicht ein wenig übernimmt, wenn sie die Taliban besiegen will, während die Berliner Polizei nicht einmal mit den Autonomen in der Stadt fertig wird, die jede Nacht Autos abfackeln.

T:I:S, 10. September 2009. Dank an Gerd M.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Prioritaeten   

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Mumia Abu-Jamal Im Spiegel

Seit Jahrzehnten sitzt Mumia Abu-Jamal in den USA im Gefängnis, wegen eines Tötungsdelikts, das  er nicht begangen hat. Seitdem soll er hingerichtet werden. Vor zwölf Jahren erschien

Leonard Weinglass u.a.: Freiheit für Mumia! Hintergründe eines Fehlurteils und juristische Fakten gegen einen drohenden Justizmord. Aus dem Amerikanischen von Ulf Panzer. Archiv für transatlantische Sozial- und Kulturgeschichte 1492/1992 e.V. (Hrsg.). Bremen: Atlantik 1997

Leonard Weinglass verteidigte Abu-Jamal jahrelang vor Gericht und war Leiter seines Verteidigungsteams. Der Übersetzer Ulf Panzer hat in zahlreichen Anmerkungen die Termini und Prozeduren des US-amerikanischen Rechtssystems kundig kommentiert. Panzer war bis 2009 Richter am Amtsgericht Hamburg-Harburg.

Der gefangene und von Hinrichtung bedrohte Mumia Abu-Jamal ist Kolumnist der jungen Welt.

Nun, zwölf Jahre nach dem Buch von Leonard Weinglass und nach zahlreichen weiteren Veröffentlichungen im gleichen Sinne, erschien ein Artikel Im Spiegel, der suggeriert, Abu-Jamal könnte, trotz aller vorliegenden Beweise für seine Unschuld, dennoch schuldig sein. SteinbergRecherche gibt unverändert wieder, was laut Spartakist Nr. 179 vom September 2009, Zeitung der Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands, den Spiegel-Artikel als Infamie erscheinen läßt.

T:I:S, Dank an Bernhard T.

Lynchjournalismus des „Spiegel“

Mumia ist unschuldig: Freiheit, sofort!

Mumia Abu-Jamal, ein unschuldiger Mann, ist ein ehemaliger Sprecher der Black Panther Party und ein Unterstützer der Organisation MOVE aus Philadelphia. Gegen ihn wurden abgekartete Anklagen erhoben, er habe im Dezember 1981 den Polizisten Daniel Faulkner in Philadelphia getötet, und aufgrund dieser falschen Anklagen wurde er zum Tode verurteilt. Das Leben von Mumia ist zunehmend in Gefahr. Am 6. April lehnte das Oberste Gericht der USA im Schnellverfahren ohne Kommentar Mumias Antrag ab, die abgekartete Verurteilung aufzuheben. Und das Gericht hat noch nicht über den Berufungsantrag des Bezirksstaatsanwalts von Philadelphia entschieden, der die Wiedereinsetzung der Todesstrafe fordert, die 2001 von William Yohn, Richter am US-Bundesbezirksgericht, kassiert worden war. Sollte das Oberste Gericht zugunsten des Antrags des Bezirksstaatsanwalts entscheiden, würde Mumia der Todeskammer ein großes Stück näher kommen.

Mit dem Artikel „Die Feuer der Hölle“ in der Ausgabe vom 24. August hilft Der Spiegel die Hinrichtung vorzubereiten. Dieses hetzerische Machwerk unterstützt die abgekartete Verurteilung und soll die „öffentliche Meinung“ in Europa auf die Todesstrafe vorbereiten. Der rechte Radiokommentator Michael Smerconish lobte den Artikel prompt als möglichen „Wendepunkt“ in der Kampagne, Mumia umzubringen: „Nach fast drei Jahrzehnten läuft Abu-Jamal nun endlich Gefahr, seine Zeit vor den US-Gerichten aufzubrauchen. Es ist zu hoffen, dass auch das sonst befangene europäische Publikum aufhört, einem Polizistenmörder gefällig zu sein“ (www.philly.com, 27. August). 

Das überrascht nicht, da der Spiegel-Artikel haufenweise Lügen aus dem Buch Murdered by Mumia verbreitet, das Smerconish gemeinsam mit der Witwe Maureen Faulkner verfasst hat. Im Faktenblatt des Partisan Defense Committee (PDC) „Murdered by Mumia: Grosse Lüge im Dienste des staatlichen Lynchmords“ wird dieses Traktat detailliert widerlegt. Das PDC-Faktenblatt entlarvt die Behauptungen, die der Spiegel als „Beweise“ wiederkäut, um Mumia als „Polizistenmörder“ hinzustellen, als bloße Mythen. So zitiert der Hetzartikel des Spiegel als unwiderlegbaren Beweis die Zeugenaussage von Robert Chobert, einem „Augenzeugen“ der Anklage, der aussagte, er habe Mumia auf Faulkner schießen sehen. Doch wie im Faktenblatt klar gestellt wird, hat Chobert 1995 zugegeben, dass er die Schießerei nie gesehen hat. Außerdem hatte er sein Taxi nicht, wie er behauptete, hinter Faulkners Polizeiwagen geparkt; das zeigen Fotos vom Tatort, die in dieser Nacht aufgenommen wurden. Mehrmals hat Chobert später seine Darstellung geändert. Er war damals mit einem gesperrten Führerschein gefahren, da er auf Bewährung war, weil er sich hatte anheuern lassen, einen Molotow-Cocktail in eine Schule zu werfen. So gab Chobert 1995 zu, von der Staatsanwaltschaft für seine Zeugenaussage beim Prozess von 1982 insgeheim Vergünstigungen erhalten zu haben. 

Unsere Genossen des PDC kämpfen seit über 20 Jahren für Mumias Sache, auch durch das Aufdecken von Unschuldsbeweisen, die die Lügen von Polizei und Staatsanwaltschaft widerlegen und den Umfang dieses rassistischen Komplotts bloßlegen. Die Broschüre Der Kampf für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal, auf Deutsch herausgegeben vom Komitee für soziale Verteidigung, ist eine umfassende Darstellung dieses Komplotts. Die darin enthaltenen Erklärungen von Mumia und seinem Bruder entlarven die Behauptung des Spiegel als Lüge, Mumia habe „auch den Richtern nie erzählt, was in dieser Nacht geschah“. In Wirklichkeit hat sich ein Richter nach dem anderen geweigert, diese Erklärungen oder die Berge an Beweisen für Mumias Unschuld auch nur zu berücksichtigen, wie auch das Geständnis von Arnold Beverly, dass er und nicht Mumia den Polizisten Faulkner getötet habe. 

Reformisten und Liberale haben den Kampf für Mumias Freiheit jahrelang dem Vertrauen in die kapitalistischen Gerichte und den Forderungen nach einem „neuen“, „fairen“ Prozess untergeordnet und dafür die überwältigenden Beweise für das staatliche Komplott heruntergespielt oder direkt zurückgewiesen. Beim Kongress der schwarzen Bürgerrechtsorganisation NAACP im Juli wurde das Banner „Obama & Holder we need you now! Free Mumia“ erhoben – ein schamloser Appell an den Oberkommandierenden des US-Imperialismus. Eine Petition an Obamas Oberbullen, Staatsanwalt Eric Holder, wurde von der Gruppe International Concerned Family and Friends of Mumia Abu-Jamal und anderen in den USA veröffentlicht. Appelle an Obama sind umso grotesker, da Obama die Todesstrafe befürwortet. Smerconish sieht Obama als Verbündeten gegen Mumia. Smerconish war nach einem Interview, in dem er Obama zu Mumias Fall befragte, einer von vielen Republikanern, die Obamas Präsidentschaftskampagne unterstützten. Smerconish berichtet in einer Kolumne in der Philadelphia Daily News vom 20. August, dass Obama sagte, er sei mit den Einzelheiten nicht vertraut, und: „ ,Lassen Sie mich also nur ein ganz klares Prinzip darlegen: Wenn jemand einen Polizisten getötet hat, verdient er meiner Meinung nach die Todesstrafe oder lebenslange Haft‘, sagte er mir. Recht hat er.“

Mumias Fall berührt den Kern der rassistischen Unterdrückung der Schwarzen, die für den Bestand des amerikanischen Kapitalismus grundlegend ist. Das ganze Komplott bestätigt, dass der Kampf für Mumias Freiheit auf klassenkämpferischer Gegnerschaft zum rassistischen kapitalistischen System der USA aufbauen muss. Freiheit für Mumia, sofort! Weg mit der rassistischen Todesstrafe! 

Dieser Artikel erschien in Spartakist Nr. 179 (September 2009), Zeitung der Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands (siehe www.spartacist.org/deutsch/).

1) PDC-Faktenblatt. Murdered by Mumia: Große Lüge im Dienste des staatlichen Lynchmords. Mumia ist unschuldig! Freiheit jetzt! www.partisandefense.org/pubs/deutsch/faktenblatt1231.html 

2) Der Kampf für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Mumia ist unschuldig! Entlarvung eines Komplotts. www.partisandefense.org/pubs/deutsch/KfsVPamphlet.html

3) Klassenkämpferische Verteidigung kontra Vertrauen in kapitalistische Justiz. David Lindorffs Killing Time, Michael Schiffmanns Wettlauf gegen den Tod: Unterminierung von Mumias Kampf um Freiheit www.partisandefense.org/pubs/deutsch/kapitalistische-justiz.html 

4) 80 Jahre nach Justizmord. Lehren des Kampfes für die Freiheit von Sacco und Vanzett. Freiheit für Mumia und alle Opfer der Klassenjustiz! www.partisandefense.org/pubs/deutsch/saccovanzetti.html 

Komitee für soziale Verteidigung c/o Werner Brand, Postfach 21 07 50, 10507 Berlin, Tel.: 030 4 43 94 01, Fax: 030 4 43 94 02, kfsv@online.de, kfsv-hamburg@web.de, www.partisandefense.org 

Das KfsV ist eine klassenkämpferische, nichtsektiererische Organisation zur rechtlichen und sozialen Verteidigung, die sich für die Fälle und Anliegen einsetzt, die im Interesse der Gesamtheit der arbeitenden Menschen sind. Dieser Zweck entspricht den politischen Ansichten der Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands (SpAD).

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Per Mail erhalten, T:I:S, 10. September 2009.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Mumia  

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Erich Follath

Erich Follath, “der Spiegel´s” secret chief and a very good friend of the Mossad. "To frame a dispute as a matter of religious fractions battling one another is a ploy which has been used more than once before."

T:I:S, 7. Juli 2009. Dank an Knut Mellenthin

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SPIEGEL is greatly influenced by the Israeli regime and has previously published reports that were meant to serve as an Israeli propaganda campaign or psychological warfare against the Islamic Republic. PressTV, Iran

Thomas Immanuel Steinberg

Die Betrüger Dieter Bednarz, Erich Follath, Mathieu von Rohr und Gerhard Spörl

Im Spiegel Nr. 26 vom 22. Jui 2009, in der Titelgeschichte über die iranische Herrscherschicht, steht auf Seite 93 über die palästinensche Hamas der Satz:

Die Hamas, sunnitische Brüder im Geiste, riss nach einer demokratischen Wahl die Macht im Gaza-Streifen an sich und setzte rigide Moralgebote durch.

Wer sich schlecht auskennt, und das sind nicht nur, aber auch dank Spiegel viele, muß verstehen: Erst verlieren diese sunnitischen Brüder im Geiste der iranischen Schiiten die Wahl, dann putschen sie, und schließlich quälen sie das Volk.

Was geschah wirklich? Die Hamas gewann die Wahl in ganz Palästina. Die unterlegene Fatah jedoch räumte weder die den Wahlsiegern zustehenden Posten, noch war sie zu einer Koalition mit der Hamas bereit. Deshalb besetzte die Hamas, wo sie die Macht dazu hatte, die Entscheidungspositionen, nämlich im Gaza-Streifen, und verdrängte dort mit Waffengewalt die Wahlverlierer.

Die den Satz verantworten, haben nicht gelogen, nein, nein. Nur betrogen. Die Betrüger heißen Dieter Bednarz, Erich Follath, Mathieu von Rohr und Gerhard Spörl.

Ein gewöhnliches Verhalten, gewiß. Das dem nächsten Massaker den Weg ebnet. 

T:I:S, 24. Juni 200

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Betrueger 

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Matthias Gockel

Wer wird Sozialist?

Ich blättere in den deutschen Seiten zur Präsidentschaftswahl und stoße auf einen auftrumpfenden Kommentar

Das Wort von der sozialen Ungleichheit ist im Amerika dieser Tage eine unerhörte Untertreibung. Fast 50 Millionen Menschen besitzen keine Krankenversicherung. Rund 30 Millionen benötigen Unterstützung durch Lebensmittelkarten, die der Staat ausgibt.

Soziale Ungleichheit sei zur Beschreibung der Lage in Amerika, er meint die USA, eine unerhörte Untertreibung? Traut sich da etwa jemand, aus dem mainstream auszuscheren? Vor allem: Wie nennt er den Sachverhalt? 

Meine Hoffnung wird enttäuscht. Denn es spricht der Spiegel-Onkel aus Washington, und der kann aus seiner richtigen Beobachtung nur den Schluss ziehen: 

Zuweilen muss man seinen Verstand schon zusammennehmen, um nicht Sozialist zu werden.

Denn Sozialist werden, das ist das Allerschlimmste, weiß der Spiegel-Autor, und setzt wie stets aufs Einverständnis seiner Leser.

Doch den Verstand muß er nicht mehr zusammennehmen, er hat ihn abgegeben:

Es ist leise geworden in Amerika. In diese Stille hinein schickte Obama seine Botschaft, die von Hoffnung und Wechsel erzählt. Konzilianz, nicht Konfrontation, lautet sein Angebot an eine verunsicherte Gesellschaft.

Schwaden wabern im Gekröse.

Der Spiegel-Onkel befindet auf verunsicherte Gesellschaft. Auch das ist eine unerhörte Untertreibung.

T:I:S, 5. November 2008

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Immerhin

Neun Jahre hat Ex-General Musharraf Pakistan regiert, undemokratisch zwar, aber immerhin pro-westlich. Jetzt wurde er aus dem Amt gedrängt - von einer Koalition aus verfeindeten, korrupten Partnern. Die Welt ist besorgt: Wer hat in dem islamischen Atomstaat künftig das Sagen?

Spiegel, T:I:S, 19. August 2008. Dank an Knut Mellenthin

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Yassin Musharbash

Yassin Musharbashs Artikel im Spiegel triefen vor Heuchelei und Gemeinheit.

T:I:S, 16. Juli 2008

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Diktator

Vor jeder US-Präsidentenwahl findet ein Schaukampf statt. Etwa die Hälfte aller US-Amerikaner scheint das zu wissen. Sie lassen sich erst gar nicht als wahlberechtigt registrieren oder gehen trotz Registrierung am Wahltag lieber angeln. 

Spiegel Online aber begleitet den Affenzirkus und bietet eine „US-Wahlmaschine ... Ermitteln Sie Ihren Favoriten für die US-Präsidentschaftswahl 2008!“ Dort lautet Kriterium Nummer 9: 

Treffen mit Irans Präsident – Der amerikanische Präsident darf auch mit Diktatoren reden. 

Ja? Nein? Neutral? These überspringen?

Was auch immer ein deutscher Zuschauer ankreuzt: Der Präsident Mahmud Ahmadinedschad führt aus, was die im Iran herrschenden Geistlichen ihm befehlen. Eher noch diktiert der Spiegel in Deutschland als Ahmadinedschad im Iran. 

Allerdings steckt Ahmadinedschad die Spiegel-Redaktion mit Leichtigkeit in die Tasche. Da steckt sie nun und strampelt, und lauter Kokolores quillt heraus. 

T:I:S, 19. Mai 2008. Dank an M.T.

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Thomas Immanuel Steinberg

Gunther Latsch, in Treue fest zu Mode und Profit

Die Diffamierung von Leuten als judäophob ist modisch und lukrativ. Seit langem im Geschäft: Spiegel-Autor Gunther Latsch. 2003 fälschte er ein Zitat von Andreas v. Bülow. Der ehemalige Bundesminister v. Bülow hatte Israelis mit den offensichtlich geplanten Sprengungen der drei Türme des New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 in Verbindung gebracht. Latsch log v. Bülows „Israelis“ in „Juden“ um und sonderte im Fernsehen ab: 

Also ich glaube, mit exakt dieser Passage – über die Frage „Wieviel Juden waren im World Trade Center, oder wurden alle gewarnt und kamen an diesem Tag nicht zur Arbeit?“ hat sich Herr Bülow, also, aus jeder ernsthaften Diskussion nicht nur verabschiedet, sondern sich auch für jede weitere ernsthafte Diskussion disqualifiziert. Das ist die Light-Version der ewigen jüdischen Weltverschwörung, die mit den Protokollen der Weisen von Zion beginnt, ´ner nachgewiesenen Fälschung. Da gibt es überhaupt keine Grundlage für. 

Ebenso modisch und ebenso einträglich geworden ist inzwischen die Diffamierung von Muslimen als Fundamentalisten oder gar als Terroristen. Wieder dabei: Gunther Latsch. Die Gebrüder Yavuz und Gürhan Özoguz, Betreiber des Internet-Portals Muslim-Markt, seien bekennende Fundamentalisten, verkündet Latsch. Als habe er mißverstehen können, daß die Muslim-Brüder mit dieser gelegentlichen Selbst-Etikettierung lediglich Leute wie ihn ins Lächerliche ziehen wollten; siehe die leicht zugänglichen Rezensionen des Özoguz-Buches mit dem Gänsefüßchen-Titel 

Wir sind "fundamentalistische Islamisten" in Deutschland, Betzel Verlag, Nienburg 2003, 301 Seiten, 15 Euro.

Doch „Fundamentalist“ kann nicht allein stehen, Terror muß dazu, in Majuskeln gleich in der Spiegel-Überschrift. Latschs Artikel dann ist lauter Terror, erst als – freilich relativiertes –  Zitat, danach als Mordaufruf der gläubigen Brüder gegen den Orientalisten Hans-Peter Raddatz. Ein Mordaufruf, der aber gar keiner war, sondern eine Verwünschung, wie etwa: Geh’ zum Teufel. 

Nun hat’s ja der verwünschte, und leider nicht zum Teufel gegangene Hans-Peter Raddatz einerseits mit den fundamentalistischen Terroristen, die weder das eine noch das andere sind; aber andererseits mit „Europa unter Führung der Rothschild-Familie“, die „die Förderung, Installation und Finanzierung von Lenin und Hitler“ betrieben hätten. Und hinter allem und jedem, so Raddatz laut Jüdischer Allgemeiner, stünden die Freimaurer. 

Wenn’s also wieder Mode wird, und vor allem einträglich, die Freimaurer zu diffamieren, oder wie wär’s, die Rothschild-Familie – können wir dann neben Raddatz auch mit Ihnen rechnen, Herr Latsch? Der Spiegel war ja schon mal, vor der augenblicklichen islamophoben und judäophilen Phase, ganz schön judäophob, mit allerhand Wende-Nazis in der Redaktion. 

Na?

T:I:S, 7. April 2008

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