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Matthias-Küntzelitisches auf Spiegel online unter Journalist
Logik der Forschung. Von Nina Weber
Ist es logisch
möglich, daß eine Spiegel-Journalistin über Forschung schreibt, ohne
begriffen zu haben, was einen logischen Widerspruch ausmacht? Ja.
Nina Weber macht's
anschaulich.
T:I:S, 29.
Januar 2012
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Logik
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Anscheinend wünscht sich Spiegel
Online einen Krieg gegen den Iran
Spionageattacke der USA gegen Iran - Spiegel Online verdreht
die Verhältnisse
Schattenblick,
4. Dezember 2011. T.I:S, 5. Dezember 2011
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Döner-Morde
Latrinenparolen
Woran erkennt man eine Latrinenparole? Daran, daß sie, erstens,
mit "Es gibt Hinweise, dass ..." oder Ähnlichem eingeleitet wird; und
daß sie, zweitens, Im Spiegel steht.
Seit 21. Februar 2011 liest
man dort zu den sogenannten Döner-Morden:
VERBRECHEN
Düstere Parallelwelt
Von Neumann, Conny und Ulrich, Andreas
Acht Türken und ein Grieche wurden mit derselben
Tatwaffe erschossen. Es gibt Hinweise, dass eine Allianz türkischer
Nationalisten, Gangster und Geheimdienstler dahinter stehen könnte... Viele
Fahnder der Sonderkommission sind, anders als die Nürnberger Ermittler,
davon überzeugt, dass die Spur der Morde in Wirklichkeit in eine düstere
Parallelwelt führt, in der eine mächtige Allianz zwischen rechtsnationalen
Türken, dem türkischen Geheimdienst und Gangstern den Ton angeben soll.
Ja, der Türke. Pluderhosen, Krummsäbel –
und grausam, grausam, grausam ist er.
Nun aber, im Spiegel-Bericht vom 11. November
2011 über die selbe Mordserie, ist nichts
mehr zu finden von Krumsäbel und Pluderhosen. Nur die Mordopfer waren
großenteils Türken, die Täter dagegen seien Braune gewesen, sprich: Nazis,
deutsche Braune also.
Doch schon geht's weiter mit der gezielten
Irreführung:
Interne Dokumente belegen, dass die
Ermittler das Gewaltpotential des Trios unterschätzt haben... Interne
Dokumente aus dem Monat Februar 2001 belegen die Ahnungslosigkeit und Naivität
der Behörden im Umgang mit dem Trio aus Jena - und die Verkennung der
drohenden Gewalteskalation im rechten Spektrum...
Interne Dokumente. Und sie belegen.
Doch längst ist klar: Mit Ahnungslosigkeit
läßt sich die Erfolglosigkeit der Ermittler nicht erklären. Und auch nicht
die Behauptung Des Spiegels, die Ahnungslosigkeit der Ermittler sei durch
interne Dokumente belegt. Denn die Spiegel-Redakteure ahnen nicht nur, sie
wissen genauso
wie Kollege Timo Frasch von der Frankfurter Allgemeinen (Verfassungsschützer
in „Döner-Morde“ verwickelt?) seit 14. April 2006 über den Mord an Halit
Yozgat, dem neunten Opfer:
Zur Tatzeit [am 6. April 2006], gegen 17
Uhr, das haben die Ermittlungen der Kasseler Staatsanwaltschaft ergeben, müssen
mehrere Besucher in dem Cafe gewesen sein. Auf Presseaufrufe der Polizei hin
melden sich alle bis auf einen. Der Fehlende wird ermittelt und am 21. April
festgenommen. Er ist Mitarbeiter des hessischen Landesamts für
Verfassungsschutz...
... In der etwa 24 Stunden dauernden
Vernehmung gab der Verdächtige zwar zu, am fraglichen Tag nachmittags in
dem Cafe gewesen zu sein, er hob aber hervor, dieses kurz vor der Tat
verlassen zu haben. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten
ein Buch eines Polizeiverlages - Fachliteratur über Serienmorde. Nach
Angaben der „Bild“-Zeitung will ein Zeuge den Mann mit einer Tüte
gesehen haben, wie sie auch in anderen Mordfällen schon verwendet worden
sei. Die Schüsse seien jeweils durch eine Tüte abgegeben worden, um das
Herunterfallen der Patronenhülsen zu verhindern. Dazu wollte weder der
Staatsanwalt noch die „Sonderkommission Bosporus“, die mit 60 Beamten
vor allem in den fünf bayerischen Mordfällen ermittelt, Angaben machen.
Der Mann, gegen den das hessische
Innenministerium mittlerweile disziplinarische Maßnahmen eingeleitet hat,
wurde nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt - die Indizien
haben für einen Haftbefehl nicht ausgereicht...
T:I:S, 13. November 2011. Zu den
Döner-Morden siehe auch Welt und Bild von Springer
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Latrinenparolen
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Matthias Matussek
Befragt
nach den Wirkungen des Buches [von Thilo Sarrazin, Deutschland schafft sich
ab] wies ich noch darauf hin, dass Sarrazin uns eben dieses zweite Thema
zugespielt hatte. Dass sich unter den Bedingungen der Globalisierung
zunehmend machtvoll das Thema der kulturellen Identität stelle, für die
USA und Frankreich genauso wie für uns. Seit Sarrazin spreche selbst Sigmar
Gabriel so geläufig von Leitkultur, als habe er das Thema erfunden. Vor
vier Wochen noch galt es als Tabu.
Matthias
Matussek Im Spiegel, 29. September 2010
Der
da den Begriff "kulturelle Identität" für tauglich hält (1), kann
auch regelrecht herumsauen, siehe Talkshow-Video,
endlos lang auf RBB, über "10 Jahre Afghanistan - an den Krieg gewöhnt,
die Soldaten vergessen?" vom 5. Oktober 2011.
An die Decke ging der vernachlässigt wirkende Leistungsträger, als Sabine
Schiffer gegen Peter Altmaier von der CDU einwandte: Wenn's uns um die
Frauenrechte in Afghanistan gegangen wäre, dann hätten wir die Russen auch
dalassen können. Die Mädchen gingen damals zur Schule usw. Etwa ab Minute 17.
Wie
die US-Amerikaner die Sowjetmenschen mithilfe der lieben Mudjahedin zu einem
nicht gewinnbaren Krieg und schließlich zum Abzug bewegt haben, hat
unnachahmlich offen Zbigniew
Brzeziński 1998 im Nouvel Observateur geschildert, stramm
antikommunistischer Katholik wie Matussek.
Einer
hat geschrieben:
"Matussek glaubt offenbar wirklich." In der Tat, und zwar zunehmend
machtvoll.
T:I:S,
6. Oktober 2011. Von der Bibel hat Matussek übrigens keine
Ahnung.
Anmerkung
(1)
siehe Identität
Noch
was
Laut Autobiographie
widmet sich Matussek "den Sachen, die er am besten kann: dem Schreiben und
der Disziplinlosigkeit".
So macht er auf
anderthalb Seiten sieben Schreib- und fünf Grammatikfehler.
T:I:S,
13. Januar 2012
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Zunehmend
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WikiLeaks
/ Spiegel / Gysi
Siehe Streichen,
kürzen, verschweigen, T:I:S, 28. Dezembe 2010
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Gysi
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Die trau'n sich was.
T:I:S, 22. November 2010. Dank an den Einsender und Kommentator
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Kombination
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Was ist Der Spiegel?
David Noack mit einer Interpretation und
aussagekräftigen Links.
le
bohémien, T:I:S, 23. September 2010
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Noack
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Erich
Follath Im
Spiegel zu Henryk M. Broder:
Es
mag den von Ihnen bemühten (Selbst)Erlösungsantisemitismus ja geben, aber
kleben Sie ihn mir nicht an."Wer Jude ist, bestimme ich!", hat Karl
Lueger, der antisemitische Bürgermeister von Wien vor hundert Jahren gesagt.
Nun drehen Sie bitte nicht den Spieß um und sagen: "Wer Antisemit ist,
bestimme ich."
Darauf
Hermann L. Gremliza:
Daß
er Antisemit ist, bestimmt Follath mit dieser Umkehrung, die keine ist, sondern
eine Gleichsetzung von Juden mit ihren Mördern, lieber selber." Konkret
1/2010, S. 66
T:I:S,
30. Dezember 2009. Siehe auch Follath stinkt.
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Ekel
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Thomas
Immanuel Steinberg
Cordula
Meyer, Spiegel-Korrespondentin
Rolf
Becker, Hamburger Schauspieler, hat den unschuldigen Mumia
Abu-Jamal, siehe Erschöpfendes, im Todestrakt
des Staatsgefängnisses von Greene, Pennsylvania, besucht. Jürgen Heiser hat
Becker für die junge Welt
interviewt.
Wußte Mumia schon von
dem Spiegel-Artikel
vom 24. August 2009, in dem unter dem Titel »Die Feuer der Hölle« die
Propaganda der Staatsanwaltschaft und der rechten Polizeibruderschaft
Fraternal Order of Police (FOP) übernommen wurde?
Dieser Artikel
bestimmte den größten Teil unseres Gesprächs. Mumia zeigte sich zutiefst
verletzt, vor allem angewidert. Monatelang hatte die Autorin Cordula Meyer,
Spiegel-Korrespondentin in Washington, bei ihm und seinem Anwalt um
Vertrauen für ihre vorgeschoben redlichen Absichten geworben. Er fühlte
sich betrogen und geschädigt. Er verwies als eine der ersten Folgen auf
einen Kommentar der US-Zeitung Philadelphia Daily News, in dem drei Tage
nach Erscheinen des Spiegel begrüßt wurde, auch das größte und
wichtigste Printorgan Europas vertrete jetzt die Meinung, er sei schuldig.
Unausgesprochene, aber damit nahegelegte Konsequenz: Vollstreckung des
Todesurteils. Die Schreibtischtäter werden ihre Hände in Unschuld
waschen.
Wie hat Mumia sich zur
Stoßrichtung des Artikels geäußert?
Er
begreift ihn als entscheidenden Beitrag zu der noch ausstehenden
Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA als letzter Instanz, bei der
es für ihn unausweichlich um Leben und Tod geht.
Wer
ist Cordula Meyer? Meyer ist eine Spiegel-Mitarbeiterin, in deren Artikeln es
schon öfter um Leben und Tod ging. So in ihrem Sudan-Bericht Deutsche
Entwicklungshilfe. Eisenbahn durch die Hölle. Der Spiegel 45/2004 vom 30. Oktober 2004.
Dort gab sie die Kämpfe im Sudan als Rassenkonflikt zwischen
Arabern und Schwarzen aus, zwischen bösen Muslimen und guten Christen.
In
Wahrheit ging und geht es im Sudan um Öl. Die chinesische Regierung setzt auf
die eine Seite, die westlichen Regierungen auf die andere - ein klassischer
Stellvertreterkampf wird zwischen Norden und Süden ausgefochten, siehe Sudan.
SteinbergRecherche hat am 31. Oktober 2004 Cordula Meyers Verschleierungs-Gesudel
Im Spiegel der wahrheitsgemäßen Schilderung eines Sudan-Kenners in der
Frankfurter Rundschau gegenüber gestellt, siehe Stefan Kröpelin.
Ergebnis
schon damals: Cordula Meyer berichtet einseitig und halbwahr.
Hätte
ich doch gewußt, daß die selbe Cordula Meyer beim unschuldig gefangenen Mumia
Abu-Jamal auftauchen würde. Ich hätte den von Ermordung Bedrohten vor der
Kommerz-Journalistin warnen können.
T:I:S,
10. Oktober 2009
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#CordulaMeyer
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*
Beim
sinnwidrigen Zusammenschustern erwischt –
Jürgen
Todenhöfer wurde in einer ersten Version des Textes an zwei Stellen irrtümlich
mit dem Begriff Taliban zitiert, obwohl er Afghanen gesagt hatte
–
beharrt
Der Spiegel dennoch auf der dummfrechen Zwischenüberschrift
Todenhöfer
spricht für die Taliban
Eingebrockt
hat's ihm einer, der für das totalitäre westliche System die Prioritäten zu
setzen weiß:
Man
kann fragen, ob die Bundesregierung sich nicht ein wenig übernimmt, wenn
sie die Taliban besiegen will, während die Berliner Polizei nicht einmal
mit den Autonomen in der Stadt fertig wird, die jede Nacht Autos abfackeln.
T:I:S,
10. September 2009
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Prioritaeten
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Mumia Abu-Jamal Im Spiegel
Seit Jahrzehnten sitzt Mumia Abu-Jamal in den USA im
Gefängnis, wegen eines Tötungsdelikts, das er nicht begangen hat.
Seitdem soll er hingerichtet werden. Vor zwölf Jahren erschien
Leonard Weinglass u.a.: Freiheit für Mumia! Hintergründe
eines Fehlurteils und juristische Fakten gegen einen drohenden Justizmord.
Aus dem Amerikanischen von Ulf Panzer. Archiv für transatlantische Sozial-
und Kulturgeschichte 1492/1992 e.V. (Hrsg.). Bremen: Atlantik 1997
Leonard Weinglass verteidigte Abu-Jamal jahrelang vor Gericht
und war Leiter seines Verteidigungsteams. Der Übersetzer Ulf Panzer hat in
zahlreichen Anmerkungen die Termini und Prozeduren des US-amerikanischen
Rechtssystems kundig kommentiert. Panzer war bis 2009 Richter am Amtsgericht
Hamburg-Harburg.
Der gefangene und von Hinrichtung bedrohte Mumia Abu-Jamal
ist Kolumnist der jungen Welt.
Nun, zwölf Jahre nach dem Buch von Leonard Weinglass und
nach zahlreichen weiteren Veröffentlichungen im gleichen Sinne, erschien
ein Artikel Im Spiegel, der suggeriert, Abu-Jamal könnte, trotz aller
vorliegenden Beweise für seine Unschuld, dennoch schuldig sein.
SteinbergRecherche gibt unverändert wieder, was laut Spartakist
Nr. 179 vom September 2009, Zeitung der Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands,
den Spiegel-Artikel als Infamie erscheinen läßt.
T:I:S
*
Lynchjournalismus
des „Spiegel“
Mumia
ist unschuldig: Freiheit, sofort!
Mumia
Abu-Jamal, ein unschuldiger Mann, ist ein ehemaliger Sprecher der Black Panther
Party und ein Unterstützer der Organisation MOVE aus Philadelphia. Gegen ihn
wurden abgekartete Anklagen erhoben, er habe im Dezember 1981 den Polizisten
Daniel Faulkner in Philadelphia getötet, und aufgrund dieser falschen Anklagen
wurde er zum Tode verurteilt. Das Leben von Mumia ist zunehmend in Gefahr. Am 6.
April lehnte das Oberste Gericht der USA im Schnellverfahren ohne Kommentar
Mumias Antrag ab, die abgekartete Verurteilung aufzuheben. Und das Gericht hat
noch nicht über den Berufungsantrag des Bezirksstaatsanwalts von Philadelphia
entschieden, der die Wiedereinsetzung der Todesstrafe fordert, die 2001 von
William Yohn, Richter am US-Bundesbezirksgericht, kassiert worden war. Sollte
das Oberste Gericht zugunsten des Antrags des Bezirksstaatsanwalts entscheiden,
würde Mumia der Todeskammer ein großes Stück näher kommen.
Mit
dem Artikel „Die Feuer der Hölle“ in der Ausgabe vom 24. August hilft
Der Spiegel die Hinrichtung vorzubereiten. Dieses hetzerische Machwerk
unterstützt die abgekartete Verurteilung und soll die „öffentliche
Meinung“ in Europa auf die Todesstrafe vorbereiten. Der rechte
Radiokommentator Michael Smerconish lobte
den Artikel prompt als möglichen „Wendepunkt“ in der Kampagne, Mumia
umzubringen: „Nach fast drei Jahrzehnten läuft Abu-Jamal nun endlich Gefahr,
seine Zeit vor den US-Gerichten aufzubrauchen. Es ist zu hoffen, dass auch das
sonst befangene europäische Publikum aufhört, einem Polizistenmörder gefällig
zu sein“ (www.philly.com, 27. August).
Das
überrascht nicht, da der Spiegel-Artikel haufenweise Lügen aus dem Buch
Murdered by Mumia
verbreitet, das Smerconish gemeinsam mit der Witwe Maureen Faulkner verfasst
hat. Im Faktenblatt des Partisan Defense Committee (PDC) „Murdered by Mumia:
Grosse Lüge im Dienste des staatlichen Lynchmords“ wird dieses Traktat
detailliert widerlegt. Das PDC-Faktenblatt entlarvt die Behauptungen, die der Spiegel
als „Beweise“ wiederkäut, um Mumia als „Polizistenmörder“
hinzustellen, als bloße Mythen. So zitiert der Hetzartikel des Spiegel
als unwiderlegbaren Beweis die Zeugenaussage von Robert Chobert, einem
„Augenzeugen“ der Anklage, der aussagte, er habe Mumia auf Faulkner schießen
sehen. Doch wie im Faktenblatt klar gestellt wird, hat Chobert 1995 zugegeben,
dass er die Schießerei nie gesehen hat. Außerdem hatte er sein Taxi nicht, wie
er behauptete, hinter Faulkners Polizeiwagen geparkt; das zeigen Fotos vom
Tatort, die in dieser Nacht aufgenommen wurden. Mehrmals hat Chobert später
seine Darstellung geändert. Er war damals mit einem gesperrten Führerschein
gefahren, da er auf Bewährung war, weil er sich hatte anheuern lassen, einen
Molotow-Cocktail in eine Schule zu werfen. So gab Chobert 1995 zu, von der
Staatsanwaltschaft für seine Zeugenaussage beim Prozess von 1982 insgeheim Vergünstigungen
erhalten zu haben.
Unsere
Genossen des PDC kämpfen seit über 20 Jahren für Mumias Sache, auch durch das
Aufdecken von Unschuldsbeweisen, die die Lügen von Polizei und
Staatsanwaltschaft widerlegen und den Umfang dieses rassistischen Komplotts bloßlegen.
Die Broschüre Der Kampf für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal, auf
Deutsch herausgegeben vom Komitee für soziale Verteidigung, ist eine umfassende
Darstellung dieses Komplotts. Die darin enthaltenen Erklärungen von Mumia und
seinem Bruder entlarven die Behauptung des Spiegel als Lüge, Mumia habe
„auch den Richtern nie erzählt, was in dieser Nacht geschah“. In
Wirklichkeit hat sich ein Richter nach dem anderen geweigert, diese Erklärungen
oder die Berge an Beweisen für Mumias Unschuld auch nur zu berücksichtigen,
wie auch das Geständnis von Arnold Beverly, dass er und nicht Mumia den
Polizisten Faulkner getötet habe.
Reformisten
und Liberale haben den Kampf für Mumias Freiheit jahrelang dem Vertrauen in die
kapitalistischen Gerichte und den Forderungen nach einem „neuen“,
„fairen“ Prozess untergeordnet und dafür die überwältigenden Beweise für
das staatliche Komplott heruntergespielt oder direkt zurückgewiesen. Beim
Kongress der schwarzen Bürgerrechtsorganisation NAACP im Juli wurde das Banner
„Obama & Holder we need you now! Free Mumia“ erhoben – ein schamloser
Appell an den Oberkommandierenden des US-Imperialismus. Eine Petition an Obamas
Oberbullen, Staatsanwalt Eric Holder, wurde von der Gruppe International
Concerned Family and Friends of Mumia Abu-Jamal und anderen in den USA veröffentlicht.
Appelle an Obama sind umso grotesker, da Obama die Todesstrafe befürwortet.
Smerconish sieht Obama als Verbündeten gegen Mumia. Smerconish war nach einem
Interview, in dem er Obama zu Mumias Fall befragte, einer von vielen
Republikanern, die Obamas Präsidentschaftskampagne unterstützten. Smerconish
berichtet in einer Kolumne in der Philadelphia Daily News vom 20. August,
dass Obama sagte, er sei mit den Einzelheiten nicht vertraut, und: „ ,Lassen
Sie mich also nur ein ganz klares Prinzip darlegen: Wenn jemand einen Polizisten
getötet hat, verdient er meiner Meinung nach die Todesstrafe oder lebenslange
Haft‘, sagte er mir. Recht hat er.“
Mumias
Fall berührt den Kern der rassistischen Unterdrückung der Schwarzen, die für
den Bestand des amerikanischen Kapitalismus grundlegend ist. Das ganze Komplott
bestätigt, dass der Kampf für Mumias Freiheit auf klassenkämpferischer
Gegnerschaft zum rassistischen kapitalistischen System der USA aufbauen muss. Freiheit
für Mumia, sofort! Weg mit der rassistischen Todesstrafe!
Dieser Artikel erschien in
Spartakist Nr. 179 (September 2009), Zeitung der Spartakist-Arbeiterpartei
Deutschlands (siehe www.spartacist.org/deutsch/).
1)
PDC-Faktenblatt. Murdered by Mumia: Große Lüge im Dienste des staatlichen
Lynchmords. Mumia ist unschuldig! Freiheit jetzt! www.partisandefense.org/pubs/deutsch/faktenblatt1231.html
2)
Der Kampf für die Freiheit von Mumia Abu-Jamal. Mumia ist unschuldig!
Entlarvung eines Komplotts. www.partisandefense.org/pubs/deutsch/KfsVPamphlet.html
3)
Klassenkämpferische Verteidigung kontra Vertrauen in kapitalistische Justiz.
David Lindorffs Killing Time, Michael Schiffmanns Wettlauf gegen den Tod:
Unterminierung von Mumias Kampf um Freiheit www.partisandefense.org/pubs/deutsch/kapitalistische-justiz.html
4)
80 Jahre nach Justizmord. Lehren des Kampfes für die Freiheit von Sacco und
Vanzett. Freiheit für Mumia und alle Opfer der Klassenjustiz! www.partisandefense.org/pubs/deutsch/saccovanzetti.html
Komitee
für soziale Verteidigung c/o Werner Brand, Postfach 21 07 50, 10507 Berlin,
Tel.: 030 4 43 94 01, Fax: 030 4 43 94 02, kfsv@online.de,
kfsv-hamburg@web.de,
www.partisandefense.org
Das KfsV ist eine klassenkämpferische,
nichtsektiererische Organisation zur rechtlichen und sozialen Verteidigung, die
sich für die Fälle und Anliegen einsetzt, die im Interesse der Gesamtheit der
arbeitenden Menschen sind. Dieser Zweck entspricht den politischen Ansichten der
Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands (SpAD).
Per Mail erhalten, T:I:S, 10.
September 2009.
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Mumia
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*
Erich Follath, “der Spiegel´s” secret chief and a
very good friend of the Mossad. "To frame a dispute as a matter of
religious fractions battling one another is a ploy which has been used more than
once before."
T:I:S, 7. Juli 2009
*
SPIEGEL
is greatly influenced by the Israeli regime and has previously published reports
that were meant to serve as an Israeli propaganda campaign or psychological
warfare against the Islamic Republic. PressTV,
Iran
Thomas Immanuel Steinberg
Die Betrüger Dieter Bednarz, Erich Follath, Mathieu von Rohr
und Gerhard Spörl
Im Spiegel Nr. 26 vom 22. Jui 2009, in der Titelgeschichte über die
iranische Herrscherschicht, steht auf Seite 93 über die palästinensche Hamas
der Satz:
Die Hamas, sunnitische Brüder im Geiste, riss nach einer demokratischen Wahl
die Macht im Gaza-Streifen an sich und setzte rigide Moralgebote durch.
Wer sich schlecht auskennt, und das sind nicht nur, aber auch
dank Spiegel viele, muß verstehen: Erst verlieren diese sunnitischen Brüder im
Geiste der iranischen Schiiten die Wahl, dann putschen sie, und schließlich
quälen sie das Volk.
Was geschah wirklich? Die Hamas gewann die Wahl in ganz
Palästina. Die unterlegene Fatah jedoch räumte weder die den Wahlsiegern
zustehenden Posten, noch war sie zu einer Koalition mit der Hamas bereit.
Deshalb besetzte die Hamas, wo sie die Macht dazu hatte, die
Entscheidungspositionen, nämlich im Gaza-Streifen, und verdrängte dort mit
Waffengewalt die Wahlverlierer.
Die den Satz verantworten, haben nicht gelogen, nein, nein. Nur
betrogen. Die Betrüger heißen Dieter Bednarz, Erich Follath, Mathieu von Rohr
und Gerhard Spörl.
Ein gewöhnliches Verhalten, gewiß. Das dem nächsten Massaker
den Weg ebnet.
T:I:S, 24. Juni 2009
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Betrueger
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*
Matthias
Gockel
Wer
wird Sozialist?
Ich blättere in den deutschen Seiten zur Präsidentschaftswahl
und stoße auf einen auftrumpfenden Kommentar:
Das Wort von der sozialen Ungleichheit
ist im Amerika dieser Tage eine unerhörte Untertreibung. Fast 50 Millionen
Menschen besitzen keine Krankenversicherung. Rund 30 Millionen benötigen
Unterstützung durch Lebensmittelkarten, die der Staat ausgibt.
Soziale Ungleichheit sei zur Beschreibung der
Lage in Amerika, er meint die USA, eine unerhörte Untertreibung? Traut sich da
etwa jemand, aus dem mainstream auszuscheren? Vor allem: Wie nennt er den
Sachverhalt?
Meine Hoffnung wird enttäuscht. Denn es
spricht der Spiegel-Onkel aus Washington, und der kann aus seiner richtigen
Beobachtung nur den Schluss ziehen:
Zuweilen muss man seinen Verstand schon
zusammennehmen, um nicht Sozialist zu werden.
Denn Sozialist werden, das ist das
Allerschlimmste, weiß der Spiegel-Autor, und setzt wie stets aufs Einverständnis
seiner Leser.
Doch den
Verstand muß er nicht mehr zusammennehmen, er hat ihn abgegeben:
Es ist
leise geworden in Amerika. In diese Stille hinein schickte Obama seine
Botschaft, die von Hoffnung und Wechsel erzählt. Konzilianz, nicht
Konfrontation, lautet sein Angebot an eine verunsicherte Gesellschaft.
Schwaden wabern im Gekröse.
Der Spiegel-Onkel befindet auf verunsicherte
Gesellschaft. Auch das ist eine unerhörte Untertreibung.
T:I:S, 5. November 2008
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Sozialist
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*
Neun
Jahre hat Ex-General Musharraf Pakistan regiert, undemokratisch zwar, aber
immerhin pro-westlich. Jetzt wurde er aus dem Amt gedrängt - von einer
Koalition aus verfeindeten, korrupten Partnern. Die Welt ist besorgt: Wer hat in
dem islamischen Atomstaat künftig das Sagen?
Spiegel,
T:I:S, 19. August 2008
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*
Yassin
Musharbashs Artikel im Spiegel
triefen vor Heuchelei und Gemeinheit.
T:I:S,
16. Juli 2008
Außer von
Heuchelei und Gemeinheit zeugt
dieser Beitrag über die Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft, DAFG,
auch von tief sitzender Unkenntnis, so die Deutsch-Arabische Gesellschaft, DAG.
Yassin Musharbash hat dort
behauptet:
Die DAFG ist eine Abspaltung der Deutsch-Arabischen
Gesellschaft, die vor einem halben Jahrzehnt in Misskredit geriet, weil
Verbandsführer um den FDP-Politiker Jürgen Möllemann mit Positionen
hantierten, die teilweise als antisemitisch empfunden wurden... Die DAFG gilt
als seriös.
Die DAG widerspricht:
Richtig ist .., dass es sich bei der DAFG um "eine
Abspaltung der DAG" handelt. Die Ursachen und Motive sind indes
unzutreffend dargestellt. Die seit 1966 bestehende DAG hatte nichts mit der sog.
Flyer-Aktion unseres ehemaligen Präsidenten J.W. Möllemann gemein und hat dies
auch von Anfang deutlich gemacht. Seine Aktion diente wahltaktischen Interessen
der FDP, nicht aber der DAG. Trotz der Kritik der DAG an der
"Flyer-Aktion" besteht das Andenken an die Verdienste Jürgen W. Möllemanns
für die Gesellschaft und damit für die Pflege der Deutsch-Arabischen
Beziehungen fort.
Das hinderte Möllemanns Nachfolger Otto Wiesheu nicht daran, am 06.05.2004 das
Amt des Präsidenten der Deutsch Arabischen Gesellschaft anzunehmen. Die
Kontroversen um Jürgen W. Möllemann und die " Flyer-Aktion" spielten
zu dieser Zeit keine Rolle. Dr. Wiesheu war bis zum 22.03.2007 in diesem Amt,
also fast drei Jahre.
Vielmehr verfolgte Herr Wiesheu das Ziel, die (Golf-)arabischen Botschafter qua
Amt durch eine Satzungsänderung in den Vorstand zu erheben und ihnen damit
quasi ein Veto-Recht im Selbigen einzuräumen. Er hatte dies, ohne das Votum der
Mitglieder abzuwarten, den Botschaftern auch bereits in Aussicht gestellt...
Schließlich hätten sich Wiesheu und die
Golfstaaten-Veto-Anhänger abgespalten und die DAFG gebildet, weil sie sich in
der DAG nicht durchsetzen konnten.
Was den Fall Möllemann
anlangt, so sind die sorgfältig formulierten und belegten Ausführungen
Alexander Boulerians vom 23. Juni 2003 nachlesenswert.
T:I:S, 17. Oktober 2011
Nachtrag
Yassin Musharbash,
Spiegel-Redakteur und Desinformationsexperte über Muslime, erzählt selbst für
dortige Verhältnisse besonders farbenfrohe Märchen. Kostprobe gefällig?
hintergrund.de
hat all die bin-Laden-Botschaften aus tausendundeiner Nacht einschließlich der Musharbash-Eulenspiegeleien
zerpflückt. Übrig blieb – nichts. Drum ist Musharbash "immer
wieder für einen Lacher gut", wie nemetico in seinem Blog auf freitag.de
am 7. Mai 2011 dargeleg
hat.
Nicht so gut für Den Spiegel, lebt er doch von seiner
scheinbaren Zuverlässigkeit. Was tun mit Musharbashs ramponiertem Image? Er hat
Musharbash über einen US-amerikanischen
Hetzfilm schreiben lassen, der New Yorker Polizeibeamte auf den Kampf
gegen Muslime einstimmen soll. Er heißt The
Third Jihad: Radical Islam's Vision For America und wurde von Raphael
Shore produziert, einem Textbuchautor und Rabbiner, der für die israelische
Besatzungs- und Massakerpolitik wirbt. Und Musharbash durfte das Machwerk dieses
Widerlings kritisieren.
Nun kann der Märchenonkel zehn weitere selbst gebastelte
Knallfrösche platzen lassen, wirkt doch Propaganda nur, wenn sie in Harmloses
und halbwegs Glaubwürdiges eingebettet ist. Das weiß die Hasbara-Abteilung
des israelischen Außenministeriums, und Der Spiegel weiß es auch.
T:I:S, 26. Januar 2012
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08spiegel.htm#Musharbash
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*
Vor
jeder US-Präsidentenwahl findet ein Schaukampf statt. Etwa die Hälfte aller
US-Amerikaner scheint das zu wissen. Sie lassen sich erst gar nicht als
wahlberechtigt registrieren oder gehen trotz Registrierung am Wahltag lieber
angeln.
Spiegel
Online aber begleitet den Affenzirkus und bietet
eine „US-Wahlmaschine ... Ermitteln Sie Ihren Favoriten für die US-Präsidentschaftswahl
2008!“ Dort lautet Kriterium Nummer 9:
Treffen
mit Irans Präsident – Der amerikanische Präsident darf auch mit
Diktatoren reden.
Ja?
Nein? Neutral? These überspringen?
Was
auch immer ein deutscher Zuschauer ankreuzt: Der Präsident Mahmud
Ahmadinedschad führt aus, was die im Iran herrschenden Geistlichen ihm
befehlen. Eher noch diktiert der Spiegel in Deutschland als Ahmadinedschad im
Iran.
Allerdings
steckt Ahmadinedschad die Spiegel-Redaktion mit
Leichtigkeit in die Tasche. Da steckt sie nun und strampelt, und lauter
Kokolores quillt heraus.
T:I:S,
19. Mai 2008
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*
Thomas Immanuel Steinberg
Gunther Latsch, in Treue fest zu Mode und Profit
Die Diffamierung von Leuten als judäophob ist modisch und
lukrativ. Seit langem im Geschäft: Spiegel-Autor Gunther Latsch. 2003 fälschte
er ein Zitat von Andreas v. Bülow. Der ehemalige
Bundesminister v. Bülow hatte Israelis mit den offensichtlich geplanten
Sprengungen der drei Türme des New Yorker World Trade Center am 11. September
2001 in Verbindung gebracht. Latsch log v. Bülows „Israelis“ in „Juden“
um und sonderte im Fernsehen ab:
Also ich
glaube, mit exakt dieser Passage – über die Frage „Wieviel Juden waren
im World Trade Center, oder wurden alle gewarnt und kamen an diesem Tag
nicht zur Arbeit?“ hat sich Herr Bülow, also, aus jeder ernsthaften
Diskussion nicht nur verabschiedet, sondern sich auch für jede weitere
ernsthafte Diskussion disqualifiziert. Das ist die Light-Version der ewigen
jüdischen Weltverschwörung, die mit den Protokollen der Weisen von Zion
beginnt, ´ner nachgewiesenen Fälschung. Da gibt es überhaupt keine
Grundlage für.
Ebenso modisch und
ebenso einträglich geworden ist inzwischen die Diffamierung von Muslimen als
Fundamentalisten oder gar als Terroristen. Wieder dabei: Gunther Latsch. Die
Gebrüder Yavuz und Gürhan Özoguz, Betreiber des Internet-Portals
Muslim-Markt, seien bekennende Fundamentalisten, verkündet
Latsch. Als habe er mißverstehen können, daß die Muslim-Brüder mit
dieser gelegentlichen Selbst-Etikettierung lediglich Leute wie ihn ins Lächerliche
ziehen wollten; siehe die leicht zugänglichen Rezensionen
des Özoguz-Buches mit dem Gänsefüßchen-Titel
Wir sind "fundamentalistische
Islamisten" in Deutschland, Betzel Verlag, Nienburg 2003, 301 Seiten,
15 Euro.
Doch „Fundamentalist“ kann nicht allein stehen, Terror
muß dazu, in Majuskeln gleich in der Spiegel-Überschrift. Latschs Artikel dann
ist lauter Terror, erst als – freilich relativiertes –
Zitat, danach als Mordaufruf der gläubigen Brüder gegen den
Orientalisten Hans-Peter Raddatz. Ein Mordaufruf, der
aber gar keiner war, sondern eine Verwünschung, wie etwa: Geh’ zum Teufel.
Nun hat’s ja der verwünschte, und leider nicht zum
Teufel gegangene Hans-Peter Raddatz einerseits mit den fundamentalistischen
Terroristen, die weder das eine noch das andere sind; aber andererseits mit
„Europa unter Führung der Rothschild-Familie“, die „die Förderung,
Installation und Finanzierung von Lenin und Hitler“ betrieben hätten. Und
hinter allem und jedem, so Raddatz laut Jüdischer
Allgemeiner, stünden die Freimaurer.
Wenn’s also wieder Mode wird, und vor allem einträglich,
die Freimaurer zu diffamieren, oder wie wär’s, die Rothschild-Familie – können
wir dann neben Raddatz auch mit Ihnen rechnen, Herr Latsch? Der Spiegel war ja
schon mal, vor der augenblicklichen islamophoben und judäophilen Phase, ganz
schön judäophob, mit allerhand Wende-Nazis in der Redaktion.
Na?
T:I:S, 7. April 2008
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