Welt und Bild von Springer

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Welt und Bild von Springer

Siehe auch Alan Posener, Benjamin Weinthal und Leon de Winter. Ältere Beiträge zu Welt und Bild von Springer unter BILD-Zeitung, Faschismus, Faschismus, Faschismus und Peter Tamm

Die fünf gesellschaftspolitischen Unternehmensgrundsätze des Axel-Springer-Verlags:

  1. Das unbedingte Eintreten für den freiheitlichen Rechtsstaat Deutschland als Mitglied der westlichen Staatengemeinschaft und die Förderung der Einigungsbemühungen der Völker Europas.
  2. Das Herbeiführen einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen, hierzu gehört auch die Unterstützung der Lebensrechte des israelischen Volkes.
  3. Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.
  4. Die Ablehnung jeglicher Art von politischem Totalitarismus.
  5. Die Verteidigung der freien sozialen Marktwirtschaft.

Weitere Springer-Grundsätze unter Enteignet Springer

 

Diese Frau muß Einiges auf dem Kasten haben, ...

... ist doch über sie verzeichnet:

Sie studierte in Hamburg und Frankfurt mit abschließendem Lehrer-Staatsexamen 1973. Die Promotion 1976 über das Thema „Die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie im 19. Jahrhundert“ folgte dem Studium der Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Geschichte.

Zwischen 1976 und 1984 nahm sie einen Lehrauftrag an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main wahr. Sie arbeitete zudem als Lektorin, Übersetzerin und Rundfunkmoderatorin. 1980 war sie Redakteurin beim Pflasterstrand, 1983 als Kulturredakteurin beim Hessischen Rundfunk und von 1985 bis 1987 Korrespondentin im Bonner Büro des Spiegel. Seit 1987 arbeitet sie als freie Buchautorin, Kolumnistin und Essayistin und als Vortragende. Sie hat unter anderem in FAZ, NZZ, Focus, Spiegel, Welt, Frankfurter Rundschau, Literarische Welt publiziert.

Mit all dem im Rücken hat die Frau gerade wieder einen kleinen Essay in Die Welt gesetzt: über den Kapitän der Costa Concordia und die Männer in Geschichte und Gegenwart. Dieser Essay, Sie werden es kaum anders sehen, ist nicht bloß reaktionär. Er ist bescheuert.

Soviel zur Wirkung von Staatsexamen, Promotion, Lehrauftrag, Lektorat, Redaktion, Kulturredaktion, Korrespondenten- und sonstiger Mainstream-Tätigkeit auf Cora Stephan, nebenberuflich Achsenschmiererin bei Henryk M. Broder

T:I:S, 2. Februar 2012. Älteres unter Bramarbasieren. Eine eigene Meinung zum Kapitän der Costa Concordia vertritt Ulf König.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Frau  

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Ulf König, Drochtersen

Costa-Concordia-Evakuierung

Kapitän entschied richtig

Betr.: „Die Überlebens- Lotterie“ (WOCHENBLATT 3a/12) - Heinrich König (75) aus Winsen und seine Lebensgefährtin Helga Prahl (63) kamen bei der Schiffskatastrophe auf der „Costa Concordia“ im Mittelmeer unverletzt davon.

Bisher wurde in der Berichterstattung über das Unglück suggeriert, dass der Kapitän einen komplett falschen Kurs gesteuert hat und direkt vor dem Hafen von Giglio aufgelaufen ist. Der Kapitän ist als absolut unfähig hingestellt worden. Der richtige Kurs hätte laut Reedereiangaben westlich der Insel Giglio vorbeigeführt. [Beispiel aus Springers Welt siehe unten, T:I:S]

Während der Berichterstattung im Fernsehen fuhr das Schwesterschiff der „Costa Concordia“ hell beleuchtet durch das Bild. Der Kommentator wies dabei auf den ausreichenden Abstand zur Insel hin. Im Laufe der Berichterstattung passierten auch andere, ähnliche Schiffe das Bild. Offensichtlich weichen alle Schiffe von der westlichen Route ab, um östlich an der Insel vorbeizufahren, genau wie die „Costa Concordia“. Der Kurs spart den Reedern viel Geld, und vor allem werden die Schiffe von der Insel aus gesehen. Eine Werbung für Kreuzfahrten… Demnach ist der Kapitän gefahren, wie alle… Dann wurde ein Felsen gerammt, der evtl. noch nicht einmal in der Karte markiert war. Hätte der Kapitän sofort gestoppt, wäre das Schiff evtl. sofort bis in 100 Meter Tiefe gesunken. Keine Chance für die Menschen an Bord. Diejenigen, die über Bord gesprungen wären, hätten weit schwimmen oder rudern müssen, aber das Schiff war noch bedingt schwimmfähig. Die einzige richtige Entscheidung war es dann, den nahen Hafen anzulaufen. Zu klein für das Schiff, aber in flachen Gewässern. Das Schiff konnte nach meinem Studium der Seekarten unmöglich seitwärts einlaufen. Es gab nur die Möglichkeit, einen Bogen zu fahren und den Hafen auf geradem Kurs anzusteuern. Genau das tat der Kapitän. Schwer beschädigt und durch das Wasser träge, gelang das Manöver fast. Kurz vor dem sicheren Hafen lief das Schiff auf. Durch die richtige Entscheidung des Kapitäns sank das Schiff nicht ab, sondern lag vor der nahen Küste. Die Menschen konnten sich leicht retten. Was hätte der Kapitän tun sollen? Nach dem ersten Aufprall stoppen und die Rettungsboote wassern? Das Schiff wäre mit vielen Opfern in große Tiefe gesunken. Den Menschen sagen, dass das Schiff sinkt? In Panik wären viele von Bord gesprungen. Oder aber beruhigen und versuchen, den Hafen zu erreichen….

Nach dem Aufprall hat der Kapitän sich für die einzige Variante entschieden, die vielen Menschen das Leben gerettet hat. Schlimm, wirklich schlimm ist es natürlich für die Opfer.

Kreiszeitung, Elbe & Geest Wochenblatt, 1. Februar 2012, Leserbrief, Seite 14 rechts oben.

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Dagegen berichtete zum Beispiel Die Welt: 

"Concordia"-Evakuierung

Schettino ließ eine "kostbare Stunde" verstreichen

... Kapitän Francesco Schettino geriet weiter unter Druck: Die Verantwortung für den Schiffbruch liege "mit Sicherheit" beim Kapitän, sagte der Generalkommandant des zuständigen Hafenamtes, Admiral Marco Brusco, in einer Anhörung des Senats in Rom. 

Bei einem rechtzeitigen Alarm hätte es wahrscheinlich keine Toten gegeben. Schettino habe bei der Havarie vor zwei Wochen eine "kostbare Stunde" für die Rettung der etwa 4200 Passagiere und Crewmitglieder verstreichen lassen.

Auch die Costa-Reederei widersprach Schettino, der gesagt hatte, ein Manager habe die Unglücks-Route nahe der Insel Giglio verlangt. "Dieses Manöver war nicht autorisiert. Wir waren darüber nicht informiert", hatte Costa-Chef Pierluigi Foschi im Senat erklärt. Schettino habe das allein entschieden... 

dpa/dapd/omi/mak, Die Welt, 26. Januar 2012

T:I:S, 1. Februar 2012

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Koenig  

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Thomas Immanuel Steinberg

So ungefähr stimmt alles

Sonja Gillert über die iranische Schauspielerin Marzieh Vafamehr

In Der Welt vom 19. Januar 2012 behauptet Sonja Gillert in einem Artikel mit der heißen Überschrift "Iranische Schauspielerin lässt sich nackt ablichten": Im Iran sei

schon der Verstoß gegen die Verschleierungspflicht sehr riskant. Das wurde im Oktober 2011 einer anderen iranischen Schauspielerin zum Verhängnis. Marzieh Vafamehr zeigte sich in einigen Szenen des Filmes „My Teheran for sale“, der von dem Doppelleben der Jugend Teherans erzählt, mit kahlrasiertem Kopf und einer Mütze als Kopfbedeckung. Mit einem Jahr Gefängnis und 90 Peitschhieben wurde sie dafür bestraft.

Was war geschehen? Die persisch-sprachige Internetseite Kalameh.com hatte laut Associated Press (Ha'aretz, Israel, vom 10. Oktober 2011) gemeldet, die Schaupielerin Marzieh Vafamehr sei verurteilt worden. Weshalb? 

Wegen ihres Auftritts in einem Film, der den harten politischen Kurs der islamischen Republik kritisiert.

Marzieh Vafamehr was sentenced for appearing in a movie critical of the Islamic republic's hard-line policies.

Nun, so Associated Press, drohten der Frau laut persischem Bericht Gefängnis und Auspeitschung(1).

Report: Iranian actress faces jail, lashing.

Am 27. Oktober 2011, also 17 Tage nach der Agenturmeldung, teilte Amnesty International mit: 

Marzieh Vafamehr, die nach ihrem Auftritt in dem australischen Film My Tehran for Sale verhaftet worden war, ist am Montag Abend freigelassen worden...

Die Schauspielerin scheint entlassen worden zu sein, nachdem ein Berufungsgericht die Haftzeit auf drei Monate herabgesetzt und die Auspeitschungsstrafe aufgehoben hatte.

Marzieh Vafamehr, who was arrested after starring in the Australian film My Tehran for Sale was released Monday night...

The actress seems to have been released after an appeal court reduced her imprisonment to three months and overturned the flogging sentence.

Wikipedia -englisch:

Letztendlich wurde Varzieh Vafamehr nach 118 Tagen entlassen, die Mitwirkung an Filmen und jeglichen anderen kulturellen Aktivitäten wurde ihr jedoch verboten, ebenso wie, den Iran zu verlassen.

Eventually Marzieh Vafamehr was released after 118 days, but she was banned from making or playing in films and any forms of cultural activities as well as from leaving Iran.

Das  also war geschehen. 

Und so ungefähr stimmt ja auch alles, was Soja Gillert nun, drei Monate nach der kassierten Auspeitschung, darüber in Die Welt setzt. Aber gerade das,

T:I:S, 20. Januar 2012. Dank an den stetigen Besserwisser

Anmerkung

(1) Springers Bild machte  am gleichen Tag, dem 10. Oktober 2011, aus der Associated-Press-Meldung: 

Marzieh Vafameh Regime lässt junge Schauspielerin foltern
Ihr Vergehen: Sie war im Film ohne Ganzkörper-Verschleierung zu sehen

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Gillert  

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Wie Bild die Kriegshysterie schürt

Knut Mellenthin, 3. Dezember 2011. T:I:S, 5. Dezember 2011

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Bramarbasieren lernen mit Cora Stephan, 60

Vor alten Männern warnt Cora Stephan die Occupy-Jugend in Springers Welt. Außerdem hat sie's mit dem Jüdischen und mit den Schuldigen, egal, was ansteht, und findet, es sei 

irgendwie nachzuvollziehen, 

daß die meisten Occupier 

gar nicht zu wissen scheinen, wogegen und worum es eigentlich geht.

Das scheint irgendwie nachvollziehbar, aber anscheinend auch irgendwie nicht.

T:I:S, 21. November 2011. Mehr unter Frau

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Bramarbasieren  

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Thomas Immanuel Steinberg 

Mutmaßliche Döner-Mörder

Was ist mit dem dritten Mann?

Die beiden Männer, die am Freitag, dem 4. November 2011 in Eisenach nach einem Banküberfall tot in einem brennenden Wohnwagen gefunden wurden, waren Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, offenbar die Mörder von acht türkischen Einwanderern, einem Griechen und einer deutschen Polizistin.

Der Spiegel schrieb am Sonntag, dem 6. November 2011: "Hinweise auf einen dritten Täter [beim Banküberfall, T:I:S] gebe es bislang nicht." 

Doch BILD behauptete am Montag, dem 7. November 2011: "Zeugen wollen einen dritten Mann gesehen haben, der aus dem Fahrzeug flüchtete." Und: "Eine Nachbar berichtet, dass eine Person aus dem Führerhaus kletterte und die Flucht ergriff." (1)

Eine BILD-Ente? Vielleicht, denn nirgends wird der dritte Mann nochmals erwähnt. Gab es wenigstens den Zeugen? Auch er wird nirgendwo wieder erwähnt. Gab es auch den Zeugen nicht?

BILD sollte den Vorgang merkwürdig finden. Denn bisher heißt es überall, zum Beispiel Im Spiegel, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt hätten sich erschossen. Woher Der Spiegel das weiß, weiß der Teufel. Wurden sie stattdessen vielleicht erschossen? Vielleicht von dem dritten Mann, den der angebliche Zeuge angeblich habe flüchten sehen? (2)

Kann mal einer in Eisenach nach dem angeblichen Zeugen suchen, ein BILD-Reporter zum Beispiel, oder einer vom Spiegel? Oder ein ganz normaler Mensch? Vielleicht bevor der verdächtigen Komplizin von Mundlos und Böhnhardt, Beate Zschäpe, Strafmilderung für den Fall zugesichert wird, daß sie sagt, was die Staatsmacht hören will?

Man muß ja nicht immerfort für die Staatsmacht arbeiten. Man kann ja auch mal gegen die Nazis was tun.

T:I:S, 14. November 2011. Zu den Döner-Morden siehe auch Nachrichtenmagazin Der Spiegel

Anmerkungen

(1) Den Hinweis auf den verschwundenen dritten Mann entnahm ich der Internetseite http://www.medienanalyse-international.de/index1.html von Andreas Hauß.

(2) "Es scheint schwer verständlich, warum zwei Neonazis, die von den Geheimdiensten mit Papieren ausgestattet und völlig unbehelligt über fast 14 Jahre hinweg quer durch die Bundesrepublik bomben und morden konnten, sich selbst plötzlich umgebracht haben sollten." Markus Bernhardt in der jungen Welt

T:I:S, 28. April 2011

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Aufruf zum nächsten Massenmord

George Weidenfeld findet in Springers Welt, "Präsident Obama, die führenden Politiker Europas und alle verantwortungsbewussten Staatsmänner der Welt" sollten "der Freiheit und dem Frieden zuliebe" "schonungslos mit dem Despoten von Damaskus" umgehen.

T:I:S, 28. April 2011

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Joachim Steinhöfel

Joachim Steinhöfel verkörpert nicht gerade das, was sich der feine Hanseat unter einem altehrwürdigen Hamburger Anwalt vorstellt. Der 44 Jahre alte Jurist gibt mit Vorliebe den Großkotz, inszeniert sich in Illustrierten als "Pitbull in Robe": "Wo ich hinlange, wächst kein Gras mehr." 

FAZ, 5. November 2006

Heute macht Steinhöfel den Pitbul für Springer, das US-Imperium und den Staat Israel, zum Beipiel in diesem Video, zwei Minuten. 

Siehe auch Die Brechstange vom 19. Januar 2008. T:I:S, 28. Februar 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Fakt, Polen

Die polnische Tageszeitung mit der höchsten verkauften Auflage – über 450 000 Exemplare – heißt Fakt. Sie ähnelt der Bildzeitung und der Welt am Sonntag und gehört zum Springer-Konzern. Also hetzt sie. Gegen die Zeugen Jehovas? Gegen Vietnamesen im Lande? Gegen Weißrussen?

Sie hetzt gegen Deutsches. Und Bild hetzt zurück, gegen Polnisches. (1) Was da abgeht, erläutert der Chefredakteur von Springers Fakt unter einem Welt-Artikel aus dem Jahre 2009 mit folgendem Vorspann: 

Polen wird von Europa verkannt, glaubt der Chefredakteur der polnischen Zeitschrift "Fakt", Grzegorz Jankowski. Denn das Land sei bedeutender, als viele denken, und suche daher die strategische Partnerschaft mit Amerika. Deutschland hingegen hat seiner Ansicht nach alle Sympathien verspielt.

Im Artikel führt der polnische Springer-Mann Grzegorz Jankowski aus, Polen und Deutschland hätten keine gemeinsamen politischen Ziele. Wörtlich:

Deutschland versucht, eine von Washington unabhängige Politik zu betreiben, wodurch es sich oft an den Rand des Weltgeschehens stellt.

Sowohl Ministerpräsident Donald Tusk von der Bürgerplattform als auch Jaroslaw Kaczynski von der konkurrierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sehen die Garantien einer künftigen Sicherheit Polens hingegen in enger Allianz mit den Vereinigten Staaten. Zwar ist Tusk eher ein Befürworter einer engeren europäischen Integration, Kaczynski spricht sich für eine engere Allianz mit Amerika aus. Dennoch war es Tusks Regierung, die das Abkommen über die Errichtung eines Antiraketensystems mit Washington unterzeichnete.

Hingegen wollte Deutschland sowohl der Errichtung des Antiraketensystems als auch der Intervention im Irak nicht zustimmen. Es vertritt eine von Polens geostrategischen Zielsetzungen völlig abweichende Meinung. Daher wird jede polnische Regierung eher in den weit entlegenen Vereinigten Staaten einen Militärpartner sehen als in Deutschland oder Frankreich. (2)

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Der Springer-Konzern, ob in Polen oder in Deutschland, betreibt Propaganda für das US-Imperium, wodurch er inzwischen am Rande des Weltgeschehens steht.

T:I:S, 25. Februar 2011. Siehe auch Wir sind Antideutschland (Inter Finitimos über Fakt) von 2007

Anmerkungen

(1) Olaf Sundermeyer: Europameisterschaft. Inszenierter Fußballkrieg. Der Axel Springer Verlag arrangiert einen Konflikt zwischen Deutschen und Polen. Die Bild kommentiert, was die polnische Fakt veröffentlicht. Ein Kommentar. Die Zeit, 8. Juli 2008. Siehe auch Johanna Möller, Bremen: Die Presselandschaft in Polen. Strukturelle Rahmenbedingungen und zentrale Konfliktlinien. polen-analysen 50/09 vom 21. April 2009, S. 3, rechte Spalte, .pdf-Datei

Die Befürchtung, Springer würde über seine Formate "deutsche Positionen" in Polen vertreten, bestätigte sich nicht – im Gegenteil zeichnet beispielsweise die Zeitung Fakt immer wieder für deutschlandfeindliche Texte verantwortlich.

(2) Grzegorz Jankowski: Polens großmächtige Ambitionen für Europa. Die Welt, 15. Mai 2009

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Hildegard Stausberg und Clemens Wergin

Der Iran wolle in Venezuela Abschußrampen für Mittelstreckenraketen bauen, behaupten Hildegard Stausberg und Clemens Wergin am Freitag auf fast einer ganzen Seite in Springers Welt

Wergin, häufig auf der Achse des Guten vertreten, will offenbar Broder, den Meister der Zeitungsenten, auf den zweiten Platz verweisen. junge Welt

T:I:S, 26. November 2010

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Thomas Immanuel Steinberg

Liebes Friedenskollektiv,
 ein Individuum hat uns den Krieg erklärt. 

Liebes Friedenskollektiv,

ein Individuum hat uns den Krieg erklärt. Es herrscht über den Springer-Konzern mit seinen Kampfblättern Bild, Welt, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost und vielen andern Kriegsmedien. Das Individuum heißt Mathias Döpfner und hat Freunde vor allem unter reichen weiteren Individuen, den Kapitalisten. 

Mächtig sind sie und haben dennoch Angst, Angst, wir Ohnmächtigen könnten uns zusammenschließen, Kollektive bilden gegen sie, vielleicht sogar ein einziges großes Kollektiv, und sie ihrer Individualität berauben, sprich: ihres Kapitals. So hat Döpfner zur Feder gegriffen, oder vielmehr, er hat jemand in die Tasten hauen lassen, und nun steht unter seinem Namen in Der Welt

Individuen wie Döpfner sind gut, Kollektive wie wir sind schlecht. 

Auf 16 Schreibmaschinenseiten verkündet Döpfner: 

Zu bekämpfen gelte es die Muslime, angeblich ein Kollektiv, zu beschützen dagegen den Staat Israel und die USA; 

die Nazis seien sozialistisch gewesen; 

wer gegen Krieg eintrete, verhindere nicht, sondern ermögliche Massenmord; 

ein „Al-Qaida-Netzwerk“ habe das World Trade Center zerstört; 

und dergleichen tödliche Lügen mehr.

Wahrscheinlich, weil der Artikel sonst noch länger geworden wäre, verweist Döpfner auf die Arsenale einiger Individuen ohne Kapital. Dort lagere weitere Munition gegen uns. Die Döpfner nennt, sie heißen, in der Reihenfolge ihres Auftretens:

Ulrike Ackermann, Professorin für Freiheitsforschung

Bernhard Lewis, Islam-Forscher

Leon de Winter, Schriftsteller

Henryk M. Broder, Autor

In der Tat handelt es sich um gefährliche Individuen. Wir müssen sie einkreisen und isolieren – im Kollektiv, versteht sich, denn sie sind sogar sehr gefährlich.

T:I:S, 25. November 2010. Zum Grundsatzartikel von Döpfner siehe auch Enteignet Springer

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Friedenskollektiv   

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Thomas Immanuel Steinberg

Expropriez Springer

Mathias Döpfner, PDG de la S.A. Axel Springer éditeur, finit un article de fond (46 000 signes) ainsi:

Le 11 septembre fut l' avertissement fatidique d'une guerre sainte contre notre mode de vie libéral-occidental. Soit nous avons compris la symbolique du World Trade Center écroulé et acceptons la lutte ou soit nous sommes perdus.

Celui qui n'a pas compris en 1969 que Springer doit être exproprié ou ne pouvait pas le comprendre, parce qu'il n'était pas encore né, qu'il lise l'article de Döpfner et accepte la lutte. Ou alors nous sommes perdus.

T:I:S, 24 novembre 2010

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Thomas Immanuel Steinberg

Enteignet Springer

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, beendet einen Grundsatzartikel aus 46 000 Zeichen wie folgt:

Der 11. September war das Menetekel eines Heiligen Kriegs gegen unsere westlich-freiheitliche Lebensform. Entweder wir haben die Symbolik des gefallenen World Trade Centers verstanden und nehmen den Kampf an. Oder wir sind verloren.

Wer 1969 nicht verstanden hat, daß Springer enteignet werden muß, oder es nicht verstehen konnte, weil er damals noch nicht auf der Welt war, der lese Döpfners Artikel und nehme den Kampf an. Oder wir sind verloren.

T:I:S, 24. November 2010. Zum Grundsatzartikel von Döpfner siehe auch Liebes Friedenskollektiv... . Siehe auch Enteignet Springer! Diese Losung hat nichts von ihrer Aktualität verloren. Ulla Jelpke. T:I:S, 2. Mai 2011

Kommentare zu Döpfners Aufruf im Freitag, von Arrnold Schölzel in der jungen Welt, von Werner Pirker in der jungen Welt, bei Politically Incorrect und im Israelnetz

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Ermittlungspanne

Zehn Terroristen hatten am 26. November 2008 in Mumbai (Bombay) unter anderem zwei Luxushotels, den größten Bahnhof der Stadt sowie das jüdische Zentrum angegriffen. Über 160 Menschen starben.

David Coleman Headley, alias Daood Sayed Gilani, war Agent der US-Drogenbehörde DEA. Er gestand, bei der Vorbereitung der Attentate und Schießereien geholfen zu haben, siehe Knut Mellenthin (für Abonnenten) und Süddeutsche

Springers Welt verkauft die Undercover-Beteiligung des US-Agenten an den Anschlägen ihrer halb idiotisierten Leserschaft als Ermittlungspanne. Justin Raimondo dagegen fragt auf antiwar.com angesichts der Berichte von Pro PublicaWashington Post und New York Times:

How and why was Headley-Gilani allowed to travel freely from Chicago to New York to training camps in the wilds of Pakistan, to Mumbai and other cities in India, all the while in the pay of the US government? 

Sein Bericht legt nahe: Die Regierung der Vereinigten Staaten hat die Ermordung der 160 Menschen in Mumbai gemeinsam mit dem pakistanischen Geheimdienst ISI (1) organisiert. 

T:I:S, 18. Oktober 2010

Anmerkung

(1) Ein Interesse der pakistanische Regierung an dem Anschlag ist allerdings kaum vorstellbar. T:I:S, 6. Januar 2011

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Ermittlungspanne    

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Afsane Bahar

Kriegshetze

Am 8. Februar 2010, einen Tag nach der so genannten Sicherheitskonferenz in München, stimmte der Massenmeinungsmacher „Bild“ den Leser auf einen bevorstehenden Krieg ein. Zur Assoziation einladende Begriffe, als bewiesen hingestellte Behauptungen, ein grüner Sicherheitsexperte iranischer Abstammung, Lügen und vage Vermutungen gehören zu den Mitteln, mit denen manipuliert wird: 

der Irre von Teheran

Diktator Ahmadinedschad

Der Iran lässt den Streit um sein Atomprogramm eskalieren!

Damit steht für Experten endgültig fest: Der Iran will die Bombe! Um jeden Preis!

"Man hätte einen Schuh nach ihm werfen sollen“, so Grünen-Sicherheitsexperte Omid Nouripour.

... hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen ...

Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte.

Was noch fehlt, ist das offizielle Ersuchen der iranischen Bevölkerung bei EU und NATO, im Namen von Demokratie und Menschenrechten endgültig mit der Bombardierung iranischer Ortschaften zu beginnen. Dieses Ersuchen wird wohl demnächst nachgereicht. Herauskommen wird ein auf Angst und Unwissen basierender Kadavergehorsam mit der daraus folgenden Bereitschaft zum Massenmord.

Bildzeitung

۞۞۞

Bild setzte inzwischen noch eins drauf

Irans Diktator Mahmud Ahmadinedschad hat Befehl gegeben, hochangereichertes Uran zur Entwicklung von Atomwaffen im eigenen Land herzustellen.

T:I:S, 8. Februar 2010

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Mediale Brunnenvergifter

Human Rights Watch berichtete am 23. Januar 2010  von einem Massaker an mindestens 150 Bewohnern des muslimischen Dorfes Kuru Karama, 30 Kilometer südlich der Stadt Jos, Plateau State, mittleres Nigeria. Das Massaker habe am 19. Januar 2010 gegen 10 Uhr morgens begonnen:

The witnesses said they believed members of the armed groups to be Christians... Community leaders from Jos and journalists who visited the town under military escort later in the week told Human Rights Watch that they saw bodies, including several charred corpses of young children and babies, strewn around town, including dozens stuffed down wells or in sewage pits.

Die Bild-Zeitung dagegen meldete am 22. Januar 2010 unter der Überschrift

500 Tote in Nigeria / Moslems jagen Christen

... Allein in der Bezirkshauptstadt Jos wurden seit Sonntag [17. Januar 2010, T:I:S] bis zu 500 Menschen getötet. Auslöser waren offenbar Angriffe militanter Moslems, die Christen auf dem Heimweg vom Gottesdienst überfielen. In mehreren Dörfern wurden die Leichen einfach in die Brunnen geworfen.

T:I:S, 25. Januar 2010. Weitere Links unter "Auf Kreuzzug in Nigeria" von Stefan Niggemeier

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Vereint im Kummer

Die Nachtgestalten Kai Diekmann und Henryk M. Broder

Hans-Jürgen Jakobs in der SZ, T:I:S, 4. Februar 2009. Siehe auch  Henryk M. Broder

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Henryk M. Broder

Bild, T:I:S, 31. Dezember 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Fast alle einschlägigen Experten

Hans Rühle* lügt sich durch die Kommerzpresse

Das Nuklearprogramm Irans befinde sich im entscheidenden Stadium, schrieb Hans Rühle in der Süddeutschen Zeitung vom 23. Oktober 2008. 

Knut Mellenthin auf hintergrund.de und SteinbergRecherche wiesen ihm nach, daß er sich die dazu passenden Aussage Mohamed ElBaradeis, des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), zusammengelogen hatte. Rühle hatte ElBaradei die Behauptung untergeschoben, der Iran könnte zu Weihnachten 2008 über eine Atombombe verfügen. ElBaradei hatte das Gegenteil gesagt.

Nun, einen Monat vor Weihnachten 2008, schlimmert Rühle nach. In Springers Welt vom 25. November 2008 wiederholt er zunächst, mit der durch Zeitablauf notwendig gewordenen Zeitverschiebung, seine Lüge über ElBaradei:

Am 20. Juni 2008 erklärte der Direktor der IAEA, al-Baradei, im arabischen Fernsehen unzweideutig, der Iran sei in der Lage, in sechs bis zwölf Monaten hoch angereichertes Uran für wenigstens eine Bombe zu produzieren...

 Weiter unten nimmt er sie halbwegs zurück:

Wie al-Baradei in seinem Interview vom Juni 2008 noch glauben konnte, Voraussetzung des Beginns der Hochanreicherung von Uran sei die Kündigung des Atomwaffensperrvertrags durch den Iran und die Ausweisung der Inspektoren der IAEA,

die Voraussetzung in ElBaradeis Aussage nämlich, die Rühle in der Süddeutschen unterschlagen hatte, so Rühle nun,

bleibt ein Rätsel.

 Anschließend hält er ElBaradei fehlende Allwissenheit vor:

Al-Baradei geht offenbar davon aus, dass die Produktion von waffenfähigem Uran zwingend in der von der IAEA akribisch überwachten Anlage in Natanz stattfindet.

Er jedoch weiß um das Wissen anonymer Experten, denn:

Davon kann aber nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand keine Rede sein. Fast alle einschlägigen Experten gehen davon aus...

Die üble Posse umwickelt Rühle mit der Angriffskriegsdrohung des künftigen Vizepräsidenten Joe Biden,

ein Präsident Obama werde garantiert innerhalb der ersten sechs Monate seiner Amtszeit durch eine internationale Krise "getestet" (1)

und gibt sie als Hinweis dafür aus, daß der Iran in der gleichen Zeit seine Bombe fertig haben könnte.

 Ach, und oh weh: In der Schweiz, so Informations-Experte Rühle,

... hatten 2004 spezielle Ermittler Datenträger und Dokumente sichergestellt, die über mehr als ein Gigabyte an verschlüsselten Informationen über nukleare Waffen enthielten.

Mehr als ein Gigabyte. Bei Saturn am Hauptbahnhof gibt’s nicht ’mal mehr Sticks mit kleinerem Speicher. Auf vier Gigabyte passen dann die bio-chemischen Waffen auch noch drauf.

T:I:S, 26. November 2008

 *Hans Rühle war von 1982 bis 1988 Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium. Anschließend baute er die berüchtigte Bundesakademie für Sicherheitspolitik auf und war für die Nato tätig.

Anmerkung

(1) Rühle bezieht sich auf die Rede Joseph Bidens vom 21. Oktober 2008 bei einem Fundraising-Dinner im Sheraton-Stadthotel von Seattle, Washington, siehe Joseph Robinette Biden, Jr., genannt Joe

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Ruehle 

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Ich frage euch: 

Wollt ihr die totale Verblödung? Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können? 

Video, 17 Minuten, T:I:S, 20. November 2008

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Rafael Seligmann, deutscher Zionist, 

reiht Lüge an Lüge. In Springers Bild vom 11. November 2008 darf der Kriegshetzer sich austoben: 

Der Hitler unserer Tage heißt Ahmadinedschad. Irans Präsident ruft zur Vernichtung Israels auf. Seine Wissenschaftler entwickeln Kernwaffen und Raketen. Ihr Ziel ist die Ermordung von Millionen Israelis. Die Welt hebt den Zeigefinger – und lässt den Möchtegern-Mörder gewähren. Statt am 9. November folgenlos toter Juden zu gedenken, müssen wir neue Morde verhindern. Nicht nur an Juden. Auch an Christen im Sudan. Dort erschlugen Islamisten zwei Millionen Menschen. 

Zu Ahmadinedschad siehe Bundeszentrale für politische Bildung, zu den Millionen-Angaben siehe Sudan. Zu Seligmanns Gesinnungsgenossen siehe Zionismus

T:I:S, 13. November 2008

Nachtrag

Rafael Seligmann gibt seit 2. Januar 2012 eine Vierteljahresschrift namens Jewish Voice from Germany heraus. Das Blatt des Serienlügners, so vermeldet Der Tagesspiegel

soll unabhängig sein und sich durch Anzeigen finanzieren.

Für die erste Ausgabe hat Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung seinen Namen hergegeben. Als Inserenten garantieren die Deutsche Bank und der Freistaat Sachsen für Unabhängigkeit.

T:I:S, 18. Januar 2012

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Homogenisierung

Carolin Emcke hat einen Beitrag von Dr. Nikolaus Fest, Mitglied der Bild-Chefredaktion rezensiert. Der verkappte Rassist lege eine gesellschaftliche Homogenisierung nahe; ob durch Einreiseverbot, Zwangskonversion, Vertreibung, Deportation oder Völkermord, bleibe der Leserschaft überlassen.

T:I:S, 23. September 2008

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Hartes Brot

Stephanie Rupp, Die Welt, behauptet, im Iran reiße man sarkastische Witze über Ahmadinedschad. Ihre Beispiele sind, selbst am Welt-Maßstab gemessen, so albern und so muffig, daß man meinen könnte, die Iraner hätten dann ja wohl noch Glück mit ihrem Präsidenten, der bekanntlich weder albern noch muffig ist. 

Das aber wollte die Journalistin uns sicher nicht vermitteln. Hat sie sich die Witze selber ausdenken müssen?

Wahrlich ein hartes Brot, der Reklame- und Propagandajournalismus.

T:I:S, 19. September 2008

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Joachim Steinhövel, Bildzeitung, nach Zimbabwe

Mugabe muß sofort, notfalls auch mit militärischer Hilfe, gestürzt werden.  Regimewechsel jetzt.

 Video, eine Minute. 

Steinhövel und alle Journalisten gleicher Ansicht müssen sofort, notfalls mit Teppichmessern bewaffnet, in Zimbabwe an die Arbeit gehen. Medienregimewechsel jetzt.

T:I:S, 30. Juni 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Tägliche Mondfinsternis

Springer macht Die Welt für Leser, die sich wohlfühlen bei der Zerschlagung Afghanistans und der weiteren Verarmung der Armen, bei Videoüberwachung und Polizeiprügelei. Bild wird für die selben Leute gemacht, jedoch nicht zum Lesen, allenfalls zum Blättern: Denn Bild übertönt die Schmerzen derer, denen es schlechter geht, es macht die Leser dumm. Welt-Leser wissen das und genießen still – oder rümpfen die Nase über die Dummen. 

Stefan Niggemeier betreibt eine Bild-kritische Internetseite, den BILDblog, weil ihm unwohl ist bei all den Dummheiten, die Bild unters Volk bringt. Stand da doch grad, in scheinbar belehrender Absicht, die Mondphasen gebe es wegen der Erde, die sich allmählig vor die Sonne schiebt. BILDblog stellte richtig: Bei Neumond, Sichel, Halb- und Vollmond zeigt der Mond jeweils zunächst die von der Sonne unbeschienene und nach und nach die beschienene Seite. Das andere ist eine Mondfinsternis, die nicht jeden Tag vorkommt. 

Niggemeier betreibt Aufklärung. (1) Das mißfällt den Lesern Der Welt, schon gar dem dünkelhaftesten ihrer Schreiber, dem Börne-Preisträger Broder. BILDblog würde sich an den Bild-Blödheiten erregen, assoziiert er muffig aus eigenem Gemächte, und mokiert sich über die Mützen, die BILDblog zur Deckung der Ausgaben verkauft. Jetzt ist ihm kannibalisch wohl, und auch fünfhundert Säuen.

T:I:S, 22. Februar 2008

Anmerkung

(1) Durchaus wirkungsvoll: Niggemeier berichtete kürzlich unter Verweis auf epd, dass Springer BILDblog wegen dessen Beschwerden beim Presserat sperren lassen will.

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Thomas Immanuel Steinberg 

Die Brechstange

Den kapitalistischen Vereinigten Staaten und ihren engsten Verbündeten, darunter Israel, droht die größte Wirtschaftskrise ihrer Geschichte. Die fiskalischen Rettungsversuche der US-Regierung werden scheitern. (1) Die Vereinigten Staaten und Israel drängen daher auf Ausweitung ihrer Kriege in aller Welt und auf rigorose Unterdrückung der Völker im eigenen Herrschaftsbereich.

Der Springer-Konzern ist die Hauptstütze der US-amerikanisch-israelischen Kriegs- und Unterdrückungspolitik in Deutschland. Auf Bild online erteilt der Konzern dem Rechtsanwalt und Moderator Joachim Steinhöfel per Video das Wort:

 

Steinhöfel spricht – Meine Meinung zum Afghanistan-Einsatz 

Die Entsendung eines Kampfverbandes der Bundeswehr nach Afghanistan steht bevor. Diese Entscheidung und deren unmißverständliche  politische Unterstützung sind lange überfällig. Die Gefechte mit den Taliban in Afghanistan sind dabei nur ein Teil eines größeren Konflikts. Andere Schauplätze sind der Gazastreifen, Libanon, Syrien, der Irak, der Iran, Sudan und Pakistan.

Es ist der historische Konflikt von Freiheit, Menschenwürde, Demokratie, Religionsfreiheit und der Herrschaft des Rechts mit der primitiven Kultur des Islamofaschismus, der all diese Werte verneint. Jahrzehnte von multikultureller Gehirnwäsche haben viele Europäer zu der naiven Überzeugung gebracht, man könne mit dem Bösen verhandeln, gleich, ob es in Gestalt der Taliban, der iranischen Mullahs oder Osama bin Ladens erscheint. Mit Menschen, die Geiseln vor laufender Kameras (sic) die Köpfe abschneiden, verhandelt man nicht. Man fängt oder man tötet sie.

Auch Deutschland wurde vor Jahrzehnten auf diese Weise befreit. Amerikaner, Briten, Kanadier und Niederländer kämpfen in Afghanistan. Es wäre moralisch wie politisch verabscheuungswürdig, sie dabei im Stich zu lassen.

Der Springer-Konzern treibt die herrschende Klasse in Deutschland zu stärkerer Beteiligung an den US-amerikanisch-israelischen Feldzügen. Vor allem aber will er den Widerstand gegen den Weltkrieg der USA und Israels brechen – mit Steinhöfel als Brechstange. 

T:I:S, 19. Januar 2008

Anmerkung

(1) Auch das 140-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket von Präsident George W. Bush konnte die Anleger nicht zum Aktienkauf bewegen.Der Leitindex Dow der Standardwerte verlor am Freitag 0,5 Prozent auf 12 099 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,6 Prozent auf 1325 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,3 Prozent auf 2340 Stellen nach. Auf Wochensicht verlor der Dow 4,02 Prozent, die Nasdaq 4,1 Prozent und der S&P 5,4 Prozent. Handelsblatt, 20. Januar 2008. 

T:I:S, 21. Januar 2008

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