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Siehe auch Benjamin Weinthal und Leon de Winter. Ältere Beiträge zu Welt und Bild von Springer unter BILD-Zeitung, Faschismus, Faschismus, Faschismus und Peter Tamm

 

Afsane Bahar

Kriegshetze

Am 8. Februar 2010, einen Tag nach der so genannten Sicherheitskonferenz in München, stimmte der Massenmeinungsmacher „Bild“ den Leser auf einen bevorstehenden Krieg ein. Zur Assoziation einladende Begriffe, als bewiesen hingestellte Behauptungen, ein grüner Sicherheitsexperte iranischer Abstammung, Lügen und vage Vermutungen gehören zu den Mitteln, mit denen manipuliert wird:

der Irre von Teheran

Diktator Ahmadinedschad

Der Iran lässt den Streit um sein Atomprogramm eskalieren!

Damit steht für Experten endgültig fest: Der Iran will die Bombe! Um jeden Preis!

"Man hätte einen Schuh nach ihm werfen sollen“, so Grünen-Sicherheitsexperte Omid Nouripour.

... hoch angereichertes Uran, das iranische Wissenschaftler in den Nuklearfabriken Natans und Ghom herstellen ...

Westliche Geheimdienste vermuten, dass der Iran bald genügend Material für eine Bombe haben könnte.

Was noch fehlt, ist das offizielle Ersuchen der iranischen Bevölkerung bei EU und NATO, im Namen von Demokratie und Menschenrechten endgültig mit der Bombardierung iranischer Ortschaften zu beginnen. Dieses Ersuchen wird wohl demnächst nachgereicht. Herauskommen wird ein auf Angst und Unwissen basierender Kadavergehorsam mit der daraus folgenden Bereitschaft zum Massenmord.

Bildzeitung

۞۞۞

Bild setzte inzwischen noch eins drauf

Irans Diktator Mahmud Ahmadinedschad hat Befehl gegeben, hochangereichertes Uran zur Entwicklung von Atomwaffen im eigenen Land herzustellen.

T:I:S, 8. Februar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Bahar   

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Mediale Brunnenvergifter

Human Rights Watch berichtete am 23. Januar 2010  von einem Massaker an mindestens 150 Bewohnern des muslimischen Dorfes Kuru Karama, 30 Kilometer südlich der Stadt Jos, Plateau State, mittleres Nigeria. Das Massaker habe am 19. Januar 2010 gegen 10 Uhr morgens begonnen:

The witnesses said they believed members of the armed groups to be Christians... Community leaders from Jos and journalists who visited the town under military escort later in the week told Human Rights Watch that they saw bodies, including several charred corpses of young children and babies, strewn around town, including dozens stuffed down wells or in sewage pits.

Die Bild-Zeitung dagegen meldete am 22. Januar 2010 unter der Überschrift

500 Tote in Nigeria / Moslems jagen Christen

... Allein in der Bezirkshauptstadt Jos wurden seit Sonntag [17. Januar 2010, T:I:S] bis zu 500 Menschen getötet. Auslöser waren offenbar Angriffe militanter Moslems, die Christen auf dem Heimweg vom Gottesdienst überfielen. In mehreren Dörfern wurden die Leichen einfach in die Brunnen geworfen.

T:I:S, 25. Januar 2010. Weitere Links unter "Auf Kreuzzug in Nigeria" von Stefan Niggemeier

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Brunnenvergifter  

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Vereint im Kummer

Die Nachtgestalten Kai Diekmann und Henryk M. Broder

Hans-Jürgen Jakobs in der SZ, T:I:S, 4. Februar 2009. Siehe auch  Henryk M. Broder

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Henryk M. Broder

Bild, T:I:S, 31. Dezember 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Fast alle einschlägigen Experten

Hans Rühle* lügt sich durch die Kommerzpresse

 

Das Nuklearprogramm Irans befinde sich im entscheidenden Stadium, schrieb Hans Rühle in der Süddeutschen Zeitung vom 23. Oktober 2008. 

Knut Mellenthin auf hintergrund.de und SteinbergRecherche wiesen ihm nach, daß er sich die dazu passenden Aussage Mohamed ElBaradeis, des Generaldirektors der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), zusammengelogen hatte. Rühle hatte ElBaradei die Behauptung untergeschoben, der Iran könnte zu Weihnachten 2008 über eine Atombombe verfügen. ElBaradei hatte das Gegenteil gesagt.

Nun, einen Monat vor Weihnachten 2008, schlimmert Rühle nach. In Springers Welt vom 25. November 2008 wiederholt er zunächst, mit der durch Zeitablauf notwendig gewordenen Zeitverschiebung, seine Lüge über ElBaradei:

Am 20. Juni 2008 erklärte der Direktor der IAEA, al-Baradei, im arabischen Fernsehen unzweideutig, der Iran sei in der Lage, in sechs bis zwölf Monaten hoch angereichertes Uran für wenigstens eine Bombe zu produzieren...

 Weiter unten nimmt er sie halbwegs zurück:

Wie al-Baradei in seinem Interview vom Juni 2008 noch glauben konnte, Voraussetzung des Beginns der Hochanreicherung von Uran sei die Kündigung des Atomwaffensperrvertrags durch den Iran und die Ausweisung der Inspektoren der IAEA,

die Voraussetzung in ElBaradeis Aussage nämlich, die Rühle in der Süddeutschen unterschlagen hatte, so Rühle nun,

bleibt ein Rätsel.

 Anschließend hält er ElBaradei fehlende Allwissenheit vor:

Al-Baradei geht offenbar davon aus, dass die Produktion von waffenfähigem Uran zwingend in der von der IAEA akribisch überwachten Anlage in Natanz stattfindet.

Er jedoch weiß um das Wissen anonymer Experten, denn:

Davon kann aber nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand keine Rede sein. Fast alle einschlägigen Experten gehen davon aus...

Die üble Posse umwickelt Rühle mit der Angriffskriegsdrohung des künftigen Vizepräsidenten Joe Biden,

ein Präsident Obama werde garantiert innerhalb der ersten sechs Monate seiner Amtszeit durch eine internationale Krise "getestet" (1)

und gibt sie als Hinweis dafür aus, daß der Iran in der gleichen Zeit seine Bombe fertig haben könnte.

 Ach, und oh weh: In der Schweiz, so Informations-Experte Rühle,

... hatten 2004 spezielle Ermittler Datenträger und Dokumente sichergestellt, die über mehr als ein Gigabyte an verschlüsselten Informationen über nukleare Waffen enthielten.

Mehr als ein Gigabyte. Bei Saturn am Hauptbahnhof gibt’s nicht ’mal mehr Sticks mit kleinerem Speicher. Auf vier Gigabyte passen dann die bio-chemischen Waffen auch noch drauf.

T:I:S, 26. November 2008

 *Hans Rühle war von 1982 bis 1988 Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium. Anschließend baute er die berüchtigte Bundesakademie für Sicherheitspolitik auf und war für die Nato tätig.

Anmerkung

(1) Rühle bezieht sich auf die Rede Joseph Bidens vom 21. Oktober 2008 bei einem Fundraising-Dinner im Sheraton-Stadthotel von Seattle, Washington, siehe Joseph Robinette Biden, Jr., genannt Joe

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08springer.htm#Ruehle 

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Ich frage euch: 

Wollt ihr die totale Verblödung? Wollt ihr sie, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir sie uns heute überhaupt erst vorstellen können? 

Video, 17 Minuten, T:I:S, 20. November 2008

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Rafael Seligmann, deutscher Zionist, 

reiht Lüge an Lüge. In Springers Bild darf der Kriegshetzer sich austoben: 

Der Hitler unserer Tage heißt Ahmadinedschad. Irans Präsident ruft zur Vernichtung Israels auf. Seine Wissenschaftler entwickeln Kernwaffen und Raketen. Ihr Ziel ist die Ermordung von Millionen Israelis. Die Welt hebt den Zeigefinger – und lässt den Möchtegern-Mörder gewähren. Statt am 9. November folgenlos toter Juden zu gedenken, müssen wir neue Morde verhindern. Nicht nur an Juden. Auch an Christen im Sudan. Dort erschlugen Islamisten zwei Millionen Menschen. 

Zu Ahmadinedschad siehe Bundeszentrale für politische Bildung, zu den Millionen-Angaben siehe Sudan. Zu Seligmanns Gesinnungsgenossen siehe Zionismus

T:I:S, 13. November 2008. Dank an Claudia Karas

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Homogenisierung

Carolin Emcke hat einen Beitrag von Dr. Nikolaus Fest, Mitglied der Bild-Chefredaktion rezensiert. Der verkappte Rassist lege eine gesellschaftliche Homogenisierung nahe; ob durch Einreiseverbot, Zwangskonversion, Vertreibung, Deportation oder Völkermord, bleibe der Leserschaft überlassen.

T:I:S, 23. September 2008

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Hartes Brot

Stephanie Rupp, Die Welt, behauptet, im Iran reiße man sarkastische Witze über Ahmadinedschad. Ihre Beispiele sind, selbst am Welt-Maßstab gemessen, so albern und so muffig, daß man meinen könnte, die Iraner hätten dann ja wohl noch Glück mit ihrem Präsidenten, der bekanntlich weder albern noch muffig ist. 

Das aber wollte die Journalistin uns sicher nicht vermitteln. Hat sie sich die Witze selber ausdenken müssen?

Wahrlich ein hartes Brot, der Reklame- und Propagandajournalismus.

T:I:S, 19. September 2008

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Joachim Steinhövel, Bildzeitung, nach Zimbabwe

Mugabe muß sofort, notfalls auch mit militärischer Hilfe, gestürzt werden.  Regimewechsel jetzt.

 Video, eine Minute. 

Steinhövel und alle Journalisten gleicher Ansicht müssen sofort, notfalls mit Teppichmessern bewaffnet, in Zimbabwe an die Arbeit gehen. Medienregimewechsel jetzt.

T:I:S, 30. Juni 2008

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Thomas Immanuel Steinberg 

Tägliche Mondfinsternis

Springer macht Die Welt für Leser, die sich wohlfühlen bei der Zerschlagung Afghanistans und der weiteren Verarmung der Armen, bei Videoüberwachung und Polizeiprügelei. Bild wird für die selben Leute gemacht, jedoch nicht zum Lesen, allenfalls zum Blättern: Denn Bild übertönt die Schmerzen derer, denen es schlechter geht, es macht die Leser dumm. Welt-Leser wissen das und genießen still – oder rümpfen die Nase über die Dummen. 

Stefan Niggemeier betreibt eine Bild-kritische Internetseite, den BILDblog, weil ihm unwohl ist bei all den Dummheiten, die Bild unters Volk bringt. Stand da doch grad, in scheinbar belehrender Absicht, die Mondphasen gebe es wegen der Erde, die sich allmählig vor die Sonne schiebt. BILDblog stellte richtig: Bei Neumond, Sichel, Halb- und Vollmond zeigt der Mond jeweils zunächst die von der Sonne unbeschienene und nach und nach die beschienene Seite. Das andere ist eine Mondfinsternis, die nicht jeden Tag vorkommt. 

Niggemeier betreibt Aufklärung. (1) Das mißfällt den Lesern Der Welt, schon gar dem dünkelhaftesten ihrer Schreiber, dem Börne-Preisträger Broder. BILDblog würde sich an den Bild-Blödheiten erregen, assoziiert er muffig aus eigenem Gemächte, und mokiert sich über die Mützen, die BILDblog zur Deckung der Ausgaben verkauft. Jetzt ist ihm kannibalisch wohl, und auch fünfhundert Säuen.

T:I:S, 22. Februar 2008

Anmerkung

(1) Durchaus wirkungsvoll: Niggemeier berichtete kürzlich unter Verweis auf epd, dass Springer BILDblog wegen dessen Beschwerden beim Presserat sperren lassen will. Dank an Schmidt-Polyglott

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Thomas Immanuel Steinberg 

Die Brechstange 

Den kapitalistischen Vereinigten Staaten und ihren engsten Verbündeten, darunter Israel, droht die größte Wirtschaftskrise ihrer Geschichte. Die fiskalischen Rettungsversuche der US-Regierung werden scheitern. (1) Die Vereinigten Staaten und Israel drängen daher auf Ausweitung ihrer Kriege in aller Welt und auf rigorose Unterdrückung der Völker im eigenen Herrschaftsbereich.

Der Springer-Konzern ist die Hauptstütze der US-amerikanisch-israelischen Kriegs- und Unterdrückungspolitik in Deutschland. Auf Bild online erteilt der Konzern dem Rechtsanwalt und Moderator Joachim Steinhöfel per Video das Wort:

 

Steinhöfel spricht – Meine Meinung zum Afghanistan-Einsatz 

Die Entsendung eines Kampfverbandes der Bundeswehr nach Afghanistan steht bevor. Diese Entscheidung und deren unmißverständliche  politische Unterstützung sind lange überfällig. Die Gefechte mit den Taliban in Afghanistan sind dabei nur ein Teil eines größeren Konflikts. Andere Schauplätze sind der Gazastreifen, Libanon, Syrien, der Irak, der Iran, Sudan und Pakistan.

Es ist der historische Konflikt von Freiheit, Menschenwürde, Demokratie, Religionsfreiheit und der Herrschaft des Rechts mit der primitiven Kultur des Islamofaschismus, der all diese Werte verneint. Jahrzehnte von multikultureller Gehirnwäsche haben viele Europäer zu der naiven Überzeugung gebracht, man könne mit dem Bösen verhandeln, gleich, ob es in Gestalt der Taliban, der iranischen Mullahs oder Osama bin Ladens erscheint. Mit Menschen, die Geiseln vor laufender Kameras (sic) die Köpfe abschneiden, verhandelt man nicht. Man fängt oder man tötet sie.

Auch Deutschland wurde vor Jahrzehnten auf diese Weise befreit. Amerikaner, Briten, Kanadier und Niederländer kämpfen in Afghanistan. Es wäre moralisch wie politisch verabscheuungswürdig, sie dabei im Stich zu lassen.

 

Der Springer-Konzern treibt die herrschende Klasse in Deutschland zu stärkerer Beteiligung an den US-amerikanisch-israelischen Feldzügen. Vor allem aber will er den Widerstand gegen den Weltkrieg der USA und Israels brechen – mit Steinhöfel als Brechstange. 

T:I:S, 19. Januar 2008

Anmerkung

(1) Auch das 140-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket von Präsident George W. Bush konnte die Anleger nicht zum Aktienkauf bewegen.Der Leitindex Dow der Standardwerte verlor am Freitag 0,5 Prozent auf 12 099 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,6 Prozent auf 1325 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,3 Prozent auf 2340 Stellen nach. Auf Wochensicht verlor der Dow 4,02 Prozent, die Nasdaq 4,1 Prozent und der S&P 5,4 Prozent. Handelsblatt, 20. Januar 2008. 

T:I:S, 21. Januar 2008

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