Welt und Bild von Springer

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Ältere Beiträge zu Welt und Bild von Springer unter BILD-Zeitung, Faschismus, Faschismus, Faschismus und Peter Tamm. T:I:S, 19. Januar 2008

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Thomas Immanuel Steinberg 

Tägliche Mondfinsternis

Springer macht Die Welt für Leser, die sich wohlfühlen bei der Zerschlagung Afghanistans und der weiteren Verarmung der Armen, bei Videoüberwachung und Polizeiprügelei. Bild wird für die selben Leute gemacht, jedoch nicht zum Lesen, allenfalls zum Blättern: Denn Bild übertönt die Schmerzen derer, denen es schlechter geht, es macht die Leser dumm. Welt-Leser wissen das und genießen still – oder rümpfen die Nase über die Dummen. 

Stefan Niggemeier betreibt eine Bild-kritische Internetseite, den BILDblog, weil ihm unwohl ist bei all den Dummheiten, die Bild unters Volk bringt. Stand da doch grad, in scheinbar belehrender Absicht, die Mondphasen gebe es wegen der Erde, die sich allmählig vor die Sonne schiebt. BILDblog stellte richtig: Bei Neumond, Sichel, Halb- und Vollmond zeigt der Mond jeweils zunächst die von der Sonne unbeschienene und nach und nach die beschienene Seite. Das andere ist eine Mondfinsternis, die nicht jeden Tag vorkommt. 

Niggemeier betreibt Aufklärung. (1) Das mißfällt den Lesern Der Welt, schon gar dem dünkelhaftesten ihrer Schreiber, dem Börne-Preisträger Broder. BILDblog würde sich an den Bild-Blödheiten erregen, assoziiert er muffig aus eigenem Gemächte, und mokiert sich über die Mützen, die BILDblog zur Deckung der Ausgaben verkauft. Jetzt ist ihm kannibalisch wohl, und auch fünfhundert Säuen.

T:I:S, 22. Februar 2008

Anmerkung

(1) Durchaus wirkungsvoll: Niggemeier berichtete kürzlich unter Verweis auf epd, dass Springer BILDblog wegen dessen Beschwerden beim Presserat sperren lassen will. Dank an Schmidt-Polyglott

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Thomas Immanuel Steinberg 

Die Brechstange 

Den kapitalistischen Vereinigten Staaten und ihren engsten Verbündeten, darunter Israel, droht die größte Wirtschaftskrise ihrer Geschichte. Die fiskalischen Rettungsversuche der US-Regierung werden scheitern. (1) Die Vereinigten Staaten und Israel drängen daher auf Ausweitung ihrer Kriege in aller Welt und auf rigorose Unterdrückung der Völker im eigenen Herrschaftsbereich.

Der Springer-Konzern ist die Hauptstütze der US-amerikanisch-israelischen Kriegs- und Unterdrückungspolitik in Deutschland. Auf Bild online erteilt der Konzern dem Rechtsanwalt und Moderator Joachim Steinhöfel per Video das Wort:

 

Steinhöfel spricht – Meine Meinung zum Afghanistan-Einsatz 

Die Entsendung eines Kampfverbandes der Bundeswehr nach Afghanistan steht bevor. Diese Entscheidung und deren unmißverständliche  politische Unterstützung sind lange überfällig. Die Gefechte mit den Taliban in Afghanistan sind dabei nur ein Teil eines größeren Konflikts. Andere Schauplätze sind der Gazastreifen, Libanon, Syrien, der Irak, der Iran, Sudan und Pakistan.

Es ist der historische Konflikt von Freiheit, Menschenwürde, Demokratie, Religionsfreiheit und der Herrschaft des Rechts mit der primitiven Kultur des Islamofaschismus, der all diese Werte verneint. Jahrzehnte von multikultureller Gehirnwäsche haben viele Europäer zu der naiven Überzeugung gebracht, man könne mit dem Bösen verhandeln, gleich, ob es in Gestalt der Taliban, der iranischen Mullahs oder Osama bin Ladens erscheint. Mit Menschen, die Geiseln vor laufender Kameras (sic) die Köpfe abschneiden, verhandelt man nicht. Man fängt oder man tötet sie.

Auch Deutschland wurde vor Jahrzehnten auf diese Weise befreit. Amerikaner, Briten, Kanadier und Niederländer kämpfen in Afghanistan. Es wäre moralisch wie politisch verabscheuungswürdig, sie dabei im Stich zu lassen.

 

Der Springer-Konzern treibt die herrschende Klasse in Deutschland zu stärkerer Beteiligung an den US-amerikanisch-israelischen Feldzügen. Vor allem aber will er den Widerstand gegen den Weltkrieg der USA und Israels brechen – mit Steinhöfel als Brechstange. 

T:I:S, 19. Januar 2008

Anmerkung

(1) Auch das 140-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket von Präsident George W. Bush konnte die Anleger nicht zum Aktienkauf bewegen.Der Leitindex Dow der Standardwerte verlor am Freitag 0,5 Prozent auf 12 099 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,6 Prozent auf 1325 Zähler und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,3 Prozent auf 2340 Stellen nach. Auf Wochensicht verlor der Dow 4,02 Prozent, die Nasdaq 4,1 Prozent und der S&P 5,4 Prozent. Handelsblatt, 20. Januar 2008. 

T:I:S, 21. Januar 2008

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