Udo Ulfkotte

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Siehe auch Udo Ulfkotte bei Wikipedia, Hans-Peter Raddatz, Islamophobie und Judäophobie

 

Wirres Zeug

Am Donnerstag, dem 4. Dezember 2008 um 11:00 Uhr findet vor dem Oberlandesgericht Frankfurt, Zeil 42, Saal 107, ein Prozess statt, bei dem Udo Ulfkotte in zweiter Instanz versucht, eine Klage wegen vermeintlicher Beleidigung seines Vereins “Bürgerbewegung Pax Europa” durchzusetzen, teilt die Anti-Nazi-Koordination Frankfurt am Main mit.

Ulfkotte ist jedoch inzwischen aus eben dem Verein ausgetreten, dessen Ruf er gerade gerichtlich zu retten versucht. Er bemüht sich nun um eine "Zusammenarbeit aller seriösen islamkritischen Kräfte".  Siehe auch Rassisten wollen zusammenrücken 

T:I:S, 3. Dezember 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Anzeige wegen Verurteilung einer Anzeige

Der Kopp-Verlag, der mit Hetze gegen Muslime ein Buch von Udo Ulfkotte vertreibt, hat nach eigenem Bekunden Anzeige gegen den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Sckerl erstattet. Der Verlag spricht von 

Vorermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Boykottaufruf gegen Sachbuch-Bestseller

Ein Staatsanwalt hat den Sachverhalt zu erforschen, wenn er von dem Verdacht einer Straftat Kenntnis erhält, siehe §160 StPO, bevor er Anklage erhebt. Der Vorgang heißt Ermittlungen. Was denkt sich der Kopp-Verlag dabei, wenn er dem Staatsanwalt Vorermittlungen zuschreibt? Hat etwa der Staatsanwalt von dem Verdacht einer Straftat gar keine Kenntnis erhalten? Warum aber sollte er dann auch nur einen Finger rühren? Würde er sich damit nicht selber strafbar machen? 

Und ein Verdacht auf Boykottaufruf? Ist der Verlag tatsächlich der Meinung, es sei strafbar, von Kauf oder Lektüre eines Buches abzuraten? Und zwar dringend, wie im Falle der Ulfkotteschen Schrift geboten?

Spaßvögel sitzen in der Firma, gefährliche Spaßvögel.

T:I:S, 3. Dezember 2008. Dank an Volker Bräutigam. Korrigiert, Dank an Knut Mellenthin

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08ulfkotte.htm#Anzeige  

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Vier Video-Clips mit Udo Ulfkotte 

Politisch korrekt, T:I:S, 25. November 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Hetze? Die Auswahl macht's.

Udo Ulfkotte hetzt. Inwiefern?

Die Anzeige des Kopp-Verlags im Bertelsmann-Massenblatt rtv für Ulfkottes „SOS Abendland“ besteht teils aus Tatsachenbehauptungen, teils aus Zitaten über Muslime. Im Internet liefert Ulfkotte für seine Tatsachenbehauptungen und seine Zitate 846 Quellenangaben. Die Quellen sind überprüfbar und halten möglicherweise einer Überprüfung stand. 

Die in den angegebenen Quellen behaupteten Tatsachen sind großenteils nicht überprüfbar. (1)

Es ist Ulfkottes Auswahl, die die Anzeige zur Hetze macht. Auch ein Judenfeind kann zweifelsfrei belegbare Zitate aus allen Ecken der Welt zusammentragen, die den Eindruck vermitteln, der Juden wegen stünde der Untergang des Abendlands bevor. Zitate über die deutsch-chilenische Colonia Dignitad, US-amerikanische Evangelikale, brasilianische Pfingstler und das Opus Dei würden von den Christen ebenfalls ein Bild des Grauens liefern.

Die Auswahl macht’s.

T:I:S, 18. November 2008

Anmerkung

(1) Ulfkotte erzählt laut idea.de die Geschichte von den Sparschweinen. Es "trennten sich immer mehr Banken von Sparschweinen, weil das Schwein im Islam als unrein gelte und man nicht muslimische Kunden verprellen wolle." Er hat sie aus einem belegbaren Zitat. Und sie ist erlogen.
B
eim ähnlich verfahrenden Henryk M. Broder ergab die Überprüfung von Zitaten über Muslime in mehreren gravierenden Fällen: Die zitierten Behauptungen waren frei erfunden, siehe Schweinepriester und Jubel-Perser, oder unglaubwürdig, siehe Henryk M. Broder passim.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08ulfkotte.htm#Hetze 

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Thomas Immanuel Steinberg

Flächendeckende Volksverhetzung durch Bertelsmann

In einer ganzseitigen Anzeige in „rtv – Das Fernsehmagazin ihrer Zeitung“ Nr. 44/2008 warb der Kopp-Verlag für ein Buch von Udo Ulfkotte. Die Bundestagsabgeordnete und bayerische Landessprecherin Der Linken, Eva Bulling-Schröter, hält die Anzeige für Volksverhetzung. Der Text steht weiterhin auf der Internetseite des Kopp-Verlags. (1)

Ulfkotte, Kopp-Verlag und rtv beschwören darin den Untergang des Abendlands. 

Das Supplement rtv wird etwa 200 Zeitungen in ganz Deutschland beigelegt und hat mehr als 12 Millionen Leserinnen. Verleger ist der Deutsche Supplement Verlag, ein Teil der avarto AG im Bertelsmann-Konzern. Die Holding des Konzerns gehört zu 23,1 % der Familie Mohn und zu 76,9 % der Bertelsmann Stiftung, dem wohl größten und mächtigsten ideologischen Strategen des deutschen, und damit des westeuropäischen Kapitals, siehe German Foreign Policy.

rtv hat sich inzwischen an versteckter Stelle (2) im Internet zu entschuldigen versucht: 

Wir entschuldigen uns für die Äußerungen, die in dieser Anzeige gemacht werden, auch wenn Sie [sic!] außerhalb unserer redaktionellen Verantwortung liegen.

rtv stellt sich blöd. Als sei der Zeitschriften-Verleger nicht für alles verantwortlich, was er verlegt. 

Läge rtv, und damit Bertelsmann, an einem friedlichen Zusammenleben in Europa und der Welt, so hätte rtv längst an gleicher Stelle in einer Folgeausgabe ganzseitig widerrufen. Stattdessen verweist rtv auf den Kopp-Verlag und der zurück auf Ulfkottes Machwerk

T:I:S, 17. November 2008. Dank an Werner Ruf. Dank

Anmerkungen

(1) Teilweise steht der Text bei buchhandel.de. Diese Internet-Seite offeriert die Online-Version des Magazins Buchjournal, herausgegeben vom Börsenverein des deutschen Buchhandels, und listet Ulfkottes Hetzschrift zur Zeit unter "Favoriten in der Untergruppe 'Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik'". Der Börsenverein verleiht jährlich den Friedenspreis des deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche. Dank an die Jägerin 

(2) Die rtv-Stellungnahme ist über die Stichwortsuche bei rtv nicht zu finden.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08ulfkotte.htm#Volksverhetzung

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Bernard Schmid...

... über Udo Ulfkotte und andere christlich-abendländische Kulturträger Ende September 2008 in Köln

T:I:S, 14. Oktober 2008. Dank an Michel

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Ihrem Ehemann... 

... Udo Ulfkotte zufolge 

suchen Tausende Türken nun nach Doris Ulfkotte – und wollen sie ermorden.

T:I:S, 24. Juni 2008

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Bloggen fürs Abendland

Dabei wird, so die Berliner Autorin und Islamismusexpertin Claudia Dantschke, einfach 

"alles, was negativ ist, aufgegriffen" und so ein einseitiges Bild des Islam gezeichnet. Das wäre, wie wenn zum Beispiel alle Überfälle von Neonazis in der ostdeutschen Provinz gesammelt und daraufhin alle Deutschen als Nazis bezeichnet würden, so Dantschke weiter. Auch würden Vorkommnisse verfälscht. So behaupte Buchautor Udo Ulfkotte, Vorsitzender des Vereins Pax Europa, der den Blog http://www.akte-islam.de/ betreibt, dass an zwei Berliner Schulen separate Eingänge für Muslime und Nichtmuslime eingerichtet worden seien [siehe Wetzlar Kurier, T:I:S]. Nach ihren Recherchen, so Dantschke, habe dies so nie stattgefunden. Vielmehr habe ein Jugendrichter in einem Zeitungsinterview mit dem Berliner "Tagesspiegel" erklärt, dass an einer Berliner Schule von Schülern inoffiziell ein Eingang für Türken und Araber eingerichtet worden sei. Mit seiner Darstellung aber suggeriere Ulfkotte, dass dieses ein offizieller Akt der Schule gewesen sei.

hagalil.com, Bericht in tachles vom 6. Juli 2007, T:I:S, 23. Mai 2008

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Michael Blume

Udo Ulfkotte und die Wissenschaft

... Die Machart ist völlig eindeutig: aus allen möglichen Quellen klaubt sich Ulfkotte ein völlig einseitiges, verzerrtes Verschwörungsgebäude zusammen, in dem wenig Wahrheit mit viel Islamophobie verrührt wird. Und nicht wenige seiner Anhänger freuen sich, nach Jahren der Ächtung des Antisemitismus endlich gegen eine andere religiöse Minderheit wieder nach Herzenslust hetzen zu dürfen...

Beitrag vom 22. Oktober 2007 unter Religionswissenschaft

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Weitere Beiträge des Religionswissenschaftlers Michael Blume mit Bezug auf Udo Ulfkotte:

Wird Deutschland islamisch? 

...Ein beliebter "Trick" aus dem islamophoben Bereich besteht beispielsweise darin, aus vergangenen, jährlichen Wachstumsraten (beispielsweise der Verdoppelung der Zahl der Muslime von der letzten Volkszählung 1987 bis zur bislang letzten offiziellen Schätzung des Bundesinnenministeriums in 2000 oder einer geschätzten Wachstumsquote von 6,6% zwischen 2000 und 2001) exponentiell in die Zukunft hinein zu rechnen (sogar mit Grafiken, beispielsweise auch bei Udo Ulfkotte). 

Mit dieser (gerne auch mit Berufung auf Malthus oder Darwin pseudoargumentativ abgestützten) "Annahme" lassen sich natürlich schnell Szenarien berechnen, nach denen die deutsche Bevölkerung zur Mitte des Jahrhunderts mehrheitlich aus Muslimen bestünde. Mit seriöser Wissenschaft hat das aber natürlich nichts mehr zu tun...

Beitrag vom 10. April 2007 unter Religionswissenschaft

Haben Muslime mehr Kinder? Zur Demographie des Islam in Deutschland

Haben religiöse Muslime, wie vor allem Islamkritiker wie Udo Ulfkotte publikumswirksam raunen, grundsätzlich mehr Kinder als ihre Ùmgebung? Auch mehr Kinder als z.B. religiöse Christen, Juden oder Hindus? 

Oder fügt sich auch der Islam in den demografischen Entwicklungspfad ein, den auch Europa beschritten hat: konfliktträchtige Bevölkerungsexplosionen in Agrargesellschaften, in denen v.a. Söhne Einkommen, Altersversorgung und Schatz verheißen und dann ein befriedender Geburteneinbruch in Industrie- und vor allem Wissensgesellschaften?...

Beitrag vom 10. Dezember 2007 unter Religionswissenschaft

Michael Blume Beitrag vom 10. Dezember 2007 unter Religionswissenschaft

Michael Blume erläutert seinen Blog.

T:I:S, 21. Mai 2008. Dank an die Teppichhändlerin

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Antimoslemisten fusionieren

Bürgerbewegung Pax Europa vereint früheren FAZ-Journalisten Ulfkotte mit Bürgerinitiativen gegen Moscheebau

Knut Mellenthin, T:I:S, 19. Mai 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Im Koben

 Udo Ulfkotte hütet die Schweine. Zum einen die toten, die zerlegten. Das sei geboten, denn: 

Vor allem auf Wochenmärkten spuckten Muslime auf Schweinefleisch. Die Metzger zeigten dies nicht an, weil sie fürchteten, Kunden zu verlieren.

So Ulfkotte laut christlichem Nachrichtenportal idea.de vom 9. März 2007 vor dem CDU-Kreisverband Lahn-Dill. 

Seine Hochwürden Herr Dr. Joseph Deckert, Doctor der Theologie, Ritter des päpstlichen Ordens vom heil. Grabe, verdienstvoller Pfarrer der St. Josephs-Votivkirche zu Weinhaus, glaubte ärgere Schweinereien. Als Prozeßgutachter schloß er nicht aus, es gebe für

Metzger die Anweisung, das Fleisch, das an Christen verkauft würde, vorher mit Urin zu besudeln.

Das berichtete das Fränkische Volksblatt, und 1931 der Stürmer, die Nazi-Zeitung. Der Prozeß hatte 1901 stattgefunden. Es ging aber nicht um Muslime, sondern um jüdische Metzger. (1) Nun weiß man zwar inzwischen, daß Juden sowas nicht machen. Umso dringender warnt Ulfkotte christliche Schweinefleischesser vor muslimischer Spucke.

Zum andern hütet Ulfkotte ganze Schweine, nämlich die, die vorm Zerhauen als Spardose dienen. Ulfkotte zufolge

trennten sich immer mehr Banken von Sparschweinen, weil das Schwein im Islam als unrein gelte und man nicht muslimische Kunden verprellen wolle.

Börne-Preisträger Henryk M. Broder hatte das Schmierenstück im Repertoire, bis er damit abschmierte, siehe Schweinepriester vom 3. Februar 2007. Ulfkotte suhlt sich weiter darin. 

T:I:S, 19. Mai 2008    

Anmerkung

(1) Hannelore Noack: Unbelehrbar? Antijüdische Agitation mit entstellten Talmudzitaten. Antisemitische Aufwiegelung durch Verteufelung der Juden. Dissertation 1999. University Press Paderborn. Verlag für wissenschaftliche Literatur GmbH 2001, S. 190 – 192

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Ulfkottes heiliger Krieg 

Ralf Hanselle verriß vor über einem Jahr ein Buch von Udo Ulfkotte über die Muslimbruderschaft. Doch weder Ulfkotte noch der Verlag ließen sich erschüttern: Ulfkottes heiliger Krieg tobt weiter im europäischen Handel. Daher hier ein Appetitmacher – auf den Verriß (1). 

Es gibt eine Politsatire, über die lacht heute noch halb Österreich. Sie reicht zurück in die Sommerfrische des Jahrs 2006; das Land stand kurz vor wichtigen Wahlen. Unter der Überschrift "Halbmond statt Gipfelkreuz" schickte da eine Wiener Künstlergruppe ein Schreiben an den österreichischen Alpenverein. Dessen Inhalt: Omar Al-Rawi, Integrationsbeauftragter der islamischen Glaubensgemeinschaft, bitte den Verein, die österreichischen Gipfelkreuze durch Halbmonde ersetzen zu lassen. Die traditionellen Kreuze seien als "Herrschaftszeichen des Christentums" zu verstehen und somit eine Beleidigung des Islams. Obwohl der Brief samt Absender offensichtlich gefälscht war, kam niemand in Wien auf die Idee, seine Echtheit zu überprüfen...

Wie ein begossener Pudel müsste sich .. der deutsche Journalist und selbst erkorene Experte für islamischen Terrorismus, Udo Ulfkotte, fühlen. Der nämlich wertet den Brief heute noch als Beleg für die schleichende Islamisierung des Abendlands. In seinem Buch Heiliger Krieg in Europa (2) führt er das Kreuz mit dem Gipfelkreuz neben weiteren Exempeln als eindeutigen Beweis dafür an, dass sich unter der Ägide der ägyptischen Muslimbruderschaft das christliche Antlitz Europas nach und nach in ein muslimisches verwandle. (3)

Vollkommen aberwitzig indes wird Ulfkottes Einschätzung, wenn man sich daran erinnert, dass derselbe Autor vor nicht allzu langer Zeit ein Buch über die Lügen der Journalisten publiziert hat - mithin gewissenhafte Recherche für den einstigen Redakteur der FAZ kein Fremdwort sein sollte. Da drängt sich der Verdacht auf, hier gehe einer mit überzogenen und falschen Behauptungen zielsicher auf Dummenfang. Die Halbmonde über Europas Gipfeln sind in diesem Buch wahrlich nicht der einzige Fall von journalistischem Schlendrian... 

T:I:S, 18. Mai 2008

P.S. eMail an den Eichborn-Verlag: 

Sehr geehrter Eichborn-Verlag,
gerade habe ich mein Publikum an die FR-Rezension des heiligen Kriegs Ihres Autors Udo Ulfkotte erinnert, siehe http://www.steinbergrecherche.com/08ulfkotte.htm#heiliger%20Krieg. Die Rezension erschien vor über einem Jahr.
In Ihrer Leseprobe unter http://www.eichborn-verlag.de/s2/default.asp?SeID=&id=16&tid=1872&x=1&y=1 reproduzieren Sie unbekümmert, worüber der Rezension zufolge halb Österreich gelacht hat. Sie sind mir gar rechte Spaßvögel!
Mit freundlichen Grüßen
Steinberg
 

Anmerkungen

(1) Ralf Hanselle: Ein Pudel heult den Halbmond an. Frankfurter Rundschau, 9. Mai 2007

(2) Udo Ulfkotte: Heiliger Krieg in Europa. Wie die radikale Muslimbruderschaft unsere Gesellschaft bedroht. Eichborn Verlag, Frankfurt 2007, 304 Seiten, 19,90 Euro

(3) "In den Alpenregionen fordern Muslime, auf den Gipfeln neben das 'Gipfelkreuz' künftig jeweils auch einen 'Gipfelhalbmond' zu stellen." Aus der Leseprobe des Eichborn-Verlags, ohne Datum; Stand 18. Mai 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Ulfkottes Steinigung

 

Am 11. Oktober 2006 berichtete die überregionale französische Tageszeitung Libération über einen Vorfall in einem Lyoner Collège, einer Mittelschule, der anfangs nur die Lokalpresse beschäftigt hatte, dann aber sogar die Staatsanwaltschaft. 

Am 4. Oktober 2006 standen Libération zufolge drei Mädchen aus der classe de troisième, der 10. Klasse, auf dem Hof beieinander. Eine davon kaut an ihrem Pausenbrot, da geht ein Junge an ihr vorbei und ruft ihr zu: „Du ißt?“ Ob das eine Feststellung, eine Frage oder gar eine Drohung war, konnten die Ermittler nicht klären. Wenig später jedenfalls bewarf ein anderer Junge die Mädchen mit Kies oder einzelnen Kieselsteinen (graviers). Die Mädchen erwidern das Feuer. Da bewerfen vier Jungen die Mädchen und verletzen eines, nicht das mit dem Pausenbrot, leicht am Auge. 

Die Polizei ermittelte, und der Staatsanwalt stellte fest: eine Schulhofrangelei, die aber Folgen für die Jungen haben kann. 

Nun zu Udo Ulfkotte. Am 18. Januar 2007, über drei Monate nach dem Bericht in Libération über das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, schrieb er bei juedische.at, einem üblen Internetauftritt, der weder mit der Jüdischen Zeitung, noch mit der Jüdischen Allgemeinen verwechselt werden darf: 

Niemand protestierte auch, als am 4. Oktober 2006 in der französischen Stadt Lyon muslimische Schüler eine Drittklässlerin auf dem Schulhof zu steinigen versuchten, weil sie zu Beginn des Ramadan auf dem Schulhof ein Pausenbrot gegessen hatte.

Wie kommt der Mann auf sowas? Die Drittkläßlerin hatte er offenbar aus seinen profunden Französischkenntnissen geschöpft. Aber: Niemand soll protestiert haben? Obwohl sogar der Staatsanwalt ermittelt hat? 

Ganz im Gegenteil gab es um die Sache in Lyon sofort einen Riesenradau. Ulfkottes Kollegen vom Provinzblatt „Le Progrès“ hatten zwar einen ordentlichen Bericht über den Vorfall abgeliefert, aber die Redaktion der Zeitung versah ihn mit der Überschrift: „Ramadan-Fasten: Tätlichkeiten gegen eine Mittelschülerin“. Und flugs hauten die Ulfkottes Frankreichs in die Tasten. „Steinigung in Lyon wegen Mißachtung des Ramadan“, qualmte es aus allen Kanälen, die so riechen wie juedische.at

Die Staatsanwaltschaft erklärte zwar nach den Ermittlungen: 

Niemand erwähnt den Ramadan , auch das Opfer selbst spricht nicht davon. 

Einem Ermittler zufolge würde nicht einmal unter den beteiligten Jungen das Ramadan-Fasten eingehalten. Doch das französische Internet stinkt noch immer nach der Ente, wie Auszüge aus der Gossenpresse mit gültigen Links bezeugen. Ulfkotte stänkert unkorrigiert weiter mit, jetzt auf "Jihad Watch Deutschland / Der heimliche Orientalismus Deutschlands, durchleuchtet von Fred Alan Medforth".

Aber: Nase zu beim Lesen!

T:I:S, 17. Mai 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Udo Ulfkottes Krieg im Dunkeln liegt im Stockdunkeln 

 

Der Autor Udo Ulfkotte zeigt sich von der einen Seite in seiner elektronischen Akte Islam. Er überschreibt sie so:

Für Europa - gegen Eurabien

Willkommen auf einer Informationsseite, die Ihnen redaktionell aufbereitete Nachrichten aus der Welt des islamischen Kulturkreises bietet. Links in der Menüleiste finden Sie die Rubrik Nachrichten und das Archiv. Wenn Sie gegen die Islamisierung Europas aktiv werden möchten, dann unterstützen sie bitte den gemeinnützigen Verein Pax Europa.

Darunter zwei Fotos vom 11. September 2001 in New York mit der Bildunterschrift:

We will never forget ... the victims ...

Seine andere Seite offenbart Ulfkotte als Autor von Krieg im Dunkeln*:

Während die Mossad-Abteilung „Politische Aktion und Verbindung“ die Auslandskontakte zu diplomatischen Einrichtungen und geheimdienstlichen Residenturen unterhält, sind die „Abteilung für Sondereinsätze“ (Abt. Metsada, zuständig etwa für Sabotage und vedeckte Attentate) und die Abteilung für psychologische Kriegführung (Abt. Lohama Psichologit, LAP) dafür zuständig, beispielsweise tendenziöse Berichterstattung in den Medien zu erzeugen und die mit Israel sympathisierenden Journalisten zu instruieren. Die Abteilungen Metsada und LAP wurden zum Beispiel während der schweren Unruhen in Frankreich im November 2005 gemeinsam aktiv: In den Städten Rouen, Lille, Nizza, Dijon, Straßburg, Marseille, Bordeaux, Rennes, Pau, Orleans, Toulouse schürten sie über Agents Provocateurs Unruhen, die sich bald auch über Lyon, Roubaix, Avignon, Saint-Dizier, Drancy, Evreux, Nantes, Dünkirchen, Montpellier, Valenciennes, Cannes und Tourcoing ausbreiteten.

Während Medien die vom Mossad lancierte Geschichte von einer spontanen Erhebung sozial schwacher Einwanderer aus den Vorstädten in der Öffentlichkeit verbreiteten, beobachtete man in westlichen Geheimdienstkreisen schon seit langem die Bemühungen des Mossad, in Frankreich, das seit Jahrzehnten proarabisch ausgerichtet ist, eine antiarabische und antimuslimische Stimmung zu schüren. Britische und deutsche Nachrichtendienstler berichteten mir im November 2005 übereinstimmend, dass man in den genannten Städten in einigen Fällen im Hintergrund auf israelische Agents Provocateurs gestoßen sei. Es sei aber unklar, ob der Mossad die Erhebungen, bei denen im Laufe von zwei Wochen mehrere Tausend Fahrzeuge angezündet wurden, ursprünglich auch initiiert oder aber nach deren Ausbruch nur insgeheim weiter geschürt habe.

Nach Angaben eines Gesprächspartners von MI6 verfolgt Israel mit solchen Aktionen das Ziel, Muslime in der öffentlichen Meinung generell als unberechenbare Bedrohung erscheinen zu lassen, die nicht integrationsfähig seien. In Deutschland wie auch in Großbritannien habe man erkennen müssen, wie leicht es einer „geschickt agierenden Psy-Op-Truppe“ (Abteilung für psychologische Kriegführung) inzwischen gemacht werde, innerhalb Europas binnen kürzester Zeit Aufstände von gewaltigem Ausmaß zu schüren oder gar zu provozieren. Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy hatte mit markigen Worten Teile der französischen Bevölkerung hinter sich geeint, als er die Protestierer „Abschaum“ nannte und sagte, diese müssten ausgekärchert werden. Es ist wohl ein Zufall, dass Nicolas Sarkozy aus einer Familie jüdischen Glaubens stammt und wirklich ohne Absicht mit seinen provozierenden Worten die Stimmung gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe in Frankreich schürte.

Wie paßt Ulfkottes elektronische zu seiner gedruckten Seite? Wie passen schleichende Islamisierung und  heraufkriechendes Eurasien, gegen die es aktiv zu werden gilt, mit Lockspitzeln des Mossad und israelisch geschürten und provozierten Araber- und Moslem-Aufständen zusammen? (1) Worin liegt die Gefahr, und von wem geht sie aus?

Dunkel sind die Nachrichten, im Stockdunkeln bleiben die Quellen. Zwar

beobachte man in westlichen Geheimdienstkreisen... 

und 

britische und deutsche Nachrichtendienstler berichteten... im Hintergrund ... Es sei aber unklar...

und 

Nach Angaben eines Gesprächspartners... habe man erkennen müssen

Ulfkotte erwähnt wohl zufällig die Abstammung aus einer Familie jüdischen Glaubens und schürt wirklich ohne Absicht die Stimmung gegen diese und jene Gruppe. Denn im Stockdunkeln liegt der Krieg, der ihn umnachtet.

 

* Udo Ulfkotte: Der Krieg im Dunkeln. Die wahre Macht der Geheimdienste, S.56f. Hervorhebungen von T:I:S. Eichborn 2006. 384 Seiten, (D) € 22,90 

T:I:S, 9. Mai 2008

Anmerkung

(1) Ulfkotte hat laut Daily Sketch in einer Mail-Korrespondenz bestritten, er habe geschrieben, was er über den Mossad in Frankreich geschrieben hat. "As I wrote with my last mail I have written what I heared from my intelligence sources. And I personally don`t think that the Mossad was/is behind that", holpert er sich durchs eigene Meinungsgestrüpp. T:I:S, 22. Mai 2008 

*

Steinberg Recherche Referent Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben

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