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Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter? Ältere Beiträge unter Verschwörungspraxis; Zu Mearsheimer und Walt siehe Nationales Interesse
Howard The CowardHoward Zinn auf die Frage, ob er die US-amerikanische Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen wolle, daß Architekten, Ingenieure, Feuerwehrleute und viele andere die Bush-Version über den 11. September 2001 für Mumpitz halten und geplante Sprengung der drei Süd-Manhattan-Türme als Ursache für die Zusammenstürze herausgefunden haben:
Andere Feiglinge sind Noam Chomsky und Alexander Cockburn (CounterPunch), siehe Prison Planet, Englisch, und Infokrieg.tv, Rohübersetzung. Die Frage an Zinn und Zinns schnippische Antwort sind hörenswert. Video, drei Minuten. T:I:S, 20. November 2008. Siehe auch Der dritte Turm *Wir sind wirklich in den Fängen einer verschworenen Gruppe aus Finanzwirtschaft, Wissenschaft und PolitikAlbrecht Müller, NachDenkSeiten, 21. Oktober 2008, T:I:S, 1. November 2008 *Blühende Verschwörungsfantasie"Damit das Interesse der Welt [an den Palästinensern, T:I:S], die sich gelegentlich auch mit der Lage in Darfur und in Tibet beschäftigen möchte, nicht nachlässt, werden in unregelmäßigen Abständen Krisen inszeniert, wie die Machtübernahme der Hamas in Gaza". Spiegel, T:I:S, 8. Mai 2008 *Thomas Immanuel SteinbergDer dritte TurmZwei Türme krachten am Morgen des 11. September 2001 in Manhattan zusammen: Auf Videoclips im Netz ist das Ende von WTC1 und WTC2 zu sehen. Die Flugzeuge hätten mit ihrem brennenden Kerosin jeweils das Stahlgerippe so aufgeweicht, daß erst das Dachgeschoß, dann das nächste, dann die dritte Decke und so weiter, wie Pfannkuchen aufeinander gefallen seien, bis zur Straße runter. Haben die Bush-Leute behauptet, und auch die Untersuchungskommission. Da habe ich, so schnell ich konnte, von 0 bis 110 gezählt, denn beide Türme hatten 110 Etagen; und dafür 45 Sekunden gebraucht. Gesetzt, jede einzelne Etage hätte soviel Zeit für Lockerung, Loslösung, Absturz und Aufklatschen auf die Etage darunter gebraucht, wie ich mindestens brauche, um die Nummer auszusprechen – dann hätte also jede Turmvernichtung 45 Sekunden gedauert. Doch der Zusammensturz von WTC1 und 2 hat nicht jeweils 45,
sondern bloß 15 Sekunden gedauert. Die Türme stürzten fast dreimal schneller
vollständig in sich zusammen, als ich die Nummern der Etagen überhaupt aufzählen
kann. Die Pfannkuchenthese von Bush ist Mumpitz. Manche wissen
das, andere ahnen es, dritte bestreiten es. Für die, extra für die Ungläubigen, stürzte am
Nachmittag des 11. September 2001 ein dritter Turm ein, gegen den nichts
krachte: das WTC7. Manche wissen das, alle können es nachgucken. WTC7
stürzte noch schneller ein als WTC1 und WTC2, denn dieser Turm hatte nicht 110,
sondern bloß 47 Etagen, war somit aber immerhin noch zehnmal so hoch wie ein
Hamburger Wohnhaus. Ein CNN-Video
(50-Sekunden-Ausschnitt) zeigt uniformierte Personen, die am WTC7 Zivilpersonen
auffordern, wegzugehen: das Gebäude werde augenblicklich ebenfalls zusammenstürzen.
Das WTC7 stürzte kurz darauf tatsächlich nahezu in Fallgeschwindigkeit vollständig
zusammen, ebenso wie WTC 1 und 2. Das WTC7 wurde gesprengt – sagte auch der Eigentümer des WTC-Komplexes, Silverstein: Es sei durch den Einsturz von WTC1 und 2 erschüttert und durch Feuer beschädigt worden: „And they made that decision to pull and we watched the building collapse“ (Video, 24-Sekunden-Ausschnitt). Um ein Gebäude zu sprengen, ohne daß es die Umgebung verwüstet,
müssen Sprengmeister die Baupläne hervorholen, lesen, verstehen, sie müssen
Berechnungen anstellen, Sprengsätze in allen Höhen, Breiten und Längen des
Gebäudes anbringen und miteinander verkabeln (1) und Kontrollberechnungen anstellen.
Das dauert, und zwar ein paar Wochen. Silverstein hat also gelogen: Die Sprengung des WTC7 wurde
nicht ad hoc entschieden, sondern war längst geplant und vorbereitet – –
ebenso wie die Sprengung von WTC1 und 2. Eigentlich ganz einfach. Jetzt kommt der schwierige Teil. Warum steht, was so klar ist, auf Tausenden Internetseiten, zum Beispiel bei SteinbergRecherche, aber nicht in der Süddeutschen Zeitung oder im Stern? Eine Verschwörung? Nein. Das ist ganz normaler Kapitalismus: Es rentiert sich nicht. T:I:S, 28. März 2008. Siehe Elfter September, dort weitere Verweise Anmerkung (1) Richard Gage teilte in Hamburg, Haus Rissen, am 18. November 2008 dem Publikum mit, daß die Zündkabel inzwischen häufig durch kabellose elektronische Zündverbindungen ersetzt sind. T:I:S. Siehe auch Architekten und Ingenieure für 9/11-Wahrheit URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/08verschwoerungstheorie.htm#Turm *Thomas Immanuel SteinbergDas KomplottTheorie und EmpirieEine Theorie über ein Phänomen kann falsch sein oder richtig. Sie kann für die Praxis taugen oder empirisch, also durch Tatsachen, widerlegt werden. Gleiches gilt für eine Theorie über ein Komplott, auch Verschwörung genannt. Eine Verschwörungstheorie mag sich als Humbug herausstellen: Niemand hatte sich je verschworen; ganz andere Verschwörer waren zugange; oder eine andere Theorie erkärt das Phänomen weit plausibler. Eine Verschwörungstheorie mag sich jedoch als richtig erweisen, und die Fälle aus der Verschwörungspraxis sind endlos, wie ich merkte, als ich sie vorübergehend sammelte. Eine falsche oder einfach blöde Verschwörungstheorie sollte nicht als Theorie, sondern als Verschwörungsfantasie oder als Verschwörungsmythos bezeichnet werden. Auch solche Mythen sind Legion. Verbergen gehört zum Handwerk Annie Lacroix-Riz, die mit allen wissenschaftlichen Wassern gewaschene Marxistin, weist Verschwörungen den Platz zu, der ihnen aufgrund zeitgeschichtlicher Forschung zukommt. Kapitalisten und die übrige Herrschaftselite müssen ihr Planen und Handeln vor den arbeitenden Massen und voreinander verbergen, wollen sie ihren Profit und ihre Macht sichern. Ob aber gelingt, was sie aushecken, hängt vom internen Kräfteverhältnis ab und vom Kräfteverhältnis zwischen ihnen und den arbeitenden Massen. Ein herrschaftselitäres Komplott scheitert, wenn Kapitalfraktionen ausscheren, weil sie eine andere Strategie verfolgen; oder wenn die arbeitenden Massen klug und entschlossen dagegen angehen. Ein Herrschaftmittel Das Komplott ist ein Herrschaftsmittel neben anderen: dem falschen Versprechen; der Einschüchterung; der Korruption; der Propaganda; der Hierarchisierung; der Spaltung; der Androhung und schließlich dem Einsatz von Gewalt. Aber das Komplott ist ein Herrschaftsmittel. Gelegentlich freilich verschwören sich Fraktionen der herrschenden Klasse gegen eine dominierende Fraktion, zum Beispiel beim Staatsstreich. Verschwörungen von Beherrschten führen selten zum Erfolg. Denn die Beherrschten können gegen die Herrscher kaum mehr als ihre große Zahl ins Feld führen. Auch wandeln sich erfolgreiche Verschwörer aus den beherrschten Schichten recht schnell selber zu Herrschern. Die Erarbeitung einer Verschwörungstheorie So zählt die Aufdeckung von Verschwörungen zu den vornehmsten Aufgaben von Zeithistorikern und Politikwissenschaftlern. Sie müssen im Zuge der Tatsachenerforschung eine Theorie entwickeln, und wenn Tatsachen dafür sprechen, eine Verschwörungstheorie. Sie müssen diese Verschwörungstheorie, zunächst bloß Verschwörungshypothese, an vielen Tatsachen überprüfen. Denn die Mythen sind Legion, zumal die Mythen, die den Herrschern nutzen. Sie sind also Kriminalisten, ebenso wie Recherchierjournalisten, ein Schweizer Ausdruck; oder wie mutige Staatsanwalte in Italien, die dort, wie bei uns nur die Richter, nicht an Weisungen der Exekutive gebunden sind. Massenillusionen Verschwörungsrecherche ist letztlich lebensgefährlich, zunächst aber vor allem schwierig. Denn andere Herrschaftsmittel wie offene oder völlig verborgene Korruption, Einschüchterung und Spaltung wirken in die Massen hinein. Auch hegen die Massen häufig die Illusion, ihre Herrscher seien ihnen halbwegs gesonnen; eine Illusion, die die Herrscher sorgsam nähren. Insbesondere die Massen in parlamentarischen Demokratien glauben an ihren Einfluß auf das politische Geschehen. Sie unterschätzen in der Regel den über-parlamentarischen Einfluß des Kapitals auf die Zentralbank, die herrschenden Parteien, den Staatsapparat, die Medien, die Kirchen, den eigenen Angestelltenapparat und die übrigen gesellschaftlichen Einrichtungen. Die Enttäuschung schmeckt bitter Und wenn die Massen einmal den Herrschern mißtrauen, so hoffen sie doch auf deren Eintreten für essentielle kommunale oder nationale Belange. So bangt eine, wenn auch abnehmende starke Minderheit in den USA, ihre Herrschenden mögen nichts mit den Attentaten vom 11. September 2001 zu tun gehabt haben. Denn die Einsicht, daß über 3000 New Yorker mit Einverständnis und Zutun der eigenen Herrschaftselite ins Jenseits befördert wurden, schmeckt bitter. La synarchie Annie Lacroix-Riz verkündet in dem Buch Le choix de la defaite und ihren Vorträgen die Einsicht aus aller Akteneinsicht: In den dreißiger und Anfang der vierziger Jahre setzte sich die Fraktion der französischen Herrschaftselite durch, die die Niederlage des eigenen Landes begrüßte. Der eine Grund dafür war Lacroix-Riz zufolge, daß der Schuldner Deutschland am Leben erhalten werden mußte, sollte der eigene Profit nicht in Gefahr geraten. Daher belieferte das französische Kapital Deutschland mit Erz und Bauxit, Grundstoffe für die Waffen und Flugzeuge im bevorstehenden Krieg sowohl gegen die Sowjetunion, als auch gegen Frankreich selbst. Die französische Herrschaftselite rüstete das eigene Land ganz bewußt nicht gegen den drohenden Überfall. Denn da gab es den anderen Grund: Die „synarchie“, die Kapitalfraktion, die das Komplott gegen die eigenen Massen geschmiedet hatte und sich durchsetzte, fürchtete, der Massen anders nicht mehr Herr zu werden; sie ließ die deutsche Wehrmacht zuhilfe kommen, und mit ihr die SS und die Gestapo. Unter deutscher Besatzung und Vichy-Regierung war der Lohndrückerei kein Ende. Die männlichen Franzosen verloren zwischen 1940 und 1945 buchstäblich an Gewicht: durchschnittlich 12 Kilo. Die Einsicht in dieses Komplott ist bitter, bitter für die Franzosen. Sie könnte die Massen das Fürchten lehren. Auch das deutsche Kapital hat alle, alle Herrschaftshebel in Bewegung gesetzt, um die Massen hinter seine völkerrechtswidrigen, grundgesetzwidrigen, strafgesetzwidrigen Kriege und Kriegspläne zu bringen. Es gilt, das Komplott detailliert aufzudecken. T:I:S, 1. Februar 2008, redigiert am 2. Februar 2008 *Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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