Die Anti-Linken

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Siehe auch Christiane Schneider, MdBü, Hamburg, Zionistische Provokationen, Die Antideutschen, Partei Die Linke, Kriegsjuden und die Sammlung interner Links unter Israel

 

Links

Weitere Beiträge über den Hamburger Streit B5 gegen B-Movie / Kritikmaximierung 

Verweisstruktur. Aufklärung gescheitert. Durch die zunächst verhinderte Vorführung des Claude-Lanzmann-Films "Warum Israel" hat die Gruppe "Kritikmaximierung Hamburg" von sich reden gemacht. Doch wofür stehen die Kritikmaximierer eigentlich? Ein Annäherungsversuch. Lena Kaiser, taz, 15. Januar 2010

Hamburger Streit um Pourquoi Israel oder: „Palästina“ = „Israel“? MondoPrinte, 18. November 2009

Bloß keine Kritik an der Kritikmaximierung! Oder: Warum das Gegenteil von etwas Schlechtem nicht immer unbedingt etwas Gutes sein muss. victordearroyo, 26. November 2009

T:I:S, 18. Januar  2010

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Kommunistische Assoziation Hamburg, KAH

Kein Ende der »antideutschen« Kampagne gegen Linke in Hamburg

Presseerklärung, Hamburg, Freitag, 15. Januar 2010

Hamburger Musikclub Übel & Gefährlich und Regisseur Claude Lanzmann beteiligen sich an „antideutscher“ Kampagne gegen Linke. Zur Vorführung des Films „Warum Israel“ am 18. Januar 2010

Am kommenden Montag zeigt der Hamburger Musikclub »Übel & Gefährlich« den Film »Warum Israel« des französischen Regisseurs Claude Lanzmann. Lanzmann wird sein Werk anschließend mit dem Herausgeber der »antideutschen« Zeitschrift »Konkret«, Hermann Gremliza, und dem Philosophen Klaus Theweleit diskutieren... [Lanzmanns] Engagement für eine rücksichtslose israelische Besatzungs- und Kriegspolitik paßt perfekt in die ›antideutsche‹ Ideologie, in der es gilt, die westliche Welt gegen die ›barbarischen Muslime‹ zu verteidigen und linke und demokratische Kräfte als ›Antisemiten‹ zu denunzieren...

Kommunistische Assoziation Hamburg, T:I:S, 16. Januar 2010

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VVN-BdA-Vorsitzender Fink distanziert sich von den Hamburger Anti-Linken

Heinrich Fink ist Professor für Theologie und Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Von 1990 bis zu seiner Abwicklung 1992 war er Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin, von 1998 bis 2002 Mitglied des Bundestages für die damalige PDS.

Die junge Welt befragte Heinrich Fink zum Ausscheren des Berliner Landesverbandes aus dem Konsens über anti-linke sogenannte antideutsche Gruppen.

?
... Jedoch scheint eben diese Position beispielsweise vom Berliner Landesverband der VVN-BdA keineswegs geteilt zu werden. Die Landesvereinigung mischte sich in die Auseinandersetzung anläßlich einer Aufführung des Films »Warum Israel?« von Claude Lanzmann in Hamburg ein, bei der es im Oktober zu Protesten linker Gruppen kam. Die Berliner VVN-BdA unterstützte daraufhin eine Demonstration, die von »Antideutschen« organisiert worden war, die Isolation der Linken forderte und auf der nicht nur Israel-, sondern auch US-Fahnen zu sehen waren...

! 
Ich habe die Vorfälle in Hamburg zur Kenntnis genommen, kenne die genauen Einzelheiten aber natürlich nicht. Ich kann hier nur betonen: Es ist Konsens in unserer Organisation, daß wir gegen Faschismus, aber auch gegen Krieg kämpfen. Gemeinsame Aktionen mit diesen »antideutschen« Grüppchen schließen sich daher für uns aus. Diese Gruppen haben in der Vergangenheit immer die Kriegspolitik der USA und der NATO begrüßt und sind mancherorts auch gewalttätig gegen Aktionen der Friedensbewegung Sturm gelaufen.

Ich gehe im übrigen auch nicht davon aus, daß die Unterstützung »antideutscher« Demonstrationen im Berliner Landesverband mehrheitsfähig ist. An unserer Beschlußlage zu diesem Thema gibt es nichts zu rütteln, auch wenn einige wenige dies offenbar gern ändern würden. Vielleicht wird man die Vorgänge jedoch noch einmal genauer thematisieren müssen.

junge Welt, T:I:S, 12. Januar 2010

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Sauerkraut

Ein Leser  wollte kürzlich von SteinbergRecherche wissen, wer oder was Antideutsche sind. Wikipedia gibt Hinweise. Unter Die Antideutschen steht Älteres, Jüngeres hier unter Die Anti-Linken, Verwandtes unter Zionistische Provokationen. Bündige Auskunft gibt die antideutsche, also anti-linke, sprich: links verkleidete NeoCon-Promotion-Seite ag no tears vor krauts Halle

Zur Erläuterung: Krauts ist im Englischen eine abwertende Bezeichnung für Deutsche, für die die Hallenser Betreiber der Internetseite keine Träne vergießen zu wollen vorgeben. Sie empfehlen allerhand gleichgerichte Internetseiten hier. (1) 

Unter der betörend sprachmächtigen Überschrift Scheiß Magdeburg!, .pdf-Datei, präsentieren die Großmäuler einen milchsäurehaltigen Weißkohlstreifenfilz, zwischen den wegen schlampigen Stampfens Luft geraten ist. So fault das Kraut und stinkt vor sich hin. Eins läßt sich erriechen: Die Kraut-Schlamper sind sauer auf Ihresgleichen.

T:I:S, 7. Januar 2010

Anmerkung

(1) Auf der Hallenser NeoCon-Promotion-Seite fehlt ein Link zur Antideutschen Gruppe Hamburg, die mit dem selbsterklärten Antisemiten-Jäger Hamburgs, Anders Kühne, im Gemeindesaal von St. Petri Altona, Schillerstraße 22 -24 tagen will und bereits dort getagt hat, um zu prüfen, ob Obama in Bushs NeoCon-Fußstapfen trete oder ob

er – verstärkt durch einen ausgeprägten Narzissmus – letztlich nicht nur die USA, sondern durch den von Obama verfolgten Rückzug und die partielle Entmachtung der bislang noch einflußreichsten Nation die gesamte politische Welt in unabsehbare Gefahren bringe.

Man verzeihe das krautige Antideutsch.  

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Karl Reitter, Wien

Hamburger Verhältnisse

Da Berichte über die Ereignisse rund um die verhinderte Filmvorführung des Streifens „Warum Israel“ am 25.10.09 im Szenekino „B-Movie“ nun auch hierzulande wie zu erwarten publiziert werden, erscheinen mir einige Bemerkungen unumgänglich. Es gilt nicht nur verkürzende und simplifizierende Darstellungen zu korrigieren, sondern auch die Frage aufzuwerfen, wohin sich eigentlich Teile der ehemals linken Szene mit Riesenschritten bewegen und im welchen Verhältnis sie zur Linken noch stehen.

Wenn wir über die Vorfälle nachdenken, so bewegen wir uns klarerweise in einem Mikrokosmos, dessen gesellschaftliche Bedeutung eher gering ist. Andererseits wäre es nicht das erste Mal, dass aus der Linken VordenkerInnen, ob wir dieses Substantiv nun mit dem Adjektiv „möchtegern“ versehen oder nicht, spielt erstmals keine Rolle, dass also aus der Linken neue prokapitalistische Eliten emporwachsen...

Karl Reitter, T:I:S, 27. Dezember 2009. Zu Karl Reitters Homepage

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Karl Reitter

Argumentationsstrukturen und Begründungsfiguren um den Krieg gegen Gaza

Grundrisse, T:I:S, 27. Dezember 2009

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Schattenblick

Kein Streit unter Linken ... Demo der Antideutschen in Hamburg

Rechter Aufmarsch gegen Internationalisten am 13. Dezember 2009 in Hamburg

Strategien des Konformismus / Claude Lanzmann - vom Résistancekämpfer zum Kriegsverklärer /  Sozialrassisten fordern Schließung eines internationalistischen Zentrums / Flucht in die Sicherheit der besseren Gesellschaft

 ... Daß .. Fortschritt darin bestehen soll, die Welt nicht nur den Raubzügen der kapitalistischen Globalisierung auszusetzen, sondern die Durchsetzung ihrer Geschäftsordnung mit vernichtender Gewalt zu erzwingen, bildet den materiellen Kern antideutscher Ideologie. Der Bundesrepublik wird in diesem Zusammenhang zur Last gelegt, nicht rabiat genug gegen diejenigen Länder des Südens zu Felde zu ziehen, die sich dieser Geschäftsordnung durch Insistieren auf traditionelle Lebensformen oder andere Entwürfe eigenständiger Entwicklung widersetzen...

Schattenblick, T:I:S, 17. Dezember 2009

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Kommunistische Assoziation Hamburg, KAH

„Antideutsche“ Demonstration gegen „Antisemitismus von links“ erweist sich als Holocaustrelativierung und Kriegstreiberei

Presseerklärung, Hamburg, 13. Dezember 2009

Rund 350 „Antideutsche“ haben am 13. Dezember 2009 in Hamburg unter dem Motto „Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!“ gegen das Internationale Zentrum B5 und für die Vorführung des Films „Warum Israel“ im Programmkino B-Movie demonstriert. Die Demonstration des „antideutsch“-neokonservativen Bündnisses gegen Hamburger Unzumutbarkeiten hat sich als bellizistische und die deutsche Geschichte relativierende Manifestation herausgestellt. Die Aktivisten der B5 reagierten mit einer Kundgebung, auf der sie ihre politische Arbeit vorstellten und an der 200 antiimperialistische und andere Linke teilnahmen. Ihnen gellte aus den „antideutschen“ Kehlen entgegen: „Wir tragen Gucci, wir tragen Prada, Tod der Intifada!“ Bundesrepublikanischer Wohlstand und rassistische Verachtung der Palästinenser gehen hier offensichtlich Hand in Hand.

Mitglieder des Bundesarbeitskreis Shalom der linksjugend ['solid] und Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) beteiligten sich an der Demonstration. Vertreter der Partei DIE LINKE in Hamburg, wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion, Christiane Schneider, marschierten am Rande mit. Sie und andere, wie der Anmelder der Demonstration, der Sprecher der Roten Flora, Andreas Blechschmidt, ließen sich nicht davon abschrecken, dass Demonstrationsteilnehmer sich mit der israelischen und der US-Armee in eine Linie stellten, indem sie Israel- und US-Fahnen schwenkend gewaltbereit skandierten: „IDF, USA, auf die Fresse – Antifa!“

Anti-Linke am 13. Dezember 2009 mit Davidstern und Sternenbanner gegen Linke im Hamburger Schanzenviertel. Dank an M.

Die vermeintlich friedlichen Veranstalter und Besucher des Kinofilms „Warum Israel“ behaupteten, sich am Sonntag gegen angeblich „antisemitische Schläger“ zur Wehr setzen zu wollen. Stattdessen huldigten sie unverhohlen den Kriegsapparaten der westlichen Industriestaaten und forderten im neokonservativen Duktus Avidgor Liebermans die militärische „Entbarbarisierung“ der arabischen Welt und die Räumung der B5.

Links das Internationale Zentrum B5, rechts das B-Movie, Brigittenstraße 5, Hamburg. Dank an M.  

Seit sieben Wochen unterstellen die selbsternannten „Kritiker des linken Antisemitismus“ beharrlich, dass israelischkritische B5-Aktivisten Besucher des B-Movies als „Judenschweine“ und „Schwuchteln“ beleidigt hätten. Heute wie damals sind sie sich nicht zu schade, die deutsche Geschichte zu instrumentalisieren und den Holocaust zu relativieren, indem sie Linke mit Nazis gleichsetzen. Auf Beleidigungen wie „Linksfaschisten“ und „linke Nazis“ folgte gestern die Parole „Antiimp-Nazipack, wir haben euch zum Kotzen satt!“.

Die Organisatoren und Besucher der Demonstration haben sich verwerflicher Mittel bedient, die sich angesichts der deutschen Geschichte und der realen Gefahr des Antisemitismus, der auch im Gewand des Philosemitismus in Deutschland grassiert, verbieten. Die Demonstration hat gezeigt, dass heute nicht Linke gegen Linke, sondern neokonservative Kriegstreiber gegen Kritiker imperialistischer Kriege demonstriert haben“, erklärt die Kommunistische Assoziation Hamburg (KAH).

T:I:S, 14. Dezember 2009, per Mail. Siehe auch Kommunistische Assoziation Hamburg

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Kommunistische Assoziation Hamburg, KAH 

Von der „antideutschen“ Schmierenkomödie zur Grand opéra. Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition

Rund 30 Aktivisten des Internationalen Zentrums B5 in Hamburg-St. Pauli hatten am 25. Oktober 2009 eine Veranstaltung der „antideutschen“ Gruppe Kritikmaximierung im benachbarten Kino B-Movie verhindert, in deren Rahmen der Film „Warum Israel“ des französischen Regisseurs Claude Lanzmann gezeigt werden sollte...

Für den 13. Dezember 2009 ist im Hamburger Schanzenviertel eine  Protestdemonstration gegen „linke antisemitische Schläger“angekündigt. 

Wer und was steckt dahinter? T:I:S, 11. Dezember 2009. Siehe auch Am Ende der Aufklärung warten die "Antideutschen"

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Interkulturelle Spielgruppe RANTANPLAN Hamburg-Altona

Alles Sektenscheiße!

Ein paar Leute können inzwischen die Sekt(en)korken knallen lassen. Sie haben es geschafft, dass der urdeutsche Begriff des „Scheiß-Juden“ im Wallstreet-Journal, der Financial Times, der Jerusalem Post, in Le Monde und anderen internationalen Publikationen zitiert wurde, um einem Skandal um die Blockierung der Vorführung eines israelfreundlichen Films von Claude Lanzmann im Hamburger Kleinkino B-Movie die richtige antisemitische Konnotation zu geben.

Die Aufregung ist immer noch groß: Unterschriftenlisten kursieren, eine Demo wird vorbereitet, in der Roten Flora werden Hausverbote ausgesprochen, das deutsche bürgerliche Medienwesen ist immer noch dabei, den Vorfall intensiv zur Kenntnis zu nehmen, und die Semi-Prominenz der deutschen Poplinken meldet sich exzessiv zu Wort.

Unsere Gruppe, die Interkulturelle Spielgruppe Rantanplan aus Hamburg-Altona spielt dagegen immer noch wesentlich Volleyball, beteiligt sich an der einen oder anderen antirassistischen Aktion und versucht sich bei der praktischen Unterstützung von rechtlosen Migranten. Wenn wir im vorliegenden Sektenstreit zwischen „antiimperialistischen Antisemiten“ und „antideutschen Faschisten“ überhaupt Stellung nehmen, geschieht dies vor allem deshalb, um unserer Verachtung vor der Verkommenheit einer „linken“ Debatte, die nur noch der identitären Selbstversicherung dient, angemessen Ausdruck zu verleihen.

1. Die B5-Gruppen haben Scheiße gebaut

Die praktische Verhinderung einer Filmvorführung eines prozionistischen Films von Claude Lanzmann über die Entstehungsgeschichte Israels durch einige Gruppen aus der B5 war politisch und moralisch inakzeptabel. Es hilft alles nix: Auch wenn die Auseinandersetzung um den Antisemitismus (bzw. der Funktionalisierung des Antisemitismusvorwurfs) auf einem beklagenswert niedrigen Niveau geführt wird, bleibt das Mittel dieser Auseinandersetzung die öffentliche Rede, die Debatte, die Demo, der Artikel, die Radiosendung, der Film, der – wenn nötig – auch lautstarke Streit in der Kneipe oder in der WG. Natürlich: Auch für viele Mitglieder unserer Gruppe war die proisraelische Kundgebung während des Gaza-Kriegs in Hamburg-Eimsbüttel ein politisch-moralischer Skandal – aber wir wären ziemlich schlecht beraten, den Anhängern des israelischen Militärstaats ihr Recht auf öffentliche Meinungsäußerung streitig zu machen. Die Vorführung des Lanzmann-Films im B-Movie hätte im Vorfeld und im Anschluss an den Film auf vielfältige Weise öffentlich thematisiert werden können – darauf haben die beteiligten Gruppen aus der B5 verzichtet, und das macht sie zu politischen Sektierern, die zu Recht Gegenwind von Leuten erfahren, für die das Recht auf freie Meinungsäußerung keine Nebensache ist. 

Wir wollen jedenfalls einen Zustand vermeiden, der uns in letzter Konsequenz in eine Lage führt, wo – womöglich – unüberwindbare Widersprüche mit Pistolenschüssen in die Knie ausgetragen werden. Das haben uns vor einiger Zeit hier in Hamburg mal einige zerstrittene türkische Stalinistengruppen vorgeführt.

Übrigens finden wir – unter politisch-propagandistischen Gesichtspunkten –  überhaupt nichts Schlechtes daran, die Anhänger des israelischen Militärstaats  mit der theatermäßigen Simulation eines israelischen Check-Points zu konfrontieren: So was kann manchmal Bewegung in verwirrte Köpfe bringen. Aber wenn die Leute unbedingt einen kritikwürdigen Film sehen wollen, sollten sie ihn trotzdem sehen können. Claro? 

2. Die Gruppe „Kritikmaximierung“ – Territorialkämpfer im nördlichen St. Pauli

Die Gruppe „Kritikmaximierung“, die uns unbekannt ist und die ausweislich ihrer Website bisher noch nicht durch maximale Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen dieses Landes hervorgetreten ist, wollte mit der Filmvorführung im B-Movie provozieren. Das B-Movie ist mit der B5 räumlich eng verbunden: Die antiimperialistischen Gruppen in der B5 mussten die Vorführung eines prozionistischen Propagandafilms in „ihrem“ Territorium als „feindliche Landnahme“ begreifen, und genau dieser Effekt war beabsichtigt. Es war eines dieser taktischen Spielchen, die – von beiden Seiten – in den vergangenen Jahren beim FSK, in der Flora, bei antinationalen und antifaschistischen Demos immer wieder eine Rolle spielte und hochgradig symbolisch aufgeladen wurden: Es ging (und geht) um blauweiße Winkelemente, um textil angemessenes Outfit in der Flora (Khuffije-Verbot), es ging beim FSK darum, ob über die Jahre ausschließlich Endlosschleifen über den linken Antisemitismus ventiliert werden sollten und ob der Wertmullah einen Vortrag in einer linken Kneipe halten durfte. Man freut sich über billige kleine Siege und minimale territoriale Zugewinne: Sektenkämpfe eben.

Bei der B5 kam noch etwas anders hinzu: Hier treffen sich nicht nur mehr oder weniger traditionskommunistische Gruppen, sondern die B5 ist auch ein soziales Zentrum linker migrantischer Jugendlicher vor allem aus dem „orientalischen“ Teil dieser Erde: Türkisch, Arabisch oder ein afghanischer Dialekt wird hier gesprochen.

Da es unter „israelsolidarischen“ Gruppen inzwischen zum analytischen Standard gehört, das historische Zentrum des Antisemitismus aus der deutsch-europäischen Region in die orientalisch-arabische Weltgegend zu verlagern (der Mufti!), könnte man einen voraussehbaren und provozierten Krawall um einen israelischen Propagandafilm als Auseinandersetzung mit dem „Islamofaschismus“ interpretieren – glücklicherweise sind die „orientalischen“ Jugendlichen im Zentrum darauf nicht hereingefallen und haben sich an der Auseinandersetzung kaum beteiligt.

Die Geschichte mit den „Judenschweinen“ war der Gipfelpunkt der Perfidie – und hat wunderbar funktioniert. Einer will’s (gerüchteweise) gehört haben, fast alle haben rein gar nix gehört, und die Leute aus der B5 haben öffentlich erklärt, dass solche antisemitischen Beschimpfungen nie und nimmer Bestandteil ihrer sprachlichen Ausdrucksweise sind. Aber: Die Sache war in der Welt, wurde national und international in hunderten von Medienoutlets gespiegelt, und bewiesen war, was zu beweisen war: Der LINKE ANTISEMITISMUS erhebt sein Medusenhaupt im nördlichen St. Pauli.

Eine Steilvorlage für die mediale Verwurstung: Die (politisch und moralisch fragwürdige) Blockade eines israelfreundlichen Propagandafilms durch eine zionismuskritische Gruppe wird zur „Judenhatz der Roten SA in Hamburg“ (DIE WELT).

Es war halt einer dieser kleinen Siege im Sektenstreit. Die allzu deutschen Vertreter jenes israelischen „Gun-Zionism“ (Hannah Arendt) können allerdings ein grundlegendes Problem nicht lösen: Eine fundierte Kritik an den militärischen Aktionen des israelischen Staats dadurch abzuwehren, indem man grundsätzlich diese Kritik als „antisemitisch kontaminiert“ beschreibt, mag in dieser überschaubaren Szene identitätsstiftend wirken: Für die Masse des informierten Publikums wirkt die Sache nur noch lächerlich – Daniel Barenboim jedenfalls fühlt sich durch solche Zuschreibungen inzwischen durchaus geehrt: Er weiß, woher sie kommen.

3. Der Film

Claude Lanzmanns Film „Shoa“ ist ein tief bewegendes dokumentarisches Essay über die Vernichtung der europäischen Juden durch die deutschen Faschisten. Durch seine Dokumentations- und Interviewtechnik „enthüllt“ Lanzmann die Funktionsmechanismen der „Endlösung“, ihre technischen und logistischen Voraussetzungen, die Leiden der Opfer und die bürokratische Brutalität der Täter. Niemand kann sich der Wirkung dieses Werks entziehen.

Lanzmann versetzt sich in diesem Film häufig selbst in die Position des neugierigen, nachfragenden, emotional kontrollierten Aufklärers: Er klärt auf, indem er genau hinschaut und sein Publikum daran teilhaben lässt.

Seine beiden Filme über Israels Gründung und die IDF (Tsahal) haben einen vollkommen anderen Charakter: Er bekennt sich als französischer Jude zu Israel und möchte als „Wissender“ dem Publikum seine zentrale These näher bringen: Die Gründung Israels  sei hauptseitig und ideologisch konstituierend der Erfahrung des Holocaust geschuldet – es sei der Staat der Überlebenden und ihrer Nachkommen. Jede politische oder militärische Maßnahme Israels sei auch heute noch unmittelbar durch die Grunderfahrung des antisemitischen Furors begründbar, zu erklären und zu rechtfertigen. Beide Filme sind in diesem Sinne eindimensional und propagandistisch – sie bebildern seine Zentralthese und vermeiden eine filmisch-dokumentarische Arbeitsweise, die Erkenntnis aus der Erfahrung und der Abbildung des Widerspruchs bezieht. Konsequenterweise kommen in beiden Filmen die autochthonen Bewohner Palästinas praktisch nicht vor. Sie bleiben Schattengebilde am Wegrand – stattdessen wird häufig vor imposanter militärischer Kulisse die alte These des historischen Zionismus bebildert: „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.“

Eine israelisch- jüdische Kritik (Amnon Kapeliuk) der filmischen Arbeitsweise Lanzmanns kann man sich unter www.pij.org/details.php?id=686 anschauen. (1)

Den israelsolidarischen „Antideutschen“ kommt der ideologische Ansatz Claude Lanzmanns durchaus entgegen, da er die Entwicklungsgeschichte der zionistisch-jüdischen Bewegung einengt auf die Leidenserfahrung des Holocaust. Unstrittig ist, dass der Versuch der deutschen Nazis, das europäische Judentum vollständig zu vernichten, konstituierend für die Gründung Israels im Jahre 1948 gewesen ist: Die Überlebenden brauchten Schutz und Unterstützung, und die Weltgemeinschaft stimmte der Gründung Israels –geographisch fixiert durch einen Teilungsplan Palästinas – zu. 

Die historische jüdisch-zionistische Bewegung, deren Einfluss in Vergangenheit und Gegenwart die Politik Israels maßgeblich bestimmt, speist sich dagegen aus verschiedenen Quellen: Die frühe jüdische Arbeiterbewegung Osteuropas spielt eine Rolle, die antijüdischen Progrome in Russland um die Jahrhundertwende, ein gewaltiger Schuss Kolonialideologie in der Tradition der „weißen“ europäischen Kolonialmächte, der messianische Glaube an ein ethnokratisches, den Juden allein vorbehaltenes Gottesreich im historischen Land der Bibel und schließlich eine Sichtweise, die das ALTE TESTAMENT als eine Art Grundbuch Gottes begreift und aus vorgeschichtlichen Mythen Eigentumsansprüche im historischen Palästina ableitet („vom Fluss (Jordan) bis zum Meer“).

Alle diese Elemente spielen auch heute noch eine Rolle, und die Hartnäckigkeit, mit der die israelischen Siedler im Westjordanland an ihren territorialen Eroberungen palästinensischen Bodens festhalten, ist ohne ihre mythologisch-religiöse Prägung („God gave us the land“) überhaupt nicht zu verstehen.

Wenn gegenwärtig die israelische Regierung jegliche Gewalttat gegenüber der palästinensischen Bevölkerung mit der Leidenserfahrung der jüdischen Holocaustopfer begründet und rechtfertigt, mag das unsere „antideutschen“ Freunde Israels tief befriedigen – sie begreifen einfach nicht, dass etwa die Tötung von über 350 palästinensischen Kindern im letzten Gazakrieg unter expliziter Berufung auf die Erfahrung des Holocausts eine der schlimmsten Beleidigungen ist, die man den Millionen toten Opfern der Shoa nachträglich zufügen kann.

Zurück zum Film: Man soll ihn sich kritisch ansehen. Gelegenheit dazu gibt es mehrfach. Eine der in der B5 vertretenen Gruppen (Sozialistische Linke) wird den Film „Pourquoi Israël“ von Claude Lanzmann in der B5 zeigen: Am Mittwoch, dem 9. Dezember um 17.00 in der B5, Brigittenstraße 5, Hamburg St.Pauli. Eine anschließende Diskussion ist vorgesehen.

(Das ist übrigens das Beste, was die Leute aus der B5 jetzt machen können, um der Sektiererfalle zu entgehen)

4. Eine Sonntagsdemonstration

Wenn’s am nächsten Sonntag darum gehen würde, auf einer Kundgebung den Blockierern aus der B5 zu verdeutlichen, dass sich die Hamburger Linke nicht vorschreiben lässt, welchen Film sie sich ansieht und welchen nicht, wären wir eventuell dabei.

Es geht hier aber um etwas anderes. Der Vorfall in der B5 soll dazu herhalten, quasi „endgültig“ eine politische Agenda zu implementieren, die eine linke Kritik an der Politik des Militärstaats Israels als „kruden Antisemitismus“ delegitimiert. 

Dieselben Leute, die vor 4 Jahren mit dem Wertmullah an der Spitze mit blau-weißer Winkelemente-Choreographie durchs Schanzenviertel zogen, „Waffen für Israel“ forderten und die Szene um die Rote Flora als „antisemitisch verseuchte Wursthaarträger“ apostrophierten, sehen auf Grund des bekloppten Verhaltens der Blockierer aus der B5 ihre Chance, die Reste der radikalen Linken in einen permanenten sektiererischen Diskurs über den „Antisemitismus in der Linken“ zu verstricken. 

Wir sollten dagegenhalten. Unsere Aufgaben sehen anders aus: Es geht um die permanente Denunziation der kapitalistischen Normalität, um den Kampf gegen die innerstaatliche Repression, um die soziale Frage, um eine Stadt, in der wir leben und atmen können, um den Kampf gegen den ‚zivilen’ Rassismus der gesellschaftlichen Mitte, um antifaschistische Notwendigkeiten, um antikapitalistische Klimabündnisse. Es sei im Übrigen auf die – für manche Leute erstaunliche – Tatsache hingewiesen, dass dieser deutsche Staat seit einigen Jahren in einer weit entfernten Weltgegend Krieg führt und das eine oder andere Massaker an der dortigen Zivilbevölkerung veranstaltet. Wie wär’s also mit einer antimilitaristischen Kampagne gegen den „deutschen Krieg“ im Norden Afghanistans? Oder könnte es sein, dass Leuten, die mit der ausnehmend elaborierten Parole „Staat, Nation, Kapitalismus, Scheiße“ durch die Straßen laufen, den deutschen Kriegseinsatz in Afghanistan nur deshalb partout nicht zur Kenntnis nehmen, weil es sich bei den „Kollateralschäden“ dieses Krieges um Angehörige nichtswürdiger muslimischer Völkerschaften handelt??

Wir merken schon: Wir schweifen ab. Für die Demo am Sonntag unser exklusiver Tipp: Bei Fahnen-Fleck gibt’s blau-weiße Nationalfahnen im Ausverkauf – es bietet sich eventuell eine Kombination mit schwarz-rot-goldenen Fußballcaps an – die gibt’s dort auch: In der Grabbelkiste. Und: Solidarische Grüße an die zwei Jungs von der Emanzipatorischen Linken Lüdenscheid.

Und wir? Werden – wie immer – am Sonntag Volleyball spielen.

Im Auftrag der Spielgruppe: Georg, Cem und Rudi, 7. Dezember 2009

T:I:S, 9. Dezember 2009

Anmerkung

(1) Hauptgegenstand eines taz-Interviews, siehe auch Kriegsjuden, ist der fünfstündige Film "Tsahal" von Claude Lanzmann von 1994 über die israelischen Verteidigungsstreitkräfte. In Le Monde diplomatique vom August 2006, Seiten 40 bis 43, hat Amnon Kapeliouk ihn unter dem Titel « Tsahal », défense et illustration de l’armée israélienne, rezensiert. Der Rezension zufolge handelt es sich um einen rassistischen, militaristischen und überdies außerordentlich schlecht gemachten Propagandaschinken. Eine Kurzrezension von Amnon Kapeliouk in englischer Sprache findet sich in Palestine-Israel, Journal of Politics, Economics and Culture, Vol.2 No.1 1995 / Oslo. T:I:S

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Sozialistische Linke - SoL zeigt den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann im Internationalen Zentrum B5

Pressemitteilung

Hamburg, 6.12.2009

Am Mittwoch, dem 9. Dezember 2009 um 17:00 Uhr wird die Gruppe Sozialistische Linke - SoL den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann im Internationalen Zentrum B5, Brigittenstraße 5, 20359 Hamburg, zeigen. Im Anschluss an die Filmvorführung lädt SoL alle interessierten Gäste zu einer Diskussion ein.

AktivistInnen von SoL hatten sich am  25. Oktober 2009 daran beteiligt, eine Veranstaltung im benachbarten Kino B-Movie, das Mitnutzer von Räumen der B5 ist, zu verhindern. Dort wollte die "antideutsche" Gruppe Kritikmaximierung Hamburg den Lanzmann-Film präsentieren.

Mit der Filmvorführung am Mittwoch, dem 9. Dezember 2009 um 17:00 Uhr soll nun deutlich gezeigt werden, dass der Grund dieser Aktion nicht, wie vielfach fälschlicherweise behauptet wurde, eine Kulturzensur jüdischer Werke war. Es ging den AktivistInnen vielmehr darum zu verhindern, dass der Film von einer "antideutschen" Gruppe instrumentalisiert und für die Verbreitung ihrer bellizistischen Ideologie sowie islamophober Vorurteile benutzt wird.

Der umstrittene Film "Warum Israel" des Regisseurs Claude Lanzmann bedarf einer kritischen Würdigung, die mit unserer Veranstaltung ermöglicht werden soll. In Anerkennung der Tatsache, dass Lanzmanns Filme zum Teil als wichtige Beiträge zur Aufarbeitung der Shoah gelten, soll die Diskussion im Anschluss an die Filmvorführung Gelegenheit bieten, sich mit den mittlerweile zum Neokonservatismus gewendeten Positionen des Regisseurs zu befassen. Lanzmann unterstützt israelische Kriege gegen die palästinensische Bevölkerung, verherrlicht das Militär -- wie in seinem Film "Tsahal" mehr als deutlich zutage tritt -- und vertritt die chauvinistische Auffassung, ein Menschenleben sei in Israel mehr wert als anderswo.

"Wir halten es für wichtig, dass dieser Film in einem Rahmen gezeigt wird, in dem ein demokratisches und einschüchterungsfreies Diskussionsklima herrscht und in dem nicht jede Kritik am Handeln der israelischen Regierung sofort als 'antisemitisch' bezeichnet wird. Eine solche Filmvorstellung darf nicht von 'antideutschen' neokonservativen Kriegsverherrlichern instrumentalisiert werden", erklärt SoL.

SoL ist es ein Anliegen aufzuzeigen, dass der Kampf gegen den Antisemitismus eine politische Positionierung gegen "antideutsche" Gruppen einschließen muss.

"Im Kampf gegen antisemitische Ideologie muss aufgedeckt werden, dass der Philosemitismus 'antideutscher' und anderer neokonservativer Gruppen eine heute in Deutschland sehr populäre Form des alltäglichen Antisemitismus ist. Die Behauptung von 'Antideutschen' einer vermeintlichen positiven Andersartigkeit 'der Juden' basiert auf nichts anderem als auf alten judäophoben Stereotypen und ist damit nur die Kehrseite  der antisemitischen Medaille", kritisiert SoL weiter. "Die antiemanzipatorische Ausrichtung des 'antideutschen' Philosemitismus' offenbart sich auch in seiner Aufteilung in ein 'Zwei-Klassensystem': Die Solidarität der 'Antideutschen' gilt bloß rechten zionistischen Jüdinnen und Juden. Diaspora-Jüdinnen und -Juden und linke Jüdinnen und Juden hingegen, die nichtzionistisch oder antizionistisch sind und/oder gar die Staatspolitik Israels kritisieren, werden von den 'Antideutschen' und anderen Neokonservativen unter Anwendung antisemitischer Klischees als 'Verräter' oder 'selbsthassende Juden' verteufelt."

Medienvertreter sind nach vorheriger Anmeldung zu unserem Film- und Diskussionsabend herzlich willkommen. Foto-, Ton- und Filmaufnahmen sind nur nach vorheriger Absprache mit SoL möglich. Rassisten und Antisemiten sind - wie gewöhnlich - von der Teilnahme an Veranstaltungen in der B5 ausgeschlossen. 

Für Rückfragen und Stellungnahmen steht Ihnen SoL gern unter sol-hh(at)gmx.de zur Verfügung.

T:I:S. 7. Dezember 2009. Zur Internetseite von SoL. Mehr über Claude Lanzmann, seine Filme und seine Auffassung, ein Menschenleben in Israel sei mehr wert als anderswo, unter Mehrwertlehre. Siebenminütiges Video als Vorgeschmack auf den zionistischen Propagandaschinken. Siehe auch die Kommentare zur Pressemitteilung auf Linke Zeitung 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#SoL         

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Edith Bartelmus-Scholich

Die Linke, Landesverband Hamburg: Zensur gegen Arbeitsgemeinschaften ist nur die Spitze des Eisbergs

Mit satzungswidrigen Mitteln, so zeichnet Edith Bartelmus-Scholich auf scharf links vom 2. Dezember 2009 akribisch nach, versuchen offenbar Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik, den Landesverband Hamburg Der Linken zu kapern. Die strammen Anti-Linken in und um den Arbeitskreis BAK Shalom der Linksjugend 'solid hätten den Landesvorstand zu mehreren unerlaubten Zensurmaßnahmen gegen Antizionisten bewegt.

Nun, da Jan van Aken statt Norman Paech für Hamburg im Bundestag sitzt, wittern offenbar Pro-Kapitalisten, Antisemitismus-Keulenschwinger und Opportunisten Morgenluft. Mit von der Partie ist Christiane Schneider, Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft. Eine der Zielscheiben der rechten Clique ist Joachim Bischoff, der kürzlich die völkerrechtswidrige Politik Israels verurteilt hat. Bischoff sitzt ebenfalls in der Hamburger Bürgerschaft. T:I:S

Edith Bartelmus-Scholich schließt mit folgender Passage: 

Prozionistische LINKE?

Es gibt sicher Klärungsbedarf in der LINKEN, auch über Hamburg hinaus. Schablonen wie z.B. die Logik der Antideutschen, die an Blindheit und Dummheit kaum zu überbieten sind, aber zu Waffen in hysterischen Auseinandersetzungen gegen Linke taugen, müssen nicht geduldet werden. Wer die Differenz zwischen Antisemitismus und Antizionismus nicht erkennen will, um im Weiteren alle Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit der Etikettierung ‚antisemitisch' zu brandmarken und wer zudem im Namen einer Ideologie konkrete Menschenrechtsverletzungen leugnet, stellt sich selbst außerhalb des linken Lagers. 

Die Rechtfertigung grausamer, menschenverachtender Politik, sobald sie eine weshalb auch immer genehme Regierung betreibt, ist mit linker Politik nie zu vereinbaren - auch dann nicht, wenn sie zur Staatsdoktrin gehören und den Zugang zu Regierungsbeteiligungen eröffnen sollte. 

Die Feststellung, dass solche Positionen unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der Linkspartei sind, ist überfällig.

scharf links, T:I:S, 3. Dezember 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Bartelmus        

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Im Winter, da regnet's, im Sommer, da schneit's... 

Auf der Schweizer Seite von indymedia wird über die Ankündigung der Antideutschen Demonstration in Hamburg am 13. Dezember 2009 diskutiert, leider anonym, sodaß niemand weiß, wer da was publiziert hat. Der ideale Fischmarkt also für Rote Heringe. 

Immerhin steht dort der Verweis auf ein hörenswertes Audio von GegenStandpunkt zu 

Israels grenzenlosem Existenzrecht / Über den Grund, das Ziel und die Ideologie des vorläufig letzten Kriegs im Nahen Osten, von 2006. 

Außerdem der Eintrag vom 26.11.2009 23:05: 

es gab keine beleidigung die antisemitisch ("Judenschwein") oder homophob ("Schwuchtel") war. das sage ich als jemand der dabei gewesen ist. und wenn andere vermuten, dass die unterstellung es wäre soetwas gesagt worden eine lüge ist, dann rührt das daher, dass sich die antideutschen seit jeher solcher lügen bedienen.

Und: "Warum wir den Demoaufruf nicht unterstützen" vom 28.11.2009 13:39, unterschrieben mit "Einige andere Leute aus dem Plenum der Roten Flora". 

Da der Demoaufruf "Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch von links!" in seiner ersten Auflage u. a. mit Einige Leute aus dem Plenum der Roten Flora unterzeichnet war, begründen nachfolgend Einige andere Leute aus dem Plenum der Roten Flora nun öffentlich, warum wir uns nicht unter diesen Demoaufruf setzen:

(1)
In dem Papier des Plenums der Roten Flora vom 25.11.2009 haben wir zu den Vorfällen am 25.10.2009 Stellung genommen und u. a. begründet, dass wir das B-Movie und sein vermeintliches Recht der Programmfreiheit nicht unterstützen. Damit stellen wir uns auch nicht hinter die entsprechende pauschale Forderung im Demoaufruf - es gab und gibt Kontexte (verwiesen sei z. B. auf die Aust-Verfilmung über die RAF), in denen eine "Aktion Saubere Leinwand" durchaus sinnvoll erscheint.

(2)
In der Darstellung der Auseinandersetzungen seit 2002 wird wieder einmal in unerträglicher Weise polemisiert, dekontextualisiert, reduziert und pauschalisiert:

- Die Rede ist davon, dass 2002 jemand "fachmännisch" [!] zusammengeschlagen wurde.
- Im Januar 2004 sind die Träger_innen nicht wegen ihres Transparents "Deutschland denken heißt Ausschwitz denken" angegriffen worden, sondern weil sie sich mit Israel-, USA- und GB-Fahnen an die Demospitze setzen und damit bewusst gegen die Absprachen im Vorbereitungskreis, keine Nationalfahnen zu tragen, handelten.
- Die "zahlreichen Gelegenheiten", bei denen Menschen "mit Flaschen und Steinen beworfen" worden sind, reduzieren sich unseres Wissen auf die sog. Bahamas-Demo vom 24.4.2004: Hier wurde unter dem Motto "Flagge zeigen! Für Israel – gegen Old Europe" im Rahmen einer bundesweiten Kampagne antideutscher Gruppen von März bis Juli nicht nur in Hamburg gegen linke Einrichtungen, u. a. die Rote Flora, demonstriert.

Erneut wird in diesem Demoaufruf eine differenzierte Betrachtungsweise "aus offenbar rein dramaturgischen Gründen" (Gruppe Arachne im November 2005) zu Gunsten einer Zuspitzung aufgegeben. Wenn dann im nächsten Absatz "entschlossene Gegenwehr" gefordert wird, wird hier die Androhung auch körperlicher Gewalt zumindest suggeriert. Soll die Filmvorführung am 13.12. 'durchgeprügelt' werden?

(3)
Dass dieses Szenario nicht ganz von der Hand zu weisen ist, wird spätestens bei der (stetig wachsenden) Liste der den Aufruf unterstützenden Gruppen deutlich. Hier finden sich nicht nur die Brandredner_innen, die zum militärischen Angriff auf den Iran aufrufen und die "antiimperialistische Baggage" nicht dulden wollen (Redebeitrag von Stop the Bomb & Hamburger Studienbibliothek, 12.8.2009), sondern auch Unterstützergruppen der "Support Israel – and it's Right to Self-defense"-Demo vom 28.7.2006, die zur bedingungslosen Solidarität auch mit dem israelischen Militär aufrufen ([A:KA] Göttingen, An-tifaschistischer Frauenblock Leipzig (AFBL), Hamburger Studienbibliothek, lizas-welt.net, Prozionistische Linke Frankfurt). Bei dieser Crème de la Crème der bundesdeutschen Antideutschen fehlt dann auch nicht der bürgerlich-liberale Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend ['solid] ("Eine bessere Gesellschaft, die Herrschaft und Ausbeutung überwindet, kann nur auf Basis der Aufklärung und der bürgerlichen Gesellschaft errichtet werden.") sowie die Gruppen, die zur o. g. Demo am 24.4.2004 aufgerufen haben ([A:KA] Göttingen, Prozionistische Linke Frankfurt, Antideutsche Gruppe Hamburg).

Besonders perfide ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass die Antideutsche Gruppe Hamburg zusammen mit dem Bahamas-Redakteur Wertmüller ausgerechnet für den Redebeitrag am 24.4.2004 zur Roten Flora verantwortlich zeichnet. In diesem wird die Rote Flora u. a. als "Musentempel der linksradikalen Lebensreformbewegung" ausgemacht, also einer Bewegung, die ja schon einmal Sprungbrett für den Nationalsozialismus war. Obwohl sich daran für die Antideutsche Gruppe Hamburg in den letzten 5 Jahren – zumindest öffentlich - nichts geändert hat, will nun diese Gruppe am 13.12.2009 ausgerechnet von (und womöglich mit?) der Roten Flora zum B-Movie marschieren?

Selbstverständlich können und wollen wir weder den Veranstalter_innen nächtlicher Rituale noch dieser Demo den Achidi-John-Platz als Ausgangspunkt ihrer Aktionen absprechen. Allerdings werden wir nicht die Rote Flora in die Demo "Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch von links!" einbinden lassen!

T:I:S, 3. Dezember 2009

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Benjamin Weinthal

der nie verraten hat, warum er die junge Welt für judenhasserisch hält, zitiert in der Jerusalem Post Werner den Pförtner, Nachname Pomrehn. Der sagt, er habe sich am 25. Oktober 2009 vor dem B-Movie in der Hamburger Brigittenstraße eine Ohrfeige eingefangen. Mag sein. 

Doch Benjamin Weinthal hat den Pförtner bestimmt auch gefragt, ob die linken Blockierer die Besucher des Lanzmann-Films "Warum Israel" wirklich als Schwuchteln und Judenschweine beschimpft haben. 

Die Antwort fehlt im Bericht. Sie hat ihm wohl nicht gefallen.

T:I:S, 23. November 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Hamburger Anti-Linke sollen vom Staatsschutz vernommen werden

Das Hamburger Abendblatt, eine Springer-Zeitung, meldete am 20. November: "Krawalle bei Israel-Film auf St. Pauli". Im Artikel heißt es:  

Die Hamburger Polizei bestätigt, dass eine derartige linke Gruppe (1) die Besucher daran gehindert habe, ins Kino zu gehen. Es sei zu Wortgefechten und sogar zu einem Gerangel gekommen. Derartige antisemitische Äußerungen seien allerdings nicht angezeigt worden. "Davon haben wir keine Kenntnis", heißt es. Fünf Tage später allerdings sei es am Bahnhof Sternschanze zu einer Schlägerei zwischen einem Besucher und einem der Linken gekommen. Die beiden hätten sich wiedererkannt und seien in einen Streit geraten. Bei der anschließenden Strafanzeige habe der Besucher der Polizei erstmals Kenntnis von antisemitischen Sprüchen gegeben. Welche das genau waren, darüber konnte die Polizei bislang keine Angaben machen. Da die Schlägerei im Zusammenhang mit den Ausschreitungen vor dem Kino stehen soll, ermittelt der Staatsschutz. Die Ermittler wollen nun die Zeugen zu dem Vorfall vernehmen.

Der Staatsschutz ist die Abteilung 7 des Landeskriminalamts Hamburg. Ihr dürfte es ein Leichtes sein, den Augenzeugen Lennart K. zu finden, der laut Spiegel gehört haben will, wie linke Blockierer den anti-linken Filmbesuchern entgegenschrien: "Ihr Judenschweine!". Und Lennart K. wird es nicht schwerfallen, die, die das geschrien haben sollen, so genau zu beschreiben, daß sie identifiziert werden können.

Lennart K. wird seine Aussage vielleicht beeiden müssen. Vielleicht hat jemand ein Video mit Ton von der ganzen Aktion gefertigt. Und vielleicht haben sich die Anti-Linken die judäophobe Beschimpfung einfach ausgedacht, diese Massakerstaats-Fans. (2)

T:I:S, 20. November 2009

Anmerkungen

(1) Vorgang und Stellungnahmen hier und hier und hier und hier. Am 19. November hatte das Hamburger Abendblatt berichtet: "Nach Angaben eines Polizeisprechers seien Einsatzkräfte am 25. Oktober am Ort des Geschehens gewesen. Es habe jedoch keine Anzeigen gegeben. Auch hätten der Polizei die bei 'Spiegel Online' berichteten Aussagen nicht vorgelegen. 'Sonst hätten wir sofort wegen Volksverhetzung ermittelt', sagte der Sprecher."

(2) In verschwurbeltem antideutschem Duktus, wie ein Leser treffend bemerkt, berichtet auch Cosmoproletarian Solidarity aus eigener Anschauung, was am 25. Oktober 2009 vor dem B-Movie geschah. Von "Judenschweine" schreienden Linken steht dort kein Wort.   

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Thomas Immanuel Steinberg

Antideutsche Yuppies

Schützenhilfe vom Pariser NeoCon Bernard-Henry Lévy 

Franzosen und Deutsche nehmen gewöhnlich kaum wahr, was auf dem andern Ufer des Rheins je so passiert. Ungewöhnlich also, wenn eine Rangelei vor einem Hamburger Klein-Kino um einen Israel glorifizierenden Film auf die Index-Seite des Pariser Millionärs Bernard-Henry Lévy gerät, und zwar unter dem Titel

Gegen Claude Lanzmann / Die Rot-Braunen von Hamburg

Contre Claude Lanzmann, Les Rouge-bruns de Hambourg

Lévy, der laut Pierre Bourdieu mit dem Rüstungs- und Medienmogul Jean-Luc Lagardère freundlichen Umgang pflegte, betreibt La règle du jeu. Dort setzt er sich für den des Kindesmißbrauchs beschuldigten Roman Polanski ein mit der Wendung:

Der 76-jährige Roman Polanski, Überlebender des Nazismus und der stalinistischen Verfolgung in Polen, droht sein Leben in einem Gefängnis zu beenden für Taten, die normalerweise in Europa verjährt sein müßten. 

Agé de 76 ans, rescapé du nazisme et des persécutions staliniennes en Pologne, Roman Polanski risque de finir sa vie dans une geôle pour des faits qui devraient être normalement prescrits en Europe.

Der Kleister zwischen beiden Top-Stories ist aus „Rot = Braun“ und „Israel = Juden“ zusammengerührt, dem bekannten NeoCon-Brei also, den auch die Hamburger anti-linken Yuppies ihrem Jungvolk ins Gesicht schmieren, auf daß sie Phosphor-über Wohngebiete-Schütten für Verteidigung halten und Massaker-Fahnen-Schwenken für einen Mutbeweis.

Lévys Autor Sébastien Kurt hat auf Recherche verzichtet und nur übersetzt, was sich die Hamburger Yuppies über die Verhinderung des Lanzmann-Films Pourquoi Israël am 25. Oktober 2009 in der Brigittenstraße 5 ausgedacht haben. So kann die  Sudelseite Kritikmaximierung auf den französischen Artikel zurückverweisen

Das ist Presse in Zeiten der Schweinegrippe. 

T:I:S, 13. November 2009. Zum Sachverhalt

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Kommunistische Assoziation Hamburg, KAH

Am Ende der Aufklärung warten die „Antideutschen“. Zur Anatomie des deutschen Neokonservatismus in Hamburg

Stichworte: 

Internationalistisches Zentrum B5; Kritikmaximierung Hamburg; B-Movie; jungle world; taz;  Bahamas-Autor; Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann; Freies Sender Kombinat (FSK);  cosmoproletarian-solidarity.blogspot.com ; sous la plage; Rote Flora; FAU-Aktivisten; Schwarzmarkt; Gruppe Emancipate; Hamburger Studienbibliothek (HSB), Antisemitismus; Antideutsche; Antizionismus; Israelkritik; Stop the Bomb-Aktivisten; NATO-Angriff; Egotronic; Floristen; Linkspartei; Christiane Schneider; Hohmann-CDU; christliche Fundamentalisten; Lockheed Martin; Blackwater; Ferienakademie der Rosa Luxemburg Stiftung; Thomas von der Osten-Sacken; Stephan Grigat; Phase 2

Kommunistische Assoziation Hamburg, T:I:S, 11. November 2009

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Burkhard Bernheim für Kritische Linke Hamburg

"Waffen für Israel statt Brot für die Welt ! "

Richtigstellung von Kritische Linke Hamburg anlässlich der Filmvorführung  "Warum Israel" von der antideutschen Gruppierung Kritikmaximierung*

Kein Mitglied der AG Kritische Linke Hamburg war an der Blockade des Hamburger Kinos B-Movie anlässlich der Filmvorführung "Warum Israel" am 25.10.09 beteiligt.  Des Weiteren wurde kein Artikel diesbezüglich von uns bei indymedia veröffentlicht. Wir haben lediglich einen Beitrag unkommentiert aus indymedia auf unsere Onlineseite Kritische Linke Hamburg gesetzt, die mittlerweile von der Partei Die Linke Hamburg  gesperrt wurde.

Auf dem rechten Auge scheint Die Linke Hamburg blind zu sein, denn als der Landesarbeitskreis (LAK) Shalom dreist den Rücktritt von Norman Paech forderte,  sich mit der Gruppe Kritikmaximierung solidarisierte und für dessen Veranstaltung, die sie zusammen mit dem Freien Sender Kombinat (FSK) veranstaltet, wirbt, gibt es keine Kritik seitens Die Linke. Dazu sei erwähnt,  dass auf der genannten Veranstaltung in der Roten Flora die Gruppen Egotronic  und Istari Lasterfahrer auftreten werden.

Egotronic ist auf ihrer Internetseite mit einer israelischen Fahne zu sehen, und ihr Frontmann äußert sich pro-israelisch. Ein Spendenaufruf  für die israelische Armee ist von Egotronic verlinkt worden, all dies ist in der antideutschen Wochenzeitschrift  Jungle World nachzulesen

Gemeinsam mit der Berliner Elektropunkband Egotronic nahm Daniel Kulla den Song „Der Tausch" für deren 2007er Album „Lustprinzip" auf und ist manchmal als Gastsänger auf ihren Konzerten tätig. Schon 2006 hatte er gemeinsam mit Egotronic-Sänger Torsun den "Communism Song" produziert, eine antideutsche Umdeutung von "Anarchy In The UK" von den Sex Pistols. Mit dem Hamburger Breakcore-Arrangeur Istari Lasterfahrer (Felix Raeithel) entstand 2008 unter dem Künstlernamen „Classless Kulla" das Album "Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus (Sozialistischer Plattenbau)".

Auf der Onlineseite von Classless Kulla ist unter dem Artikel "Deutsches Theater" in dem anschließendem Blog  u.a. folgendes zu lesen: 

"This entry was posted on Monday, October 26th, 2009 at 14:42 and is filed under Antifa, Vermittlung? / 8 Responses to "Deutsches Theater" / October 26th, 2009 at 18:26

1. toll Says:

Waffen für Israel statt Brot für die Welt !

Dieser Beitrag wurde bis zum heutigen Tag nicht von der Onlineseite entfernt.

Was hat ein Spendenaufruf für die Israelische Armee und die menschenverachtende Forderung :"Waffen für Israel statt Brot für die Welt ! " mit linker Politik zu tun ?

Dadurch, das die Gruppierung Kritikmaximierung und das Freie Senderkombinat (FSK) der Gruppe Egotronic  und Konsorten auf Ihrer Soliveranstaltung am 13.11 2009 eine Plattform bietet, und der LAK Shalom sich damit solidarisiert, haben diese Organisationen (aus dem Spektrum der Antideutschen) sich wieder einmal disqualifiziert, einen politisch linken Anspruch zu haben.

Über die Antideutsche Ideologie folgende Links: http://www.kritischebildung.de/site/ und http://projekte.free.de/schwarze-katze/doku/ad.html

Quelle: Linke Zeitung, 10. November 2009

*Mehr zum Sachverhalt siehe Ein zionistischer Propagandafilm 

T:I:S, 11. November 2009. Dank an Bernhard T.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#BurkhardBernheim  

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Thomas Immanuel Steinberg / Dokumentation und Kommentar

Ein zionistischer Propagandafilm

Warum kritische Linke in Hamburg das B-Movie blockiert haben

Am 25. Oktober 2009 wollte die Gruppe Kritikmaximierung im Hamburger B-Movie, Brigittenstraße 5 um 15 Uhr den Film "Warum Israel"  von Claude Lanzmann vorführen lassen. Die AG Kritische Linke, ein frei gebildeter Zusammenschluß von Mitgliedern der Hamburger Partei Die Linke, blockierte jedoch den Eingang gemeinsam mit Personen aus dem Spektrum des Internationalen Zentrums B5, ebenfalls Brigittenstraße 5, und verhinderte die geplante Vorführung. 

Der Trägerverein des B-Movie erklärte zum Vorgang:

Was war heute Mittag hier los?

Stellungnahme zu Sonntag, den 25.10.09

Das B-Movie wurde unter Gewaltandrohung daran gehindert, den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann zu zeigen. "Warum Israel" sollte im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung in Kooperation mit Kritikmaximierung Hamburg um 15 Uhr in unserem Kino aufgeführt werden. Personen aus dem Spektrum des internationalen Zentrums B5 hatten den Zugang zum B-Movie versperrt.
Trotz mehrmaliger Kommunikationsversuche wurde uns unmissverständlich klar gemacht, dass die Veranstaltung auf keinen Fall zugelassen werde. Um eine gewalttätige Auseinandersetzung zu verhindern, sahen wir uns gezwungen, die Veranstaltung abzusagen und auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Einen derartigen Eingriff in unsere Programmgestaltung lehnen wir prinzipiell ab.

Eine ausführliche Stellungnahme folgt.

Die Blockierer erläuterten ihr Vorgehen auf einem Flugblatt und dokumentierten das Flugblatt auf den Seiten der Kritischen Linken innerhalb des Internetauftritts der Partei Die Linke Hamburg. Am 30. Oktober 2009 wurde jedoch die Unterseite der AG Kritische Linke samt Flugblatttext im Internetauftritt der Partei Die Linke Hamburg stillgelegt. Auf Anfrage von SteinbergRecherche begründete der Hamburger Landesgeschäftsführer Der Linken,  Martin Wittmaack, am 2. November 2009 die Stilllegung:

Der Landesvorstand der LINKEN hat letzten Donnerstag über das veröffentlichte Flugblatt und den Kommentar der "AG Kritische Linke" der LINKEN in Hamburg diskutiert. Zum Hintergrund dieser Veröffentlichung ist zunächst einmal zu sagen, dass sie nicht in der Verantwortung der Gesamtpartei liegt, sondern von einem "Zusammenschluss" von Mitgliedern veröffentlicht wurde. Diese AGen / Zusammenschlüsse können von Mitgliedern laut unserer Satzung frei gebildet werden und können und sollen im Rahmen der notwendigen Willensbildung auch eigenverantwortlich publizieren.

Hierbei hat der Landesvorstand zwischen der Dokumentation des Flugblattes selber und der (Nicht-)kommentierung unterschieden. Er ist der Auffassung, dass der Kontext - die Verhinderung einer Filmvorführung - nicht akzeptabel ist und im Übrigen auch unseren Grundsätzen zur demokratischen Kultur und der notwendigen Demokratie selber in der Gesellschaft widerspricht.).

Die Satzung unsere Partei sagt in Ihrer Präambel hierzu folgendes:

"Verwurzelt in der Geschichte der deutschen und der internationalen Arbeiterbewegung, der Friedensbewegung und dem Antifaschismus verpflichtet, den Gewerkschaften und neuen sozialen Bewegungen nahe stehend, schöpfend aus dem Feminismus und der Ökologiebewegung, verbinden sich ihre Identität erweiternd demokratische Sozialistinnen und Sozialisten und Mitglieder der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit zu der neuen Partei DIE LINKE mit dem Ziel, die Kräfte im Ringen um menschenwürdige Arbeit und soziale Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit in der Entwicklung zu stärken. DIE LINKE strebt die Entwicklung einer solidarischen Gesellschaft an, in der die Freiheit eines jeden Bedingung für die Freiheit aller ist. Die neue LINKE ist plural und offen für jede und jeden, die oder der gleiche Ziele mit demokratischen Mitteln erreichen will."

Den Inhalt des dokumentierten Flugblattes, hat der Landesvorstand nicht im Detail bewertet. Er ist jedoch der Auffassung, dass der Inhalt im Rahmen einer demokratischen Diskussion, differenziert und kritisch erörtert und bewertet gehört.

Dementsprechend hat der Landesvorstand gestern Abend beschlossen, die Verantwortlichen aufzufordern die inakzeptable Bewertung im Rahmen der Dokumentation dieses Flugblattes zu entfernen und einen mit unseren Grundsätzen übereinstimmenden Kontext herzustellen: Die Verhinderung einer normalen Filmvorführung im allgemeinen und dieser im Besonderen ist völlig inakzeptabel. Selbst wenn die im Netz kursierenden Darstellungen der Vorkommnisse am 25.10.2009 vielleicht übertrieben sein mögen.
Wir würden es sehr begrüßen, wenn der Film von Claude Lanzmann zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt werden kann.

Da der hier offenkundig gewordene Widerspruch auch zwischen demokratischen Anspruch DER LINKEN und politischer Positionierung der AG dazu geführt hat, dass diese sich gemäß den Verfahrensregeln unserer Partei selbst aufgelöst hat, wurde die komplette Unterseite der "AG Kritische LINKE" inzwischen auf unserem Webserver deaktiviert.

Falls der Flugblatttext nochmals im anderen Kontext auf unsere Website veröffentlich werden sollte, so wird dies nur so geschehen, dass unsere Grundposition als LINKE zu demokratischer Kultur (nicht nur innerhalb der LINKEN), auf die sich auch jedes Mitglied individuell mit seiner Eintrittserklärung verpflichtet hat, deutlich werden würde.

Mit freundlichen Grüßen
und in der Hoffnung die Frage beantwortet zu haben

Martin Wittmaack

Was aber stand in dem Flugblatt? Wie begründete die Kritische Linke die Blockade? Bei Indymedia war alles zu lesen, doch nun führt der Link zu der Meldung "Versteckter Artikel / Dieser Artikel wurde aufgrund der Moderationskriterien versteckt...".

Da hilft der Cache von Google zu http://www.die-linke-hh.de/partei/zusammenschluesse/kritische-linke-hamburg/artikel.html. Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 28. Okt. 2009 14:10:06 GMT angezeigt wurde. Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus. 

Hier also die unveränderte Begründung der Blockade durch die Kritische Linke:

Menschenverachtende Hetze der „Antideutschen“

Ohne

Ohne 26.10.2009 - 17:02 

Dieser Text wurde anlässlich der Verhinderung des Filmes Warum Israel verteilt. (Filmtitel im Original „Pourquoi Israel“
von Claude Lanzmann, sollte am 25.10.2009 im Hamburger Kino B-Movie in Kooperation mit der Gruppe Kritikmaximierung gezeigt werden).


WARUM NICHT ISRAEL?

Was ist den hier los?
Schon früh gab es Stress mit dem B-Movie. Mal zeigten sie sexistische Filme, wie Deep Throat, dessen „Hauptdarstellerin“ später öffentlich machte, dass sie in dem Film vergewaltigt wurde. Oder sie vermieteten den Laden an Fußball Hooligans, die das Haus mit Nazi-Symbolen beschmierten.
Nun gibt es ein neues Ereignis im B-Movie: Sie wollen in Zusammenarbeit mit der „antideutschen“ Gruppe „Kritikmaximierung“ einen zionistischen Propaganda-Film zeigen.

Worum geht’s genau?
Der Film „Warum Israel“ soll eine Antwort auf die Frage geben, was Israel ist. Dazu hat der Regisseur Claude Lanzmann 50 Stunden Filmmaterial im Jahre 1972 gesammelt und es zu einem Dokumentarfilm zusammen geschnitten. Einiges hat Lanzmann in seiner Betrachtung „vergessen“: Im Staat Israel leben nicht nur Israelis, sondern aus Palästinenser. Fünf Jahre vor den Filmaufnahmen hat Israel in dem Sechstagekrieg ein überlebensfähiges palästinensisches Territorium zerschlagen und besetzt. Heute ist den Palästinensern nur noch ein Fleckenteppich in der Westbank und der kleine Gazastreifen übrig geblieben – dies zusammen wird niemals ein lebensfähiger Staat sein können. Zusätzlich werden in der Westbank vom israelischen Staat und Rechtsradikalen mit Schusserlaubnis weiter Siedlungen aufgebaut. Damit werden Fakten für eventuelle Friedensverhandlungen geschaffen.
Weiterhin verschweigt der Film die Tatsache, dass der Staat Israel auf den Trümmern von 500 arabischen Städten und Dörfern entstanden ist und ca. 700.000 PalästinenserInnen aus ihrer Heimat vertrieb. Viele andere Gesichtspunkte, wie den Umstand, dass Israel bis heute für sich keine Grenzen akzeptiert, im Gegensatz zu der palästinensischen Seite, die Israel in den Genzen von 1948 anerkennt, bleiben genauso unberücksichtigt.
Ein Film, der das Thema Israel behandelt und das gesamte Ausmaß der Besatzung und Vertreibung unerwähnt lässt, kann niemals eine Antwort geben, was Israel wirklich ist. Der Film suggeriert, dass Israel nur eine Zufluchtstätte der Juden vor dem Antisemitismus sei, aber verschweigt, dass Israel zugleich die Existenzberechtigung der PalästinenserInnen untergräbt.
„Die Israelis sind keine Killer. Definitiv nicht. Sie töten, aber sie sind keine Killer, das ist nicht in ihrem Blut.“ So argumentierte der Regisseur des Films Anfang des Jahres in der Berliner Zeitung. Dem ist wirklich nicht viel hinzuzufügen. In Anbetracht des zionistischen Massakers Anfang des Jahres an der Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens, dem über 1.500 Menschen, darunter allein 500 Kinder, zum Opfer fielen, wirkt diese Aussage wie reiner Hohn.

Wer ist das?
Zu der Gruppe „Kritikmaximierung“ ist zu sagen, dass sie eindeutig aus dem rassistischen Spektrum der sogenannten Antideutschen kommt und ihre Filmauswahl bestätigt dies. Lassen wir sie selbst zu Wort kommen: „Entgegen aller legitimierender und wohlmeinender Behauptungen des deutschen gesellschaftlichen Mainstreams handelt es sich nun auch beim Antizionismus, dem Ressentiment gegen Israel, nicht um einen ehrbare Parteinahme in einem völkerrechtlichen Disput zwischen einem bestehenden Staat und einem Staat in Gründung, sondern hauptsächlich um eine Reproduktion des antisemitischen Furors in den Begriffen und der Sphäre des Politischen.“ (Flugblatt „Paradise No!“ von Kritikmaximierung)
Was das heißt? Jede Kritik am Zionismus und am Widerstand gegen dessen Vernichtungspolitik gegenüber den PalästinenserInnen wird als Antisemitismus gebrandmarkt.
Diese Gruppe zeigt den Film im B-Movie, um das Spektrum der B5 zu provozieren. Mit diesem Verhalten bestätigen sie das erklärte Ziel der „Antideutschen“, die Linke zu zerstören.

Warum sind wir hier?
Wir sehen es als unsere Aufgabe, der menschenverachtenden Hetze der „Antideutschen“ hier und jetzt entgegenzutreten. Wo wir linke, antifaschistische und alternative Freiräume gegen sie verteidigen können, ist dies unsere Pflicht als emanzipatorische Menschen. Wir können und werden nicht tolerieren, dass Menschen Kriegspropaganda und rassistische und islamophobe Hetze verbreiten. Darum stehen wir heute vor einem inszenierten israelischen Checkpoint, wie es sie in Palästina zu hunderten gibt. Natürlich können wir den Horror nicht in seiner Gänze darstellen, wenn z. B. Krankenwagen nicht durchgelassen werden und darum Menschen verrecken müssen.

Kein Raum für Antisemiten, Militaristen, Rassisten und Reaktionäre!
Nicht hier und nirgendwo sonst! 

http://www2.de.indymedia.org/2009/10/264251.shtml

Kritikmaximierung hatte den Claude-Lanzmann-Film am 2. Oktober 2009 so vorgestellt, die Verhinderung der Aufführung am 25. Oktober 2009 so kommentiert und darüber hinaus am 29. Oktober 2009 der Jüdischen Gemeinde Pinneberg das Wort zur Sache erteilt

Diesen Beiträgen zufolge handelt es sich bei Kritikmaximierung um Anti-Linke, vergleiche hier und hier.

Am 2. November 2009 nahm Christiane Schneider von Der Linken in Hamburg Stellung. Sie meint, es gehe 

in dem Film, dessen Aufführung verhindert wurde, nämlich nicht um die Begründung der Politik Israels, sondern der Existenz Israels... 

... das ist die Botschaft der Sprengung. Ihr politischer Zweck war es, mit dieser Provokation das Existenzrecht Israels als Zufluchtsort jüdischen Lebens demonstrativ zu bestreiten. Zugleich wurde damit das Recht bestritten, dass sich die Erfahrung jüdischer Menschen, eben diesen Zufluchtsort zu benötigen, in der [deutschen!] Öffentlichkeit artikulieren.

Das verbietet jeden Versuch, die Sprengung zu rechtfertigen oder herunterzuspielen.

Leider hat die AG „Kritische Linke“ des Hamburger Landesverbandes der LINKEN das Rechtfertigungspamphlet der Blockierer, erst einmal unbemerkt, für einige Tage mit einem rechtfertigenden Vorspann auf die Homepage gestellt. Darauf aufmerksam gemacht, war im Landesvorstand umstritten, wie man damit umgeht. Die Seite wurde dann doch schnell gelöscht, weil die AG durch Austritt ihre Existenz verlor. Aber die Klärung, dass Positionen, die das Existenzrecht Israels in Frage stellen, in der LINKEN keinen Platz haben, steht aus. Ich halte sie für unabdingbar.

Das Internationale Zentrum B5 hat am 2. November 2009 die Verhinderung der Filmvorführung im B-Movie in einen weltpolitischen Zusammenhang gestellt und die Behauptungen von Kritikmaximierung über den Hergang und angebliche Verbalinjurien zurückgewiesen, .pdf-Datei. 

Kommentar

Was SteinbergRecherche zum Recht auf Existenz von Staaten, insbesondere zum Recht auf Existenz Israels meint, steht seit 4. September 2006 unter Thomas Immanuel Steinberg / Existenzrecht mit den Zwischenüberschriften

Israel – ein grenzenloser Staat

Israel – ein Staat ohne eindeutige Staatsbürgerschaft   

Israel – ein Staat ohne Verfassung   

und seit 25. September 2007, um einige Gesichtspunkte bereichert, unter Judäomanie

Die fortdauernde Säuberung Palästinas von den Palästinensern mit dem Berliner Buchhändler Saul Ascher ausgedrückt: die zum Verbrechen geronnene Judäomanie bildet den ideologischen Kern des zionistischen Projekts.

Christiane Schneider und Der Hamburger Linken seien beide Aufsätze und weitere gleichgerichtete Artikel aus aller Welt unter Existenzrecht ans Herz gelegt.

T:I:S, 3. November 2009. Siehe auch den taz-Bericht vom 1. November 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Propagandafilm 

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