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Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter? Siehe auch Christiane Schneider, MdBü, Hamburg, Zionistische Provokationen, Die Antideutschen, Partei Die Linke, Kriegsjuden und die Sammlung interner Links unter Israel
LinksWeitere Beiträge über den Hamburger Streit B5 gegen B-Movie / KritikmaximierungVerweisstruktur. Aufklärung gescheitert. Durch die zunächst verhinderte Vorführung des Claude-Lanzmann-Films "Warum Israel" hat die Gruppe "Kritikmaximierung Hamburg" von sich reden gemacht. Doch wofür stehen die Kritikmaximierer eigentlich? Ein Annäherungsversuch. Lena Kaiser, taz, 15. Januar 2010 Hamburger Streit um Pourquoi Israel oder: „Palästina“ = „Israel“? MondoPrinte, 18. November 2009 Bloß keine Kritik an der Kritikmaximierung! Oder: Warum das Gegenteil von etwas Schlechtem nicht immer unbedingt etwas Gutes sein muss. victordearroyo, 26. November 2009 T:I:S, 18. Januar 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Links *Kommunistische Assoziation Hamburg, KAHKein Ende der »antideutschen« Kampagne gegen Linke in HamburgPresseerklärung, Hamburg, Freitag, 15. Januar 2010Hamburger Musikclub Übel & Gefährlich und Regisseur Claude Lanzmann beteiligen sich an „antideutscher“ Kampagne gegen Linke. Zur Vorführung des Films „Warum Israel“ am 18. Januar 2010Am kommenden Montag zeigt der Hamburger Musikclub »Übel & Gefährlich« den Film »Warum Israel« des französischen Regisseurs Claude Lanzmann. Lanzmann wird sein Werk anschließend mit dem Herausgeber der »antideutschen« Zeitschrift »Konkret«, Hermann Gremliza, und dem Philosophen Klaus Theweleit diskutieren... [Lanzmanns] Engagement für eine rücksichtslose israelische Besatzungs- und Kriegspolitik paßt perfekt in die ›antideutsche‹ Ideologie, in der es gilt, die westliche Welt gegen die ›barbarischen Muslime‹ zu verteidigen und linke und demokratische Kräfte als ›Antisemiten‹ zu denunzieren... Kommunistische Assoziation Hamburg, T:I:S, 16. Januar 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#KeinEnde *VVN-BdA-Vorsitzender Fink distanziert sich von den Hamburger Anti-LinkenHeinrich Fink ist Professor für Theologie und Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes–Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Von 1990 bis zu seiner Abwicklung 1992 war er Rektor der Humboldt-Universität zu Berlin, von 1998 bis 2002 Mitglied des Bundestages für die damalige PDS. Die junge Welt befragte Heinrich Fink zum Ausscheren des Berliner Landesverbandes aus dem Konsens über anti-linke sogenannte antideutsche Gruppen.
junge Welt, T:I:S, 12. Januar 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#VVN *SauerkrautEin Leser wollte kürzlich von SteinbergRecherche wissen, wer oder was Antideutsche sind. Wikipedia gibt Hinweise. Unter Die Antideutschen steht Älteres, Jüngeres hier unter Die Anti-Linken, Verwandtes unter Zionistische Provokationen. Bündige Auskunft gibt die antideutsche, also anti-linke, sprich: links verkleidete NeoCon-Promotion-Seite ag no tears vor krauts Halle. Zur Erläuterung: Krauts ist im Englischen eine abwertende Bezeichnung für Deutsche, für die die Hallenser Betreiber der Internetseite keine Träne vergießen zu wollen vorgeben. Sie empfehlen allerhand gleichgerichte Internetseiten hier. (1) Unter der betörend sprachmächtigen Überschrift Scheiß Magdeburg!, .pdf-Datei, präsentieren die Großmäuler einen milchsäurehaltigen Weißkohlstreifenfilz, zwischen den wegen schlampigen Stampfens Luft geraten ist. So fault das Kraut und stinkt vor sich hin. Eins läßt sich erriechen: Die Kraut-Schlamper sind sauer auf Ihresgleichen. T:I:S, 7. Januar 2010 Anmerkung (1) Auf der Hallenser NeoCon-Promotion-Seite fehlt ein Link zur Antideutschen Gruppe Hamburg, die mit dem selbsterklärten Antisemiten-Jäger Hamburgs, Anders Kühne, im Gemeindesaal von St. Petri Altona, Schillerstraße 22 -24 tagen will und bereits dort getagt hat, um zu prüfen, ob Obama in Bushs NeoCon-Fußstapfen trete oder ob
Man verzeihe das krautige Antideutsch. URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Sauerkraut *Karl Reitter, WienHamburger VerhältnisseDa Berichte über die Ereignisse rund um die verhinderte Filmvorführung des Streifens „Warum Israel“ am 25.10.09 im Szenekino „B-Movie“ nun auch hierzulande wie zu erwarten publiziert werden, erscheinen mir einige Bemerkungen unumgänglich. Es gilt nicht nur verkürzende und simplifizierende Darstellungen zu korrigieren, sondern auch die Frage aufzuwerfen, wohin sich eigentlich Teile der ehemals linken Szene mit Riesenschritten bewegen und im welchen Verhältnis sie zur Linken noch stehen. Wenn wir über die Vorfälle nachdenken, so bewegen wir uns klarerweise in einem Mikrokosmos, dessen gesellschaftliche Bedeutung eher gering ist. Andererseits wäre es nicht das erste Mal, dass aus der Linken VordenkerInnen, ob wir dieses Substantiv nun mit dem Adjektiv „möchtegern“ versehen oder nicht, spielt erstmals keine Rolle, dass also aus der Linken neue prokapitalistische Eliten emporwachsen... Karl Reitter, T:I:S, 27. Dezember 2009. Zu Karl Reitters Homepage URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Reitter *Karl ReitterArgumentationsstrukturen und Begründungsfiguren um den Krieg gegen GazaGrundrisse, T:I:S, 27. Dezember 2009 *SchattenblickKein Streit unter Linken ... Demo der Antideutschen in HamburgRechter Aufmarsch gegen Internationalisten am 13. Dezember 2009 in Hamburg Strategien des Konformismus / Claude Lanzmann - vom Résistancekämpfer zum Kriegsverklärer / Sozialrassisten fordern Schließung eines internationalistischen Zentrums / Flucht in die Sicherheit der besseren Gesellschaft ... Daß .. Fortschritt darin bestehen soll, die Welt nicht nur den Raubzügen der kapitalistischen Globalisierung auszusetzen, sondern die Durchsetzung ihrer Geschäftsordnung mit vernichtender Gewalt zu erzwingen, bildet den materiellen Kern antideutscher Ideologie. Der Bundesrepublik wird in diesem Zusammenhang zur Last gelegt, nicht rabiat genug gegen diejenigen Länder des Südens zu Felde zu ziehen, die sich dieser Geschäftsordnung durch Insistieren auf traditionelle Lebensformen oder andere Entwürfe eigenständiger Entwicklung widersetzen... Schattenblick, T:I:S, 17. Dezember 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Schattenblick *Kommunistische Assoziation Hamburg, KAH„Antideutsche“ Demonstration gegen „Antisemitismus von links“ erweist sich als Holocaustrelativierung und KriegstreibereiPresseerklärung, Hamburg, 13. Dezember 2009Rund 350 „Antideutsche“ haben am 13. Dezember 2009 in Hamburg unter dem Motto „Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!“ gegen das Internationale Zentrum B5 und für die Vorführung des Films „Warum Israel“ im Programmkino B-Movie demonstriert. Die Demonstration des „antideutsch“-neokonservativen Bündnisses gegen Hamburger Unzumutbarkeiten hat sich als bellizistische und die deutsche Geschichte relativierende Manifestation herausgestellt. Die Aktivisten der B5 reagierten mit einer Kundgebung, auf der sie ihre politische Arbeit vorstellten und an der 200 antiimperialistische und andere Linke teilnahmen. Ihnen gellte aus den „antideutschen“ Kehlen entgegen: „Wir tragen Gucci, wir tragen Prada, Tod der Intifada!“ Bundesrepublikanischer Wohlstand und rassistische Verachtung der Palästinenser gehen hier offensichtlich Hand in Hand. Mitglieder des Bundesarbeitskreis Shalom der linksjugend ['solid] und Vertreter der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der AntifaschistInnen (VVN-BdA) beteiligten sich an der Demonstration. Vertreter der Partei DIE LINKE in Hamburg, wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bürgerschaftsfraktion, Christiane Schneider, marschierten am Rande mit. Sie und andere, wie der Anmelder der Demonstration, der Sprecher der Roten Flora, Andreas Blechschmidt, ließen sich nicht davon abschrecken, dass Demonstrationsteilnehmer sich mit der israelischen und der US-Armee in eine Linie stellten, indem sie Israel- und US-Fahnen schwenkend gewaltbereit skandierten: „IDF, USA, auf die Fresse – Antifa!“
Anti-Linke am 13. Dezember 2009 mit Davidstern und Sternenbanner gegen Linke im Hamburger Schanzenviertel. Dank an M. Die vermeintlich friedlichen Veranstalter und Besucher des Kinofilms „Warum Israel“ behaupteten, sich am Sonntag gegen angeblich „antisemitische Schläger“ zur Wehr setzen zu wollen. Stattdessen huldigten sie unverhohlen den Kriegsapparaten der westlichen Industriestaaten und forderten im neokonservativen Duktus Avidgor Liebermans die militärische „Entbarbarisierung“ der arabischen Welt und die Räumung der B5. Links das Internationale Zentrum B5, rechts das B-Movie, Brigittenstraße 5, Hamburg. Dank an M. Seit sieben Wochen unterstellen die selbsternannten „Kritiker des linken Antisemitismus“ beharrlich, dass israelischkritische B5-Aktivisten Besucher des B-Movies als „Judenschweine“ und „Schwuchteln“ beleidigt hätten. Heute wie damals sind sie sich nicht zu schade, die deutsche Geschichte zu instrumentalisieren und den Holocaust zu relativieren, indem sie Linke mit Nazis gleichsetzen. Auf Beleidigungen wie „Linksfaschisten“ und „linke Nazis“ folgte gestern die Parole „Antiimp-Nazipack, wir haben euch zum Kotzen satt!“. „Die Organisatoren und Besucher der Demonstration haben sich verwerflicher Mittel bedient, die sich angesichts der deutschen Geschichte und der realen Gefahr des Antisemitismus, der auch im Gewand des Philosemitismus in Deutschland grassiert, verbieten. Die Demonstration hat gezeigt, dass heute nicht Linke gegen Linke, sondern neokonservative Kriegstreiber gegen Kritiker imperialistischer Kriege demonstriert haben“, erklärt die Kommunistische Assoziation Hamburg (KAH). T:I:S, 14. Dezember 2009, per Mail. Siehe auch Kommunistische Assoziation Hamburg URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Holocaustrelativierung *Kommunistische Assoziation Hamburg, KAHVon der „antideutschen“ Schmierenkomödie zur Grand opéra. Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne OppositionRund 30 Aktivisten des Internationalen Zentrums B5 in Hamburg-St. Pauli hatten am 25. Oktober 2009 eine Veranstaltung der „antideutschen“ Gruppe Kritikmaximierung im benachbarten Kino B-Movie verhindert, in deren Rahmen der Film „Warum Israel“ des französischen Regisseurs Claude Lanzmann gezeigt werden sollte... Für den 13. Dezember 2009 ist im Hamburger Schanzenviertel eine Protestdemonstration gegen „linke antisemitische Schläger“angekündigt. Wer und was steckt dahinter? T:I:S, 11. Dezember 2009. Siehe auch Am Ende der Aufklärung warten die "Antideutschen" URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#KAH *Interkulturelle Spielgruppe RANTANPLAN Hamburg-AltonaAlles Sektenscheiße!Ein paar Leute können inzwischen die Sekt(en)korken knallen lassen. Sie haben es geschafft, dass der urdeutsche Begriff des „Scheiß-Juden“ im Wallstreet-Journal, der Financial Times, der Jerusalem Post, in Le Monde und anderen internationalen Publikationen zitiert wurde, um einem Skandal um die Blockierung der Vorführung eines israelfreundlichen Films von Claude Lanzmann im Hamburger Kleinkino B-Movie die richtige antisemitische Konnotation zu geben. Die Aufregung ist immer noch groß: Unterschriftenlisten kursieren, eine Demo wird vorbereitet, in der Roten Flora werden Hausverbote ausgesprochen, das deutsche bürgerliche Medienwesen ist immer noch dabei, den Vorfall intensiv zur Kenntnis zu nehmen, und die Semi-Prominenz der deutschen Poplinken meldet sich exzessiv zu Wort. Unsere Gruppe, die Interkulturelle Spielgruppe Rantanplan aus Hamburg-Altona spielt dagegen immer noch wesentlich Volleyball, beteiligt sich an der einen oder anderen antirassistischen Aktion und versucht sich bei der praktischen Unterstützung von rechtlosen Migranten. Wenn wir im vorliegenden Sektenstreit zwischen „antiimperialistischen Antisemiten“ und „antideutschen Faschisten“ überhaupt Stellung nehmen, geschieht dies vor allem deshalb, um unserer Verachtung vor der Verkommenheit einer „linken“ Debatte, die nur noch der identitären Selbstversicherung dient, angemessen Ausdruck zu verleihen. 1. Die B5-Gruppen haben Scheiße gebaut Die praktische Verhinderung einer Filmvorführung eines prozionistischen Films von Claude Lanzmann über die Entstehungsgeschichte Israels durch einige Gruppen aus der B5 war politisch und moralisch inakzeptabel. Es hilft alles nix: Auch wenn die Auseinandersetzung um den Antisemitismus (bzw. der Funktionalisierung des Antisemitismusvorwurfs) auf einem beklagenswert niedrigen Niveau geführt wird, bleibt das Mittel dieser Auseinandersetzung die öffentliche Rede, die Debatte, die Demo, der Artikel, die Radiosendung, der Film, der – wenn nötig – auch lautstarke Streit in der Kneipe oder in der WG. Natürlich: Auch für viele Mitglieder unserer Gruppe war die proisraelische Kundgebung während des Gaza-Kriegs in Hamburg-Eimsbüttel ein politisch-moralischer Skandal – aber wir wären ziemlich schlecht beraten, den Anhängern des israelischen Militärstaats ihr Recht auf öffentliche Meinungsäußerung streitig zu machen. Die Vorführung des Lanzmann-Films im B-Movie hätte im Vorfeld und im Anschluss an den Film auf vielfältige Weise öffentlich thematisiert werden können – darauf haben die beteiligten Gruppen aus der B5 verzichtet, und das macht sie zu politischen Sektierern, die zu Recht Gegenwind von Leuten erfahren, für die das Recht auf freie Meinungsäußerung keine Nebensache ist. Wir wollen jedenfalls einen Zustand vermeiden, der uns in letzter Konsequenz in eine Lage führt, wo – womöglich – unüberwindbare Widersprüche mit Pistolenschüssen in die Knie ausgetragen werden. Das haben uns vor einiger Zeit hier in Hamburg mal einige zerstrittene türkische Stalinistengruppen vorgeführt. Übrigens finden wir – unter politisch-propagandistischen Gesichtspunkten – überhaupt nichts Schlechtes daran, die Anhänger des israelischen Militärstaats mit der theatermäßigen Simulation eines israelischen Check-Points zu konfrontieren: So was kann manchmal Bewegung in verwirrte Köpfe bringen. Aber wenn die Leute unbedingt einen kritikwürdigen Film sehen wollen, sollten sie ihn trotzdem sehen können. Claro? 2. Die Gruppe „Kritikmaximierung“ – Territorialkämpfer im nördlichen St. Pauli Die Gruppe „Kritikmaximierung“, die uns unbekannt ist und die ausweislich ihrer Website bisher noch nicht durch maximale Kritik an den gesellschaftlichen Zuständen dieses Landes hervorgetreten ist, wollte mit der Filmvorführung im B-Movie provozieren. Das B-Movie ist mit der B5 räumlich eng verbunden: Die antiimperialistischen Gruppen in der B5 mussten die Vorführung eines prozionistischen Propagandafilms in „ihrem“ Territorium als „feindliche Landnahme“ begreifen, und genau dieser Effekt war beabsichtigt. Es war eines dieser taktischen Spielchen, die – von beiden Seiten – in den vergangenen Jahren beim FSK, in der Flora, bei antinationalen und antifaschistischen Demos immer wieder eine Rolle spielte und hochgradig symbolisch aufgeladen wurden: Es ging (und geht) um blauweiße Winkelemente, um textil angemessenes Outfit in der Flora (Khuffije-Verbot), es ging beim FSK darum, ob über die Jahre ausschließlich Endlosschleifen über den linken Antisemitismus ventiliert werden sollten und ob der Wertmullah einen Vortrag in einer linken Kneipe halten durfte. Man freut sich über billige kleine Siege und minimale territoriale Zugewinne: Sektenkämpfe eben. Bei der B5 kam noch etwas anders hinzu: Hier treffen sich nicht nur mehr oder weniger traditionskommunistische Gruppen, sondern die B5 ist auch ein soziales Zentrum linker migrantischer Jugendlicher vor allem aus dem „orientalischen“ Teil dieser Erde: Türkisch, Arabisch oder ein afghanischer Dialekt wird hier gesprochen. Da es unter „israelsolidarischen“ Gruppen inzwischen zum analytischen Standard gehört, das historische Zentrum des Antisemitismus aus der deutsch-europäischen Region in die orientalisch-arabische Weltgegend zu verlagern (der Mufti!), könnte man einen voraussehbaren und provozierten Krawall um einen israelischen Propagandafilm als Auseinandersetzung mit dem „Islamofaschismus“ interpretieren – glücklicherweise sind die „orientalischen“ Jugendlichen im Zentrum darauf nicht hereingefallen und haben sich an der Auseinandersetzung kaum beteiligt. Die Geschichte mit den „Judenschweinen“ war der Gipfelpunkt der Perfidie – und hat wunderbar funktioniert. Einer will’s (gerüchteweise) gehört haben, fast alle haben rein gar nix gehört, und die Leute aus der B5 haben öffentlich erklärt, dass solche antisemitischen Beschimpfungen nie und nimmer Bestandteil ihrer sprachlichen Ausdrucksweise sind. Aber: Die Sache war in der Welt, wurde national und international in hunderten von Medienoutlets gespiegelt, und bewiesen war, was zu beweisen war: Der LINKE ANTISEMITISMUS erhebt sein Medusenhaupt im nördlichen St. Pauli. Eine Steilvorlage für die mediale Verwurstung: Die (politisch und moralisch fragwürdige) Blockade eines israelfreundlichen Propagandafilms durch eine zionismuskritische Gruppe wird zur „Judenhatz der Roten SA in Hamburg“ (DIE WELT). Es war halt einer dieser kleinen Siege im Sektenstreit. Die allzu deutschen Vertreter jenes israelischen „Gun-Zionism“ (Hannah Arendt) können allerdings ein grundlegendes Problem nicht lösen: Eine fundierte Kritik an den militärischen Aktionen des israelischen Staats dadurch abzuwehren, indem man grundsätzlich diese Kritik als „antisemitisch kontaminiert“ beschreibt, mag in dieser überschaubaren Szene identitätsstiftend wirken: Für die Masse des informierten Publikums wirkt die Sache nur noch lächerlich – Daniel Barenboim jedenfalls fühlt sich durch solche Zuschreibungen inzwischen durchaus geehrt: Er weiß, woher sie kommen. 3. Der Film Claude Lanzmanns Film „Shoa“ ist ein tief bewegendes dokumentarisches Essay über die Vernichtung der europäischen Juden durch die deutschen Faschisten. Durch seine Dokumentations- und Interviewtechnik „enthüllt“ Lanzmann die Funktionsmechanismen der „Endlösung“, ihre technischen und logistischen Voraussetzungen, die Leiden der Opfer und die bürokratische Brutalität der Täter. Niemand kann sich der Wirkung dieses Werks entziehen. Lanzmann versetzt sich in diesem Film häufig selbst in die Position des neugierigen, nachfragenden, emotional kontrollierten Aufklärers: Er klärt auf, indem er genau hinschaut und sein Publikum daran teilhaben lässt. Seine beiden Filme über Israels Gründung und die IDF (Tsahal) haben einen vollkommen anderen Charakter: Er bekennt sich als französischer Jude zu Israel und möchte als „Wissender“ dem Publikum seine zentrale These näher bringen: Die Gründung Israels sei hauptseitig und ideologisch konstituierend der Erfahrung des Holocaust geschuldet – es sei der Staat der Überlebenden und ihrer Nachkommen. Jede politische oder militärische Maßnahme Israels sei auch heute noch unmittelbar durch die Grunderfahrung des antisemitischen Furors begründbar, zu erklären und zu rechtfertigen. Beide Filme sind in diesem Sinne eindimensional und propagandistisch – sie bebildern seine Zentralthese und vermeiden eine filmisch-dokumentarische Arbeitsweise, die Erkenntnis aus der Erfahrung und der Abbildung des Widerspruchs bezieht. Konsequenterweise kommen in beiden Filmen die autochthonen Bewohner Palästinas praktisch nicht vor. Sie bleiben Schattengebilde am Wegrand – stattdessen wird häufig vor imposanter militärischer Kulisse die alte These des historischen Zionismus bebildert: „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land.“ Eine israelisch- jüdische Kritik (Amnon Kapeliuk) der filmischen Arbeitsweise Lanzmanns kann man sich unter www.pij.org/details.php?id=686 anschauen. (1) Den israelsolidarischen „Antideutschen“ kommt der ideologische Ansatz Claude Lanzmanns durchaus entgegen, da er die Entwicklungsgeschichte der zionistisch-jüdischen Bewegung einengt auf die Leidenserfahrung des Holocaust. Unstrittig ist, dass der Versuch der deutschen Nazis, das europäische Judentum vollständig zu vernichten, konstituierend für die Gründung Israels im Jahre 1948 gewesen ist: Die Überlebenden brauchten Schutz und Unterstützung, und die Weltgemeinschaft stimmte der Gründung Israels –geographisch fixiert durch einen Teilungsplan Palästinas – zu. Die historische jüdisch-zionistische Bewegung, deren Einfluss in Vergangenheit und Gegenwart die Politik Israels maßgeblich bestimmt, speist sich dagegen aus verschiedenen Quellen: Die frühe jüdische Arbeiterbewegung Osteuropas spielt eine Rolle, die antijüdischen Progrome in Russland um die Jahrhundertwende, ein gewaltiger Schuss Kolonialideologie in der Tradition der „weißen“ europäischen Kolonialmächte, der messianische Glaube an ein ethnokratisches, den Juden allein vorbehaltenes Gottesreich im historischen Land der Bibel und schließlich eine Sichtweise, die das ALTE TESTAMENT als eine Art Grundbuch Gottes begreift und aus vorgeschichtlichen Mythen Eigentumsansprüche im historischen Palästina ableitet („vom Fluss (Jordan) bis zum Meer“). Alle diese Elemente spielen auch heute noch eine Rolle, und die Hartnäckigkeit, mit der die israelischen Siedler im Westjordanland an ihren territorialen Eroberungen palästinensischen Bodens festhalten, ist ohne ihre mythologisch-religiöse Prägung („God gave us the land“) überhaupt nicht zu verstehen. Wenn gegenwärtig die israelische Regierung jegliche Gewalttat gegenüber der palästinensischen Bevölkerung mit der Leidenserfahrung der jüdischen Holocaustopfer begründet und rechtfertigt, mag das unsere „antideutschen“ Freunde Israels tief befriedigen – sie begreifen einfach nicht, dass etwa die Tötung von über 350 palästinensischen Kindern im letzten Gazakrieg unter expliziter Berufung auf die Erfahrung des Holocausts eine der schlimmsten Beleidigungen ist, die man den Millionen toten Opfern der Shoa nachträglich zufügen kann. Zurück zum Film: Man soll ihn sich kritisch ansehen. Gelegenheit dazu gibt es mehrfach. Eine der in der B5 vertretenen Gruppen (Sozialistische Linke) wird den Film „Pourquoi Israël“ von Claude Lanzmann in der B5 zeigen: Am Mittwoch, dem 9. Dezember um 17.00 in der B5, Brigittenstraße 5, Hamburg St.Pauli. Eine anschließende Diskussion ist vorgesehen. (Das ist übrigens das Beste, was die Leute aus der B5 jetzt machen können, um der Sektiererfalle zu entgehen) 4. Eine Sonntagsdemonstration Wenn’s am nächsten Sonntag darum gehen würde, auf einer Kundgebung den Blockierern aus der B5 zu verdeutlichen, dass sich die Hamburger Linke nicht vorschreiben lässt, welchen Film sie sich ansieht und welchen nicht, wären wir eventuell dabei. Es geht hier aber um etwas anderes. Der Vorfall in der B5 soll dazu herhalten, quasi „endgültig“ eine politische Agenda zu implementieren, die eine linke Kritik an der Politik des Militärstaats Israels als „kruden Antisemitismus“ delegitimiert. Dieselben Leute, die vor 4 Jahren mit dem Wertmullah an der Spitze mit blau-weißer Winkelemente-Choreographie durchs Schanzenviertel zogen, „Waffen für Israel“ forderten und die Szene um die Rote Flora als „antisemitisch verseuchte Wursthaarträger“ apostrophierten, sehen auf Grund des bekloppten Verhaltens der Blockierer aus der B5 ihre Chance, die Reste der radikalen Linken in einen permanenten sektiererischen Diskurs über den „Antisemitismus in der Linken“ zu verstricken. Wir sollten dagegenhalten. Unsere Aufgaben sehen anders aus: Es geht um die permanente Denunziation der kapitalistischen Normalität, um den Kampf gegen die innerstaatliche Repression, um die soziale Frage, um eine Stadt, in der wir leben und atmen können, um den Kampf gegen den ‚zivilen’ Rassismus der gesellschaftlichen Mitte, um antifaschistische Notwendigkeiten, um antikapitalistische Klimabündnisse. Es sei im Übrigen auf die – für manche Leute erstaunliche – Tatsache hingewiesen, dass dieser deutsche Staat seit einigen Jahren in einer weit entfernten Weltgegend Krieg führt und das eine oder andere Massaker an der dortigen Zivilbevölkerung veranstaltet. Wie wär’s also mit einer antimilitaristischen Kampagne gegen den „deutschen Krieg“ im Norden Afghanistans? Oder könnte es sein, dass Leuten, die mit der ausnehmend elaborierten Parole „Staat, Nation, Kapitalismus, Scheiße“ durch die Straßen laufen, den deutschen Kriegseinsatz in Afghanistan nur deshalb partout nicht zur Kenntnis nehmen, weil es sich bei den „Kollateralschäden“ dieses Krieges um Angehörige nichtswürdiger muslimischer Völkerschaften handelt?? Wir merken schon: Wir schweifen ab. Für die Demo am Sonntag unser exklusiver Tipp: Bei Fahnen-Fleck gibt’s blau-weiße Nationalfahnen im Ausverkauf – es bietet sich eventuell eine Kombination mit schwarz-rot-goldenen Fußballcaps an – die gibt’s dort auch: In der Grabbelkiste. Und: Solidarische Grüße an die zwei Jungs von der Emanzipatorischen Linken Lüdenscheid. Und wir? Werden – wie immer – am Sonntag Volleyball spielen. Im Auftrag der Spielgruppe: Georg, Cem und Rudi, 7. Dezember 2009 T:I:S, 9. Dezember 2009 Anmerkung (1) Hauptgegenstand eines taz-Interviews, siehe auch Kriegsjuden, ist der fünfstündige Film "Tsahal" von Claude Lanzmann von 1994 über die israelischen Verteidigungsstreitkräfte. In Le Monde diplomatique vom August 2006, Seiten 40 bis 43, hat Amnon Kapeliouk ihn unter dem Titel « Tsahal », défense et illustration de l’armée israélienne, rezensiert. Der Rezension zufolge handelt es sich um einen rassistischen, militaristischen und überdies außerordentlich schlecht gemachten Propagandaschinken. Eine Kurzrezension von Amnon Kapeliouk in englischer Sprache findet sich in Palestine-Israel, Journal of Politics, Economics and Culture, Vol.2 No.1 1995 / Oslo. T:I:S URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#RANTANPLAN *Sozialistische Linke - SoL zeigt den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann im Internationalen Zentrum B5PressemitteilungHamburg, 6.12.2009 Am Mittwoch, dem 9. Dezember 2009 um 17:00 Uhr wird die Gruppe Sozialistische Linke - SoL den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann im Internationalen Zentrum B5, Brigittenstraße 5, 20359 Hamburg, zeigen. Im Anschluss an die Filmvorführung lädt SoL alle interessierten Gäste zu einer Diskussion ein. AktivistInnen von SoL hatten sich am 25. Oktober 2009 daran beteiligt, eine Veranstaltung im benachbarten Kino B-Movie, das Mitnutzer von Räumen der B5 ist, zu verhindern. Dort wollte die "antideutsche" Gruppe Kritikmaximierung Hamburg den Lanzmann-Film präsentieren. Mit der Filmvorführung am Mittwoch, dem 9. Dezember 2009 um 17:00 Uhr soll nun deutlich gezeigt werden, dass der Grund dieser Aktion nicht, wie vielfach fälschlicherweise behauptet wurde, eine Kulturzensur jüdischer Werke war. Es ging den AktivistInnen vielmehr darum zu verhindern, dass der Film von einer "antideutschen" Gruppe instrumentalisiert und für die Verbreitung ihrer bellizistischen Ideologie sowie islamophober Vorurteile benutzt wird. Der umstrittene Film "Warum Israel" des Regisseurs Claude Lanzmann bedarf einer kritischen Würdigung, die mit unserer Veranstaltung ermöglicht werden soll. In Anerkennung der Tatsache, dass Lanzmanns Filme zum Teil als wichtige Beiträge zur Aufarbeitung der Shoah gelten, soll die Diskussion im Anschluss an die Filmvorführung Gelegenheit bieten, sich mit den mittlerweile zum Neokonservatismus gewendeten Positionen des Regisseurs zu befassen. Lanzmann unterstützt israelische Kriege gegen die palästinensische Bevölkerung, verherrlicht das Militär -- wie in seinem Film "Tsahal" mehr als deutlich zutage tritt -- und vertritt die chauvinistische Auffassung, ein Menschenleben sei in Israel mehr wert als anderswo. "Wir halten es für wichtig, dass dieser Film in einem Rahmen gezeigt wird, in dem ein demokratisches und einschüchterungsfreies Diskussionsklima herrscht und in dem nicht jede Kritik am Handeln der israelischen Regierung sofort als 'antisemitisch' bezeichnet wird. Eine solche Filmvorstellung darf nicht von 'antideutschen' neokonservativen Kriegsverherrlichern instrumentalisiert werden", erklärt SoL. SoL ist es ein Anliegen aufzuzeigen, dass der Kampf gegen den Antisemitismus eine politische Positionierung gegen "antideutsche" Gruppen einschließen muss. "Im Kampf gegen antisemitische Ideologie muss aufgedeckt werden, dass der Philosemitismus 'antideutscher' und anderer neokonservativer Gruppen eine heute in Deutschland sehr populäre Form des alltäglichen Antisemitismus ist. Die Behauptung von 'Antideutschen' einer vermeintlichen positiven Andersartigkeit 'der Juden' basiert auf nichts anderem als auf alten judäophoben Stereotypen und ist damit nur die Kehrseite der antisemitischen Medaille", kritisiert SoL weiter. "Die antiemanzipatorische Ausrichtung des 'antideutschen' Philosemitismus' offenbart sich auch in seiner Aufteilung in ein 'Zwei-Klassensystem': Die Solidarität der 'Antideutschen' gilt bloß rechten zionistischen Jüdinnen und Juden. Diaspora-Jüdinnen und -Juden und linke Jüdinnen und Juden hingegen, die nichtzionistisch oder antizionistisch sind und/oder gar die Staatspolitik Israels kritisieren, werden von den 'Antideutschen' und anderen Neokonservativen unter Anwendung antisemitischer Klischees als 'Verräter' oder 'selbsthassende Juden' verteufelt." Medienvertreter sind nach vorheriger Anmeldung zu unserem Film- und Diskussionsabend herzlich willkommen. Foto-, Ton- und Filmaufnahmen sind nur nach vorheriger Absprache mit SoL möglich. Rassisten und Antisemiten sind - wie gewöhnlich - von der Teilnahme an Veranstaltungen in der B5 ausgeschlossen. Für Rückfragen und Stellungnahmen steht Ihnen SoL gern unter sol-hh(at)gmx.de zur Verfügung. T:I:S. 7. Dezember 2009. Zur Internetseite von SoL. Mehr über Claude Lanzmann, seine Filme und seine Auffassung, ein Menschenleben in Israel sei mehr wert als anderswo, unter Mehrwertlehre. Siebenminütiges Video als Vorgeschmack auf den zionistischen Propagandaschinken. Siehe auch die Kommentare zur Pressemitteilung auf Linke Zeitung URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#SoL *Edith Bartelmus-ScholichDie Linke, Landesverband Hamburg: Zensur gegen Arbeitsgemeinschaften ist nur die Spitze des EisbergsMit satzungswidrigen Mitteln, so zeichnet Edith Bartelmus-Scholich auf scharf links vom 2. Dezember 2009 akribisch nach, versuchen offenbar Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik, den Landesverband Hamburg Der Linken zu kapern. Die strammen Anti-Linken in und um den Arbeitskreis BAK Shalom der Linksjugend 'solid hätten den Landesvorstand zu mehreren unerlaubten Zensurmaßnahmen gegen Antizionisten bewegt. Nun, da Jan van Aken statt Norman Paech für Hamburg im Bundestag sitzt, wittern offenbar Pro-Kapitalisten, Antisemitismus-Keulenschwinger und Opportunisten Morgenluft. Mit von der Partie ist Christiane Schneider, Abgeordnete in der Hamburger Bürgerschaft. Eine der Zielscheiben der rechten Clique ist Joachim Bischoff, der kürzlich die völkerrechtswidrige Politik Israels verurteilt hat. Bischoff sitzt ebenfalls in der Hamburger Bürgerschaft. T:I:S Edith Bartelmus-Scholich schließt mit folgender Passage: Prozionistische LINKE? Es gibt sicher Klärungsbedarf in der LINKEN, auch über Hamburg hinaus. Schablonen wie z.B. die Logik der Antideutschen, die an Blindheit und Dummheit kaum zu überbieten sind, aber zu Waffen in hysterischen Auseinandersetzungen gegen Linke taugen, müssen nicht geduldet werden. Wer die Differenz zwischen Antisemitismus und Antizionismus nicht erkennen will, um im Weiteren alle Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit der Etikettierung ‚antisemitisch' zu brandmarken und wer zudem im Namen einer Ideologie konkrete Menschenrechtsverletzungen leugnet, stellt sich selbst außerhalb des linken Lagers. Die Rechtfertigung grausamer, menschenverachtender Politik, sobald sie eine weshalb auch immer genehme Regierung betreibt, ist mit linker Politik nie zu vereinbaren - auch dann nicht, wenn sie zur Staatsdoktrin gehören und den Zugang zu Regierungsbeteiligungen eröffnen sollte. Die Feststellung, dass solche Positionen unvereinbar mit der Mitgliedschaft in der Linkspartei sind, ist überfällig. scharf links, T:I:S, 3. Dezember 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Bartelmus *Im Winter, da regnet's, im Sommer, da schneit's...Auf der Schweizer Seite von indymedia wird über die Ankündigung der Antideutschen Demonstration in Hamburg am 13. Dezember 2009 diskutiert, leider anonym, sodaß niemand weiß, wer da was publiziert hat. Der ideale Fischmarkt also für Rote Heringe. Immerhin steht dort der Verweis auf ein hörenswertes Audio von GegenStandpunkt zu
Außerdem der Eintrag vom 26.11.2009 23:05:
Und: "Warum wir den Demoaufruf nicht unterstützen" vom 28.11.2009 13:39, unterschrieben mit "Einige andere Leute aus dem Plenum der Roten Flora".
T:I:S, 3. Dezember 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Schweiz *Benjamin Weinthal,der nie verraten hat, warum er die junge Welt für judenhasserisch hält, zitiert in der Jerusalem Post Werner den Pförtner, Nachname Pomrehn. Der sagt, er habe sich am 25. Oktober 2009 vor dem B-Movie in der Hamburger Brigittenstraße eine Ohrfeige eingefangen. Mag sein. Doch Benjamin Weinthal hat den Pförtner bestimmt auch gefragt, ob die linken Blockierer die Besucher des Lanzmann-Films "Warum Israel" wirklich als Schwuchteln und Judenschweine beschimpft haben. Die Antwort fehlt im Bericht. Sie hat ihm wohl nicht gefallen. T:I:S, 23. November 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Weinthal *Thomas Immanuel SteinbergHamburger Anti-Linke sollen vom Staatsschutz vernommen werdenDas Hamburger Abendblatt, eine Springer-Zeitung, meldete am 20. November: "Krawalle bei Israel-Film auf St. Pauli". Im Artikel heißt es:
Der Staatsschutz ist die Abteilung 7 des Landeskriminalamts Hamburg. Ihr dürfte es ein Leichtes sein, den Augenzeugen Lennart K. zu finden, der laut Spiegel gehört haben will, wie linke Blockierer den anti-linken Filmbesuchern entgegenschrien: "Ihr Judenschweine!". Und Lennart K. wird es nicht schwerfallen, die, die das geschrien haben sollen, so genau zu beschreiben, daß sie identifiziert werden können. Lennart K. wird seine Aussage vielleicht beeiden müssen. Vielleicht hat jemand ein Video mit Ton von der ganzen Aktion gefertigt. Und vielleicht haben sich die Anti-Linken die judäophobe Beschimpfung einfach ausgedacht, diese Massakerstaats-Fans. (2) T:I:S, 20. November 2009 Anmerkungen (1) Vorgang und Stellungnahmen hier und hier und hier und hier. Am 19. November hatte das Hamburger Abendblatt berichtet: "Nach Angaben eines Polizeisprechers seien Einsatzkräfte am 25. Oktober am Ort des Geschehens gewesen. Es habe jedoch keine Anzeigen gegeben. Auch hätten der Polizei die bei 'Spiegel Online' berichteten Aussagen nicht vorgelegen. 'Sonst hätten wir sofort wegen Volksverhetzung ermittelt', sagte der Sprecher." (2) In verschwurbeltem antideutschem Duktus, wie ein Leser treffend bemerkt, berichtet auch Cosmoproletarian Solidarity aus eigener Anschauung, was am 25. Oktober 2009 vor dem B-Movie geschah. Von "Judenschweine" schreienden Linken steht dort kein Wort. URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Staatsschutz *Thomas Immanuel SteinbergAntideutsche YuppiesSchützenhilfe vom Pariser NeoCon Bernard-Henry LévyFranzosen und Deutsche nehmen gewöhnlich kaum wahr, was auf dem andern Ufer des Rheins je so passiert. Ungewöhnlich also, wenn eine Rangelei vor einem Hamburger Klein-Kino um einen Israel glorifizierenden Film auf die Index-Seite des Pariser Millionärs Bernard-Henry Lévy gerät, und zwar unter dem Titel
Lévy, der laut Pierre Bourdieu mit dem Rüstungs- und Medienmogul Jean-Luc Lagardère freundlichen Umgang pflegte, betreibt La règle du jeu. Dort setzt er sich für den des Kindesmißbrauchs beschuldigten Roman Polanski ein mit der Wendung:
Der Kleister zwischen beiden Top-Stories ist aus „Rot = Braun“ und „Israel = Juden“ zusammengerührt, dem bekannten NeoCon-Brei also, den auch die Hamburger anti-linken Yuppies ihrem Jungvolk ins Gesicht schmieren, auf daß sie Phosphor-über Wohngebiete-Schütten für Verteidigung halten und Massaker-Fahnen-Schwenken für einen Mutbeweis. Lévys Autor Sébastien Kurt hat auf Recherche verzichtet und nur übersetzt, was sich die Hamburger Yuppies über die Verhinderung des Lanzmann-Films Pourquoi Israël am 25. Oktober 2009 in der Brigittenstraße 5 ausgedacht haben. So kann die Sudelseite Kritikmaximierung auf den französischen Artikel zurückverweisen. Das ist Presse in Zeiten der Schweinegrippe. T:I:S, 13. November 2009. Zum Sachverhalt URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#NeoCon *Kommunistische Assoziation Hamburg, KAHAm Ende der Aufklärung warten die „Antideutschen“. Zur Anatomie des deutschen Neokonservatismus in HamburgStichworte: Internationalistisches Zentrum B5; Kritikmaximierung Hamburg; B-Movie; jungle world; taz; Bahamas-Autor; Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann; Freies Sender Kombinat (FSK); cosmoproletarian-solidarity.blogspot.com ; sous la plage; Rote Flora; FAU-Aktivisten; Schwarzmarkt; Gruppe Emancipate; Hamburger Studienbibliothek (HSB), Antisemitismus; Antideutsche; Antizionismus; Israelkritik; Stop the Bomb-Aktivisten; NATO-Angriff; Egotronic; Floristen; Linkspartei; Christiane Schneider; Hohmann-CDU; christliche Fundamentalisten; Lockheed Martin; Blackwater; Ferienakademie der Rosa Luxemburg Stiftung; Thomas von der Osten-Sacken; Stephan Grigat; Phase 2 Kommunistische Assoziation Hamburg, T:I:S, 11. November 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Assoziation *Burkhard Bernheim für Kritische Linke Hamburg"Waffen für Israel statt Brot für die Welt ! "Richtigstellung von Kritische Linke Hamburg anlässlich der Filmvorführung "Warum Israel" von der antideutschen Gruppierung Kritikmaximierung*Kein Mitglied der AG Kritische Linke Hamburg war an der Blockade des Hamburger Kinos B-Movie anlässlich der Filmvorführung "Warum Israel" am 25.10.09 beteiligt. Des Weiteren wurde kein Artikel diesbezüglich von uns bei indymedia veröffentlicht. Wir haben lediglich einen Beitrag unkommentiert aus indymedia auf unsere Onlineseite Kritische Linke Hamburg gesetzt, die mittlerweile von der Partei Die Linke Hamburg gesperrt wurde. Auf dem rechten Auge scheint Die Linke Hamburg blind zu sein, denn als der Landesarbeitskreis (LAK) Shalom dreist den Rücktritt von Norman Paech forderte, sich mit der Gruppe Kritikmaximierung solidarisierte und für dessen Veranstaltung, die sie zusammen mit dem Freien Sender Kombinat (FSK) veranstaltet, wirbt, gibt es keine Kritik seitens Die Linke. Dazu sei erwähnt, dass auf der genannten Veranstaltung in der Roten Flora die Gruppen Egotronic und Istari Lasterfahrer auftreten werden. Egotronic ist auf ihrer Internetseite mit einer israelischen Fahne zu sehen,
und ihr Frontmann äußert sich pro-israelisch. Ein Spendenaufruf für die
israelische Armee ist von Egotronic verlinkt worden, all dies ist in der
antideutschen Wochenzeitschrift Jungle World nachzulesen. Auf der Onlineseite von Classless Kulla ist unter dem Artikel "Deutsches Theater" in dem anschließendem Blog u.a. folgendes zu lesen:
Dieser Beitrag wurde bis zum heutigen Tag nicht von der Onlineseite entfernt. Was hat ein Spendenaufruf für die Israelische Armee und die menschenverachtende Forderung :"Waffen für Israel statt Brot für die Welt ! " mit linker Politik zu tun ? Dadurch, das die Gruppierung Kritikmaximierung und das Freie Senderkombinat (FSK) der Gruppe Egotronic und Konsorten auf Ihrer Soliveranstaltung am 13.11 2009 eine Plattform bietet, und der LAK Shalom sich damit solidarisiert, haben diese Organisationen (aus dem Spektrum der Antideutschen) sich wieder einmal disqualifiziert, einen politisch linken Anspruch zu haben. Über die Antideutsche Ideologie folgende Links: http://www.kritischebildung.de/site/ und http://projekte.free.de/schwarze-katze/doku/ad.html Quelle: Linke Zeitung, 10. November 2009 *Mehr zum Sachverhalt siehe Ein zionistischer Propagandafilm T:I:S, 11. November 2009. Dank an Bernhard T. URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#BurkhardBernheim *Thomas Immanuel Steinberg / Dokumentation und KommentarEin zionistischer PropagandafilmWarum kritische Linke in Hamburg das B-Movie blockiert habenAm 25. Oktober 2009 wollte die Gruppe Kritikmaximierung im Hamburger B-Movie, Brigittenstraße 5 um 15 Uhr den Film "Warum Israel" von Claude Lanzmann vorführen lassen. Die AG Kritische Linke, ein frei gebildeter Zusammenschluß von Mitgliedern der Hamburger Partei Die Linke, blockierte jedoch den Eingang gemeinsam mit Personen aus dem Spektrum des Internationalen Zentrums B5, ebenfalls Brigittenstraße 5, und verhinderte die geplante Vorführung. Der Trägerverein des B-Movie erklärte zum Vorgang:
Die Blockierer erläuterten ihr Vorgehen auf einem Flugblatt und dokumentierten das Flugblatt auf den Seiten der Kritischen Linken innerhalb des Internetauftritts der Partei Die Linke Hamburg. Am 30. Oktober 2009 wurde jedoch die Unterseite der AG Kritische Linke samt Flugblatttext im Internetauftritt der Partei Die Linke Hamburg stillgelegt. Auf Anfrage von SteinbergRecherche begründete der Hamburger Landesgeschäftsführer Der Linken, Martin Wittmaack, am 2. November 2009 die Stilllegung:
Was aber stand in dem Flugblatt? Wie begründete die Kritische Linke die Blockade? Bei Indymedia war alles zu lesen, doch nun führt der Link zu der Meldung "Versteckter Artikel / Dieser Artikel wurde aufgrund der Moderationskriterien versteckt...". Da hilft der Cache von Google zu http://www.die-linke-hh.de/partei/zusammenschluesse/kritische-linke-hamburg/artikel.html. Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 28. Okt. 2009 14:10:06 GMT angezeigt wurde. Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus. Hier also die unveränderte Begründung der Blockade durch die Kritische Linke:
Kritikmaximierung hatte den Claude-Lanzmann-Film am 2. Oktober 2009 so vorgestellt, die Verhinderung der Aufführung am 25. Oktober 2009 so kommentiert und darüber hinaus am 29. Oktober 2009 der Jüdischen Gemeinde Pinneberg das Wort zur Sache erteilt. Diesen Beiträgen zufolge handelt es sich bei Kritikmaximierung um Anti-Linke, vergleiche hier und hier. Am 2. November 2009 nahm Christiane Schneider von Der Linken in Hamburg Stellung. Sie meint, es gehe
Das Internationale Zentrum B5 hat am 2. November 2009 die Verhinderung der Filmvorführung im B-Movie in einen weltpolitischen Zusammenhang gestellt und die Behauptungen von Kritikmaximierung über den Hergang und angebliche Verbalinjurien zurückgewiesen, .pdf-Datei. Kommentar Was SteinbergRecherche zum Recht auf Existenz von Staaten, insbesondere zum Recht auf Existenz Israels meint, steht seit 4. September 2006 unter Thomas Immanuel Steinberg / Existenzrecht mit den Zwischenüberschriften
und seit 25. September 2007, um einige Gesichtspunkte bereichert, unter Judäomanie: Die fortdauernde Säuberung Palästinas von den Palästinensern – mit dem Berliner Buchhändler Saul Ascher ausgedrückt: die zum Verbrechen geronnene Judäomanie – bildet den ideologischen Kern des zionistischen Projekts. Christiane Schneider und Der Hamburger Linken seien beide Aufsätze und weitere gleichgerichtete Artikel aus aller Welt unter Existenzrecht ans Herz gelegt. T:I:S, 3. November 2009. Siehe auch den taz-Bericht vom 1. November 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09dieantilinken.htm#Propagandafilm *Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter?
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