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Neu

Der Israelit. Ein Zentralorgan für das orthodoxe Judentum - Begründet 1860 von Dr. Marcus Lehmann in Mainz. 2010 von Reuven Jisroel Cabelman in Berlin - Unabhängig - Thoratreu - Antizionistisch

T:I:S, 4. März 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Neu       

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Rolf Verleger

"1 Jahr nach dem israelischen Überfall auf Gaza – die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung"

Stellungnahme der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost zur Kampagne gegen Norman Finkelsteins Auftritt in Deutschland 

Dr. Norman Finkelstein hat seinen Flug nach Deutschland storniert.

Er wollte vom 24.2. bis 26.2. in München, Milbertshofen und Berlin sprechen.

Der geplante Titel dieser Vorträge war:

"1 Jahr nach dem israelischen Überfall auf Gaza – die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung".

Dieser Titel zeigt klare Kante. Er verstößt gegen die Sprachregelung der deutschen Politik. Er verstößt gegen die Sprachregelung der großen deutschen Medien. Und er spricht die Wahrheit aus.

Vor dieser Wahrheit hat die hiesige Lobbygruppe des israelischen Schlag-zu-Nationalismus große Angst. Also wurde eine Kampagne geführt. Der auf seine elterlich-jüdische Tradition stolze Finkelstein wurde als "Antisemit" und "Geschichtsrevisionist" diffamiert, mithin in die Nazi-Ecke gestellt. Die Jüdische Gemeinde Berlin, jüdelnde Gruppen in Der Linken (Arbeitskreise namens "Shalom") und ein jüdischer Arbeitskreis in der SPD riefen zur Demonstration gegen Finkelstein auf.

Mit diesen Gruppen wollte es sich die Evangelische Kirche ohne Not nicht verderben, ebenso die Parteistiftung der Grünen, und ebenso die Parteistiftung der Linken: Sie alle zogen ihre Zusagen zur Organisation der Veranstaltung zurück. Da nutzte es nicht genug, dass Finkelstein selbst Jude ist und dass wir, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, Mitveranstalter waren.

Es gab eine neue Raumzusage der "Junge-Welt-Galerie" in Berlin. Aber dies ist ein relativ kleiner Saal, und Finkelstein schätzte die Lage nun so ein, dass die Streitereien sein Anliegen, das im Titel des Vortrags zum Ausdruck kommt, zu sehr überlagern würden. Er sagte ab.

Also ein Sieg für die Lobby des israelischen Schlag-zu-Nationalismus? Ja, selbstverständlich.

Aber ein Pyrrhus-Sieg. Denn diese Lobby, die in Berlin die Kirche, die Grünen und die Linke wieder auf Linie gebracht hat, hat damit zu deutlich gemacht, welche praktischen Konsequenzen ihre ungerechtfertigte Gleichsetzung von Kritik an Israels Unrecht mit Antisemitismus hat: Einschränkungen der Meinungsfreiheit. Dies ruft Widerstand hervor. In der Rosa-Luxemburg-Stiftung rumort es vermutlich. Es ist nur eine Frage der Zeit – und weiterer solcher "Siege" -  bis es auch in der SPD und in der CDU rumort. Denn Diskussionen über das offensichtliche Unrecht von Israel gegen die Palästinenser kann man nicht verhindern. Wir jedenfalls werden diese Diskussionen weiterführen.

Es ist auch ein Pyrrhus-Sieg auf ideologischem Gebiet. Denn in seinen besten Traditionen hat das Judentum danach gestrebt, die Welt durch aktives Handeln zu einer gerechteren und barmherzigeren Welt zu machen. Es war der geistige Führer des deutschen Judentums im letzten Jahrhundert, Rabbiner Dr. Leo Baeck, der das Judentum als die Religion der tätigen Moral definierte. In diesem Sinne können und sollen Juden zu Verständigung, Dialog, Versöhnung und Frieden in Nahost beitragen.  Die Akteure, die im Namen ihres Judentums Finkelsteins Auftritt verhindert haben, stellen sich außerhalb dieser alten Tradition, und sie haben keine neue: Da ist nur eine große nationalistische Leere.

Das macht es in Zukunft nichtjüdischen Deutschen immer leichter, Recht und Unrecht in der Palästinafrage nicht nur zu erkennen, sondern auch zu benennen:

"1 Jahr nach dem israelischen Überfall auf Gaza – die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung".

Prof. Dr. Rolf Verleger
Vorsitzender der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.

T:I:S. 20. Februar 2010. Siehe zahlreiche Beiträge unter Partei Die Linke zum Vorgang

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Aushungerung      

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Norman Finkelstein per Mail

Warum ich nicht nach Deutschland komme

I will come to Germany when we can have a normal discussion.  Now is not the right time.  I have no desire nor do I see the point in becoming part of a media spectacle.  If I come to Germany to speak before a few people in a small room it will be said that free speech was not violated in Germany.  I do not want to lend credibility to this lie.  I will come to Germany when everyone who wants to hear me speak is able to.

Ich werde nach Deutschland kommen, wenn wir eine normale Diskussion führen können. Jetzt ist dafür nicht der geeignete Zeitpunkt. Weder wünsche ich, noch sehe ich Sinn darin, Teil eines Medienspektakels zu werden. Würde ich nach Deutschland kommen und vor ein paar Leuten in einem kleinen Raum reden, dann würde es heißen, daß das Recht auf freie Rede in Deutschland nicht verletzt wurde. Ich will dieser Lüge nicht Glaubwürdigkeit verleihen. Ich werde nach Deutschland kommen, wenn jeder, der das wünscht, mich sprechen hören kann.  

Mail, 20. Februar 2010 20:46:04 MEZ, 20. Februar 2010. T:I:S, 20. Februar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Deutschland  

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Reuven J. Cabelman

 

Claudia Dantschke bezichtigt Friedensjuden der Holocaust-Leugnung

 

Sent: Wednesday, February 17, 2010 9:41 PM
Subject: "Missbrauch von Religionen" (Interview Dantschke in der FR)

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Frankfurter Rundschau,

 

leider habe ich keine andere Wahl als Sie nicht nur darum zu bitten, sondern dringlichst aufzufordern, das im Betreff benannte Interview der Frau Topcu mit Frau Dantschke aus Ihrer Online-Ausgabe zu entfernen und eine Gegendarstellung meinerseits zuzulassen.

 

Gründe: In diesem Interview werden von Frau Dantschke unwahre, diffamierende und eine religiöse Minderheit diskriminierende Aussagen getätigt, die zumindest den Tatbeständen der üblen Nachrede, der Verleumdung und des Rufmordes, wenn nicht sogar dem der Volksverhetzung nach § 130 StGB gleichkommen. Da es sich in diesem konkreten Fall um die jüdisch-religiöse Minderheit handelt, die im übrigen wie alle religiösen Minderheiten vom Grundgesetz ausdrücklich geschützt werden, wäre darüber hinaus ernsthaft zu prüfen, inwieweit Frau Dantschke sich den Vorwurf eines religions-feindlichen Antijudaismus und somit des Antisemitismus gefallen lassen muss.

 

Begründung: Frau Dantschke behauptet in diesem Interview das folgende: "Diese Gottesfürchtigen Juden (gemeint ist Neturei Karta, Anm. von mir), mit denen sich die Organisatoren gemein machen, sind wiederum Holocaustleugner, wie ihre Teilnahme an der Teheraner Holocaust-Konferenz im Dezember 2006 belegt - ein seltsames Bündnis also."

 

Zum Sachverhalt: Die Vertreter des historisch überlieferten antizionistischen, Thoratreuen und orthodoxen Judentums, die die sogenannte "Holocaust-Konferenz" in Teheran im Jahre 2006 besuchten, haben dort niemals den Holocaust geleugnet. Im Gegenteil! Ein völlig absurder und durch nichts zu rechtfertigender Vorwurf. Dies nicht nur, weil ein Großteil unserer Abgesandten zu dieser Konferenz ihre Großeltern und andere nahe Verwandte in den Konzentrationslagern verloren haben, sondern auch deshalb, weil dort in Teheran von ihnen Reden gehalten wurden, die klar und deutlich ihre Aussagen belegen, dass ein Völkermord an den Juden während des deutschen Nazi-Regimes stattgefunden hat.

 

Beweise:

 

1) Die Rede von Rabbiner Yisroel Dovid Weiss (New York). Hier ein Auszug:

 

"We are confident that at this conference it will become very clear, as we had the great pleasure and honor of speaking with President Ahmadinejad about, when he was in New York (we spoke for around an hour), it is clear that just as my grandparents were killed in Auschwitz, they where from Hungary, there were millions of Jews from Poland, from all over Europe who were killed; That they were killed and nobody is absolving the Nazis for what they did to the Jews in no way whatsoever and we’re confident that nobody here wants to absolve anybody of their guilt of those crimes."

 

Im Ganzen hier nachzulesen.

2) Die Rede von Rabbiner Yisroel Feldman (New York). Hier ein Auszug:

"No matter how we may debate some of the details of what was done to the Jews of Europe there is no doubt that they were treated brutally and that this brutality included all men, women and children. The Jews were physically attacked and murdered. Their possessions and homes were taken. They were shipped across Europe like animals jammed into cattle cars with little or no food and water. Millions died. And many of these were defenseless women and children. These are facts. The worldwide Jewish community is by and large descendents of those who survived this horrible hell.

It would probably lend much credibility to those who wish to study the destruction of European Jewry if they would clearly condemn these actions committed during the holocaust. There is no moral justification for what was done."

Im Ganzen hier nachzulesen.

 

3) Die Rede von Rabbiner Ahron Cohen (Manchester/Great Britain). Hier ein Auszug:

 

"Firstly, the facts. There is no doubt what so ever, that during World War 2 there developed a terrible and catastrophic policy and action of genocide perpetrated by Nazi Germany against the Jewish People, confirmed by innumerable eye witness survivors and fully documented again and again. I personally was spared the worst effects of the War because I was living in England which thankfully was not occupied by Nazi Germany. However, I and many many others lost countless friends and relatives who perished under the Nazi rule by intentional murder and genocide. Three million Jews in Poland, more than half a million in Hungary, many tens or hundreds of thousands in Russia, Slovakia, France, Belgium, Holland and more. The figure of six million is regularly quoted. One may wish to dispute this actual figure, but the crime was just as dreadful whether the millions (and there were millions) of victims numbered six million, five million or four million. The method of murder is also irrelevant, whether it was by gas chamber (and there were eye witnesses to this), firing squads or whatever. The evil was the same. It would be a terrible affront to the memory of those who perished to belittle the guilt of the crime in any way."

 

Im Ganzen hier nachzulesen.

 

Frau Dantschke mag vielleicht als "Expertin" in Fragen der Arabistik gelten. Doch sicherlich gilt sie nicht als Expertin in "Judenfragen", um es einmal salopp zu formulieren. Sie hat keinerlei Beziehung zum orthodoxen Judentum, kennt weder unsere Gebräuche, Gepflogenheiten und vor allem nicht unsere Traditionen und Überlieferungen. Woher sie dennoch das Recht nimmt, über eben dieses historisch überlieferte Judentum dermaßen abwertend, diffamierend, verleumderisch und diskriminierend zu urteilen, entzieht sich meiner Kenntnis und bedarf der weiteren Untersuchung und Klärung. Schließlich sollte gerade in Deutschland doch niemand mehr das Recht dazu erhalten, dass die religiöse Minderheit des rabbinischen Judentums dermaßen infamen Verleumdungen und Schmutzkampagnen ausgesetzt ist.

 

Aus diesen Gründen erwarte ich von der Frankfurter Rundschau, dass sie dieses unsägliche und im Sachverhalt unwahre Interview aus dem Netz entfernt oder zumindest eine Gegendarstellung in angemessener Form zulässt und darüber hinaus versichert, dass sie es künftig unterlassen wird, weitere nicht der Wahrheit entsprechende Artikel über das authentisch-orthodoxe Judentum zu veröffentlichen.

 

Ich erwarte Ihre dementsprechende Antwort bis kommenden Freitag, den 19. Februar. Sollte bis zu diesem Datum keine Rückantwort in diesem Sinne erfolgt sein, sehe ich mich leider dazu veranlasst, entsprechende rechtliche Maßnahmen gegen die Frankfurter Rundschau als auch gegen Frau Dantschke in Betracht ziehen zu lassen.

 

Hochachtungsvoll

 

Reuven J. Cabelman (Sprecher Neturei Karta des orthodoxen Judentums)

B-2018 Antwerpen

T:I:S. 14. Februar 2010. Mehr zu Dantschke auf Muslim-Markt

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#CabelmanDantschke     

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Rolf Verleger, Jüdische Stimme für gerechen Frieden in Nahost

Betrifft: Finkelstein-Veranstaltung

Brief an den Landesarbeitskreis Shalom Berlin der Linksjugend ['solid]

Sehr geehrte Damen und Herren, 

die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. ist Mitveranstalter des Vortragsabends mit Dr. Norman Finkelstein am 26.2. in Berlin. (1)

Ich bin Vorsitzender der Jüdischen Stimme und schreibe diesen Brief an Sie, da Sie zum Protest gegen diese Veranstaltung - möglicherweise auch zu ihrer aktiven Verhinderung - aufgerufen haben.

Ich habe mir Ihren Aufruf genau durchgelesen. 

Sie bezeichnen Finkelstein als "Geschichtsrevisionisten" und "Antisemiten". Üblicherweise werden so Leute bezeichnet, die den Massenmord der Nazis an der Generation unserer Eltern und Großeltern leugnen. Mit dieser Bedeutung spielen Sie auch in Ihrem Aufruf.

Belege für diese Behauptung bleiben Sie allerdings schuldig. Denn solche Belege gibt es nicht. Sowohl ein flüchtiger als auch ein gründlicher Blick auf Finkelsteins web site www.normanfinkelstein.com belegt das Gegenteil. Finkelstein ist ein stolzer und bewusster Jude, der sich gegen die Vereinnahmung der jüdischen Tradition durch jüdischen Blut-und-Boden-Nationalismus wehrt.

Es ist erschütternd, dass Menschen wie Sie, die sich in Ihrer täglichen gesellschaftlichen und politischen Arbeit gegen Nationalismus und Menschenrechtsverletzungen stellen, in der erbitterten Auseinandersetzung zwischen Verteidigern der universellen Menschenrechte und Nationalisten in Israel einfach die Fronten wechseln.

Konsequenterweise sollten Sie Ihr Bündnis zu einer Dauereinrichtung machen und ein Komitee gegen antiisraelische Umtriebe gründen. Ehrenvorsitzender Joseph McCarthy.

Zu Ihrer Information lege ich hier im Anhang den Artikel bei, den ich im September 2009 im Neuen Deutschland zur Frage "Wann ist Kritik an Israels Politik Antisemitismus" geschrieben habe.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Rolf Verleger

P.S.: Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie dieses Schreiben an die Bündnispartner (2) weiterleiten könnten, deren e-mail-Adresse ich im Netz nicht ausfindig machen konnte.

Anmerkungen

(1) Hier die Einladung der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden und anderer Organisationen zur Finkelstein-Veranstaltung:

1 Jahr nach dem Überfall der israelischen Armee auf Gaza - die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung.
Vortrag und Diskussion mit Dr. Norman G. Finkelstein am Freitag, 26. Februar 2010 um 19:00 Uhr in der   Rosa-Luxemburg-Stiftung e.V. Seminarraum 1, Franz-Mehring-Platz 1,(S-Ostbahnhof oder U -Weberwiese), 10243 Berlin
Norman Finkelstein ist US-amerikanischer Politikwissenschaftler, dessen Eltern als einzige ihrer Familien den Holocaust überlebt haben. Er hat sein Leben der Wahrheitsfindung im israelisch-palästinensischen Konflikt gewidmet. Für diese radikale Wahrheitsfindung, die auf dem Internationalen Recht basiert, wurde ihm die Festanstellung an der DePaul Universität, Chicago, verweigert. Norman Finkelstein ist Autor folgender Bücher, in denen seine Argumentationslinie gut nachvollzogen werden kann:
Die Holocaust-Industrie. Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird (2002)

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Mythos und Realität (2002)

Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Missbrauch der Geschichte (2007)
Diese Veranstaltung ist nur möglich durch die Zusammenarbeit mit Palästina-Solidaritätsgruppen und Einzelpersonen in Prag (Tschechien), München (BRD) und Berlin (BRD). Veranstalter: AK Nahost Berlin,  Deutsch-Israelisch-Palästinensische Freundschaftsgesellschaft (DIPF), Deutsch Palästinensische Gesellschaft e.V. (DPG)Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. (EJJP-deutsche Sektion)  Ökumenisches Zentrum für Umwelt-, Friedens- und Eine-Welt-ArbeitRosa Luxemburg Stiftung e.V. Die Veranstaltung wird von Publicsolidarity aufgezeichnet und im Internet veröffentlicht.

(2) Liste der Unterstützer des Aufrufs zum Protest gegen die oder zur Verhinderung der Finkelstein-Veranstaltung: Landesarbeitskreis Shalom Berlin der Linksjugend ['solid], Landesarbeitskreis Shalom Brandenburg der Linksjugend ['solid], Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten Berlin-Brandenburg, Autonome Neuköllner Antifa (Berlin), Bündnis madstop (Potsdam), Gruppe ISKRA (Frankfurt/Oder), Linksjugend ['solid] Treptow-Köpenick (Berlin), Jüdische Gemeinde zu Berlin, Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (Berlin), Jusos Berlin, Antifaschistisches Bündnis Süd-Ost (Berlin), Grüne Jugend Berlin

 T:I:S. 14. Februar 2010. Norman Finkelstein hat seine Reise nach Deutschland abgesagt. T:I:S, 20. Februar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#LAKShalomBerlin    

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Reuven Cabelman

Beschämende Entscheidung

Heinrich-Böll-Stiftung hat sich gleichgeschaltet

From: Reuven Cabelman

Sehr geehrter Damen und Herren des Bildungswerk der Böll-Stiftung,
sehr geehrter Herr Adamaschek und sehr geehrte Damen und Herren der Trinitatis-Kirche,

unsere Weisen des Talmud fragen: „Wer ist klug? Und geben die Antwort: "Der, der die Ergebnisse vorhersieht.“

Nicht, dass ich mich damit rühmen wollte, doch wunderte ich mich noch vorgestern darüber, dass Norman Finkelstein tatsächlich eine Veranstaltung in Berlin abhalten sollte. Nun, heute erfahre ich, dass das doch so "weltoffene" Bildungswerk der Böll-Stiftung diese Veranstaltung abgesagt hat und die Trinitatis-Kirche keine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.

Kritik am zionistischen Staat - und viel mehr ist von Finkelstein im Grunde doch nicht zu erwarten - ist in der deutschen Realität des 21. Jahrhunderts nicht erwünscht. Keiner traut sich mehr in diesem Lande. Natürlich nicht zuletzt wegen der "Staatsräson", die von Merkel bis Gysi den gleich-marschierenden deutsch-zionistischen Schulterschluss verordnet hat.

Peres, Netanyahu, Liebermann und Barak haben nicht nur die Bundesrepublik Deutschland fest im Griff, so scheint es jedenfalls. Diverse - offenbar gut bezahlte - national-zionistische und somit anti-jüdische Schreiberlinge und Wasserträger, selbsternannte Vertreter (besser: Zertreter) des Judentums und Agenten des zionistischen Staates tun am Rande der deutschen Gesellschaft das ihrige, um an den diversen Fronten des "Izrael über alles" siegreich zu sein, um ausgemachte "Feinde" zu vernichten. Dafür nehmen die auch einen weiteren Weltkrieg in Kauf. Komme, was da wolle!

In deren berechnendem Kalkül sollen die Ahnungslosen der Böll-Stiftung längst zu einem weiteren Wasserträger verkommen, der auch seinen Anteil daran haben darf, dass über die Verbrechen am palästinensischen Volk geschwiegen und unsere heilige jüdische Religion mit Füßen getreten und vernichtet wird. Nicht, dass Finkelstein ein Vertreter des religiösen Judentums wäre. Ganz im Gegenteil! Doch, wenn selbst Finkelstein ein Auftrittsverbot einer "alternativ-demokratischen" Stiftung ereilt, wie sollte es erst Vertretern des authentischen Judentums in diesem Lande ergehen, die insgesamt schon immer in strikter Opposition zum National-Zionismus standen?

Wäre es nicht angebracht, dass Sie sich diese Frage auch einmal stellen, gerade im Angesicht einer langen "aufklärerischen" sowie christlichen Tradition des Publikationsverbots von jüdischen Schriften und Talmud-Verbrennungen in deutschen Landen? Es steht in der Tat zu befürchten, dass unzählige Schriften unserer Weisen und Gelehrten - sofern sie in deutscher Sprache erhältlich wären - die sich eindeutig gegen den Zionismus wenden, in Deutschland auf einem Verbotsindex landeten.

Welch ein erschreckendes Szenario, das sich hier abzeichnet: "Dank" einer nicht nur unserer Religion gegenüber feindlich gesinnten und letztlich anti-jüdischen Mafia aus "antideutschen Broderisten" und Volksverhetzern, Parteien und Kirche übergreifenden Zionisten jedweder Couleur und Zentralrats-Nachschleppern, werden universale Menschenrechte und Demokratie auf dem Altar des zionistischen Molochs genauso geopfert wie das Judentum selbst. Wollen Sie an solch einer Spirale der Entwicklung wirklich die Mitverantwortung tragen?

Bereits im Jahre 1913 wurde von unseren Genossen und Brüdern zu Berlin folgende Zeilen geschrieben: 

Braucht man zu all diesen Dingen noch auf die Mittel hinzuweisen, mit denen der Zionismus seine Kämpfe führt? Es entspricht nur seinem Wesen, wenn er, wie jede Nummer einer zionistischen Zeitung es beweist, so sich im Streite benimmt, wie er es bei seinem großen Vorbilde, dem Antisemitismus, gelernt hat.

Nie kämpft er sachlich, sondern stets persönlich. Seine stärksten Argumente sind Beschimpfung des Gegners, Verdächtigung seiner Motive, das Aufwühlen seiner intimsten Privatverhältnisse, und wenn alles nicht zieht, muß Einschüchterung und Bedrohung die Wucht sachlicher Gründe ersetzen.

Jeder Kampf beweist aufs neue, das der Zionismus darum eine ernste Gefahr darstellt, weil er, statt nach altjüdischer Art mit der ritterlichen Waffe des Geistes zu kämpfen, sich lieber einer anderen, weit wirksameren bedient: des Terrorismus!...

Tapfer ist der Zionismus nur, wenn er den eigenen jüdischen Bruder vernichten kann. Sonst aber – im Verhältnis zur Welt – ist der Zionismus im letzten Grunde Feigheit, schimpfliche, resignierte Feigheit, ein zages und banges Zurückweichen aus dem Kampfe für die größten Menschheitsgüter, für Freiheit, Recht und Gerechtigkeit!

Auch die Verfasser dieser fast 100 Jahre alten Zeilen gehörten zu den Klugen, die auch aufgrund eigener Erfahrung voraus sehen konnten.

Denken Sie darüber nach, erweitern Sie Ihren Horizont und überdenken Sie vielleicht Ihre Entscheidung. Ich befürchte jedoch, Sie werden es nicht tun, weil Sie nach dem momentanen "Vorteil" Ausschau halten und prinzipienlos abwägen (müssen). Die "Allmacht" der sogenannten "real-politischen Verhältnisse" ist wohl stärker. Der Opportunismus, die Anpassung, die erhoffte politische Karriere lassen es einfach nicht zu, dass man gegen die Verbrechen des zionistischen Staates argumentiert und Finkelstein - von den Zionisten gemieden wie die Pest - ist da eher ein Störenfried, der nicht wirklich ins Konzept passt.

Ach, was hätte man noch alles in der dunklen Vergangenheit deutscher Geschichte anstellen können mit derlei sich gleichschaltenden Institutionen wie der Ihren, die tatsächlich sogar heute noch fast wie auf Befehl "von oben" unangenehme Wahrheiten wegen der neu verordneten "deutschen Staatsräson" mit unterdrücken helfen?

Ob das wirklich im Sinne von Heinrich Böll wäre?

Mit freundlichem Gruß!

Reuven J. Cabelman

 

T:I:S, 11. Februar 2010. Mehr zur Kampagne gegen den Berliner Finkelstein-Auftritt unter Jüdische Stimme und Israel und Palästina

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#beschaemend   

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Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost

Brief an die Heinrich-Böll-Stiftung zur Veranstaltung mit Norman Finkelstein

Liebe Freunde,

am 26. Februar soll in Berlin eine Veranstaltung mit Norman Finkelstein stattfinden. Die Jüdische Stimme ist Mitveranstalter.

Aufgrund einer Briefkampagne (1) von "Honestly Concerned" hat die Trinitatis-Gemeinde ihre Zusage für einen Raum zurückgezogen und sich die Heinrich-Böll-Stiftung der Grünen von der Unterstützung der Veranstaltung zurückgezogen. 

Beiliegend der Brief, mit Anlagen, den ich gestern als Vorsitzender der Jüdischen Stimme an die Kontaktperson der Heinrich-Böll-Stiftung geschrieben habe.

Alles Gute

Rolf Verleger

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Von: Juedische Stimme <Juedische-Stimme(at)onLuebeck.de>
Datum:
9. Februar 2010 20:33:35 MEZ
An: 
adamaschek(at)bildungswerk-boell.de

Betr.: Antisemitismus

Sehr geehrter Herr Adamaschek,

als Mitveranstalter des geplanten Vortragsabends von Prof. Norman Finkelstein habe ich mit Befremden von Ihrer Absage der Veranstaltung erfahren.

Daher erlaube ich mir, Ihnen anbei in Kopie den Brief zu schicken, den ich - nun offenbar vergeblich - heute per Brief-Post an die Trinitatis-Gemeinde geschickt hatte, im Bemühen, ein wenig Vernunft einkehren zu lassen. 

Nun, letztlich muss jeder selbst wissen, was er tut.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Rolf Verleger, Vorsitzender der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.

Anlagen: 1. Brief an die Trinitatis-Gemeinde, .pdf-Datei; 2. Rolf Verleger: Die Politik Israels - Wo hört Kritik auf, wo fängt Antisemitismus an? ND, 11. September 2009, siehe AG Friedenforschung an der Uni Kassel

T:I:S, 11. Februar 2010

Die Veranstaltung mit Norman Finkelstein findet nunmehr statt am Freitag, 26. Februar 2010, 19:00 Uhr in der Rosa-Luxemburg-Stiftung e.V., Seminarraum 1, Franz-Mehring-Platz 1. Siehe auch Norman Finkelstein 

Anmerkung

(1) An der Kampagne beteiligte sich Clemens Heni mit einer Mail, .doc-Datei, unter Verweis auf eine bitterböse, aber völlig angemessene Satire von Finkelstein, die Heni offenbar zu verstehen geistig und moralisch nicht in der Lage war, siehe Israel und Palästina  

 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Boell  

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Reuven Cabelman

Ein zweiter Brief  an  Michael Leutert, MdB Die Linke

From: reuven.cabelman(at)skynet.be
To:
michael.leutert(at)bundestag.de
Cc:
sahra.wagenknecht(at)bundestag.de
Sent:
Friday, February 05, 2010 3:33 PM
Subject:
Ein zweiter Brief

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Leutert,

ich erlaube mir, Ihnen hiermit einen weiteren Brief zukommen zu lassen, indem ich auf Ihre neuen öffentlichen Äußerungen in der "Sache Wagenknecht" eingehen möchte. Insbesondere will ich mich mit diesem Teil Ihrer Aussagen beschäftigen. Zitat: "Worauf es mir amkam und ankommt: Die Nazi-Verbrechen, die Shoa und der Vernichtungskrieg sind das originäre Menschheitsverbrechen. Sich über andere Menschen zu erheben und ihnen millionenfach das Recht auf Leben abzusprechen, weil sie 'lebensuntwert' seien, ist einzigartig. Den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus wird am 27. Januar in der Gedenkstunde im Bundestag gedacht. Nur um sie und die Mahnung des 'Nie wieder!' darf es aus diesem Anlass gehen. Alles andere bedeutet in dem Zusammenhang eine Relativierung der Nazi-Verbrechen. Auch wenn man dies gar nicht beabsichtigt."

Meine Erfahrung in Deutschland hat mich gelehrt, dass die verordnete Gedenkkultur hierzulande ihren eigenen Riten als auch einer ganz selbständigen Logik folgt. Daraus ist mittlerweile allerdings eine Eigendynamik entstanden, die mir als Jude Angst bereitet, weil gerade sie mich an den geistig-ideologischen Gleichschritt vergangen geglaubter Zeiten erinnert. Ich habe mich auch deshalb schon des öfteren gefragt, woraus Menschen wie Sie, verehrter Herr Bundestagsabgeordneter, die doch mit dem Judentum so gar nicht vertraut sind, das Recht ableiten, das Schicksal des jüdischen Volkes während des 2. Weltkrieges sozusagen zu Ihrer persönlich-politischen Agenda, dazu noch in Verbindung mit einem als sehr eigennützig zu beurteilenden innerparteilichen Zwist, derart zu degradieren? Eine Gedenkkultur im übrigen, die in ihrer momentanen Verfassung von der Mehrheit des deutschen Volkes doch eher argwöhnisch beobachtet oder auch deshalb abwertend beurteilt wird, weil sie immer mehr zu einer "Show" und einem "Business" entartet ist, die zudem längst ihrer eigentlichen Substanz beraubt und für politische oder gar militärische Zwecke völlig anderer Interessen vergewaltigt und missbraucht wird. Und genau damit tut dem jüdischen Volk doch niemand wirklich einen Dienst!

Wir gedenken unserer Verstorbenen und der Märtyrer unbemerkt von der Außenwelt und unter uns auf eine stille Art und Weise in unseren Familien, Synagogen und Lehrhäusern und schreien nicht auf den diversen "Holocaust-Marktplätzen" eines verordneten "Erinnerns" der "political correctness" herum. Verstehen Sie mich nicht falsch: Nicht, dass ich Ihnen oder den deutschen Volksvertretern im Bundestag insgesamt ihre Art des Gedenkens an die Schrecken des 2. Weltkrieges vorzuschreiben beabsichtige, doch muss ich mich dagegen wehren, dass das jüdische Volk (also das Volk der Heiligen Schrift) auf derlei Art vereinnahmt wird.

Da Sie mir auf mein erstes Schreiben nicht geantwortet haben, muss ich davon ausgehen, dass Sie meine jüdische Stimme als nicht wichtig genug empfinden und sich lieber mit den Führern eines dem Judentum fremden, neuzeitlichen Kultes - genannt Zionismus - verbunden fühlen, der durch alle in der langen Tradition und Überlieferungskette unserer Religion und unseres Volkes stehenden Weisen und Gelehrten seit seiner Entstehung auf das Schärfste bekämpft worden ist. Dies ist selbstverständlich Ihre ganz persönliche Wahl, die ich wiederum zu respektieren habe. Doch könnte ich Ihnen die für jedes gottesfürchtige jüdische Ohr wohlklingenden und Ehrerbietung abringenden Namen dieser Gelehrten zu Dutzenden nennen, doch leider wüssten Sie damit nichts anzufangen, weil Sie - und dies ist nicht Ihre Schuld - ein falsches Bild, eine verkehrte Erziehung darüber erhalten haben, was Judentum bedeutet und wer Judentum repräsentiert. Nicht wenige von diesen für Sie unbedeutenden Persönlichkeiten unseres Thora-Volkes (etwas anderes waren wir nie und werden wir nie sein) kamen aus den Lagern nicht zurück, mussten sich jedoch selbst dort gegen den Zionismus und seine Anhänger verteidigen. Jene, die - Gott sei es gedankt - ihren Schlächtern und Henkern dennoch auf die eine oder andere Weise entkommen konnten, führten ihren jüdischen Kampf gegen die zionistische Häresie unbeirrt auch nach dem Kriege fort.

Jenem, dem Sie am 27. Januar zusammen mit einer Partei übergreifenden Mehrheit stehende Ovationen im Deutschen Bundestag erteilt haben, ist zweifellos der höchste Repräsentant des sogenannten "Staates Israel". Doch ist er genauso unzweifelhaft weder der Repräsentant des jüdischen Volkes der Thora, noch hat er das Recht dazu im Namen der Opfer des 2. Weltkrieges zu sprechen. Der zionistische Staat ist nicht der kollektive Vertreter des Weltjudentums! Er hat vor allem aber kein Mandat dafür, im Namen des jüdischen Volkes und seiner Ermordeten vor den Deutschen eine Rede zu halten, die man nur als "kriegshetzerisch" bewerten kann. Dass dieser Mann im deutschen Parlament für die jüdischen Opfer des 2. Weltkrieges darüber hinaus das "Kaddisch" gesprochen hat, ist eine selbstherrliche Anmaßung, die ihresgleichen sucht.

Niemand sonst personifiziert die anti-jüdische Ideologie des Zionismus der letzten 70 Jahre mehr als Peres. Er nahm an allen Kriegen der Zionisten gegen die arabischen Völker teil und er ist stellvertretend für all jene zu nennen, die - und ich gebrauche Ihre Worte - "sich über andere Menschen erheben und ihnen millionenfach das Recht auf Leben absprechen". Ich füge deutlich hinzu, dass genau dies im Namen des Judentums geschieht und von daher in der Tat als "einzigartig" zu bewerten ist, weil das authentische Judentum mit derlei die Völker provozierenden und aggressiv-kriegerischen Untaten nichts zu tun hat, sie nicht unterstützt oder gutheißt, sondern sie im Ganzen ablehnt und verurteilt. Sie müssen verstehen lernen oder doch zumindest respektieren, dass authentisches Judentum auf der einen und Zionismus gleichgültig welcher Spielart auf der anderen Seite absolut nichts miteinander gemeinsam haben.

Verehrter Herr Leutert, ganz und gar abwegig und gefährlich wird es allerdings dann, wenn Sie jenen, die - aus welchen Gründen auch immer - der zionistischen Inszenierung im Deutschen Bundestag nicht durch "standing ovations" Folge leisten wollten, eine "Relativierung der Nazi-Verbrechen" zu unterstellen wagen. Solch ein Argumentationsmuster dient offensichtlich schlichtweg dazu, diese Menschen mittels eines diskreditierenden Rundumschlages der übelsten Sorte zu verunglimpfen und sie in eine Ecke manövrieren zu wollen, wo sie definitiv nicht hingehören. Im Grunde sollten Sie sich dafür schämen, dass Sie wegen eines politischen Süppchens, das Sie da kochen wollen, wiederum unseren Namen missbräuchlich verwenden.

Zum Abschluss möchte ich dennoch einen unserer großen Gelehrten zu Wort kommen lassen, der in einer englischen Übersetzung bereits vor über 60 Jahren zum zionistischen Ghetto-Aufstand von Warschau folgendes zu schreiben wusste. Ich zitiere dies deshalb, um auf Ihre Bemerkung des "Nie wieder" einzugehen. Sie sollten diese Worte studieren und mit Respekt behandeln, weil sich darin die wirklich jüdische Lebenseinstellung und Weisheit widerspiegelt, die so gänzlich nicht mit den zionistischen Mythen zusammen zu bringen sind: 

"Therefore it is clear that people believing in G-d, who live and die by His will, do not do deeds that are liable to hasten their death even by one moment. And without a doubt they do not do anything that will hasten the end of the life for tens of thousands of their brothers.

People who believe in G-d and live only by His will are the true courageous ones, who listen to His voice and do His will, even if that voice speaks harshly to them. They do not despair of their lives, even though their lives become a series of suffering and unbearable tortures, for this is what the Supreme Providence has placed upon them. Heroism in such a condition is not to die a death of fantasy heroes — something that any child can do when in despair. The real heroism in such times is precisely to live the life of heroes within a sea of suffering. In this way we fulfill the heroic fate that the Supreme Providence has placed upon us.

The highest spiritual bravery is to refuse to relinquish even one moment of life because of external pressure, and such bravery is a thing of which only G-d-fearing Jews are capable. Only Jews who know enough to value each moment of normal life, and even more, of a life covered with suffering and fated to test us, a moment of exalted, glorious life, are capable of such bravery. Such Jews were our brothers in the ghettos.

"Such Jews were our brothers in the ghettos" - und ich füge freimütig hinzu: Nur solche Juden sind auch heutzutage unsere Brüder und nicht jene, die - wie Peres - auf dem Rücken unserer eigentlichen Helden und zudem auf Kosten unserer Kinder nicht nur den Nahen und Mittleren Osten in Brand zu stecken gedenken, sondern damit auch dabei sind die gesamte Welt in den Abgrund zu zerren. Und dies alles zusammen ist nicht nur ein Verrat an der jüdischen Nation, am Volk des Buches, sondern auch an der gesamten Menschheit. 

In Respekt vor der Würde Ihres Amtes! 

gez. Reuven J. Cabelman

per Mail erhalten, T:I:S, 6. Februar 2010. Siehe auch Mobber Michael Leutert weiß nicht, wessen am 27. Januar 2010 gedacht wurde

 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Leutert 

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Ein Friedensjude zur Kritik an Sahra Wagenknecht

jW-artikel: http://www.jungewelt.de/2010/02-01/047.php

From: reuven.cabelman(at)skynet.be

Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Leutert,

mit Befremden habe ich von Ihrer harschen Kritik an Frau Sahra Wagenknecht bezüglich deren Weigerung dem zionistischen Staatspräsidenten stehende Ovationen zu spenden, Kenntnis erhalten. Es verwundert mich sehr, dass in unserem Lande mittlerweile offenbar ein Klima entstanden ist, dass nicht nur die bedingungslose Unterstützung des zionistischen Staates und seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit einfordert, sondern darüber hinaus eine überwiegende Mehrheit der Bundestagsabgeordneten einem der historischen Hauptverantwortlichen für diese Verbrechen eine derartige Ehre zuteil werden lässt.

Ich kann Ihnen versichern, hätte Shimon Peres auch nur den Versuch unternommen, in einem unserer orthodoxen Viertel in Williamsburg/New York, Monsey, Montreal, London oder Jerusalem auch nur zu erscheinen, hätte man ihn nicht nur zu Hunderttausenden mit Pfiffen empfangen, sondern ihn auch an seine historische Verantwortung bezüglich der europäischen Judenvernichtung erinnert. Die Tragik besteht darin, dass - aus welchen fadenscheinigen politischen oder militär-strategischen Gründen auch immer - das jüdische Volk der Thora und seine Ermordeten mittlerweile nahezu für jede Schandtat missbraucht werden. 

Peres hatte und hat keinerlei Recht im Namen dieses Volkes zu sprechen. Er vertritt weder das Weltjudentum noch die geschundenen Seelen unseres Volkes. Er ist ausschließlich der Vertreter eines Staates, den das authentische und orthodoxe Judentum immer abgelehnt und bekämpft hat. Ihm stehende Ovationen zu erteilen kommt einem Affront gegen alle Grundsätze und Werte der jüdischen Religion gleich und ist in diesem Sinne auch ein anmaßender und geschmackloser Frontalangriff auf das Judentum schlechthin.

Hochachtungsvoll

gez. Reuven Jisroel Cabelman

per Mail erhalten,  T:I:S, 2. Februar 2010. Siehe auch 618 Memmen und drei Friedensfrauen im Bundestag. Siehe auch Für wen spricht Shimon Peres? Fragen an Reuven Cabelman. Berliner Umschau 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Wagenknecht 

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Stephen Lendman

Jews Against Zionism

Der Autor skizziert verschiedene Gruppen von Friedensjuden in Israel und der Welt, die den  Zionismus, also die Kriegsjuden verurteilen.  

A Final Comment

At its core, Zionism is fundamentally racist, extremist, undemocratic, and militant:

in espousing Jewish supremacy, exceptionalism, and uniqueness as God’s “chosen people;”
in relying on occupation, oppression, violence and dispossession;
in justifying a Jewish ethnocracy based on structural inequalities;
in ruling by force, not coexistence;
in choosing confrontation over diplomacy and the rule of law; and
by denying Arabs and all others the same rights as Jews.

No ideology that destructive can endure. No regional peace and reconciliation is possible until it’s repudiated.

Dissident Voice, T:I:S, 9. Dezember 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Lendman

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Oh Schreck, so viele jüdische Selbsthasser?

Britische Juden treten für den Goldstone-Bericht über das israelische Massaker in Gaza ein. Anzeige in der London Times vom 1. Dezember 2009 mit 565 Unterschriften, .pdf-Datei. 

Inzwischen 637 Unterschriften 

T:I:S, 4. Dezember 2009. Dank an Abe

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Selbsthasser  

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Neturei Karta

Deutsche Schiiten haben anläßlich des internationalen Al-Quds-Tages 2009 einen gesellschaftspolitischen Beitrag gegen den fortgesetzten zionistischen Völkermord in Palästina geleistet. Sie haben in Berlin ein Gespräch mit Rabbinern von Neturei Karta (aramäisch נטורי קרתא, dt. „Wächter der Stadt“ [sc. Jerusalem]) über Zionismus und Judentum geführt und aufgezeichnet. 

Teilnehmer war unter anderm Rabbi Ahron Leib Cohen, Sprecher von Neturei Karta des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, Jews United Against Zionism. Cohen hat zuvor, am 29. April 2009, an der Londoner Universität gesprochen, Video, acht Minuten.

Das Berliner Gespräch am 12. September 2009 deutsch und englisch geführt. Video in neun Teilen, je fünf bis neun Minuten.

Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 6, Teil 7, Teil 8

Bemerkenswert sind Teil 4  und Teil 9, besonders sehenswert Teil 5, in dem sich ein deutscher Neturei-Karta-Rabbiner zur innerdeutschen Debatte über Krieg und Frieden äußert. 

T:I:S, 24. September 2009. Dank an Wolf Gauer. Homepage von Neturei Karta International. Siehe auch Reuven Cabelman, Antwerpen: Die zionistische Ideologie hat unzählige Opfer gefordert. Vermutlich 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09friedensjuden.htm#Neturei 

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