Hasbara - Zionistische Propaganda

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Was ist Hasbara?

Roger Cukierman, Vorsitzender des Conseil Représentatif des Institutions juives de France (CRIF), des Vertreterrats der jüdischen Einrichtungen in Frankreich, verkündete laut Akiva Eldar, Ha'aretz vom 28. September 2001

Man sagt uns: "Ihr macht uns verantwortlich, weil das Vichy-Regime schreckliche Sachen gemacht hat, aber schaut, was ihr mit den Palästinensern macht." Als Scharon hier [in Frankreich] war, habe ich ihm gesagt, daß er unbedingt ein Propagandaministerium schaffen müsse, wie Goebbels. Geld muß reingesteckt werden, und Journalisten müssen in feine Hotels eingeladen werden. So hat das König Hassan [von Marokko] gemacht - er hatte eine fürchterliche Reputation, und er wollte diesen Eindruck korrigieren.

We are told, "You blame us because the Vichy regime did terrible things, but look what you are doing to the Palestinians." When Sharon was here, I told him that it was essential to create a ministry of propaganda, like Goebbels. Money has to be invested in it and journalists have to be invited to fine hotels. That is what King Hassan [of Morocco] did - he had a terrible reputation and he wanted to correct that impression.

Ältere Beiträge: CAMERA, Hasbara Handbook, Zionismus allgemein und Israel allgemein mit zahlreichen Links. Grundlegend: Scharons Hexenküche vom 16. Dezember 2003

 

Propagandaministerium

David Admon plädiert in Ha'aretz für eine Propagandazentrale. Und das, obwohl ihm Menachem Begin 1977 auf entsprechende Vorschläge geantwortet habe: "Heaven forbid. The government doesn't do hasbara - here we will not have Goebbelsism!" Ein weiterer Auszug:

The confusion with respect to hasbara must be solved by centralizing it. It is necessary to establish a body with authority and money, backed by large budgets and headed by a cabinet minister. This ministry will establish professional committees specializing in various areas of hasbara. An inter-ministerial committee on hasbara should also be instated to coordinate with all the government ministries.

But first of all, a research department should be established to try to learn from the failures of the past and examine why Israel's existence is not taken as a given in many places around the world, and why we are perceived as aliens who have just chosen to live in the Middle East.

The "Hasbara Ministry" should also examine and update the tools that can be used. Here in fact, we can learn from terror organizations, which are intelligently using electronic media to spread their propaganda around the globe.

David Admon: Israeli propaganda is both intelligent and necessary. Ha'aretz, 1. Februar 2010

Jews sans frontières hat den Artikel kommentiert unter Israel establishes Hasbara Central. Siehe auch Special spin body gets media on message, says Israel. Guardian, 2. Januar 2009

T:I:S, 4. Februar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Propagandaministerium    

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Zionistische Blogger-Armee

Wer von Haß-Mails überschwemmt wird, in Diskussionsforen auf Trolle stößt oder merkwürdige Blogs erblühen sieht, der sei verwiesen auf den Ha'aretz-Beitrag vom 19. Januar 2009:

Israel recruits 'army of bloggers' to combat anti-Zionist Web sites

Inhalt auf Deutsch unter 

Israel baut eine Blogger-Armee auf

bei theINQUIRER.

T:I:S, 3. Dezember 2009. Zu dieser und dieser Meldung siehe auch Hartmut Barth-Engelbart  

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Blogger   

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Christl Grunwald-Merz

DEFAMATION (HASHMATSA)

Filmbesprechung

30 000 israelische Jugendliche suchen jährlich in Gruppen die Vernichtungslager der Nazis in Polen auf. 500 waren es, als Filmemacher Shamir Ende der 80er Jahre in ihrem Alter war.

Vorbereitet werden sie in Yad Vaschem, Israels zentralem Ort des Gedenkens an die Shoah, und in ihren Schulen durch eigens dafür qualifiziertes Personal. Im Film vermittelt eine Dame dazu die Faustregel: "Vergesst nie! Vergebt nie!" Der Geheimdienst werde sie begleiten, damit sie "nicht mit den Einheimischen in Kontakt kommen", denn Antisemitismus herrsche überall, ausser in Israel. Später, der Filmemacher begleitet die Jugendlichen nach Polen, erfüllt sich dann die Prophezeiung: Drei alte Herren, von Schülerinnen angesprochen, versuchen rauszukriegen, woher die Mädchen kommen, ein einfaches Sprachenproblem - doch interpretiert wird die Szene als antisemitischer Akt, der beinahe in Tätlichkeiten ausartet. Auch das Hotel wollen sie abends nicht verlassen -- draussen warten ja doch die Antisemiten...

Antisemitismus und Holocaust sind für uns, die wir im Geiste eines quasi verordneten Philosemitismus aufgewachsen sind, heikle Begriffe. Verstört reagierten daher auch viele deutsche Zuschauer auf den Film. Denn Shamir, renommierter Dokumentarfilmer, der bereits mit drei seiner Filme auf dem Münchner DOK.FEST war, portraitiert in einem zweiten, parallelen Erzählstrang die wichtigste Institution, von der die aktuellsten Meldungen über Antisemistimus stammen -- die ADL, die Antidiffamierungsliga.(1)

In deren Hauptquartier in New York trifft er den freundlichen Chef Abraham Foxman, der ihn an die Dokumentaristen weiter vermittelt, die antisemitische Vorfälle festhalten. Es sollen pro Jahr etwa 500 sein, in den letzten 2 Wochen waren es fünf. Shamir möchte einigen nachgehen. Da war die während einer jüdischen Beerdigung ins Handy gesprochene Bemerkung eines diensttuenden Polizisten "I'm just finishing this Jewish shit". Der Mann habe sich bereits entschuldigt -- daher keine Interviews. Einem zweiten Fall geht Shamir nach: ein Bus der Lubawitscher Gemeinde mit hebräischer Aufschrift, der Kindergartenkinder nach Hause brachte, wurde von zwei Schwarzen, 10 und 12 Jahre alt, mit Steinen beworfen. Der Busfahrer berichtet, dass glücklicherweise ausser zerbrochenen Scheiben nichts passierte, die Kinder hätten geschlafen.

So kommt er zum dritten Erzählstrang: zu den interviewten Personen, die "anderer Meinung" sind, die dem Erziehungsschwerpunkt Antisemitismus und Holocaust kritisch gegenüber stehen, da sie kaum etwas von antisemitischen Ausschreitungen bemerken, weder in New York noch in der ehemaligen Sowjetunion, die die Gleichsetzung von Antizionismus und Antisemitismus ablehnen, die Israels aktuelle Probleme in den Vordergrund stellen - vor allem die der besetzten Gebiete und des Umgangs mit den Palästinensern. Uri Avnery kommt zu Wort, Norman Finkelstein ("The Holocaust Industry") und John Mearsheimer (“The Israel Lobby and Foreign Policy" mit Stephen Walt).

Dagegen erfährt Shamir eher beiläufig in einem Interview mit Führungskräften der ADL, welche Rolle Israel für diese spielt: Es sei eine Lebensversicherung für alle Juden und müsse es bleiben; der Holocaust sei das gemeinsame Erbe aller Juden und das wichtigste verbindende Element untereinander, ob religiös oder nicht.

In Auschwitz marschiert Abraham Foxman mit israelischen Miltärs durch die Gedenkstätte. In Auschwitz schluchzen aber auch die Schüler - mit diesem Leid könne niemand konkurrieren, auch die Araber nicht. Sie stehen im Kreis, die Arme einander um die Schultern gelegt. Zeigen sie dem anitsemitischen Rest der Welt den Rücken? Können sie überhaupt noch unbefangen auf andere zu gehen? Wem sollen, wem werden sie "nie vergeben"?

Produktion: Cinephil Tel Aviv / Knut Ogris Films, Wien / Reveal Productions, Los Angeles / SF Film Production, Kopenhagen; Israel / Oesterreich / USA / Dänemark 2009: Regie und Buch: Yoav Shamir -- Kamera: Yoav Shamir, Konrad Edelbacher -- Musik: Mischa Krausz -- Länge: 93 Min. - Farbe -- Weltrechte: Cinephil, Philippa Kowarsky, Tel Aviv, Tel.+ 97235664129 -- Altersempfehlung: ab 14 J.

Christl Grunwald-Merz, ist Soziologin und Medienpädagogin in München. Ihre Filmkritik erschien in der Kinder Jugendfilm Korrespondenz Nr. 120 -2009.

T:I:S, 13. November 2009. Dank an Wolf Gauer. Die Anti-Defamation League meinte, der Film bezeuge von einer "perversen Perspektive" des Regisseurs. Dank an Schmidt-Polyglott

Anmerkung

(1) Mehr über die Anti-Defamation League hier

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Defamation   

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Habara gescheitert

Die besten jüdischen Köpfe auf der Welt sollen aus der Patsche helfen

First, we need to recognize the fact that resorting to a public relations campaign (or “Hasbara” as we refer to it) isn’t enough. This magic cure, which our politicians like to pull out of their hats, went bankrupt a while ago. Those who attempt to isolate Israel as well as those who listen to them don’t do it because they are unfamiliar with the facts, but rather, because they choose to disregard them. 

Hence, instead of engaging in “Hasbara,” Israel needs to engage in a comprehensive “war of perception” that is coordinated on all fronts – the media, the legal arena, and the diplomatic stage. We should also enlist the help of the best Jewish minds in the world for this cause.

Ron Ben-Yishai, ynet, T:I:S, 21. Oktober 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#gescheitert   

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Radio Liberty / Radio Free Europe verbreitet Falschmeldung über Ahmadinedschad

Der britische Telegraph behauptet blanken Unsinn über Mahmud Ahmadinedschads Herkunft, fantasiert über angebliche Judäophobie im Iran und bastelt sich kulturalistisch einen jüdischen Selbsthaß zusammen. Iran Affairs. Dank an Schmidt-Polyglott

Die Zeitungsente des Telegraph wurde unter anderm von Radio Liberty / Radio Free Europe verbreitet, und zwar bereits am 27. Januar 2009. Der Diversionssender gehört den Vereinigten Staaten von Nordamerika und verstreut seit vielen Jahrzehnten, teils unter anderen Namen, antikommunistische, generell imperialistische und neuerdings speziell zionistische Propagandalügen in allen Teilen der Welt, geschickt vermischt mit zutreffenden Meldungen.

T:I:S, 5. Oktober 2009. Zur angeblichen Judäophobie Ahmadinedschads, zum Stammbaumgewühle und zur Pathologisierung des iranischen Präsidenten siehe Wer ist Jude? von Gilad Atzmon vom 6. Oktober 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Liberty  

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Greg Felton*

Israelische Propagandisten

Schießen los –  und sich ins Knie  

Wenn Sie je eine Blogger- oder Online-Diskussion über den Nahen Osten verfolgt haben, dann haben Sie bestimmt das Pech gehabt, auf sie zu stoßen...

Man erkennt sie an ihrer Sprache: Sexualinjurien, Gift und Galle, Bigotterie, Drohungen, Desinformation, Rufmord. Richtig: Ich spreche über „Hasbarats“, zionistische Trolle, die das Netz mit Hasbara infizieren, mit pro-israelischer Propaganda. Natürlich gibt es Mainstream-Medien-Hasbarats seit Jahrzehnten, ebenso wie „Hasbaratschiks“, Fünfte Kolonnen in ausländischen Regierungen, die die nationale Politik im Dienste Israels untergraben. Doch das Internet ist der jüngste, manche werden sagen, der größte Propaganda-Spielplatz. Und Israel kommt mit faktenreichen, leidenschaftlichen und gut belegten Artikeln, die seine Kriegsverbrechen und seine reuelose Kriminalität aufdecken, nicht zurande.

Wenn Sie auf einen Hasbarat gestoßen sind, im Netz oder sonstwo, dann haben Sie gelernt, daß keine noch so große Menge an vernünftigen Argumenten oder an intellektueller Reife irgendeine Wirkung hat. Und zwar deshalb, weil den Hasbarats egal ist, ob sie auf andere unwissend, anstößig, fies oder albern wirken. Was allein für sie zählt, ist, Israelkritik und das Eintreten für Muslime zu sabotieren. Sie sind, wie anti-intellektuelle Stinkbomben, dafür vorgesehen, größtes Ungehagen zu bereiten, aber sie haben, wenn überhaupt, wenig wirkliche Schlagkraft.

Die vorsätzliche Vermehrung von Online-Hasbarats wirft zwei Fragen auf. Die eine ist, warum sich jemand stundenlang für Israel prostituiert. Für Geld natürlich. Ilan Shturman, stellvertretender Leiter der Hasbara-Abteilung (!) des israelischen Außenministeriums teilte einer israelischen Wirtschaftszeitung im Juli 2009 mit, daß 150 000 US-Dollar bereitgestellt worden seien für die erste Phase einer Kampagne, in der das Internet mit Hasbarats übersät werden soll.

Unsere Leute werden nicht sagen: "Hallo, ich bin von der Hasbara-Abteilung des israelischen Außenministeriums, und ich will euch mal Folgendes sagen." Noch werden sie sich selber als Israelis ausweisen. Sie werden als Internet-Surfer und als Bürger sprechen, sie werden Antworten schreiben, die persönlich aussehen, aber auf einer vorbereiteten Liste von Botschaften beruhen, die das Außenministerium entwickelt hat.

Die andere Frage ist, warum Israel meint, daß es zu geistigem Betrug im internationalen Maßstab greifen muß. Das Internet hat aufgezeigt, daß Israel ein gescheiterter Unterdrückerstaat ist, der politik-strategisch Verbrechen gegen die Menschheit begeht. Für viele war der letzte Strohhalm die Operation Gegossenes Blei, ein Tat von so unaussprechlich dreistem Sadismus, daß Anspielungen auf Nazi-Deutschland völlig angemessen sind.

Jeden Tag, so sieht es aus, werden die mythischen Grundlagen der Legitimität Israels – der Holocaust, die jüdische Opferrolle, das jüdische „Volk“, die israelische „Demokratie“, die „bösen“ Muslims“ – aller Welt vorgeführt. 

Im Januar 2009 versandte der iraelische Generalkonsul in Toronto einen hasbara recruitment letter. Hier ein Auszug: 

Wenn Sie von der Darstellung Israels in den kanadischen Nachrichten und von unausgewogenen [sic] Schilderungen frustriert oder darüber besorgt sind: Ihre Stimme kann gehört werden. Bedenken Sie, daß Sie nicht allein sind. 10 000 Stimmen wie die Ihre können jeden Tag antworten: Lobt, protestiert, informiert, korrigiert auf führenden kanadischen Internetseiten, in Realzeit und wirkungsvoll!

Die Schwäche dieser Taktik, wie Sie sich wohl denken können, liegt darin, daß die Hasbarats sich unausweichlich in die Bedeutungslosigkeit schimpfen und greinen werden. Letztendlich werden intelligente Leute die zionistische Standardklausel, die antimuslimischen Verleumdungen und das endlose Holocaust-Gedröne, abschalten. Die einst gefürchtete Bezeichnung als Antisemit hat jede Bedeutung verloren, als ob sie je eine gehabt hätte, und der, der sie herausschleudert, dürfte eher verspottet als gefürchtet werden.

Kürzlich haben zwei Ereignisse die zunehmende Verzweiflung und Albernheit der israelischen Propaganda-Industrie aufscheinen lassen. Blicken wir auf ein Beispiel für „positive Hasbara“.

Das Toronto International Film Festival

Eine wichtige Taktik der Hasbarats besteht darin, den Anschein zu erwecken, Israel sei eine normale westliche Demokratie. Dabei lenken sie den Fokus weg von der israelischen Mißhandlung der Palästinenser. Zugleich werden Länder, die Israel die Täuschung abkaufen, nicht gewillt sein, es zu kritisieren, aus Furcht, ihre Rolle bei der Verschleierung der zionistischen Kriegsverbrechen könnte hinterfragt werden.

Diese Taktik wurde beim jüngsten Toronto International Film Festival  (TIFF) ausprobiert, als Tel Aviv in einem Von-Stadt-zu-Stadt-Programm mit Toronto besonders herausgestellt wurde. Die offensichtliche Absicht war es, mit einem unpolitischen kulturellen Ereignis die Tyrannei zu verschleiern, für die Tel Aviv steht. Doch über eintausend Filmleute und Darsteller ließen sich nicht zum Narren halten. Sie unterzeichneten The Toronto Declaration: No Celebration of Occupation, einen offenen Brief an das TIFF gegen die Kooptation des Festivals durch die israelische Propagandamaschine.

Der Protest bewirkte genau das, was die Hasbarats verhindern wollten. „Statt über die reiche israelische Filmkultur zu sprechen, brummelte man in Toronto diese Woche über die eine Sache, die offizielle Israelis vermeiden wollten: über den Konflikt mit den Palästinensern“, berichtete die Jewish Telegraph Agency.

Die Hasbara-Kampagne der "Um-Markierung" Israels während des  Toronto International Film Festivals scheiterte kläglich. Dem Protest wurde soviel Beachtung geschenkt, daß er die politischen Ziele der israelischen Propagandamaschine überschattete.

Eine andere größere Niederlage bereitete Israel freundlicherweise der Filmkritiker der Chicago Sun-Times, Robert Ebert. Nach einer reflexartigen Verurteilung der Von-Stadt-zu-Stadt-Proteste legte er am nächsten Tag den Rückwärtsgang ein:

Ich hatte nicht genug Tatsachen bei der Hand über die Ereignisse, die zu der Festival-Entscheidung führten, Tel Aviv im Von-Stadt-zu Stadt-Abschnitt herauszustellen. Ich hielt es [anfangs] für eine unschuldige Geste guten Willens, erkenne aber nun, daß es gezielt der „Um-Markierung“ Israels in Toronto diente, als Schienenräumer für ein größeres Programm im gleichen Sinne. Die Festival-Leitung hätte nie akzeptieren dürfen, so benutzt zu werden. Es war naiv von den Unterstützern des Plans zu glauben, er würde die erhoffte Wirkung erzielen.

A propos naiv. Da ist Ron Huldai, Bürgermeister von Tel Aviv. Ob aus Vermessenheit oder Dummheit gestand er die dahinter liegende Hasbara in einem Interview mit der Jewish Telegraph Agency öffentlich ein: 

Das Von-Stadt-zu-Stadt-Programm wurde vom Festival angestoßen, aber das israelische Außenministerium war als Teil seiner Medien-und Anzeigen-Kampagne für die Marke Israel beteiligt, die letztes Jahr gestartet wurde.

Ziemlich offensichtlich wäre Israel besser dran gewesen, wenn die Hasbarats nicht versucht hätten, das Festival zu manipulieren. Selbst der vorhersehbare Pro-Israel-Gegenprotest machte lediglich den Protest bekannter und lenkte von der kulturellen Propaganda ab. Darüber hinaus war die Standardbehauptung, der Protest sei ein Angriff auf Israel und die künstlerische Freiheit, beweisbar falsch. Wenn irgend etwas, dann erhellte der Protest die aktive israelische Unterdrückung der palästinensischen Kultur. Die Autoren derToronto Declaration dazu:

Viele palästinensche Künstler und Filmleute, denen das israelische Besatzungs- und Paßsystem keine Freizügigkeit gewährt, werden faktisch boykottiert. Sie können nicht mit ihren Gemeinschaften kommunizieren oder frei reisen. Der Doppelstandard ist irre, und langsam sind das die Themen, auf die wir den Scheinwerfer zu richten helfen.

Schließlich muß darauf verwiesen werden, daß die Declaration der Autoren ohne jede Medienhilfe zum Erfolg führte. Für Anzeigen war kein Geld da, und keine Zeitung wollte ihren offenen Brief veröffentlichten. Andererseits trafen die Hasbarats auf die volle Unterstützung (lies: „den Gehorsam“) der überregionalen kanadischen Medien – und verloren.

Wenn ein bescheidener, mittelloser, die Menschen einbeziehender Protest wirksam eine abgestimmte Propagandakampagne besiegen kann, was sagt uns das über die Fähigkeit Israels, als legitimer demokratischer Staat zu posieren? Wiewohl die Desinformation von den Hasbarats mit relativer Leichtigkeit ausgestreut wird, ist doch nicht ausgemacht, daß sie auch allgemein akzeptiert wird.

Demnächst: Zionisten gegen einen der Ihren.

T:I:S, Übersetzung, 2. Oktober 2009. Original: Greg Felton: Israel’s propagandists shoot themselves in the foot as they shoot off their mouths. Internet, 30. September 2009

* Greg Felton hat sein Buch The Host and The Parasite— How Israel's Fifth Column Consumed America, erhältlich als e-book für CAN$18.95 via PayPal: gregf(at)gregfelton.com , am 25. Februar 2008 in der Vancouver Public Public Library vorstellen können, gegen den Widerstand lokaler zionistischer Gruppen. Die Veranstaltung mit Vortrag und Diskussion ist als Video in fünf Teilen à ca. 10 Minuten zu besichtigen, Teil 1 hier. Nicht der Kampf um Öl bestimme heute die US-Politik. Vielmehr habe eine Mafia aus zionistischen Evangelikalen, NeoCons und jüdischen Zionisten vor etwa 25 Jahren Schritt für Schritt die US-Politik gekapert. 

Mafia könnte die korrekte Einordnung sein, würde Felton verdeutlichen, womit diese Mafia ihre Geschäfte macht. Er stellt jedoch lediglich in den Raum, sie handele nicht im US-nationalen Interesse. Worin denn dieses "nationale Interessse" bestünde, verrät er nicht, vgl. Nationales Interesse zu Mearsheimer und Walt über die Israel-Lobby. Auch ist Feltons obige Wendung "Die einst gefürchtete Bezeichnung als Antisemit hat jede Bedeutung verloren, als ob sie je eine gehabt hätte ...", bleibt ohne Erläuterung unverständlich. Freilich erwähnt Felton die Kollusion von Zionisten und Nazis bei der Vertreibung von Juden aus Europa und ihrer Ansiedlung in Palästina, die unter anderm Shraga Elam und Klaus Polkehn belegt haben.

T:I:S       

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Die Andern morden doch auch

Daniel Dagan, Zionist, hat im Neuen Deutschland wahrheitsgemäße Berichterstattung über die israelische Staats- und Regierungspolitik eingefordert. Nicht in einem einzigen Punkt weist er Lüge nach. 

Unter anderm versucht er, die Morde israelischer Kommandos an palästinensischen Widerstandskämpfern und ihrem Umfeld dadurch für rechtens oder angemessen erscheinen zu lassen, daß die Nato, einschließlich Bundeswehr, ebenfalls gemetzelt hat, und zwar Jugoslawen. 

So dürften deutsch-nationale Schreiberlinge ihrerseits fortgesetztes Nato-Gemetzel künftig mit dem Verweis auf israelisches rechtfertigen, nach dem Motto: Die israelischen Kumpane morden, also dürfen wir's auch.

Faschistischer als Dagan tönt nur der israelische Außenminister.

T:I:S, 12. September 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Hasbara – zionistische Propaganda mit Nazi-Methoden

Zuchthäusler, ob Schläger, Trickbetrüger oder Auftragskiller, verfemen in trauter Einigkeit eine ganz bestimmte Kategorie von Mithäftlingen: Kinderschänder. So gehört denn der Vorwurf der Kinderschändung zum hergebrachten Hetz-Repertoire gegen Juden – und, wie nicht anders zu erwarten, gegen Muslime. Die vom westdeutschen Sportlehrer Stefan Herre betriebene zionistische Internetseite Politically Incorrect, wohlwollend zitiert von Henryk M. Broders „Achse mit den appen Rädern“, verdreckt inzwischen anonym und von unbekanntem Ort aus das deutschsprachige Netz, jüngst mit der Meldung

Massenpädophilenhochzeit in Gaza

Darunter das Bild von Bräutigamen, die Brautjungfern an der Hand führen, und der falsch interpunktierte Text:

Bei einer von der Hamas organisierten Massenhochzeit, haben am letzten Donnerstag 450 Paare in Gaza geheiratet. Geburtendschihad gegen Israel ist seit jeher eine beliebte Waffe sowohl der Fatah als auch der Hamas. Doch wie nicht anders zu erwarten, setzt die Hamas dem Spektakel noch das Sahnehäubchen auf. Während die Hamas-Bräutigame in der Altersgruppe zwischen 16 und 36 Jahren liegen, sind ihre frisch angetrauten Ehefrauen gerade mal sechs bis zehn Jahre alt.

Da lacht der Broder, und mit ihm das ganze Tel Aviver Mörderpack.

T:I:S, 19. August 2009. Was Tatsache ist, hier. Dank an Knut Mellenthin. Mehr unter Anti-Palästina-Lobby, Islamophobie, Henryk M. Broder und Israel (dort zahlreiche weitere Links)

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Thomas Immanuel Steinberg

Schutzhelm gegen die Antisemitismus-Keule

Noch immer verfängt, was israelische Regierung und Zentralrat der Juden als Beleg für Judenhaß ausgeben. Hier einige Hinweise.

Kontext und Relevanz

Erzählt einer, er sei von einem Gebrauchtwarenhändler übers Ohr gehauen worden, und fügt hinzu, der Gauner sei Jude, so macht das stutzig. Hat man Lust, so hakt man nach, was das denn mit dem Betrug zu tun habe, und wird den Erzähler am Ende womöglich für judäophob halten.

Bernard Lawrence „Bernie“ Madoff ist mit 65 Milliarden Dollar wohl der größte Privat-Betrüger aller Zeiten. Bei Wikipedia lautet der erste Satz über sein Leben:

Madoff wurde 1938 in Queens, New York, in eine jüdische Familie geboren.

Ist Wikipedia judäophob?

Nicht die Bohne. Daß Madoff Jude ist, hat ihm ermöglicht, zahllose Jüdinnen und Juden, darunter seine Söhne Andrew und Mark, jüdische Unternehmer und jüdische Organisationen, darunter vor allem jüdische Stiftungen und karitative Einrichtungen, um Riesensummen zu schröpfen. Wikipedia listet zahlreiche jüdische Betrogene auf. Zuvor hatte Madoff stattliche, gemessen an der gigantischen Betrugssumme freilich kleine, Beträge jüdischen Organisationen gespendet. Beides, das Jude-Sein und die Spenden, hatten das Vertrauen der jüdischen Anleger in Madoffs Geschäfte gestärkt. Dieses Vertrauen war eine Grundlage von Madoffs Geschäft.

Würde Wikipedia Madoffs jüdische Herkunft verschweigen, dann ginge eine bedeutsame Erklärung für seinen gigantischen Erfolg im allgemein Menschlichen unter; die Erklärung nämlich, daß sozialer Zusammenhalt in einer durchkapitalisierten Gesellschaft von Betrügern leicht mißbraucht werden kann.

Ob somit die Bemerkung, daß jemand oder etwas jüdisch sei, auf Judäophobie schließen läßt, hängt von der Relevanz ab. Sie kann nur im jeweiligen Kontext ermittelt werden.

Schwerpunkt

Der Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner hat von 1962 an fast vierzig Jahre lang fast ausschließlich Bücher gegen die römisch-katholische Kirche geschrieben, aus Feindschaft, wie er selbst bekundet. Sein Schwerpunkt lag auf den unzähligen, unermeßlichen Verbrechen der römisch-katholischen Kirche.  

Ist aus dem von Deschner gewählten Schwerpunkt Katholikenhaß zu schließen? Keineswegs. Ich habe vor 1969 Deschners „Und abermals krähte der Hahn“ und „Mit Gott und den Faschisten. Der Vatikan im Bunde mit Mussolini, Franco, Hitler und Pavelić“ gelesen. Keine Haßtirade war darin zu entdecken, nicht einmal ein Ressentiment gegen römische Katholiken – zu denen ich damals noch zählte. Es hat mir den Austritt erleichtert.

Dagegen behaupten Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik, judäophob oder der Judäophobie verdächtig sei, wer seinen publizistischen Schwerpunkt auf die Untaten der israelischen Herrschaftselite lege, und gar, wer sie befeinde; und zwar ganz unabhängig von seiner Einstellung zu jüdischen Israelis oder Juden überhaupt.

Die Behauptung der Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik ist reine Fantasie. Denn die Wahl des individuellen publizistischen Schwerpunkts liefert, für sich genommen, keinen Hinweis auf ein Ressentiment, geschweige denn auf Haß. 

Verbrechen anderswo

Warum sich Gegner der israelischen Staats- und Regierungspolitik um Verbrechen in anderen Weltgegenden nicht scheren, fragen deren Befürworter, ohne auf die Antwort zu warten, und schließen auf Judäophobie.

Die Fragesteller heucheln. Denn der Riß zwischen israelischer Regierung und Zentralrat einerseits, antizionistischen Juden wie Nicht-Juden andererseits, geht durch die Welt und die Zeitgeschichte.

Der Staat Israel und die Mehrheit der südafrikanischen Juden haben das südafrikanische Apartheid-Regime unterstützt, Hand in Hand mit Franz-Josef Strauß und der ganzen übrigen deutsch-nationalen Reaktion. Der ANC, Kämpfer gegen die Apartheid in Südafrika, hatte wenige weiße Mitstreiter, darunter weit überproportional viele Juden. Deutsche Antiimperialisten unterstützten Schwarze wie Weiße, ob Juden oder Nicht-Juden, gegen die deutsche Herrschaftselite und gegen die israelische.

Die Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik schweigen zu den Folterregimen in Jordanien, Ägypten und Tunesien. Denn diese Regime sind weltmarkt-kapitalistisch ausgerichet und ihr Weiterbestehen der israelischen Herrschaftselite ebenso förderlich wie der deutschen und den übrigen sogenannt-westlichen Herrschaftseliten.

Zugleich unterstützen die Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik die anti-chinesische, menschenrechtlich ummäntelte Darfur-Kampagne mit der Lüge, die sudanesische Herrschaftsclique verübe Völkermord. Die deutschen Staats- und Kommerzmedien stoßen ins gleiche Horn. Ihre Gegner indes entlarven die Kampagne als konkurrenz-kapitalistisch motiviert und als araber- und islamfeindlich.

Die Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik beklagen das Schweigen ihrer Gegner zur chinesischen Intervention im uigurischen Westen Chinas. Sie unterschlagen den Haß der exil-uigurischen Galionsfigur Rebiya Kadeer auf Schlitzaugen.

Emotionalität, Intensität und Radikalität

Anhänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik bemängeln, daß deren Kritiker – oder Feinde, wie ich einer bin – sich besonders gefühlvoll, heftig und bis zu den Wurzeln in den Kampf werfen: Alles zusammen ließe auf Judäophobie schließen; zumindest auf Haß gegen die Errichtung und das Bestehen des Staates Israel.

Nicht den Hauch eines Gedankens verschwenden sie auf die Möglichkeit, daß ihre Gegner nicht von Haß gegen jüdische Israelis oder Juden, sondern von Wut getrieben sein könnten, von Wut auf eine in Israel herrschende Verbrecherbande, die das einstmals Hoffnung weckende Projekt Israel an den Rand des Abgrunds führt. Nicht der Hauch einer Ahnung streift sie, daß Deutsche, ob Nicht-Juden oder Juden, mit der israelischen Staats- und Regierungspolitik die Hoffnung untergehen sehen, daß jemals Schluß sein werde mit dem Judenhaß. Und daß sie sich gerade deshalb emotional, intensiv und radikal gegen Zionisten und Antideutsche zur Wehr setzen.

Das Grinsen der Judenhasser

Zeitgenossen, denen das Schicksal der jüdischen Israelis und der deutschen Juden gleichgültig ist, halten sich raus, zumal die Antisemitismus-Keulenschwinger inzwischen überall lauern. 

Die Judenhasser aber, deren es in Deutschland viele gibt, grinsen zu jeder neu-alten Propagandalüge der Berliner Botschaft des Staates Israel, zu jeder neu-alten Pöbelei des Zentralrats der Juden in Deutschland. 

Na, das überrascht uns doch nicht,

raunen sie.

T:I:S, 21. Juli 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Schutzhelm  

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Hasbara gebündelt unter

The Israel Project’s 2009 Global Language Dictionary

Veröffentlicht von Newsweek (eingebettete .pdf-Datei), T:I:S, 19. Juli 2009. 

Richard Silverstein hat das zionistische Propaganda-Handbuch zerpflückt. Teil 1; Teil 2. T:I:S, 20. Juli 2009

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Jews sans frontières

Das Judenrein da

Man braucht einen bestimmten Schwurbel im Hirn, um den Rückbau illegaler Siedlungen, errichtet unter krasser und gewollter Mißachtung des Völkerrechts im Rahmen einer bewußten Kampagne für ethnische Säuberung („das meiste Land mit den wenigsten Arabern“) –  um deren Rückbau mit dem Versuch der Nazis zu vergleichen, die europäischen Juden zu vernichten.

Aber gebt Netanyahu nicht die Schuld. Verschwurbeltes Hirn, dein Name ist Zionismus. Schließlich, um nur ein winziges Beispiel zu nennen, ist es nicht lange her, daß ein gewisser Hackademiker, der namenlos bleiben soll, die Niederlage der Zionisten in der britischen University and College Union (UCU) als das Ergebnis einer Kampagne beschrieb, die UCU „judenfrei“ zu machen. Wenn Sie „judenrein“ googeln, werden Sie bemerken, daß die tollwütige jüdische Rechte seit langem diesen Begriff auf den antikolonialen Kampf in den besetzten palästinensischen Gebieten anwendet.

Das ist, was ich an Netanyahu liebe. Er ist unbezähmbar eklig. Das ganze garstige, Übelkeit erregende, selbstgerechte Selbstmitleid, das in der zionistischen Psyche schwärt, aber von pragmatischen „Labor-“Führern von Ben Gurion bis Peres fest unter Kontrolle gehalten wurde – zumindest im internationalen Rahmen – quillt nun hervor, amtlich belegt durch einen israelischen Premierminister, der sein nekrotisches Herz auf der Zunge trägt. Und das vielleicht deshalb, weil bei Netanyahu das Persönliche und das Politische eins sind: die Demütigung der von der europäischen Moderne überrollten jüdischen Identität, die den Zionismus gebar und die nachhallt in der Demütigung der Familie Netanyahus unter dem Labor-Regime, die er nie vergeben hat. Demütigung, Ressentiment und rächendes Auskeilen bilden den Kern von Netanyahus Welt und einen der Schlüssel zum Anklang, den er bei einer von Demütigungen durchtränkten Wählerschaft findet. So gibt er die perfekte, fast  erwartungsgemäße Folie ab für Obamas Politik demonstrativer Demütigung von ihm / von Israel, die er nur wieder und wieder als Déjà Vu wahrnehmen kann, ebenso wie Israel und seine Unterstützer jede milde Kritik an seinen Handlungen oder die Aufforderung zur Zurückhaltung nur als neues Auschwitz wahrnehmen können. Netanyahu ist der überbordende zionistische Todestrieb, eine sprechende Wunde, die nur ein Wort kennt:  Nazi. Nazi. Nazi. Nazi. Nazi. Nazi... Bis zum Erbrechen.

Posted von Gabriel, Übersetzung von T:I:S, 12. Juli 2009. Dank an Schmidt-Polyglott

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Jews 

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Thomas Immanuel Steinberg

Judenrein

Das palästinensische Westjordanland dürfe nicht judenrein werden, erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in Israel am 6. Juli 2009. Wörtlich sagte er:

Judea and Samaria cannot be Judenrein.

Als judenrein bezeichneten die Nazis einen Ort in Deutschland, Polen oder Weißrußland, wenn sie daraus alle jüdischen Bewohner vertrieben, verschleppt oder umgebracht hatten. Dann war der Ort rein, denn Juden galten als Schmutz. 

Netanyahu überträgt den Begriff auf das Westjordanland. Er suggeriert, der palästinensische Widerstand gegen die seit 1967 von Israel auf ihrem Boden errichteten Festungen für jüdische Israelis ziele ebenfalls auf Judenvernichtung. Die Forderung, den Festungsausbau auf palästinensischem Boden zu beenden oder gar die Festungen abzubauen, so gibt Netanyahu zu verstehen, ist nazistisch. Wer Netanyahus Politik ablehnt, ist ein Nazi. Steinmeier hat den Neu- oder Ausbau der Festungen mehrfach abgelehnt. Er ist Netanjahus Sprachgebrauch zufolge ein Nazi.

Der Außenminister soll daraufhin nur genickt haben.

Das wäre doch, so denkt man, eine Meldung in der deutschen Presse wert. Aber nein. Die Stichworte „judenrein netanyahu außenminister“ bei Google ergeben zur Zeit (Samstag, 11. Juli 2009 mittags) nur Blogger-Meldungen, darunter an zweiter Stelle SteinbergRecherche.  Die israelische Presse dagegen überschlägt sich geradezu in zustimmenden oder kritischen Kommentaren. Der britische Guardian verweist auf zionistische Stimmen, die bereits zuvor den Widerstand gegen die Festungen durch das Wort „judenrein“ als nazistisch gekennzeichnet haben. 

So argumentiert zum Beispiel die Jewish Virtual Library der American-Israeli Cooperative Enterprise: 

Die unausgesprochene Ansicht vieler Kritiker der Siedlungspolitik ist es, dass die Voraussetzungen für den Frieden besser wären, wenn die Westbank "judenrein" wäre - eine Vorstellung, die zweifellos als antisemitisch bezeichnet würde, wenn es darum ginge, Juden aus New York, Paris oder London zu vertreiben. Juden daran zu hindern, in der Westbank - der Wiege der jüdischen Zivilisation - zu leben, ist jedoch sicherlich nicht weniger anstößig.

Das  Israel Project’s 2009 Global Language Dictionary, ein Sprachführer für Zionisten, empfiehlt seit April 2009  statt „judenrein“ verwendet er den Begriff „judenfrei“   wie folgt für die Festungen einzutreten:

Wenn wir wirklich Frieden haben wollen, müssen Israelis und Palästinenser Seite an Seite leben. Die Vorstellung, daß dort, wo Palästinenser leben, keine Juden sein dürfen, daß bestimmte Gebiete judenfrei sein müssen, ist eine rassistische Vorstellung.  Wir sagen nicht, daß wir Araber aus Israel herausfegen müssen. Sie sind Bürger Israels. Sie genießen gleiche Rechte. Wir vermögen nicht zu erkennen, warum der Frieden erfordert, daß irgendein palästinensisches Gebiet eine Art ethnischer Säuberung von allen Juden erfordert. Wir akzeptieren das nicht. Säuberung ist auf keiner Seite annehmbar.

If we are to have real peace, then Israelis and Palestinians will have to live side by side. The idea that anywhere that you have Palestinians there can't be any Jews, that some areas have to be Jew-free, is a racist idea. We don't say that we have to cleanse out Arabs from Israel. They are citizen of Israel. They enjoy equal rights. We cannot see why it is that peace requires that any Palestinian area would require a kind of ethnic cleansing to remove all Jews. We don't accept it. Cleansing by either side against either side is unacceptable. 

Veröffentlicht von Newsweek. Die eingebettete .pdf-Datei braucht einige Sekunden fürs Erscheinen.

Demnach hätten also die israelischen Palästinenser Teile von Israel erobert, dort Festungen errrichtet und schössen seitdem auf jeden jüdischen Israeli, der den Festungsanlagen zu nahe kommt. 

Die Sache ist ein Fall von Hasbara, von zionistischer Propaganda der ganz üblen Sorte.

Die deutsche Staats- und Kommerzpresse aber schweigt. Bei aktuellen Ereignissen von zentraler Bedeutung ist sie schlicht unbrauchbar.

T:I:S, 11. Juli 2009

Nachtrag: Am 10. Juli 2009 hat Spiegel online die Reuters-Meldung verwurstet. T:I:S, 12. Juli 2009. Dank an Schmidt-Polyglott

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#judenrein

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Israel admits

"No Hamas rockets were fired during ceasefire".

 Video, 75 Sekunden, T:I:S, 26. Februar 2009

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Thomas Immanuel Steinberg und Schmidt-Polyglott (Recherche)

Arno Lustiger hat in der Jauche gestochert

Der führender Historiker über Martin Luther King

Martin Luther King soll im August 1967 in seinen "Letters to an Anti-Zionistic Friend“ geschrieben haben:

You declare, my friend, that you do not hate the Jews, you are merely “anti-Zionist”'... When people criticize Zionism, they mean Jews - this is God's own truth. Anti-Semitism, the hatred of the Jewish people, has been and remains a blot on the soul of mankind.

Du behauptest, lieber Freund, daß du die Juden nicht haßt, Du seist nur „Anti-Zionist“... Wenn Leute den Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – das ist Gottes eigene Wahrheit. Antisemitismus, der Haß auf Juden, ist und bleibt ein Schandfleck auf der Seele der Menschheit.  

Das schreibt Arno Lustiger  in der Jerusalem Post vom 15. Februar 2009. (1)

Die Behauptung ist so alt wie falsch. Tim Wise hat sie überprüft und am 21. Januar 2003 auf ZMag festgestellt:  Irgendwelche Kingschen „Letters to an Anti-Zionistic Friend“, einer Ausgabe der Saturday Review vom August 1967 zugeschrieben, gibt es nicht. Für ähnliche öffentliche Äußerungen des US-amerikanischen Streiters für Rassengleichheit Martin Luther King fehlt jeder Beleg. Allerdings soll King 1968 irgendwo einmal zu jemand gesagt haben:

Don't talk like that. When people criticize Zionists, they mean Jews. You're talking Anti-Semitism.

Sprechen Sie nicht so. When Leute Zionisten kritisieren, dann meinen sie Juden; Sie verbreiten Antisemitismus.

Das wurde 1969 behauptet, ohne überprüfbare Personen-, Zeit- oder Ortsangabe – von  einem schäumenden Zionisten namens Seymour Martin Lipset. King konnte nicht mehr wiedersprechen: Er war 1968 ermordet worden.

Auch die zionistische Propagandamaschine CAMERA (2) hat die "Letters to an Anti-Zionistic Friend“ als Schwindel bezeichnet, hält aber, unter Berufung allein auf Lipset, der jetzt auch schon tot ist, die Täuschung über Martin Luther King aufrecht. 

Arno Lustiger dagegen, Jerusalem Post zufolge ein führender Historiker, fällt seinen gewiefteren Gesinnungsbrüdern von CAMERA in den Rücken und verbreitet den längst aufgedeckten Schwindel über die nicht existierenden "Letters".

Wenn einst die Zitatfälschung genug Verwirrung gestiftet hat, wird sie wieder im Misthaufen versinken. Wie wär’s dann mit Malcolm X als Verfechter israelischer Besatzerfreiheit? Oder Nelson Mandela... ?

Doch Vorsicht: Mandela kann noch widersprechen.

T:I:S, 16. Februar 2009

Anmerkungen

(1) Tatsachen über Arno Lustiger hier und hier

(2) Siehe auch CAMERA

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Lustiger  

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Die israelische Regierung baut eine Blogger-Armee auf

FAZ, gebührenpflichtig, oder Ralf Müller, T:I:S, 4. Februar 2009   

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Thomas Immanuel Steinberg

12 x Gremliza = 538 

Hermann L. Gremliza schreibt in Konkret vom Februar 2009 auf Seite 9: 

Von links über Steinmeiers Mitte bis ganz rechts und quer durch den publizistischen Gemischtwarenhandel war die Nation einig, daß Tausende Raketen auf israelische Städte und Dörfer, darunter 538 während der „Waffenruhe“ zwischen Juni und Dezember, die Juden keineswegs berechtigten, Waffenlager und Nachschubtunnel zu bombardieren, zumal es ja bloß „primitive, ungezielte“ Raketen waren, „selbstgebastelt“ in rührender Heimarbeit. 

538 Raketen während der Waffenruhe zwischen Juni und Dezember 2008? 

Der Juni 2008 begann, wie jeder Juni, am 1. und endete am 30. Die Waffenruhe begann jedoch nicht am 1., sondern am 19. Juni 2008. Vom 1. bis zum 18. Juni hatte die Hamas, wie in den Vormonaten, viele Raketen und Mörsergranaten auf israelisches Gebiet geschossen, ohne Frage. Wieviele zu Beginn der Waffenruhe vom 19. bis 30. Juni, also während der zwölf verbleibenden Juni-Tage, auf Israel niedergingen, liegt ebenfalls regierungsoffiziell vor. Korrigiert, siehe Anmerkung (1), T:I:S 

Die israelische Regierung aber weiß und hat auch veröffentlicht, wieviele Raketen und Mörsergranaten von Gaza aus in den Waffenruhe-Monaten Juli, August, September und Oktober 2008 auf Israel abgeschossen wurden: 

eine, acht, eine und zwei Raketen, zusammen 12 Raketen; 

und acht, drei, drei und null Mörsergranaten, zusammen 14 Mörsergranaten. 

Das waren 26 Geschosse in vier Waffenruhe-Monaten, sieben pro Monat. 

Auch der November 2008 begann, wie jeder November, am 1., die Waffenruhe aber endete in der Nacht vom 4. auf den 5. November 2008, als ein israelisches Kommando nach Gaza eindrang und sechs Hamas-Mitglieder umbrachte. Hamas antwortete sofort mit 30 Raketen und vielen weiteren Abschüssen in den verbleibenden 25 November-Tagen und im Dezember des Jahres 2008.

26 Geschosse, davon genau 12 Raketen, nicht mehr, sind der Zeit der Waffenruhe zwischen der israelischen Regierung und der Hamas anhand der israelischen Angaben zuordenbar. 

Aus 12 Raketen macht Gremliza 538. Rudolf Scharping, Verteidigungsminister und deutscher Kriegslügner des Jahres 1999, sollte um Gremlizas Hand anhalten.

T:I:S, 3. Februar 2009. Korrigiert dank Matthias Gockel (2)

Anmerkungen

(1) Matthias Gockel schreibt:

Der kleinen Grafik auf der von Dir verlinkten Webseite ist noch mehr zu entnehmen. 

Als Gesamtzahl werden 223 Raketen und 139 Mörser "during the lull in the fighting" genannt, davon 203 Raketen und 121 Mörser zwischen dem 4. November und dem 19. Dezember, also 21 Raketen und 18 Mörser zwischen dem 19. Juni und dem 4. November. Das ergibt laut Grafik folgende Zahlen: 

19. – 30. Juni:                                    5 Raketen              3 Mörser 

Juli – Oktober:                                  14 Raketen            15 Mörser 

und daher für den 1.-3. November:        2 Raketen              0 Mörser. 

(Die Angaben in den Originalgrafiken, die auf der koreanische Webseite gespiegelt wurden, siehe Die verschwundenen Grafiken, weichen in vielen Fällen von den Angaben des Außenministeriums ab, jedoch nur minimal. Die Unterschiede sind daher vernachlässigbar.) 

Für den Zeitraum 1. bis 18. Juni wird übrigens angegeben: 153 Raketen, 84 Mörser. Das zeigt, dass die Hamas die Waffenruhe tatsächlich ernst genommen hat. Nach dem 19. Dezember steigen die Zahlen noch einmal deutlich an. (Was ist da passiert?*) 

Fazit: Die israelische Webseite differenziert; die pro-israelischen Kriegstreiber in Deutschland differenzieren nicht.

* Israelische F-16-Bomber griffen Gaza am 27. Dezember 2008 an, T:I:S

(2) "Von links über Steinmeiers Mitte bis ganz rechts und quer durch den publizistischen Gemischtwarenhandel war die Nation einig...", schreibt Gremliza. Worin sich der deutsche Mainstream tatsächlich einig war, und zwar mit der israelischen Regierung, schreibt Rolf Verleger – im Lügen: 

Premierminister Olmert, Armeeminister Barak und Außenministerin Livni behaupteten, daß der Raketenbeschuß israelischer Städte aus dem Gazastreifen unerträglich geworden und nicht anders zu stoppen sei als mit massivem israelischen Eingreifen. Die Unwahrheit dieser Behauptungen war ebenso offensichtlich wie bei den Lügen des George W. Bush. Wieder gibt es genügend Politiker und Journalisten, diesmal gerade und besonders in Deutschland, die diese Märchen gerne nachplappern. Bisher habe ich noch von keinem gehört, daß es ihm leid tue.

Die ausführliche Darlegung der israelisch-deutschen Gemeinschaftslüge ist nachzulesen in der jungen Welt vom 28. Januar 2009. Dank an Matthias Gockel für den abermaligen Hinweis, T:I:S, 4. Februar 2009. Siehe auch Rolf Verleger

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Gremliza

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Zionistische Erfolge im Propagandakrieg

Anne Will wollte eigentlich, durfte dann aber am Sonntag wohl nicht 

Peter Kleinert, NRhZ, T:I:S, 12. Januar 2009

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Guerilla-Marketing

Jens Berger beschreibt den weltweiten zionistischen Propaganda-Krieg

Spiegelfechter, T:I:S, 9. Dezember 2009

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Video von 2007 als Beweis für Schüsse 2009

Haaretz berichtet in seiner hebräischen Ausgabe, daß nach gründlicher interner Untersuchung die UNWRA - die in der Gaza-Schule tätig war, die von israelischen Mörsern ... beschossen worden war, was den Tod von mindestens 42 zivilen Flüchtlingen herbeiführte - daß die UNWRA keinen Beleg dafür gefunden habe, daß Kämpfer vom Grundstück der Schule aus mit Mörsern geschossen hätten. Vielmehr bemerkt UNWRA, daß das ausgestreute Video, mit dem die israelischen Verteidigungsstreitkräfte ... die Behauptung der Armee zu  belegen versucht hätten, 2007 aufgenommen worden sei. 

Haaretz reports in its Hebrew edition that after a thorough internal investigation UNWRA–which operated the Gaza school hit by Israeli shell fire earlier today resulting in the deaths of at least 42 civilian refugees–finds no evidence there were militants firing mortars from the school’s grounds.  In fact, UNWRA notes that video the IDF disseminated yesterday seeking to verify the army’s claim was actually shot in 2007.

Richard Silverstein, T:I:S, 7. Januar 2009

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Electronic Intifada

Die verschwundenen Grafiken

Das israelische Außenministerium als Roßtäuscher überführt

In einem Dokument mit dem Titel "The Hamas terror war against Israel" liefert das israelische Außenministerium selbst den anschaulichen, schlagenden Beweis für den guten Willen von Hamas während der Waffenruhe. Es gibt zwei Grafiken des Intelligence and Terrorism Information Center beim Israel Intelligence Heritage & Commemoration Center wieder:

 

Monatliche Verteilung von Raketeneinschägen
 

 

Monatliche Verteilung von Mörsergranaten
 

Die Grafiken zeigen, daß die Zahl der Raketen und Mörserangriffe von 245 im Juni 2008 auf 26 für die gesamte Zeit von Juli bis Oktober 2008 sank, eine Verminderung um 97 Prozent. Selbst das reichte Israel nicht. Es brach den Waffenstillstand, indem es dem Gazastreifen in den meisten dieser Monate eine Terror-Hungersnot auferlegte. Trotz dieser Verletzungen der Vereinbarung schoß Hamas keine Raketen ab, bis Israel in der Nacht vom 4. auf den 5. November 2008 den Waffenstillstand endgültig abbrach, indem es ein israelisches Kommando nach Gaza schickte, das sechs Hamas-Mitglieder umbrachte. Hamas antwortete mit 30 Raketen.

Diese Grafiken erwiesen sich in den Augen des israelischen Außenministeriums als zu aufschlußreich. In der Nacht zum  4. Januar 2009, als die israelischen Besatzungskräfte den Bodenangriff auf Gaza begannen, nahm das israelische Außenministerium sie von ihrer Webseite und setzte an die Stelle eine fast unleserliche Grafik, auf der die Labels die Daten vernebeln und die Beschriftung  das de-facto-Ende des Raketen- und Mörserbeschusses während der Waffenruhe bis zum 4. November möglichst verbergen soll:

Diese Dokument wurde ebenfalls mit "The Hamas terror war against Israel" überschrieben. Doch eine koreanische Webseite hatte das Originaldokument gespiegelt und damit das Indiz für Israels Langfinger-Hasbara, für seine Propaganda, aufbewahrt.

Eindeutig brachen die Israelis den Waffenstillstand, um die Zahl der Kassam-Beschüsse zu erhöhen, nicht um sie zu beenden. Kassam-Raketen unterfüttern in den Medien bestmöglich Israels bevorzugte Rolle als tapferer kleiner David gegen den palästinensischen Goliath. Und durch geschickte Überarbeitung seine Webseite vermag das israelische Außenministerium Ursache in Wirkung zu verwandeln - indem es die Vergeltungs-Kassams vom 6. November zur Ursache für den eigenen Abbruch des Waffenstillstands am 4. November verkehrt und den Waffenstillstand dann am 19. Dezember völlig zunichte macht.

Quelle: Electronic Intifada, T:I:S, Übersetzung, 7. Januar 2009. Dank an Schmidt-Polyglott. Ein Flugblatt  zum nahezu eingestellten Beschuß Israels von Gaza aus findet sich hier, .doc-Datei. 

  URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Grafiken 

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Zionistische Hilfe für Gaza? Reine Propaganda

Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde von Rom, Riccardo Pacifici, rabiater Zionist, beruhigte einen Gesinnungsgenossen, der sich über Spenden der Gemeinde an die Gaza-Bewohner empört hatte, per Mail:

I can assure you that the decision to send medicine to Palestinian and Israeli children was taken only for media purposes, and was only used for our struggle which will start on Monday in the media to support Israel.

Die Spende diene ausschließlich Propagandazwecken.

Palestine Think Tank, T:I:S, 5. Januar 2009

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Stuart Littlewood

Die israelische Lügenmaschine legt sich ins Zeug, um sich vor der entscheiden Frage zu drücken

Littlewood legt auf Englisch dar: Die Presseerklärung der israelischen Außenministerin Tzipi Livni vom 27. Dezember 2008, dem Beginn der Bombardierung der Gaza-Bevölkerung, strotzt vor Lügen. Livni, ebenso wie die ganze zionistische Lügenmaschine, drückt sich vor der entscheidenden Frage:

Wann wird Israel die Besatzung beenden und den Palästinensern ihren Boden und ihre Freiheit zurückgeben?

Redress Information & Analysis, T:I:S, 31. Dezember 2008. Dank an Volker Bräutigam

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09hasbara.htm#Luegenmaschine 

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