Organhandel

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Siehe auch insbesondere Hasbara - Zionistische Propaganda und allgemein die ausführliche interne Linksammlung unter Israel

The Organ Traders

An investigation into illegal human organ trading in Kosovo, Turkey and Israel, and the challenges facing law enforcers

AlJazeera-Journalistinnen amüsieren sich damit, der Türkei, dem Kosovo und Israel nachzuweisen, daß sie Kapitalverbrechen nicht verfolgen. So hat ein reicher alter Israeli sich die Niere einer armen jungen Palästinenserin gekauft, ohne Strafverfolgung in Israel befürchten zu müssen. Unterdessen bezahlt der Betreiber von AlJazeera, der Emir von Katar, Kapitalverbrecher in Syrien. 

Video, 20. Dezember 2012, 25 Minuten. T:I:S, 20. Dezember 2012. AlJazeera führt Moshe Harel als Organhändler auf, dessen Name auch unter Kosovarischer Organspenderring aufgeführt wird. Siehe auch Organhandel und Katar / Qatar

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Eli Senyor

Suspicion: Israelis harvested organs from the needy

Police suspect organ-harvesting network operated mainly in Kosovo, Azerbaijan; probe was launched after Turkish man told authorities in Kosovo he was 'thrown out to the street' following operation

ynet, 22. Mai 2012. T:I:S, 23. Mai 2012

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Nancy Scheper-Hughes

The Rosenbaum Kidney Trafficking Gang

"The crime was … the theft of life, defrauding the wretched of the earth of their spare kidneys, stealing from the poor to supplement the bodies of the well-insured and well advantaged.”

A CounterPunch Exclusive, November 30, 2011

T:I:S, 1. Dezember 2011. Siehe auch Nancy Scheper-Hughes zum israelischen Organhandel

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Thomas Immanuel Steinberg

Organraub auf dem Sinai

CNN: Von Beduinen gefangene afrikanische Flüchtlinge werden innerer Organe beraubt, wieder zugenäht und sterben gelassen

Im zweiten Teil einer Video-Serie vom 5. November 2011 berichtet CNN, Beduinen auf der ägyptischen Halbinsel Sinai nähmen afrikanische Flüchtlinge auf ihrem Weg ins benachbarte Israel gefangen. Geeignete Opfer würden ihrer Nieren oder ihrer Leber beraubt, wieder zugenäht und bald darauf sterben. Siehe CNN-Video und Springers Welt.


Quelle: Wikipedia. Vergrößern

Beweismittel sind Fotos zugenähter Leichen, die Hamdi al-Azzazy von der New Generation Foundation for Human Rights, einem Kairoer Arzt vorgelegt hat. Die Nähte, so der Arzt angesichts der Fotos, wirkten professionell.

CNN läßt sich in dem Video mitteilen, daß die Organe in mobilen Operationsräumen entnommen, zunächst in Kühlschränken gelagert, dann nach Kairo gebracht und dort implantiert würden.

Der Vorsitzende der New Generation Foundation for Human Rights, Hamdi al-Azzazy, beruft sich auf Ellen Rosser, offenbar eine Pro-Palästina-Aktivistin, siehe hier

Als Kooperationspartner der Foundation wird in anderen Presseberichten die italienische EveryOne Group genannt. Auf der Titelseite ihrer Homepage prangt in voller Breite und fast halber Höhe das Logo vom "CNN Freedom Project - Ending Modern Day Slavery" im Wechsel mit eleganten Bildern aus Afrika.

 Die italienische EveryOne Group schreibt über sich:

EveryOne Group gets its inspiration from the work carried out by the Westerweel group, which in the early 1940s opposed the persecution of the Jews in Holland and the horrors of the Holocaust. The Westerweel group saved many Jews from deportation and the gas chambers. Roberto Malini has met the Holocaust survivor and leader of the Westerweel group, Mirjam Waterman Pinkhof. 

Die Gruppe unterscheidet zwischen "Members" und "Guides".

Members seien:
Roberto Malini • Matteo Pegoraro • Dario Picciau • Glenys Robinson • Fabio Patronelli • Steed Gamero • Ionut Grancea • Mariana Danila • Nico Grancea • Ipat Ciuraru • Katalin Barsony • Stelian Covaciu • Rebecca Covaciu •  Santino Spinelli • Daniela De Rentiis • Ahmad Rafat • Seyed Mehdi Kazemi •  Saimir Mile • Marcel Courthiade • Jeanne Gamonet • Jean "Pipo" Sarguera •  Arsham Parsi • Stefania Micol • Udila Ciurar • George Scarlat • Ted  Coombs • Elena Vergil • Niko Rergo • Mauro Zavalloni • Nidhi Trehan • Victor Lacatus • Stefan Cojak • Viktoria Mohacsi • Joanna Zúñiga • Michele Biancucci • Georges Alexandre • Giuseppe Criseo • Kathi Diamant • Kafka Project at San Diego State University • Réné Bokoul • Marilina Lucia Castiglioni • Alvin Gahimbaze • Daniela Malini • Fabio Pollio • Morena La Rosa

Guides seien:
Elisheva Zimet • Halina Birenbaum • Leah Gitter • Simon Gitter • Alice Offenbacher • Walter Gutmann • Ruth Bondy • Jacques Stroumsa • Tamara Deuel • Lily Ofek • Simha Appelboim • Mirjam Pinkhof • Aharon Ohnhaus • Manzi Franz • Hanneli Pick - Goslar • Eva Fischer • Antonia Bezzecchi • Goffredo Bezzecchi • Piero Terracina • Edith Bruck • Liliana Segre • Goti Bauer • Noemi Bersan • Claudio Brioschi • Nedo Fiano • Giuseppe Di Porto • Paola Astuni • Elena Servi • Tatiana Bucci • Ruth Steindler Pardo • Michael Levitzky • Jacob Vassover • Mihai Ciuraru • Augustin Affi • Mons. Cesare Mazzolari 

Im Vordergrund der Aktivitäten der Gruppe steht zur Zeit die Unterstützung von Flüchtlingen aus Eritrea.

Ein US-amerikanisches America Team for Displaced Eritreans beschreibt mit Datum vom 16. September 2011 eine Kundgebung von Beduinen gegen Organraub unter dem Titel " Trafficking and Organ Theft of African Refugees", .pdf-Datei. Hamdy Al-Azazy von der "New Generation Foundation for Human Rights, Arish (ngf-humanrights.org)" wird als Organisator der Kundgebung genannt. Team-Vorsitzender ist John-Stauffer, einst Lehrer im US Peace Corps, einer Kalte-Kriegs-Einrichtung.

Bemerkungen

1. Der Staat Eritrea ist mit den westlich, vor allem deutsch unterstützten Herrschern Äthiopiens verfeindet. Laut Thomas C. Mountain, der in Eritrea lebt, ist seine Wahlheimat Zielscheibe der UNO.

2. Das an den Sinai angrenzende Israel ist laut Ha'aretz eine der Drehscheiben des internationalen Organhandels. Zahlreiche hier zitierte und verlinkte Beiträge belegen diese Aussage. Insbesondere sei auf das Dossier mit vier aus dem Schwedischen ins Deutsche übersetzten Zeitungsartikeln verwiesen.

3. Das CNN-Video, der Charakter der beteiligten NGOs, die vorangegangenen Einzelartikel und die jüngsten Berichte wie der in Springers Welt ähneln dem Save-Darfur-Rummel, einer von christlich-fundamentalistischen und US-amerikanisch-neokonservativen Organisationen betriebenen Propaganda-Kampagne, siehe Sudan, passim.

4. Der CNN-Bericht kann ganz oder teilweise wahr sein.   

T:I:S, 18. November 2011

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Paul Lewis

Kosovarischer Organspenderring: die Israel-Connection

Es paßt, daß der im angeblichen kosovarischen Organhändlerring als “Festmacher” bezeichnete Mann ein Israeli türkischer Herkunft ist. Moshe Harel, im Zusammenhang mit dem Fall von Interpol gesucht und flüchtig, wird beschuldigt, potenzielle Spender in der Türkei mit Empfängern zusammengebracht zu haben, von denen die meisten, wenn nicht alle, Verbindungen zu Israel hatten.

Der israelische Markt für Spenderlebern ist gut dokumentiert, und die meisten internationalen Händlerringe sind mit wohlhabenden israelischen Patienten auf sogenannten „Transplantationsumläufen“ verbunden. In Israel werden wegen der Sorge in der orthodoxen Gemeinde um den Körper nach dem Tode wenig Organe gespendet.

Bis vor kurzem, so sagten Experten, konnten israelische Staatsbürger von den Krankenkassen Teilerstattungen für Transplantationen im Ausland verlangen. Die Gesetzeslücke soll internationalem Druck folgend kürzlich gestopft worden sein.

Nur 10% der israelischen Erwachsenen haben Spenderkarten, im Vergleich zu über 30% in den meisten westlichen Ländern. Um die Spenderrate zu erhöhen, hat Israel hat ein Programm lanciert, demzufolge Karteninhaber bevorzugt behandelt werden, wenn sie selbst ein Implantat brauchen.

Die Empfänger illegal transplantierter Organe in einem privaten südafrikanischen Krankenhaus vom vergangenen Monat wurden als Israelis bezeichnet. Die Spender – darunter sollen auch Kinder gewesen sein – waren Brasilianer und Rumänen. Sie erhielten 6000 $ (3869 £) je Niere. Netcare Süd-Afrika, das auch Krankenhäuser in Großbritannien betreibt, gestand, 3,8 Millionen Rand (342 000 £) von einem illegalen Organhandelssyndikat erhalten zu haben.

Guardian, 17. Dezember  2010. T:I:S, Übersetzung, 19. Dezember 2010

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Südafrika

Israelis kauften Spendernieren in Südafrika. 

Oracle Syndicate, T:I:S, 17. November 2010

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Kosovo

Interpol hunts two Israelis for Kosovo organ trafficking.

 Ha'aretz, T:I:S, 15. November 2010

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CounterPunch

Organhandel, ausführliche Darlegung der Fakten, Israel betreffend

Tissue, Skin, Bone and Organ Harvesting at Israel's National Forensic Institute. Body Parts and Bio-Piracy. Nancy Scheper-Hughes, CounterPunch, 25. Oktober 2010

T:I:S, 27. Oktober 2010

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Ukrainische Nieren für Israel

Ein Israeli soll in der Ukraine einen Handel mit Nieren aufgezogen haben, berichtet der ukrainische Armee-Sender. Junge ukrainische Frauen sollen 10 000 Dollar dafür erhalten haben, daß eine ihrer Nieren einem bedürftigen Israeli für 200 000 Dollar implantiert wurde. Umsatz des Organhandelsrings laut ukrainischer Polizei 40 Millionen Dollar. Die Einrichtung, die die Nieren entnommen haben soll, hat den Vorwurf bestritten.

Israeli suspected of running Ukraine organ trafficking ring 

An Israeli man was arrested Friday for allegedly running an organ trafficking network in the Ukraine, Army Radio reported. The Israeli, whose name was not revealed, was arrested by Ukrainian police along with 12 other people. According to the report, the network operated for over three years and recruited donors via the internet. Most of the donors were young women who agreed to sell a kidney for $10,000.

The organs were then allegedly transferred to Israelis in need of a kidney transplant, which cost over $200,000, said the head of the Ukrainian organization for combating human trafficking during a press conference following the arrests. Ukrainian police estimated that the network made a gross sum of $40 million.

The facility in which the alleged operations for extracting the kidneys took place denied the allegations.

Ha’aretz, 6. August 2010. T:I:S, 9. August 2010. Siehe auch ynet. In der Vergangenheit hatten Parteigänger der Massaker-Regierung vergleichbare Beschuldigungen als antisemitisch motiviert bezeichnet, zum Beispiel Horst Pankow in Gremlizas Konkret 10/2009.

In eigener Sache

Die anonymen Betreiber des Internet-Auftritts "Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz" haben meinen Beitrag "Ukrainische Nieren für Israel"  kopiert und bei sich ins Netz gestellt. Der Disclaimer / Copyright am Ende jeder meiner Seiten besagt unter "3. Urheber- und Kennzeichenrecht":

... Das Copyright für veröffentlichte, vom Autor selbst erstellte Objekte bleibt allein beim Autor der Seiten. Eine Vervielfältigung oder Verwendung solcher Grafiken, Tondokumente, Videosequenzen und Texte in anderen elektronischen oder gedruckten Publikationen ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Autors nicht gestattet.

Ich habe dem Internet-Auftritt "Altermedia Deutschland - Störtebeker-Netz" keine solche Zustimmung erteilt und die anonymen Betreiber per contact-de@altermedia.info auf die Rechtswidrigkeit ihres Handelns hingewiesen. Wie kann ich wirkungsvoll gegen die anonymen Täter vorgehen? Tips erbeten über

Thomas Immanuel Steinberg, 13. August 2010

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Anklage wegen Organhandels

Jerusalem. Israel hat gegen einen ehemaligen General und vier weitere Bürger Anklage wegen Organhandels erhoben. Sie sollen einen landesweit operierenden Organschmuggelring betrieben haben. Den Angeklagten wird Menschenhandel zum Zweck der Organentnahme und Geldwäsche vorgeworfen. 

Laut der am Donnerstag veröffentlichten Anklageschrift hat der Organhändlerring die verzweifelte Lage kranker Menschen ausgenutzt. Polizeilichen Ermittlungen bot die Bande bis zu 100 000 Dollar für eine Niere. In mindestens zwei Fällen wurden die Spender jedoch nicht bezahlt.

apn/jW, 23. April 2010

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Organhändlerring gesprengt

Die israelische Polizei hat einen Organhändlerring gesprengt. Unter den sechs Festgenommenen ist ein Brigade-General der Reserve. Israel ist eine der Drehscheiben des internationalen Organhandels. Ha'aretz. (1)

In der Vergangenheit hatten Parteigänger der Massaker-Regierung vergleichbare Beschuldigungen als antisemitisch motiviert bezeichnet, zum Beispiel Horst Pankow in Gremlizas Konkret 10/2009

T:I:S, 7. April 2010

Anmerkung

(1) Ha'aretz-Artikel auf Deutsch in der Übersetzung von Hansjörg Rothe vom 12. April 2010 auf hintergrund.de. T:I:S, 13. April 2010

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Dossier

Organhandel in Israel und Antisemitismus-Beschuldigungen in Schweden

1. Jan Guillou: Israel hat gestanden – nun schweigen die liberalen Dumpfbacken. Aftonbladet, 17. Januar 2010. Übersetzung aus dem Schwedischen

2. Ian Black: Arzt gibt zu, dass israelische Pathologen Organe ohne Einwilligung entnommen haben. The Guardian, 21. Dezember 2009. Aus dem Englischen

3. Israelischer Protest gegen einen Feuilletonartikel. Aftonbladet / TT, 18./19. August 2009. Übersetzung aus dem Schwedischen

4. Donald Boström: “Unsere Söhne werden ihrer Organe beraubt”. Aftonbladet, 17. August 2009. Übersetzung aus dem Schwedischen

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Jan Guillou*

Israel hat gestanden – nun schweigen die liberalen Dumpfbacken

Es ist also wahr, dass es einen umfassenden und systematischen illegalen Handel mit den Organen erschossener Palästinenser in Israel gab. Die Enthüllung erfolgte im israelischen Fernsehen im Dezember und erregte großes Aufsehen auf der ganzen Welt. Sie war nicht nur die Spitzenmeldung bei CNN und anderen Fernsehanstalten, sondern auch in Europa. Eine Weltnachricht also.

Aber nicht in Schweden (auch nicht in Deutschland, Anm. d. Übers.). Hier waren es nur die Leser des Aftonbladet, die von diesem sensationellen israelischen Geständnis erfuhren. Eine Erklärung für diese besondere schwedische Nachrichtenbewertung ist, dass jetzt eine große Zahl unserer liberalen Politiker, Leitartikler und Kulturjournalisten eine Schamkappe* tragen müssen. Daher sind sie natürlich nicht bereit, die Sache zu diskutieren.

Anders war es bei der Entstehung der Geschichte. Ein Artikel im Feuilleton des Aftonbladet war es nämlich, der zu einem Schneeball wurde. Und der löste eine Lawine aus. Im September schrieb der unabhängige Journalist Donald Boström einen Artikel über den bekannten palästinensischen Verdacht, dass Palästinenser, die aus dem einen oder anderen Grund von den israelischen Streitkräften getötet wurden, danach ihrer Organe beraubt wurden, weil sie immer weggebracht, aufgeschnitten und einige Zeit später zusammengeflickt zurückgebracht wurden.

Wenn dieser Artikel nur verschwiegen worden wäre, was aus teils natürlichen Gründen das normale Schicksal von Artikeln im Feuilleton ist, wäre nichts geschehen. Und wir hätten niemals die Wahrheit erfahren. Aber dieses Mal geschah das genaue Gegenteil. Die israelische Regierung wurde von einer Reihe von Wahnsinnsausbrüchen ereilt, gespielt oder nicht, und sie forderte von der schwedischen Regierung, sie solle das Aftonbladet verurteilen. Die schwedische Botschafterin in Israel bat im Namen des schwedischen Volkes um Entschuldigung für diese verabscheuungswürdigen Schreibereien.

Das wurde eine große Sache in der Weltpresse. Und natürlich beteiligten sich daran die Liberalen. Die außenpolitische Sprecherin der Folkparti Birgitta Ohlsson warf Boström vor, der Artikel enthalte „viele antisemitischen Schablonen und Stereotypen über Juden“ – natürlich ohne den geringsten Beleg aus dem Text. Die Leitartikelseite des Sydsvenska Dagbladet (konservativ) ernannte das Aftonbladet zum „Antisemitbladet“. Die Leitartikelseite von DN (Dagens Nyheter, neoliberal) sprach davon, wie „Aftonbladet und insbesondere dessen Kulturseite eine führende Rolle bei antisemitischen Äußerungen“ spielten. Die Kulturredakteure von DN und Expressen (Pendant zur Bildzeitung) beteiligten sich natürlich an den Anklagen, wenn auch etwas abgemildert und schick drollig. Der Vorsitzende des Publicistklubs – ohne den betreffenden Text gelesen zu haben – fand Grund, sich dem Chor der Antisemitismus-Beschuldiger anzuschließen.

Die Beschuldigungen sind Standard im Arsenal der Verteidiger Israels. Sie sind heimtückisch, denn sie setzen eine Art umgekehrter Beweisführung voraus, die niemand erbringen kann, genauso wenig wie Birgitta Ohlsson beweisen kann, dass sie keine heimlichen pädophilen Neigungen hat. Aber die Voraussetzung, um die Antisemitismuskampagne dieses Mal in Gang zu setzen, war, dass das, was Donald Boström geschrieben hatte, nicht wahr wäre. Oder dass er sich antisemitisch ausgedrückt hätte.

Das konnte kein einziger Liberaler nachweisen, keine einzige Antisemitismus-Beschuldigung wurde mit einem Zitat belegt. Es blieb also nur die Frage: Wahr oder nicht wahr?

Eine Frage, die also im Dezember beantwortet wurde, als die Medien der Welt, außer den liberalen schwedischen (und allen deutschen, Anm. Übers.) die Wahrheit berichten konnten: Dass man in Israel lange Zeit alle möglichen Organe gestohlen hat, nicht nur von gerade erschossenen Palästinensern, sondern auch von verstorbenen Touristen.

[...] Ja, die israelische Arme ist nicht extra auf Jagd gegangen, um Palästinenser zu ermorden, nur um ihre Organe zu konfiszieren, heißt es. Was Donald Boström auch nie behauptet hat.

Weshalb hätte er das auch tun sollen? Israel hat lange Todeslisten, und Israel hat in den letzten Jahrzehnten Hunderte von jungen Palästinensern gemeuchelt. Das ist diese Lizenzjagd, die auf Schwedisch „außerrechtliche Hinrichtungen“ genannt wird. Auf Englisch ist der Fachausdruck „targeted killings“.

In diesem konkret einfachen, aber sehr brutalen Zustand gibt es eine Denkwürdigkeit, die mich zumindest stark berührt. Es ist schon ziemlich ekelhaft, dass Verbrecher in Israel Organe von „außerrechtlich Hingerichteten“ aus der besetzten Gesellschaft gestohlen haben. Aber das ist normales marktangepasstes privates Verbrechertum. Um so ekelhafter ist es, wenn berechtigte Kritik daran unter unseren vornehm empfindsamen Liberalen eine Woge von Antisemitismus-Beschuldigungen auslöst.

Aber keiner von ihnen stellt die stetige Zufuhr junger frischer Leichen in Frage. Als ob die Sache völlig unstrittig wäre, als ob es das selbstverständliche Recht der Besatzungsmacht Israel wäre, ein permanentes Mordkommando zu unterhalten, das missliebige Palästinenser liquidiert.

Die liberalen Dumpfbacken gehen sehr selektiv vor bei ihrem humanitären Engagement.

Aftonbladet, 17. Januar 2010. Übersetzung aus dem Schwedischen

*Jan Guillou ist Kolumnist des Aftonbladet

** Ein Schüler einer unteren Schulklasse mußte früher eine Schamkappe, eine Papiertüte aufsetzen, wenn er etwas ausgefressen hatte. Oft musste er außerdem in der Schamecke stehen. Das gab es offenbar in vielen Ländern. (Anmerkung d. Übers.)

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2. Ian Black

Arzt gibt zu, dass israelische Pathologen Organe ohne Einwilligung entnommen haben

Israel hat zugegeben, dass Pathologen Organe von toten Palästinensern und anderen ohne Einwilligung ihrer Familien entnommen haben, – eine Praxis, von der gesagt wird, sie sei in den 1990er Jahren beendet worden. Das wurde am Wochenende bekannt.

Das Eingeständnis des früheren Chefs des forensischen Zentrums des Landes folgte einem furiosen Streit, veranlasst durch den Bericht einer schwedischen Tageszeitung, Israel habe Palästinenser getötet, um ihre Organe zu benutzen – eine Beschuldigung, die Israel bestritten und „antisemitisch“ genannt hat.

Die Enthüllung in einer Fernsehdokumentation ist geeignet, in der arabischen und muslimischen Welt Wut hervorzurufen und finstere Stereotypen von Israel und seinem Verhalten gegenüber den Palästinensern zu verstärken. Irans staatliche Press TV berichtete die Geschichte heute Abend, illustriert mit Fotos von toten oder schrecklich verletzten Palästinensern.

Ahmed Tibi, ein israelisch-arabischer Parlamentsabgeordneter, sagte, der Bericht belaste die israelische Armee.

Die Geschichte beruht auf einem Interview mit Dr. Yehuda Hiss, ehemaliger Leiter des Forensischen Instituts Abu Kabir bei Tel Aviv. Das Interview wurde im Jahr 2000 von einer amerikanischen Wissenschaftlerin geführt, die es nun wegen des Streites zwischen Israel und Schweden über einen Bericht in der Stockholmer Tageszeitung Aftonbladet veröffentlicht hat.

Channel 2 TV berichtete, dass Spezialisten vom Abu Kabir in den 1990er Jahren Haut, Hornhäute, Herzklappen und Knochen aus den Körpern von israelischen Soldaten, israelischen Bürgern, Palästinensern und ausländischen Arbeitern oft ohne Einverständnis der Verwandten entnommen hätten.

Das israelische Militär bestätigte dem Sender, dass es diese Praxis gegeben habe, fügte aber hinzu: „Diese Aktivitäten endeten vor einer Dekade und wurden nicht wieder aufgenommen.“

Hiss sagte: „Wir begannen, Hornhäute zu entnehmen … was auch immer getan wurde, war höchst inoffiziell. Nach einem Einverständnis der Familien wurde nicht gefragt.“

Jedoch gab es keine Beweise, dass Israel Palästinenser getötet hat, um deren Organe zu entnehmen, wie die schwedische Zeitung berichtet hatte. (Das hat Aftonbladet nicht behauptet, siehe Aftonbladet vom 17. August 2009, Anm. Übers.) Aftonbladet zitierte Palästinenser, die gesagt hätten, dass junge Männer von der Westbank und aus Gaza von den israelischen Truppen festgenommen und ihre Körper mit fehlenden Organen zu ihren Familien zurückgebracht worden seien. Das Interview wurde von Nancy Scheper-Hughes, Professorin für Anthropologie an der University of California, Berkeley, veröffentlicht, die eine Studie über Abu Kabir durchgeführt hatte.

Sie wurde von Associated Press mit der Aussage zitiert, sie habe gemeint, dass das Interview veröffentlicht werden müsse, zumal die Palästinenser „bei weitem“ nicht die einzigen Betroffenen waren, weil „die Symbolik, wissen Sie, Haut von der Bevölkerung zu nehmen, die als Feind betrachtet wurde, etwas [ist], was gerade im Hinblick auf sein symbolisches Gewicht überdacht werden muss.“

Israel hat den Artikel aus dem Aftonbladet als eine „heftige antisemitische Verleumdung“ bezeichnet und verlangt, dass Schweden ihn verurteilt.. Stockholm hat sich geweigert und erklärt, dass man andernfalls die Meinungsfreiheit des Landes verletzen würde. Der Außenminister sagte daraufhin einen Besuch in Israel ab, gerade als Schweden die rotierende EU-Präsidentschaft übernommen hatte.

Hiss wurde 2004 von seinem Posten entfernt, als zum ersten Mal einige Details über Organentnahmen berichtet wurden, aber er arbeitet noch immer an dem forensischen Institut.

Israels Gesundheitsminister hat erklärt, dass alle Entnahmen jetzt mit Zustimmung getätigt würden. „Die Richtlinien waren zu jener Zeit nicht klar,“ heißt es in einem Statement gegenüber Channel 2. „In den letzten 10 Jahren hat Abu Kabir in Übereinstimmung mit der Ethik und dem jüdischen Gesetz gearbeitet.“

Der Artikel wurde am 21. Dezember 2009 geändert. Die Überschrift wurde ausgetauscht, weil sie den Inhalt der Geschichte nicht richtig wiedergab. Nancy Scheper-Hughes's Name war im Originaltext falsch geschrieben als Nancy Sheppard-Hughes.

The Guardian, 21. Dezember 2009. Übersetzung aus dem Englischen

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3. Israelischer Protest gegen einen Feuilletonartikel

Stockholm. Israels stellvertretende Außenminister Danny Ayalon fordert, dass die schwedische Regierung einen Artikel über israelischen Organhandel im Aftonbladet verurteilt, den er rassistisch nennt.

Der schwedische Botschafter schließt sich der Kritik an.

- Wir haben bei einem Treffen mit dem schwedischen Botschafter gegen den Artikel protestiert, sagt der Sprecher des israelischen Außenministeriums Yigal Palmor zu AFP und fügt hinzu, dass ein formeller Protest unterwegs sei.

Der Artikel, am Dienstag auf der Kulturseite des Aftonbladet publiziert, wurde von dem freien Journalisten Donald Boström geschrieben. Dort wird der Verdacht von Angehörigen von Palästinensern beschrieben, die von israelischen Soldaten getötet wurden. Israelische Soldaten sollen Organe von den Getöteten gestohlen haben, behaupten die Angehörigen gegenüber Boström.

Der Artikelverfasser zieht daraufhin Parallelen zwischen einem getötetem Palästinenser mit einer Obduktionsnarbe auf der Brust, den er selbst 1992 in Gaza gesehen hat, und dem Korruptionsskandal, der in diesem Sommer den amerikanischen Teilstaat New Jersey erschütterte.

Heftige Reaktionen

In den Skandal, in dem eine ganze Reihe Beamte, Politiker und einige Rabbiner verschiedener Korruptionsverbrechen verdächtigt werden, ist ein Mann mit dem Namen Levy Izhak Rosenbaum verwickelt. Er wird des illegalen Organhandels verdächtigt.

Boström behauptet weiter, dass in Israel mit Zustimmung der Behörden ein umfangreicher illegaler Organhandel vor sich geht, an dem hoch angesiedelte Ärzte in den großen Krankenhäusern beteiligt sind. Boström schreibt auch, dass der Internationale Gerichtshof (IGH) “unbedingt Untersuchungen einleiten sollte, in wieweit es sich um israelische Kriegsverbrechen handelt”.

Die israelische Regierung, genau wie die Medien in Schweden und Israel, haben sehr heftig reagiert:

- Dieser Artikel stinkt nach Rassismus und erinnert an die Anklagen im Mittelalter über Blutopfer und Ritualmorde, sagt z.B. Vizeaußenminister Danny Ayalon.

Die schwedische Außenministerin in Tel Aviv, Elisabeth Borsiin Bonnier, ist ebenso empört.

In einer Stellungnahme auf der Homepage der Botschaft schreibt sie, der Artikel sei “ebenso schockierend und widerlich für uns Schweden wie für israelische Bürger. Wir teilen deren Verärgerung, die die israelische Regierung, die Medien und die israelische Gesellschaft ausgedrückt haben.”

“Lokale Initiative”

Das schwedische Außenministerium in Stockholm nimmt eine andere Haltung ein.

- Das Außenministerium rezensiert keine Artikel in der schwedischen Presse über Zustände im Ausland, sagt der Sprecher Anders Jörle zu TT (einer schwedischen Nachrichtenagentur, Anm. d. Übers.)

- Die Botschaft in Israel hat auf lokale Initiative hin Stellung genommen, sagt er.

Sowohl Borsiin Bonnier als auch Jörle verweisen auf die schwedische Presse- und Redefreiheit. Borsiin Bonnier weist jedoch darauf hin, dass zu dieser Freiheit auch eine “gewisse Verantwortung” gehöre, die dem verantwortlichen Herausgeber obliege.

Lena Posner Körösi, Vorsitzende des Jüdischen Zentralrates in Schweden, fordert, dass sich der verantwortliche Herausgeber des Aftonbladet Jan Helin von antisemitischen Behauptungen distanziert und schreibt, dass der Inhalt in Boströms Artikel “wirkliche Klassiker des Antisemitismus wiederbelebt - Juden, die Kinder rauben, schlachten und deren Blut stehlen”.

Aftonbladet / TT, 18./19. August 2009. Übersetzung aus dem Schwedischen

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4. Donald Boström*

“Unsere Söhne werden ihrer Organe beraubt”

Palästinenser beschuldigen die israelische Armee, ihren Opfern Körperteile zu stehlen. Donald Boström berichtet über den internationalen Transplantationsskandal – und wie er selbst Zeuge eines Übergriffes auf einen neunzehnjährigen Jungen wurde

Ich bin jemand, den ihr einen “Kuppler” nennen könnt, sagte Levy Izhak Rosenbaum aus Brooklyn, USA, in einer heimlichen Aufnahme mit einem FBI-Agenten, von dem er glaubte, es sei ein Kunde. Zehn Tage später, Ende Juli diesen Jahres [2009] wurde Rosenbaum im Zusammenhang mit der Enthüllung eines großen Korruptionsskandals in New Jersey verhaftet: Rabbiner, Abgeordnete und Beamte hatten jahrelang Geldwäsche und illegalen Organhandel betrieben, was jetzt wie ein Netzwerk der Sopranos aufgerollt wurde. Rosenbaums Kuppelei war also keine Romantik, sondern er kaufte und verkaufte Nieren aus Israel auf dem Schwarzmarkt. Nach seinen eigenen Aussagen kauft er Organe von wenig bemittelten Menschen in Israel für 10 000 $ und verkauft sie an verzweifelte Patienten in den USA für 160 000 $. Die legale Wartezeit auf eine Niere beträgt durchschnittlich neun Jahre.

Die Beschuldigungen haben die amerikanische Transplantationsindustrie erschüttert. Wenn es wahr ist, ist es das erste Mal, dass organ trafficking (Organhandel) in den USA dokumentiert wird, sagen Experten in der Zeitung New Jersey Real-Time News.

Auf die Frage, wie viele Organe er verkauft hat, antwortet Rosenbaum: Eine ganze Menge. Viele. Und es ist nie etwas schief gegangen, prahlt er weiter. Er betreibt sein Geschäft seit langem.

Francis Delmonici, Harvardprofessor für Transplantationschirugie und Mitglied des Führungsgre­miums des National Kidney Foundation Board of Directors, sagt in der gleichen Zeitung,  organ trafficking wie in Israel gebe es auch an anderen Orten der Welt. Schätzungsweise zehn Prozent der 63 000 Nierentransplantationen auf der Welt seien illegal, sagt Delmonici.

Heiße Länder für diese illegalen Praktiken sind Pakistan, die Philippinen und China, von denen man annimmt, dass die Organe hingerichteten Gefangenen entnommen werden. Aber es gibt auch einen starken Verdacht bei den Palästinensern, dass ihre jungen Männer gefangengenommen wurden und, wie in China und Pakistan, unfreiwillig als Organreserve dienten, bevor sie getötet wurden. Ein sehr verbreiteter Verdacht, der auf reichlich vielen Fragen beruht, sodass der IGH, der Internationale Ge­richtshof, unbedingt eine Untersuchung darüber einleiten sollte, inwieweit es sich dabei um israelische Kriegsverbrechen handelt.

Israel wurde immer wieder wegen der unethischen Art und Weise, wie dort mit Organen und Transplantationen umgegangen wird, kritisiert. Länder wie Frankreich haben die Organzusammenarbeit mit Israel schon in den 90er Jahren abgebrochen, und die Jerusalem Post schrieb “dass zu erwarten ist, dass die übrigen Länder Europas in Kürze dem Beispiel Frankreichs folgen werden”.

Die Hälfte der neuen Nieren, die den Israelis seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts eingepflanzt wurden, wurden illegal in der Türkei, Osteuropa oder in Lateinamerika gekauft. Israelische Gesund­heitsbehörden haben volle Kenntnis von diesen Vorgängen, tun aber nichts, um sie zu stoppen.

2003 kam bei einer Konferenz heraus, dass Israel das einzige westliche Land ist, dessen Ärzteschaft den illegalen Organhandel nicht verurteilt und keine rechtlichen Schritte unternimmt gegen Ärzte, die an dem verbrecherischen Geschäft teilnehmen. Im Gegenteil: Die Chefärzte der großen Krankenhäuser sind an den meisten illegalen Transplantationen beteiligt, wie Dagens Nyheter (eine große liberale schwedische Zeitung, Anm. d. Übers.) schreibt (5. Dezember 2003).

In einem Versuch, mit dem Mangel an Organen im Land fertig zu werden, begann der damalige Gesundheitsminister Ehud Olmert im Sommer 1992 eine große Kampagne, um die israelische Bevölkerung dazu zu bewegen, Organspender zu werden. Eine halbe Million Flugblätter wurden über Lokalzeitungen verteilt, in denen die Bürger aufgefordert wurden zu unterschreiben, dass sie ihre Organe nach ihrem Tode spenden würden. Ehud Olmert selbst war der Erste, der unterschrieb.

Bereits einige Wochen später schrieb die Jerusalem Post, dass die Kampagne erfolgreich gewesen sei. Nicht weniger als 35 000 Personen hätten unterschrieben, normalerweise sind es 500 im Monat. Im gleichen Artikel schrieb die Journalistin Judy Siegel, dass die Differenz zwischen dem gestiegenen Angebot und der Nachfrage immer noch groß sei. Die Warteliste für Nierentransplantationen habe 500 Personen verzeichnet, aber nur 124 Personen hätten operiert werden können. Von 45 Personen, die eine neue Leber bräuchten, hatten nur drei die Möglichkeit, in Israel operiert zu werden.

Zur gleichen Zeit, als diese Kampagne durchgeführt wurde, verschwanden junge palästinensische Männer, die fünf Tage später nachts wieder in ihre Dörfer zurückgebracht wurden, tot und aufgeschlitzt.
Die Berichte über die aufgeschlitzten Körper erschreckten die Bevölkerung von Westbank und Gaza. Es wurde von einer dramatischen Zunahme von jungen Männer gesprochen, die verschwanden, und von darauf folgenden nächtlichen Beerdigungen von obduzierten jungen Männern.

Ich war in dem Gebiet und arbeitete an einem Buch, als ich mehrmals von UNO-Angestellten kon­taktiert wurde, die über die Entwicklung beunruhigt waren. Diejenigen, die mich kontaktierten, glaubten, dass es einen Organdiebstahl gab, aber dass sie daran gehindert seien, etwas zu unterneh­men. Im Auftrag einer Fernsehgesellschaft reiste ich danach herum und sprach mit einer großen Anzahl palästinensischer Familien auf der Westbank und in Gaza, die glaubten, dass ihre Söhne ihrer Organe beraubt wurden, bevor sie getötet wurden. Eines der Beispiele, auf das ich während dieser schaurigen Reise traf, war der junge Steinewerfer Bilal Achmed Ghanan.

Die Uhr ging auf Mitternacht zu, als am Rande des kleinen Dorfes Imatin auf der nördlichen West­bank Motorengeräusche einer israelischen Militärkolonne zu hören waren. Die zweitausend Einwohner des Dorfes blieben allesamt wach und standen wie stille Schatten in der Dunkelheit. Einige lagen auf den Hausdächern, andere standen hinter den Gardinen, Häusern oder Bäumen, die während des Ausgehverbots in der Dunkelheit Schutz boten, die aber trotzdem freie Sicht auf den Platz boten, der zum Begräbnisort für die ersten Märtyrer des Dorfes werden sollte. Die Militärs hatten den Strom im ganzen Dorf abgestellt, und das Gebiet war militärisches Sperrgebiet – und nicht einmal eine Katze konnte sich außer Haus bewegen, ohne ihr Leben zu riskieren.

Die betäubende Stille der Dunkelheit wurde nur von leisen Schluchzen unterbrochen, und ich erinnere mich nicht, ob wir vor Kälte oder vor Spannung zitterten. Vor fünf Tagen, am 13. Mai 1992, hatte sich eine israelische Spezialtruppe in einen Hinterhalt in der Schreinerei des Dorfes gelegt. Die Person, die die Spezialtruppe unschädlich machen sollte, war der 19-jährige Bilal Achmed Ghanan, einer der aktiven Steine werfenden Jugendlichen, die der israelischen Besatzungsmacht das Leben schwer machten.

Bilal Ghanan wurde als einer der führenden Steinewerfer seit einigen Jahren gesucht. Das bedeutete, dass er zusammen mit anderen gesuchten Steinwerferbürschchen unter freiem Himmel oben in den Nablusbergen wohnte. Gefangengenommen zu werden bedeutete den Tod, und alle Berichte über die vorher stattfindende Folterung machten die Sache nicht besser. Also blieben sie in den Bergen. Aber aus irgendeinem Grund kam Bilal eines Tages aus den Bergen herunter und wanderte an jenem unseligen Tag Mitte Mai ungeschützt durch das Dorf am Haus des Schreiners vorbei. Warum er gerade an jenem Tag kam, konnte nicht einmal Talal, sein älterer Bruder, sagen, vielleicht waren die Lebensmittel alle und der Vorrat musste aufgefüllt werden.

Alles verlief nach Plan für die israelische Spezialtruppe. Sie machten ihre Zigaretten aus, legten die Coca-Cola-Dosen zur Seite und zielten ganz ruhig durch das zerbrochene Fenster. Als Bilal nahe genug war, brauchten sie nur noch abzudrücken. Der erste Schuss traf ihn in die Brust. Nach Berichten von Dorfbewohnern, die das Geschehen beobachteten, wurde ihm dann in jedes Bein geschossen. Danach liefen zwei Soldaten aus der Schreinerei und schossen ihm noch einmal in den Bauch. Schließlich ergriffen sie Bilal an den Füßen und schleppten ihn die zwanzig Stufen der Steintreppe zur Schreinerei hinauf. Die Dorfbewohner berichten weiter, dass Leute sowohl von der UNO als auch vom Roten Halbmond, die sich in der Nähe befanden und die Schüsse gehört hatten, zu dem Platz kamen, um sich um den Verletzten zu kümmern. Die Diskussion darüber, wer sich um das Opfer kümmern sollte, endete damit, dass die israelische Truppe den schwer verletzten Bilal in einen Jeep lud und an den Rand des Dorfes fuhr. Dort wartete ein Militärhubschrauber, der Bilal an einen für seine Angehörigen unbekannten Ort brachte.

Fünf Tage später kam er in der Dunkelheit zurück, tot und eingewickelt in grüne Krankenhaustücher. Als die Militärkolonne, die Bilal aus dem Obduktionszentrum Abu Kabir außerhalb Tel Avivs geholt hatte, an der für Bilal vorgesehenen letzten Ruhestätte anhielt, erkannte jemand den israelischen militärischen Führer der Gruppe als Kapitän Yahya. “Der Schlimmste von allen” flüsterte eine Person mir in der Dunkelheit ins Ohr. Als Kapitän Yahyas Männer den Körper abgeladen und die grünen Tücher gegen ein helles Baumwolltuch ausgetauscht hatten, wurden einige männliche Verwandte ausgewählt, um die Arbeit zu machen – die Erde aufzugraben und Zement zu mischen.

Zusammen mit den scharfen Tönen der Spaten war vereinzelt Gelächter von Soldaten zu hören, die darauf warteten, nach Haus zu fahren und die sich Witze erzählten. Als Bilal ins Grab gelegt wird, wird seine Brust entblößt, und plötzlich war es für die wenigen Anwesenden klar, welchen Übergriffen er ausgesetzt gewesen war. Bilal war bei weitem nicht der Erste, der aufgeschnitten vom Bauch bis zum Kinn begraben wurde, und die Spekulationen über die Gründe sind angeschwollen.

Die betroffenen palästinensischen Familien auf der Westbank und in Gaza waren sich sicher, was mit ihren Söhnen geschehen ist. Unsere Söhne wurden als unfreiwillige Organspender benutzt, sagen die Verwandten Khaleds aus Nablus zu mir, genauso wie die Mutter von Raed aus Jenin und die Onkel von Machmod und Nafes aus Gaza, die alle einige Tage verschwunden waren und zur Nachtzeit zurückkamen, tot und obduziert.

   Warum behalten sie sonst die Körper bis zu fünf Tagen, bevor wir sie begraben dürfen? Was geschah mit den Körpern in dieser Zeit? Und warum wurden sie obduziert, wenn die Todesursache offensichtlich ist, und in sämtlichen Fällen gegen unseren Willen? Und warum kommen die Körper nachts zurück? Und warum mit Militäreskorte? Und warum wird das Gebiet während der Beerdigung abgesperrt? Und warum wird der Strom abgestellt? Nafes Onkel hatte viele Fragen und war aufgebracht.

Die Angehörigen der getöteten palästinensischen Männer hatten in der Angelegenheit keinerlei Zweifel mehr.

Der Sprecher der israelischen Armee meinte dagegen, dass die Behauptungen über Organdiebstahl von den Palästinensern erfunden seien. Alle Palästinenser, die getötet wurden, werden routinemäßig obduziert, meint er.

Bilal Achmed Ghanem war einer von 133 Palästinensern, die in dem Jahr auf unterschiedliche Weise getötet wurden. Nach palästinensischen Statistiken waren die Todesursachen folgende: Erschossen auf der Straße, Explosion, Misshandlung, Tränengas, absichtlich überfahren, erhängt im Gefängnis, erschossen in der Schule, getötet in der Wohnung etc. etc. Von den 133 getöteten Personen im Alter von vier Monaten bis 88 Jahren wurden 69 obduziert, das heißt, nur die Hälfte der Toten. Die routinemäßigen Obduktionen von getöteten Palästinensern, von denen der Sprecher der Armee gesprochen hatte, stimmt nicht mit der Wirklichkeit in den besetzten Gebieten überein. Es gibt weiterhin offene Fragen.

Wir wissen, dass der Bedarf an Organen in Israel groß ist und dass ein umfassender Organhandel stattfindet, und das schon seit langer Zeit; dass es mit Zustimmung der Behörden geschieht und dass hochrangige Ärzte in den großen Krankenhäusern beteiligt sind, genauso wie Beamte auf verschiedenen Ebenen. Und wir wissen, dass palästinensische junge Männer verschwunden sind, dass sie unter Geheimnistuerei nachts zurückgebracht wurden, aufgeschlitzt und zusammengenäht.

Es ist an der Zeit, in diese makabre Angelegenheit Klarheit zu bringen über das, was geschieht und was in den von Israel besetzten Gebieten seit Beginn der Intifada geschehen ist.

Aftonbladet, 17. August 2009. Übersetzung aus dem Schwedischen

*Donald Boström ist Journalist, Fotograf und Verfasser u.a. des Reportagebuches Inshalla (Ordfront förlag 2003)

T:I:S, 4. März 2010. Falls die Übersetzungen sinnentstellende Fehler enthalten, bitte ich um Nachricht.

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Zusammenstellungen

Israelischer  Organhandel und -diebstahl von Moldavien bis Palästina. Eine sorgfältige Zusammenstellung des Washington Report on Middle East Affairs

Loubnan ya Loubnan hat die NeoCon-Medienverarbeitung des zutreffenden schwedischen Artikels über israelischen Organdiebstahl analysiert. La méthode est désormais classique.

T:I:S, 26. Dezember 2009 und 7. Januar 2010

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Thomas Immanuel Steinberg

Alle glauben an Nazi-Greuelmärchen, außer Gremliza

Auf Seite 15 von Gremlizas Konkret 10/2009 schrieb Horst Pankow unter der Überschrift „Juckt’s?" "über eine Neuauflage des antisemitischen Greuelmärchens vom Ritualmord":

Donald Boström, Journalist des schwedischen Aftonbladet habe deliriert , als er aus Palästina von dem Gerücht berichtete, israelische Militärs hätten getöteten Palästinensern Organe entnommen und sie verwertet. Außerdem: „Websites einer neuartigen Naziszene“, nämlich SteinbergRecherche und Kommunisten-online, hätten Übersetzungen des Boström-Artikels vorgelegt. Konkret wörtlich: 

Darin wird der angeblich 1992 beobachtete Abtransport eines verletzten Palästinensers durch Israelis erzählt, an dem – der Autor bezieht sich auf Äußerungen Dritter – „Organraub“ verübt wurde. „SteinbergRecherche“ halluziniert gar „ausgeweidete palästinensische Leichen“. Noch  ist das kein Mainstream. Blogger der „FAZ“-Website beziehen sich derweil unbefangen auf „Kommunisten-online“: Antisemitisch sei das doch wohl nicht. Bloß israelkritisch eben.

Unterdessen haben sich der israelische Fernsehkanal 2 und das israelische Militär der von Horst Pankow und Konkret-Herausgeber Gremliza entdeckten neuartigen Naziszene angeschlossen:

Haut, Augenhornhaut, Herzklappen und Knochen seien in den neunziger Jahren der vorigen Jahrhunderts unter anderm von toten Palästinensern geerntet worden, oft ohne Erlaubnis der Angehörigen, meldete das israelische Fernsehen. Das israelische Militär bestätigte das angebliche Nazi-Greuelmärchen, siehe Auszug aus der AP-Meldung vom 21. Dezember 2009

T:I:S, 22. Dezember 2009

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Eingeständnis: Haut, Augenhornhaut, Herzklappen und Knochen gestohlen

Israel has admitted that in the 1990s, its forensic pathologists harvested organs from dead bodies, including Palestinians, without permission of their families.

The issue emerged with publication of an interview with the then-head of Israel's Abu Kabir forensic institute, Dr. Jehuda Hiss. The interview was conducted in 2000 by an American academic, who released it because of a huge controversy last summer over an allegation by a Swedish newspaper that Israel was killing Palestinians in order to harvest their organs. Israel hotly denied the charge.
Parts of the interview were broadcast on Israel's Channel 2 TV over the weekend. In it, Hiss said, "We started to harvest corneas ... Whatever was done was highly informal. No permission was asked from the family."
The Channel 2 report said that in the 1990s, forensic specialists at Abu Kabir harvested skin, corneas, heart valves and bones from the bodies of Israeli soldiers, Israeli citizens, Palestinians and foreign workers, often without permission from relatives.
In a response to the TV report, the Israeli military confirmed that the practice took place.

AP-Meldung, T:I:S, 22. Dezember 2009. Siehe auch Diverse

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 Entnahme menschlicher Körperteile

Joseph Croitoru, FAZ, hat, wie wir alle, im Internet gesurft und nacherzählt, was den Verdacht erhärtet, die israelische Regierung habe mit lebenden oder toten Palästinensern strikt Verbergenswertes getrieben. Der Vorzug seines Artikels: Er ist nicht lang und alles steht auf Deutsch da. 

Gespiegelt bei der Generaldelegation Palästinas in der Bundesrepublik Deutschland, T:I:S, 21. Oktober 2009. Siehe auch Diverse

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Jonathan Cook

Prof Yehuda Hiss: The Missing Link
In Palestinian Organ Theft?

In 1992, the year in question, Bostrom says, the Israeli army admitted to him that it took away for autopsy 69 of the 133 Palestinians who died of unnatural causes. The army has not denied this part of his report.

A justifiable question from the families relayed by Bostrom is: why did the army want the autopsies carried out?

Countercurrents, T:I:S, 4. September 2009

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Organtransplantation bei Israelis auf Krankenkasse und oft im Ausland

Elaine Pearson: Coercion in the Kidney Trade? A background study on trafficking in human organs worldwide. Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, GTZ Eschborn / Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, April 2004, .pdf-Datei, 40 Seiten

… The leading organisation specifically working to this issue, Organs Watch has conducted research on organ trade in twelve countries (Argentina, Brazil, Cuba, India, Iran, Israel/West Bank, Moldova/Romania, Philippines, Russia, Turkey, USA and South Africa). Based on that research, at least all of these countries can be seen to have a significant trafficking problem...

… In Israel, the issue of organ transplantation is especially visible because transplants from live donors can be paid for under national health insurance. Thus, there is access to some statistics regarding transplantation. One transplant surgeon states he has seen 300 of his patients go overseas for kidney transplants in the past few years. Very few transplant operations take place in Israel. This is set to change as Israel has a Bill in progress, soon to be adopted, which will legalise 'compensated gifting' of organs.

The law is being introduced in as a measure to end trafficking in organs and so-called 'transplant tourism' by Israelis needing a kidney transplant. Under the proposed law, a system like Eurotransplant would register donors and recipients and assign organs on basis of need. The Government will compensate the 'donor' for damages suffered including estimated costs of providing for the donor's long-term health care and will ensure that the process is done in an ethical way. According to the Stability Pact for South Eastern Europe Task Force Against Trafficking in Human Beings, Israeli 'donors' would receive about $20,000 for a kidney under the proposed law.

This measure should be closely monitored to see if it has the desired impact of reducing organ trafficking, fairly compensating donor-sellers and ensuring the equitable distribution of organs...

... VII. Recommendations 

I. Governments and NGOs 

Governments and NGOs, especially of countries where organ trafficking is seen to be a significant problem i.e. including, but not limited to, Argentina, Brazil, Cuba, India, Iran, Israel/West Bank, Moldova/Romania, Philippines, Russia, Turkey, USA and South Africa should take the following steps …

Es folgen zahlreiche Rechtsempfehlungen.

T:I:S, 26. August 2009

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'Jews harvesting Algerian kids' organs'.

Niere zu verkaufen. Die Mutter braucht Hilfe!

Petition an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz,

Der in der Ukraine wegen Organhandels verurteilte israelische Chirurg Michael Zis

Donald Boström in PressTv, Iran.

Gideon Levy: Pulp Journalism.

Aus dem Land, wo Nationalismus unf Rassismus blühen.

Verklagt.

Israel protestiert etwas zu heftig.

Donald Boström Swedish Journalist on Israeli organ harvesting. Video, vier Minuten

Romania probes Israeli adoption agency link in organ trafficking. Ha'aretz, 12. Dezember 2001

Turkey arrests Israeli suspected of organ trafficking. ynet, 5. Januar 2007

Organe für die Forschung geklaut? Yated Ne'eman und Ezra HaLevi, 2002 

Michael Borgstede, Die Welt, judäophil wie der ganze einst von inzwischen gestorbenen Alt-Nazis durchsetzte Springer-Verlag, versteht die Welt nicht mehr, vor allem nicht, was der Schwede Donald Boström geschrieben hat. Nicht um tote, sondern um lebend verschleppte Palästinenser ging's. Nochmal, für Borgstede: "Discussions ended with Israeli soldiers loading the badly wounded Bilal in a jeep and driving him to the outskirts of the village, where a military helicopter waited. The boy was flown to a destination unknown to his family. Five days later he came back, dead and wrapped in green hospital fabric... As Bilal was put in the grave his chest was uncovered. Suddenly it became clear to the few people present just what kind of abuse the boy had been exposed to. Bilal was not by far the first young Palestinian to be buried with a slit from his abdomen up to his chin." Donald Boström. Dank an Schmidt-Polyglott 

An Israeli national has been arrested in Kosovo on suspicion of negotiating an illegal organ transplant, says the Kosovo Police Service. The Voice of the Orthodox Jewish Community, 16. November 2008

Ukraine / Israel. Police uncover illegal organ trade ring. Jerusalem Post, 23. Juli 2007

IM. Von den Aleppo-Rabbinern über New Jersey, die Bank Leumi in Tel Aviv und den WTC-Betreiber Larry Silverstein zu Goldman Sachs reiche die Kosher Nostra, meint Wayne Madsen, liefert zahlreiche Anhaltspunkte und läßt Vieles offen. Geldwäsche, Verschleierung als fromme Gaben, Paßfälschung, Handel mit Raketenwerfern, Spielhöllenbetrieb, einige Bandenmorde und Organhandel säumten ihren Weg, so Madsen. Mit von der Partie sei ein israelischer "I.M.", dessen Name nirgends ausgeschrieben auftauche. Reichlich Gelegenheit fürs Antisemitismuskeulen-Schwingen

Das Herz fehlte. University of Glasgow pathologists, who did an autopsy at the request of Sinclair's family, found that it had been returned without a heart (which they suspect was used for a transplant) and without the crucial bone needed to confirm the claim that he died from hanging. Jonathan Rosenblum, Jerusalem Post, October 17, 2000. Jewish Media Resources.

Organhändlerring zerschlagen. BBC, 2003. Dank an Gerd M. Zum gleichen Fall in Einzelheiten, 23. Februar 2004: "Two Israeli citizens, Gedalya Tauber and Eliezer Ramon, and six Brazilians were arrested in Recife, capital of Pernambuco state, in the northeast. They are believed to be active members of the group that recruited people in the area to sell their kidneys, the commission's chairman, Raimundo Pimentel, told IPS." Dank an Wolf Gauer

Organraub. Ist eine solche Schandtat überhaupt den Zionisten zuzutrauen? Kommunisten-online

Åsa Linderborg, Kulurredakteurin des schwedischen Aftonbladet. "I think it is a shame that whenever solidarity is shown for the Palestinians and criticism is directed again Israel, someone cries anti-Semitism." ... Nils Funcke, one of Sweden's leading experts on legislation pertaining to freedom of speech, said he expected the Chancellor of Justice to reject the case. "The article can hardly be construed as racial agitation. There is no ethnic group targeted; the article focuses on the Israeli army, and Israel is not made up solely of Jews," Funcke told The Local. Dank an Schmidt-Polyglott

Perhaps an inquiry into this stolen organ business is indeed called for. Jews sans frontières

Zwei Reporter von "Aftonbladet" bekamen zu wissen, es werde drei Monate dauern, ehe ihr Antrag auf einen Presseausweis geprüft sei. Warum so lange? "Wir müssen untersuchen, ob Sie sich als Organspender eignen", lautete der ätzende Kommentar von Daniel Seaman, des Pressechefs der Regierung. FR

T:I:S, aktualisiert am 27. August 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Gerald M. Steinberg diffamiert Michel Warschawskis Alternative Information Center

Gerald M. Steinberg, Mitbetreiber des zionistischen NGO Monitor und Professor für Politikwissenschaften an der Bar-Ilan-Universität bei Tel Aviv, hat in der Jerusalem Post wegen des schwedischen Organraub-Artikels (1) zum nationalistischen Rundumschlag ausgeholt. 

Der schwedische Artikel überrasche nicht, da Schweden NGOs finanziere, die regelmäßig unbelegte palästinensische Zeugenaussagen für wahr hielten und Israel judenhasserisch mit Begriffen wie Apartheid, ethnischer Säuberung und Massaker dämonisierten. Unter diesen NGOs befinde sich auch Michel Warschawskis Alternative Information Center in Jerusalem.

Jeder, wirklich jeder, der die israelische Staats- und Regierungspolitik verurteilt, wird von ihren Vertretern und Mitläufern als Judenhasser diffamiert. Der Staat Israel, so irrwitzig er auch herumbrüllen mag, kann sich allerdings nicht lächerlich machen. Er ist US-gestützt, atombewaffnet und zu weiteren Massakern aufgelegt.

T:I:S, 24. August 2009. Siehe Michel Warschawski und Shir Hever, Nationalökonom beim Alternative Information Center

Anmerkung

(1) Viele Links und Hintergünde zum internationalen Organhandel unter "Israël accusé de trafic d’organes". Par Hicham Hamza, lundi 24 août 2009, darunter auch zu einer in Australien erschienenen englischen AFP-Meldung vom 16. Januar 2004 über den in Brasilien verhafteten Ex-Offizier der israelischen Streitkräfte, Geldaya Tauber Gady, Mitglied eines Nierenhändlerrings.
Gerald M. Steinberg beteiligt sich mit Aufsätzen und Konzepten am Jerusalem Center for Public Affairs, einem zionistischen Think Tank

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Thomas Immanuel Steinberg

Auch palästinensische Journalisten berichten  

Ausgestopfte Leichen nachts eilig verscharrt

Organe entnommen?

Neben dem schwedischen Journalisten Donald Boström (1) berichtet auch Kawther Salam, langjährige palästinensische Journalistin und seit einigen Jahren als Flüchtling in Wien lebend, von ausgeweideten palästinensischen Leichen, die die Angehörigen nachts unter israelischer Militäraufsicht verscharren mußten. Die toten Körper seien mit Baumwollenem ausgestopft gewesen. [Kawther Salams ausführliche und gut belegte Darlegung zur israelischen Ausweidung palästinensischer Leichen auf Deutsch bei Linke Zeitung, T:I:S, 5. Oktober 2009]. Siehe auch Palestine Think Tank.

Saed Bannoura berichtet, der ehemalige Gefangene Abdul-Nasser Farwana habe erklärt, Hunderte Leichen seien teils lange nach der Tat ohne lebenswichtige Organe an die palästinensischen Angehörigen übergeben worden. Dutzende Gefangene seien in israelischen Geheimgefängnissen verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Andere seien in numerierten anonymen Gräbern verscharrt worden, obwohl ihre Identität bekannt war.

Kawther Salam zählt die Namen etlicher Palästinenser auf, deren Verbleib seit Gefangennahme unbekannt ist, sowie die Namen der womöglich verantwortlichen israelischen Diensthabenden.

Die palästinensische Volksbefreiungsfront (PLFP) begrüßt den schwedischen Artikel und fordert eine Untersuchung der angeblichen israelischen Organdiebstähle.

Fest steht: Der schwedische Journalist Donald Boström hat zutreffend berichtet, daß Palästinenser den israelischen Staat des Organraubs beschuldigen. Nur das hatte er behauptet.

Die israelische Presse hat die wutschäumende Reaktion des faschistischen israelischen Außenministers Lieberman auf Boströms Artikel im schwedischen Aftonbladet und auf den schwedischen Außenminister Carl Bildt  zum Teil für unangemessen erklärt. Der schwedische Außenminister hatte sich jedes Kommentars enthalten. 

So verweist  Tom Segev in Ha'aretz auf die nicht-judäophobe Tradition Schwedens. Der Leitartikler empfiehlt der zionistisch-faschistischen Regierung, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen.

Inzwischen hat der Schwede Boström Morddrohungen erhalten. Auf Wikipedia / Deutsch hieß es zwischenzeitlich, Boström habe mit seiner Mutter Sexualverkehr gehabt. Etwa dreißigmal wurde Boströms Wikipedia-Eintrag am 21. und 22. August 2009 geändert, siehe History. Das ist Hasbara - Zionistische Propaganda von der eher schlichten Sorte.

T:I:S, ergänzt am 26. August 2009

Anmerkung

(1) Kommunisten-online hat den schwedischen Boström-Artikel aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. 

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Thomas Immanuel Steinberg

Schlachten und Ausschlachten

Der Kapitalismus geht seinen Weg

Der schwedische Recherchierjournalist Donald Boström hat in Sachen Organhandel ermittelt, siehe ”Våra söner plundras på sina organ”, Aftonbladet vom 17. August 2009. Tlaxcala hat den Artikel ins Englische übersetzt, auf SteinbergRecherche unten gespiegelt. Der schwedische Außenminister Carl Bildt hat es abgelehnt, den Beitrag zu verurteilen.

Donald Boström referiert den Fall des US-amerikanischen Organhändlers Rabbi Levy Izhak Rosenbaum (Einiges über dessen Umfeld hier, speziell über die Verbindungen zu Israel hier) und zählt die Gebiete auf, aus denen Organe beschafft worden sein sollen: Pakistan, die Philippinen, China, die Türkei, Osteuropa, Lateinamerika – und die israelisch besetzten palästinensischen Gebiete. Offenbar ist Israel eine Drehscheibe im internationalen Organhandel. Israel nämlich erlaubt das Geschäft mit Organen, im Gegensatz zum Beispiel zu Frankreich, das im vorigen Jahrhundert bei Organtransplantationen die Zusammenarbeit mit Israel abgebrochen hat.

Der Schwede Boström behauptet in seinem Artikel nicht, die israelischen Verteidigungsstreitkräfte hätten palästinensische Leichen gefleddert, liefert aber dringende Verdachtsmomente. Er fordert folglich von der israelischen Regierung Aufklärung über alle Verdachtsfälle.

Die israelische Regierung, statt die Vorwürfe zu entkräften, hat geantwortet, Donald Boström verbreite Judenhaß. 

Kommentar

Die Vereinigten Staaten und ihr engster Verbündeter Israel bergen gemeinsam mehr als die Hälfte des Rüstungskapitals der Welt. Die beiden nationalen Kapitalblöcke sind unentwirrbar miteinander verwoben. Die USA beschäftigen Privatarmeen mit der Eroberung und Ausplünderung schwacher Länder in aller Welt. Beide, Rüstungskapital und Pivatarmeen, zielen auf Profit, auf nichts sonst. Der israelische Staat seinerseits hat mit Rückendeckung aller US-Regierungen jahrzehntelang unablässig Palästinenser geschlachtet. Im israelischen Gaza-Massaker 2008 und 2009 waren es 1409 Menschen, darunter über 1000 Zivilisten.

Warum sollte das Kapital, was geschlachtet ist, nicht ausschlachten?

Donald Boströms Verdacht richtet sich gegen zwei völlig durchkapitalisierte Länder, und zwar die, die, am sogenannten Gini-Index gemessen (1), die ungleichste Einkommensverteilung aller kapitalistisch entfalteten Nationen der Welt aufweisen. Sein Verdacht fällt auf die Reichen und die Superreichen in beiden Nationen – und im Rest der Welt – die über alle Mittel verfügen, sich Ersatzorgane zu beschaffen. Offenbar ebnet ihnen die in Israel herrschende Gesetzlosigkeit den Weg.

Die israelische Regierung hat den dringenden Verdacht gewinnorientierter Ausschlachtung geschlachteter Palästinenser bisher nicht ausgeräumt, sie nährt ihn vielmehr selbst. Denn sie schwingt wie gewohnt die Antisemitismuskeule, die mit jedem Schlag weiter zerbröselt. 

Im Kern ist Zionismus eine – freilich besonders verlogene – Form von Kapitalismus.

T:I:S, 21. August 2009. Mehr über den internationalen Organhandel hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier

Anmerkung

(1) Ungleichheitsrang. Die USA stehen auf Platz 44, Israel auf Platz 71 aller Länder der Welt, beide zwischen lauter armen Ländern, Deutschland auf Platz 124, Schweden auf Platz 135, dem letzten Platz. Quelle: Central Intelligence Agency (CIA), The World Factbook, Country Comparison, Distribution of family income - Gini index

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09organhandel.htm#Ausschlachten 

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Donald Boström

“Our sons plundered for their organs” (1)

Donald Boström

You could call me a “matchmaker,” said Levy Izhak Rosenbaum, from Brooklyn, USA, in a secret recording with an FBI-agent whom he believed to be a client. Ten days later, at the end of July this year, Rosenbaum was arrested and a vast, Sopranos-like, imbroglio of money-laundering and illegal organ-trade was revealed. Rosenbaum’s matchmaking had nothing to do with romance. It was all about buying and selling kidneys from Israel on the black market. Rosenbaum says that he buys the kidneys for 10,000 dollars, from poor people. He then proceeds to sell the organs to desperate patients in the States for 160,000 dollars. The accusations have shaken the American transplantation business. If they are true it means that organ trafficking is documented for the first time in the US, experts tell the New Jersey Real-Time News.

On the question of how many organs he has sold Rosenbaum replies: “Quite a lot. And I have never failed,” he boasts. The business has been running for quite some time. Francis Delmonici, professor of transplant surgery at Harvard and member of the National Kidney Foundation’s Board of Directors, tells the same newspaper that organ-trafficking, similar to the one reported from Israel, is carried out in other places of the world as well. 5–6,000 operations a year, about ten per cent of the world’s kidney transplants are carried out illegally, according to Delmonici.

Countries suspected of these activities are Pakistan, the Philippines and China, where the organs are allegedly taken from executed prisoners. But Palestinians also harbor strong suspicions against Israel for seizing young men and having them serve as the country’s organ reserve – a very serious accusation, with enough question marks to motivate the International Court of Justice (ICJ) to start an investigation about possible war crimes.

Israel has repeatedly been under fire for its unethical ways of dealing with organs and transplants. France was among the countries that ceased organ collaboration with Israel in the nineties. Jerusalem Post wrote that “the rest of the European countries are expected to follow France’s example shortly.”

Half of the kidneys transplanted to Israelis since the beginning of the 2000s have been bought illegally from Turkey, Eastern Europe or Latin America. Israeli health authorities have full knowledge of this business but do nothing to stop it. At a conference in 2003 it was shown that Israel is the only western country with a medical profession that doesn’t condemn the illegal organ trade. The country takes no legal measures against doctors participating in the illegal business – on the contrary, chief medical officers of Israel’s big hospitals are involved in most of the illegal transplants, according to Dagens Nyheter (December 5, 2003).

In the summer of 1992, Ehud Olmert, then minister of health, tried to address the issue of organ shortage by launching a big campaign aimed at having the Israeli public register for postmortal organ donation. Half a million pamphlets were spread in local newspapers. Ehud Olmert himself was the first person to sign up. A couple of weeks later the Jerusalem Post reported that the campaign was a success. No fewer than 35,000 people had signed up. Prior to the campaign it would have been 500 in a normal month. In the same article, however, Judy Siegel, the reporter, wrote that the gap between supply and demand was still large. 500 people were in line for a kidney transplant, but only 124 transplants could be performed. Of 45 people in need of a new liver, only three could be operated on in Israel.

While the campaign was running, young Palestinian men started to disappear from villages in the West Bank and Gaza. After five days Israeli soldiers would bring them back dead, with their bodies ripped open. 

Talk of the bodies terrified the population of the occupied territories. There were rumors of a dramatic increase of young men disappearing, with ensuing nightly funerals of autopsied bodies. 

I was in the area at the time, working on a book. On several occasions I was approached by UN staff concerned about the developments. The persons contacting me said that organ theft definitely occurred but that they were prevented from doing anything about it. On an assignment from a broadcasting network I then travelled around interviewing a great number of Palestininan families in the West Bank and Gaza – meeting parents who told of how their sons had been deprived of organs before being killed. One example that I encountered on this eerie trip was the young stone-thrower Bilal Achmed Ghanan.  

It was close to midnight when the motor roar from an Israeli military column sounded from the outskirts of Imatin, a small village in the northern parts of the West Bank. The two thousand inhabitants were awake. They were still, waiting, like silent shadows in the dark, some lying upon roofs, others hiding behind curtains, walls, or trees that provided protection during the curfew but still offered a full view toward what would become the grave for the first martyr of the village. The military had interrupted the electricity and the area was now a closed-off military zone – not even a cat could move outdoors without risking its life. The overpowering silence of the dark night was only interrupted by quiet sobbing. I don’t remember if our shivering was due to the cold or to the tension. Five days earlier, on May 13, 1992, an Israeli special force had used the village’s carpentry workshop for an ambush. The person they were assigned to put out of action was Bilal Achmed Ghanan, one of the stone-throwing Palestinian youngsters who made life difficult for the Israeli soldiers.

As one of the leading stone-throwers Bilal Ghanan had been wanted by the military for a couple of years. Together with other stone-throwing boys he hid in the Nablus mountains, with no roof over his head. Getting caught meant torture and death for these boys – they had to stay in the mountains at all costs.

On May 13 Bilal made an exception, when for some reason, he walked unprotected by the carpentry workshop. Not even Talal, his older brother, knows why he took this risk. Maybe the boys were out of food and needed to restock.

Everything went according to plan for the Israeli special force. The soldiers stubbed their cigarettes, put away their cans of Coca-Cola, and calmly aimed through the broken window. When Bilal was close enough they needed only to pull the triggers. The first shot hit him in the chest. According to villagers who witnessed the incident he was subsequently shot with one bullet in each leg. Two soldiers then ran down from the carpentry workshop and shot Bilal once in the stomach. Finally, they grabbed him by his feet and dragged him up the twenty stone steps of the workshop stair. Villagers say that people from both the UN and the Red Crescent were close by, heard the discharge and came to look for wounded people in need of care. Some arguing took place as to who should take care of the victim. Discussions ended with Israeli soldiers loading the badly wounded Bilal in a jeep and driving him to the outskirts of the village, where a military helicopter waited. The boy was flown to a destination unknown to his family. Five days later he came back, dead and wrapped in green hospital fabric.

A villager recognized Captain Yahya, the leader of the military column who had transported Bilal from the postmortem center Abu Kabir, outside of Tel Aviv, to the place for his final rest. “Captain Yahya is the worst of them all,” the villager whispered in my ear. After Yahya had unloaded the body and changed the green fabric for a light cotton one, some male relatives of the victim were chosen by the soldiers to do the job of digging and mixing cement.

Together with the sharp noises from the shovels we could hear laughter from the soldiers who, as they waited to go home, exchanged some jokes. As Bilal was put in the grave his chest was uncovered. Suddenly it became clear to the few people present just what kind of abuse the boy had been exposed to. Bilal was not by far the first young Palestinian to be buried with a slit from his abdomen up to his chin.

The families in the West Bank and in Gaza felt that they knew exactly what had happened: “Our sons are used as involuntary organ donors,” relatives of Khaled from Nablus told me, as did the mother of Raed from Jenin and the uncles of Machmod and Nafes from Gaza, who had all disappeared for a number of days only to return at night, dead and autopsied.

“Why are they keeping the bodies for up to five days before they let us bury them? What happened to the bodies during that time? Why are they performing autopsy, against our will, when the cause of death is obvious? Why are the bodies returned at night? Why is it done with a military escort? Why is the area closed off during the funeral? Why is the electricity interrupted?” Nafe’s uncle was upset and he had a lot of questions.

The relatives of the dead Palestinians no longer harbored any doubts as to the reasons for the killings, but the spokesperson for the Israeli army claimed that the allegations of organ theft were lies. All the Palestinian victims go through autopsy on a routine basis, he said. Bilal Achmed Ghanem was one of 133 Palestinians killed in various ways that year. According to the Palestinian statistics the causes of death were: shot in the street, explosion, tear gas, deliberately run over, hanged in prison, shot in school, killed at home etcetera. The 133 people killed were between four months to 88 years old. Only half of them, 69 victims, went through postmortem examination. The routine autopsy of killed Palestinians –  of which the army spokesperson was talking – has no bearing on the reality in the occupied territories. The questions remain.

We know that Israel has a great need for organs, that there is a vast and illegal trade of organs which has been running for many years now, that the authorities are aware of it and that doctors in managing positions at the big hospitals participate, as well as civil servants at various levels. We also know that young Palestinian men disappeared, that they were brought back after five days, at night, under tremendous secrecy, stitched back together after having been cut from abdomen to chin.

It’s time to bring clarity to this macabre business, to shed light on what is going on and what has taken place in the territories occupied by Israel since the Intifada began.

Source: Aftonbladet - ”Våra söner plundras på sina organ”. Original article published on August 17, 2009. About the author. URL of this article on Tlaxcala: http://www.tlaxcala.es/pp.asp?reference=8390&lg=en

T:I:S, 21. August 2009. Siehe auch Ausschlachten

Anmerkung

(1) Kommunisten-online hat den schwedischen Boström-Artikel aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09organhandel.htm#Bostroem

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