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Ein Widerling

Arno Hamburger gibt wegen Felicia Langer seine Bundeskreuze zurück

Er ist ein Widerling

Zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse an Felicia Langer siehe auch Zentralrat der Juden in Deutschland, Wolf Gauer und weitere Fundstellen.

T:I:S, 2. September 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09staatsraeson.htm#Hamburger  

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Verdienst

Alex Feuerherdt, Zionist, hat das Großkreuz (am Schulterband) des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verdient: für seine Wiedergabe der kursorischen Mitschrift eines Vortrags der Anti-Zionistin Felicia Langer. 

Sehr geehrter Herr Feuerherdt, 

das Großkreuz (Sonderform) in besonderer Ausführung am Schulterband, rot gefüttert, Adler maschinengestickt, sechsspitziger Bruststern links, Lorbeerkranz um das Medaillon, wird man Ihnen nicht umhängen können, denn Sie haben Felicia Langer leider nur auszugsweise zitiert.

Auch stiehlt Ihre Lieblingsinternetseite gelegentlich Fotos von SteinbergRecherche und schuldet dessen Betreiber seit 5. August 2008 100 € plus Verzugszinsen. Das ist einfach ba-ba. Bedenken Sie schließlich: Die Sonderform des Großkreuzes wurde bisher nur an Konrad Adenauer und Helmut Kohl verliehen.

 

Großkreuz am Schulterband, Adler maschinengestickt, sechsspitziger Bruststern links

T:I:S, im zweitausendneunten Jahr des Kreuzes

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09staatsraeson.htm#Feuerherdt   

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Wolf Gauer

Die Loyalität des kleinen Mannes

 – ein deutsch-israelischer Briefwechsel

Siehe auch den Nachtrag

Aus Protest gegen die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an die Antizionistin Felicia Langer hat Motke Shomrat sein Kreuz beim deutschen Botschafter in Tel Aviv zurückgegeben. T:I:S   

Motke Shomrat, ursprünglich Marcel Stamler, ist ein freundlicher alter Herr. Israelischer Staatsbürger, Teilnehmer an drei Kriegen. Seine Eltern flohen 1934 von Köln nach Antwerpen. Belgische Katholiken versteckten den Fünfjährigen, und die Intervention der Königin rettete ihn, als er entdeckt wurde. Sein Vater starb in Dachau. Als Reiseleiter vermittelt Shomrat Touristen israelische Geschichte. Auch den Schülern deutscher Gymnasien, die er regelmäßig besucht. 1995 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für seine Bemühungen um die deutsch-israelische Aussöhnung. 

Dr. iur. Harald Kindermann ist seit 2006 deutscher Botschafter in Israel. Zuvor vertrat er die BRD in Bulgarien und Saudi-Arabien. Hagalil, das angeblich größte jüdische Online-Magazin deutscher Sprache berichtet: 

Dr. Harald Kindermann ist der Meinung, dass Deutschland keine normalen Beziehungen zu Israel hat, diese sogar niemals normal sein werden (...)". Denn diese, so der Diplomat, "werden von der Holocausterinnerung begleitet, die keine 'normalen' Beziehungen zulassen." Zum Gaza-Krieg sagte Kindermann dem Magazin : "Heute betrachtet man sich die harten Bilder in den Medien und erinnert sich nicht daran, dass die Angriffe nicht unbedingt von der Seite erfolgen, die den Konflikt begonnnen hat". Hagalil, 21. Januar 2009

Der Autor dieser Zeilen ist Ulrich-Wilhelm Herrmann Heinrich Sahm, Sohn eines deutschen Diplomaten. Er arbeitet in Jerusalem als Nahost-Korrespondent deutscher Medien. Er ist verheiratet mit der israelischen Photographin Varda Polak, seit 1985 ebenfalls für deutsche Blätter tätig. Beide vereint auch das gemeinsame Projekt einer "Exklusiven Dokumentation der Vergoldung der Kuppel des Felsendoms auf dem Tempelplatz in Jerusalem". Sahm: 

Netanjahu war schon einmal Ministerpräsident und hat den Palästinensern mehr Land abgegeben als Rabin und Peres zuvor. Israel und Jüdische Welt, 4. März 2009

Auf seiner Homepage, Kapitel Stammbaum, erscheint Sahm mit israelischem Stahlhelm und n-tv-Mikrophon. Und in n-tv teilte Ulrich Sahm am 24. Juli 2009 mittlerweile bekannte Fakten mit, auch in weiteren staatsfrommen Medien. Motke Shomrat habe am selben Tag die deutsche Botschaft in Tel Aviv aufgesucht und sein Bundesverdienstkreuz aus Protest gegen die Ehrung der israelischen Anwältin Felicia Langer zurückgegeben. Sahm bezieht sich dabei ausdrücklich auf ein Telefongespräch mit dem Reiseleiter

Botschafter Kindermann empfing Shomrat und seine Frau in seinem Büro. Eine Stunde lang hätten sie ein "sehr nettes und freundschaftliches" Gespräch geführt, erzählte der Reiseführer weiter, unter anderem über die Geschichte Israels und jüdischen Selbsthass. Kindermann bedauerte den Beschluss von Shomrat sehr, zeigte aber auch Verständnis: "Wäre ich Israeli, hätte ich wohl auch so gehandelt", sagte der deutsche Botschafter laut Shomrat. Es sei abgesprochen, auch künftig in Kontakt zu bleiben, sagte Shomrat. 

"Wäre ich Israeli, hätte ich wohl auch so gehandelt". Nein, wir haben uns nicht verhört; dafür steht Sahm. Worte eines deutschen Botschafters. Er bedauert zunächst und korrekt die Rückgabe der höchsten deutschen Auszeichnung. Und desavouiert alsdann einen Akt des Bundespräsidenten - die Ehrung von Felicia Langer - indem er sich hinter Shomrat stellt statt seiner Funktion und seines Amtseides gemäß loyal zur Entscheidung seiner Regierung zu stehen. Kann das wirklich so geschehen sein? 

Meine Zweifel, und damit die Frage, wessen Interessen in der deutschen Botschaft in Tel Aviv tatsächlich wahrgenommen wurden, lösten folgende Korrespondenz aus, vom 25. Juli bis zum 2. August 2009, deren Wortlaut ich unverändert wiedergebe und die für sich selbst sprechen möge

An den Botschafter der BRD in Israel
Herrn Harald Kindermann

Sehr geehrter Herr Botschafter,

meiner journalistischen Sorgfaltspflicht genuegend, bitte ich Sie um Bestaetigung einer Mitteilung von Ulrich W. Sahm in n-tv.de vom 24.07.09. Diese schliesst folgenden Satz ein: Kindermann bedauerte den Beschluss von Shomrat sehr, zeigte aber auch Verständnis: "Wäre ich Israeli, hätte ich wohl auch so gehandelt", sagte der deutsche Botschafter laut Shomrat."

Ich waere Ihnen fuer eine umgehende Bestaetigung sehr verbunden.

Mit besten Gruessen

Wolf Gauer (DJV 0480 / IFJ GE 48903)

Die Botschaft ließ ihren Pressemann antworten:

Sehr geehrter Herr Gauer,

Botschafter Kindermann führte mit Herrn Somrath und seiner Gattin ein persönliches Gespräch, ohne Beteiligung Dritter. Sie werden verstehen, dass ich mich zum Inhalt dieses Gesprächs daher nicht äußere.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Hatzelmann
Pressereferat Auswärtiges Amt

Eine Klarstellung meinerseits schien angeraten.

Sehr geehrter Herr Hatzelmann,

die Gespraechssituation ist bekannt, da von Herrn Shomrat oeffentlich gemacht und medienseitig verbreitet. Deshalb war meine recherchenbedingte Anfrage an Botschafter Kindermann selbst gerichtet. Ich verstehe, dass Sie sich dazu nicht auessern koennen und bitte deshalb um Vorlage derselben bei dem Herrn Botschafter.

Mit kollegialen Gruessen

Wolf Gauer

Herr Hatzelmann hielt unverdrossen den (verordneten?) Kurs, in den er nun auch seinen Dienstherrn einschließt. 

Sehr geehrter Herr Gauer,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wie ich Ihnen bereits mitteilte, handelte es sich um ein persönliches Gespräch zwischen Botschafter Kindermann und Herrn Somrath. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass sich weder Botschafter Kindermann noch das Pressereferat des Auswärtigen Amts zum Inhalt dieses persönlichen Gesprächs äußern.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Hatzelmann
Pressereferat Auswärtiges Amt

Ein Kollege, der auch in dieser Sache angefragt hatte, erhielt dieselbe  Antwort. Anders hingegen wurde der Verleger und Publizist Abraham Melzer beschieden. Er berichtet:

Ich habe an die Botschaft geschrieben und bekam tatsächlich gestern auch den Anruf aus der Botschaft. Darin wurde mir mitgeteilt, dass Uri (Ulrich) Sahm bei dem Gespräch gar nicht dabei war und man sich dort seine Ausgabe auch gar nicht erklären kann. Als ich sagte, dass er diese wohl aus seinem kleinen Finger gesogen hat, meinte man: "Offensichtlich". (31. Juli 2009)

Blieb also nur der von Sahm zitierte Motke Shomrat selbst. Nach längerer Suche entdeckte ich seinen Briefkasten bei einer israelischen Reiseagentur:

Lieber Herr Shomrat,

moeglicherweise werden Sie mit Mails ueberschuettet wegen Ihrer Rueckgabe des Bundeverdienstkreuzes. Es ist Ihre Entscheidung, die man respektieren muss.

Eine Frage in diesem Zusammenhang: Herr Ulrich Sahm zitierte Sie in deutschen Medien dahingehend,  dass Sie berichtet haetten,  der deutsche Botschafter habe Ihnen gesagt,  er koenne Ihre Haltung verstehen und dass er - waere er Israeli - wohl auch so gehandelt haette.

Koennen Sie das bestaetigen? Schliesslich waren ja keine Aussenstehenden bei diesem Gespraech anwesend, auch Herr Sahm nicht. Da nun Zweifel an Sahms Bericht bestehen, waere ich Ihnen fuer eine kurze Antwort sehr dankbar.

Mit besten Gruessen

Wolf Gauer

Herr Shomrat erwies sich trotz seiner vielfachen Medienverpflichtungen als freundlicher und gesprächiger Dialogpartner, wenn auch in seinen "Zionismus verliebt". Seine aufschlussreiche Perspektive "von innen" mag zunächst für jene stehen, die sich in Israel subjektiv zuhause fühlen, da sie objektiv angepackt, sogar gekämpft haben:

Sehr Geehrter Herr Gauer . 

Vielen dank fuer ihren mail . Ja , ich bin "ueberschuettet" mit mails , mansche nicht sosehr angenehme , andere , und das sind die meisten , sehr, sehr Positive von meine Entscheidung  . Klar das ich mich mit die Positive sehr freue , mit die Negative , "weniger". ( Mansche klingen als waeren sie koppien aus den "Stuermer")

Da sie sich die muehe gemacht haben, meine mail Adresse aufzusuchen , mache ich mir auch die muehe ihnen zurueck zu mailen.

Waren sie schon mal in Israel ? . Glauben sie mir, es lohnt sich ! . Israel ist ein wunderschoenes Land mit sehr nette Leute , genau so wie in Deutschland . ( Nicht netter, aber sicher nicht weniger nett ! )

Israel ist ein Land wo sich sehr , sehr viele verschiedene Menschen Typen treffen 

c.a. 7,5 Million  einwohner ( c.a. 20 % Minderheiten , die geniessen von ALLE rechte ! ) auf eine Flaesche die nicht groesser ist als das Land Hessen in Dld.

Hier treffen sich auch ALLE Religionen der welt , man versucht , was nicht immer leicht ist , zusammen zu leben , aber es geht .

Wir haben in die letzte 61 Jahren , seit die Gruendung den Staat Israel , kein einzigen Friedens Tag erlebt , ( Der Terror gegen Juedische Siedlungen , fing an am 1 Mai 1920 , da waren noch keine gebiete "bestezt" ! ) und trotz des Ziel arabische - moslemische Staaten uns von die Landflaesche auszuradieren , und jede paar Jahren wieder ein Krieg , haben wir , Fluechtlinge von allle Ecken der Welt , von eine Wuesste eine die schoenste Bluehende Laender aufgebaut .

"Wir", das sind Juden die aus die Asche vom Holokaust und c.a. eine Million juden die von die arabische Staaten vertieben wurden, den Kopf wieder hochgehoben haben , beschlossen haben nicht zu jamern als Fluechtlingen ( das waren wir ALLE ) sonder fleissig "an die Arbeit " und wir haben was geschaft . Und darauf sind wir sehr stolz .

Bitte seit uns nicht boese das wir nicht erlauben zu zerstoeren was wir mit viel muehe und schweis aufgebaut haben .

Entschuldigung , ich habe ganz vergessen  ,dass sie auch eine frage hatten ( Ich bin in mein Zionismuss SO verliebt , und da kommt auch mein "Reiseleiter" zum ausdruck ).

Da das gespraech mit den D.Botschafter, Dr. H. Kindermann, ein Privat gepraech war, duerfe ich ihnen vorschlagen , sich an die Botschaft in Tel-Aviv zu wenden , dort werden sie sicher die richtige , mit besseres Deutsch als meines , eine Antwort bekommen .

Herzlich Gruesse .

Shalom , Ihr Motke Shomrat

P.S. Bitte um Verzeihung fuer die Gramatische fehler , sie sind alle meine, Orginal .

M.S.

Shomrats Konsens mit der Botschaft lässt sich ausmachen. Die Ausflucht "Privatgespräch", wiewohl ein Gespräch in den Amtsräumen und von öffentlichem Belang. Shomrat hatte seinerseits um Medienpräsenz zwecks Dokumentation der Ordensrückgabe gebeten. Ich meinte nachhaken zu dürfen.

Lieber Herr Shomrat,

das war eine rasche, sympathische und freundliche Antwort, fuer die ich Ihnen erst mal herzlich danke! Als ich noch juenger war, wollte ich immer mal Israel und den gesamten Nahen Osten besuchen. Heute kann ich mir das nicht mehr zumuten.

Was meine Frage betrifft und Ihren Rat, mit der Botschaft zu sprechen: 

Ich habe das versucht und bekam lediglich den Hinweis, es habe sich um ein Privatgespraech gehandelt, weshalb man keine Aukunft geben koenne.  Meine Frage ist aber nicht aus Neugier auf das Privatgespraech mit 

Botschafter Kindermann gestellt. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob Herr Sahm Sie richtig zitiert hat, wenn er sagt: "Kindermann bedauerte den Beschluss von Shomrat sehr, zeigte aber auch Verstaendnis: "Waere ich Israeli, haette ich wohl auch so gehandelt", sagte der deutsche Botschafter laut Shomrat."

Deshalb nochmals meine Bitte: Hat Sahm Sie richtig zitiert oder haben Sie das anders in Erinnerung? Wenn Sie mir das beantworten koennten, waeren alle Zweifel behoben. Sie sind ja der Einzige, der jetzt noch Klarheit schaffen kann. Und darum wollte ich Sie nochmals bitten.

Inzwischen Ihnen alles Beste

Wolf Gauer

Doch der "kleine Bürger Israels" hält zum großen deutschen Botschafter, wobei ihm wohl noch nicht klar ist, dass er nun den Botschafter belastet oder aber Abraham Melzers Verdacht erhärtet, dass Korrespondent Sahm da etwas aus dem "kleinen Finger gesogen" habe.

Sehr geehrter Herr Gauer .

Ich muss ihnen LEIDER entteuchen , wenn die Botschaft ihnen keine befriedlische Antword geben kan , dann bitte sind sie mir nicht boese. Wenn die D. Botschaft beschlossen hat, das privat gespraeche zwischen den D. Botschafter und ein kleiner Buerger Israel , nicht zu Publizieren ist , werde ich es sicher Respektieren . Ich schaetze sehr den D.Botschafter . Er Repraesentiert auf die schoenste Art das D.Volk , und glauben sie mir, das ist nicht einfach, auf grund die Vergangenheit .

Warum koennen sie sich nicht mehr zumuten eine Reise nach Israel in Rahmen eine Gruppen Reise ?. Wir leben zwar im Nahenosten, aber wir sind ein ganz normales West Europaeisches entwikeltes Land .

 Wuensche ihnen Alles Gutes , ein schoenes W.E.

Shalom . Ihre Motke Shomrat . 

Ein letzter Anlauf sollte nun prüfen, ob die Barriere nicht doch zu durchbrechen sei.

Lieber Herr Shomrat,

ich antworte Ihnen etwas verspaetet, da ich nicht in Ihre verdiente Sabbatruhe hineinplatzen will. Ich danke Ihnen fuer Ihre offene Antwort und kann sehr gut verstehen, dass Sie sich aus freundschaftlichem Respekt vor dem Botschafter keine weitere Aeusserung erlauben wollen.

Gerade deshalb aber folgendes: Wenn Sie nichts zu Herrn Sahms Auesserung sagen moechten, zu dem, was er Ihnen in den Mund gelegt hat, muss man annehmen, dass Sahms Darstellung stimmt. Demnach haette der Botschafter Ihnen Recht gegeben ("Wäre ich Israeli, hätte ich wohl auch so gehandelt", sagte der deutsche Botschafter laut Shomrat."). 

Wenn er sich aber wirklich so ausgedrueckt haette - als deutscher Botschafter gegenueber einem israelischen Staatsbuerger, der die hoechste deutsche Auszeichnung zurueckgegeben hat - handelte er illoyal gegenuber seinem Bundespraesidenten und damit gegenueber seinem Amtseid. Denn als vereidigter Beamter muss er zu seinem Praesidenten stehen und zu den Entscheidungen seiner Regierung, auch wenn ihm das innerlich nicht passt. Er sagte zwar - laut Sahm, der mit Ihnen telefoniert haben will - dass er die Rueckgabe bedauere. In Ordnung. Aber danach solidarisierte er sich mit Ihnen  - laut Sahm. Und dies in seinem offiziellen Amtssitz.

Wenn Sie also dazu schweigen, muss man Herrn Sahm glauben, was er gesagt hat. Demnach haette der Botschafter sich in einer Weise geaeussert, die ihn belastet.

Bitte nehmen Sie mir diesen Hinweis nicht uebel. Ich kann mir vorstellen, dass Sie nach einem alles anderen als leichten Leben lieber etwas Ruhe haben mochten. Aber ich werde den Eindruck nicht los, dass man Ihnen da eine Aussage  unterstellt, die Sie vielleicht gar nicht gemacht haben. Das taete mir auch persoenlich leid, da ich Sie in unserem bisherigen Mailwechsel  als sympathischen Menschen kennengelernt habe.

Ihnen alles Beste

Wolf Gauer

Die Brücke war gebaut, wurde aber nicht beschritten. Herr Shomrat meidet wiederum die Antwort, nun auch aus "Respekt vor dem deutschen Volk".

Sehr geehter Herr Gauer .

Laut ihre aussage , das sie mich in meine "verdienste Schabbatruhe" nicht stoeren moechten , muesste ICH eingentlich verstehen das ich VIELLEICHT auch nicht in ihre Sonntagruhe "hinneinplatzen" solte . Ich hoffe doch das ich , mit mein mail , ihre Sonntagruhe nicht stoere ?.  Ich bin zwar Jude aber kein glauebiger . So das sie meine Shabbatruhe nicht gestoert haetten .

Ich bedanke mich und freue mich sehr, das sie mich " als sympathichen Menschen kennengelernt haben " . Das versuche ich schon, als Reiseleiter , 44 Jahren zu machen , die symphatie zum juedisches und israelisches Volk , und zu mir persoenlich , zu gewinnen .

Ich versuche es , manschmal mit , manschmal ohne erfolg ,  Die vorurteile gegen das juedische Volk, und Heute gegen Israel , abzubauen, ( genau das gegenteil von F. Langer ) und werde NIE muede es zu tuen . Ich besuche jedes Jahr in D. Gymnasien um Israel zu erklaeren , und hoffe sehr das in eine diese Gymnasien sitzen Jungendliche die die zukuenftige Fuehrung Dld. zusammenstellen werden , und Vieleicht , vielleicht , habe ich in meine Vortraege den ersten Samen gesaeht zur weitere Verstaendniss zwischen Deutschland und Israel . ( wie Heute Eure Kanzlerin , die die F.Langer angegriffen hat , wegen Ihre Stellung zu Israel ) .

Ich werde kein Hinweis , fragen oder Stellungen von ihnen uebel nehmen . ( Solang sie nicht Antisemitisch , Antizionistisch oder Antiisraelisch sind ) .

Ich hoffe sehr das sie mir es nicht uebel nehmen , dass ich Ihren Botschafter in Tel Aviv respektiere , und ueber unser gesrpaech kein Word sage . Mit den Respekt fuer den D.Botschafter , bitte ich ihnen zu sehen mein Respekt zum Deutschen Volk .

Wuensche ihnen ein schoenes W.E.

Shalom . Ihren Motke Shomrat .

Spätestens nach diesem Bekenntnis, nach der irrationalen, tief verwurzelten Gleichstellung von "jüdischem Volk" und "Israel", von "antisemitisch", "antizionistisch" und "antiisraelisch",  war der Rückzug anzutreten. Ich wollte den alten Mann nicht länger belästigen, der in Israel sein Lebensziel verwirklicht sieht und sich mit  der offiziellen Staatsräson identifiziert. Er ist angekommen und hat Anker geworfen wie so viele, die nun vor der Wirklichkeit die Augen verschließen oder auch sehend nicht zu Zweifeln in der Lage sind. Nicht die Schlechtesten. Menschen, die Deutschland und Europa verloren hat. Sie wählen Netanyahu oder Lieberman mit der gleichen Entschlossenheit, wie unsere Vorfahren die Deutschnationalen oder Christdemokraten gewählt haben. Mit derselben induzierten Entschlossenheit, mit der auch Verdienstkreuze zurückgegeben werden. Was schert dies einen Sahm oder Kindermann und deren pragmatische, angepasste bzw. verordnete Verhaltensmuster?

Ob Shomrat Felicia Langer tatsächlich gelesen hat, bleibt offen.  Aber sie ist ausgeschert und hat den Finger in die Wunde gelegt, an den Tabus gerührt. In einer Gesellschaft, die den inneren Substanzverlust mehr fürchten muss als Ahmadi Nedschad.

Lieber Herr Shomrat,

nein,  meine Sonntagsruhe stoeren Sie nicht. Auch ich gehoere zu denjenigen, die ohne jenseitige Hilfskonstruktionen auskommen. Deshalb wird zuweilen auch am Sonntag gewerkelt. Ich danke Ihnen fuer Ihre Rueckmail, wenn auch ohne die erhoffte Antwort. Doch sind wir beide ja alt genug, um zu wissen, dass keine Antwort auch eine Antwort ist.

Ich wuensche Ihnen alles Beste, bleiben Sie gesund, koerperlich und geistig fit. Wir muessen uns die Faehigkeit bewahren, selbst und unabhaengig zu denken und zu urteilen. Und das wird immer schwieriger. Wenn Sie mal wieder in Deutschland sind, z.B. in einem Gymnasium in Tuebingen - das fiel mir heute nacht ein - wie schoen waere da doch mal ein Privatgespraech zwischen dem Ex-Verdienstkreuztraeger Shomrat und der neuen Verdienstkreuztraegerin Langer. Was einem nachts nicht alles einfaellt !

Nochmals vielen Dank fuer die gehabte Muehe und alles Beste

Wolf Gauer

...

Lieber Herr Gauer .

Sie haben vollkommen recht "keine antwort , ist auch eine " und ich hoffe sehr das sie mir nicht boese sind , und meine "keine Antwort " respektieren koennen .

Auch mir fallen bei Nacht ideen ein , aber Gottseidank , nicht ueber die F.Langer , die alles anderes ist , als "Friedens Person". Sie ist die letzte die moechte Frieden zwischen uns und die Palestinaenser sehen , was sie NIE versucht hat zu schaffen , im gegenteil !!!. Glauben sie mir , wir koennen "unsere Schwester" besser , und das , ohne Maske !

Bin noch , und werde auch immer stolz sein fuer diese 14 Jahre die ich B.V.K. Traeger war . Nicht auf das Kreuz war ich stoltz , diesen habe ich Problemloss zurueck gegeben , Stolz bin auf den grund das ich es bekommen habe , und dies kann mir auch F.Langer nicht kapput machen . Zwar, fuer meine Bemuehungen fuer die Versoehnung zwischen das Juesdische und Deutsches Volk . Genau das gegenteil von F.Langer . Kein Mensch in Israel ( ausser die Araber und die Kommunisten ) hat verstaendniss fuer diese Auszeichnung ( in Deutschland ??? ) an die Groesste Israel hasserin unsere Zeit . Leider zeigt das was auf die neue Zeiten in Deutschland , das haette NIE passiert bei Erwin Teufel .

Hier schreiben die Zeitungen das dass "Neu Deutschland" , mit diese Auszeichnung ein zimmlich grossen schritt , Zurueck zur das "Alte" gemacht hat . 

Und trotzdem, sage ich ALLE meine bekannte , und auch die Presse, die mich noch Tagtaeglich interwiewt , Sollen wir nicht vergessen , wir haben  NOCH viele, und gute Freunde in Deutschland .  

Trotz mein "EX", werde ich weiter ALLES machen fuer die Freundschaft und verstaendniss , zwischen unsere Voelker .

Ich wuensche ihnen alles gute , noch viele gesund Jahren , und lassen sie sich schoenere Ideen Nachts einfallen .

Mit Freundliche Gruesse.

Ihren Motke Shomrat . 

Möglicherweise hat er recht, der Herr Botschafter: Die deutsch-israelischen Beziehungen werden niemals "normale" sein.

T:I:S, 10. August 2009. Weitere Beiträge von Wolf Gauer zu Tibet und China und Vernichtungskrieg

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Nachtrag

Schreiben von Motke Shomrat an einen deutschen Bekannten

 

Mit Schande fuer die Bundesrepublik und schmerz habe ich Deine Nachricht und Artikel bekommen und gelesen .

Es ist unbegreifbar das die B.R.D. sich von ihre Nazi Vergangenheit befreien will , und gleichzeitig auszeichnet eine Juedin die den Heutigen neuen Hitler, der zur Vernichtung den Staat Israel ruft , stuetzt , und das NUR weil eine Juedin "Wagt" zu sagen was Noch , oder Wieder viele Deutsche sich wuenschen , die Verschwindung den Staat Israel .

Die , die Frau Langer diese Auszeichnung verliehen haben , sind die Geistige Nachfolger die Deutsche von 1933 - 1945. In Deutschland ist es verboten den Holokaust zu leuknen oder den Holokaust zu stuetzen , ABER ein Jude / Juedin die es tut , wird sogar ausgezeichnet .

SEHR komisch . SEID IHR NORMAL ??????????.

Ich bin bereit mein B.V.Kreuz zurueck zugeben , aber ich will es ofiziell machen , nicht es schicken und eine Saekritaerin es einfach im Muelleimer schmeist .

Denk was Koennen wir machen damit es auch als Protest in die D. Zeitung Gross rein Kommt .

Wir werden NICHT und NIE verschwinden , wir haben Hitler ueberlebt , auch den Arafat , und genau so werden wir den Achmaddinajad und Felicia Langer ueberleben . Und genau so wie Hitler und Arafat verschunden sind, SO, genau SO wird Achmaddinajad und Felicia Langer verschwinden .

AM ISRAEL CHAI !

Denke , und Schreibe mir was kann ich machen . Shalom. Dein Motke

 

Verteidigt Israel, .pdf-Datei, Seite 2, T:I:S, 10. August 2009. Dank an Schmidt-Polyglott

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