Vernichtungskrieg

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Zu den Gründen für den israelischen Vernichtungskrieg 2008/2009 siehe Israel und Johannes M. Becker. Siehe auch Zentralrat der Juden in Deutschland, UJFP, Schura Hamburg, Norman Paech, Hasbara - Zionistische Propaganda und, grundlegend: Hexenküche. Linksammlung zu Gaza, Dezember 2008 und Januar 2009, hier

Peter Voß

Mein dritter Besuch in Gaza

21. April bis 3. Mai 2012

Teil 1  Teil 2  Teil 3  Teil 4  Teil 5

T:I:S, 18. August 2012

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Voss  

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Geburtsschäden durch weißen Phosphor

Das Regime, das Al Quds besetzt hält, hat den Gaza-Streifen 2008/2009 mit weißem Phosphor besprüht. Der bewirkt offenbar Geburtsschäden, siehe 

Awny Naim, Hedaya Al Dalies et al.:  Birth Defects in Gaza: Prevalence, Types, Familiarity and Correlation with Environmental Factors. International Journal of Environmental Research and Public Health 2012, 9(5), 1732-1747, online gestellt am  7. Mai 2012

Siehe auch IPPNW. T:I:S, 8. Mai 2012

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Geburtsschaeden 

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Haim Hanegbi

Die israelische Armee im Warschauer Ghetto

Historische Gedächtnishilfe: Gen Ende des britischen Mandates, als die Gewalttaten von “Etzel” und “Lechi”  – Terroristengruppen gemäß der damaligen Sprachregelung – häufiger und heftiger wurden, befahl der General Barker, Kommandant der britischen Truppen in Palästina, seinen Soldaten, keinen gesellschaftlichen Kontakt mehr mit der jüdischen Bevölkerung zu pflegen und sich nicht mehr jüdisch verwalteten Clubs und Läden zu nähern. So “werden sie [die Soldaten] die Juden auf die Weise strafen, die dieser Rasse verhasster ist als jede andere: durch den Schlag auf ihre Brieftaschen und durch die Demonstration unsres Ekels ihnen gegenüber…”

Das war genug, um im Lande einen öffentlichen Sturm auszulösen. Der Sturm gelangte nach Britannien, übersprang den Ozean und verbreitete sich auch in den USA. Die Briten waren gezwungen, eine Entschuldigung zu veröffentlichen, um nicht zu Antisemiten gestempelt zu werden. Nicht nur Erwachsene, auch Kinder wie wir lernten, den General zu hassen. Gerede über “den Juden auf die Brieftasche schlagen” war jahrelang ein Beispiel für deftig antisemitischen Stil. In den Jugendbewegungen und in der Schule war Barker Hassobjekt.

Und siehe da, hier und jetzt, im jüdischen und demokratischen Staat, im Januar 2002, mehr als 50 Jahre nach Barker, lasen wir alle folgende Worte:

“Um uns gut auf die folgende Schlacht vorzubereiten”, sagte letzthin einer der Kommandanten der Armee in den besetzten Gebieten, “ist es gerechtfertigt und sogar nötig, von jeder Quelle zu lernen. Wenn das Ziel die Eroberung eines dicht bevölkerten Flüchtlingslager ist, oder der Kassba von Nablus, und die Pflicht des Kommandanten die Erfüllung dieses Ziels ohne Opfer, dann muss er zuerst Konsequenzen früherer Schlachten analysieren und sich einverleiben; auch – so grausam sich dies auch anhören mag – wie die deutsche Wehrmacht im Warschauer Ghetto agierte.” (1)

Der Journalist Amir Oren, der diese Worte letzten Freitag in “Haaretz” veröffentlichte, fügte hinzu: 

Der Offizier erreichte tatsächlich Erschütterung, unter anderem, weil er nicht der einzige ist, der so denkt…

Aber Oren, der Erschütterte, verlangte nicht den Rausschmiss des Offiziers. Auch seine Redaktoren nicht. Niemand in Israel, außer dem Schriftsteller Chanoch Bertov, der einen bewegten und wütenden Brief an die “Haaretz”-Redaktion schrieb, reagierte.

Der Generalstabschef Schaul Mofas, nationaler als das nationale Lager, fand es nicht am Platz, dem Offizier die Uniform zu zerreißen und ihn zum Teufel zu schicken. Meint auch der Generalstabschef, man sollte von der Erfahrung Jürgen Stoops lernen, des SS-Generals, der die Liquidierung des Warschauer Ghettos befehligte, um morgen besser “ein dicht bevölkertes Flüchtlingslager oder die Kasba von Nablus zu erobern”?! Stoop schrieb tatsächlich tägliche Berichterstattung und dazu noch eine abschließende Berichterstattung über die Vernichtung des Ghettos im April-Mai 1943.

Es hat keinen Sinn, mit dem Offizier zu diskutieren, “der nicht  der einzige ist, der so denkt”, aber es ist eine grundlegende menschliche Pflicht, das militärisch-politische Establishment, das ihn (und sie) verteidigt und pflegt, anzuklagen. Wenn dieser Offizier und diese Offiziere ein dicht bevölkertes Flüchtlingslager und die Kasba von Nablus erobern werden, wird der General Barker ausschauen wie ein sich verplappernder Idiot.

Wer lernen will, ”wie die deutsche Wehrmacht im Warschauer Ghetto agierte”, muss wissen, dass das tausendjährige Reich nur knappe zwölf Jahre wütete, bis es in Rauch und Asche unterging.

Maariv, 1. Februar 2002. Aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt von Uri Shani (2), abumidian, 3. Februar 2002. T:I:S, 25. April 2012

Anmerkung

(1) 

In order to prepare properly for the next campaign, one of the Israeli officers in the territories said not long ago, it’s justified and in fact essential to learn from every possible source. If the mission will be to seize a densely populated refugee camp, or take over the Casbah in Nablus… then he must first analyze and internalize the lessons of earlier battles—even, however shocking it may sound, even how the German army fought in the Warsaw ghetto. 

Amir Oren, Leitartikel, Ha'aretz, 25. Januar 2002, zitiert nach: All Israel is “Occupied Territory”! For Arab Workers’ Revolution To Smash Israeli/U.S. Terror! Proletarian Revolution No. 64 (Spring 2002), May 6, 2002, marxists.org

(2) Von Uri Shani siehe auch: Die Banalität des Bösen. abumidian, zum Jom haScho'a 5772, 19. April 2012, Jahrestag des Beginns des Warschauer Ghettoaufstandes

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There was no war in Gaza, it was a massacre

Norman Finkelstein, Video, zwölf Minuten, T:I:S, 8. Januar 2012

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Wirtschaftliche Belastung

Israelischer Massenmord an den Iranern? Lieber nicht, meint Amir Kahanovich, Chef-Ökonom bei Clal Finance, einem der größten Börsenmakler Israels. Die "wirtschaftliche Belastung" sei zu hoch; wörtlich:

Even for Israel the economic cost of a military confrontation that could include retaliatory missile attacks by Tehran and proxies in Gaza and Lebanon would be too high. Ha'aretz

Na, denn...

T:I:S, 11. November 2011

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Norman G. Finkelstein

Goldstone Recants

Richard Goldstone Renews Israel’s License to Kill

OR Books, New York and London, June 8th 2011,  44 pages, paperback ISBN 978-1-935928-51-5; ebook ISBN 978-1-935928-52-2. Pamphlet: $5/£3; E-pamphlet: $4/£3

OR Books: 

What can be said with certainty, and what Norman Finkelstein demonstrates in these pages, is that Goldstone did not change his mind because the facts compelled him to reconsider his original findings.

Goldstone hat widerrufen - aber nicht, wie er behauptet hat, weil ihm neue Fakten bekannt geworden wären. Finkelstein zeigt, daß die israelische Herrschaftselite und deren Parteigänger wie der Harvard-Professor Alan M. Dershowitz nach Erscheinen des Berichts gegen Goldstone getobt haben. Kaum hatte Goldstone in breiigen Worten widerrufen, schon brachte ihm die Meute (herablassendes) Wohlwollen entgegen. 

In seinem Essay stellt Finkelstein heraus, was Goldstone vor, und was er nach seinem Widerruf zum Fall der Vernichtung der Gaza-Familie al-Samouni sagte. Danach hat sich Goldstone durch Auslassungen um die unverändert feststehende Tatsache herumgelogen, daß die israelischen Verteidigungsstreitkräfte wissendlich 21 im Haus der al-Samounis versammelte Zivilisten ermordet und 19 körperverletzt haben (Seite 22 bis 26).

Lesenswert.

T:I:S, 4. Oktober 2011. Siehe auch Norman Finkelstein und Eiszeit mit Nachtrag

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Norman Paech

Goldstone und die Folgen

Auszug

... Doch unlängst nahm die Sache eine unerwartete, Aufsehen erregende Wendung. Der Kommissionsvorsitzende Goldstone distanzierte sich in der Washington Post teilweise von seinem Bericht. Israels Premierminister Netanyahu reagierte prompt und forderte umgehend den UN-Sicherheitsrat auf, den Bericht vom Tisch zu nehmen.

Goldstone schreibt, daß der Bericht anders ausgefallen wäre, wenn er gewußt hätte, was er jetzt wisse. Er sei nunmehr davon überzeugt, daß es »nicht Israels Politik gewesen ist, bewußt auf Zivilisten zu zielen«. Das allerdings hatte sein eigener Bericht auch nicht behauptet. Dieser spricht davon, daß die Kriegsführung »bewußt willkürlich« gewesen sei, um die Bevölkerung »zu bestrafen, zu erniedrigen und zu terrorisieren«. (1) Human Rights Watch war ebenfalls zu der Überzeugung gekommen, daß das »Verbrechen willkürlicher Kriegsführung« Politik des israelischen Staates gewesen sei.

Goldstone beruft sich für seinen Erkenntniswandel auf die »eigenen Untersuchungen Israels« wie auch die Folge-Untersuchung der UNO von McGowan Davis und Aspergen. Meint er mit den »eigenen Untersuchungen« den sogenannten Turkel-Bericht, so stützt er sich auf eine Weißwaschung ohne Beweiswert. Denn die israelische Regierung verwehrte auch der von ihr selbst gebildeten Turkel-Kommission jede Befragung der beteiligten Soldaten sowie der militärischen und politischen Führungsebene. Würde er sich auf die Berichte der Organisation »Das Schweigen brechen« oder Bet’selem stützen, hätte er darin nur eine Bestätigung seiner eigenen Ergebnisse gefunden. Auch die Folge-Untersuchung der UNO kann den Meinungswandel nicht herbeigeführt haben. Denn sie bestätigt gerade, daß Israel keine ernsthaften Untersuchungen vorgenommen habe, daß es vor allem nicht adäquat auf die Vorwürfe des Goldstone-Berichts eingegangen sei.

So bleiben vorerst nur Vermutungen über den bizarren Rückzug des einst so renommierten Richters. Seine Tochter deutete in der israelischen Presse an, daß ihr Vater nur mit großen Bedenken diese schwierige Aufgabe übernommen habe. Er sei dann sehr erschrocken gewesen über das, was er gesehen habe. Ohne ihn wäre der Bericht jedoch viel schärfer ausgefallen. Alle Anzeichen deuten auf erheblichen Druck aus den zionistischen Kreisen, die ihn umgeben. Die Isolierung von ihnen konnte er offensichtlich nicht ertragen.

Goldstone muß seine Distanzierung ohne Absprache mit den übrigen Mitgliedern seiner Kommission vorgenommen haben. Denn diese, die Juristin Hina Jilani, die Professorin Christine Chinkin und der pensionierte Oberst Desmond Travers, haben auf seine Äußerungen mit einer Schärfe und Deutlichkeit reagiert, die einen tiefen Bruch zwischen ihnen und ihrem ehemaligen Vorsitzenden zeigen: »Verleumdungen über die Ergebnisse des Reports können … nicht unwidersprochen bleiben«. Sie hielten »es für notwendig, jeden Eindruck zu zerstreuen, daß spätere Entwicklungen irgendeinen Teil des Reports unsubstantiiert, irrig oder ungenau gemacht haben«. Es gebe »keine Rechtfertigung dafür, etwa eine Neubewertung des Reports zu fordern oder zu erwarten, da nichts Substanzielles aufgetaucht ist, was in irgendeiner Weise den Kontext, die Ergebnisse oder Schlußfolgerungen des Reports bezüglich einer der Parteien des Gazakonfliktes ändert«. Sie beharren darauf – was niemand außer der israelischen Regierung je bezweifelt hatte –, daß die Untersuchungen äußerst sorgfältig und umfassend vorgenommen worden seien. Sie verhehlen auch nicht, daß sie während der Untersuchungen außerordentlichem Druck und persönlichen Attacken ausgesetzt worden seien und daß dabei offensichtlich die Absicht gewesen sei, die Kommission und den Bericht zu diskreditieren. Der einzige Mangel ihrer Arbeit, die fehlende Zeugenvernehmung der israelischen Soldaten und Politiker, sei von den Israelis selbst zu verantworten. Ziel sei die Wahrheitsfindung gewesen, die wie bei allen anderen vergleichbaren UN-Missionen nur eine Grundlage für die notwendigen gerichtlichen Untersuchungen liefern sollte.

Goldstone hat auf die Intervention seiner Kommissionsmitglieder bisher nicht reagiert. Er hat sich aber auch nicht vollkommen von dem gemeinsamen Bericht distanziert. Er bestätigt selbst in der Washington Post: »Unser Bericht fand Beweise für eventuelle Kriegsverbrechen und mögliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit von beiden Seiten, Israel und Hamas.« Er hat auch nicht die Forderung nach gerichtlicher Klärung der Vorwürfe zurückgenommen. Nichts liegt also näher in dieser Situation, in der gerichtliche Verfahren in Israel und Gaza nicht mehr zu erwarten sind, als den UN-Sicherheitsrat aufzufordern, die ganze Sache nun endlich dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag vorzulegen. Der Bericht wurde von der UNO-Generalversammlung angenommen und ist seitdem offizielles UNO-Dokument...

Ossietzky 9/2011

Anmerkung

(1) Siehe Versehen

T:I:S, 4. Mai 2011. Älteres von Paech unter Norman Paech

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Thomas Immanuel Steinberg

Haben die israelischen Verteidigungsstreitkräfte 1 400 Gaza-Bewohner absichtlich oder aus Versehen getötet?

Richard Goldstone, Namensgeber des UN-Berichts über das israelische Massaker an 1 400 Gaza-Bewohnern 2008 / 2009, hat in  der Washington Post vom 1. April 2011 unter anderm mitgeteilt, er habe den Eindruck gewonnen, 

that civilians were not intentionally targeted as a matter of policy...

daß also die israelische Regierung in Gaza nicht absichtlich auf Zivilisten gezielt habe. Damit hat er jedoch einem Vorwurf widersprochen, der im Goldstone-Bericht gar nicht erhoben wird. Ben White schreibt auf Mondoweiss:

The Report never claimed that Israel set out to intentionally murder civilians, but said that Cast Lead was “deliberately disproportionate” and intended “to punish, humiliate and terrorize”.

Der Bericht hat keineswegs behauptet, Israel sei darauf aus gewesen, absichtlich Zivilisten zu ermorden. Er besagte vielmehr, daß Gegossenes Blei "bewußt unverhältnismäßig" und darauf gerichtet gewesen sei "zu bestrafen, zu demütigen und zu terrorisieren".

Goldstone hat somit einem Popanz widersprochen. Weiterhin steht außer Zweifel: 

Der von der israelischen Regierung befohlene Einsatz von Waffen, Kriegsgerät, Offizieren und Mannschaft beim Beschuß, bei der Bombardierung und bei der Invasion von Gaza hat dessen Bewohner – ob Militärs, Polizisten oder Zivilisten – bestraft, gedemütigt und terrorisiert. 1 400 Menschen starben, Tausende wurden verletzt. Die gesamte Bevölkerung war eingesperrt, niemand konnte dem Terror entkommen.

NeoCons töten nicht nur in Gaza, sondern zur Zeit unter anderm in Pakistan, Afghanistan, im Irak, in Libyen und an der Elfenbeinküste – aus Versehen natürlich. 

T:I:S, 6. April 2011. Siehe auch Schattenblick zu Goldstones scheinbarem Dementi und Goldstone's shameful U-turn. Ilan Pappe, The Electronic Intifada; äußerst rohe Übersetzung. T:I:S, 11. April 2011. Ha'aretz zum angeblichen Rückzieher von Goldstone. T:I:S, 9. Mai 2011

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Richard Goldstones Rückzieher

Washington Post, 1. April 2011. T:I:S, 3. April 2011. Alan M. Dershowitz hatte Goldstone als "Verräter am jüdischen Volk" bezeichnet und ihn somit für vogelfrei erklärt.   

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Mal drüber reden

Schön, daß mal im Bundestag über das israelische Massaker an 1400 Gaza-Bewohnern 2008 / 2009 geredet wird, auf Antrag der Fraktion Die Linke vom 7. Juli 2010, .pdf-Datei. 

Nun, fast acht Monate später soll es geschehen, nämlich am Donnerstag, dem 24. Februar 2011 nach 21:45 h unter Tagesordnungspunkt 15. Eine halbe Stunde ist dafür vorgesehen.

T:I:S, 24. Februar 2011

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Shay Fogelman

Shock and awe

The surprise missile attack on a Gaza police station that launched the Cast Lead operation set off waves of international condemnation and a concerted Israeli effort to justify the strike. Now, two years later, Gaza eyewitnesses and IDF sources reopen old wounds.

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben Ende 2008 die Waffenruhe mit der Hamas in Gaza gebrochen. Das Massaker an 1400 Gazabewohnern folgte. Gezielt wurden Polizisten ermordet.

Ha'aretz, 31. Dezember 2010. T:I:S, 8. Januar 2011

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Dieter Neuhaus

Verletzte israelische Kühe und tote palästinensische Schafe

Ein Brief an die Botschaft des Staates Israel in Berlin

Dieter Neuhaus, .doc-Datei, T:I:S, 25. November 2010

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Offiziere und Unteroffiziere

200 angeblich am israelischen Massaker in Gaza 2008/2009 beteiligte Offiziere und Unteroffiziere. Kommentar von Richard Silverstein zur Liste. Siehe auch "Wegzensieren der 200 Israeli War Criminals funkioniert nicht" auf Mein Parteibuch

T:I:S, 20. November 2010

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Kein jüdisches Ritual

Das israelische Massaker in Gaza an 1400 Menschen war kein jüdisches Ritual, betont die Botschaft des Staates Israel Berlin. In der Tat: Weder war es jüdisch, noch ein Ritual. Es war ein Massaker, und zwar ein israelisches. 

Von dieser Tatsache vermag weder abzulenken, daß der israelische Staat als jüdischer firmiert, noch, daß er derartige Massaker inzwischen rituell inszeniert.

T:I:S, 17. April 2010

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Völkerrechtsrevisionisten

The Israeli attack on Gaza in December 2008/January 2009 was not merely a military assault on a primarily civilian population, impoverished and the victim of occupation and besiegement these past 42 years. 

It was also part of an ongoing assault on international humanitarian law by a highly coordinated team of Israeli lawyers, military officers, PR people and politicians, led by (no less) a philosopher of ethics. It is an effort coordinated as well with other governments whose political and military leaders are looking for ways to pursue “asymmetrical warfare” against peoples resisting domination and the plundering of their resources and labor without the encumbrances of human rights and current international law. 

It is a campaign that is making progress and had better be taken seriously by us all...

Jeff Halper, Komitee gegen Häuserzerstörungen (ICHAD), Alternative Information Center, Jerusalem, 22. Februar 2010. T:I:S, 1. März 2010

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Goldstone Facts

Chapter 11

Deliberate Attacks against the Civilian Population
Factual Findings narrated by Ross Vachon
Factual and Legal findings narrated by Noam Chomsky
Live Testimonies relevant to the Goldstone Report's Findings

Video, 21 Minuten, erschütternd. T:I:S, 7. Februar 2010

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Gaza ein Jahr nach dem israelische Massaker 

Sechzehn internationale Organisationen, nämlich 

Amnesty International UK (http://www.amnesty.org/), Broederlijk Delen (http://www.broederlijkdelen.be/), CAFOD (http://www.cafod.org.uk/news/gaza-action), CCFD Terre Solidaire (http://www.ccfd.asso.fr/), Christian Aid (http://www.christianaid.org.uk/) Church of Sweden (http://www.svenskakyrkan.se/), Diakonia (http://www.diakonia-world.org/), Finn Church Aid (http://www.kua.fi/en/our_work/middle_east/?id=329),
Medical Aid for Palestinians (http://www.map-uk.org/), medico international Deutschland (http://www.medico.de/), medico international Schweiz (http://www.medicointernational.ch/), Mercy Corps (http://www.mercycorps.org/), MS ActionAid Denmark (http://www.ms.dk/), Oxfam Deutschland (http://www.oxfam.de/), Trocaire (http://www.trocaire.org/) und United Civilians for Peace (a coalition of Dutch groups - Oxfam Novib, Cordaid, ICCO, and IKV Pax Christi) (http://www.unitedcivilians.nl/nl/ 

berichten ein Jahr nach dem israelischen Massaker aus Gaza. Auf Deutsch hier.

T:I:S, 28. Dezember 2009

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Stephen Lendman

Targeting Civilians in Gaza

Ein Überblick über Planung, Durchführung und Ergebnisse des israelischen Vernichtungskriegs 2008 / 2009 gegen die Palästinenser im belagerten Gazastreifen

Dissident Voice, T:I:S, 11. Dezember 2009

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Christoph R. Hörstel, Gründer Neue Mitte

Massenmord in Nahost

Demonstration gegen das deutsch-israelische Kriegskabinett angekündigt

Mail von Christoph R. Hörstel, .doc-Datei, T:I:S, 17. November 2009

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Alex Feuerherdt / Liza

Alex Feuerherdt hat unter der Überschrift "Die Uno im Krieg / Der UN-Bericht über den Gaza-Krieg stützt sich auf dubiose Expertisen antiisraelischer NGOs" in Gremlizas Konkret 11/2009 nahezu den gleichen Text drucken lassen, der unter dem Titel "Goldstone und seine willigen Helfer", verfaßt von Liza, im Netz steht. 

Dort schreibt Liza / Alex, daß Israel, gemeint ist die Regierung, Recht hat; daß die herangezogenen Berichte über das Massaker in Gaza von israelfeindlichen NGOs stammen; daß diese NGOs von israelfeindlichen Regierungen finanziert werden; und daß die Hamas-Raketen (von denen keine einzige während des Waffenstillstands vor dessen Bruch durch die israelische Regierung nach Israel flog) im Goldstone-Bericht nur beiläufig erwähnt werden. 

Beiläufig erstens, weil Gegenstand der Untersuchung nicht das ius ad bellum war, sondern das ius in bello, also die mögliche Kriegsursache "Raketenbeschuß" außen vor blieb; zweitens beiläufig, weil die israelische Regierung sich weigerte, irgendetwas zur Untersuchung möglicher Hamas-Kriegsverbrechen beizutragen. Was aber beides im Artikel beiläufig unerwähnt bleibt. 

Kurz: Alle sind gegen israelische Massaker, außer Gremherdt und Feuerliza.

T:I:S, 4. November 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Feuerherdt      

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US-Repräsentantenhaus zum Goldstone-Bericht

Die Fraktionssprecher im auswärtigen Ausschuß des US-Repräsentantenhauses, Howard L. Berman (D-Calif.) und Ileana Ros-Lehtinen (R-Fla.), haben gemeinsam eine Vorlage zum Goldstone-Bericht für das Plenum erarbeitet. Goldstone weist den beiden zahlreiche elementare Falschbehauptungen über den Bericht nach. 

Es ist unfaßlich, wie unverhohlen westliche Parlamentarier lügen, wenn es darum geht, den Massaker-Staat Israel zu decken. Siehe dazu auch Dissident Voice.

T:I:S, 1. November 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Das Bleigießen zu Silvester 2008

Zu Andrea Ricci: Gaza. Die Kriegsverbrechen Israels

Auf Telepolis / heise wiederholte Oliver Eberhardt kürzlich,  was die Kommerzpresse seit zweiundvierzig Jahren behauptet, nämlich daß „der Nahostkonflikt nicht einfach ist, sondern ausgesprochen komplex“. Doch der palästinensisch-israelische Konflikt, so zeigt Norman Finkelstein, ist lösbar. Der Staat Israel muß nur die Besatzung, Vertreibung und Ermordung beenden und die Vertriebenen zurückkehren lassen. Der Konflikt ist somit nicht kompliziert, sondern ganz einfach zu lösen.  

Zur Jahreswende 2008 / 2009 übergossen die israelischen Verteidigungsstreitkräfte den von ihr blockierten Gazastreifen mit Blei, etwas genauer: mit Raketen, Granaten und Weißem Phosphor. Sie marschierten ein, schossen um sich, rissen ein und sprengten, bis weite Teile verwüstet und über 1400 Bewohnerinnen tot waren, hauptsächlich Zivilisten. 

Andrea Ricci* hat auf 104 Seiten zusammengetragen, was über die israelischen Greuel in Gaza aus allgemein zugänglichen israelischen und im Westen angesehenen Quellen wie dem Guardian, dem Christian Science Monitor, dem Flüchtlingwerk der Vereinten Nationen und Human Rights Watch zu entnehmen ist, hierzulande aber noch der Verbreitung harrt. Dem stellt er die einschlägigen Vorschriften des Kriegsrechts gegenüber.

Nach übergreifendem internationalem Recht darf ein Staat kriegerisch überhaupt nur vorgehen zur unmittelbaren Abwehr eines Angriffs (oder aufgrund eines UN-Beschluses).  Die achtunddreißigjährige israelische Besetzthaltung des Gazastreifens von 1967 bis 2005 und die ebenfalls völkerrechtlich als Kriegshandlung eingestufte Blockade seitdem stellen somit einen seit zweiundvierzig Jahren andauernden Verstoß gegen internationales Recht dar. Zusammen mit der ebenfalls seit zweiundvierzig Jahren anhaltenden Besatzung des Westjordanlandes begeht der israelische Staat ein weltweit einmaliges Verbrechen, das genau deshalb von internationalen Gremien hundertfach verurteilt wurde, öfter als jedes andere Verbrechen. 

Die Gaza-Bewohner, wegen der völkerrechtswidrigen Blockade völkerrechtlich zur Gegenwehr berechtigt, haben vom 19. Juni 2008 an, also ab Beginn der zwischen Hamas und israelischen Vertretern vereinbarten Waffenruhe nahezu jede kriegerische Handlung eingestellt. Das schreibt auch Andrea Ricci. Er hätte hinzufügen können: Der israelische Regierungssprecher Mark Regev hat vor laufender Kamera bestätigt, daß in dieser Zeit 1. kaum Kassam-Raketen oder Mörsergranaten auf israelisches Gebiet gelangt sind; und 2. daß die Hamas in dieser Zeit überhaupt nicht auf Israel geschossen hat. Und daß genau diese Tatsache auf der Internetseite des israelischen Außenministeriums für jeden zugänglich dokumentiert war und ist.

Ricci hat hinzugefügt, womit die israelische Propaganda die Zermalmung des Gazastreifens begründet hat: mit der Hamas-Schießerei vor Beginn der Waffenruhe und mit der Hamas-Schießerei nach dem Bruch der Waffenruhe – Bruch nicht durch die Hamas, sondern durch ein israelisches Spezialkommando, das nach Gaza eindrang und mehrere Kassam-Brigadisten tötete. Er hätte anfügen können, daß die israelische Seite vereinbarungwidrig die Blockade um Gaza kaum gelockert hat und als Auslöser für ihren Bruch der Waffenruhe per Kommandoaktion angibt, die Hamas habe an der betreffenden Stelle einen Tunnel nach Israel gegraben – also aus dem völkerrechtswidrig und vereinbarungswidrig weiter blockierten Gazastreifen heraus. Quellenangaben und Links hierzu finden sich unter Goldstone und Fakten des israelischen Außenministeriums

Kompliziert, das Ganze? Überhaupt nicht. Der Staat Israel muß nur die Besatzung, Vertreibung und Ermordung beenden und die Vertriebenen zurückkehren lassen. Stattdessen besetzt, vertreibt und mordet er weiter, wie kein anderer Staat der Welt. Wie verbrecherisch und grausam er dabei vorgeht, hat Ricci bündig dokumentiert. 

*Andrea Ricci: Gaza. Die Kriegsverbrechen Israels. Mit einem Geleitwort von Jürgen Elsässer, Hrsg., einer Liste der fünf großen Lügen des Gazakrieges und einer Chronik im Anhang.  Berlin: Kai-Homilius-Verlag, Compact Nr. 13. 104 Seiten, 7,50 € (D) 

T:I:S, 21. Oktober 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Ricci    

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Nur eins ist schlimmer als abstreiten – zugeben, daß die israelischen Streitkräfte wirklich wie beschrieben vorgegangen sind, aber daß das normal ist, und angemessen. Amira Hass

Thomas Immanuel Steinberg

Gaza

Der Goldstone-Bericht und die Fakten des israelischen Außenministeriums

Die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen hat am 15. September 2009 den sogennannten Goldstone-Bericht über Israel in Gaza vorgelegt. (Auf Deutsch siehe Semit - Unabhängige jüdische Zeitschrift T:I:S, 24. März 2010) 

Sie beschuldigt darin die israelische Regierung schwerster Verbrechen. Das israelische Außenministerium seinerseits hat am 29. Juli 2009 die Gaza-Bombardierung und den Einmarsch in Gaza 2008/2009 vor der Weltöffentlichkeit zu rechtfertigen versucht. Was ging der Bombardierung und dem späteren Einmarsch voraus? Was behauptet die israelische Regierung über die Vorgeschichte, und was die Menschenrechtskommission? 

Das israelische Papier trägt den Titel

The Operation in Gaza: Factual and Legal Aspects. [Das Vorgehen in Gaza: Faktische und rechtliche Gesichtspunkte, T:I:S]. Israel Ministry of Foreign Affairs. 29. Juli 2009. Internet, .pdf-Datei

In Kapitel IV., B. Hamas' Increasing Attacks on Israel During 2008 [Vermehrte Angriffe auf Israel in 2008, T:I:S], Randziffer 41, schreibt das israelische Außenministerium:

Nach der gewaltsamen Übernahme des Gaza-Streifens durch die Hamas nahmen Häufigkeit und Intensität der Raketen- und Mörserangriffe dramatisch zu. Allein 2008 wurden fast 3 000 Raketen und Mörsergranaten abgeschossen, (21) trotz der verhältnismäßig ruhigen Monate der Waffenruhe (“Tahadiya”), (22), die die Hamas und andere terroristische Organisationen dafür nutzten, sich wieder zu bewaffnen und sich auf die nächste Runde der Feindseligkeiten vorzubereiten. Am 19. Dezember 2008 beendete Hamas einseitig die Waffenruhe ... [1.]

Anmerkung  (22) lautet: 

Am 17. Juni 2008, nach mehreren Monaten indirekter Kontakte zwischen Israel und Hamas durch ägyptische Vermittler, kündigten Ägypten und Hamas je einzeln an, daß eine Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen erreicht worden sei. Die Vereinbarung über die Waffenruhe beruhte auf nicht-schriftlichen Absprachen und verlangte die Einstellung der Kämpfe im Gazastreifen.

Hamas hat während der Waffenruhe nicht geschossen

In Anmerkung (21) verweist das israelische Außenministerium auf den 

Summary of rocket fire and mortar shelling in 2008. Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC) at the Israel Intelligence Heritage Commemoration Center IICC 2009,  .pdf-Datei

Der Bericht enthält auf Seite 6 die Grafiken „Rocket Fire in Monthly Distribution, 2008“ und „Mortar Shelling in Monthly Distribution, 2008“. Die Grafiken sind etwas größer als die auf einer koreanischen Internetseite gespiegelten und bei SteinbergRecherche am 7. Januar 2009 reproduzierten Grafiken, sagen aber das Gleiche aus: Während der Waffenruhe flogen fast keine Mörsergranaten und fast keine Raketen vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet; desgleichen die Zahlenreihen unter A.G.D.A.Z. Die wenigen Granaten und Raketen, die dennoch flogen, waren nicht von Hamas abgeschossen worden, sondern von Splittergruppen des palästinensischen Widerstands in Gaza, die jedoch die Hamas fast völlig im Griff hatte. Das bestätigte der Sprecher des israelischen Premierministers, Mark Regev in einem BBC-Interview. Das Video des Interviews ist bis heute im Internet zugänglich. [2.] 

Hamas hat somit auch der israelischen Regierung zufolge während der vereinbarten Waffenruhe Israel nicht beschossen. Wie aber soll Hamas dann dennoch am 19. Dezember 2008 einseitig die Waffenruhe beendet haben?

Das tatsächliche Ende der Waffenruhe 

Ethan Bronner sei aus der New York Times vom 20. Dezember 2008 zitiert:

Israel und Hamas bezichtigen sich gegenseitig der Bösgläubigkeit und des Bruchs der ägyptisch vermittelten Vereinbarung, und für beide Seiten spricht etwas. Die Raketen aus Gaza hörten während der Waffenruhe nie ganz auf, und Israel lähmte dessen Wirtschaft, indem es nie einen erneuten größeren Zustrom von Gütern nach Gaza zuließ. Das ist mindestens zum Teil darauf zurückzuführen, daß der Vereinbarung kein gemeinsam verabschiedeter Text und kein Durchsetzungsmechanismus zugrunde lag. Keine Seite wollte der andern die Legitimität zugestehen, die ein solches Dokument gewährt hätte. „Ich denke, es wird viel schlimmer kommen, bevor es besser wird“, merkte Robert A. Pastor an, der mit dem ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter durch die Region gereist ist und sich mit der Hamas und andern Repräsentanten getroffen hat. „Es führte bis November zu einer bedeutenden Verminderung der auf Israel abgeschossenen Raketen, aber der Waffenstillstand hat geringere Auswirkung auf die Waren, die hereinkommen. 

... Doch die Warenlieferungen, um etwa 25 bis 30 Prozent gestiegen und aus mehr Artikeln zusammengesetzt, kamen nie in die Nähe dessen, was Hamas zu bekommen dachte: eine Rückkehr zu den 500 bis 600 LKW-Fuhren täglich wie vor der Sperrung, einschließlich Geräten, Baumaterial und anderen Waren, die ein Leben jenseits von bloßem Überleben erfordert. Stattdessen stiegen die Fuhren von etwa 70 auf etwa 90. [3.]

Außenministerium unterschlägt eigene Verpflichtung

Dem New-York-Times-Bericht zufolge hatte sich die israelische Seite im Gegenzug verpflichtet, ihre  Blockade über den Gazastreifen zu lockern. Doch sie hielt den Belagerungsring um den Gazastreifen, unter Mithilfe der ägyptischen Regierung, während der gesamten Waffenruhe fast aufrecht. Dem widerspricht das israelische Außenministerium in seiner Rechtfertigung nicht, sondern es unterschlägt, worin der israelische Beitrag zur Waffenruhe bestehen sollte. Die israelische Regierung, nicht die Hamas, hat demnach die Vereinbarung  gebrochen. Dennoch hielt Hamas während der fortgesetzten Belagerung still, und zwar bis zum 4. November 2008. 

Das dokumentiert der sogenannte Goldstone-Bericht.

Human Rights in Palestine and Other Occupied Arab Territories. Report of the United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict. Internet, .pdf-Datei, 575 Seiten

Unter Randziffer 225 auf Seite 71 und 72 bestätigt er zunächst die Darstellung der New York Times:

Ebenfalls wird berichtet, daß Israel sich einverstanden erklärt hat, seine über Gaza verhängte Blockade zu lockern und schrittweise die Einfuhrsperre für eine große Zahl von Waren aufzuheben. [4.]

Unter Randziffer 254 heißt es dann im Goldstone-Bericht:

Nach zwei Monaten, in denen von wenigen Zwischenfällen berichtet wurde, begann die Waffenruhe am 4. November 2008 zu bröckeln, nachdem israelische Soldaten in den Gazastreifen eingefallen waren, um, Israel zufolge, einen Tunnel unter der Grenze zu schließen. Er sollte nach Israels Ansicht palästinensischen Kämpfern dazu dienen, israelische Soldaten zu kidnappen. Die [israelischen, T:I:S] Soldaten griffen ein Haus im Dorf Wadi al-Salqa östlich von Deir al-Balah an, angeblich der Anfang des Tunnels, und töteten ein Mitglied der Kassam-Brigaden. Mehrere israelische Soldaten wurden verwundet. Als Antwort schossen die Kassam-Brigaden mehr als 30 Kassam-Raketen nach Israel. Israel antwortete mit einem Luftangriff. Weitere fünf Kassam-Brigadiers waren tot. Jede Seite beschuldigte die andere, die Gewalt gesteigert zu haben. Hamas beschuldigte außerdem Israel, es habe versucht, Gespräche zwischen Hamas und Fatah zu stören, die für die folgende Woche in Kairo angesetzt waren. Israel schloß die Übergänge zum Gazastreifen am 5. November 2008. Sie blieben bis zum 24. November 2008 geschlossen und wurden dann kurz zur humanitären Versorgung geöffnet. 

Die Darstellung im Goldstone-Bericht bis zur Tötung des ersten Kassam-Brigadiers durch das israelische Kommando, die sich auf den Guardian und die Londoner Times beruft, wird vom israelischen Außenministerium nicht nur nicht bestritten, sondern vom Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC), auf das das Ministerium verweist, vollständig bestätigt. [6.]   

Als Tatsache ist somit zu werten: 

Die israelische Regierung hat, statt den Belagerungsring schrittweise zu lockern, die Vereinbarung durch weitgehende Aufrechterhaltung des Ringes gebrochen. 

Die israelische Behauptung, israelische Soldaten hätten das Haus in Gaza angreifen und einen Kassam-Brigadier töten müssen, um zu verhindern, daß Hamas durch einen Tunnel unter der Grenze israelische Soldaten entführt, wirkt geradezu albern. Es wäre für die israelische Seite auf jeden Fall ohne Bruch der Waffenruhe möglich gewesen, jeden Tunnelausgang auf eigenem Gebiet rechtzeitig zu bemerken und eine dennoch zum Beispiel durch Nachlässigkeit denkbare Entführung eigener Soldaten auf eigenem Gebiet zu verhindern. Die israelische Seite hat stattdessen in Gaza angegriffen und damit in einer zweiten Hinsicht die Vereinbarung gebrochen.

Dem israelischen Bruch der Waffenruhe folgte kein Krieg, wie auf israelischer und generell westlicher Seite behauptet wird, sondern ein Massaker. Norman Finkelstein zitiert einen israelischen Soldaten zu Beschuß, Invasion und Zerstörung Gazas: 

Es war wie PlayStation, wie ein Computerspiel. [7.]

Denn es gab keine Gegenwehr. 

T:I:S, 21. September 2009. Siehe außerdem Mary Rizzo auf tlaxcala ausführlich über die Hamas. T:I:S, 6. November 2009 

 

Anmerkungen

[1.] 

The Operation in Gaza: Factual and Legal Aspects. [Das Vorgehen in Gaza: Faktische und rechtliche Gesichtspunkte, T:I:S]. Israel Ministry of Foreign Affairs. 29. Juli 2009. Internet, .pdf-Datei, IV., B.

Following Hamas’ violent takeover of the Gaza Strip, the frequency and intensity of rocket and mortar attacks on Israel increased dramatically. In 2008 alone, nearly 3,000 rockets and mortars were fired, (21) despite the six relatively calm months of the lull (“Tahadiya”), (22) which Hamas and other terrorist organisations used to rearm and prepare for the next round of hostilities. On 19 December 2008, Hamas unilaterally terminated the lull and resumed the use of the Gaza Strip as a launching pad for terrorist activities. Consequently, Israeli civilians, confronted with daily attacks on their homes, schools, kindergartens, shops, clinics, factories and other civilian infrastructure, raced to bomb shelters several times a day and lived in constant fear of where the next rockets would hit. 

(21) See Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC), Summary of Rocket Fire and Mortar Shelling in 2008, 1 January 2009, available at terrorism-info.org.il  

(22) On 17 June 2008, after several months of indirect contacts between Israel and Hamas through Egyptian mediators, Egypt and Hamas individually announced that a lull arrangement had been reached between Israel and the Palestinians in the Gaza Strip. The lull arrangement was based on unwritten understandings and called for the cessation of the fighting in the Gaza Strip.

[2.]

Israel admits: "No Hamas rockets were fired during ceasefire". BBC-Interview mit Mark Regev. Video bei YouTube seit 12. Januar 2009. Außerdem Ethan Bronner: Gaza Truce May Be Revived by Necessity. New York Times, 19. Dezember 2008, vermerkt, daß die Hamas einige von denen, die dennoch auf Israel schossen, inhaftiert hatte: 

Their job, the Hamas officials said, was to stop the rocket attacks on Israel not only from its own armed groups, but also from others based in Gaza, including Islamic Jihad and Al Aksa Martyrs Brigades. It took some days, but they were largely successful. Hamas imposed its will and even imprisoned some of those who were firing rockets.

[3.]

Ethan Bronner: Gaza Truce May Be Revived by Necessity. New York Times, 19. Dezember 2008: 

Israel and Hamas accuse each other of bad faith and of violations of the Egyptian-mediated accord, and each side has a point. Rockets from Gaza never stopped entirely during the truce, and Israel never allowed a major renewed flow of goods into Gaza, crippling its economy. This is at least partly because the agreement had no mutually agreed text or enforcement mechanism; neither side wanted to grant the legitimacy to the other that such a document would imply. 

“I think it is going to get a lot worse before it gets better,” remarked Robert A. Pastor, who has been traveling in the region with former President Jimmy Carter, meeting with Hamas and other officials. “It did lead to a significant reduction in the number of rockets fired at Israel until November, but the truce had less impact on the goods going in. 

... But the goods shipments, while up some 25 to 30 percent and including a mix of more items, never began to approach what Hamas thought it was going to get: a return to the 500 to 600 truckloads delivered daily before the closing, including appliances, construction materials and other goods essential for life beyond mere survival. Instead, the number of trucks increased to around 90 from around 70.

[4.] 

Human Rights in Palestine and Other Occupied Arab Territories. Report of the United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict. Internet, .pdf-Datei

225. The terms of the ceasefire agreement were not set out in any formal, written document and, according to recent analysis, the Gaza authorities’ and Israel’s understanding of the terms differed substantially.86 According to information reported by OCHA, the agreement included a commitment by the Gaza authorities to halt attacks by Palestinian armed groups against Israel immediately and a commitment by Israel to cease its military operations in Gaza. Israel also reportedly agreed to ease its blockade of Gaza and gradually lift its ban on the import of a large number of commodities.87 

86 See International Crisis Group, “Ending the war in Gaza”, Middle East Briefing No. 26, 5 January 2009, p. 3, available at: crisisgroup.org  

87 OCHA, Protection of Civilians Weekly Report (18–24 June 2008), available at: ochaopt.org ; see also “Ending the war…”, which also notes that crossing points were to be opened after 72 hours (6 a.m. on 22 June 2008) to allow 30 per cent more goods into Gaza and, on 1 July 2009, all crossings were to be opened to allow for the transfer of goods into Gaza (footnote 1). It is the Mission’s understanding that, in relation to the transfer of goods, the agreement did not include materials that could be used to make explosives or projectiles.

[5.]

Human Rights in Palestine and Other Occupied Arab Territories. Report of the United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict. Internet, .pdf-Datei

254. After two months in which few incidents were reported, the ceasefire began to founder on 4 November 2008 following an incursion by Israeli soldiers into the Gaza Strip, which Israel stated was to close a cross-border tunnel that in Israel’s view was intended to be used by Palestinian fighters to kidnap Israeli soldiers. The soldiers attacked a house in the Wadi al-Salqa village, east of Deir al-Balah, which was alleged to be the starting point of the tunnel, killing a member of the al-Qassam Brigades. Several Israeli soldiers were wounded. In response, the al-Qassam Brigades fired more than 30 Qassam rockets into Israel. Israel responded with an air strike that left a further five members of the al-Qassam Brigades dead. Both sides blamed the other for the escalation of violence. Hamas also accused Israel of trying to disrupt talks between Hamas and Fatah that were scheduled for the following week in Cairo.128 Israel closed the crossings into the Gaza Strip on 5 November 2008 and they remained closed until 24 November 2008, when they were opened briefly to allow humanitarian supplies to enter.129

128The Guardian, “Gaza truce broken as Israeli raid kills six Hamas gunmen”, 5 November 2008, available at: guardian.co.uk; The Times, “Six die in Israeli attack over Hamas ‘tunnel under border to kidnap soldier’”, 6 November 2008, available at: timesonline.co.uk . A Hamas spokesman was quoted as saying “The Israelis began this tension and they must pay an expensive price” while an Israeli spokesman stated “this operation was in response to a Hamas intrusion of the quiet”.

129 JTA, “Israel closes Gaza crossings after attack”, 25 November 2008, available at jta.org 

[6.]

Der Autor David Morrison ist ebenfalls zu dem Schluß gekommen, daß die israelische Regierung die Waffenruhe gebrochen und darüber hinaus die eigene Bevölkerung willentlich der Gefahr weiteren Raketen- und Granatenbeschusses ausgesetzt hat. 

Morrison zitiert, ebenso wie das israelische Außenministerium (siehe oben Anmerkung [1.], dort Anmerkung (21)), das Israeli Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC), das hier, .pdf-Datei,  hier und hier, .pdf-Datei, den Hergang bis zur Tötung des ersten Kassam-Brigadiers durch das israelische Kommando genauso wiedergibt wie der Goldstone-Bericht. Morrisons Zusammenstellung steht seit 8. September 2009 bei Spinwatch unter dem Titel: "How Israel torpedoed its ceasefire with Hamas to produce a casus belli" – Wie Israel seine Waffenruhe torpediert hat, um einen Kriegsgrund zu schaffen.

Wegen der bei Spinwatch teils schlechten Lesbarkeit ist Morrisons Beitrag hier gespiegelt, .doc-Datei.

[7.]

UN Inquiry Finds Israel “Punished and Terrorized” Palestinian Civilians, Committed War Crimes During Gaza Assault. Norman Finkelstein im Gespräch mit Amy Goodman. Video und Transkript. Democracy Now, 16. September 2009:

 “This was like PlayStation, a computer game.” Another Israeli soldier said, literally—I’m quoting exactly, almost word for word—he said, “It was like a child with a magnifying glass burning ants.” That’s what Gaza was like.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Goldstone   

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Thomas Immanuel Steinberg

Ärzte ohne Grenzen von Zionisten gekapert

Zum Jahreswechsel [2008/2009, T:I:S] verschärfte sich die Situation [in Gaza, T:I:S] dramatisch, als die Hamas den Süden Israels mit Raketen beschoss und das israelische Militär den Gazastreifen bombardierte, 

schreiben die Ärzte ohne Grenzen / Médecins sans frontières in ihrem Spendermagazin Akut 1/2009 auf Seite 10, .pdf-Datei. 

Die Organisation erweckt mit der Formulierung den Eindruck, die Hamas habe den Waffenstillstand gebrochen, nicht, wie erwiesen, die israelische Regierung, siehe AGDAZ, Flugblatt und weitere Beiträge unter Vernichtungskrieg

Schriftlich auf die Irreführung hingewiesen, antwortete Annika Schäfer namens der Ärzte ohne Grenzen / Médecins sans frontières: 

Unparteiische Berichterstattung war auch unser Leitsatz beim Verfassen des Artikels zu Gaza. So haben wir auch die Einführung in den Artikel in dieser neutralen Weise verfasst, indem wir den Ausbruch des Krieges nicht kommentiert haben bzw. keine zeitliche Abfolge der Angriffe beider Konfliktparteien dargestellt haben.

Siehe die Korrespondenz, .doc-Datei. 

Schäfers Organisation wurde jahrelang geleitet von Bernard Kouchner, 1999 Staatssekretär im französischen Gesundheitsministerium und Jugoslawienkriegs-Anpeitscher. Heute ist Kouchner Außenminister unter Nicolas Sarkosy. 

T:I:S, 7. August 2009

Nachtrag

Nach Lektüre dieses Beitrags erklärte Annika Schäfer am 10. August 2009 per Mail erneut,

dass Ärzte ohne Grenzen eine neutrale, unparteiische und unabhängige Organisation ist. Auch im Falle des israelisch-palästinensischen Konfliktes handelt und berichtet Ärzte ohne Grenzen auf eine unparteiische Weise, denn nur so können wir unsere Hilfe vor Ort sicher stellen und die Risiken für unsere Mitarbeiter minimieren.

T:I:S, 10. August 2009  

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Aerzte  

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Sebastian Engelbrecht, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv

"Damit ich den ganzen Tag über dumm bleibe ..."

Das deutsche Schmerzmittel Tramal wird im Gaza-Streifen zur Alltagsdroge

Deutschlandfunk, Hintergrund, 3. August 2009, 18:40 Uhr bis 18:59 Uhr

Text    Audio MP3    Audio Flash. T:I:S, 4. August 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Tramal 

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Wie Israel die Waffenruhe mit der Hamas torpediert hat

Auf Englisch, aber mit noch mehr Belegen, was hier und hier und hier schon stand: Die israelische Regierung hat mit einem Stoßtrupp nach Gaza,  und nicht die Hamas mit ihren unlenkbaren Raketen, die Waffenruhe im November 2008 gebrochen. 

Palestine Thinktank, T:I:S, 21. Juli 2009

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medico international

Breaking the Silence Das Schweigen brechen

Vom israelischen Massaker, verübt im Dezember/Januar 2008/2009 an über 1300 Gaza-Bewohnern, darunter über 1000 Zivilisten, wollen die meisten Israelis nichts mehr hören.

Breaking the Silence, eine linke Organisation israelischer Reservisten, hat das Schweigen gebrochen.

Dazu:

Bericht in der Frankfurter Rundschau

Dokumentation, von Breaking the Silence und medico international gemeinsam gefertigt, bei medico international als .pdf-Datei, 112 Seiten

BBC-Video, zweieinhalb Minuten

Bericht vom Österreichischen Rundfunk über die Bombardierung Gazas mit Phosphor auf Video, dreieinhalb Minuten

Ausführliche Wiedergabe der Reservisten-Berichte in der FAZ

Uri Avnery erklärt in The Johnny Precedure, jeder Soldat, der sich gegen ein solches Gemetzel wie das der israelischen Verteidigungstreitkräfte in Gaza 2008/2009 erhebe, sollte geehrt werden; er sei gesegnet. Gush Shalom     

Norman Paech, Völkerrechtler, kommentiert im Neuen Deutschland: Was bisher bekannt ist,

reicht aus, eine ganze Heeresführung mitsamt den politisch Verantwortlichen auszuwechseln und wegen schwerer Kriegsverbrechen vor ein internationales Gericht zu stellen. Die israelische Regierung spricht von Verleumdung. Sie ist zu einer rechtsstaatlichen Regenerierung schon lange nicht mehr fähig [siehe dazu die detaillierten Ausführungen von Uri Avnery bei Gush Shalom, T:I:S]

Und ihre Freunde? Die Bundesregierung hat Angst vor Israel und versteckt sich hinter der deutschen Geschichte. Sie ist selbst mit der Legitimation ihrer »Friedensarmee« in einem immer hässlicher werdenden Krieg beschäftigt und nicht einmal willig, den Menschen in Gaza das Überleben zu sichern – sie schweigt.

Die zionistischen Kriegshetzer, von der Beweislage überwältigt, bringen nur eins über die Lippen: Antisemiten, alles Antisemiten. 

Niemand sollte sich um sie scheren.

T:I:S, 20. Juli 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#medico  

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Hörbuch

Das Land der traurigen Orangen

60 Jahre Israel - 60 Jahre Naqba (arabisch = Katastrophe)

Nicht immer mag man lesen. Selten nur mag man sehen, was Krieg und Vertreibung anrichten. Beate Himmelstoss und Jürgen Jung haben für LORA-München (UKW 92,4 MHz) hörenswerte Texte zur Vertreibung der Palästinenser aus ihrem Lande zusammengestellt. Baher Al-Regeb lieferte auf der Qanoun, der 78-saitigen Kastenzither, die sanfte Zwischenmusik.

Was im Mai 2009 gesendet wurde, ist jetzt als Doppel-CD für einen Produktionskostenbeitrag von 17  Euro portofrei bei LORA-München erhältlich. 

Texte von Alfred Grosser, Moshe Zimmermann und Ilan Pappe sind dabei, vor allem aber "Das Land der traurigen Orangen" von Ghassan Kanafani aus dem Jahre 1958 und "Eine Lektion in Bescheidenheit für den selbstgefälligen Westen" von William Dalrymple aus 2007. Himmelstoss und Jung sprechen alle Texte selbst. Das ist wunderbar, denn beide sprechen sehr gut.

Die Doppel-CD eignet sich als Anregung für politisch weniger Interessierte. Solidaritäts- und Friedensgruppen können damit Hör- und Gesprächsabende gestalten 

T:I:S, 8. Juli 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Orangen 

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Leserbrief von Claudia Karas zum

Schweigen der Belämmerten

Von Reinhard Mohrs Gesudel Im Spiegel bis hinein in Thomas v. der Osten-Sackens Gülle-Kanal ergießt sich der Strom heuchlerischer Vorwürfe gegen die deutsche Linke: Sie schweige zum Iran. 

Wahr ist leider das Gegenteil. Wer sich friedliebend dünkt und einen PC hat, haut in die Tasten, was ihm gerade einfällt. Nur wenige stützen sich auf in dieser Hinsicht unverdächtige Quellen, zum Beispiel Vorwahlbefragungen Teheran-kritischer Institute oder die Stratfor-Analyse. Die meisten spekulieren herum. Geschwiegen dagegen haben deutsche Staats- und Kommerzmedien; und zwar dazu, daß während der Waffenruhe zwischen Hamas und Israel laut Angaben des israelischen Außenministeriums nahezu keine Raketen oder Granaten auf israelisches Gebiet geflogen sind, und daß nicht die Hamas, sondern die israelische Regierung die Waffenruhe gebrochen hat, siehe die weiteren Beiträge auf dieser Seite.

Claudia Karas hat der Frankfurter Rundschau ein paar Zeilen zum Thema geschrieben. T:I:S

Sehr geehrte Damen und Herren, 

über die Unterstützung aus der FR-Redaktion mit dem Artikel Mit großer Macht werden sich die Demonstranten gegen den „Staatsterror im Iran" sicher freuen.

Nun ist es noch nicht lange her, dass Gaza überfallen wurde.

Weder die Integrationsdezernentin noch sonst jemand aus der Stadt Frankfurt am Main hatte sich an den damaligen Demonstrationen gegen den Staatsterror Israels beteiligt und jemals die Kriegsverbrechen an der bis heute eingepferchten, schutz- und wehrlosen Zivilbevölkerung verurteilt. Im Gegenteil: Diese Demonstrationen wurden von den Mainstreammedien als antisemitisch denunziert, und prominente Unterstützer der israelischen Kriegsverbrecher gaben sich ein Stelldichein auf diversen pro-israelischen Kundgebungen.

Was für eine Heuchelei, freie Wahlen für Iran zu fordern - und gleichzeitig die Palästinenser für eben diese freien Wahlen auf das Verbrecherischste zu bestrafen. Im Gegensatz zu Neda (1) hat es Basem Abu Rahme (2), der kürzlich von israelischen Soldaten während einer friedlichen Demonstration ermordet wurde, nie auf die Titelseite der Medien, auch nicht der FR, geschafft. Ganz offensichtlich gehört es zur deutschen Staatsräson, dass die Menschenrechte für die Palästinenser nicht zu gelten haben. 

Claudia Karas, 26. Juni 2009. 

Anmerkung

(1) siehe Bildzeitung; ein merkwürdiger Killer, der nicht killen will. Außerdem: "This death of Neda is very suspicious," Ambassador Mohammad Hassan Ghadiri said. "My question is, how is it that this Miss Neda is shot from behind, got shot in front of several cameras, and is shot in an area where no significant demonstration was behind held?" Siehe CNN. Siehe auch einen von der FR wiedergegebenen Leserbrief zur Stimmung im Iran. T:I:S

(2) Video, inzwischen von YouTube wegen angeblichen Regelverstoßes gesperrt, siehe aber den Text hier, daneben das Video von der Ermordung Bassem Aburahmas durch israelische Soldaten, siebeneinhalb Minuten. T:I:S

T:I:S, 27. Juni 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Karas

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Während der Waffenruhe zwischen Israel und Hamas 2008

While Hamas was careful to maintain the ceasefire, the lull was sporadically violated by other groups, sometimes in defiance of Hamas [97][98][99][100][101][102]. Mehr unter Hamas

Das Gaza-Massaker

Vortrag von Norman Finkelstein, April 2009, Video in neun Teilen, u.a. über weißen Phosphor, Erziehung und Kriegsverbrechen. California State University, Chico. 

T:I:S, 15. Mai 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Ist die Hamas irrational? 

Nachtrag zum Vortrag über die Hamas-Raketen und das israelische Massaker in Gaza 2008/2009 

Nach dem Vortrag über die Hamas-Raketen und das israelische Massaker in Gaza 2008/2009 stellte ein Teilnehmer die interessante Frage, 

warum denn die Hamas vor Beginn der Waffenruhe Raketen und Granaten auf israelisches Kernland gefeuert habe und seit dem israelischen Bruch der Waffenruhe wieder feuere. Der militärische Gewinn aus dem Beschuß sei gering, und die Hamas wisse, wie furchtbar die israelischen Verteidigungsstreitkräfte in aller Regel zurückschlagen.

Ich versuchte in meiner Antwort deutlich zu machen: 

Widerstandshandlungen können auch dann sinnvoll sein, wenn sie militärisch kaum wirken. Die Gazabevölkerung, belagert, gedemütigt und gequält; schließlich mit DIME-Bomben, Splitterbomben und weißem Phosphor beworfen; diese schwer mißhandelten Menschen würden ohne deutliche Zeichen des Widerstands zusätzlich leiden. Mörsergranaten und Kassam-Raketen sind offenbar die schwersten Waffen, über die die Hamas verfügt. Sie setzt diese Waffen ein, damit ihre Kämpfer und die Gazabewohner nicht zerbrechen.

Der Diskussionsteilnehmer bezeichnete daraufhin das Verhalten der Hamas als irrational. 

Indes: 

Die Dimension rational – irrational kann sich nur auf Mittel zu einem Zweck beziehen, nicht auf den Zweck selbst. Der vermutete Zweck des Hamas-Verhaltens – die Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls der Kämpfer und Gazabewohner – mag nachvollziehbar sein oder nicht nachvollziehbar; ehrenwert oder verwerflich. Er ist aber weder als rational, noch als irrational zu bezeichnen. Das Hamas-Verhalten dagegen, also der Abschuß militärisch nahezu untauglicher Geschosse, kann durchaus dem Zweck der Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls der Kämpfer und Gazabewohner dienen; dann ist er rational – in Hinblick auf den Zweck.

Dazu einen Schlenker: Profit machen als Zweck ist weder rational, noch irrational; freilich mag dieser Zweck nachvollziehbar oder auch nicht nachvollziehbar sein, ehrenwert oder verwerflich erscheinen. Die Ausbeutung von Arbeitern zum Zweck der privaten Profiterzielung dagegen ist rational; und entsprechend widerspricht diesem Zweck die Verdoppelung der Löhne ohne Anlaß – sie ist irrational in Hinblick auf den Zweck.

Ich denke, wer die Zwecke anderer Menschen als irrational bezeichnet, will diese Menschen für verrückt erklären. Verrückt ist aber nur der, der Mittel einsetzt, die für den angestebten Zweck untauglich sind. Die Hamas ist nicht verrückt, sondern handelt womöglich vollkommen rational, ganz unabhängig davon, was man von ihren Zwecken halten mag.

Umgangssprachlich wird auch jemand als verrückt bezeichnet, der einen unerreichbar anmutenden Zweck verfolgt – eben weil geeignete Mittel zu seiner Erreichung zu fehlen scheinen. Franz Josef Strauß wirkte nicht deshalb verrückt, weil er bundesrepublikanische Atomwaffen wollte. Sondern weil ihm offenbar die Mittel zur Erreichung dieses Zwecks fehlten.

Aber das führt jetzt wirklich weg vom Thema.

T:I:S, 13. Mai 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#irrational   

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Thomas Immanuel Steinberg

Die Hamas-Raketen und das israelische Massaker in Gaza 2008/2009

Vortrag, gehalten am 12. Mai 2009 um 19 Uhr im A.G.D.A.Z., dem Stadtteiltreff in Steilshoop, Fehlinghöhe 16, 22309 Hamburg
Veranstalter: Ortsverband Die Linke Bramfeld-Steilshoop, Farmsen-Berne im Hamburger Bezirk Wandsbek

 

1. Israelische Regierung und Hamas-Führung vereinbaren Waffenruhe 

Nach dem Krieg 1967 besetzten die israelischen Verteidigungstreitkräfte neben dem Westjordanland auch den Gazastreifen. Anfang September 2005 verließen sie den Gazastreifen wieder und belagerten ihn fortan, unterstützt von den ägyptischen Streitkräften an dessen Südwestgrenze. 

Die Belagerung eines fremden Gebietes ist rechtswidrig. Die in Gaza herrschende Hamas und und einzelne Gruppen reagierten auf die rechtswidrige Belagerung mit dem Abschuß von Kassam-Raketen und Mörsergranaten. Raketen und Granaten, weil kaum zielgenau, bedrohten und trafen auch israelische Zivilisten. Ihr Einsatz ist ebenfalls rechtswidrig. 

Für den 19. Juni 2008, ab 6 Uhr morgens, verabredeten die Kriegsparteien eine Waffenruhe. 

2. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte zertrümmern Gaza 

Am 4. November 2008 töteten die israelischen Verteidigungsstreitkräfte sechs Hamas-Mitglieder, die sich an einem Tunnelbau nach Ägypten beteiligt hatten. Der Tunnel sollte der Durchbrechung des Belagerungsringes dienen. 

Die Hamas-Führung reagierte mit heftigem Kassam-Raketen- und Mörsergranatenbeschuß. Am 4. Januar 2009 marschierten die israelischen Streitkräfte in Gaza ein und zertrümmerten es. Sie bombardierten und beschossen die Bewohner mit DIME-Bomben, Splitterbomben und  weißem Phosphor. Über 1000 Gaza-Zivilisten starben. 

3. Fakten bis dato 

Gaza wird weiter von den israelischen Verteidigungssteitkräften belagert. Das ist rechtswidrig. Die Hamas-Führung und andere Gruppen beschießen weiter ungezielt israelisches Gebiet. Das ist ebenfalls rechtswidrig. 

Die israelische Regierung behauptet, die Hamas-Führung habe die ab 19. Juni 2008 vereinbarte Waffenruhe durch fortgesetzten Kassam-Raketen- und Mörsergranatenbeschuß gebrochen. Die Hamas-Führung behauptet, sie habe den Beschuß mit Beginn der vereinbarten Waffenruhe eingestellt. 

Aus den vom israelischen Außenministerium im Internet veröffentlichten Statistiken und Grafiken geht indes hervor: Der Beschuß wurde nahezu eingestellt.

Monat

Kassam-Raketen

Mörsergranaten

 

 

 

November 2007

65

100

Dezember 2007

113

109

Januar 2008

241

136

Februar 2008

257

226

März 2008

196

103

April 2008

145

373

Mai 2008

149

206

Juni 2008

87

158

 Verhandlungen, dann Waffenruhe ab 19. Juni 2008, 6 Uhr

Juli 2008

1

8

August 2008

6

3

September 2008

1

3

Oktober 2008

2

0

 Getötete Israelis von Juli bis Oktober 2008: keiner.

4. November 2008: Israelisches Kommando tötet sechs Hamas-Mitglieder in Gaza 

November 2008

126

71

siehe auch Flugblatt

Die wenigen Abschüsse von Juli bis Oktober 2008 stammten vermutlich von Gruppen in Gaza, die von der Hamas-Führung nicht kontrolliert werden konnten.

Nicht die Hamas-Führung, sondern die israelische Regierung hat die Waffenruhe gebrochen.

 4. Bewertung 

Die israelische Regierung will keinen Frieden, sondern die Gaza-Bewohner vertreiben. Als Gründe sind anzusehen: 

a)     Der israelische Militär-Industrie-Komplex bedarf der Rechtfertigung durch angebliche äußere Bedrohung Israels. Auf Waffenproduktion, -erprobung und -export sowie auf Produktion, Erprobung und Export von Sicherheitsanlagen und -technologien beruht das Kerngeschäft des israelischen Kapitals. Jedes Scharmützel und jeder Krieg in der Region festigt dessen Position. (1)

b)     Die jüdischen und nicht-jüdischen Einwanderer besetzen unter den Schutz der israelischen Verteidigungsstreitkräfte fortwährend weitere Teile des Westjordanlandes. Die israelische Regierung fördert somit den Druck in Richtung auf Annexion dieser und weiterer Gebiete. Gelingt die Vertreibung der Gaza-Bewohner, so steht auch der Gazastreifen für eine Besiedlung durch jüdische und nicht-jüdische Einwanderer und damit ebenfalls für eine Annexion zur Verfügung.

c)      Off shore, vor der Küste des Gazastreifens, befinden sich Erdgaslagerstätten. Das israelische Kapital könnte sich ihrer bemächtigen, sobald der Widerstand in Gaza gebrochen ist.

d)     Jeder Sieg des Staates Israel, so auch der über Gaza, festigt die Vormachtstellung der Vereinigten Staaten und ihrer israelischen Verbündeten über den Nahen Osten.

e)     Dem in der jüdisch-israelischen Bevölkerung fest verwurzelten Rassismus ist auch die israelische Herrschaftselite verfallen.

 5. Ausblick

Die Vereinigten Staaten unterstützen die Politik der israelischen Herrschaftselite. Bleiben die Vereinigten Staaten weiter stark, so wird auch die israelische Herrschaftselite ihre Politik fortsetzen, letztlich siegen und ein Groß-Israel etablieren. 

T:I:S, 12. Mai 2009

Anmerkung

(1) Aktuell dazu der kurze Artikel von Amira Hass. Israel knows that peace just doesn't pay. Ha'aretz, 11. Mai 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#AGDAZ  

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Über Antisemitismus, Boykottmaßnahmen und den Fall Hermann Dierkes

Ein Offener Brief von 351 jüdischen FriedensaktivistInnen aus Belgien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Israel, Italien, der Schweiz, Großbritannien und den USA

Vorangestellt: Presseerklärung der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost / EJJP Germany 

Offener Brief zu Hermann Dierkes, .rtf-Datei, T:I:S, 1. April 2009. En français: Lettre Ouverte sur l'Antisémitisme, les Boycotts et l'affaire Hermann Dierkes. UJFPIn English: On Anti-Semitism, Boykotts and the Case of Hermann Dierkes: An Open Letter of Jewish Peace Activists. AIC. T:I:S, 21. April 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Dierkes   

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Norman G. Finkelstein 

The grandchildren of Holocaust survivers from World War II are doing to the Palestinians exactly what was done to them by Nazi Germany… 

Bilder im Vergleich, T:I:S, 6. Februar 2009. Siehe auch Norman Finkelstein

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Finkelstein

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Thomas Früh

Gaza kein Verteidigungskrieg

In deutschen Medien wurde vielfach behauptet, der Gaza-Krieg sei die unausweichliche Reaktion auf ständigen Raketenbeschuss gewesen. Doch die Auswertung israelischer Quellen ergibt ein anderes Bild. 

.pdf-Datei, T:I:S, 5. Februar 2009. Siehe auch das Flugblatt von SteinbergRecherche und die Hasbara - Zionistische Propaganda von Hermann Gremliza

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Verteidigung   

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Israel hat gesiegt!

Mit weißem Phosphor haben Kriegsjuden diesen palästinensischen Säugling vernichtet.

T:I:S, 5. Februar 2009. Siehe auch Falludschah - Fallujah

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Phosphor  

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Wolf Gauer

Killerstaat mit Kellerstaat

Die Agentur Reuters meldete am 2. Februar aus Jerusalem, dass der israelische Kriegsminister Ehud Barak einen Verbindungstunnel zwischen den palästinensischen Territorien Gaza und Westjordanien vorgeschlagen habe. Der ca. 50 km lange Tunnel würde unter israelisch besetztem Gebiet verlaufen. Mit zwei bis drei Milliarden Dollar, so Barak, sei dies machbar, wobei er unklar ließ, wer zur Finanzierung gebeten würde.

Wir fragen: Was mag den Herrn der Killerdrohnen zu soviel Sci-fi motivieren?  Glaubt er, dass die palästinensischen Vertreter solches akzeptieren und damit eine De-facto-Anerkennung der israelischen Gebietsansprüche darbringen?  Dass sie auch der Gedanke verschone, Israel könne jeder Zeit den Tunnel sperren oder sprengen, zumal die israelische Luftwaffe bereits entsprechendes know how bei der Bombardierung der lebenswichtigen Tunnelverbindungen zwischen Gaza und Ägypten an den Tag gelegt hat?

Nun: Ehud Barak hat sich zugleich für eine zukünftige Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen. Und sollte er sich für weitere Tunnelverbindungen stark machen, wäre wohl auch ein palästinensischer Kellerstaat vorstellbar.

T:I:S, 4. Februar 2009

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Die Trümmer von Gaza

 Rudolph Chimelli, SZ

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Die große Lüge

Hamas hat wieder und wieder eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel / Palästina akzeptiert. Die israelischen Herrschenden, die US-Presse und die deutsche Presse haben von Hamas wieder und wieder das Gegenteil behauptet. T:I:S

Noam Chomsky: ...Sogar in der US-Presse wurden gelegentlich Kolumnen von Hamas-Führern erlaubt, in denen Haniya [ = Ismail Haniyeh] und andere gesagt haben: Ja, wir wollen eine Zwei-Staaten-Regelung im internationalen Rahmen, wie jeder andere auch.

Sameer Dossani: Wann hat Hamas diese Position eingenommen?

Noam Chomsky: Das ist ihre offizielle Position, vertreten (1) von Haniya, dem gewählten Führer, und von Khalid Mesh'al, ihrem politischen Führer, der in Syrien im Exil ist, er hat das gleiche geschrieben. Wieder und wieder. Darüber gibt es keinen Zweifel, aber der Westen will es nicht hören. Also ist Hamas auf die Zerstörung Israels aus. 

Noam Chomsky im Gespräch mit Sameer Dossani, Information Clearing House, Text und Video, T:I:S, 20. Januar 2009

Anmerkung

(1) Washington Post vom 26. Februar 2006, Ismail Haniyeh ( = Haniya):
We say: Let Israel recognize the legitimate rights of the Palestinians first and then we will have a position regarding this. Which Israel should we recognize? The Israel of 1917; the Israel of 1936; the Israel of 1948; the Israel of 1956; or the Israel of 1967? Which borders and which Israel? Israel has to recognize first the Palestinian state and its borders and then we will know what we are talking about...

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Hamas  

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Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden der israelischen Armee

Anzeige in der Süddeutschen Zeitung vom Samstag, 17. Januar 2009, S. 10, links unten

Nach einer 18 Monate währenden Blockade, nach systematischer und umfassender Bombardierung eines unentrinnbar umschlossenen Landstreifens, der mit 1,5 Millionen Menschen der dichtest besiedelte Raum der Welt ist, nach einem Blutbad, das über 1000 Menschen in den Tod gerissen, Tausende schwer verletzt und die gesamte Bevölkerung von Gaza traumatisiert hat, nach den unsäglichen Zerstörungen, die seit dem 27. Dezember die Weltöffentlichkeit täglich entsetzen, - nach all diesem gibt es immer noch Stimmen, die diese Maßnahmen Israels als gerechtfertigt, human und notwendig bezeichnen.

Wir sind über diese Unmenschlichkeit erschüttert. Dass das europäische Judentum Opfer eines von Deutschland verübten mörderischen Unrechts wurde - gibt dies nun dem jüdischen Staat das Recht, Anderen Unrecht zu tun? Glauben deutsche Politiker wirklich, es sei eine Wiedergutmachung der Ermordung unserer jüdischen Verwandtschaft, dass nun Israel haltlos und bindungslos alles machen darf, was ihm einfällt?

Wir appellieren an die deutsche Regierung darauf hinzuwirken, dass die EU-Kommission dem Morden in Gaza ein Ende setzt. Der Schlüssel zu einem Ende des Bombardements von Gaza und der erdrückenden jahrelangen Blockade Gazas durch Israel liegt bei der EU. Es gibt keine Alternative zu Verhandlungen mit Hamas, denn dies ist die gewählte Vertretung der Palästinenser. Hamas benutzt terroristische Methoden, aber das tut die gewählte Vertretung Israels auch, und zwar hundertfach effektiver.

Israel kann durch Abschreckung nur einen Pyrrhusfrieden erzielen. Durch Verhandlungen über eine gerechte Lösung für die Palästinenser, ein Ende der Besiedlung der West Bank und der Blockade Gazas hätte Israel schon längst maximalen Schutz für die eigene Bevölkerung herstellen können: Einen dauerhaften Frieden. Dahin muss die internationale Gemeinschaft Israel bringen.

Galit Altshuler, Asaf Angermann, Esther Bejarano, Stacey Blatt, Prof. Dr. Michal Bodemann, Gideon Boss, Dr. Eliav Brand, Elias Davidsson, Prof. Dr. Almut Sh. Bruckstein-Çoruh, Prof. Dr. Wolfgang Edelstein, Hedy Epstein, Ursula Epstein, Erica Fischer, Ilil Friedman, Ruth Fruchtman, Iris Hefets, Dr. Ronit Land , Dr. Jean Joseph Lévy, Jonathan Kaiser, Michal Kaiser-Livne, Dr. Kate P. Katzenstein-Leiterer, Felicia Langer, Mieciu Moshe Langer, Dr. Edith Lutz, Abraham Melzer, Petra Mendelsohn, Moshe Perlstein, Prof. Dr. Fanny-Michaela Reisin, Michael Riese, Prof. Dr. Paul Otto Samuelsdorff, Nirit Sommerfeld, Tanya Ury, Prof. Dr. Rolf Verleger, Dr. Susan Winnett, Barbara Wolterstädt

Bitte unterstützen Sie die Finanzierung dieser Anzeige: Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, EJJP Deutschland, Berlin-Friedrichshain. Konto-Nr.: 1053200, BLZ 100 205 00 V.i.S.d.P.: EJJP Deutschland

T:I:S, 16. Januar 2009. Ergänzt um weitere Unterzeichner am 17. Januar 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Der Verstand der Kanzlerin

Am Montag, dem 29. Dezember 2008 meldete die FAZ:

Bei einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert am Sonntagabend seien sich Frau Merkel und Olmert einig darin gewesen, dass die Verantwortung für die jüngste Entwicklung „eindeutig und ausschließlich“ bei der Hamas liege... Merkel nannte es .. das legitime Recht Israels, seine Bevölkerung und sein Territorium zu schützen. Israel habe versichert, die Militäroperationen richteten sich gegen militärische Ziele der Hamas und deren terroristische Infrastruktur, nicht aber gegen die Bevölkerung.

Nun, am Donnerstag, dem 15. Januar 2009,

da festeht, daß nicht Hamas, sondern Olmert den Waffenstillstand gebrochen hat;
da feststeht, daß Olmerts Angriff sich gegen die Bevölkerung richtet;
da feststeht, daß Olmerts Soldaten täglich Kriegsverbrechen begehen;
da die ersten Anzeigen gegen ihn abgeschickt sind;
und da alle Welt ihm den Prozeß als Hauptkriegsverbrecher machen will  –

muß da nicht die Kanzlerin an ihrem Verstand zweifeln?

Die Welt tut es.

T:I:S, 15. Januar 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Kanzlerin 

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Flugblatt mit Tabelle, eine DIN-A-4-Seite:

Kassam-Raketen – der Vorwand zum Massaker 

Einschläge von Kassam-Raketen und Mörsergranaten in Israel 2007/2008 laut Intelligence and Terrorism Information Center beim Israel Intelligence Heritage & Commemoration Center, veröffentlicht vom israelischen Außenministerium auf seiner Internetseite

20090114steinbergkassam als .doc-Datei oder als .pdf-Datei, T:I:S, ergänzt am 17. Januar 2009. Flugblatt bitte unverändert verbreiten. Dank an C.W. für die .pdf-Datei

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Flugblatt     

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Gideon Levy, Ha'aretz, Israel

Die Dinge, von Den Haag aus betrachtet

... Die Fragen, die zu stellen sein werden, und so umsichtig wie möglich, lauten: Wer ist schuld, und wer ist verantwortlich. Die überzogene Bereitschaft der Welt, Israel zu vergeben, muß diesmal zerbrechen. Die Piloten und Schützen, die Panzerbesatzungen und Infanteriesoldaten, die Generäle und die Tausende, die mit einer ordentlichen Portion Eifer in diesen Krieg gezogen sind, werden das Ausmaß des bösen und unterschiedslosen Charakters ihrer Militärschläge erfassen. Sie vielleicht, werden keinen Preis zahlen. Sie sind in die Schlacht gezogen, doch andere haben sie geschickt.

Der öffentlichen, moralischen und gerichtlichen Prüfung unterliegen werden die drei israelischen Staatsleute, die die israelischen Verteidigungsstreitkräfte in den Krieg geführt haben; gegen eine hilflose Bevölkerung, eine, die nicht einmal Platz zum Flüchten hatte; sie geführt haben in den vielleicht einzigen Krieg der Geschichte gegen einen umzäunten Landstrich. Ehud Olmert, Ehud Barak und Tzipi Livni werden in der vordersten Reihe der Schuldigen stehen...

... Im Gegensatz zu den Behauptungen, die ansonsten aufgestellt werden, dürfen wir annehmen, daß diese drei Führer nicht aus wahltaktischen Gründen in den Krieg zogen. Jeder Moment ist gut für Krieg in Israel. Wir haben uns zum vorigen Krieg drei Monate nach der Wahl aufgemacht, nicht zwei Monate vorher. Wird Israel sie im Lichte der Bilder aus Gaza hart beurteilen? Sehr zweifelhaft. Barak und Livni legen gerade in den Umfragen zu, statt zu verlieren. Diese drei Personen erwartet keine lokale Prüfung. Sicher, internationale Staatsleute haben den israelischen Schlägen zynischen Beifall gespendet. Sicher, Amerika hat geschiegen, Europa gestottert und Ägypten unterstützt, aber andere Stimmen werden sich aus dem Schlachtenlärm erheben...

... Israelische Basketballspieler werden nicht die einzigen sein, die in einer Sportarena schamvoll werden in Deckung gehen müssen. Und hohe Offiziere, die in diesem Krieg befohlen haben, werden nicht die einzigen sein, die sich werden in El-Al-Maschinen verstecken müssen, um der Verhaftung zu entgehen. Dieses Mal werden unsere höchsten Staatsleute, die Mitglieder des Kriegsküchenkabinetts, einen persönlichen und nationalen Preis zahlen müssen.

Ich schreibe diese Worte nicht mit Freude, sondern mit Bedauern und in tiefer Scham. Trotz aller Nachlässigkeit, mit der die Welt uns behandelt hat, seit wir uns erinnern können, trotz der Nachsicht mit Israel, könnte diesmal die Welt anders sprechen. Wenn wir so fortfahren, dann mag eines Tages ein neues Sondergericht in Den Haag zusammentreten.            

Ha'aretz, 13. Januar 2009. T:I:S, Übersetzung der Auszüge, 13. Januar 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Verständnis für Terror der heutigen Résistance

Als die französische Polizei Juden und Widerständler zusammentrieb, um sie den Nazi-Besatzern zur Vernichtung zu übergeben, gab es einige Widerständler, die Nazis und Kollaborateure aus dem Hinterhalt erschossen. Das war Terror. Er hieß Résistance.

Die Nazis rächten sich mit Massenmorden wie dem in Oradour-sur-Glane. Das war auch Terror.

Manche, obwohl Gegner der Résistance, hatten zumindest Verständnis für den Résistance-Terror, und keines für die Massenmörder.

Heute wehren sich Hamas-Kämpfer gegen israelische Besatzung, Landnahme, Einsperrung der Gaza-Bewohner und Vernichtung des Widerstands im palästinensischen Volk. Sie verschießen, wenn die israelische Regierung einen Waffenstillstand gebrochen hat, hinterhältig nicht-lenkbare Raketen und Mörsergranaten in Richtung Israel. Das ist Terror. 

Die israelische Regierung rächt sich mit Massenmorden an den Gaza-Bewohnern. Das ist auch Terror.

Manche, obwohl Gegner der Hamas, haben zumindest Verständnis für den Hamas-Terror, und keines für die Massenmörder.

T:I:S, 12. Januar 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Terror   

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Internationale Liga für Menschenrechte zu Israel:

Kanzlerin schuldig durch Billigung von Kollektivstrafen

... Das gegenwärtige Blutbad ist die logische Konsequenz einer von Israel seit dem Wahlsieg der Hamas am 29. Januar 2006 praktizierten und mit Billigung der Regierung der Vereinigten Staaten sowie der Europäischen Union fortwährend verschärften Politik der Selbstjustiz und Gewalt im Gazastreifen. Die offenkundigen und inzwischen von Vertretern der israelischen Regierung vor aller Welt öffentlich verkündeten  Ziele sind:

Härteste Kollektivstrafen gegen Mitglieder und Anhänger von Hamas sowie Sturz der von der Hamas gestellten Regierung. Das Internationale Recht verbietet beides: Sowohl Kollektivstrafen als auch die Einflussnahme auf die politische Selbstbestimmung eines anderen Landes...

Das bekundete politische Ziel der Bundeskanzlerin, „alles“ zu tun, „um zivile Opfer zu vermeiden“, kann nicht erreicht werden und ist heuchlerisch, wenn Israel zugleich darin bestärkt wird, Verhandlungen mit Hamas auszuschlagen und weiterhin auf militärische Überlegenheit und militärische „Lösungen“ zu setzen.

Pressemitteilung, .doc-Datei, T:I:S, 31. Dezember 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Liga   

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Israelische Tote und Verwundete seit September 2000

Das israelische Außenministerium hat auf seiner Internetseite die Zahl der Verwundeten, getrennt nach Zivilpersonen und Sicherheitskräften, aufgelistet, siehe obere Grafik, und die Zahl der Selbstmordattentate und der dabei Getöteten, siehe untere Grafik.

Beide Grafiken zeigen: Das Risiko der Israelis, von der palästinenschen Résistance verletzt oder getötet zu werden, hat kontinuierlich abgenommen und war 2007, im letzten zahlenmäßig aufbereiteten Jahr, am geringsten. Pressemeldungen zufolge lag das Risiko 2008 ähnlich niedrig.

Die Statistik des israelischen Außenministeriums für die Jahre 2001 bis 2007  und die Entwicklung 2008 erlauben zu schließen, daß der Grund für die Bombardierung des Gazastreifens Ende 2008 nicht der war, Leib und Leben der israelischen Bevölkerung zu schützen.     

 

Victims of Palestinian Violence and Terrorism since September 2000

1,176 people have been killed by Palestinian violence and terrorism since September 2000.

Note: This list also includes 18 Israelis killed abroad in terror attacks directed specifically against Israeli targets, and 3 American diplomatic personnel killed in Gaza.

8,341 Israelis wounded in terror attacks
2001-2007


Suicide terror attacks 2000-2007



Graphs as published by the IICC - June 2008

 

T:I:S, 30. Dezember 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/09vernichtungskrieg.htm#Tote  

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Linksammlung

Am 27. Dezember begannen die israelischen Verteidigungsstreitkräfte, den Gazastreifen zu beschießen und zu bombardieren. Erklärtes Ziel ist die Vernichtung der Hamas-Regierung. Da die Hamas in der Gaza-Bevölkerung fest verankert ist, beschießen und bombardieren die Streitkräfte die Bevölkerung. Sie führen einen Vernichtungskrieg. Die folgenden kurzkommentierten Links sind unsortiert und undatiert. Sie sind ab Ende Dezember 2008 entstanden, die obersten zuletzt. 

T:I:S,  Dezember 2008 / Januar 2009

 

Israels zweite Armee. Cnaan Liphshiz: Israel recruits 'army of bloggers' to combat anti-Zionist Web sites. Ha'aretz. Dank an Knut Mellenthin. Siehe auch Hasbara - Zionistische Propaganda 

Laut Amnesty International ist ein deutsches Schiff, die "Wehr Elbe" der Reederei Oskar Wehr, mit Waffen unterwegs nach Israel. Global Research 

Warum die Kriegsjuden gerade Noam Chomsky unaufhörlich mit Dreck bewerfen. Video mit Chomsky über Gaza, schätzungsweise zwei Stunden. Rechts anklicken.

George Galloway, britisches Unterhaus. Eine vorzügliche Rede zur britischen Schuld am Gaza-Massaker, Video, sechs Minuten 

Die Terror-Ministerin Livni blieb kühl. Ha'aretz

Autoverleiher Hertz warb vorrübergehend für das israelische Gemetzel in Gaza. Independent

Norman Finkelstein: Israel is committing a holocaust in Gaza. (Der direkte Link funktioniert nicht überall, T:I:S)

Sir Gerald Kaufman, Mitglied des britischen Unterhauses, einst orthodoxer Jude und Zionist, im britischen Unterhaus: Die Sprecherin der israelischen Armee wurde vor ein paar Tagen auf Sky News zur Tötung von bis dahin 800 Palästinensern befragt... Sie antwortete sogleich: "500 davon waren Militante." Das war die Antwort eines Nazis. Ich denke, die Juden, die im Warschauer Ghetto um ihr Leben kämpften, hätten ebenfalls als Militante abgetan werden können. Global Research 

Die Aufforderung eines Mitglieds der Partei Die Linke, gegen das israelische Gaza-Gemetzel zu demonstrieren, wies der Listenmoderator der Linksfraktion, Nicolai Meyer per Mail zurück: „Ich verschicke, bzw. schalte Aufrufe frei, bei denen ein inhaltlicher Konsens oder ein Mehrheitsbeschluß besteht. Der von Dir erwähnte Aufruf zu einer Gaza-Demo ist nicht konsensfähig und einen Mehrheitsbeschluß hat der Bezirksvorstand hierzu nicht gefasst. Ich würde mich auch gegen einen solchen Beschluss wenden, weil die Forderungen in den bisherigen Gaza-Aufrufen darauf hinauslaufen, dass Israel sich bitteschön weiterhin mit Raketen beschießen lassen sollte. Und zusätzlich noch die Voraussetzungen schaffen sollte, damit die Hamas noch bessere Waffen einführen kann. Dies heißt nicht, daß ich das israelische Vorgehen in allen Punkten  billige.“ Das Mitglied, dessen Namen Meyer nicht einmal richtig abschreiben konnte, wird aus der Partei austreten. Es fordert dazu auf, das trojanische Pferd Der Linken nicht mehr zu wählen.

Armin Fiand: Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland wegen dessen Werbung um Verständnis für die Kriegsverbrechen, die die israelischen Streitkräfte seit dem Ausbruch der Feindseligkeiten tagtäglich im Gaza-Streifen begehen."Eingefleischte Antisemiten haben immer behauptet, daß Israel die Geschäfte des Antisemitismus so hervorragend selbst besorge, daß man dafür keine anderen mehr benötige. Ich war nie ein Anhänger dieser plumpen These. Aber inzwischen kommen mir, wenn ich mir vor Augen führe, auf welche Weise sich Israel überall in der Welt unbeliebt macht, Zweifel, ob an dieser These nicht doch etwas daran ist. Israel bangt um sein Existenzrecht. Mit Recht. Es ist auf dem besten Wege, dieses Existenzrecht durch sein Verhalten selbst in Frage zu stellen."

Die israelische Regierung gehört vor ein Kriegsverbrecher-Tribunal, und die, die sie in ihrem Massenmorden propagandistisch und logistisch unterstützen, gehören daneben gestellt wegen Beihilfe zum Massenmord. Wir sollten ihnen ruhig Heinrich Hannover als Verteidiger stellen, damit es auch ein fairer Prozess wird. Henryk Broder soll sich meinetwegen von Horst Mahler verteidigen lassen, die passen doch gut zusammen. Hartmut Barth-Engelbart per Mail

John Pilger zum israelischen Vernichtungskrieg in Gaza: Leugnung des Holocaust. Das Schweigen – eine Lüge derer, die die Wahrheit kennen. znet 

Das Emirat Katar und Mauretanien haben die Beziehungen zu Israel gekappt. Al-Jazeera

Pierre Stambul, Union juive française pour la paix: Pourquoi y a-t-il la guerre à Gaza ? À cause du sionisme. Introduction au débat sur cette idéologie. À Marseille le 15 janvier 2009

Europäische Union: Keine Sanktion gegen Israel. Verhandlungen über Intensivierung der Beziehungen wegen des Kriegs unterbrochen. Reuters

Iranisches Schiff mit Hilfsgütern vor Gaza - gestoppt. Forbes / AP

medico international zur Lage in Gaza

Norman Finkelstein, der funkelnde Stein in der Brandung, zählt die Fakten zu Hamas und Gaza auf. CounterPunch 

Zusammenrottung in Hamburg

Dies wird hoffentlich ein erfolgreiches und reibungsloses Demo-Wochenende! Folgende Orte haben angemeldet: (Bitte wenden Sie sich an die örtlichen palästinensischen Gemeinden und Friedensgruppen!): Köln, 17.1.09 Berlin, 17.1.09 Bochum, 17.1.09 Bremerhaven, 17.1.09 Duisburg, 17.1.2009 Essen, 17.1.2009 Frankfurt am Main, 17.01.2009 Hamburg, 17.1.2009 Heidelberg, 17.1.2009 Kassel, 17.1.2009 Köln, 17.1.2009 Kempten, 17.1.2009 Mülheim, 17.1.2009 Oldenburg, 17.1.2009. Stuttgart, 17.1.2009 Worms, 17.1.2009 Hanau, 16.1.2009 Tübingen, 16.1.2009 Ulm, 16.1.2009 Bremervörde, 15.1.2009. Dank an Christoph Hörstel

Israeli snipers shooting at families seeking refuge in Al-Quds hospital, Donnerstag, 15. Januar 2008, 16:00h

Strukturell friedensunfähig. Israel’s military industries (which are central to its economy), the political leverage of the settler parties, religious fundamentalists and security apparatus, and the Israeli state’s dependence on multi-billion dollar handouts from the US treasury and wealthy Jewish militarist donors, mean that Israel is internally structurally incapable of accommodating normal peaceful relations with its neighbors. James Petras

Vergleich zwischen israelischer und palästinensischer Bewaffnung, englisch

Trita Parsi. Weder die iranische Regierung, noch die Obama-Regierung kann an einem zu langen Gaza-Krieg Interesse haben. Huffington Post

Tobias Kaufmann aus der Broderschen Achselhöhle des Guten heuchelt Empörung, weil manche Demonstranten nachplappern, was die Broderliner seit Jahren täglich vorbeten: Daß nämlich zionistische Massenmörder mit allen Juden gleichzusetzen seien. Kölner Stadtanzeiger

Die israelitische Kultusgemeinde von Strasbourg hat ihr zahlendes Gemeindemitglied Jean-Claude Meyer, dessen Vater am 14. Juli 1944 von den Nazis erschossen wurde, weil er Jude war, ohne Begründung von ihrer Newsletter-Liste gestrichen. Der offensichtliche Grund: Jean-Claude Meyer mißbilligt öffentlich, daß Menschen im Januar 2009 von Zionisten erschossen werden, weil sie Palästinenser sind.

Eric Hazan, Verleger und Autor: Statt sich mit den Eseleien der französischen Regierung und des [zionistischen, T:I:S] Vertreterrrats der jüdischen Einrichtungen in Frankreich, CRIF, abzufinden („den Konflikt nicht importieren“), wird es Zeit, daß die Juden massenhaft zusammen mit den „Araber-Muslimen“ gegen das Nicht-Hinnehmbare demonstrieren. Sonst werden sie ihre Kinder eines Tages fragen, „was sie damals gemacht haben“, und ich wäre nicht gern an ihrer Stelle, wenn es dann zu antworten gilt. UJFP, dort weitere aktuelle Texte, unter anderm von Michel Warschawski. Dank an Jean-Claude Meyer.   

Fehlende Erziehung durch die israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Der Vorsitzende der jüdischen Studentenvereinigung in Frankreich (UEJF, zionistisch), Raphaël Haddad, macht sich "Sorgen um die Übertragung des israelisch-palästinensischen Konflikts auf Frankreich: "Innerhalb der letzten zehn Tage konnte man einen erschreckenden Wiederausbruch des Antisemitismus in Frankreich beobachten - meist am Rande pro-palästinensischer Demonstrationen. Grenoble, Villeurbanne, Bordeaux, Toulouse, Aubervilliers, Lingolsheim, Paris, Nice, Lyon, Metz: Die Liste der Städte, in denen antisemitische Aktionen stattgefunden haben, wird immer länger. Unser Alptraum ist wieder erwacht. ... Erst die Gebäude ..., dann Angriffe auf Personen. Beschmierte Geschäfte, angegriffene Synagogen, beschimpfte, bedrohte und geschlagene Juden. ... Noch vor kurzem hätte niemand gedacht, dass solch eine heftige Antisemitismus-Welle ausbrechen könnte. Während der zweiten Intifada 2001 haben wir erst 400 Taten zählen müssen, damit der Wiederausbruch des Antisemitismus anerkannt wurde. ... Wir müssen nicht erst auf einen Toten warten, um zum Frieden in der Republik aufzurufen." Le Monde

Thomas L. Friedman, New-York-Times-Kolumnist und Befürworter aller bisherigen US- und Israelkriege, wünscht, die israelischen Regierung möge

Nach Berichten der BBC sind in Gaza in mehreren Fällen Zivilisten, die aufgefordert wurden, ihre Häuser zu räumen, beim Verlassen durch Kopfschüsse getötet worden, unter ihnen mehrere Frauen. Gerhard Wendebourg

Starbucks-Café in Beirut geschlossen. Konzerneigentümer spendet angeblich Geld für die israelischen Verteidigungsstreitkräfte. AP

Nach Venezuela bricht nun auch Bolivien die diplomatischen Beziehungen zum Metzel-Staat Israel ab. 

Israel kontra Völkerrrecht. Spiegelfechter

Gaza: Hamburg steht auf! Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Krieg zu verurteilen. Demonstration am Sa 17.1.2009, 14 Uhr: Treffen auf dem Hachmannplatz, Hauptbahnhof. Ab 14.30 Uhr Demonstration durch die Innenstadt, ab 15.30 Uhr Kundgebung auf dem Gänsemarkt. Hauptrednerin: Felicia Langer, Israelische Menschenrechts- und Friedensaktivistin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises. Es rufen auf:  AG Palästina von attac Hamburg, Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V., Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V., Regionalgruppe Hamburg, Flüchtlingsrat Hamburg e.V., Palästinensische Vereinigung Hamburgs e.V.,  SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V.,  Friedenswerkstatt Wedel   

Zionismus heißt Haß. Älteres Video, weiterhin aktuell, über die von der israelischen Regierung gedeckten Siedler auf palästinensischem Boden. Vier Minuten, ARD,  Weltspiegel.

Knut Mellenthin: Israel braucht Hamas.Das zionistische Projekt benötigt eine feindliche Umwelt, um die Fiktion einer Existenzbedrohung zu nähren. junge Welt

Lüge: Sehen die denn nicht, dass rund 1,5 Millionen Araber als israelische Staatsbürger leben, in der Knesset, im Parlament vertreten sind, als Richter am Obersten Gerichtshof und als Diplomaten fungieren? Wissen sie denn nicht,
dass das Arabische neben dem Hebräischen Amtssprache ist in Israel? Wer da noch von Apartheid spricht, ist kein Menschenfreund, sondern Antisemit. Rede von Charlotte Knobloch, Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland am 11. Januar in München laut haGalil

Tatsache: Israel hat am Montag arabische Parteien von der Teilnahme an der Parlamentswahl ausgeschlossen. Die Zentrale Wahlkommission des Parlaments sprach sich mit klarer Mehrheit für ein entsprechendes Verbot aus, wie Knessetsprecher Giora Pordes mitteilte. Eingebracht wurde der Antrag von zwei ultranationalistischen Parteien; er fand dann jedoch breite Unterstützung. Frankfurter Rundschau vom 12. Januar 2009

Mark LeVine: Who will save Israel from itself? Zitate aus  konservativen israelischen Quellen, die belegen: Nicht die Hamas, sondern die israelische Regierung hat den Waffenstilstand gebrochen. Al Jazeera

Aus der Rede des Reichsführer-SS, Heinrich Himmler bei der SS-Gruppenführertagung in Posen am 4. Oktober 1943: "Von Euch werden die meisten wissen, was es heisst, wenn 100 Leichen beisammen liegen, wenn 500 daliegen oder wenn 1000 daliegen. Dies durchgehalten zu haben, und dabei - abgesehen von Ausnahmen menschlicher Schwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht." Quelle. Vgl. damit den Aufsatz von  Michael Borgstede in Springers Welt vom 12. Januar 2009 unter dem Titel: "Der Preis der Gewalt: Israels Gesellschaft droht im Krieg zu verrohen", aus dem ebenfalls nur der Schluß gezogen werden kann, daß Massenmörder außerordentlich gefährdet sind.

UN-Menschenrechtsrat verurteilt die israelische Besatzung von Gaza 

Evelyn Hecht-Galinski: Ich bin eine Palästinenserin. Donaukurier

Israel: Erster Reservist wegen Verweigerung in Gaza inhaftiert. Connection

Erfolg der Kriegsgegner. Das Grand Hôtel InterContinental an der Place de l'Opéra in Paris, Doppelzimmer ab 360 Euro, hat die ursprünglich für den 15. Januar 2009 geplante Israelische Tourismus-Börse wegen der Proteste gegen den israelischen Vernichtungskrieg in Gaza abgesagt. EuroPalestine

Davidstern als Dienstmarke. Sir Gerald Kaufman, a former Labour minister, who is Jewish: Directing his fury at the Israeli prime minister, foreign minister and defence minister, he said: "Olmert, (Tzipi] Livni and (Ehud] Barak are mass murderers, war criminals and bring shame on the Jewish people whose Star of David they use as a badge in Gaza." Scotsman

Die plötzlich abgesetzte Anne-Will-Runde über Gaza. Berliner Zeitung

Freiheitskrieg. Befreit die Palästinenser von der Hamas! Demo-Parole des zionistischen Vertreterrats der jüdischen Einrichtungen Frankreichs, CRIF

Gaza: Die Kinder lachen über die Raketen. Tagesspiegel

Katholisches Krankenhaus in Gaza von israelischen Militärs zerstört. RIA Novosti

Was will die Hamas? Helga Baumgarten, Jerusalem, in der Schweizer Wochenzeitung WOZ vom 8. Januar 2009

Leserartikel auf der Internetseite der Zeit zur Gaza-Berichterstattung, unter anderm in der Zeit, von Gerhard Wendebourg

DIME - die US-Waffe im israelischen Einsatz gegen das palästinensische Volk in Gaza. Ausführlich in Le Monde

Israels Erfolge im Propagandakrieg. Anne Will wollte eigentlich, durfte dann aber am Sonntag wohl nicht. Peter Kleinert, NRhZ. Siehe auch Hasbara - Zionistische Propaganda

Alldeutsche Pressewerbung und Aufrufe des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und vieler jüdischer Gemeinden haben schließlich 3000 Menschen in ganz Deutschland am Sonntag, dem 11. Januar 2009 dazu bewegt, sich Reden wie die von Klaus Lederer und Lügen wie die von Lala Süsskind in Berlin oder Sprüche wie die von Charlotte Knobloch in München anzuhören.

Die Rede des Berliner Landesvorsitzenden Der Linken, Klaus Lederer, auf der Solidaritätskundgebung für den zionistischen Vernichtungskrieg in Gaza am 11. Januar 2009 hier. Lederers Gedanken seien bei den Opfern. Das mag wohl sein: Die Rede enthält keine. 

Israeli Basketball team chased from court. Israel's Bnei Hasharon basketball team departed from Turkey early on Wednesday after their game with Turk Telekom in Euro Cup was suspended on Tuesday due to heavy protest by audience. Friday, 09 January 2009 17:41. Bilder

Ink for Gaza - eine neue gut gestaltete Linkseite, deutsch und englisch

Laut CNN-Bericht vom gleichen Tage hatte die Gaza-Demo in Berlin am Samstag, dem 10. Januar 20 000 Teilnehmer. Die deutsche Presse hatte ein paar Tausend gezählt. Viele Fotos hier

Klaus Lederer, Landesvorsitzender Die Linke Berlin, ist als Redner auf der Kriegsjudendemonstration in Berlin am 11. Januar 2009 angekündigt. Siehe auch Partei Die Linke

BBC Channel 4 über Gaza. Video, 12 Minuten.

Deutsche Kriegsjudenversammlungen. haGalil

Montreal. Schuhwerfen gegen Bush und den kanadischen Ministerpräsidenten Harper. Video, 9 Minuten

Die Linke Hamburg: Aufruf zum Protest

Berlin. Bundesweite Demonstration gegen die israelischen Massaker an den Zivilisten in Gaza, Samstag, 10. Januar 2009, Rotes Rathaus, 14 Uhr. Busabfahrt in Hamburg, Moorweide, 9 Uhr, 10 Euro, Kinder 5 Euro. Anmelden unter info@p-v-h.de Palästinensische Vereinigung Hamburgs e.V. 

Gaza: Hamburg steht auf! Wir fordern von der israelischen Regierung: Stoppt den Krieg! Raus aus Gaza! Stoppt die Bombardierungen von Gaza! Schluss mit der Blockade von Gaza! Wir fordern die Bundesregierung auf, diesen Krieg zu verurteilen. Kundgebung am Jungfernstieg und Menschenkette um die Binnenalster am Samstag, dem 10. Januar 2009 von 14 bis 16 Uhr. Dazu rufen auf: Dazu rufen auf: 
Palästinensische Gemeinde in Hamburg u. Umgebung e.V.,AG Palästina von attac Hamburg, c/o Centro Sociale, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, Deutsch-Palästinensischer Frauenverein e.V.,Regionalgruppe Hamburg, Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V., Regionalgruppe, Flüchtlingsrat Hamburg e.V., Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.., Palästina Arbeitskreis, Palästinensische Vereinigung Hamburgs e.V., SCHURA – Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e.V. und einzelne Personen

Yonatan Schapira, Ex-Hauptmann der israelischen Luftwaffe: Wir behandeln sie wie Tiere. War Crime! BBC, Video, 3 Minuten 

Jewish Women Occupy Israeli Consulate in Toronto. YayaCanada Und: Montrealers blockaded the Israeli Consulate in Montreal. Tadamon!. Dank an Fanny-Michaela Reisin. Kommentar: Offenbar waren die Konsulate noch nicht befestigt wie die jüdischen Siedlungen auf der Westbank oder die US-amerikanischen Konsulate weltweit. Dabei sind es doch die Zionisten, die uns ständig erzählen, daß überall auf der Welt von Antisemitismus zerfressene selbsthassende Jüdinnen lauern, die Israel das Existenzrecht bestreiten. Nun aber her mit den original israelischen Sperranlagen! T:I:S

"Sozialdemokrat" gilt bei vielen Zeitgenossen zu Recht als Schimpfwort. Es gibt eine Steigerung: "zionistischer Sozialdemokrat". Broders Achselhöhle

Homepage der israelischen Verteidigungsstreitkräfte, Banner: lauter schöne Frauen für den Krieg. Heißa, und dann spritzt Feindesblut. Auch: Ha'aretz. Auf der hebräischen Seite prangen lauter hübsche Jungs. Mehr Hinweise auf den unglaublichen Dreck, den die Zionisten streuen, bei Jews sans frontières, englisch-sprachig. 

Listen to the words of Professor Arnon Sofer, the government consultant who did so much to help plan the isolation and imprisonment of Gaza, in a interview with the Jerusalem Post in 2004 ["It's the demography, stupid", Jerusalem Post weekend supplement Up Front, May 21, 2004, T:I:S]: “When 2.5 million people live in a closed-off Gaza, it’s going to be a human catastrophe,” Sofer predicted. “Those people will become even bigger animals than they are today, with the aid of an insane fundamentalist Islam. The pressure on the border is going to be awful. It’s going to be a terrible war. So, if we want to remain alive, we will have to kill and kill and kill. All day, every day.” Sofer admitted only one worry with all the killing, which will, he says, be the necessary outcome of a policy that he himself helped to invent. “The only thing that concerns me,” he says, “is how to ensure that the boys and men who are going to have to do the killing will be able to return home to their families and be normal human beings.” CounterPunch. Das erinnert stark an die Bedenken der NS-Führung, wie lange junge SS-Männer die Massenexekutionen noch durchhalten würden, ohne wahnsinnig zu werden. Dann ging man zur industriell organisierten Vergasung über. 

Jürgen Elsässer: Dollarkrach und Nahost-Krieg. Neues Deutschland

Mads Gilbert, norwegischer Arzt, berichtet aus Gaza: Die Bewohner sitzen im Käfig und werden bombardiert; sie können nicht fliehen. Von Israel aus Militärs, und keine Zivilisten mit den Bomben und Raketen zu treffen, ist unmöglich. Video, drei Minuten. 

Video von 2007 als Beweis für Schüsse 2009. Hasbara - Zionistische Propaganda

Carsten Kühntopp, ARD-Hörfunkstudio Amman: Der Grundfehler ist die pro-israelische Schlagseite. Text und Audio. Wer Carsten Kühntopp wegen seiner sachlich zutreffenden, und gerade deshalb mutigen Einschätzung bestärken will - hier die Mail: carsten.kuehntopp (ät) wdr.de  

Robert Fisk: Israel öffnet erneut das Tor zur Hölle für die Palästinenser. Independent

Avi Shlaim: Israel, ein Schurkenstaat. Guardian

Joseph Massad: The Gaza Ghetto Uprising. The Electronic Intifada, 4 January 2009

Venezuela weist Israels Botschafter aus. AP-Meldung

Der Lehrer (CNN) fragt: Wer hat angefangen, der Knirps im Karzer (Hamas) oder der Schrank vorm Gitter (die israelischen Verteidigungsstreitkräfte)? Video, drei Minuten

Hamburg. Mittwoch, 7. Januar und Freitag, 9. Januar 2008: Mahnwache von 17 Uhr bis 18 Uhr vor der Petri-Kirche, Mönckebergstraße, Ecke Rathausmarkt.  Samstag,10. Januar 2009, 14 Uhr: Protestaktion mit Menschenkette ab Jungfernstieg, U4-Pavillon am Alsteranleger

PressTV, Iran Live Stream zum Vernichtungskrieg in Gaza. Ron Paul, erfolgloser US-Präsidentschaftskandidat, kam am 6. Januar 2009 zu Wort und nannte Gaza ein Konzentrationslager. Siehe auch Konzentrationslager  

Bei Waren aus Israel beginnt der EAN-Code (Strich-Code) mit 729. Siehe Kritik an Israel

Die FAZ-Meinungsumfrage - so glaubwürdig wie die ganze Kommerzpresse

Adi Dvir, Ynetnews editor, trägt das Herz auf der Zunge: alle vier Kammern sind faschistisch.

Yosefa Loshitzky über die Nazi-ähnliche kalte Grausamkeit gewöhnlicher Israelis

Israelischer Psycho-Krieger so klug wie ein Antideutscher. Ein Electronic-Intifada-Journalist führte ein Telefongespräch mit einem israelischen Anwerbeoffizier und verhielt sich zunächst wie ein kollaborationswilliger Gaza-Bewohner. Dann aber gab er sich als entschiedener Gegner zu erkennen. Da antwortete ihm der israelische Offizier: „Look, I'm a Jew and I'm from the Israeli Defense Forces. But unlike you, my great, great, great grandfathers were all born here, going back thousands of years. We never left the country. You Palestinians have never been a nation. The Palestinians settled here recently, only a short time ago.” 

Laila El-Haddad, Journalistin, schreibt täglich über die Lage in und um Gaza, wo ihre Eltern sind. Jüngster Eintrag: der israelische Psycho-Krieg. 

Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte setzen in Gaza weißen Phosphor ein. Times. Siehe auch Falludschah - Fallujah 

PressTV, Iran meldet: Abgereichertes Uran in den Körpern von Gaza-Opfern gefunden.Ähnlich Irish Times Siehe auch Uranmunition

Rolf Verleger am 5. Januar 2009. Gaza: Der böse, böse Nachbar. Was würden Sie tun – so schrieb am 31.12. die israelische Geschichtswissenschaftlerin Prof. Fania Oz-Salzberger in der FAZ – wenn Ihr Nachbar immerzu Steine und Molotowcocktails auf Ihre Wohnung wirft? Würden Sie nicht irgendwann zum Gewehr greifen, um diesem Treiben ein Ende zu machen? Und wenn sich der Nachbar mit seinen Kindern umgibt, damit Sie ihn nicht treffen, würden Sie dann nicht irgendwann ein Gewehr mit Zielfernrohr nehmen? Just so wie dieser Nachbar verhalte sich die Hamas in Gaza, wenn sie israelische Städte mit ihren Sprengstoffraketen beschieße. Daher sei der jetzige Krieg Israels gegen Gaza ein gerechter Krieg. Ich bin Frau Oz-Salzberger für dieses Beispiel mit dem Nachbarn sehr dankbar. Denn daran kann man vieles anschaulich klarmachen...  Weiter auf hintergrund.de. Siehe auch Rolf Verleger

Ein norwegischer Arzt berichtet aus Gaza vor dem Bodenangriff. Video, Al Jazeera, drei Minuten

Aus Der Linken zwei Stellungnahmen zum israelischen Vernichtungskrieg: erstens die vom Bundestagsabgeordneten Norman Paech, der 2009 nicht mehr kandidieren wird; zweitens die der Vernichter, veröffentlicht unter dem Namen BAK Shalom der Linksjugend ['solid]. Der Rest schweigt. Er wickelt offenbar die Partei ab. Gut so. Siehe auch Partei Die Linke

Israel wehrt sich. Es ging nicht anders. 

Am Hamburger Hauptbahnhof fand am Sonntag, dem 4.Januar 2009 um 18 Uhr eine Mahnwache gegen den israelischen Vernichtungskrieg in Gaza statt. Etwa 60 Personen fanden sich ein. Die Hamburger Friedensbewegung plant weitere Aktionen für diese Woche und das Wochenende.  

Abgereichertes Uran. PressTV, Iran meldet: "Norwegian medics told Press TV correspondent Akram al-Sattari that some of the victims who have been wounded since Israel began its attacks on the Gaza Strip on December 27 have traces of depleted uranium in their bodies."

Wenn man im Netz die-linke.de eingibt, wird man zum Spenden aufgerufen: für Die Linke. Der israelische Massenmord in Gaza findet offenbar gar nicht statt - für Die Linke.  4. Januar 2009, 23:42.

Noam Chomsky über die Hamas. Video, 10 Minuten

Zbginiew Brzeziński, so schreibt sich der Mann, gilt als Obama-Berater bei manchen Journalisten. Was er meint, paßt jedoch überhaupt nicht zu dem, wofür Obama steht. Auf NBC las Brzeziński am 30. Dezember 2008 einem Kommerz-Journalisten die Leviten wegen dessen völliger Unkenntnisse über die von Israel und den USA verpaßten Friedens-Chancen im Nahen Osten. Der Journalist widersprach dem alten Fuchs und Großverbrecher Brzeziński unter Berufung auf den Mainstream der westlichen Welt. Brzeziński versuchte den Journalisten über die Verhandlung in Taba im Jahre 2001 aufzuklären, siehe zum Beispiel Alain Gresh in Le Monde diplomatique / Deutsch, doch der Sender mischte Musik unter Brzezińskis Worte, sodaß die Zuhörer abgelenkt gewesen sein dürften. Video, neun Minuten. Mehr auf Deutsch bei: Gerhard Wendebourg

Jean-Claude Meyer, Strasbourg: Die Führer dieses Staates Israel, der sich unberechtigterweise auf die Nachfahren des Nazi-Völkermords an sechs Millionen Juden beruft, diese Führer ermorden die sechs Millionen ein zweites Mal. 4.Januar 2009

Hamburg, Sonntag, 4.Januar 2009, 18 h, Hauptbahnhof, Seite zur Innenstadt: Kundgebung gegen den israelischen Vernichtungskrieg  

Michel Chossudovsky: The Invasion of Gaza: "Operation Cast Lead", Part of a Broader Israeli Military-Intelligence Agenda. Global Research, January 4, 2009

Genocidal settlers. Religious fanaticism in Israel may not be a mainstream media topic, but it is a mainstream Israeli ideology, writes Khalid Amayreh in the West Bank. December 24, 2008

Ilan Pappe: Israel's righteous fury and its victims in Gaza. The Electronic Intifada, 2 January 2009

Hagai Matar, Kriegsdienstverweigerer, berichtet über den israelischen Widerstand gegen die Gaza-Bombardierung. Interview: Sophia Deeg. Auf youtube soll der ganze Beitrag sein, er ist dort nicht zu finden.

Die Befriedung von Gaza. Ran HaCohen: Pacifying Gaza. antiwar.com, 30. Dezember 2008 / La pacification de Gaza. Protection Palestine, 31. Dezember 2008, übersetzt von Michèle Sibony / La pacificazione di Gaza. Osservatorio sulla Legalità, 1. Januar 2009

Israels Massaker in Gaza beginnt wie der Zweite Weltkrieg. Arbeiterfotografie

Düsseldorf. Massaker in Gaza - Wer stoppt Israel? Scharf links

Basel. Demo-Bericht

Paris, Place de l'Opéra, 1. Januar 2009, 18 h, Kundgebung gegen den Besuch der israelischen Außenministerin Tzipi Livni; Paris, Place de la République, 3. Januar 2009, 15 h: Juden und Araber gemeinsam für Gerechtigkeit. Bericht über die Demonstration in Paris vom 30. Dezember 2008 und aus Tel Aviv von der Union juive française pour la paix, UJFP 

Jews for Justice for Palestinians: Open Letter to Gordon Brown

Empfehlung: www.ism-germany.net 

GBU-39, die neue bunkerbrechende Waffe aus den USA, wird an den Gaza-Bewohnern ausprobiert. Jerusalem Post

Felicia Langer auf Muslim-Markt

Seumas Milne im Guardian: ...ein Verbrechen, das nicht gelingen kann

Über Hamas. The Times

Kriegsverbrecher Olmert mit dem Herrgott und Bluttassen-Angie im Bunde. "It's not merely Bush's presidency. It's a concidence that is almost 'the hand of God:' that Bush is president of the United States, that Nicolas Sarkozy is the president of France, that Angela Merkel is the chancellor of Germany, that Gordon Brown is the prime minister of England and that the special envoy to the Middle East is Tony Blair," he told the Jerusalem Post.

Ermordete Kinder. Bilder

Bild. Henryk M. Broder. Siehe auch Henryk M. Broder und Welt und Bild von Springer

Hamburg. Demonstration, Freitag, 2. Januar 2009, 14 Uhr ab Böckmannstraße / Steindamm (St. Georg)

Silvester 2008. Sehr geehrte FAZ, 'mal ehrlich: erst viel Sekt getrunken, und dann die Frage nach Palästinenser-Totschlagen-ja-oder-nein ins Netz gestellt? Hallööchen!

Silvesterscherze. Elisabeth Noelle-Neumann wollte dem Fan des judenmordlüsternen Autobauers Henry Ford und Führer aller Antikommunisten, Adolf Hitler, die US-amerikanischen Methoden der Meinungsforschung andienen. Eine Krankheit hinderte die Nazisse an der Umsetzung. Nach ihrer Rekonvaleszenz und dem Selbstmord des Führers schuf Noelle-Neumann das Institut für Demoskopie Allensbach. Seitdem wird im kapitalistischen Deutschland nach Meinung geforscht. Spitzenleistung bisher: die Frage der FAZ, ob die Gazabewohner den Tod verdienen, ja oder nein. Antwort laut FAZ-online vom 31. Dezember 2008, 13:30 h: 77% ja. Offenbar sind einige Schreibtischtäter dabei, die FAZ-Leser als das hinzustellen, was sie nicht alle sind: als palästinensermordlüsterne Vollidioten. Gutmeinende Zeitgenossen wollen an Silvester 2008 Gleichgesinnte per Mail dazu animieren, bei der Mordlüsternheits-FAZ-Umfrage ein Gegengewicht zu setzen... SteinbergRecherche hofft noch für 2008 auf bessere Silvesterscherze. 

IPPNW-Ärzte fordern sofortigen Stopp der Gewalt im Gazastreifen

Termine. Demos und Kundgebungen gegen die Zionisten unter SaarBreaker

Elias Davidsson. Sie sollten sich als deutsche Bundeskanzlerin schämen, die jüdischen Nazis gegen eine arme Bevölkerung von Flüchtlingen zu unterstützen.

München, Samstag, 03. Januar 2009: Gegen den Vernichtungskrieg, Odeonsplatz, ab 12:00 Uhr

Rolf Verleger. Solange Israel nicht sagt, ja, wir wollen lieber Frieden, wir geben das Besatzungsregime auf, so lange wird es keinen Frieden geben. Und solange Gaza blockiert wird - mein Gott, das wird hier so runtergespielt! Die Blockade Gazas ist das Gleiche wie die Blockade Sarajewos in den 90er-Jahren durch die jugoslawische Armee. Da kam auch keiner durch, da wurde auch niemand reingelassen. Das geht in Gaza seit über zwei Jahren, und die führenden Leute, die das damals gemacht haben, sind in Den Haag als Kriegsverbrecher verurteilt worden... Und ich habe so ein bisschen manchmal das Gefühl bei unseren Politikern, man sieht es ganz gern, dass die anderen und die Juden so auch nicht besser sind. Das zeigt uns doch, dass ... Das trägt zur Entlastung Deutschlands bei, wenn denn die Juden auch solche Sachen machen, und so hat man so ein gewisses Behagen, dass Israel so auf die schiefe Bahn rutscht. Verantwortungsvoll ist das nicht. Verantwortungsvoll wäre, Israel zu sagen: So muss man international miteinander umgehen und an die Spielregeln hat sich jeder zu halten. Deutschlandfunk Text und Audio mp3 oder Flash. Siehe auch Rolf Verleger

Am Alten Hafen von Marseille demonstrierten am 29. Dezember 2008 etwa 1000 bis 1500 Personen gegen den israelischen Vernichtungskrieg. Nächste Demo vom gleichen Ort am 30. Dezember 2008, 18 h. Ziel wahrscheinlich: Das israelische Generalkonsulat. 

Die gesundheitliche Lage in Gaza. Ausführlicher Bericht bei medico international

Honteuse hypocrisie. Le plus triste – dégoûtant plutôt que surprenant – n’est pas l’action d’Israël, qui s’inscrit dans une longue liste d’opérations destinées à faire en sorte que ne puisse jamais exister un état palestinien et donc à faire en sorte que disparaisse le peuple palestinien comme tel – mais bien la réaction de la communauté internationale. Armand Veilleux, Abt der belgischen Abbaye de Scourmont

Operation Gegossenes Blei, die zionistische Bezeichnung für den Krieg gegen die Gaza-Bevölkerung, hat bei Wikipedia Eingang gefunden. 

Frankfurt am Main. Weitere Mahnwache gegen das zionistische Massaker an den Gaza-Bewohnern am Mittwoch, dem 31. Dezember 2008, 13 Uhr, erneut vor der Katharinenkirche. Palästinensische Gemeinde in Hessen e.V. per Mail

Weitere Stellungnahmen zum israelischen Gemetzel in Gaza: Jewish Voice for Peace, Muslim-Markt, junge Welt, Wolfgang Gehrcke, www.weissgarnix.de, Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, International Jewish Anti-Zionist Network

Gaza-Bericht mit Details von t-online  

USA, Stand 29. Dezember 2008. Angekündigte Kundgebungen und Demonstrationen gegen die israelische Bombardierung von Gaza in Anaheim, Los Angeles, San Francisco, Washington DC, Fort Lauderdale, Atlanta, Chicago, Louisville, Boston, Northampton and Hadley, Dearborn, Minneapolis, St. Louis, Concord, Albuquerque, New York City, Columbus, Youngstown, Eugene, Portland, Providence,  Columbia, Austin, Houston, San Antonio, Burlington, Seattle. End the Israeli occupation

Kriegsbilder. Al-Akhbar, weitere Bilder durch Anklicken der Ziffern 1, 2, 3, 4 unter den Bildern.

Hamburg. Kundgebung auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz am Montag, dem 29. Dezember 2008 von 16 bis 18 Uhr gegen den israelischen Massenmord im Gazastreifen, mit Plakaten und Vorschlägen für weitere Aktionen. 

Moshe Zuckermann, Tel Aviv, auf die Frage von Neues Deutschland: „Hierzulande sind laute Bravo-Rufe und andere Kriegseuphorie aus dem ‚Israel-solidarischen’ Lager zu vernehmen. Was empfinden Sie als Israeli angesichts dieses deutschen Freudentanzes?“ Zuckermann: “Den Ekel, den ich schon immer empfunden habe, wenn sich der furor teutonicus aus der Ferne am Opferleid von anderen ergötzt hat. Mit Israel-Solidarität hat das gar nichts zu tun. Unter gewandelten historischen Umständen werden sich diese Tanzfreudigen am Untergang von Juden genauso delektieren. Sie verkörpern all das, was man sich klischierterweise als Deutsche vorstellt – sie sind eben die deutschesten aller Deutschen.“

Ein Bravo-Rufer. Alan Posener, Autor bei Springers Welt am Sonntag, schreibt am 27. Dezember 2008 auf Broders Achse des Guten: "Bravo Israel! Nicht, dass ich von mir ablenken will. Aber vielleicht können wir unsere Differenzen einstweilen zurückstellen. Israel hat mit einem gezielten Schlag gegen die Hamas der Welt einen großen Gefallen getan, was die Welt vermutlich mit einem lautem Aufschrei gespielten Entsetzens (in Ägypten, Saudi Arabien. dem Irak und anderswo in der arabischen Welt soowie in den Geheimdienstzentralen des Westens aber mit klammheimlicher Freude) begrüßen wird. Jetzt braucht Israel unsere Solidarität. Wenn alles vorbei ist, können wir uns weiter fetzen."

Die pax christi - Nahostkommission widerspricht Außenminister Steinmeier, der für israelische Militärschläge gegen die Menschen in Gaza Verständnis zeigt. Die Äußerungen Steinmeiers bestärken nicht nur Israel in seiner perspektivlosen Palästina-Politik, sie zeigen auch die Hilflosigkeit der deutschen Nahost-Politik.

Der Kasseler Friedensratschlag erklärt per Mail: Schuld an all dem Elend ist aus israelischer Sicht die diabolisierte Hamas, die in Gaza die Herrschaft ausübt. Vergessen wird, dass im Juni zwischen ihr und Israel eine Waffenruhe vereinbart wurde, die im Großen und Ganzen auch eingehalten wurde, bis Anfang November Israel mit "vereinzelten Schlägen" mehrere Hamas-Milizionäre "gezielt tötete". Unterschlagen wird, dass Israel einen Monat lang weder Nahrung noch Treibstoff noch Hilfslieferungen in das Gebiet ließ. Von Hamas lag ein Angebot vor, den Waffenstillstand fortzusetzen. Noch am 22. Dezember behauptete zwar das israelische Außenministerium: "Israel ist an einer Fortsetzung der Waffenruhe interessiert und nicht an einer Militäroperation", es weigerte sich aber, auf das Hamas-Angebot unter den gegebenen Bedingungen einzugehen.

Berlin. Demonstration gegen die israelische Bombardierung des Gazastreifens am Montag, dem 29. Dezember 2008, 15 Uhr, vom Adenauerplatz, U-Bahn U7, bis U-Bahnhof Wittenbergplatz, siehe ISM Germany 

Hilfsorganisationen warnen vor humanitärer Katastrophe nach Angriff auf den Gazastreifen. Medico 

Listig? "Hamas evacuated all its headquarter personnel after the [Israeli, T:I:S] cabinet meeting on Wednesday," one defense official said, "but the [Hamas, T:I:S] organization sent its people back in when they heard that everything was put on hold until Sunday." Ha'aretz, aktualisiert. Kommentar: Solche Kriegslisten funktionieren nicht mehrmals hintereinander. Dafür sinkt die diplomatische Glaubwürdigkeit der einmal Listigen auf null, in jeder Hinsicht. T:I:S

Hamburger Abendblatt und taz vom 27. Dezember 2008 haben die Kriegsdrohungen Israels gegen Gaza brav nachgeplappert. Kein Wort darüber, daß keine der zu Beginn des Waffenstillstands vereinbarten Bestimmungen von Israel umsetzt wurde und daß die humanitäre Situation wegen der Schließung der Übergänge katastrophal ist
Siehe dazu die ausführlichen Berichte einer UN-Organisation, die deutsche Übersetzung, .pdf-Datei, des Berichts von John Dugard, UN-Sonderberichterstatter über die Menschenrechtsituation in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, und den Bericht von medico international.

SZ-Korrespondent Thorsten Schmitz liegt fast richtig: "Der Glaube, man könne Gewalt mit Gegengewalt effektiv eindämmen, ist kurzsichtige Politik, die in Israel schon seit Jahrzehnten betrieben wird." Richtig richtig läge er mit dem Satz: "Der Glaube, Israel wolle Gewalt mit Gegengewalt eindämmen, wird von Journalisten verbreitet, die es schon seit Jahrzehnten besser wissen."

Moshe Zuckermann, Tel Aviv, auf die Frage von Neues Deutschland: „Hierzulande sind laute Bravo-Rufe und andere Kriegseuphorie aus dem ‚Israel-solidarischen’ Lager zu vernehmen. Was empfinden Sie als Israeli angesichts dieses deutschen Freudentanzes?“ Zuckermann: “Den Ekel, den ich schon immer empfunden habe, wenn sich der furor teutonicus aus der Ferne am Opferleid von anderen ergötzt hat. Mit Israel-Solidarität hat das gar nichts zu tun. Unter gewandelten historischen Umständen werden sich diese Tanzfreudigen am Untergang von Juden genauso delektieren. Sie verkörpern all das, was man sich klischierterweise als Deutsche vorstellt – sie sind eben die deutschesten aller Deutschen.“

Ein Bravo-Rufer: Alan Posener, Freund von Henryk M. Broder, Autor bei Springers Welt am Sonntag  

Welchem Kommerzjournalisten gelingt der widerlichste Kommentar zum israelischen Gemetzel? Preisverdächtig: Malte Lehming, Tagesspiegel.

Die Gaza-Bewohner abgelenkt, in Sicherheit gewiegt – und dann zugeschlagen. Prior to the operation, Israel sought to catch Hamas off guard by luring it into a false sense of security through certain measures, including the opening of Gaza border crossings on Friday. Ha'aretz. Mehr zu israelischen Kriegslisten und chirurgischen Schlägen bei Philip Weiss 

International Witnesses speak out from Gaza

An der Katharinenkirche in Frankfurt am Main fand am 27. Dezember 2008 eine Mahnwache wegen der israelischen Bombardements statt – wie immer ignoriert von den Medien.

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