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Heinz-W. Hammer

Terrorbekämpfung – Aktuelle Hinweise

Essen, d. 19.11.10

An den
Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Bundesministerium des Innern
Alt-Moabit 101D

10559 Berlin

 

Guten Tag, Herr Innenminister de Maizière,

seit einigen Tagen wird in den Medien berichtet, dass Sie mich brauchen, um den internationalen Terrorismus zu bekämpfen: 

Ich möchte die Bevölkerung bitten, in ihrem Umfeld wachsam zu sein und alles, was ihnen verdächtig erscheint, der Polizei zu melden. (NRZ, 09.11.11).

Natürlich will ich Ihrem Appell zur allgemeinen Denunziation sofort Folge leisten. Aber Sie werden sicherlich verstehen, dass ich meine sehr wichtigen und höchst sicherheitsrelevanten Beobachtungen direkt Ihnen mitteile, denn – wer weiß, wie stark der internationale Terrorismus bereits die deutschen Polizeistellen zersetzt hat.

Die Meldungen, dass die gesamte deutsche Polizei nach den Castor-Protesten nunmehr für Tage, wenn nicht Wochen, quasi völlig außer Gefecht gesetzt ist, weil die Beamten ohne den nötigen Verpflegungsnachschub die Demonstranten verhauen und in Freilandkäfige stopfen mussten, spricht ja wohl für sich.

Nun also zu meinen wichtigen Beobachtungen zum Thema »allgemeines Terrorverhindern«: 

Es gibt da eine Organisation, die sich euphemistisch »Bundesverteidigungsministerium« nennt und einerseits zahlreiche Kontakte zu den Medien hat sowie dadurch anderseits ihren wahren Charakter grandios zu verschleiern versteht. Denn in der Praxis verstößt diese Organisation tagtäglich gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und dessen Verbot, Angriffskriege zu führen und somit Terror gegen die Zivilbevölkerung anderer Länder auszuüben. 

Auch der »Führer« dieser Organisation kann namentlich benannt werden. Es handelt sich um einen adligen (seit Jahrhunderten wissen wir ja, zu welchen Aktionen diese Typen in der Lage sind) und durchgeknallten Dandy namens Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester von und zu Guttenberg. Na, wer schon so heißt, der muss ja Dreck am Stecken haben! Das Perfide ist, dass dieser Chef-Militarist mittels der o.g. ungezählten Beziehungen zu den Medien von diesen geradezu als »Heilsbringer« aufgebauscht wird; manche schwärmen bereits von einem »neuen Führer«, ääh Kanzler oder so.

Dass dieser suspekte Südländer (das wird man ja wohl noch sagen dürfen) die bereits Anfang der 90er Jahre beschlossenen BW-Richtlinien, nach denen bei Verknappung der Rohstoffe und den unverschämten Ambitionen der Länder des Trikont nach allgemeiner Teilhabe an den Ressourcen unseres Planeten (als ob jene diesen Habenichtsen genau so gehören würden wie uns von der Vorhersehung Auserwählten) gegen diese natürlich Krieg zu führen sei, nun zum gesellschaftlich akzeptierten Konsens zu führen gewillt ist, mögen ihm manche (sicherlich auch Sie, Herr de Maizière) hoch anrechnen. 

Da dies aber immer noch gegen das Grundgesetz (dem Verfassungsersatz der Bundesrepublik Deutschland) verstößt, fordere ich Sie auf, alle Ihnen unterstellten Geheimdienste sofort darauf anzusetzen, diese ganz offensichtlich dem Terrorismus zugeneigten Person unter Voll-Observation zu stellen. Zumal – dies sei Ihnen ganz im Sinne der geforderten Denunziation und im Vertrauen mitgeteilt – dieser Mann die politische Verantwortung trägt für die Ermordung von 142 Menschen am 4. September 2009 in Kunduz. Der unmittelbar verantwortliche Obrist wurde von ihm mit einer Beförderung belohnt. Von den USA (Vietnam: My Lai) lernen, heißt siegen lernen? Na, aber doch bitte nicht so offensichtlich! Selbstverständlich, und das dürfte auch Ihnen in Ihrer Funktion nicht verborgen geblieben sein, wird mit der Anwendung von Terror in anderen Ländern derselbige auch in das Ursprungsland eingeladen (Kausalitätsprinzip). 

Und hier, Herr Innenminister, noch eine letzte Information, die aber wirklich fast alles bisher Gesagte in den Schattens stellt:

Wie mir ein Nachbar kürzlich spät abends in der Eckkneipe »Zum wachen Auge« mitteilte, ist alles noch viel schlimmer: Der Südländer handelt nicht in eigenem Auftrag, sondern ist selbst Untergebener! Sein Boss soll eine Frau (!) sein, eine gewisse Angela Merkel aus Ostdeutschland (!). Eine angebliche Langzeitagentin der FDJ und mit einem ungeheuren Machtapparat ausgestattet. Diese allerdings soll ebenfalls nur eine Befehlsempfängerin sein von angeblichen Konzernbossen (»Lobby-Marionette aus der Uckermark« [Urban Priol am 16.11.10]). Mehr konnte ich dazu bisher nicht herausfinden. Zu diesem Zeitpunkt musste sich mein Informant übergeben, was wirklich nicht sehr schön war. Es kam da so viel Müll raus, wie es kaum ein Bundeskabinett hinkriegen würde. 

Ich sage Ihnen, Herr de Maizière: 

Wir haben einen Abgrund von Landesverrat im Lande. (Konrad Adenauer  vor dem Deutschen Bundestag, 7. November 1962) 

Ich bleibe aber dran und werde auch weiterhin mit großem Engagement Ihrem Aufruf zur allgemeinen Denunziation Folge leisten. 

Zwar heißt es in einer alten Losung der Arbeiterbewegung »Der größte Lump im Land – das ist und bleibt der Denunziant«. Aber was scheren uns schon diese Proleten mit ihrer Moral – denn schließlich besteht damit die Möglichkeit, endlich einmal der Macht nahe zu sein, wie uns schon lehrbuchhaft Heinrich Manns strammdeutsche Romanfigur Diederich Heßling in »Der Untertan« lehrte. 

Und wollen wir das nicht alle, Herr Bundesinnenminister? 

Mit denunziatorischem Gruße 

Heinz-W. Hammer, Essen 

P.S.: Ihre jüngste Maßnahme, die allgemeine Terrorwarnung für die Bundesrepublik Deutschland vom 16.11.2010, ist ein wirklich kluger Schachzug. Wenn schon die Bevölkerung des Landes sich trotz aller Propaganda des adligen Militaristen partout nicht für deutsche Kriegsführung und Hurrapatriotismus aufstacheln lassen will, dann muss man es eben mit der Verbreitung von  Angst und Schrecken versuchen. Hat ja in den USA, UK usw. auch schon sehr gut geklappt. Und wenn alles nix hilft, können ja die eigenen Behörden wieder ein bisschen nachhelfen (siehe »Celler Loch« usw.).

Das kann man dann, was hierzulande auch schon eine gewisse Tradition hat, auch prima zum Abbau von völlig überflüssigen Bürger- und Menschenrechten ausnutzen. Vom Recht auf informationelle Selbstbestimmung bis zum absoluten Folterverbot gibt’s da ein weites Feld zu beackern. Und wie man hört, haben Sie (Konferenz der Landesinnenminister) ja schon begonnen, das Verbot der Vorratsdatenspeicherung durch das Bundesverfassungsgericht aufs Korn zu nehmen.

Also – weiter so! Wäre doch gelacht, wenn wir gemeinsam (Sie als Geheimdienstboss und ich als zuverlässiger Denunziant) es nicht schaffen würden, die tumbe Bevölkerung auf den richtigen Topf zu setzen.

Die Plazierung von Bombenattrappen auf internationalen Flughäfen war übrigens schon mal nicht schlecht. Auch das präzise Timing ist zu loben. Aber da geht zweifellos noch viel mehr (siehe oben).

Die von Ihnen in Marsch gesetzten, martialisch gerüsteten Polizeitrupps, die derzeit mit Maschinengewehren im Anschlag die öffentlichen Straßen und Plätze heimsuchen, geben schon mal die schöne Vision eines möglichen Polizeistaates. Das Volk kann sich ja schon mal dran gewöhnen… 

P.P.S.: Es ist sicherlich auch in Ihrem Sinne, wenn ich den vorliegenden Brief an Sie zugleich auch an weitere, an der Schaffung einer allgemeinen Hysterie und flächendeckenden Denunziation Interessierte sende. Und vielleicht sind ja einige Zeitungen geneigt,  meine Hinweise und Anregungen zu veröffentlichen, um Sie, Herr Minister, damit in Ihrem nimmer enden wollenden Kampf gegen das überall dräuende Böse tatkräftig zu unterstützen. Auf die Kumpels vom Stammtisch im »Zum wachen Auge« können Sie auf jeden Fall schon mal zählen.

T:I:S, 19. November 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/angstmacher.htm#Hammer 

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Thomas Immanuel Steinberg

Die Herrschaften fürchten das Volk. Darum machen sie ihm Angst.


An der Jacobikirche, Hamburger Altstadt, 7. Juni 2006                    Foto: tofoto

 
Kamera auf dem Autodach bei einer Mini-Demo am Hamburger Dammtor, 1. Juni 2006          Foto: tofoto

 
Sperrung der Bugenhagenstraße in der Hamburger Altstadt, solange die US-Fußballmannschaft dort wohnt / tofoto 

T:I:S, 7. Juni 2006   

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Die Presse , Wien, fragt: Wo ist nur die Vogelgrippe geblieben? Sie weiß es nicht. SteinbergRecherche auch nicht. T:I:S, 10. Juni 2006

Zur Vogelgrippe siehe auch F. William Engdahl: Tyson Foods, Hühnergefängnisse und Vogelgrippe. Artikel 7: Zeit-Fragen Nr.48 vom 5.12.2005 und weitere Artikel in vorherigen Ausgaben. T:I:S; 24. Februar 2006

Thomas Immanuel Steinberg

Vogelgrippe – alles Schmu?

Der Molekularbiologe Stefan Lanka behauptet: Ein Vogelgrippe-Virus konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Bisher habe kein einziges krank machendes Virus nachgewiesen werden können, ob Grippe-, Aids- oder Pocken-Virus. Aber die geplante Tamiflu-Impfung werde Tausende dahinraffen: nämlich Alte und Schwache. 

Lanka hat bereits im Oktober 2005 dem Lausitzer Internet-Portal Faktuell ein Interview gegeben. Das Portal könnte eine kosmetische Auffrischung vertragen, wirkt aber – abgesehen von einigen Kommerzanzeigen – auf den ersten Blick seriös. Gut lesbar ist die Druckversion. Lanka scheint ein kundiger Fachmann zu sein. Hat er Recht, dann ist die Vogelgrippe der größte Schwindel seit dem 11. September 2001. Und die ganze Virenforschung samt Impferei gegen Viren ein noch viel größerer.

Tarik Ahmia hat mit Lanka für die taz ein kurzes Interview geführt. Eine übersichtliche Linksammlung findet sich hier. Die schulmedizinische Gegenposition wird - nicht sehr überzeugend - hier repetiert: Auf die Existenz krankheitserregender Viren wird offenbar immer nur indirekt geschlossen.  

Der erkenntnistheoretische Knüller an der Sache: Die Nicht-Existenz einer Entität, ob krankheitserregender Virus, Massenvernichtungswaffe, UFO oder Herrgott, kann aus Gründen der Logik heraus nicht bewiesen werden. Die Nicht-Beweisbarkeit der Nicht-Existenz ist daher kein gültiges Argument für die Existenz einer Entität. 

Andererseits wird durchaus gültig häufig von Indikatoren auf die Existenz einer Entität geschlossen, zum Beispiel in der Astronomie: Die Existenz eines (noch) nicht sichtbaren Sterns wird häufig (zuerst) durch die Flugbahn nachgewiesen, auf der sich nachgewiesene Sterne, abweichend von der erwarteten Bahn, bewegen.

Eine andere Interpretation der Vogelgrippen-Hysterie hat Mathias Bröckers ins Spiel gebracht.

T:I:S, 23. Februar 2006 

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