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Andreas
v. Bülow gibt zwei gute Interviews auf Schul-Englisch.
GoogleVideo,
T:I:S, 14. November 2006
*
Mit
Datum vom 17. Januar 2004 schrieb mir Herr G. zu meinem Beitrag über Sandra
Maischbergers Antisemitismusvorwurf gegen Andreas v. Bülow:
„Nein, ein bis drei Tote entsprechen ohne
sarkastisch klingen zu wollen absolut dem zu erwartenden Wert.
Er kann also in keiner Weise fuer eine Verschwoerungs- oder Warn-Theorie
herhalten - zumindest, bei Ihrer Defnition der "Israelis". Und die
stammt schliesslich nicht von den berichtenden Fernsehsendern - sondern von
Ihnen bzw. von Bülow.“
Hier
meine Antwort:
Sehr geehrter Herr G.,
was Herr v. Bülow über Wahrscheinlichkeiten
geschrieben hat, ist nicht nachvollziehbar. Wohl aber nachvollziehbar sind
seine übrigen Gründe dafür, auch der israelischen Spur nachzugehen. Ich habe Andreas
v. Bülows Überlegungen vollständig zitiert, nicht, weil ich sie alle für einleuchtend
hielte, sondern weil ihm eine antisemitische Behauptung untergeschoben worden
ist: nur ein Jude sei in den Trümmern gestorben.
Ich habe nicht seine Position vertreten,
sondern die Fälschung herausgearbeitet, die in den Fernsehmassensendungen
verbreitet wurde. Andreas v. Bülow setzt sich mit der möglichen Beteiligung der
israelischen Regierung am Massenmord auseinander, ebenso wie mit der zahlreicher
weiterer Regierungen. Er hat nicht antisemitisch argumentiert, sondern unter
vielen anderen auch die Mossad-Spur verfolgt.
Maischberger und andere haben
herausgegriffen, was v. Bülow über die Israelis vermutet, und es in eine
antisemitische Position umgefälscht. Darum ging es mir, nicht um die dürftigen
Stochastik-Kenntnisse von Andreas v. Bülow.
Maischbergers Vorgehen ist
erkenntnisfeindlich und fördert den Haß auf Israel und die Juden in der Welt.
Ihn gilt es zu überwinden, durch Prüfung aller Verdachtsmomente und
-richtungen. Den Mossad oder die israelische Regierung von Untersuchungen
auszunehmen, besteht kein Anlaß. Mit gleicher Sorgfalt wie die CIA, der BND und
der pakistanische Geheimdienst ist auch der Mossad zu überprüfen, wenn er
sich am Tatort zeigt. Der Mossad zeigte sich geradezu in Überfülle an den
Vorbereitungsorten. Sollte er ablenken von den wahren Tätern? War er beteiligt?
Wußte er, daß er ablenken sollte? Maischberger und ihre Gesinnungsgenossen
jedenfalls haben Nebelkerzen geworfen, zu Lasten eines Mannes, der sich um Aufklärung
bemüht.
Mit freundlichen Grüßen, tis
T:I:S, 17. Januar 2004
*
Im
Folgenden will ich nicht klären, wer die Anschläge vom 11. September 2001 verübt
hat. Ich will nicht klären, wer Vorwissen hatte. Ich will auch nicht klären,
ob Andreas v. Bülows Schlüsse stichhaltig sind.
Was diese
Fragen betrifft, verweise ich auf eine kritische Rezension der Thesen des Buches
von Andreas v. Bülow. Sie steht unter http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/konf/15692/1.html
. Ich dagegen
will prüfen, ob
stimmt, was das Fernsehen über den
Autor behauptet
hat.
T:I:S,
11. Oktober 2003
*
Thomas Immanuel Steinberg
Tatsachen über Andreas v. Bülow
Andreas v. Bülow, einst Forschungsminister unter Helmut Schmidt, soll sich
antisemitisch geäußert haben. Daher seien seine Aussagen über die Central
Intelligence Agency der USA und über den israelischen Geheimdienst Mossad
unglaubwürdig. Er habe offenbar nach altem Vorbild den Antisemitismus mit
Verschwörungsphantasien verwoben. Seinen Behauptungen über die
Ereignisse des 11. September sei daher nicht zu glauben.
Das hat am 9. September
2003 Sandra Maischberger in ihrer Sendung behauptet. Am gleichen Tag haben drei
ZDF-Journalisten von Frontal 21 ebenfalls den Antisemitismusvorwurf gegen v. Bülow
erhoben.
Der Vorwurf wiegt schwer.
Von zwei selbständigen Fernsehsendern ausgesprochen, wirkt er doppelt glaubwürdig.
Aus beiden Sendungen will ich wörtlich zitieren. Anschließend hören Sie, was
Andreas v. Bülow geschrieben hat. Sie werden sich ein Bild davon machen können,
ob der Vorwurf zutrifft. Sie werden auch ein Bild davon bekommen, ob Sie sich
auf Sandra Maischberger oder die ZDF-Journalisten Doyé, Esser und Hano
verlassen können.
Maischberger sagte zu v. Bülow:
“Sie schreiben in Ihrem Buch, es gab nur einen einzigen israelischen Toten.
Das ist nachweislich falsch. Es gibt eine jüdische Organisation in New York
City, die haben alleine 400 tote Juden ermittelt. Und es gibt 400 Menschen, die
jemanden verloren haben. Und Sie schreiben in dem Buch, das kann gar nicht sein,
und damit sagen Sie jemandem, der seinen Vater verloren hat, Du hast Deinen
Vater nicht verloren.“
Von Bülow antwortete
darauf: “Ja, das ist eine Masche, die Journalisten aufgebracht haben, um mich
in die antisemitische Ecke hineinzubringen. Ich rede von Israelis.“
Israelis sind Staatsangehörige
des Staates Israel. Das sind meistens Menschen, die sich zum Judentum bekennen,
also Jüdinnen und Juden. Diese sprechen meist hebräisch. Eine Minderheit der
Israelis sind Nicht-Juden. Sie sind Christinnen, Moslems oder Ungläubige. Sie
sprechen meist arabisch.
Die Jüdinnen und Juden auf
der Welt aber sind nicht alle Israelis. In New York bekennen sich schätzungsweise
ein Viertel der Bewohner, über zwei Millionen, zum Judentum als
Glaubensrichtung oder als ethnische Gruppe. Sie sind meist US-amerikanische
Staatsbürger - und keine Israelis.
In New York leben neben den
US-Amerikanern auch viele Ausländer. Darunter etwa 4000 Israelis, die sich
vermutlich überwiegend zum Judentum bekennen. Einige von ihnen haben sowohl die
israelische, als auch die US-amerikanische Staatsangehörigkeit.
Frau Maischberger hat also
dem ehemaligen Bundesminister einen Widerspruch vorgehalten, der keiner ist.
Unter den 3000 Toten im World Trade Center können viele Juden gewesen sein, und
sind auch viele Juden gewesen, aber bestimmt nur wenige Israelis. Denn in New
York gibt es nur 4000 Israelis. Frau Maischberger unterscheidet nicht zwischen
Israelis und Juden. Aus Unkenntnis? Das wäre schlimm für eine politische
Moderatorin. Aus Absicht? Das wäre schlimmer.
Am selben Tag wurde der
Beitrag “Konjunktur für Verschwörer” in der
ZDF-Sendung “Frontal 21” mit Empörung in der Stimme so anmoderiert:
„v.
Bülow vermutet sogar den Mossad, den israelischen Geheimdienst, hinter den
Anschlägen. Denn, so v. Bülow, nur ein Jude sei in den Trümmern gestorben.
Das ist eine antisemitische Lüge. Natürlich sind das Verschwörungstheorien...“
Gunther Latsch, ein
Journalist vom SPIEGEL, kam in der Sendung zu Wort.
Latsch: “Also ich glaube,
mit exakt dieser Passage - über die Frage ´Wieviel Juden waren im World Trade
Center, oder wurden alle gewarnt und kamen an diesem Tag nicht zur Arbeit?´ hat
sich Herr Bülow, also, aus jeder ernsthaften Diskussion nicht nur
verabschiedet, sondern sich auch für jede weitere ernsthafte Diskussion
disqualifiziert. Das ist die Light-Version der ewigen jüdischen Weltverschwörung,
die mit den Protokollen der Weisen von Zion beginnt, ´ner nachgewiesenen Fälschung.
Da gibt es überhaupt keine Grundlage für. Es hat -- jede Menge jüdischer
Opfer gegeben. Die exakte Zahl ist deshalb nicht feststellbar, weil die
Konfessionszugehörigkeit in den USA
amtlich nicht erhoben wird und auch keine Rolle spielt, das ist ‚ne andere
Tradition.“
Was hat v. Bülow wirklich
geschrieben?
In seinem Buch über die
CIA und den 11. September, zur Zeit im Bestsellerregal jeder Buchhandlung, steht
auf Seite 216 über - so wörtlich - „die
israelischen Opfer“:
„Es bleibt festzuhalten,
daß in den Türmen des World Trade Centers rund 45 000 Menschen Beschäftigung
fanden. Knapp 3000 wurden Opfer der Anschläge, darunter zahlreiche
Feuerwehrleute, die anderen konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen oder
erschienen nicht, noch nicht oder nicht mehr zur Arbeit. Unter den 3000 wurden
aufgrund der Suchanfrage zunächst 300, dann 30 Israelis vermutet. Am Ende
stellte sich heraus, daß ein Israeli unter die Opfer zu rechnen ist, der als
Besucher einen der Türme betreten hatte, statistisch gesehen auffallend
wenig.“
v. Bülow spricht also von
Israelis, nur von Israelis, nicht von Juden. Frontal 21 hat ihm eine Aussage
zugeschrieben, die er nicht gemacht hat und ihn auf falscher Grundlage der
antisemitischen Lüge geziehen.
Allerdings äußert v. Bülow
den Verdacht, staatliche israelische Stellen könnten ihre Staatsangehörigen
vor dem Anschlag gewarnt haben. Diesen Verdacht stützt er jedoch nicht allein
auf die geringe Zahl israelischer Staatsangehöriger unter den Toten. Ein Indiz,
das zum Verdacht beitrage, zitiert er. Es ist eine Meldung, die am 29. September
2001, zwei Wochen nach den Anschlägen, in der regierungsnahen Washington Post
stand. Die Meldung besagt, die Firma Odigo Incorporated, mit ihrer
Forschungsabteilung und der Verkaufsleitung in Israel, habe zwei Stunden vor den
Anschlägen eine Warnung erhalten. Das habe der stellvertetende Verkaufleiter
aus der israelischen Stadt Herzliya, Alex Diamandis, bestätigt - meldete unter
anderm die israelische Zeitung Ha'aretz. Das New Yorker Büro der Firma liegt in
der Nähe der nun zerstörten Türme. Die Firma vertreibt elektronische
Schnellstinformationsverfahren.
v. Bülow nennt weitere
Indizien, die seines Erachtens einen Zusammenhang zwischen staatlichen
israelischen Dienststellen und den Anschlägen nahe legen. Darunter ist die
Festnahme von Bediensteten des israelischen Geheimdienstes Mossad in den USA in
zeitlicher und örtlicher Nähe der Umtriebe der islamischen Tatverdächtigen.
Die Bildzeitung unter den US-Fernsehsendern, Fox News, hatte zuerst darüber
berichtet, anschließend Le Monde. Später hat die jüdische New Yorker
Wochenzeitung Forward bestätigt: Mitarbeiter des staatlichen israelischen
Geheimdienstes sind in den USA im fraglichen Zeitraum verhaftet worden.
Auf dieser Grundlage sagt
v. Bülow, es gäbe Indizien für eine Verwicklung von Organen des Staates
Israel, vermutlich seines Geheimdienstes Mossad, in die Anschläge.
Ist das antisemitisch?
Sandra Maischberger und
Frontal 21 haben behauptet, v. Bülow verbreite antisemitische Lügen. Kann man
sich auf Maischberger oder die Journalisten Doyé, Esser und Hano vom ZDF
verlassen?
Das ZDF hat das
Sendemanuskript ins Internet gestellt.
Der Beitrag des Spiegel-Journalisten Gunther Latsch zur ZDF-Sendung vergiftet
weiter die Landschaft. Der Vorwurf, v. Bülows Recherchen seien antisemitisch,
kommt allzu schnell daher. Er trägt dazu bei, eine offene Debatte um das
Geschehen am 11. September 2001 zu verhindern.
Dieser
Kommentar wurde im Freien Sender Kombinat Hamburg bei SteinbergRecherche.com vom
11. Oktober 2003 um 19.30h gesendet.
[1]
Der Beitrag baut zum Teil auf den sorgfältigen Recherchen von Ralph Kutza
auf, siehe www.ralph-kutza.de
Die Verantwortung für den gesamten Inhalt liegt jedoch bei mir.
Bülow, Andreas v.: Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror
und die Rolle der Geheimdienste. Piper 2003,
S. 216
[3]
Später hat sich herausgestellt, daß tatsächlich zwei Israelis im Gebäude
getötet wurden, weitere saßen in den Flugzeugen.
Source/Publisher: NEWSBYTES http://www.newsbytes.com/news/01/170583.html
Friday, 27 September 2001 - 11:48 AM CST By BRIAN McWILLIAMS - Newsbytes:
Officials at instant-messaging firm Odigo confirmed today that two employees
received text messages warning of an attack on the World Trade Center two
hours before terrorists crashed planes into the New York landmarks.
Citing a pending investigation by law enforcement, the company declined
to reveal the exact contents of the message or to identify the sender.
But Alex Diamandis, vice president of sales and marketing,confirmed that
workers in Odigo's research and development and international sales office
in Israel received a warning from another Odigo user approximately two hours
prior to the first attack.
Diamandis said the sender of the instant message was not personally known to
the Odigo employees. Even though the company usually protects the privacy of
users, the employees recorded the Internet protocol address of the message's
sender to facilitate his or her identification.
Soon after the terrorist attacks on New York, the Odigo employees notified
their management, who contacted Israeli security services. In turn, the FBI
was informed of the instant message warning. FBI officials were not
immediately available for comment today.
The Odigo service includes a feature called People Finder that allows users
to seek out and contact others based on certain interests or demographics.
Diamandis said it was possible that the attack warning was broadcast to
other Odigo members, but the company has not received reports of other
recipients of the message.
In addition to operating its own messaging service network, Odigo has
licensed its technology to over 100 service providers, portals, wireless
carriers, and corporations, according to the company. Odigo is online at http://www.odigo.com
. Reported by Newsbytes, http://www.newsbytes.com
. 11:48 CST Reposted: 11:53 CST (20010927/WIRES ONLINE, PC,
BUSINESS/WTCPOST/PHOTO)[© 2001 The Washington Post Company]
Die israelische Zeitung Ha’aretz enthielt ebenfalls eine ausführliche
Meldung über die Vorwarnung http://www.haaretzdaily.com/hasen/pages/
ShArt.jhtml?itemNo=77744&contrassID=/has%20%5C
*
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dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/asbuelow.htm
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