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Zur Website von Norman G. Finkelstein. Zur deutschen Reaktion auf Finkelsteins "Holocaust-Industrie" (dortige Links meist tot, aber viele Texte). Videos mit Finkelstein unter YouTube, "Finkelstein" in die Suchleiste eingeben. Beitrag zur Ausladung von Finkelstein in Wien 2009 unter Kriegsjuden. Debatte um Finkelsteins Ausladung aus Deutschland im Februar 2010 unter Rosa-Luxemburg-Stiftung. Vortrag von Norman G. Finkelstein in Kanada Part 1; Part 2; Part 3; Part 4. American Radical. Video-Portrait von Norman Finkelstein, Teil 1, 43 Minuten, Aljazeera From Indignation to Action. Norman Finkelstein: How to solve the Israel-Palestine conflict. Nottingham University, 2011. Video, 85 und 26 Minuten. Beide Teile auch hier. Mahatma Gandhi zitierend: Politics is not about trying to change public opinion. Politics is about getting people to act on what they already know is wrong. Erster Teil 00:38:00 ff Latuff-Karikatur zu Finkelsteins Holocaust Industry unter Kritik an Israel
Norman FinkelsteinÜber die Pro-Israel-Lobby und das nationale Interesse der USAVideo, James A. Little Theater in Santa Fe, New Mexico on December 6, 2011, Minute 32:32 bis Minute 46:00. Überzeugend, aber nur, wenn man die Funktion der Pro-Israel-Lobby als Rüstungslobby vernachlässigt. T:I:S, 23. Dezember 2011. Siehe auch Nationales Interesse URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/asfinkelstein.htm#Lobby *Thomas Immanuel SteinbergEin fesselnder RednerPalästinensische Ärzte und Apotheker ermöglichten einen lehrreichen Abend mit Norman FinkelsteinÜber 250 Zuhörer zog Norman Finkelstein am 27. November 2010 im Berliner Maritim-Hotel an der Stauffenbergstraße in seinen Bann. Der New Yorker Politikwissenschaftler Finkelstein, wohl einer besten Kenner der vielen Fasern des Nahostkonflikts, trug mit großem Ernst vor, was die israelische Aktion in Gaza 2008 / 2009 war: kein Krieg, sondern ein Massaker. Er berief sich auf die Opferzahlen: über 1400 getötete Gaza-Bewohner, 13 getötete jüdische Israelis – von denen fünf nicht durch die Hamas, sondern durch "friendly fire" umkamen; und auf die Aussagen israelischen Soldaten: Einer war sich in Gaza vorgekommen wie ein Junge, der mit einem Vergrößerungsglas Ameisen verbrennt. Zum Lachen freilich brachte Finkelstein die Zuhörer mit der Antwort auf die Frage, warum der Statthalter des israelischen Staates in der Westbank, Mahmud Abbas, immer ohne seinen Doktortitel zitiert wird. Die Antwort: Abbas erhielt den Titel für die Darlegung, nicht sechs, sondern "möglicherweise weniger als eine Million" Juden seien von den Nazis und ihren Helfern ermordet worden. Finkelstein: Für den israelischen und den US-amerikanischen Staat gebe es offenbar böse Holocaust-Leugner – als Holocaust-Leugner wird von ihnen Mahmud Ahmadinedschad hingestellt – und gute Holocaust-Leugner. Der Unterschied: Die bösen widerstehen dem Westen, die guten sind ihm zu Willen.
Abschließend wagte Finkelstein eine Prognose: Israelische und US-Regierung würden demnächst den Libanon zur Entwaffnung der Hisbollah zwingen wollen, mit Drohungen, UN-Beschlüssen und Sanktionen. Es drohe ein israelischer Überfall auf Libanon und damit ein Flächenbrand.
Finkelsteins mit viel Applaus bedachtem Vortrag ging eine Kampagne der NeoCons in der Linksjugend / Partei Die Linke und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin voraus. Lala Süsskind, Gemeindevorsitzende, diffamierte den Politikwissenschaftler in einem Brief an das Maritim-Hotel, .pdf-Datei, mit der Lüge: Propagierung von Thesen in Erscheinung getreten, die den Holocaust relativieren. Sie bat um Absage der Veranstaltung – vergebens. Vor dem Hotel hatten sich zu Veranstaltungsbeginn 22 Ku-Klux-Klan-Gestalten um eine Israel-Fahne geschart, aus Solidarität mit dem Massakerstaat.
Finkelstein war Anfang 2010 von der Heinrich-Böll-Stiftung als Redner zunächst nach Berlin ein-, dann wieder ausgeladen worden. Dito von der neokonservativen Berliner Rosa-Luxemburg-Stiftung. In der Not bot die junge Welt dem weltberühmten Wissenschaftler ihre kleine Ladengalerie in der Torstraße als Auftrittsort an, doch Finkelstein war des deutschen Gehampels inzwischen überdrüssig geworden und übersprang den unwirtlichen Ort bei seiner Europa-Tournee. Diesmal hatte die Palästinensische Ärzte- und Apothekervereinigung Deutschland e. V. die Sache in die Hand genommen und Nägel mit Köpfen gemacht. Glückwunsch! T:I:S, 28. November 2010. Fotos: tofoto. Mehr zum Umgang mit Finkelstein und zu den NeoCons in der Linksjugend passim unter Partei Die Linke; mehr passim unter der Berliner NeoCon-Rosa-Luxemburg-Stiftung. Bessere Fotos und Video von der Veranstaltung mit Finkelstein hier. Mein Parteibuch hat Bilder von der antideutschen Großdemo gegen Norman Finkelstein ins Netz gestellt und sich mit classless Kulla unterhalten. Unterhaltsam. Dort auch der Verweis auf die Intervention des American Jewish Committee gegen den Finkelsteinauftritt in Berlin, einer finanzstarken NeoCon-Gruppe. T:I:S, 29. November 2010 Vortragsnotizen von Michael ToppHeidelbergCement und Deutsche Bahn AG kooperieren mit dem Staat Israel in Palästina. In den beiden Libanon-Kriegen hat das israelische Militär Niederlagen hinnehmen müssen. Den Gaza-Krieg 2008 / 2009 haben die Israelis vom Zaun gebrochen, um das alte Abschreckungs-Image ihrer Streitkräfte wieder herzustellen. Der „Krieg“ in Gaza sei jedoch kein Krieg gewesen, sondern ein Massaker. Finkelstein verglich die Israelis mit einem Kind, das Ameisen (Palästinenser) durch ein Brennglas verbrennt. Im Gaza-Krieg, der 22 Tage lang dauerte, sind 1400 Palästinenser (darunter 1200 Zivilisten, davon 400 Kinder) und 13 Israelis (darunter 10 Soldaten, von denen die Hälfte durch friendly fire umgekommen sind) getötet worden. Während vor dem Krieg die Hamas den Waffenstillstand weitestgehend eingehalten hat, haben die Israelis die Hamas durch ein Kommandounternehmen (am 4. November 2009, als die Amerikaner durch die Präsidentenwahl abgelenkt waren), bei dem sechs Palästinenser getötet wurden, bewusst provoziert. Nachdem die Hamas mit Kassam-Raketen geantwortet hatte, begann die gut vorbereitete Invasion. Bei der Invasion haben die Israelis Streubomben mit weißem Phosphor eingesetzt; weißer Phosphor erreicht Temperaturen bis zu 816 °C. Die Israelis haben auch gezielt geschossen und bombardiert, wobei sie u. a. die einzige Kornmühle und 22 von 29 Fabriken zur Herstellung von Zement (Readymix) zerstört haben. Nachdem die Hamas bei Wahlen im Jahr 2006 die Mehrheit errungen hatte, hat Jimmy Carter diese Wahl als „honest“ und „fair“ bezeichnet. Der Angriff auf die Flotilla der Blockadebrecher, bei dem eine israelische Eliteeinheit eingesetzt wurde, war aus militärischer Sicht ein Desaster. Obwohl die Blockadebrecher nur Schlagwaffen hatten, haben sie drei Israelis überwältigt. Der Rückzug der Israelis aus dem libanesischen Dorf Ghajar verfolge den Zweck, die betreffende UN-Resolution zu erfüllen und dadurch die libanesische Regierung ihrerseits zu zwingen, ihren Part der Resolution umzusetzen. In der Resolution wird die libanesische Regierung aufgefordert, die Hisbollah zu entwaffnen. Finkelstein sieht den nächsten bewaffneten Konflikt im Nahen Osten auf den Libanon zukommen. Die Israelis und die westliche Presse seien dabei, die (schiitische) Hisbollah, die vom Iran und von Syrien unterstützt wird, zu verteufeln, um den Israelis einen Vorwand zu liefern, durch eine erneute Invasion der Hisbollah den Garaus zu machen. Ein weiterer Vorwurf, der auch von einem UN-Tribunal erhoben wird, ist die Behauptung, dass die Hisbollah einen Anteil an dem Tod des ehemaligen (sunnitischen) Präsidenten Rafiq al-Hariri (ermordet 2005) habe. Falls es zu einem erneuten Waffengang im Libanon kommt, wird dieser Krieg eine neue Dimension erreichen. Zum einen deshalb, weil die Hisbollah über Raketen verfügt, mit denen sie bis nach Tel Aviv schießen kann, zum anderen, weil das hohe Risiko besteht, dass der Iran in den Konflikt eingreift. Seit dem Scheitern der Oslo-Verhandlungen im Jahr 1993 wurden immer wieder „Friedensverhandlungen“ geführt. Diese Friedensverhandlungen erfüllten bisher nur den Zweck, den Israelis zu ermöglichen, ihre Okkupationspolitik fortzuführen. Seit dem Abbruch der Oslo-Verhandlungen hat sich die Zahl der jüdischen Israelis in der Westbank und in Ostjerusalem verdoppelt (auf heute ca. eine halbe Million). Finkelstein nannte den Friedensprozess im Nahen Osten einen „Annexionsprozess“. Immer, wenn die Israelis auf ihre Siedlungspolitik angesprochen werden, verweisen sie darauf, dass das erst nach dem Ende des „Friedensprozesses“ geregelt werden könne. Netanyahu hat den Siedlern nach der Aufhebung des Siedlungsbaustopps empfohlen, nur Fundamente zu bauen, weil später, falls es wieder zu einem Baustopp kommt, auf den Fundamenten weitergebaut werden könne; das sei keine Fortführung des Siedlungsbaus sondern nur eine Komplettierung. Alle Richter am Internationalen Gerichtshof haben den Siedlungsbau als illegal bezeichnet. Sogar die Amerikaner, die den Gerichtshof nicht anerkennen, haben dem zugestimmt. Die palästinensische Autonomiebehörde hat den Goldstone-Bericht nicht anerkannt und ist nicht bereit, einseitig einen palästinensischen Staat auszurufen. Ihre Mitglieder hängen am Tropf der Amerikaner; sie sind der verlängerte Arm der Israelis. Außerdem seinen sie gerade dabei, ganz im Interesse der Israelis aus der Westbank einen Polizeistaat nach dem Muster Ägyptens zu schaffen. Arafat habe sich seinerzeit nicht kaufen lassen. Der internationale Gerichtshof hat bestätigt, dass Ostjerusalem und die Westbank besetztes Land sind, das von Israel nicht annektiert werden darf. Auf die Frage, was deutsche Politiker zur Lösung des Konflikts beitragen können, riet Finkelstein schlicht, sie bräuchten von Israel lediglich die Einhaltung internationalen Rechts zu fordern. Wörtlich meinte er: „Enforce the law!“ Was die sogenannte jüdische Lobby in den USA betrifft, stimmt Finkelstein nicht mit seinem Freund Mearsheimer überein. Achtzig Prozent der amerikanischen Juden hätten Obama gewählt, wodurch sie zu den liberalen Juden ("liberals" im US-Sinne) zu zählen seien. Die meisten liberalen Juden in den USA würden, ähnlich wie er selbst, Israel kritisch gegenüber stehen. Im Übrigen seien vor allem Cheney und Rumsfeld für die Interventionen der Amerikaner im Nahen Osten und in Mittelasien verantwortlich gewesen und als Nichtjuden seien sie nicht gerade die Typen, die sich von einer zionistischen Lobby etwas vorschreiben lassen würden. Auf meine Frage, ob die Verheißungen in der Thora bei der Annexionspolitik der Israelis in der Westbank eine zunehmende Rolle spielten, ging er nicht ein. T:I:S, 29. November 2010 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/asfinkelstein.htm#fesselnd *Pro-Imperialisten mobilisieren gegen Norman FinkelsteinPartei Die Linke, T:I:S, 22. November 2010 *13 Minuten Norman FinkelsteinVideo, 7/7 des Vortrags in Vancouver am 30. Oktober 2010 zu Israel und Palästina T:I:S, 5. November 2010 *Norman Finkelstein zur israelischen PiraterieIsrael ist zu einem wahnsinnigen (lunatic) Staat geworden. Video, Russia today, fünf Minuten Anmerkung: Der israelische Staat verhält sich deshalb wahnsinnig, weil er keinen Ausweg mehr aus der Sackgasse sieht, in die er sich selber hineingebombt hat, siehe The method in Israel's madness, von Pepe Escobar. T:I:S. Video-Streitgespräch über die Blockade, die Konfiszierung der Foto- und Videoaufnahmen der Passagiere und über die Glaubwürdigkeit israelischer Behauptungen hier, zehn Minuten T:I:S, 19. Juni 2010 *BewegendZionism and the Holocaust Card. Clip, fünf Minuten, aus American Radical. The Trials of Norman Finkelstein. Trailer Anregend: Norman Finkelstein über Gandhi und Palästina. Audio, ca. 50 Minuten T:I:S, 24. März 2010 *Norman Finkelstein speaks with Julia Riber Pitt of CSUN, and Charngchi WayBrooklyn, NY, 6/13/2009
T:I:S, 22. Februar 2010 *Berlin, Norman Finkelstein - hat abgesagt, T:I:SNorman Finkelstein und die »Jüdische Stimme« erhalten politisches Asyl. Die Gaza-Veranstaltung findet statt am Freitag, 26. Februar, 19 Uhr, in der junge-Welt-Ladengalerie, Torstr. 6, Berlin-Mitte Ein Jahr nach dem Überfall der israelischen Armee auf Gaza - die Verantwortung der deutschen Regierung an der fortgesetzten Aushungerung der palästinensischen Bevölkerung T:I:S, 11. Februar 2010. Zur Kampagne gegen Finkelsteins Auftritt in Berlin siehe Friedensjuden, Rosa-Luxemburg-Stiftung und Diffamierung; speziell zu Clemens Henis Beteiligung an der Kampagne siehe Israel und Palästina *"Der Holocaust ist nur mehr ein Theater"Der jüdische US-Politologe Norman Finkelstein darf nicht an Wiens Uni sprechen. Was hätte er dort gesagt? Gespräch: Stefan Apfl. FALTER 22/09, .doc-Datei. T:I:S, 10. Juni 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/asfinkelstein.htm#Falter *US-Juden distanzieren sich vom ZionismusNorman G. Finkelstein referierte im City Club of Cleveland, Ohio, über die wachsende Distanzierung der US-amerikanischen Juden von der israelischen Staats- und Regierungspolitik. Video, 6 x 10 Minuten. Die israelische Regierung hat 2008 dem US-Juden Finkelstein für zehn Jahre die Einreise nach Israel verweigert. Unter Führung des US-Zionisten Alan M. Dershowitz, einem ganz bösen Finger, wurde ein Finkelstein zustehender Lehrstuhl an der DePaul University einem Minderqualifizierten zugeteilt. Finkelstein zeigt in seinem Vortrag: Der Zionismus ist unvereinbar mit den Vorstellungen der US-Juden, die sich mehrheitlich als "liberals" verstehen. Er erwähnt, daß im letzten der ca. fünf israelischen Kriege gegen Libanon die Hisbollah etwa 3000 Splitterbomben eingesetzt hat; die israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben etwa 4,6 Millionen Splitterbomben über dem Südlibanon abgeworfen, 90% davon, nachdem klar war, daß ein Waffenstillstand zustand kommen würde. 30% dieser Splitterbomben detonierten nicht sofort und wirken seitdem auf den südlibanesischen Feldern wie Minen. Finkelstein berichtet, daß es nach der Vernichtung der europäischen Juden etwa 100 000 jüdische Überlebende gab. Für sie hatte Europa (überwiegend Deutschland) 10 Milliarden Dollar an jüdische Organisationen zur Verteilung übergeben. Jeder Überlebende hätte somit durchschnittlich 100 000 Dollar Entschädigung bekommen können. Stattdessen steckten die jüdischen Organisationen das weitaus meiste Geld in die eigene Tasche. 20 Jahre lang hatte Finkelstein für die Entschädigung seiner von den Nazis ausgepreßten und gequälten Mutter gekämpft. Sie bekam schließlich 3000 Dollar. Für 2009 hat Finkelstein ein weiteres Buch angekündigt: A Farewell to Israel: The coming break-up of American Zionism [etwa: Abschied von Israel. Der bevorstehende Verfall des amerikanischen Zionismus, T:I:S]. T:I:S, 26. Dezember 2008. Dank an Schmidt-Polyglott URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/asfinkelstein.htm#Distanzierung *WeggesperrtNorman G. Finkelstein, der brilliante US-amerikanische Politkwissenschaftler, bleibt weiter in der Besenkammer. Die US-Kriegs-Lobby hat den US-Friedensjuden Finkelstein weggesperrt. David Klein, T:I:S, 19. August 2008 *Ghetto-Mauer oder KZ-ZaunNorman G. Finkelstein (Beyond Chutzpah: On the Misuse of Anti-Semitism and the Abuse of History) gegen Dov Weinglass, Olmert-Berater. Video, 1. Teil, 2. Teil, teils mit Zuschauerfragen, je zehn Minuten. al-Jazeera-Debatte, moderiert von Riz Khan. Peinlich für Weinglass: Er legt Wert darauf, die Palästinenser seien nicht hinter Mauern, sondern überwiegend hinter Zäunen eingesperrt. Doch Mauern umgaben die Ghettos, Zäune die KZs, wie Michel Warschawski, Jerusalem, gelegentlich anmerkt. Finkelsteins Frage, warum die israelische Regierung die jüdisch-israelischen Siedlungen auf palästinensichem Gebiet befestige, statt sie zu räumen, beantwortete Weinglass, als wäre er ein Vollidiot: Die Befestigungen dienten der Sicherheit der Siedler; die Siedler seien keine illegalen Menschen. Das sei ein Nazi-Begriff. T:I:S, 11. Juli 2008 *Israel muß geschlagen werdenInterview mit Future TV, libanesisches Fernsehen. Textauszug und Video vom 20. Januar 2008, Dazu: MEMRI (zionistisch) ist so glaubwürdig wie Julius Streicher (Der Stürmer, Nazi-Organ), schreibt Finkelstein und stellt die Vollfassung und die von MEMRI gestutzte Fassung eines Interview-Videos von 2006 einander gegenüber. T:I:S, 19. Februar 2008. Dank an Schmidt-Polyglott *Siehe auch, wie es zur Ablehnung Finkelsteins an der DePaul University kam: Der Fall Dershowitz: Plagiat, Vertuschung, Verdrehung... Kann sich die Havard Law School den Kriegslobbyisten noch leisten? T:I:S, 13. Februar 2008 *Israel is out of control, it is a lunatic stateVideo-InterviewVideo-Interview mit Norman Finkelstein bei Alhivar TV "Bridges", 7 Teile à 4 bis 10 Minuten. Hier Teil 1, die Links zu den übrigen Teilen auf der gleichen Seite. Am 2. Februar 2008 ins Netz gestellt. Finkelstein spricht über seine Herkunft und seine Grundeinstellung, über die Lobby, die Resonanz auf Mearsheimer und Walt und Jimmy Carter, die Rechtslage in Palästina, mögliche Strategien der Palästinenser, die Resonanz auf die eigene Position, die Zwei-Staaten-Lösung (alle Staaten der Welt sind dafür, nur die USA und Israel sind dagegen), die nicht existierende militärische Option für Israel, den zersplitterten Irak - und über den Holocaust als Waffe der USA zur Rechtfertigung ihrer Angriffskriege. T:I:S, 4. August 2008. Dank an Schmidt-Polyglott. Kurzer Interview-Text bei Al Jazeerah. T:I:S, 13. Februar 2008 *Siehe auch die Rezension von: Norman G. Finkelstein: Antisemitismus als politische Waffe. Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte; a. d. Engl. von Maren Hackmann; Piper Verlag, München 2006; 387 S., 19,90 € - in der Zeit von Hans-Martin Lohmann: Wenn Antisemitismus politisch instrumentalisiert wird und das Vorwort von Felicia Langer. T:I:S, 31. März 2006 "Einige der ursprünglichen zionistischen Ziele – z.B. die Wiederbelebung der hebräischen Sprache – wurden vollständig erreicht, und wären wohl nicht erreicht worden ohne einen jüdischen Staat. Andererseits stimmt auch, daß Israel, weit davon entfernt, Juden einen sicheren Hafen zu bieten, wahrscheinlich der am wenigsten sichere Platz für Juden auf der Welt ist. Ebenso hat der jüdische Staat besonders in den letzten Jahren, weit davon entfernt, die „jüdische Frage“ zu lösen, sie nur verschlimmert, indem der Staat Juden - und indem jüdische Mainstream-Organisationen sich selbst - mit der brutalen israelischen Besatzung in Verbindung gebracht haben. " M. Junaid Alam: Image and Reality. An Interview with Norman Finkelstein. Counterpunch, 4. Dezember 2003 http://www.counterpunch.org/alam12042003.html *
Jean Améry, Auschwitz-Überlebender, 1969 Thomas Immanuel SteinbergDarf man Finkelstein zitieren?Beim Hamburger Radio „Freies Sender Kombinat“ war wieder einmal Streit. Wieder ging es um Antisemitismus. Was war der Anlaß? Der Journalist Gerhard Wendebourg hatte in seiner Montagssendung ein Interview vorgelesen. Es stammte aus der FAZ. Interviewt wurde Norman Finkelstein. In dem Interview ergreift Finkelstein, der Autor des umstrittenen Buches über die „Holocaust-Industrie“[1], Partei für die Palästinenser und gegen die Scharon-Regierung. Außerdem fordert er - auch die Deutschen - auf, Druck auszuüben, damit die israelische Armee sich aus den besetzten Gebieten zurückzieht. Einige von Wendebourgs Kollegen wollten wissen, warum er denn das Interview vorgelesen habe. Ihrer Meinung nach könne ein derartiges Verhalten Antisemitismus fördern. Erstens enthalte das Interview antisemitische Passagen, vor allem die folgende:
Zweitens, so die aufgebrachten Kombinatskollegen, habe Finkelsteins Buch „Die Holocaust-Industrie“ zum Antisemitismus beigetragen. In diesem Buch behauptet Finkelstein, in den Vereinigten Staaten würden Erinnerung und Gedenken an den Holocaust kommerzialisiert - zum Vorteil von Privatleuten und - vor allem jüdischen - Organisationen. Seine Ansicht faßte Finkelstein wie folgt zusammen:
Auf beide Argumente für die Behauptung, Gerhard Wendebourg fördere mit seiner Sendung antisemitische Denkweisen, will ich eingehen. 1. „Methoden wie die SS im Warschauer Ghetto“ Finkelstein antwortet auf eine provokante Frage, und er antwortet knapp. Seine Behauptung läßt sich überprüfen. Ha'aretz berichtete am 25. Januar 2002:
Auf deutsch:
Finkelsteins Behauptung trifft offenbar zu. In der israelischen Armee gibt es wohl Personen, die ausdrücklich auch vor Nazi-Methoden, vor SS-Methoden nicht zurückschrecken. Die Tatsache muß jeden erschaudern lassen, der hofft, daß beide Konfliktparteien sich um Frieden bemühen. Diese Tatsache an die Öffentlichkeit zu bringen, ist verdienstvoll. Finkelsteins Äußerungen zu zitieren, trägt zur Aufklärung über den Stand des Konflikts bei. Demjenigen Antisemitismus vorzuwerfen, der Finkelsteins zutreffende Tatsachenbehauptung wiederholt, ist abwegig und, so meine ich, einer freien Debatte abträglich. 2. „Finkelsteins ‚Holocaust-Industrie’ trägt zum Antisemitismus bei.“ Darüber, was eine verurteilenswerte Einstellung fördert und was sie hemmt, herrscht selten Eintracht. Ob Finkelsteins „Holocaust-Industrie“ antisemitische Einstellungen befördert oder gemildert hat, war auch unter den aufrichtigsten Kämpfern gegen Antisemitismus umstritten. Ich will zwei Autoritäten zu Wort kommen lassen. Der eine, der Psychoanalytiker Dori Laub aus New Haven, Connecticut, hat in Psyche - Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen - Finkelsteins Buch zusammen mit dem von Peter Nowick[5] zum gleichen Thema besprochen.[6] Vom andern, dem wohl berühmtesen Holocaust-Forscher der Welt, Raul Hilberg, liegt ein ausführliches Interview zu Finkelstein vor.[7] 2.1 Finkelstein ignoriert den Wert der Erinnerung Der Psychoanalytiker wirft Finkelstein (ebenso wie Nowick) vor, er ignoriere in seinem Buch den überragenden Wert des individuellen und gesellschaftlichen Prozesses der Erinnerung für die Holocaust-Überlebenden.
Finkelstein stelle wie Nowick auf die Äußerung offizieller jüdischen Organisationen ab, statt auf die Bedeutung der Erinnerung für die Gefühle, Erfahrungen und Aktivitäten von Beteiligten und Betroffenen - als würde „die Erinnerung an den Holocaust durch Angebot und Nachfrage des Marktes reguliert“. Von Finkelstein zitierte Äußerungen stammten überwiegend von Experten und Mitgliedern jüdischer Organisationen. Diese Äußerungen dienten verständlicherweise bestimmten politischen Zwecken. Finkelsteins Empörung über den Mißbrauch des Leidens der Überlebenden sei irreführend., hätte er doch viel besser Überlebende selbst nach ihrer Meinung zur sogenannten „Holocaust-Industrie“ fragen können. Finkelstein behandele menschliche Gefühle mit beträchtlicher Verachtung. Er verweigere auch der amerikanischen „Öffentlichkeit jegliche Anerkennung, die bewiesen hat, daß Menschen, die guten Willens sind, für das Leiden anderer psychologisch und moralisch sensibel sein können“. Finkelstein verkenne schließlich völlig die Bedeutung, die das Gedenken an den Holocaust für alle US-Amerikaner habe: “als Akt der Rekonstruktion, der Trost bietet und Prozesse ermöglicht, die zumindest teilweise heilen können.“ Dori Laub liefert indes einen wertvollen, die Kritik einschränkenden Hinweis:
Offenbar schätzt auch der kluge und sensible Psychoanalytiker Dori Laub Finkelsteins Kritik am angeblichen Geschäft mit dem Holocaust nicht als vollkommen bösartig und verfehlt ein. Nicht-kapitalistisches Handeln in einer durch und durch kapitalistischen Gesellschaft läßt sich bekanntlich kaum durchhalten. Laub fährt jedoch fort und schließt mit den Worten:
Mit keinem Wort behauptet Laub, Finkelsteins Arbeit fördere den Antisemitismus. Gefühllosigkeit wirft er Finkelstein vor, Unverständnis für die Bedeutung der Erinnerung für die Heilung verletzter Menschen, gesellschaftlicher Gruppen und ganzer Gesellschaften. Auch deutet Laub an, Finkelstein könnte über die US-amerikanischen jüdischen Organisationen hinaus die kapitalistisch deformierte gesellschaftliche Praxis gemeint, die Kritik daran aber unzulässig auf das Holocaust-Gedenken verengt haben. 2.2 Akademische Karriere und brutaler Verhandlungsdruck mit dem Holocaust Raul Hilberg nennt Finkelstein einen Outsider, der die Unterschiede zwischen den jüdischen Organisationen nicht kenne. Einige würden ähnlich wie Finkelstein selbst die jetzige Lage bei den Entschädigungen als einen „wachsenden Skandal“ bezeichnen. Auf die Bedeutung des Holocaust in den USA heute angesprochen, meint Hilberg:
Hilberg hätte, fährt die Interviewerin fort, einmal gesagt, in der Holocaust-Debatte gäbe es keine Qualitätskontrolle. Darauf Hilberg:
Zu Finkelsteins Behauptung befragt, bei der Kampagne gegen die Schweizer Banken gehe es darum, Geld in US-Kassen zu schaufeln, antwortet Hilberg:
Aber es hätte doch tatsächlich Gelder auf eingefrorenen Konten gegeben, die Holocaust-Opfern gehört haben.
Zu welchen Ergebnissen denn die so genannte Volcker-Kommission gekommen sei, die zur Klärung eingesetzt wurde, lautet die nächste Frage. Hilberg antwortet:
Hilberg nimmt Finkelsteins Anwürfe vollkommen ernst. Mit dem Thema Holocaust lasse sich, bestätigt er, in den USA unangemessen leicht akademische Karriere machen. Den Schweizer Banken sei in sehr mißverständlicher Weise mit politisch-moralisch begründetem Boykott gedroht worden, und die Forderungen seien stark überhöht gewesen. Auch Hilberg erhebt gegen Finkelstein nicht den Vorwurf, er habe den Antisemitismus gefördert. Vielmehr geht Hilberg auf Finkelsteins Position inhaltlich ein und stimmt ihr in wichtigen Punkten zu: Er verweist auf kritisierenswerte Mainstreampraktiken im akademischen Zusammenhang und - wie Dori Laub - auf brutalkapitalistisches Vorgehen im Zusammenhang mit dem Holocaust - als Gegenstand einer Erinnerungsindustrie. 3. Gerhard Wendebourg hat ein Interview mit Finkelstein zu USA und Israel vorgelesen. Gerhard Wendebourg hat ein Interview mit einem Mann vorgelesen, der Dori Laub zufolge die Gefühle von Holocaust-Überlebenden heftig verletzt und im Verhalten jüdischer Organisationen nicht den kapitalistischen Kern freigelegt hat. Raul Hilberg zufolge hat der gleiche Mann Fakten unter dem eigenen Blickwinkel, aber nicht verfälscht dargestellt. So weit zu Finkelsteins Buch über die „Holocaust-Industrie“. Das von Wendebourg vorgetragene Interview hat einen anderen Gegenstand. In ihm ergreift Finkelstein Partei für die Palästinenser und gegen die Scharon-Regierung. Außerdem fordert er - auch die Deutschen - auf, Druck auszuüben, damit die israelische Armee sich aus den besetzten Gebieten zurückzieht. Dieses Interview enthält Meinungen zu Deutschland, zum Antisemitismus hier, zur Politik der rechten israelischen Regierung und ihrer Unterstützung durch die rechte US-amerikanische Regierung. Finkelstein zu unterstellen, er fördere mit seinem Interview Antisemitismus, halte ich für abwegig. 4. Wendebourg - wie jeder andere - darf Finkelsteins Interview zitieren. Wendebourg - wie jeder andere - darf Finkelsteins Interview zitieren. Wenn er es nicht mehr darf, kann nicht mehr frei diskutiert werden. Die Unterdrückung solcher Meinungsäußerungen zur Politik Scharons und der Bush-Regierung, die weder antisemitisch, noch nationalistisch oder rassistisch sind, würde die Freiheit aller Menschen einschränken. Sie würde besonders die gefährden, die am dringendsten des Schutzes vor Antisemitismus, Nationalismus und Rassismus bedürfen. Das sind immer noch und immer wieder die Juden in Israel, in den USA und anderswo. Ein Beispiel aus den USA soll verdeutlichen, was ich meine. Die christlichen Fundamentalisten um Pat Robertson und Jerry Fallwell, fanatische rechtsexteme Dunkelmänner und kriegstreiberische Volksverhetzer, waren bis vor etwa zwölf Jahren erklärte Antisemiten [8]. Im Laufe der Zeit lenkten diese Demagogen ihr Millionenpublikum um auf eine scheinbar projüdische Haltung. Wo sie können, werben sie heute für Bushs und Scharons Linie.[9] Dabei berufen sie sich auf eine Bibelstelle, die den Israelis befehle, die Palästinenser zu verjagen und sich das Land anzueignen.[10] Für den Jüngsten Tag aber sehen sie die Bekehrung der meisten Juden zu Christen kommen. Die Juden aber, die sich nicht bekehren ließen, würde der Herr vernichten. Leute wie Fallwell und Robertson, Wissensfeinde und Antiaufklärer, haben dort alle Chancen, wo Meinungsäußerungen unterdrückt werden können, sei es, weil sie für antijüdisch, sei es, weil sie für projüdisch ausgegeben werden. Dogmen, gerade Dogmen, sind beliebig austauschbar. Was, frage ich mit Jean Améry, stellt sicher, daß nicht eines Tages eine Regierung zum großen Versöhnungsfest die Juden den verwirrten Massen zum Fraß hinwirft? Nichts, und niemand, denke ich. Eine von Dogmen unverstellte Debatte trägt wenigstens zum Schutz der Juden bei. T:I:S, 12. Februar 2003 [1] The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering. Verso 2000 / Norman G. Finkelstein, postface par Rony Brauman: L'industrie de l'Holocauste. réflexions sur l'exloitation de la souffrance des Juifs, traduit de l'americain par Eric Hazan. Paris: La fabrique, éditions 2001 / Finkelstein, Norman: Die Holocaust-Industrie. Wie das Leid der Juden ausgebeutet wird. München (Piper 2001) [2] Interview: Norman Finkelstein: "Die amerikanische Regierung ist außer Kontrolle". FAZ, 14. Oktober 2002 [3] Süddeutsche Zeitung, 11.8.2000, S.13 [4] Oren, Amir: At the gates of Yassergrad. (Article number - 907569 , 1588 Words ) Ha'aretz, 25. Januar 2002 [5] Nowick, Peter: Nach dem Holocaust. Der Umgang mit dem Massenmord. Stuttgart/München DVA 2001 [6] Laub, Dori: Postmoderne Rattenfanger: Wie Peter Nowick und Norman Finkelstein versuchen, den Holocaust zu entführen. In: Psyche. Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendungen.- 55. Jahrgang, Nr.6, Juni 2001, S. 629 - 639 [7] Berlin Online: Rücksicht auf die Verbündeten. Ein Gespräch mit Raul Hilberg über Norman Finkelsteins Buch "The Holocaust Industry" Feuilleton-Autorin: Eva Schweitzer 04.09.2000 http://www.berlinonline.de/wissen/berliner-zeitung/.bin/dump.fcgi/2000/0904/feuilleton/0002/ [8] siehe z.B. Zitate unter http://www.sullivan-county.com/news/pat_quotes [9] Pollack; Josh: The dance of symbols. Bibi and Yasser's Washington visits are exposing shifts in American Jewish opinion. Jewish World Review, January 21, 1998 / 23 Tevet, 5758 .http://www.jewishworldreview.com/010198/symbols1.html - als Beispiel [10] Das Josuah Kapitel 1: "1,1 Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: 1,2 Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe. 1,3 Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. 1,4 Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein." Siehe http://www.schoenaicherkirchen.de/luther_bibel/06.josua.html URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/asfinkelstein.htm#zitieren *
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