Chaim Kupferberg

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1. Chaim Kupferberg: Elfter September

2. Thomas Immanuel Steinberg: Eine Masche 

 

1.Chaim Kupferberg

Lügen und die Legende vom Elften September

Englisches Original unter http://globalresearch.ca/articles/KUP310A.html 

Centre for Research on Globalisation          
There's Something About Omar:
Truth, Lies, and The Legend of 9/11
www.globalresearch.ca

Deutsche Übersetzung von Horst Kleen unter  http://www.0815-info.de/kupferberg.html

Eine deutsche Zusammenfassung der Ermittlungsergebnisse von Chaim Kupferberg bietet Christian C. Walther: Scheichegal! Die heißen doch eh alle gleich, die Wickelmützen.
  

T:I:S, 22. Juni 2004

 

2. Eine Masche

von Thomas Immanuel Steinberg  

1. Theorien und Fantasien  

Wird von Unbekannten eine Untat begangen, dann fragt man: Wer war’s? Lassen die Umstände auf eine Gemeinschaftstat schließen, die insgeheim vorbereitet werden mußte, so gibt es dafür einen Begriff: Verschwörung.  

Zum Ergreifen der Verschwörer muß man nachdenken über Tathergang, mögliches Motiv, darüber, wem die Tat genutzt und wer Ähnliches schon einmal gemacht hat. Am Ende wird man sich eine Theorie über die Verschwörung gebildet haben: Diese könnten es gewesen sein, jene aber nicht, und zwar mit dem oder dem Mittel, und mit diesem, aber nicht mit jenem Motiv. Man weiß dann nicht, ob diese Verschwörungstheorie richtig ist. Aber man hat eine Suchrichtung.  

Theorien über zustande gekommene Verschwörungen, also Theorien, die richtig oder auch falsch sein können, dürfen nicht verwechselt werden mit Gedankengebilden über Verschwörungen, die es gar nicht gibt. Solche Gebilde nennt man zwar auch Verschwörungstheorien, tatsächlich aber sind es Fantasien, Legenden oder einfach dumme Sprüche über nicht existierende Dinge.  

Das prominenteste Beipiel  für eine Verschwörungsfantasie sind die „Protokolle der Weisen von Zion“, ein zaristisches antisemitisches Machwerk. Sie fantasieren von einer Verschwörung, die es nicht gibt und nie gab – die der Juden auf der Welt.  

Würden wir auf Verschwörungstheorien verzichten, weil leider auch über nicht existierende Verschwörungen fantasiert wird, dann müßten wir auf die Aufklärung jeder tatsächlich bestehenden Verschwörung verzichten – ein offensichtlich absurdes Ansinnen.    

2. Eine Theorie kann richtig oder falsch sein  

Nach dem 11. September 2001 hat die US-Regierung festgestellt, eine Verschwörung habe stattgefunden. Und die Regierung hat behauptet zu wissen, wer die Täter sind. Die Tat sei mit vier Flugzeugen begangen worden, die nicht aufzuhalten waren, und so weiter. Doch die US-Regierung konnte ihre Verschwörungstheorie bisher nicht beweisen.  

Im Gegenteil. Die Zweifel wuchsen, und immer mehr Leute entwickelten eigene Verschwörungstheorien: Die Saudis waren’s; Bush selber ist verwickelt; der pakistanische ISI hatte die Finger drin; der Mossad war Atta hinterher; die Holländer hatten Vorwissen. Und es hieß auch: Was ins Pentagon flog, war gar kein Flugzeug. Die WTC-Flugzeuge waren ferngelenkt. Der FBI wurde von der CIA ausgeschaltet.  

All diese Verschwörungstheorien können, ebenso wie die von Bush, richtig oder falsch sein, einleuchten oder blöd klingen. Doch sie sprechen alle von einer Verschwörung, die tatsächlich existiert, oder existiert hat. Sie sprechen von der wirklichen Verschwörung einer Tätergruppe, deren Identität aber noch herauszufinden ist.  

Demgegenüber sprechen die „Protokolle der Weisen von Zion“ und ähnliche Machwerke von Verschwörungen, die es gar nicht gibt. Dafür stehen die Täter fest: Im Falle der „Protokolle“ sind es die Juden auf der Welt. Verschwörungsfantasien können gar nicht richtig oder falsch sein, weil sie von Verschwörern ohne Verschwörung handeln. Sie sind – erkenntnistheoretisch gesprochen – sinnlos.  

3. Verschwörungsfantasien sind verbreitet.  

Viele Leute haben Verschwörungsfantasien. Unter ihnen gibt es auch Antisemiten. Unter den Antisemiten gibt es viele Verschwörungsfantasten. Die Gruppen sind aber nicht deckungsgleich. Hunde haben zwar vier Beine, aber nicht alles, was vier Beine hat, ist ein Hund. Äußert also jemand eine Verschwörungsfantasie, muß er kein Antisemit sein.

4. Ein Theoretiker ist kein Fantast – aber er kann falsch liegen.  

Die US-Regierung theoretisiert über die Verschwörung vom 11. September. Sie kann falsch liegen, aber sie fantasiert nicht über eine nicht existierende Verschwörung. Chaim Kupferberg, ein großer Verschwörungstheoretiker, sagt: Saudis, ISI, Mossad, das seien alles falsche Spuren. Aber auch die Regierung liege falsch. Ihre Argumente würden ihn nicht überzeugen. Auch Chaim Kupferberg kann falsch liegen. Aber er ist kein Fantast.[1]  

Unter den andern, die über den 11. September theoretisieren, mögen viele falsch liegen. Aber sie sind keine Verschwörungsfantasten, denn sie beziehen sich alle auf die geheime Verabredung, die der Tat voraus gegangen sein muß.

5. Verschwörungstheoretikern im Vorhinein zu unterstellen, sie seien Fantasten oder gar Antisemiten, ist erkenntnisfeindlich.  

Zur Zeit unterstellen viele, die der US-Regierung glauben, allen andern Theoretikern, sie seien Fantasten und Antisemiten. Andreas v. Bülow, der ihr nicht glaubt, nennt das eine Masche.  

Leute, die eine andere Theorie über den 11. September haben als die US-Regierung, sollen mit dieser Masche zum Schweigen gebracht werden. Einer Masche, die nicht verfangen darf.

12. November 2003


[1] Chaim Kupferberg zeigt, daß falsche Fährten in den arabischen Raum und nach Israel gelegt worden sind. Auszug: The Official Legend of  9/11 is a fabricated Setup - Exposed: The June 2002 Plan to Market a New 9/11 Mastermind. Vollständiges 75-Seiten-Papier: Truth, Lies & the Legend of 9/11

Zur Verwendung von  "Verschwörungstheoretiker" als Schimpfwort, zum Antisemitismus und zum Antisemitismus-Vorwurf eine Auswahl interner Links:

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