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Thomas Immanuel Steinberg Pipelines und TeddybärenVeröffentlicht in Konkret 12/2002, S. 18- 21 Grenville Byford, Unternehmer aus Boston, mißfällt Bushs Terrorrhetorik. Denn Terror, schreibt er in "Foreign Affairs", dem Club-Journal des New Yorker Council on Foreign Relations, sei nur ein Mittel. "Interessen zuerst; an zweiter Stelle die Ziele; an dritter die Mittel – so denkt Amerika. So sollte es auch sprechen."(1) Wessen Interessen, welche Ziele verfolgen die USA mit ihrer Kriegspolitik? Anders dagegen Herta Däubler-Gmelin, die mit Schröder und Fischer die USA beim Angriff auf Jugoslawien und Afghanistan unterstützt hat: Den USA gehe es im Irak nicht um Öl. Das Ganze sei nur ein Manöver, eine beliebte Methode, um von inneren Problemen abzulenken. Siehe Thatcher Anfang der 80er Jahre, siehe auch bereits Hitler.(4) Noch anders Jared Israel, im Internet unter Emperor's Clothes. Er hat zum Kosovo-Krieg, zu den New Yorker Anschlägen und zu den Kriegszielen der USA sorgfältig recherchiert und meint, in Mittelasien gehe es den USA gerade nicht um Öl. Die Weltherrschaft sei das Ziel. Rußland solle zerschlagen werden. Daß Rußland auf der Höhe von Kasan geteilt werden könnte, befürchtete kürzlich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer im Deutschlandfunk. Deutschland und Frankreich hingegen, mit Kontinentaleuropa im Schlepptau, agieren wie bisher teils als Partner, teils als Konkurrenten der USA, nicht als ihre Gegner. Deutschland stellt immer wieder Territorium und Luftraum für US-amerikanisch geführte Angriffskriege zur Verfügung, egal, was gerade der Kanzler redet (siehe Stefan Frank in KONKRET 10/2002). Werden also die Kriege im
Nahen Osten und in Mittelasien um Öl geführt oder aus Gründen
US-amerikanischer Innen- bzw. Außenpolitik? Oder um alles zusammen? Für Irm Pontenagel von
eurosolar e.V. ist klar: "Schon seit Jahrzehnten werden um das Erdöl
Kriege geführt und Bürgerkriege geschürt. ... Ohne westliche Ölinteressen hätten
die Taliban keine Terrorherrschaft in Afghanistan errichten können. Zugunsten
der Ölinteressen werden Menschen aus ihren Lebensräumen vertrieben, von Angola
bis in den Sudan. ... Die Abhängigkeit vom Öl macht zudem die Chancen der
meisten Entwicklungsländer zunichte, sich wirtschaftlich zu
entwickeln."(5) Deshalb plädiert Pontenagel mit Hermann Scheer, der ihrem
Verein vorsitzt und als SPD-Abgeordneter im Bundestag die Angriffe auf
Jugoslawien und Afganistan durchgewunken hat, für Solarenergie. Sonnenschein gäbe
es reichlich. Er müsse nur richtig genutzt werden, dann hätten die Ölkriege
ein Ende. eurosolar denkt so wie die
Kindergärtnerin, die zwei Kinder um einen Teddybären streiten sieht: Sie
reicht ihnen einen zweiten Bären. Ob die Schlichtung klappt, ist jedoch noch
immer Glücksache, denn hinter so einem Streit steckt häufig mehr. Doch was? Offenbar lassen sich die Förderkapazitäten
für Erdöl – und für Erdgas – nicht so schnell ausbauen, wie die Nachfrage
steigt. Der Zeitpunkt ist nah oder schon erreicht, an dem Öl- (und Ergas-)Preis
nicht konjunkturell oder spekulationsbedingt steigen, sondern wegen einer
weltweiten strukturellen Deckungslücke. Die verbleibenden Reserven, egal wie
groß, sind schlechter zugänglich als die zuerst erschlossenen. Die Förderung
von Öl läßt sich daher nicht mehr in gleichem Maße steigern wie die
weltweite Produktion von ölbetriebenen Landmaschinen, Heizungen, Autos,
Flugzeugen und Klimaanlagen. Schneiden sich Förderkapazitäts- und
Nachfragekurve, klettert der Ölpreis, und mit ihm der Gaspreis, in die Höhe.(6) Öl- (und Gas-)förderung
werden einst enden, aber nicht aus finanziellen, sondern aus physikalischen Gründen:
wenn nämlich die Gewinnung eines Liters Öl ebensoviel Energie kostet, wie
Energie im Liter Öl steckt. Wann der Zeitpunkt kommt, ist unklar. Daß er
kommt, ist sicher. Die Welt hätte sich auf
beide Ereignisse einrichten, also den Verbrauch senken oder erneuerbare Energie
nutzen müssen, zumal Öl auch für Tausende Gebrauchsgüter benötigt wird. Von
Berufs wegen anders sieht das der Pressesprecher der Mitteleuropa-Holding von
ExxonMobil, Karl-Heinz Schult-Bornemann. Alljährlich
präsentiert er seinen Überblick über die Erdöl- und Erdgas-Reserven der Welt
unter der sprachlichen Eigenschöpfung "Oeldorado". Er betont, das Öl
werde sicher noch 40 Jahre reichen, wahrscheinlich länger, denn die
Reservemengen seien in Hinblick auf den momentanen Stand von Technik und
Wirtschaftlichkeit ermittelt worden, lägen also eher höher. Zur Sorge sei kein
Anlaß - und, könnten wir denken, schon gar nicht zum Krieg.(7) Selbst aber wenn die Förderung
noch einen Vorsprung vor der Nachfrage hätte, selbst wenn soviel fossiler
Brennstoff vorhanden wäre wie Wissen oder Luft: Öl ist eine Ware. Knapp ist Öl,
weil ein gewinnermöglichender Bedarf danach besteht. Ebenso bringt der Bedarf
an Öl nur dann Gewinn, wenn das Öl knapp ist. Dazu muß Öl nicht in dem Sinne
knapp sein, wie es auch schmierig ist, also von Natur aus, oder knapp geworden
in dem Sinne, daß jetzt physikalisch weniger da ist als früher, sondern es muß
nur knapp sein aus gesellschaftlichen Gründen. Der ebenfalls gesellschaftliche
und keineswegs natürliche Bedarf an Öl tritt mit der Knappheit an Öl stets
als Paar auf. Knappheit ist ohne Bedarf, Bedarf ohne Knappheit gar nicht möglich
– nicht denkmöglich.(9) Das Argument, die
allgemeine Ressourcenerschöpfung löse Kriege aus, soll daher hier außer
Betracht bleiben. Die Frage ist, ob es den USA bei ihren Interventionen in den
Ergas-, Erdöl- und Transitregionen um Ölinteressen oder um Geopolitik geht. o Der US-Konzern Unocal
wollte eine Gaspipeline durch Afghanistan an den indischen Ozean bauen – seit
einem Jahr führen dort die USA zusammen mit Großbritannien, Deutschland und
einigen andern Ländern einen Angriffskrieg. o Im Anschluß an den
Angriffskrieg zahlreicher westlicher Länder gegen Jugoslawien errichteten die
USA im Kosovo-mazedonischen Grenzgebiet die Festung Bondsteel. Sie ist die größte
militärische Anlage außerhalb des eigenen Landes. Der Bau der AMBO-Ölpipeline
für kaspisches Öl von Burgas in Bulgarien durch Mazedonien an Bondsteel vorbei
nach Vlorë in Albanien konnte beginnen. o Ein Konsortium unter Führung
von BP Amoco baut seit September 2002 die BTC-Ölpipeline von Baku über
Tbilissi nach Ceyhan an der türkischen Mittelmeerküste. Die Pipeline führt
durch den Kaukasus und die östliche Türkei. Dort bekriegen oder bekriegten
sich die US-nahe türkische Militärführung und die Kurden; das US-nahe Aserbaidschan und Armenien; das US-nahe Georgien und Abchasien; die
pakistanisch, also indirekt US-amerikanisch unterstützten Tschetschenen und die
russische Zentralregierung. o Der Irak besitzt die
zweitgrößten Ölreserven der Welt. Die USA und Großbritannien bereiten einen
weiteren Krieg gegen das Ölland vor, das an die Ölländer Iran, Kuwait und
Saudi-Arabien grenzt. Die ehemalige deutsche
Justizministerin wurde nicht gefragt, wieso die USA immer gerade da
intervenieren, wo Öl und Erdgas fließen, aber der Internet-Autor Jared Israel.
"Das Imperium ist nicht wegen des Öls in Afghanistan", antwortet
Israel einem Leser, zumal die Firma Unocal eine Gas- und keine Ölleitung habe
bauen wollen. Die USA wollten nach dem Zerfall der Sowjetunion nun Rußland
zerschlagen. "Weniger wegen des Öls waren die USA an Zentralasien
interessiert als vielmehr am Öl 'wegen Zentralasien'." Örtliche Kräfte könnten
leicht mit Öl- und Gasprojekten für strategische Ziele der USA gewonnen
werden. Nicht die Taliban, sondern die Amerikaner hätten im übrigen die
Pipelinepläne scheitern lassen und mit ihrem Krieg – der ja immer noch anhält
- die Möglichkeit eines Pipelinebaus selber jedenfalls vorläufig obsolet
gemacht. Zugleich hätten die USA die zentralasiatischen Republiken –
Kirgistan, Usbekistan, Aserbaidschan und sogar Georgien - militärisch an sich
und die Nato binden können. Wie Däubler-Gmelin hält Israel das Ölargument für
einen Trick.(10) Tatsächlich intervenieren
die USA in den meisten Grenzländern zu Rußland und den innerrussischen
Randgebieten – und zwar vorerst nicht-militärisch. Doch nahezu alle Nachbarn
Rußlands besitzen auch Energieressourcen oder leiten sie durch ihr Gebiet.
Belarus zum Beispiel ist von Pipelines durchzogen, die Mittel- und Westeuropa
mit kasachischem und russischem Öl und Gas beliefern. US-Botschafter Kozak und
Ex-BND-Chef Wieck haben in Minsk versucht, mit Geld und Propaganda Lukaschenkos
Wiederwahl zu verhindern.(11) Der Ort der Konflikte läßt also weder eindeutig
auf geostrategische noch auf Energieinteressen schließen. Gegen das Öl-, genauer,
Energieressourcenargument spricht etwa: Die Firma Unocal hat ihre Pläne in
Afghanistan 1998 fallen lassen und bis heute nicht wieder aufgegriffen.(12)
Andererseits hat die Bush-Regierung ausgerechnet einen früheren
Unternehmensberater von Unocal zum Sonderbotschafter in Afghanistan ernannt:
Zalmay Khalilzad hat der Ölfirma eine politische Risikoanalyse über die
geplante Gas-Pipeline gefertigt, 1997 an Gesprächen zwischen Unocal und
Taliban-Vertretern teilgenommen und noch 1998 wie ein Lobbyist in der
"Washington Post" die Taliban gegen den Terrorismus-Vorwurf
verteidigt.(13) Im National Security Council berichtet er heute Condoleezza
Rice, die selbst im Vorstand von Chevron war.(14) Khalilzads Rolle spricht eher
für einen engen als für einen losen Zusammenhang zwischen Ressourceninteressen
und Afghanistankrieg. Auch haben am 30. Mai 2002
die Regierungschefs von Turkmenistan – dort lagert das Gas –, Afghanistan
und Pakistan ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Asian
Development Bank (Mehrheitseigner sind die westlichen Staaten einschließlich
der USA) wird eine
Machbarkeitsstudie vorfinanzieren, die Weltbank (größter Eigner sind die USA)
wird als möglicher Investor genannt.(15) Offenbar gehen im Fall Afghanistan geostrategische und Ressourceninteressen ineinander über, so daß weder von bloßer Geschäftsförderungspolitik noch von manischem Weltherrschaftsstreben gesprochen werden kann. Balkan
Für die AMBO-Pipeline und
Camp Bondsteel an der mazedonischen Grenze gilt Ähnliches. US-General Michael
Jackson verkündete bei der Übernahme des Kfor-Kommandos: "Wir werden hier
bestimmt lange bleiben, so daß wir auch die Energiekorridore sichern können,
die [Mazedonien] durchqueren."(16) Die Machbarkeitsstudie zu
AMBO wurde von Brown & Root, der Tochterfirma von Dick Cheneys Halliburton
erstellt, der Öl-Service-Firma mit über 100.000 Beschäftigten. Bau und
Catering von Camp Bondsteel erledigt(e) Halliburton (siehe "Das
Dream-Team", KONKRET 10/02). Die betroffenen Staaten mußten auf Souveränitätsrechte verzichten. Unter Cheneys Vizepräsidentschaft wurde Brown & Root Exklusiv-Lieferant der überseeischen Teile der US Army und aller Bauten der US Navy, obwohl gegen die Firma ein Betrugsverfahren läuft.(17) Geostrategische und Ölinteressen sind offenbar vollkommen miteinander verflochten. Kaspisches Meer, Kaukasus, Türkei
Wie ist das
Investitionsprojekt mit dem Kürzel BTC, die Öl-Pipeline von Baku in Aserbaidschan über Tbilissi in Georgien nach Ceyhan am türkischen Mittelmeer,
einzuordnen? Die "Neue Zürcher
Zeitung" titelte noch im August 2001: "Gute Karten Rußlands im
kaspischen Pipeline-Poker". Mindestens bis 2006 werde Rußland beim Öl
seine Vormachtstellung behalten. Denn die neue Leitung von den kasachischen
Tengis-Feldern ans Schwarze Meer führe über russisches Gebiet und werde dem
Land in den kommenden 40 Jahren 20 Milliarden Dollar einbringen. Russisches
Erdgas fließe demnächst durch die Blue Stream Line am Boden des Schwarzen
Meeres nach Samsun in der Türkei. Und die alte sowjetische Verbindung der
aserischen Ölfelder mit dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossisk, die
sogenannte Nordroute, sei über Dagestan umgeleitet worden. Die Tschetschenen könnten
sie nicht mehr unterbrechen. Die USA dagegen hätten einen leistungsfähigen
Westkorridor, von Baku ans Schwarze Meer oder gar ans Mittelmeer, nicht
geschaffen. Das russische Transportmonopol am kaspischen Meer sei daher
ungebrochen.(18) Das waren zweifellos
Erfolge für die russischen Konkurrenten – oder Gegner. Aber die
Baku-Tbilissi-Ceyhan-Verbindung mit dem Mittelmeer wird nun, nach achtjährigem
Zögern, doch gebaut. Gezögert wurde, weil die Pipeline den beiden größten
der Branche, Chevron Texaco und ExxonMobil, nicht ins ökonomisch-politische
Kalkül paßt. Die kasachischen Tengisfelder im Nordosten des kaspischen Meeres
gehören einem Konsortium unter Chevron-Führung und entleeren sich bereits günstig
über die russisch-kasachische Pipeline in Tanker bei Noworossisk. Für die
Pipeline ab Baku am westlichen Ufer des kaspischen Meeres liegt in aserischen
Gewässern allein nicht genug Rohöl bereit. Aus Kasachstan müßten Lieferungen
(über oder durch das Kaspische Meer) nach Baku abgezweigt werden. Dann aber wäre
die Tengis-Noworossisk-Pipeline weniger rentabel. Wer nun hat sich mit dem
BTC-Leitungsbau durchgesetzt? Konsortialführer ist der dritte Ölriese, BP
Amoco, 1998 hervorgegangen aus der bis dahin größten Firmenfusion der
Geschichte zwischen der großen British Petroleum und der kleineren US-Firma
Amoco. Weltsitz ist London, die Exploration von Gas und Öl wird von Houston,
Texas aus geleitet. Die Verhandlungen zwischen den zahlreichen Ölfirmen des BTC-Konsortiums und den Staaten Aserbaidschan, Georgien und Türkei koordinierte eine Anwaltskanzlei. Baker Botts L.L.P. beschäftigt weltweit 600 Anwälte in den fünf Ölhauptstädten Austin, Baku, Dallas, Houston und Riad und in den drei politischen Hauptstädten London, New York und Washington. Baker Botts wird geleitet von James A. Baker III, Außenminister unter Bush senior.(19)
Baker hat im August 1990
bei Saddam Hussein den Eindruck erweckt, die USA würden eine Kuwait-Annexion
dulden, wie Günter Barudio berichtet.(20) Baker war es auch, der Bush junior
per Wahlbetrug in Florida in den Präsidentensessel gehievt hat. Er sitzt zudem
im Beirat der US-aserischen Handelskammer in Baku wie vor ihm der jetzige
US-Vize Richard Cheney von Halliburton. Halliburton, größte Ölservice-Firma
der Welt, hat vom Konsortium den Zuschlag für die Ingenieurarbeiten im längsten,
dem türkischen Abschnitt erhalten.(21) Rechtzeitig vor dem ersten
Spatenstich, am 28. März 2002, sicherte das US-Verteidigungsministerium der
aserischen Flotte fachlichen Beistand zu - Aserbaidschan liegt im Streit mit dem
Iran über die Schürfrechte vor beider Küste. Generalunternehmer für BTC in
der Türkei ist die türkische Ölfirma Botaş. Ihr bastelte Baker ein
sogenanntes Host Government Agreement mit den Vertretern der türkischen Militärregierung.
Danach sind ab sofort im Transportkorridor für die Pipeline alle inländischen
Gesetze null und nichtig. BTC/Botaş zahlt den Anrainern keine Entschädigung,
da die Grundbücher veraltet sind und die gegenwärtigen Eigentümer nicht aufführen.
BTC/Botaş kann beliebig viel Wasser entnehmen, unabhängig vom Bedarf der
Bewohner; BTC/Botaş muß nicht für Schäden aus Lecks aufkommen; BTC/Botaş
erwartet Kredite von der Weltbank und hält sich an keine ihrer Regeln zum
Schutze der kurdischen und anderer Minderheiten im Korridor. BTC/Botaş ist,
wie es das glücklicherweise gescheiterte Multilateral Agreement on Investment
(MAI) für alle Konzerne der Welt vorsah, unumschränkter Herrscher auf seinem
Gebiet.(22) Die Ölinvestition wirft
Profit ab für das BP-Konsortium und seine Anhängsel. Zugleich festigt sie die
Herrschaft von Bush & Co. Öl ist die materielle Basis für politische
Macht, politische Macht die finanzielle Basis für Profit. Rußland, da hat
Jared Israel recht, ist den USA ein schlecht berechenbares Hindernis auf dem Weg
zur Herrschaftsausweitung und -sicherung, gerade weil es Ressourcen und
Transportwege kontrolliert. Rußland hat noch einen Teddybären. Den will Bush
zu seinem dazuhaben. Kurz: Den USA geht es gegenwärtig ums Öl, wirklich nur
ums Öl. Der belgische Kommunist Michel Collon drückte das in
"Solidaire"(23) so aus: "Wer die Welt beherrschen will, muß das
Öl im Griff haben. Alles Öl. Wo es auch sei."
Im Irak ist ganz viel davon.
Quellenangaben (1) Byford, Grenville: The Wrong War. Foreign Affairs,
Juli/August 2002 http://www.foreignaffairs.org/articles/byford0702.html (2)
Kleveman, Lutz C.: Der Kampf ums kaspische Öl - Letzte Folge (8): Der
Afghanistan-Joker Spiegel Online, 13. September 2002
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,213648,00.html; Le Gendre, Bertrand: La croisade antiterroriste sent le pétrole. Le
Monde, 21.09.02
http://www.lemonde.fr/imprimer_article_ref/0,9750,3209--291334,00.html Stern,
Babette: Le pétrole, l'autre enjeu du conflit. Le Monde, 19.09.02
http://www.lemonde.fr/imprimer_article_ref/0,9750,3209--290985,00.html (4)
gemäß dem Bericht eines Gesprächsteilnehmers aus: So kam es wirklich zu dem
Hitler-Bush-Vergleich. rote fahne, Wochenzeitung der MLPD, 26.9.2002 http://www.mlpd.de/rf0239/rfart8.htm
(5)
Pontenagel, Irm (V.i.S.d.P.): Aufruf „Weg vom Öl“. Friedenssicherung,
Umweltschutz und neue Wirtschaftsstabilität durch Erneuerbare Energien.
http://www.eurosolar.org“> http://www.eurosolar.org (7) Auszüge
aus der Rede von K.-H. Schult-Bornemann, Leiter Presse und Information,
ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg, anläßlich Vorstellung der
Studie 'Oeldorado 2002' am 18.6.2002 in Wien http://www.esso.de/ueber_uns/energie (8) ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg: Oeldorado 2002 http://www.esso.de/ueber_uns/energie_umwelt/oel (12) Israel, Jared: Answer
to a Reader: Why we insist U.S. Actions Risk Nuclear War! 9 July 2002 http://emperors-clothes.com/letters/stein.htm
(13) Emperor’s Clothes Interviews Unocal Oil 9 July 2002
http://emperors-clothes.com/interviews/lane.htm
(15) US supports proposed Trans-Afghan gas pipeline. Turkmenistan Press
via NewsBase and Alexander’s Gas and Oil, 10 Juli 2002; ADB to finance
Trans-Afghan gas pipeline study - The DAWN Group of Newspapers http://www.gasandoil.com/goc/news/ntc23280.htm (16) zitiert nach Talbot, Karen: Former Yugoslavia: The
name of the game is OIL! & the prize is profits. In: People’s Weekly
World. Weekly Newspaper of the Communist Party of the USA http://www.ecadre.net/pages/news/stories/99017752.shtml (17) ) Pace, David (The Associated Press): Military deals
with Halliburton subsidiary made dispite protest, probe. Seattle Times, 5.
August 2002 http://archives.seattletimes.nwsource.com/cgi-bin/ (18) A.R.,
Noworossisk: : „Gute Karten Russlands im kaspischen Pipeline-Poker“, NZZ,
15. August
2001 http://www.nzz.ch/2001/08/15/al/page-article7JLKU.html
(19) BP Amoco http://www.bp.com
; Baker Botts L.L.P. http://www.bakerbotts.com/practice/energy.asp
Allgemeine Ölquellen im Internet http://www.eia.doe.gov
- mit aktuellen Länderberichten, erstellt vom US Department of Energy http://www.gasandoil.com
- Alexander’s Gas and Oil, aktuelle Pressemeldungen rund ums Thema, nach
Weltregionen gegliedert http://www.rigzone.com
- wie Alexander’s, mit Akzent auf Up Stream (Öl-Suche und –Förderung) 22. November
2002 Vortrag zum gleichen
Gegenstand "Energieinteressen als Kriegsursache" „Alternativen
zur Gewalt. Handlungsperpektiven im Zeitalter der Globalisierung aus
pazifistischer, ökologischer und ökonomischer Sicht“, veranstaltet von
DFG-VK, attac, Ohne Rüstung leben, eurosolar und Pax Christi im Theaterhaus
Stuttgart am Sonntag, dem 27. Oktober 2002, 10 Uhr bis 17.30 Uhr, siehe http://www.dfg-vk.de/konferenz/">http://www.dfg-vk.de/konferenz/
Nach der Konferenz –
was tun? Einige Anregungen 1. Die Vorbereitung von
Angriffskriegen ist strafbar, grundgesetzwidrig und völkerrechtswidrig. Auch
nur entfert Beteiligte machen sich schuldig. Dazu gehören alle, die
Kriegsvorbereitungen in Ramstein, Spangdahlem, Frankfurt, in den Panzern in
Kuweit und auf See ermöglichen:
unser Kanzler, sein Außenminister, die ganze Bagage. Machen Sie das bekannt! 3. Untersuchungen wie die
der Fact Finding Mission auf der Trasse der Pipeline durch die Türkei sind
interessant für Ihre Lokalzeitung oder überregionale Organe. Besorgen Sie sich
die Untersuchung und bieten Sie einen Artikel darüber an. 4. Gleiche Berichte gibt es
über den georgischen und den aserischen Abschnitt der Trasse – dito.
Versuchen Sie herauszufinden, ob sich Gruppen mit dem
bulgarisch-mazedonisch-albanischen Korridor 8 befasssen; oder mit dem
jugoslawischen Korridor 10. Was treiben die neuen Regierungsmitglieder in
Jugoslawien, die von der Weltbank aus auf ihre
Posten gelangt sind? Bilden Sie eine Untersuchungsgruppe. Viel Erfolg! 27. Oktober 2002 *Steinberg Recherche Referent Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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