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Thomas Immanuel Steinberg

Wo der Barthel den Most holt

Eine kleine Karte weist den Weg zur großen Kapitalbildung.

 

Kapital ist geronnene Arbeit. Die Arbeit kommt von den Arbeitskräften. Wo hocken die Arbeitskräfte? Eine kleine Karte weist den Weg.

Quelle: USAID 

Sie zeigt, wo auf der Welt viele Leute wohnen. Im dicht besiedelten Deutschland leben auf einem Quadratkilometer 231 Leute, in Ruhrgebiet mehr, anderswo weniger. Der Farbskala entsprechend ist Deutschland mittel- bis dunkelbraun gescheckt, Europa insgesamt mittelbraun. Indien mit 314 Einwohnern je Quadratkilometer ist dichter, im mittleren Norden viel dichter besiedelt als Deutschland. Dort ist es dunkelbraun. Viele Leute in großen Gebieten leben außerdem in China, Korea und Japan; einige im Osten der USA, in Mexiko, in Nigeria und an den großen Seen in Afrika. Den Rest erkennt man nicht so genau. 

Deutlich wird: Die Masse wohnt auf einem durchhängenden Streifen zwischen England und Japan. Dort können Arbeitskräfte massenhaft arbeiten, also auch massenhaft Kapital bilden. China und Indien haben im Augenblick die höchsten Wachtumsraten. Der Verbrauch steigt langsam,  viel wird investiert - Kapital wird aufgehäuft. Das viele Kapital landet nicht unbedingt in den Händen von Indern und Chinesen, aber es stammt von den vielen Indern und Chinesen, die es erarbeitet haben. 

In China und Indien holt, wie man sagt, der Barthel den Most. So sagt man das, weil das Brecheisen in der Gaunersprache Barsel heißt, und das Geld Moos.

Zu einer großen Karte mit den Ländergrenzen der Welt hier.  Zu allen Karten hier.

T:I:S, 6. März 2005

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