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1. Westjordanland
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Die Apartheid-Mauer
Eine Sperre zur Umzingelung des
Westjordanlandes
Blick auf die Sicherheitsanlage
Fotos
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Die
Mauer im Norden des Westjordanlandes
In
Wahrheit handelt es sich nicht um einen einfachen Zaun oder eine
einfache Mauer, sondern um eine Sicherheitszone zwischen 30 und
100 Metern Breite mit scharfer Bewachung: Elektrozäune, Gräben,
Kameras, Patrouillen.
Nach
einer Flash-Animation der britischen Tageszeitung The
Guardian.
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Wachturm mit Radaranlage und Soldaten mit Nachsichtgeräten
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Infrarot-Kamera, ergänzt
durch Video-Kameras an Ballons und in Drohnen (unbemannten Flugzeugen).
Alle Daten werden in Realzeit an einen Kommandoposten übermittelt.
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NATO-Drahtrollen («razor wire»)
von 1 m 80 Höhe.
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Asphaltstraße für
Truppenbewegungen. Zwischen Straße und NATO-Draht verrät ein
Sandstreifen an den Fußspuren, wer sich zu nähern versucht hat.
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Drei Meter hoher Zaun mit Berührungssensoren
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Entlang der von Israel als "risikoreich" eingestuften
Abschnitte wird der Zaun
durch eine Betonmauer von acht Metern Höhe ersetzt.
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Straße für Patrouillenfahrzeuge
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Zwei Meter tiefer Graben, um den Durchbruch palästinensischer
Fahrzeuge zu verhindern.
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NATO-Drahtrollen
und Bodensensoren, um jede Bewegung zu registrieren, bevor der Zaun erreicht wird.
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Ein Wachturm in Kalkilia.
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In Kalkilia ist die Betonmauer acht Meter hoch.
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Elektrozaun
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Stacheldrahtrollen. Wie man auf dem rechten Bild sieht, handelt es sich
nicht um gewöhnlichen Stacheldraht, sondern um einen Draht, der mit
rasierklingenscharfen Zacken bestückt ist (NATO-Draht).
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Kinder
am Fuße der Mauer im Bau bei Kalkilia. Bald wird das provisorische
Spielgelände durch einen Sicherheitsstreifen von 40 Metern Breite
ersetzt sein.
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Im Nordosten von Kalkilia liegt Jayus (30.000 Einwohner) mit
seinen 900 Hektar abgetennten Feldern. Das ist einer der Orte in der Nähe
der Grünen Linie, dessen Felder und Broterwerb vom Mauerbau am meisten
betroffen sein werden. Ein großer Teil der Felder außerhalb des Ortes
ist bereits planiert, und zwei oder drei Feldwege sind blockiert.
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Falamia im Norden von Kalkilia
Das
erste Foto wurde am 16. Oktober, das zweite am 29. Dezember 2002
aufgenommen (© ARIJ).
Ein
Streifen von hundert Metern Breite und acht Kilometern Länge hat einen
großen Teil der Felder dieses Dorfs mit 600 Einwohnern zerstört, die
allerdings Tausenden von Familien aus der Gegend um Kalkilia und
Tulkarem gehören. Der Rest (ungefähr 35 Hektar) wird abgetrennt und für
seine Besitzer unerrreichbar sein. Die Felder von Falamia machen ungefähr
45 % der palästinensischen landwirtschaftlichen Produktion aus und
versorgen ganz Westjordanland mit Früchten und Gemüse. Außerdem hat
der Mauerbau das Wasserleitungssystem beschädigt, das auch die
Versorgung von vier Nachbardörfern sichert. Drei seiner fünf Brunnen
wurden von der französischen Regierung finanziert.
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2. Die Mauer

Foto: BBC / AP 2003
Le Monde diplomatique vom Juli 2003 berichtet in
der französischen und der deutschen Ausgabe von der Mauer, die zur Zeit
für 1,2 Milliarden Euro um den Kern der Westbank gebaut wird. Die Mauer
ist acht Meter hoch, zu einem Drittel fertig oder im Bau und wird etwa 40%
des Westjordanlandes umschließen. Die Tore werden von Israelis bewacht sein.
Zur Karte aus Le Monde diplomatique West
Bank Map anklicken.
Das umschlossene Gebiet erstreckt sich
darmförmig von Nord nach Süd. Etwa in der Mitte bei Jerusalem ist eine Art
Darmverschluß vorgesehen. Westlich liegen nicht eingeschlossene
Westjordanlandstreifen und -fetzen, sowie einige Exklaven; noch weiter westlich
liegt das israelische Kernland.
Östlich des eingemauerten Territoriums - auf
Deutschland projiziert würde es etwa von Hamburg bis Hannover reichen -
erstreckt sich als halb so breiter Streifen der Jordanlandrest. In diesem Rest,
teilweise an der Uferstraße des Toten Meeres, liegen zahlreiche jüdische
Siedlungen und die Exklave Jericho. Erst dahinter kommt Jordanien. Von
Ost-Jerusalem soll nur ein winziger Teil innnerhalb der Mauer liegen.
Offenbar sollen die Palästinenser , schreibt Le
Monde diplomatique, wie in einem Bantustan eingeschlossen sein und die Tore nur
passieren können, wenn die Israelis es ihnen erlauben. Schon jetzt haben viele
palästinensischen Bauern überhaupt keinen Zugang mehr zu ihren Feldern.
Foto: desert voice 2003
Die Berliner Zeitung vom Montag, dem 14. Juli
zeigt in ihrer Print-Ausgabe ein wunderschönes Bild des
russisch-israelischen Fotokünstlers Pavel Wolberg in schwarz-weiß. Zu sehen ist einem fein
geripptes, elegant geschwungenem Gebilde. Es ist ähnlich aufgenommen wie
auf guten Postkarten das Chilehaus in Hamburg. Über dem Mauerschwung, der in
himmelragenden Zacken ausläuft, fliegt - welch Symbol - ein Raubvogel.
Hier die etwas weniger eindrucksvolle Farbversion des Fotos:

Hinzugefügt
am 14. Oktober 2003, T:I:S
Wie Fotos lügen
können.
Darunter ist die Rede von einer "Mauer, die
die Westbank von Israel trennt" - noch eine Irreführung.
T:I:S, 15. Juli 2003
Die
kleine Schweizer Zeitschrift Zeit-Fragen hat in ihrer Nr. 17 vom 12. 5. 2003
einen anschaulichen Text von Uri Avnery aus
Israel zur Westbank-Mauer veröffentlicht: Die üble Mauer oder der «schleichende
Transfer». http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_104d/T01.HTM
T:I:S, 17.
Juli 2003, ergänzt am 14. Oktober 2003
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