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. Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Suchen David HareDie jüdisch-israelische Mauer auf palästinensischem Gebiet 2009Am 12. April 2009 führte der Schriftsteller David Hare im Royal Court Theater in London einen Monolog auf. Die bearbeitete Fassung erschien unter dem Titel Wall: A Monologue in der New York Review of Books, Volume 56, Number 7, April 30, 2009. Siehe auch Clarification. Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte am 31. August 2009 eine von Andrian Widmann besorgte Übersetzung unter dem Titel: Mauer. Ein Monolog. In ihr sind eineige Passagen ausgelassen, darunter der Satz: The Palestinians call the foundation of the Israeli state the nakbeh: the disaster. Andere sind sehr fei oder falsch übersetzt. Dank an Schmidt-Polyglott Das englische Stück eignet sich als Grundlage für ein vernünftiges Gespräch über das Israel-Problem, das deutsche für ein vernünftiges Gespräch über deutsche Macken. T:I:S, korrigiert am 2. September 2009. Dank an Claudia Karas URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/biwestbankwall.htm#Hare
2. Die Mauer
Foto: BBC / AP 2003 Le Monde diplomatique vom Juli 2003 berichtet in der französischen und der deutschen Ausgabe von der Mauer, die zur Zeit für 1,2 Milliarden Euro um den Kern der Westbank gebaut wird. Die Mauer ist acht Meter hoch, zu einem Drittel fertig oder im Bau und wird etwa 40% des Westjordanlandes umschließen. Die Tore werden von Israelis bewacht sein. Zur Karte aus Le Monde diplomatique West Bank Map anklicken. Das umschlossene Gebiet erstreckt sich darmförmig von Nord nach Süd. Etwa in der Mitte bei Jerusalem ist eine Art Darmverschluß vorgesehen. Westlich liegen nicht eingeschlossene Westjordanlandstreifen und -fetzen, sowie einige Exklaven; noch weiter westlich liegt das israelische Kernland. Östlich des eingemauerten Territoriums - auf Deutschland projiziert würde es etwa von Hamburg bis Hannover reichen - erstreckt sich als halb so breiter Streifen der Jordanlandrest. In diesem Rest, teilweise an der Uferstraße des Toten Meeres, liegen zahlreiche jüdische Siedlungen und die Exklave Jericho. Erst dahinter kommt Jordanien. Von Ost-Jerusalem soll nur ein winziger Teil innnerhalb der Mauer liegen. Offenbar sollen die Palästinenser , schreibt Le Monde diplomatique, wie in einem Bantustan eingeschlossen sein und die Tore nur passieren können, wenn die Israelis es ihnen erlauben. Schon jetzt haben viele palästinensischen Bauern überhaupt keinen Zugang mehr zu ihren Feldern.
Foto: desert voice 2003 Die Berliner Zeitung vom Montag, dem 14. Juli zeigt in ihrer Print-Ausgabe ein wunderschönes Bild des russisch-israelischen Fotokünstlers Pavel Wolberg in schwarz-weiß. Zu sehen ist einem fein geripptes, elegant geschwungenem Gebilde. Es ist ähnlich aufgenommen wie auf guten Postkarten das Chilehaus in Hamburg. Über dem Mauerschwung, der in himmelragenden Zacken ausläuft, fliegt - welch Symbol - ein Raubvogel. Hier die etwas weniger eindrucksvolle Farbversion des Fotos:
Hinzugefügt am 14. Oktober 2003, T:I:S Wie Fotos lügen können. Darunter ist die Rede von einer "Mauer, die die Westbank von Israel trennt" - noch eine Irreführung. T:I:S, 15. Juli 2003 Die
kleine Schweizer Zeitschrift Zeit-Fragen hat in ihrer Nr. 17 vom 12. 5. 2003
einen anschaulichen Text von Uri Avnery aus
Israel zur Westbank-Mauer veröffentlicht: Die üble Mauer oder der «schleichende
Transfer». http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_104d/T01.HTM T:I:S, 17. Juli 2003, ergänzt am 14. Oktober 2003 *
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