Hans Branscheidt

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Thomas Immanuel Steinberg

Antideutsche Landkartenveränderung

Hans Branscheidt, der einzige Mensch auf der Welt, der mobile Labors für biologische und chemische Kampfstoffe aus der Bundesrepublik 1988 „des Öfteren im Irak im Einsatz gesehen“ haben will und dies pünktlich vor dem US-Überfall auf den Irak 2003 verkündete, hat sich am 27. Oktober 2008 der Initiative "Stop the Bomb" gegen die iranische Atombombe angeschlossen, gegen eine Bombe, die weder existiert, noch gebaut wird.

Aber Branscheidt war auch anderweitig zu Gange, wie die FAZ 2010 berichtete.

... In Brüssel als Lobby-Organisation angesiedelt ist die „European-Turkey Civic Commission“, kurz Eutcc. Der Name klingt unverfänglich, von der PKK und Öcalan ist erst mal keine Rede, und nur, wer sich die Namen der Vorstandsmitglieder und ihre Aktivitäten genauer ansieht, kommt dann auch auf die kurdische Spur...

... Zum Vorstand der „Kommission“ gehört ein Deutscher namens Hans Branscheidt. In den siebziger Jahren leitete er eine westdeutsche Solidaritätsorganisation für die nordirische IRA. Irgendwann kamen seine internationalistischen Bestrebungen im wilden Kurdistan an. Branscheidt repräsentiert noch viele andere Gruppen, die vermutlich nur aus ihm selbst bestehen, darunter eine „Mezopotamian Development Society“, in deren Auftrag er 2008 eine Unterstützungserklärung für „Roj TV“ [einen kurdischen Sender, T:I:S] unterzeichnete. 2002, vor dem Krieg, trat er als Repräsentant einer ansonsten unbekannten „Koalition für einen demokratischen Irak“ auf und erklärte sich für den Angriff der Vereinigten Staaten. Schließlich spricht er für die „Theo van Gogh-Gesellschaft“, von der kein Mitglied weiter bekannt ist als eben Branscheidt.

Welche Rolle spielt Hans Branscheidt?

„Plädoyer für den freien Menschen“ heißt ein Buch des PKK-“Führers“ Öcalan, das 2005 auf Deutsch erschien. Im Anhang findet sich der Aufruf zur Freilassung Öcalans, von Branscheidt unterzeichnet. Zur Ironie der Sache gehört es, dass dieser seltsame Apostel, als die Geiseln am Ararat entführt worden waren, von den deutschen Medien als „PKK-Experte“ befragt wurde und sich zu den Zielen der Aktion mit viel Kreide in der Kehle vernehmen ließ: „Man will, dass Brüssel deutlicher auftritt, um demokratisierende Forderungen auf die Tagesordnung zu setzen. Die PKK ist prinzipiell für Frieden durch Dialog. Es würde mich nicht wundern, wenn sie“ - die Geiseln - „nach ihrer Freilassung sogar Verständnis für die Lage der Kurden äußern werden.“

Die Kurden bilden eine zahlenmäßig starke ethnische Minderheit in der Türkei, in Iran, Syrien und im Irak. Wer sich ihrer Unterstützung versichern könnte, wäre in der Lage, die Landkarte des Nahen Ostens grundlegend zu verändern. Deshalb ist es kein leeres Spiel, ihren deutschen und europäischen Unterstützerkreis - oft aus der „antideutschen“ Linken - unter die Lupe zu nehmen. Selbst wenn es manchem Bauchschmerzen bereitet, sich in der Einschätzung der PKK plötzlich an der Seite der türkischen Regierung wiederzufinden.

Auszug aus Lorenz Jäger: Öcalan bleibt auf Sendung, F.A.Z., 1. März 2010

Wovon Branscheidt so lebt George-Soros-Foundation? Vom National Endowment for Democracy? Ach nein, das waren die Förderer der Projekte des Antideutschen Thomas v. der Osten-Sacken, der es ebenfalls mit Veränderungen in kurdisch-sprachigem Gebiet hat.

T:I:S, 12. Februar 2011

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/branscheidt.htm#Landkartenveraenderung 

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Marsch ohne, und Stillstand mit Fahne

Die Quds-AG der islamischen Gemeinden der Schiiten in Deutschland hat für Samstag, den 27. September 2008 zu einer Demonstration am Berliner Wittenbergplatz aufgerufen. Es gelte "für eine bessere Welt gemeinsam zu marschieren", doch Flaggen von Staaten und Parteien seien untersagt.

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hat eine Gegenkundgebung ein paar hundert Meter weiter am Breitscheidplatz angemeldet und ruft ins Netz: "Zeigen Sie ... mit uns gemeinsam Flagge!" 

Zur Fahne ruft auch Hans Branscheidt: Als einziger Mensch auf der Welt will dieser Mann mobile Labors für biologische und chemische Kampfstoffe aus der Bundesrepublik 1988 „des Öfteren im Irak im Einsatz gesehen“ haben. Das erklärte er pünktlich vor dem US-Überfall auf den Irak 2003. Fahnenjunker neben Branscheidt, diesmal gegen die Schiiten: der Kriegshetzer Thomas v. der Osten-Sacken und Gregor Gysi, der Anti-Antiimperialist.

T:I:S, 25. September 2008

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Curveball / Hans Branscheidt 

Das Märchen von Saddams mobilen Biowaffen

Fünf Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) haben erklärt, der exil-irakische Informant über angebliche Biowaffen-Labors im Irak mit den Codenamen Curveball habe nur vage Angaben gemacht und sei geistig nicht gesund gewesen. 

Curveball hatte vor dem Überfall der USA auf den Irak behauptet, Saddam betreibe Biowaffenlabors auf Lastwagen. Die Bush-Regierung hatte die angeblichen Waffenlabors zur Kriegsrechtfertigung genutzt.  Die Los Angeles Times berichtete am 20. November 2005 ausführlich über ein Interview mit den BND-Leuten und über den Hintergrund der offenbar substanzlosen Kriegsbegründung. 

Der Mensch auf der Welt, der die Bush-Behauptungen öffentlich bestätigt hatte, war Hans Branscheidt, damals Mitarbeiter von medico international. Im August 2005 forderte Branscheidt, der sich für derartige Zwecke offenbar noch nicht für verbrannt hält, die Bundesregierung auf, gegen Kurdenmißhandlungen im Iran zu intervenieren. 

T:I:S, 21. November 2005. Siehe auch Rafid Ahmed Alwan Al-Janabi, der BND-Agent packt aus. Knut Mellenthin, junge Welt, 17. Februar 2011 und Powells Fragen zum Fall »Curveball«. Knut Mellenthin, junge Welt, 18. Februar 2011. T:I:S, 18. Februar 2011

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/branscheidt.htm#Curveball

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Thomas Immanuel Steinberg

Ob Irak oder Iran:

Hans Branscheidt im Öl-Geschäft

Besaß der Irak Massenvernichtungswaffen? Nein, er besaß Öl. Herrscht unter US-Besatzung Demokratie? Nein, es herrscht Ölraub. Hat Saddam Waffen-Labors rollen lassen? Nein, die irakischen Ölarbeiter haben Öl raffiniert. 

Einer wollte die rollenden Waffenlabors gesehen haben. Hans Branscheidt war’s, 2003 noch bei Medico International. Die seriöse NGO distanzierte sich, und Branscheidt nahm den Hut. Knapp vor der nächsten humanitären Intervention in einem anderen Ölland, im Iran, größer und viel dichter an Rußland und Kasachstan dran mit ihrem Öl und Erdgas, zieht der Greuelmärchenerzähler den alten Hut wieder in die Stirn.  

Es befänden sich, so appelliert nun sein Gamsbart an Bundesregierung und Bundestag, „ganze kurdische Städte im Iran im Streik, und ihre Bevölkerungen leisten zivilen Widerstand gegen tägliche brutale Attacken der Geheimdienste und des Militärs: mit dem erklärten Ziel auf die Erkämpfung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechtlichkeit... Wir fordern heute die Regierung der BRD dazu auf, auf europäischer Ebene sofort initiativ zu werden, um diplomatisch in Teheran zu intervenieren. Verbunden mit der Forderung, alle repressiven Angriffe auf die kurdische Bevölkerung einzustellen und internationale Untersuchungsdelegationen ins Land zu lassen.“ 

Und wenn der Iran sie nicht reinläßt? Dann müssen sie die Kurden retten. Die US-Regierung und ihre westlichen Komplizen werden keine Atombomben finden, sondern Öl. Sie werden es rauben. Irmre Kertész wird Branscheidt Gram sein: Der Ungar hat mit dem Greuelmärchenerzähler zusammen den Appell an die deutschen Instanzen unterschrieben – welcher Teufel auch immer ihn dabei geritten haben mag. Schließlich braucht der berühmte Schriftsteller kein Öl. Aber Branscheidt  – als Schmiere für seine Geschäfte. 

T:I:S, 11. August 2005 

Quelle: Öffentlicher Appell an die deutsche Bundesregierung und an den deutschen Bundestag vom 5. August 2005, unterzeichnet von: Imre Kertész, Ayaan Hirsi Ali und Hans Branscheidt; veröffentlicht bisher nur per Mail von www.honestly-concerned.org. Honestly Concerned - auf Deutsch "Ehrlich betroffen" - verbreitet regelmäßig Mitteilungen der Israelischen Botschaft in Berlin. Als Betreiber tritt Sacha Stawski in Erscheinung. Er ist Immobilienmakler in Frankfurt am Main.  

Siehe auch  v. der Osten-Sacken, dort Anmerkung 13  ( taz v. 2. Novemer 2002 )  

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