Hans Branscheidt

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Curveball / Hans Branscheidt 

Das Märchen von Saddams mobilen Biowaffen

Fünf Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) haben erklärt, der exil-irakische Informant über angebliche Biowaffen-Labors im Irak mit den Codenamen Curveball habe nur vage Angaben gemacht und sei geistig nicht gesund gewesen. 

Curveball hatte vor dem Überfall der USA auf den Irak behauptet, Saddam betreibe Biowaffenlabors auf Lastwagen. Die Bush-Regierung hatte die angeblichen Waffenlabors zur Kriegsrechtfertigung genutzt.  Die Los Angeles Times berichtete am 20. November 2005 ausführlich über ein Interview mit den BND-Leuten und über den Hintergrund der offenbar substanzlosen Kriegsbegründung. 

Der Mensch auf der Welt, der die Bush-Behauptungen öffentlich bestätigt hatte, war Hans Branscheidt, damals Mitarbeiter von medico international. Im August 2005 forderte Branscheidt, der sich für derartige Zwecke offenbar noch nicht für verbrannt hält, die Bundesregierung auf, gegen Kurdenmißhandlungen im Iran zu intervenieren. 

T:I:S, 21. November 2005

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Thomas Immanuel Steinberg

Ob Irak oder Iran:

Hans Branscheidt im Öl-Geschäft

Besaß der Irak Massenvernichtungswaffen? Nein, er besaß Öl. Herrscht unter US-Besatzung Demokratie? Nein, es herrscht Ölraub. Hat Saddam Waffen-Labors rollen lassen? Nein, die irakischen Ölarbeiter haben Öl raffiniert. 

Einer wollte die rollenden Waffenlabors gesehen haben. Hans Branscheidt war’s, 2003 noch bei Medico International. Die seriöse NGO distanzierte sich, und Branscheidt nahm den Hut. Knapp vor der nächsten humanitären Intervention in einem anderen Ölland, im Iran, größer und viel dichter an Rußland und Kasachstan dran mit ihrem Öl und Erdgas, zieht der Greuelmärchenerzähler den alten Hut wieder in die Stirn.  

Es befänden sich, so appelliert nun sein Gamsbart an Bundesregierung und Bundestag, „ganze kurdische Städte im Iran im Streik, und ihre Bevölkerungen leisten zivilen Widerstand gegen tägliche brutale Attacken der Geheimdienste und des Militärs: mit dem erklärten Ziel auf die Erkämpfung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechtlichkeit... Wir fordern heute die Regierung der BRD dazu auf, auf europäischer Ebene sofort initiativ zu werden, um diplomatisch in Teheran zu intervenieren. Verbunden mit der Forderung, alle repressiven Angriffe auf die kurdische Bevölkerung einzustellen und internationale Untersuchungsdelegationen ins Land zu lassen.“ 

Und wenn der Iran sie nicht reinläßt? Dann müssen sie die Kurden retten. Die US-Regierung und ihre westlichen Komplizen werden keine Atombomben finden, sondern Öl. Sie werden es rauben. Irmre Kertész wird Branscheidt Gram sein: Der Ungar hat mit dem Greuelmärchenerzähler zusammen den Appell an die deutschen Instanzen unterschrieben – welcher Teufel auch immer ihn dabei geritten haben mag. Schließlich braucht der berühmte Schriftsteller kein Öl. Aber Branscheidt  – als Schmiere für seine Geschäfte. 

T:I:S, 11. August 2005 

Quelle: Öffentlicher Appell an die deutsche Bundesregierung und an den deutschen Bundestag vom 5. August 2005, unterzeichnet von: Imre Kertész, Ayaan Hirsi Ali und Hans Branscheidt; veröffentlicht bisher nur per Mail von www.honestly-concerned.org. Honestly Concerned - auf Deutsch "Ehrlich betroffen" - verbreitet regelmäßig Mitteilungen der Israelischen Botschaft in Berlin. Als Betreiber tritt Sacha Stawski in Erscheinung. Er ist Immobilienmakler in Frankfurt am Main.  

Siehe auch  v. der Osten-Sacken, dort Anmerkung 13  ( taz v. 2. Novemer 2002

Dank für den Hinweis an Claudia Karas

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