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1. Die Rede vom Komplott - Wasser auf die Mühlen der Antisemiten?2. Öl oder Macht - ist das hier die Frage?*1. Die Rede vom Komplott - Wasser auf die Mühlen der Antisemiten?Mark Haim interviewt Jared Israel: Radio-Talkshow
mit Hörerbeteiligung, ausgestrahlt vom Sender WKOPN 89.5 FM (Missouri) am 2.
April 2002. (Posting auf der Website «Emperor’s Clothes» vom 20. November
2002). Mark
Haim.: Es ist gut zu hören, dass viele Leute Fragen stellen wegen des 11.9. Und
Jared Israel, während dieser Stunde werden wir über diese Fragen sprechen,
Anrufe unserer Hörer entgegennehmen und Deine Antworten hören. Jared
Israel: Ausgezeichnet. M.H.:
Bevor wir anfangen, sag uns bitte kurz, wer Jared Israel ist, was Du tust, woher
Du kommst. J.I.: Na ja, ich komme aus New York. Ich bin aus der 60er Generation. Während der 60er – was hast Du während der 60er gemacht? M.H.:
Frag nicht danach, ich fühle mich so alt! J.I.:
Ja, ja, das bist Du; Du wirst nicht besser, Du wirst nur älter! Also, ich war
in der Bürgerrechtsbewegung aktiv, und in der Studentenbewegung gegen den
Vietnamkrieg. Danach habe ich ein normales Leben gelebt. 1998 wurde ich wieder
aktiv, ich beschäftigte mich mit der Berichterstattung der
Medien über Jugoslawien, und dann über den 11. 9. Verzerrung der Wahrheit
durch die Medien, das ist ein besonderes Interesse von mir. Das habe ich viel während
des Vietnamkrieges gemacht. Darin habe ich einige Erfahrung. M.H.:
So eine Art Aufpasser für Journalisten. J.I.:
Ja, so ist es. Das, was unsere Website «Emperor’s Clothes» macht, ist, zu
untersuchen, wie die Medien Informationen falsch darstellen. Erschreckenderweise
finden wir, dass das nach ganz bestimmten Mustern geschieht, für die es sehr
schwer ist, eine «nette» Erklärung zu finden. Aber das ist es, was wir
machen. Wir studieren die Fakten. M.H.:
Nach den tragischen Ereignissen vom 11. September habt Ihr den Hauptteil Eurer
Website dafür verwendet, eine Kritik der Informationen zu liefern, die wir
bekamen. Kannst Du uns in groben Zügen das Ergebnis Eurer Untersuchungen sagen? J.I.:
Nun, das Erste, was mich schockierte – und auch viele andere Leute, denn ich
habe dasselbe von vielen Leuten beim Militär und beim Grenzschutz («Customs
Department ») gehört –, war, dass keine Flugzeuge über Washington
aufstiegen bis nach dem Treffer auf das Pentagon. M.H.:
Du sprichst von Flugzeugen, die abfangen könnten… J.I.:
Ja. Abfangen ist nicht unbedingt eine aggressive Handlung. Es heißt nur, dass
ein Flugzeug aufsteigt und mit einem anderen Flugzeug eine Interaktion hat. Es
gibt einen riesigen Luftwaffenstützpunkt 10 Meilen entfernt vom Pentagon,
Andrews Air Force Base, welcher zwei Flugzeugstaffeln in ständiger
Kampfbereitschaft hat. Diese Einheit wird so beschrieben, dass sie ständig auf
dem höchstmöglichen Niveau der Kampfbereitschaft gehalten wird. Keines dieser
Flugzeuge stieg auf. Aber dann, ein paar Minuten, nachdem das Pentagon getroffen
wurde, dann stiegen sie auf; das wissen wir, weil wir darüber Medienberichte
haben. Warum sollte das so passieren? M.H.:
Also, im Prinzip, vier Flugzeuge werden entführt, man kann auf dem Radar
beobachten, wie diese Flugzeuge ihren Kurs verlassen, aber es gibt keine
Reaktion. Ist es das? J.I.:
Lass mich ein Beispiel geben. Um 9.06 Uhr schließt die FAA (Luftüberwachungsbehörde),
laut ihrem Bericht, den Luftkorridor zwischen Cleveland und Washington,
D.C. Wenn sie diesen Luftkorridor schließen, was übrigens eine der
extremsten Maßnahmen ist, welche die FAA jemals ergriffen hat, warum lassen sie
keine Flugzeuge über Washington aufsteigen?(…) J.I.:
Das Pentagon wurde um ca. 9.45 Uhr Ortszeit getroffen: wir sprechen also von
einer Zeitspanne von ca. einer Stunde und 40 Minuten zwischen dem Zeitpunkt, als
sie wussten, dass Flugzeuge entführt worden waren und dem Zeitpunkt, zu dem das
Pentagon getroffen wurde. Das entführte Flugzeug flog von Boston aus nach
Westen: also wussten sie, dass es auf dem Weg nach Washington gewesen sein könnte,
nicht wahr? Warum ließen sie keine Flugzeuge aufsteigen? M.H.:
Wenn Du solche Fragen stellst, welche Antworten bekommst Du? J.I.:
Nun, kein Regierungsbeamter hat uns geantwortet. Was erstaunlich ist, denn enorm
viele Menschen haben unsere Dokumentation gelesen. Die Antwort, die sie im
Allgemeinen geben, denn die Frage wird von Millionen Menschen gestellt, heißt:
«Wir waren einfach nicht vorbereitet. Wir haben nicht erkannt, dass so etwas
auf uns zukommt.» Das war ihre erste Antwort. Aber die haben sie am 14.
September geändert und gesagt, dass sie Flugzeuge haben aufsteigen lassen, aber
dass sie zu spät waren. Dies ist sehr wichtig, denn das haben sie während der
ersten drei Tage nicht gesagt. Sie haben erst entdeckt, dass sie Flugzeuge haben
aufsteigen lassen drei oder vier Tage danach. Denk mal darüber nach.(…) J.I.:
Weißt Du, normale Leute sagen: «Ich war schockiert.» Und die PR-Leute
versuchen den Eindruck zu erwecken, dass es auch den Leuten so erging, die für
die Luftsicherheit und Luftverteidigung verantwortlich sind, dass sie genauso
sind wie wir. Das sind sie aber nicht. Die Überwachung des Luftverkehrs ist
eine Arbeit, die sorgfältig organisiert wird, mit militärischem Charakter,
sonst würden die Flugzeuge zusammenstoßen. Wenn ein Flugzeug vom Kurs
abweicht, muss es nicht entführt worden sein. Und wenn sie mit dem Piloten
keine Verbindung herstellen können, um herauszufinden, was los ist, haben sie
eine Vorschrift, wonach sie ein Flugzeug hochschicken. Es muss kein Anzeichen
von feindlicher Absicht geben, damit sie ein Flugzeug hochschicken. (…) Anrufer:
Hallo, ich möchte mich bei Euch bedanken für diese Sendung. Eine Frage an den
Gast: Nehmen wir an, das ist alles wahr – es sind ziemlich offensichtliche
Tatsachen – glauben Sie, dass dieses Vorherwissen ein Versuch von Bush war,
den globalen Krieg gegen den Terror zu legitimieren, und außerdem: welche
Schritte werden auf der nationalen Ebene unternommen, um diese Informationen für
die amerikanische Öffentlichkeit zugänglich und breiter bekannt zu machen? M.H.:
Das sind zwei große Fragen, Anrufer. Dürfen wir mit Ihrer Frage nach dem Motiv
anfangen? Jared, war dies nach Deiner Meinung etwas, wo unsere Regierung wusste,
dass etwas passieren würde und nicht gehandelt hat? Oder war unsere Regierung
in Wirklichkeit am Komplott der Täter beteiligt? (…) J.I.:
Dies ist mein Gefühl: es ist klar, dass Vorherwissen und Vorherplanen dasselbe
bedeuten. Denn es ist nicht glaubhaft, dass mächtige Behörden in unserer
Regierung einfach wissen, dass die Terroristen dies tun werden und es geschehen
lassen, ohne dass sie eine intime Verbindung haben zu jenen Terroristen. Denn
wie könnten sie es sonst wissen? M.H.:
Was ist, wenn die Terroristen ausgeforscht wurden, wenn Leute unter Beobachtung
standen, und die Regierungsleute sich dafür entschieden, weil es zu ihrem
politischen Vorteil war, sie das tun zu lassen, was sie tun wollten. J.I.:
Das ergibt keinen Sinn. Denk an Bushs Verhalten. Ohne zu behaupten, dass er
schon Tage vorher Bescheid wusste, wissen wir, dass er, bevor er sein Hotel
verließ, wusste, dass der erste Turm des World Trade Centers von Terroristen
angegriffen worden war, und wir wissen von Cheney, dass die FAA zu diesem
Zeitpunkt eine ständige Telefonverbindung mit dem Secret Service (Schutzbehörde
für den Präsidenten) hatte, das heißt mit Bush. Warum erlaubte ihm der Secret
Service, in jene Schule zu fahren? Die Schule steht 5 Meilen von einem
internationalen Flughafen entfernt. (…) Time Magazine schrieb, es war
entweder 1993 oder 94, dass die größte Befürchtung unter den
Sicherheitsdiensten des Präsidenten ist, dass ein Flugzeug von einem
internationalen Flughafen entführt und benutzt wird, um es auf das Gebäude,
worin er sich befindet, abstürzen zu lassen. Nun, wenn das die größte Befürchtung
des Secret Service war, und wenn der Secret Service wusste, dass es eine
Flugzeugentführung um 8.20 Uhr gegeben hatte, und dass das entführte Flugzeug
später in ein Gebäude hinein gesteuert worden war, was sie, laut Cheney,
wussten: Wie ist es vorstellbar, dass sie ihm erlaubten, in jene Schule zu
fahren? Also wirklich, es wäre ein Akt des Hochverrats, ihn in jene Schule
fahren zu lassen unter diesen Bedingungen, außer wenn sie sicher wussten, dass
er ungefährdet war. Und nur jemand, der in das Komplott eingeweiht ist, weiß
irgendetwas mit Sicherheit. Wenn er also von den Nachrichtendiensten nur gewusst
hätte, dass «irgendetwas» passieren würde, hätte das für jeden rational
und umsichtig handelnden Beamten vom Secret Service nicht ausgereicht, ihn in
jene Schule fahren zu lassen. Er musste wissen, dass es unmöglich war, dass die
Schule Ziel eines Angriffs werden konnte.(…) M.H.:
Hier ist der nächste Anruf. Anrufer:
Ja, ich höre, was dieser Mann sagt, und ich glaube nicht, dass die Regierung
wusste, was im Gange war, nachdem das erste Flugzeug aufgeprallt war. Ich
glaube, sie dachten, es wäre nur ein Irrläufer, und ich kann nicht
akzeptieren, was er sagt. Ich glaube, Sie haben eine fixe Idee. Und ich glaube
gar nichts, was Sie beide sagen.(…) Anrufer:
Warum hat er etwas gegen die U.S. Regierung? Geht es auf die 60er Jahre zurück? M.H.:
Jared, möchtest Du darauf antworten? J.I.:
Na ja, also: «Und übrigens, verprügeln Sie immer noch Ihre Ehefrau?» Hören
Sie, Dinge sind an dem Tag passiert, die für uns alle ungeheure Auswirkungen
haben. Die Meinungen, die ich vorbringe, werden von vielen Militärs geteilt.
Wie ich vorher erwähnte, haben Menschen beim Grenzschutz bei zwei Gelegenheiten
mir gegenüber dieselben Meinungen vertreten, und wir haben viele E-Mails von
Menschen beim Militär bekommen, die sehr erfreut sind, dass wir diese Fragen
aufwerfen. Wir haben eine Luftwaffe, die nicht reagiert hat. Ob ich der
Regierung gegenüber bei anderen Fragen eine kritische Haltung einnehme, was der
Fall ist, und ob ich mich mit Leidenschaft für dieses Land einsetze, was auch
der Fall ist – ich habe keinen Vorteil davon, unbeliebte Themen auf den Tisch
zu bringen – das ist zweitrangig gegenüber den Fakten, die ich vorbringe. Die
Fakten sind schockierend, und man möchte ihnen nicht glauben. Das Leichteste,
was man unter solchen Umständen tun kann, ist zu sagen: «Sie müssen eine fixe
Idee haben.» Na ja, selbst wenn ich eine fixe Idee hätte, kann man die Fakten
hinterfragen. (…) Anrufer:
Ich wurde vorhin unterbrochen, und ich finde das gar nicht gut, was er über
Ehefrauen verprügeln gesagt hat, weil ich nämlich so etwas nicht mache. M.H.:
Nein nein, das ist eine Redensart, wissen Sie, wenn Sie jemanden anklagen, und
ihm in anklagender Weise eine Frage stellen, ist es wie wenn Sie sagen: «Und
verprügeln Sie immer noch Ihre Ehefrau?» J.I.:
Denn sehen Sie, Sie haben mich vorher gefragt: «Warum haben Sie eine fixe Idee?»
und das setzt voraus, dass ich diese Idee wirklich habe. Also wie soll
ich darauf antworten?
Wissen Sie, wenn Sie eine Familie haben, und Sie kritisieren Mitglieder dieser
Familie, machen Sie das, weil Sie sie lieben, und ich liebe die Menschen in
diesem Land mit ziemlicher Leidenschaft. (…) (Ein
Anrufer fragt Jared Israel, ob er etwas von einem Bericht
vor dem 11. 9. wüsste, dass Justizminister Ashcroft das
Präsidentenflugzeug statt Linienflugzeuge benutzen würde.) J.I.:
Nein, davon weiß ich nichts. Dies ist ein wichtiger Punkt. Die Menschen haben
ein gesundes Misstrauen, das ich nicht dämpfen möchte. Aber wenn ein Ereignis
stattfindet, gibt es notwendigerweise auch gewisse Zufälle, die man irrtümlich
als ursächlich ansehen kann. Denn natürlich passieren sehr viele Dinge und
manche sehen so aus, als ob sie etwas miteinander zu tun hätten. Deswegen
versuchen wir uns einzuschränken auf Dinge, die speziell mit diesem Ereignis zu
tun haben: Vorschriften, die nicht eingehalten wurden. Was sind diese
Vorschriften? Wir haben sie auf unserer Website. M.H.:
Hi, Anrufer. Können Sie noch schnell eine präzise Frage stellen? Anrufer:
Ja. Ich bin äußerst besorgt darüber, dass das, was wir jetzt während der
letzten Stunde gehört haben, genau parallel liegt zur antisemitischen Ansicht,
die in der arabischen Welt und in Teilen von Europa vertreten wird, dass das
Ganze eine Verschwörung war, und dass insbesondere die Juden vor den
bevorstehenden Angriffen gewarnt wurden, so dass sie an jenem Tag nicht zur
Arbeit gingen. J.I.:
Das ist aber eine Lüge. Das stimmt natürlich nicht. Anrufer:
Sie leiten aber Wasser auf die Mühlen der Antisemiten. J.I.:
Da wir nur noch wenig Zeit haben, lassen Sie mich erstens sagen, dass ich selber
Jude bin. Zweitens verabscheue ich den Antisemitismus. Dieser Herr neben mir ist
auch Jude. Die antisemitische Masche wurde drei Tage nach dem 11.9. von General
Gul lanciert, dem ehemaligen Top-CIAVerbindungsmann nach Pakistan. Er erzählte
MSNBC, dass «die Juden» es getan haben müssen. Diese Linie ist von Fox TV
weiter propagiert worden, die meiner Meinung nach eine sehr fragwürdige
Institution ist, und sie ist auch von einigen faschistischen Leuten im Internet
verbreitet worden, welche diese Situation – das wird immer getan, wenn ein
Problem vorhanden ist – welche diese Situation, die keinerlei Beziehung zu jüdischen
Menschen hat, in einen Angriff auf die Juden verwandeln wollen, so dass die
durchschnittlichen Leute, welche die U.S.-Regierung nicht in Frage stellen
wollen, weil es so eine entsetzliche Vorstellung ist, eine bequeme Gruppe haben,
der sie es anhängen können. Eine Sündenbock-Gruppe. Und das ist alles, was
hinter der Behauptung steckt, dass alle Juden vom World Trade Center zuhause
blieben. Was eine Beleidigung ist für die vielen jüdischen Menschen, und die
vielen Freunde dieser Menschen, die an jenem Tag starben. M.H.:
Anrufer, ist das eine Antwort auf Ihre Frage? Anrufer:
Also, ich würde schon zustimmen, aber Sie leiten trotzdem Wasser auf die Mühlen
derjenigen Leute, die genau das machen, worüber Sie sich beschweren. J.I.:
Also, das Problem ist, dass das, was ich sage, wahr ist. Und wir können nicht
die Wahrheit verschweigen, wie Lügner versuchen werden, sie zu
verzerren. Aber weil ich mit Ihnen übereinstimme, dass hier eine Gefahr liegt,
werde ich innerhalb der nächsten Woche eine umfassende Untersuchung auf der
Website plazieren, über den Versuch, diese Sache vor den Karren des
Antisemitismus zu spannen – denn ich weiß, dass dieser weit verbreitet ist.
Den ich aber im übrigen vollkommen ablehne. M.H.:
Anrufer, ich danke Ihnen, dass Sie dieses Thema angeschnitten haben. Wir haben
keine Zeit mehr, aber vielen Dank für Ihren Anruf. Anrufer:
Vielen Dank. M.H.:
Jared, die Zeit ist fast vorbei, und es gibt so vieles, was ich noch ansprechen
wollte, mit dem wir noch gar nicht angefangen haben. Ein Anrufer fragte nach den
Bemühungen, diese Informationen mehr Leuten zugänglich zu machen. Ich wollte
über die politischen Implikationen sprechen, die sich daraus ergeben, dass wir
von der Friedensbewegung diese Angelegenheiten ansprechen. Wir haben auch noch
gar nicht über Bin Laden gesprochen. J.I.:
Nein, das hätte ich liebend gern getan. M.H.:
Ich frage mich, könntest Du vielleicht wiederkommen und dieses Thema am
kommenden Dienstag Abend abschließen? J.I.: Sicher, warum nicht. Wann immer Du willst.
Übersetzung: Nicholas Dodwell, Karlsruhe. In: Der Europäer Jg. 7 / Nr. 6 / April 2003, S. 8 - 12, deutsch im Internet mit einer Tabelle zum zeitlichen Ablauf am 11. September unter http://www.perseus.ch/PDF-Dateien/ZeitlicherAblauf11Sept.pdf *
2. Öl oder Macht - ist das hier die Frage?Zum bisher letzten US-amerikanisch geführten westlichen
Überfall hat Israel scheinbar eine andere Position eingenommen als Ahmed Rashid
(Die Taliban) und viele andere ernst zu nehmende Autoren.Wiederholt hat er
dargelegt, in Afghanistan gehe es den USA nicht um Gas oder Öl: „It’s not
about the Oil“. Nun glaubt Israel keineswegs an irgendeinen jener
vorgetragenen ehrenwerten Gründe, wie die Rettung der afghanischen Frauen vor
islamistische Unterdrückung oder die Suche nach Verbrechern im Lande der
Paschtu und Tadschiken. Vielmehr meint er einen Gegensatz zu erkennen zwischen
den möglichen Kriegsgründen „Öl“
und „Macht“. Er belegt nachvollziehbar anhand von Unterlagen, daß für die
einst geplante Gas-Pipeline von Turkmenistan durch Afghanistan und Pakistan,
Haupt-Kriegsgrund laut Rashid, in der Zwischenzeit noch nicht einmal eine
Machbarkeitsstudie vorliege, geschweige denn, daß sich ein Investor gefunden hätte.
„Öl als Kriegsgrund“ sei vielmehr die Camouflage der Bush-Regierung. Hinter
ihr könne die Bush-Regierung bequem ihre Welteroberungspläne vorantreiben. Israel:
“I
am not saying oil is irrelevant to the efforts of the U.S. Empire. I am
saying that the Empire is motivated by big political goals, not by petty
profits. To this end, oil may be used as a weapon …“ http://emperors-clothes.com/articles/jared/relief.htm Jared Israel hält seine Philippika gegen das Öl als Erklärung für Krieg meines Erachtens aus einem Mißverständnis heraus. Zu dessen Beilegung soll der folgende (offene) Brief beitragen. Hamburg,
March 8, 2003 thank
you for what you found out about the slow progress plans are making for building
a gas pipeline through Afghanistan. The
situation is very similar concerning the Baku-Tbilisi-Ceyhan project. The state
chiefs of Azerbaijan, Georgia and Turkey met
in Baku in September 2002: Photographs showed them with shovels in their hands,
simulating the beginning of the construction. But
on January 16 2003, The Oxford Business Group reported according to
Alexander’s Gas & Oil, that “construction of the route (in Azerbaijan)
has been postponed until spring this year, as constructors have not yet received
advance payments.” (Turkey pushes Azerbaijan to forge ahead with BTC
pipeline). Both
situations are similar, I think, although, for BTC, there already exists a
consortium under the leadership of BP Amocco which wants to build the gigantic
transport corridor including pipelines both for oil and gas.
So
it’s all about oil, all about big political goals and all about profit. True,
it’s not about petty profit, but about very big profits. Some
people may think that big profits can be earned without support by a capitalist
state. They are wrong. Capitalist state and capitalists are always - in
principle - working hand in hand - in order to both create the circumstances for
successful exploitation and to properly exploit. They both, with different
roles, accumulate power / profit in order to accumulate more profit / power for
the ruling class. But
profit and power do not grow in the void, in empty space. They concretize in
terrain, cattle, houses, factories, pipelines, ressources, oil for instance. All
these goods are both weapons in the fight for more of these goods and the
concretized results of the fight. But if
this is roughly true, then nothing is wrong with a statement like: in
Afghanistan and the Caucasus, it’s all about oil (and gas). Because there are
no cattle, houses, factories and the like to strive for in these regions. There
is just oil and gas. The only
thing that is wrong is the idea, that (oil) profits could be earned without
military and police support, without the propaganda machinery (schools as well
as William Safire), or without the (oil) profit representatives in government.
That indeed is wrong. We have
to do (in the US, as in Germany and Russia) with the military-industrial
complex. The communists in Germany called it Staatsmonopolitischer Kapitalismus,
Lenin described Germany before World War I in similar terms, Marx described the
structure of the relation between the capitalist state and the capitalists and
analyzed the laws that stear the machine. The
motivation behind all this: big political goals - as well as big profit goals.
The materialized aim and means in the struggle for power and profit in the case
of Afghanistan as well as in the case of the Caucasus are pipelines,
hydrocarbon, transport corridors, technical equipment, military and police
protection - in short: oil. Have a
nice day Thomas Immanuel Steinberg P.S.
Concerning the Taleban and their will for a pipeline: Of
course the Taleban wanted a pipeline. But to pacify Afghanistan was visibly only
possible with the consentment of the Northern Alliance, strong enough to survive
any Taleban attack and strong enough to disturb any pipeline construction. So
the participation of the Northern Alliance became the conditio sine qua non for
the investors (Unocal) and their state (the US). But the Taleban did not want to
share with the Northern Alliance. That probably, was the reason for the breaking
off. I owe this view to Jürgen Wagner, Informationsstelle Militarisierung, Tübingen.
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