|
|
Wer ist Steinberg Was die Recherche soll Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt
Thomas Immanuel Steinberg im Auftrag der
Kultur- und Bildungs-Controlling K3/133
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
A. Nennen Sie ein Problem aus Ihrem Arbeitsgebiet, das sich mit Begriffen aus Betriebswirtschaftslehre oder Organisationstheorie möglicherweise leichter erfassen und lösen läßt als z.B. mit psychologischen, pädagogischen oder juristischen Begriffen. |
Steuerung?
Organisationsentwicklung? |
|
|
|
|
|
|
|
B. Indikatoren für den Seminarerfolg |
|
|
|
Darstellung klar? |
|
|
|
|
|
Etwas gelernt? |
|
|
|
|
|
Eigenes Bild von der Eignung der Begriffe? |
|
|
|
|
|
Lösungsweg erkennbar? |
|
|
|
|
|
|
|
C. Organisatorisches |
Seminarprogramm-Entwurf |
|
|
|
II. Kostenanalyse
|
A. Wozu Kenntnisse über Kostenanalyse? |
Befragung; den Bürokraten auf die Schliche kommen |
|
|
|
|
· Verbesserung denkbar durch Qualitäts-, Prozeß-, Organisations-, Durchlaufzeit-, Spaß- oder auch Kostenanalyse |
Kostenanalyse angemessen? siehe Anhang: Checkliste Steuerung / Weltanschauungsfrage |
|
|
|
|
· Kern jeder Analyse? Der Vergleich |
: mit dem Vorjahr, mit der Konkurrenz, mit einem Soll (Norm), mit Alternativen |
|
|
|
|
|
|
|
B. Was sind Kosten laut Betriebswirtschaftslehre? |
Kosten sind leistungsbezogener Werteverzehr; Kosten - Leistung > Schaden - Nutzen |
Die
Leistungs- und Kostenfeststellung (vulgo: Kosten- und Leistungsrechnung) befaßt
sich ausschließlich mit dem Realkreislauf. Kosten
haben nichts mit Geld zu tun.
|
C. Sind Kosten objektiv feststellbar? |
So wenig wie Leistungen; sie sind feststellbar per Bewertung - alle. Alle Kosten sind kalkuliert. |
|
|
|
|
· Das Erkenntnisinteresse entscheidet, was als Kosten zu betrachten ist. |
Beispiel Auto. Beispiel Hansa-Kolleg. Jeweils Kosten in bezug auf gemeinte Leistung. |
|
|
|
|
· Mit der Analyse wo beginnen?
|
Nach Umfang sortieren
|
|
D. Kostenblock: Kapitalkosten |
|
|
· Was sind Abschreibungen? |
Haben nichts mit steuerlichen Abschreibungen oder kameralistischen Vorkehrungen zu tun. Vielmehr Werteverzehr in einer Rechnungsperiode. |
|
|
siehe Abschreibungen - Eine kleine Handreichung 2005 unter http://www.steinbergrecherche.com/abschreibungen.htm |
|
|
|
|
· Was sind „kalkulatorische“ Zinsen? |
Äquivalent für entgangene Leistung. Denn: Vermögen bringt Einkommen - und über dieses kann eine Leistung besorgt werden. |
|
|
|
|
|
|
|
E. Kostenblock: Personalkosten |
keine Ausgaben! Werteverzehr! |
|
|
|
|
· Netto-/Brutto-/Brutto-Brutto - je nachdem. (Sind Beamte billiger als Angestellte?) |
Kernproblem: Was ist morgen wert, was heute das und das wert ist? |
|
|
|
|
· Gemeinkostenaufschläge, Schlüsselungen, Arbeitsplatzpauschalen - die Ideologie der Vollkosten wuchert fort. |
Stattdessen systematisch richtig: Gemeinkostenwertanalyse, Zero-Base-Budgeting und andere alte Methoden mit neuen Namen. Noch schlauer: Total Quality Management oder Zeitanalysen, siehe A., erster Punkt. |
|
|
|
|
· Aufgliederung: in bezug auf Leistung(en), auch Kostenträger genannt; auch (völlig irritierend) Produkte |
Leistungsrelevantes
/ nicht Leistungsrelevantes |
|
|
|
|
· Zeitanschreibungen à la Refa - warum? Warum nicht?
|
Wie sonst zuordenbar? Wie persönliche Zuordnung dennoch vermeidbar. Institutionelle Zuordnung. In der Regel Kostenfeststellung unvermeidlich. |
|
Kontrollfragen:
|
|
|
F. Kostenrest Sachmittel |
Die Spielwiesen: Kaffee, Reisespesen, Fotokopien u.ä. |
|
|
|
|
G. Die Probe aufs Exempel: Gebührenfestlegung anhand einer Kostenanalyse -geht das? |
Nein. Wird aber gemacht. So wie scheinbar der Kfz-Betrieb den Zahlungsbetrag kalkuliert. Aber ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung: § 6 Hamb GebG |
Literatur zur Kostenanalyse:
Leitfaden
für Kostenermittlung und Wirtschaftlichkeitsprüfung. Hinweise für die
Verwaltung der Freien und Hansestadt Hamburg (2. Aufl.).- Hamburg: Finanzbehörde,
Amt für Organisation und Zentrale Dienste (Hrsg., Selbstverl.) 1996
IBM
Deutschland (1970): Einführung in die Kostenrechnung.- IBM (Selbstverl.) 1970
III.
Steuerung
Controlling ist Steuerung (Budäus 1992, S. 27). Was ist Steuerung?
A. Regelkreis

|
B. Basiskategorien: |
Mittel - Ziel Ursache
- Wirkung Schaden - Nutzen |
|
|
|
|
C. speziell: Kosten – Leistung |
|

Das AKV-Prinzip: Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung in einer Hand; Beispiel: Preispolitik / Gebührenfestsetzung / Budget
D. Meßbarkeit - erforderlich?
Meßbarkeit ist ein Totschlagargument. Erforderlich ist Feststellbarkeit, nicht Meßbarkeit.Intersubjektivität vs. Objektivität
Beispiel: Wieviele Gegenstände in diesem Raum? Feststellen erfordert: einen sozialen Prozeß der Einigung auf Indikatoren und Merkmalsausprägungen oder auf Verfahren zu deren Ermittlung herbeizuführen.
Literaturhinweise zum Controlling
Kommunale
Gemeinschaftsstelle (KGSt): Von der Kulturverwaltung zum Kulturmanagement im
Neuen Steuerungsmodell. Aufgaben und Produkte für den Bereich Kultur.-
KGSt-Bericht Nr. 3/1997
Reichard,
Ch.: Anwendung eines Indikatorensystems für das Controlling von
Entwicklungsprojekten in der Technischen Zusammenarbeit. In: Weber, J.; O.
Tylkowski (Hrsg.): Controlling in öffentlichen Institutionen. Stuttgart 1989,
S. 157—183
Budäus,
Dietrich: Controlling als Element von Verwaltungsreform.- Sozialökonomische
Beiträge, Zeitschrift für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, H. 5, 3.
Jhrgg, 2/1992, S. 27-57
Thomas
Immanuel Steinberg: Effizienz- und Sparrhetorik im Staatssektor. Internet 1998 http://www.steinbergrecherche.com/asleid.htm
IV.
Organisationsentwicklung
Die
Implementierung von Controlling erfordert Organisationsentwicklung.
|
A. Was ist Organisationsentwicklung? |
Allgemein: Gezielte Veränderung von Organisationen. |
||||
|
|
Speziell in der Tradition von Kurt Lewin: Veränderung unter Beteiligung der Organisationsmitglieder |
||||
|
|
3 Phasen: Unfreezing - Moving - Refreezing |
||||
|
|
|
||||
|
B. Ein Verfahren zur Organisationsentwicklung, entwickelt vom Nederlands Pedagogisch Institut: die U-Prozedur - U wie Umweg. |
7 Schritte in U-Form:
1.
meinen
2.
wissen
3.
verstehen
|
7.
planen
6.
gestalten
5.
entwerfen
|
|||
|
|
4. besinnnen |
||||
|
|
|
||||
|
C. Einsatz der U-Prozedur zur Lösung ausgewählter Controlling-Probleme |
|
||||
|
|
|
||||
|
|
|
||||
|
D. Controlling-Struktur |
Aufbau-Organisation |
||||
|
|
Die Zentral-Controllerin sollte der Leitung der Organisation unterstehen, die Bereichs-Controller der jeweiligen Bereichsleitung; keine Bereichs-Controller im Stab der Leitung der Organisation |
||||
|
|
|
||||
|
|
Implementierung |
||||
|
|
Moderatorin Beteiligten-Gruppen
werden beteiligt Heuristisches
Verfahren, z.B.
U-Prozedur Erfolgskontrolle |
||||
|
|
|
|
|
|
|
|
E. Erfolgskontrolle |
|
|
Grundsatz |
Vorher sagen, was nachher sein soll. Nachher sagen, was hätte sein sollen, ist Evaluation im Sinne von Abwicklung, vgl. DDR-Universitäten nach 1989. |
|
Verfahren |
Je geringer der erforderliche Aufwand, desto wahrscheinlicher, daß tatsächlich der Erfolg kontrolliert wird. |
|
|
Einige Verfahren in der ungefähren Reihenfolge des erforderlichen Aufwands: · Eintrittskarten/Votum „gut“ - „schlecht“; kein Zählen erforderlich · Stimmungthermometer · Applaus feststellen · Punkten · Strichliste · Befragung · Fragebogen / Meinungsforschung · Tiefeninterviews · Wirksamkeitsanalysen · Doppelblindtest
|
|
speziell: Fragebogen |
Häufigste Fehler: · schlecht auszuwerten · Alternativen unecht · aussageloser Mittelwert · pseudo-präzise Skalierung · Addition / Division von Einzelwerten ohne Kenntnis über Äquidistanz |
|
F. Kooperation und Macht |
siehe Kooperation und Macht 2004 unter http://www.steinbergrecherche.com/macht.htm |
Literaturhinweise
- zur Organisationsentwicklung:
Becker,
Horst und Ingo Langosch: Produktivität und Menschlichkeit.
Organisationsentwicklung und ihre Anwendung in der Praxis.- Stuttgart: Enke 1990
Kieser,
Alfred: Human-Relations-Bewegung und Organisationsspychologie. In: Kieser,
Alfred: Organisationstheorie.- Stuttgart ... 1993, S. 95-126, insb. S. 113-123
- zur Organisationstheorie
Schreyögg,
Georg: Organisation. Grundlagen moderner Organisationsgestaltung. Mit
Fallstudien.- Wiesbaden: Gabler 1996
Luhmann,
Niklas: Zweckbegriff und Systemrationalität.Über die Funktion von Zwecken in
sozialen Systemen.- Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1991 (1.Aufl. 1973)
Türk,
Klaus (1995): „Die Organisation der Welt“. Herrschaft durch Organisation in
der modernen Gesellschaft.- Opladen: Westdeutscher Verlag 1995, S. 156, 165 u.
passim
Thomas
Immanuel Steinberg: Leid ohne Gegenwehr. Internet 2002 http://www.steinbergrecherche.com/asleid.htm
- zur Erfolgskontrolle
Steinberg,
Thomas: Die Erfolgskontrolle: Freund oder Feind der Kultur? Einfache Instrumente
u.s.w.- Aus: Handbuch KulturManagement.- Stuttgart: Raabe 1992 (mit weiteren
Literaturhinweisen)...
...
im Internet: Steinberg, Thomas Immanuel: Organisationsentwicklung. Erfolgreiche
Kulturarbeit. Handhabbare Verfahren zur Erfolgsfeststellung und ihre behutsame
Einführung (Überarbeitete Fassung von 1995) http://www.steinbergrecherche.com/asorgaentw.htm
FHH:
Leitfaden für Erfolgskontrollen, Stand 2000, zu beziehen über die Finanzbehörde
Anhang
Checkliste
Steuerung
Diese
Checkliste kann Organisationen und Organisationseinheiten helfen, sich zu
modernisieren. In Abhängigkeit von der Problemlage, bereits praktizierten
Verfahren oder verfügbaren Instrumenten kann die Durchsicht den Weg zur Lösung
beschleunigen. Grundsätzlich können sich alle Verfahren und Instrumente für
die Besserung aller Problemlagen eignen.
Problemlage/Anlaß/Ursache
Verschlungene Abläufe?
Beschäftigungsschleifen?
Aufgabe,
Kompetenz und Verantwortung getrennt?
Mehrere
„verantwortlich“?
Wirre
Aufbauorganisation?
Starker
Widerstand einer Instanz?
Starke
Belastung einer Gruppe?
Unzufriedenheit
bestimmter Adressaten?
Geld
reicht nicht/Zuwendungsgeber nervt?
Presse
schimpft?
Kooperationspartner
widerwillig?
Kein
Feedback intern/extern?
Sehr
viel interner Schriftverkehr?
Endlose
Debatten?
Verfahren/Instrumente von Controlling/Evaluation/Erfolgskontrolle zur
Steuerung
Organisationsentwicklung
Personalentwicklung
Selbstdarstellung
für innen/außen
Kooperationsgrundsätze
Leistungs-/Wirkungsbeschreibungen
Kosten-
und Leistungsfeststellung
Zielvereinbarungen/Kontrakte
Indikatoren
für Leistung/Wirkung
Zeitraumvergleiche
Abnehmerbefragung
Vergleich
mit Wettbewerbern
Berichte
intern/extern systematisch
Projektkoordination
Incentives
für Teilbereiche
Zu
Problemdefinition und Verabredung von Maßnahmen eignet sich die U-Prozedur.
T:I:S, 15. Juni 2005
Wer ist Steinberg Was die Recherche soll Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Inhalt Home nach oben
![]()
URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/controlling.htm