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Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home Newsletter? IPPNW an MerkelStoppen Sie deutsche Waffenlieferungen nach NahostSehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
Laut Bericht der Londoner Times vom 16. Juli 2009 haben zwei israelische Lenkwaffen-Korvetten der Sa'ar-Klasse und ein von Deutschland geliefertes U-Boot der Dolphin-Klasse bereits den Suezkanal durchfahren. Zudem seien israelische Kriegsschiffe ins Rote Meer verlegt worden. Am 22. Juli 2009 testete Israel eine Rakete des Typs Arrow Interceptor mit einer Reichweite von 1.000 Kilometern. Mitunterzeichnen, T:I:S, 23. Juni 2010
*Jugendoffizierseinsätze der Bundeswehr an SchulenProteste, Demonstrationen, Die-Ins und Kontakt mit 'solid Hamburg erwünscht. T:I:S, 29. April 2010
*Das Gemäre der Frau MerkelLuftpost Kaiserslautern/Ramstein kommentiert, was die Kanzlerin am 22. April 2010 im Bundestag über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr erzählt hatLuftpost, .pdf-Datei, T:I:S, 27. April 2010
*Constanze StelzenmüllerConstanze Stelzenmüller will die Deutschen entfesseln, für deutsche Kriege. Internationale Politik, Zeitschrift der Deutschen außenpolitischen Gesellschaft. Die Zeitschrift nennt den Beitrag in Kurzform (im Anzeigefeld am Rand des Bildschirms) "Völkermord: Die selbstgefesselte Republik". Das ist sinnig. Der israelische Staaat macht anhand der Palästinenser vor, wie das gemeint ist. Sind wir Deutsche doch durch die Afghanen und die 1,5 Milliarden andern Muslime auf der Welt mindestens ebenso von Vernichtung bedroht wie die Israelis durch die Palästinenser, nicht wahr. T:I:S,14. Janar 2010
*Flutender Balkan
Erzählt Michael Wolffsohn, habilitierter Historiker im Dienste der Bundeswehr, im Tagesspiegel. Und jetzt würde uns der Hindukusch überfluten, würde nicht Wolffsohns Truppe die Afghaninnen aus der Burka bomben. Und erst die Juden, fällt einem bei Wolffsohn ein, drohten sie nicht in den Dreißigern Deutschland zu überfluten mit ihren Peies-Locken? Noch 'ne Frage: Lesen die beim Tagesspiegel eigentlich die eingereichten Manuskripte? Schmieren sie sich absichtlich solche Kötel in die Spalten? Oder kriegen sie Geld dafür? Woher? T:I:S, 22. Dezember 2009
*Jan FleischhauerJan Fleischhauer, Spiegel-Autor, wirbt für die Vernichtung des afghanischen Gegners - auf Henryk M. Broders Achse des Guten. Da der afghanische Gegner dem Staate Deutschland das Existenzrecht am Hindukusch abspricht, ist ihm nur durch Vernichtung beizukommen. Dito Israels Vernichtungskrieg in Palästina. T:I:S, 18. Dezember 2009
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*Deutsche,überwindet den inneren Schweinehund. Macht euch endlich die Hände dreckig, so wie die US-Streitkräfte, die israelischen Streitkräfte und deren beider Regierungen. Oder auch nicht. Aufruf von Malte Lehming, leitender Redakteur des Tagesspiegels zum deutschen Afghanistan-Gemetzel. Kommentar Wie vor dem 1. und dem 2. Weltkrieg überschlägt sich die Presse der Bourgeoisie in Kriegsbegeisterung. Aber 75 Prozent aller Deutschen wollen partout keinen Angriffskrieg, weder gegen Afghanistan, noch gegen den Irak, gegen den Iran oder irgendwen. Die Bourgeoisie, einschließlich ihrer Journaille, wird's wieder richten, wetten daß? T:I:S, 8. September 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/deutschekrieger.htm#Lehming *Armin FiandStrafanzeigegegen
wegen des Verdachts des Begehens eines Kriegsverbrechens durch den Einsatz verbotener Methoden der Kriegsführung, § 11 des Völkerstrafgesetzbuchs (VStGB) vom 26.06.2002
wegen der Billigung dieses Verbrechens, §§ 140, 126 StGB... Strafanzeige Kommandeur und Jung, .rtf-Datei oder als .pdf-Datei,T:I:S, 7. September 2009. Dank an Bernd R. URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/deutschekrieger.htm#Fiand *Richard v. Weizsäcker,kein Held, hat „durch sein leuchtendes Beispiel und notfalls härteste Maßnahmen“ im Solde Hitlers nur seine Pflicht erfüllt. Bild. Wie alle Angriffskrieger seitdem. Dank an Tilo Schönberg. Er betreibt 0815-info. Falls die Bild-Redakteure sich einmal woanders bewerben, sollten sie vorher Deutsch lernen. Ihr Anfangssatz "In aller Welt wurde diese Woche dem Beginn des Zweiten Weltkriegs 1939 gedacht" enthält einen fetten Grammatik-Fehler, siehe Genitiv als Objekt-Kasus des Verbs "gedenken". Aber es ist ja der Kriegseinsatz, wofür sie ihren Sold erhalten. Sie tun nur ihre Pflicht, wie Weizsäcker. T:I:S, 7. September 2009 URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/deutschekrieger.htm#Weizsaecker *Der Angriffskrieger und der beinah verhinderte MordDer Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk ist Reserveoffizier. Ende 2007 lud er den stellvertretende Generalinspekteur Johann-Georg Dora nach Bayreuth ein. Nun wissen wir ja aus dem Grundgesetz, Artikel 87: Der Bund stellt Streitkräfte zur Verteidigung auf; außer zur Verteidigung dürfen die Streitkräfte nur eingesetzt werden, soweit dieses Grundgesetz es ausdrücklich zuläßt – doch Koschyk ließ den zweiten Mann der Bundeswehr öffentlich dazu aufrufen,
Der da einem führenden Verfassungsbrecher das Tor aufhält, hätte 2005 beinahe einen Mord verhindert, und zwar in Sachen Yavuz Özoguz contra Hans-Peter Raddatz. Koschyks damalige Erklärung im Namen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion entlockte mir einen Kommentar. Beide, denke ich, lohnen das Nachlesen. T:I:S, 11. April 2008 *Thomas Immanuel SteinbergKnappes Öl – ein Argument für Krieg?
Der Rechtfertigungen für Rüstung und Krieg sind gar
viele; zuförderst die Verteidigung. Läßt sich ein Feind nicht recht
ausmachen, so wird er herbeigeredet – der Bolschewismus bedrohe uns, oder der
Islam. Notfalls wird der Feind herbeigeschafft, so am 7.
Juli 2005 in London und am 11. Septeber
2001 in New York,
Washington und Pennsylvania. Auch Hunger, Elend und Bandenwesen wie in Darfur
oder Somalia eignen sich als Argument für Rüstung und Krieg. Die Argumente taugen alle nicht. Doch ein Argument ragt hervor. Wenn etwas knapp sei, dessen
alle bedürften, dann müsse darum gekämpft werden. Als Sieger werde vom Felde
ziehen, wer die höhere Kampfkraft habe, den stärkeren Willen also und die
besseren Waffen. Das Argument besticht, denn es rechtfertigt Rüstung und
Krieg mit Knappheit einerseits, großem Bedarf andererseits. Der Tatbestand, die
Sache selbst erfordere die Kriegsbereitschaft. So schreibt Aschot Manutscharian in Y. Magazin der
Bundeswehr:
Viele teilen die Vorstellung, die nächsten Kriege rührten
aus Rohstoffmangel; sie seien daher kaum vermeidbar. Ich halte das Argument für ökonomistisch verkürzt.
Volkswirte lehren, die Güter seien knapp und die Bedürfnisse unendlich.
Deshalb müsse gewirtschaftet werden. Auf dem Axiom von der Knappheit der Güter
und der Grenzenlosigkeit der Bedürfnisse beruht dann der Rest der Lehre. Tatsächlich jedoch sind Güter nur knapp, wenn nach ihnen
Bedarf besteht; und auch vom Bedarf bleibt ohne Knappheit bloß Wind. Weder
Knappheit noch Bedarf sind Naturgebenheiten, beide sind nur gesellschaftlich
vorstellbar. Erst im gesellschaftlichen Prozeß wird etwas zum Bedarf und
zugleich knapp. Anderes dagegen läßt der Prozeß links liegen: Es wird weder
knapp, noch zum Bedarf. Der Bedarf nach Öl wird also in einem Atemzug mit seiner
Knappheit gesellschaftlich hergestellt, ebenso wie jeder andere Bedarf und jede
andere Knappheit. Chinesen und Inder, ganz wie US-Amerikaner, Japaner und
Deutsche könnten, wenn die Herrschaftsverhältnisse es denn zuließen, ihr
Zusammenleben anders gestalten als auf der Basis motorgetriebener Landwirtschaft
und Waren- und Menschenzirkulation, oder durch Heizung isolationsarmer Wohn- und
Werkstätten mit Öl oder sonstigen Brennstoffen. Nichts als die herrschenden
gesellschaftlichen Verhältnisse zwingen Chinesen und Deutsche in eine möglicherweise
mörderische Konkurrenz um Ressourcen wie Öl und Gas. An entscheidender Stelle werden zudem Öl und Gas nicht
prozeßhaft unbewußt, sondern ganz bewußt verknappt. Die Vereinigten Staaten
versuchen, das Monopol über alles Öl des Nahen Ostens, Mittelasiens und
Afrikas zu erlangen; auch an Venezuela zerren sie. Sie verknappen das Öl. Rußland
ist dabei, die Hand an alle Gashähne Europas und Mittelasiens zu bekommen. Sie
verknappen das Gas. Die ressourcenarmen Deutschen und Japaner versuchen, sich über
Mitbesitz und Rüstungsbeteiligung in den Prozeß einzuklinken. Zugleich hat
keine der nationalen Herrschaftseliten je ersthaft versucht, ihre Wirtschaft und
Gesellschaft umzurüsten, im Gegenteil. Durch die Produktion von
Verbrennungsmotoren, Klimaanlagen und Hydrokarbon-Kraftwerken steigern sie den
Bedarf und erhöhen von dieser Seite her die Knappheit. Alle Herrschafteliten steuern auf eine Weltlage zu, die in
einer gigantische Prügelei aller gegen alle münden kann. Alle diese Warlords
vergrößern in diesem Bewußtsein ihre jeweilige Kriegmaschinerie. Deren Ausbau
und Betrieb bedarf weiterer Unmengen von Öl und anderer Brennstoffe und
verschärft die Lage. Wachsender Bedarf an Rohstoffen und deren Verknappung sind
kein Argument für Rüstung und Krieg, sondern weltgesellschaftliche
Fehlentwicklungen, die nur bestätigen, was wir schon immer wissen: Rüstung und
Krieg sind die größten aller Übel. Frieden braucht keine Argumente. T:I:S, 3. Dezember 2007 Anmerkung (1) Aschot
Manutscharian: Konflikt statt Potenzial, S. 15 In: Gobal – Kampf um Rohstoffe
–. Y. Magazin der Bundeswehr, Seite 14ff. „Das Ende des Kalten Krieges nährte
den Traum vom Frieden weltweit. Stattdessen erleben wir heute asymmetrische
Kriege. Dazu zeichnet sich die neue Auseinandersetzung ab: der Kampf um
Rohstoffe.“ Dank an Ulrich Sander. *Thomas Immanuel SteinbergTeppichmesserBekanntlich umgingen Banditen die Flugüberwachung der
Vereinigten Staaten, bohrten Löcher in Mauerringe und vernichteten drei
Wolkenkratzer samt dreitausend Angestellten – mittels Teppichmessern. Besitzen Sie ein Teppichmesser? Nur Imbusschlüssel im
Werkzeugkasten? Im Keller Kartons, auch dort kein Teppichmesser – o.k. Selbst
auf dem Dachboden keins? Aber beweisen Sie doch mal, daß Sie wirklich nirgendwo
ein Teppichmesser versteckt haben. Sonst müssen wir leider Ihre Türrahmen
aufbrechen, die Dachlatten schreddern, die tragenden Mauern bulldozern und das
Fundament sprengen. Sie haben die Wahl. Ähnlich sprach Bush zu Saddam. Der konnte die
Nichtexistenz von Massenvernichtungswaffen nicht beweisen. Da plättete Bush das
Land und henkte den Kerl. Nun muß man nicht, wie ich, drei Trimester
Erkenntnistheorie bei May Brodbeck an der University of Minnesota studiert
haben, um zu kapieren, daß die Nichtexistenz einer Sache, eines Dings, einer
Entität, und sei’s der Teufel, nicht beweisbar ist – ganz prinzipiell
nicht. Auch unsere Kanzlerin ist logisch auf der Höhe, und so verlangt sie nach
bewährtem Muster, Irans Ahmadi Nedschad solle doch mal beweisen, daß er keine
Atombomben – äh, ja, er hat wohl keine – also Atombomben zu besitzen
überhaupt gar nicht wolle. Das solle er mal beweisen. Sonst drohe leider das
Schlimmste. Da kann Ahmadi hampeln oder zampeln, gehenkt wird er doch. T:I:S, 27. September 2007 *Bereit für den Krieg ohne Ende Unter dem Pseudonym Axel Brod hat ein angeblicher ehemaliger deutscher Geheimdienstler die deutsche Geopolitik eingehend analysiert: Sie folgt der US-amerikanischen und israelischen – gegen Russen und Chinesen. Germany, the re-engineered ally. Auf je fünf Seiten Teil 1 und Teil 2; Teil 3 erscheint am 10. August 2007 bei Asia Times Online. Die überprüfbaren Fakten stimmen. Der erschreckende Text verdient die Veröffentlichung auf Deutsch. Dank an N. T:I:S, 9. August 2007 *Peter Struck: Kanonen statt ButterDer Brief an die SPD-Fraktion und die Antwort von Dem Linken Ulrich MaurerDer Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, hat einen Brief an seine Schäfchen geschrieben. Ein schwarzes muß darunter gewesen sein, denn Ulrich Maurer von Der Linken hat eine Kopie bekommen, siehe unten, und geantwortet:
26.07.2007 – Ulrich Maurer "Ihr holt Krieg und Terror in unser Land." Offener Brief von Ulrich Maurer, Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, an Peter Struck, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion Werter Peter Struck, Dein Brief an die Mitglieder der SPD-Bundestagsfaktion hat uns erzürnt - und amüsiert. Erzürnt hat uns, dass Du glaubst, uns als Rattenfänger und damit unsere Wählerinnen und Wähler als Ratten bezeichnen zu dürfen. Erzürnt hat uns Dein Geständnis: Wir nehmen zur Kenntnis, dass Du und Deine Fraktion Gegner des Wohlfahrtsstaates sind, für den die SPD in den Zeiten von Willy Brandt noch gekämpft hat. Amüsiert hat uns, dass Deine Fraktion unsere finanzpolitische Seriosität bezweifelt. Dieselbe Fraktion, die die Staatskassen geplündert hat, um Steuergeschenke für die Reichen und Konzerne zu finanzieren, und alle Finanzierungsvorschläge der LINKEN für ein gerechteres Steuersystem im Bundestag ablehnt. Amüsiert hat uns, dass Ihr jetzt Betriebsrätekonferenzen abhalten wollt. Das machen wir schon seit zwei Jahren. Ihr seid herzlich eingeladen, Euch dort die ungeschminkte Meinung der Kolleginnen und Kollegen über Eure Politik anzuhören. Und ganz besonders amüsiert hat mich, dass Du Dir "von den Medien in der Sommerpause keine Debatte über den Umgang mit der Linken aufdrücken lassen willst." Vielleicht hast Du mittlerweile gemerkt, dass Du mit Deinem Brief einen wesentlichen Beitrag zur Belebung dieser "Mediendebatte" geleistet hast. Ein Letztes: Du glaubst, Krieg in Afghanistan führen zu müssen, um "außenpolitisch in der globalisierten Welt nicht in die Isolation zu geraten." Dann sind die mehr als 140 Staaten, die keine Hilfstruppen für die von den USA geführten Kriege stellen, alle in der Isolation? Die Wahrheit ist, dass Ihr es nicht wagt, Euch der Bush-Regierung zu widersetzen, und dafür lieber unschuldige Menschen sterben lasst. Ich empfehle Dir ein Wort der Heiligen Schrift: "Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen". Ihr holt Krieg und Terror in unser Land. Das macht mich traurig, wütend und zornig. Mit freundlichen
Grüßen, *
Berlin, im Juli 2007 An die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion - per E-Mail - Liebe Genossinnen und Genossen, genießt die
Ferienwochen und lasst Euch vom Wetter nicht die Laune verdrießen. Wir alle
haben es nötig, Kraft zu tanken, um gut erholt die Aufgaben der zweiten Jahreshälfte
anzugehen. Unser
Parteivorsitzender Kurt Beck hat in seinem Sommerbrief alle wichtigen
Politikfelder beschrieben. Ich möchte mich deshalb auf wenige Schwerpunkte
beschränken. Das allerdings nicht, ohne Euch zunächst zu danken. Für
engagierte Arbeit in den vergangenen Monaten. Vor allem aber für äußerst
intensive, gehaltvolle und tiefgründige Debatten, die wir in der Fraktion in
den letzten Wochen geführt haben. Ich meine vor allem unsere Selbstverständnisdebatte
nach der Schlussabstimmung über die Gesundheitsreform und unsere
Afghanistandiskussion am 4. Juli. Auf diese Art der Diskussionskultur können
wir stolz sein. Wenn es das Alltagsgeschäft erlaubt, sollten wir uns in Zukunft
öfter Zeit für solch grundsätzliche Debatten nehmen. Die
Afghanistandebatte hat gezeigt, dass es in der Fraktion kaum jemanden gibt, der
generell das deutsche Engagement beim Aufbau des Landes anzweifelt. Über die
Wege und Schwerpunkte werden wir weiter debattieren. Meine Meinung kennt Ihr.
Ich halte die Verlängerung aller drei Bundeswehr-Mandate für notwendig.
Gleichzeitig aber müssen die zivilen Komponenten personell und finanziell verstärkt
werden. Außerdem muss die internationale Gemeinschaft die afghanische Regierung
bei der Bekämpfung des Drogenanbaus und der Korruption stärker in die Pflicht
nehmen. Die Medien versuchen, uns in der Sommerpause eine Debatte über den Umgang mit der Linken aufzudrücken. Davon lassen wir uns nicht beirren. Für uns gilt: Die vermeintlich neue Linke ist die alte Linke, die mit untauglichen Rezepten die Restauration des alten, nicht mehr lebensfähigen Wohlfahrtsstaates verspricht. Die Gründung
der Linken ist nicht mit dem Aufkommen der Grünen in den siebziger Jahren zu
vergleichen. Die Grünen hatten mit der Umwelt ein Zukunftsthema, während die
Linke mit ihren Themen die Zeit zurückdrehen will. Für uns ist die
Linke ein politischer Gegner wie alle anderen Parteien. Wir müssen ihre unseriöse
Politik entlarven. Dazu wird unsere Planungsgruppe eine Dokumentation erstellen,
in der die finanzpolitischen Ungereimtheiten ihrer Vorschläge zusammengestellt
werden. Eine Politik, die jährlich mit ungedeckten Schecks in Höhe von 100
Milliarden Euro arbeitet, treibt den Staat in den Bankrott. Eine Politik, die
uns außenpolitisch in die Isolation treiben würde, kann in der globalisierten
Welt keinen Bestand haben. Ihr seid das Führungspersonal
der SPD, setzt Euch vor Ort mit diesen Rattenfängern auseinander. Nach der
Sommerpause sollten wir alle in unseren Wahlkreisen zu Betriebsrätekonferenzen
einladen, um den Kolleginnen und Kollegen unsere Politik zu erläutern und die
falschen Rezepte der Linken zu entlarven. Trotz mancher
Schwierigkeiten, die wir mit unseren Koalitionspartnern von CDU und CSU haben,
kann sich die Arbeit der Koalition sehen lassen. Wir haben in knapp zwei Jahren
viele wichtige Weichenstellungen vorgenommen, und wir haben bis zum Ende der
Legislaturperiode noch genügend zu tun. Von der konkreten Umsetzung der
Klimaziele über die weitere Konsolidierung des Arbeitsmarktes und des
Staatshaushalts bis hin zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung wird diese
Koalition ihren Ansprüchen gerecht werden. Dazu wird die
SPD-Bundestagsfraktion mit ihrem Wissen, ihrem Engagement und ihrer
Professionalität entscheidend beitragen. Wir wollen diese Koalition 2009
erfolgreich beenden. Lasst mich aus
aktuellem Anlass noch eine Anmerkung zur inneren Sicherheit machen: Für uns
Sozialdemokraten hat das Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger höchste
Priorität. Dabei darf allerdings die Freiheit nicht durch einen Überwachungsstaat
abgeschafft werden. Genau diesen Eindruck hat man jedoch, wenn man sich die jüngsten
Vorschläge von Innenminister Schäuble anschaut. Sie sind Angriffe auf den
Rechtsstaat, dessen Schutz eigentlich Aufgabe des Verfassungsministers wäre. Erholt Euch gut
und kommt alle gesund zur Klausur am 7. September zurück nach Berlin. Mit herzlichen Grüßen ... zurück zum Brief von Ulrich Maurer Struck hat die Wähler nicht als Ratten bezeichnet. Der Rattenfänger hat die Kinder von Hameln ins Verderben geführt, aus Rache an den Hamelner Bürgern, die ihm den Lohn für die Befreiung von der Ratten- und Mäuseplage vorenthielten. Daher allein stammt Strucks Gleichnis. Der Bundesgeschäftsführer Der Linken, Dietmar Bartsch, schmiert sich gar antideutschen Schaum vor den Mund und diagnostiziert eine Wortwahl wie von Hitlers Reichspropagandaminister Goebbels, der die Juden als Ratten bezeichnete. Als nichts anderes habe Struck nun die Wähler Der Linken definiert, so die Linksfraktion auf ihrer Internetseite. Was für ein Saftladen, Diese Linke. T:I:S, 4. August 2007 *Bremer Studenten im Fadenkreuz der StaatsorganeDer AStA der Universität Bremen hat die Hausdurchsuchung der Bundesanwaltschaft vom 9. Mai 2007 verurteilt, die sich gegen den Lehrbeauftragten Dr. Fritz Storim richtete. "Bei der .. Durchsuchung von Privaträumen Dr. Fritz Storims stellte das Bundeskriminalamt (BKA) unter anderem sämtliche TeilnehmerInnenlisten sowie Arbeitsmaterialien der von ihm in den letzten Jahren an der Universität Bremen angebotenen Seminare sicher. Damit sind auch Kommilitoninnen und Kommilitonen der Uni Bremen ins Fadenkreuz der Ermittlungen geraten. Ihre Daten liegen den deutschen Strafverfolgungsbehörden nun in Verbindung mit dem Vorwurf des Terrorismus vor. Es muß davon ausgegangen werden, dass alle SeminarteilnehmerInnen Dr. Fritz Storims von der Polizei und dem Staatsschutz überprüft und die gewonnenen Erkenntnisse sowie die Verbindung zu einem potenziellen Terroristen (ihrem Dozenten) in den entsprechenden Datenbanken gespeichert werden." AStA der Universität Bremen, T:I:S, 24. Mai 2007 Siehe auch Rote Flora *Thomas Immanuel SteinbergRote Flora Hamburg: Staatsorgane verbreiten hysterischen Mumpitz
Die Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel wird vom 25. Mai bis zum 10. Juni 2007 G8-Gegnern als Tagungszentrum dienen. Fahrradsternfahrer sind bereits nach Hamburg unterwegs. Am Pfingstmontag, dem 28. Mai werden die Gipfelgegner das sogenannte Asien-Europa-Meeting (ASEM) anprangern, das für den Folgetag im Hamburger Rathaus geplant ist. Die Demo beginnt um 12 Uhr mitten auf der Reeperbahn in St. Pauli. Eine Pressekonferenz in der Roten Flora am 22. Mai machte deutlich: Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen G8-Gegner nach § 129a StGB und die Durchsuchungen am 9. Mai 2007 in Hamburg, Bremen und Berlin haben den Protest angefacht. - Der AStA-Vorsitzende der Universität Bremen, Martin Seibert, erklärte den Polizeieinsatz in seiner Anstalt zum Angriff auf die Freiheit von Forschung und Lehre. - Der Betriebsratsvorsitzende des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, Jan-Ole Hafkus, stellte sich namens aller Mitarbeiter und Schauspielerinnen hinter den Kollegen, gegen den die Staatsorgane ermitteln.*
- Der Rechtsanwalt eines der Beschuldigten und verschiedene Vertreterinnen von Initiativen rund um die Rote Flora legten den zahlreich vertretenen Kommerzjournalisten dar, was von den Anschuldigungen zu halten ist: nichts.
Demo-Route und Kundgebungsort am Pfingstmontag stehen noch nicht fest. Mit Sicherheit dagegen werden bewaffnete Leute in Kampfanzügen und gepanzerten Fahrzeugen die Hamburger Feiertagsruhe zu stören trachten. Zwar ist der Mercedes von Bild-Chef Kai Diekmann verbrannt, aber eine Täterin aus dem G8-Protestumfeld konnte bisher nicht vorgewiesen werden. Auch kann sich jeder ausmalen, daß Diekmann verschiedene Feindinnen hat: Leserinnen zum Beispiel, die dem Spruch aufgesessen sind, Bild werde sich für sie einsetzen. Der eine oder andere Beinahe-Anschlag dürfte daher noch im Halfter des Innenministers stecken.
T:I:S, 22. Mai 2007 * Siehe Bremer Studenten im Fadenkreuz *Siehe auch Norman Paech (Pressemitteilung, .doc-Datei) *Das Schäusal fährt die Krallen aus.Die Gefahr "ist nicht reine Spinnerei", hatte Innenminister Schäuble in Hamburg Anfang Mai auffällig linkisch formuliert: Er selbst ist die Gefahr. indymedia liefert einen Überblick über die Aktionen des Spin-Doktors und die Reaktionen der G-8-Gegner. Die Süddeutsche Zeitung verweigert Schäuble den Flankenschutz:
Auf die Kriegserklärung des rabiatesten Teils der Bourgeoisie gegen das Volk reagiert attac wie immer: lendenlahm. Mathias Bröckers dagegen verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Henryk M. Broders Gesudel von den "moslemischen Horden" und der Sehnsucht der Herrschenden "nach guten alten 'terroristischen Vereinigungen' à la RAF". T:I:S, 10. Mai 2007 Siehe auch Ulla Jelpke über Schäuble und die Sozialdemokraten. T:I:S, 22. Dezember 2007 *Thomas Immanuel SteinbergDie Gefahr ist nicht reine Spinnerei.Schäubles Geist im Hamburger Rathaus
Nur ein paar Pressestühle blieben frei im Hamburger Rathaus-Festsaal, denn Innenminister Schäuble sollte über Sicherheit in der Großstadt sprechen. Alle zeigten ihren Personalausweis vor und die Eintrittskarte mit Namen und Anschrift; freundliche Damen prüften die Angaben auf Übereinstimmung. Mit Hundemarke am CDU-Halsband dackelte einer nach dem andern hinein.
Schäuble rollt aufs Podium, Applaus, und Schäuble spricht von Gefahrenabwehr, von Präventivbefugnissen für das Bundeskriminalamt, und von den Kofferbombern. "Das sind alles nicht Spinnereien", betont er, hebt aber dabei die Stimme nicht. Stattdessen drückt er durch den Sprechapparat, was als Mahnung gemeint ist. Jedenfalls, fährt er fort, daher das Verbot von Flüssigkeiten im Handgepäck der Flugpassagiere, denn, wieder gepreßt, "das sind alles nicht Hirngespinste". Noch einmal und noch einmal: "Es gibt neue Bedrohungen. Am 11. September haben wir sie gehabt." Die Bundeswehr müsse im Inland einsetzbar sein: "Wir haben", wiederholt er, doch diesmal ersetzt er ein kleines r im Wort durch ein n, "die Kofferbomben im letzten Jahr erlebt", kurz vor der Fußballweltmeisterschaft. Wenn dann Boden-Luft-Raketen dazugekommen wären, Stinger, dann hätte die Fußballweltmeisterschaft abgesagt werden müssen. Derartiges zu verhindern, müsse die Bundeswehr gegebenenfalls einsetzbar sein. Freundlicher Applaus. Dann kommt der innenpolitische Sprecher der gastgebenden Hamburger CDU-Fraktion, ein akkurater Alsterdörfler, zum Zuge: "Ich danke Ihnen für die eindrucksvollen und beeindruckenden Worte." Der Hamburger Innensenator setzt nuscheld fort: "Ausländerbehörde, Verfassungsschutz und Polizei wirken zusammen." Ausländerbehörde, wehe uns, wenn sie nicht wirken würde, an vorderster Stelle zumal. Denn "Ausländer, Fremde sind es meist, die unter uns gesät...", erinnerte sich schon Heine aus Krähwinkels Schreckenstagen. Der Moderator, ein unabhängiger Journalist, für dergleichen in Krähwinkel gern engagiert, stellt eine kecke Frage. Ob Schäuble mit seinen vielen Forderungen nach Gesetzesänderungen nicht verfahre wie bei Tarifverhandlungen: hoch rangehen in der Hoffnung, wenigstens ein bißchen rauszuholen. Gut gelaunt verneint der Bundesinnenminister. Der Islam? Es gebe ja, so genau wisse man das nicht, drei oder dreieinhalb Millionen Muslime bei uns: "Und die Tendenz nimmt zu." Der Hamburger Innensenator erinnert eine "ungewöhnlich konkrete Terrordrohung 2003, 2004", da wäre beinahe eine Sicherheitslücke entstanden, weil alle Polizisten für den Schutz eines einzigen Objektes gebraucht wurden. Nun dürfen die Bürgerinnen fragen, und einer fragt, ob der Innenminister nicht auch finde, daß Heranwachsende, also Achtzehn- bis Einundzwanzigjährige, nicht mehr, wie bisher, nach dem Jugendstrafrecht, sondern altersgemäß bestraft werden sollten. Applaus. Der Innensenator findet auch. Eine höchst bürgerliche Dame bezieht sich auf den Islam und fragt, ob der Innenminister nicht auch finde, daß wir "es hier mit einem trojanischen Pferd zu tun" haben. Zustimmung im Saal, doch der Innenminister bleibt Staatsmann. Er kommt wieder auf die Bundeswehr zurück, nun auf ihre Polizeieinsätze im überfallenen, zerstückelten und besetzten Ex-Jugoslawien, und zaubert ein Kaninchen ins Mikrofon. Es könne doch nicht angehen, "daß die Bundeswehr überall auf der Welt tut, was sie in Deutschland nicht darf." Den Hamburger Wehr-Dackeln schmeckt das Kaninchen, und sie applaudieren heftig. Die Presse soll auch fragen und hakt wegen der Stinger-Raketen nach. Der Minister stellt richtig: Es habe vor der Fußball-WM geplante Raketenangriffe..., also glücklicherweise habe sich das nicht bestätigt. Er habe das "als ein fiktives Beispiel" angeführt, und schließt teppichmesserscharf: "Es ist nicht reine Spinnerei."
T:I:S, 3. Mai 2007 *Jochen ScholzQuasi-VerteidigungsfallBei der Entführung eines Flugzeugs soll künftig die Bundeswehr durch einen im Grundgesetz verankerten „Quasi-Verteidigungsfall“ zum Abschuß der Maschine berechtigt sein, so Bundesinnenminister Schäuble (CDU), der entsprechende Pläne in seinem Haus erarbeiten läßt. Es gibt Verfassungsminister und Quasi-Verfassungsminister. Herr Schäuble hat bereits als junger Abgeordneter eine Kostprobe seines Rechtsverständnisses abgegeben. 1977 plädierte er als Mitglied des Sportausschusses des Deutschen Bundestages für die Freigabe des Dopings im Hochleistungssport. Erstaunlich, dass ein solcher Mann an die Schaltstellen dieses Staates gelangen kann! Da war mir doch ein Hermann Höcherl tausendmal lieber, auch wenn er „nicht ständig mit dem Grundgesetz unter dem Arm herumlaufen konnte“. Wir Bürger dieses Landes, die das Grundgesetz als außerordentliche Errungenschaft der bürgerlichen Gesellschaft schätzen und verteidigen, sollten uns das Quasi-Widerstandsrecht nehmen und mit den Vorschlägen von Roman Herzog zu Artikel 20 Absatz 4 GG Herrn Schäuble zum Tempel hinausjagen. Jochen Scholz ist Oberstleutnant der Bundeswehr a. D. T:I:S, 2. Januar 2007 *Steinberg Recherche Referent Texte 2010 Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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