Falludschah - Fallujah

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Leicht angereichertes Uran, wie es in Atomreaktoren und Atombomben benutzt wird

... In seiner ersten Untersuchung aus dem Jahr 2010 hatte Busby herausgefunden, daß nach der Belagerung von Falludscha 2004 erhöhte Krebserkrankungen, Mißbildungen bei Neugeborenen und eine Veränderung im Geburtenverhältnis zwischen Jungen und Mädchen aufgetreten waren. Um der Ursache dieser Ergebnisse auf den Grund zu gehen, wurden bei der zweiten Studie in diesem Jahr Bodenproben genommen, Trinkwasser und andere Wasserquellen untersucht, ebenso Haarproben von 25 Eltern genommen, deren Kinder mit Mißbildungen zur Welt kamen. Dabei wurden hohe Werte von Uran gefunden, was die genetischen Schäden der Kinder erklären könnte. 

Erstaunlicherweise handelte es sich aber nicht um abgereichertes Uran, was Busby und andere immer vermutet hatten. Vielmehr fanden der Wissenschaftler und sein Team leicht angereichertes Uran, wie es in Atomreaktoren und Atombomben benutzt wird. Das Material enthielt das Isotop U235, das nicht im abgereicherten Uran vorkommt. Dieses hochradioaktive Uran wurde sowohl in den Haarproben der Eltern als auch in Wasser- und Bodenproben gefunden... 

Karin Leukefeld: Ursache und Wirkung. Krebs und Mißbildungen in Falludscha – Neue Studie zum Einsatz von Uran-Waffen. junge Welt, 3. Dezember 2011 und Video, sieben Minuten, Russia Today, Anfang November 2011,  T:I:S, 3. Dezember 2011

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Die Demokratisierung von Faludschah 

Erstmals wandten sich Ärzte aus Falludscha im Oktober 2009 mit einem offenen Brief an die Vereinten Nationen und forderten eine Untersuchung. Allein im September 2009 waren 24 Prozent der 170 Neugeborenen innerhalb von sieben Tagen gestorben, 75 Prozent von ihnen hätten schwere körperliche Schäden aufgewiesen, hieß es in dem Schreiben. 

jW, T:I:S, 30. August 2010

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Patrick Cockburn

Toxic legacy of US assault on Fallujah 'worse than Hiroshima'. The shocking rates of infant mortality and cancer in Iraqi city raise new questions about battle.

Dr Chris Busby, a visiting professor at the University of Ulster and one of the authors of the survey of 4,800 individuals in Fallujah, said it is difficult to pin down the exact cause of the cancers and birth defects. He added that "to produce an effect like this, some very major mutagenic exposure must have occurred in 2004 when the attacks happened".

T:I:S, 26. Juli 2010

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Mißgebildete Neugeborene

In September 2009, Fallujah General Hospital had 170 new born babies, 24% of whom were dead within the first seven days, a staggering 75% of the dead babies were classified as deformed.

This can be compared with data from the month of August in 2002 where there were 530 new born babies of whom six were dead within the first seven days and only one birth defect was reported. 

Ursache: abgereichertes Uran, von den US-Streitkräften eingesetzt.

Offener Brief, T:I:S, 21. Oktober 2009

Ergänzungen

Video, zwei Minuten, grauenhafte Mißbildungen, und Text. Sky News und The United States takes the matter of three-headed babies very seriously. The Anti-Empire Report . William Blum T:I:S, 7. April 2010. Die Vereinigten Staaten nehmen die Geburt dreiköpfiger Babys sehr ernst. Übersetzung des Artikels von William Blum von Jürgen Jung auf Luftpost Kaiserslautern/Ramstein. T:I:S, 25. April 2010

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Vor drei Jahren in Falludschah zerstört: 

36000 Häuser
9000 Läden
65 Moscheen
60 Schulen
Historische Stadtbibliothek
Alle Regierungsgebäude
Die gesamte Infrastruktur
Alle Elektrizitätswerke
Die gesamte Abwasserreinigung
Alle Siele
Das gesamte Kommunikationssystem. 

6000 Menschen durch Waffen getötet, 300 000 haben ihr Obdach verloren. 

Did you forget about Fallujah? Fallujah didn't forget. T:I:S, 25. November 2007. Dank an Joachim Guilliard

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Steve Bell hat im Guardian die Phosphor-Debatte karikiert.

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Feindbeleuchtung 

Kriegstechnisches zum Einsatz von weißem Phosphor

Das Pentagon hat inzwischen den Einsatz von weißem Phosphor gegen Iraker zugegeben. Nur feindliche Kämpfer seien damit überschüttet und geschmolzen worden. Zuvor hatte die US-Regierung stets behauptet, weißer Phosphor sei allein zur Beleuchtung gegnerischer Stellungen verwendet worden. Doch erstens berichteten in der März-April-Ausgabe 2005  von Field Artillery Captain James T. Cobb, First Lieutenant Christopher A. LaCour und Sergeant First Class William H. Hight vom Einsatz von weißem Phosphor (WE) gegen Kämpfer, wenn High Explosives (HE) nicht reichten:

White Phosphorous. WP proved to be an effective and versatile munition. We used it for screening missions at two breeches and, later in the fight, as a potent psychological weapon against the insurgents in trench lines and spider holes when we could not get effects on them with HE. We fired “shake and bake” missions at the insurgents, using WP to flush them out and HE to take them out.

Weißer Phosphor bewährte sich als wirksame und vielseitige Munition. Wir benutzten ihn als zweifache Sichtwandwand, und später im Kampf als mächtige psychologische Waffe gegen die Aufständischen in Gräben und Spinnenlöchern, wenn wir mit hochexplosiver Munition keine Wirkung erzielten. Wir feuertern "shake and bake" missions (Schüttel-und-Brat-Salven) auf die Aufständischen: weißer Phosphor scheuchte sie auf, und die hochexplosive Munition löschte sie aus. 

Zweitens zeigt das von RAI24 ausgestrahlte Video Bilder von einem WP-Streueinsatz aus Hubschraubern. Diese Einsatzart von WP zum Zweck der Gefechtsfeldbeleuchtung ist einem sachkundigen Bundeswehroffizier, der SteinbergRecherche Auskunft erteilte,  

aus eigener Erfahrung bislang nicht untergekommen. Gefechtsfeldbeleuchtung findet zweckmäßigerweise über dem Gefechtsfeld statt, nicht auf dem Boden. Sie machen Ihre Zimmerbeleuchtung ja auch nicht unter dem Bett an.

Ein übliches Handling von WP-Gefechtsfeldbeleuchtung ist der Einsatz per Artillerie- oder Mörsergranate, die WP-Ladung am Fallschirm hängend. Der Beobachter sieht dann in 200-400 m Höhe zuerst einen kleinen, schnell fallenden Leuchtpunkt, bis sich der (in der Nacht nicht erkennbare) Fallschirm entfaltet hat. Danach bremst der Leuchtpunkt abrupt ab, gewinnt an Intensität und Strahlkraft, die mit schwindender Höhe einen kleiner werdenden Kreis am Boden ausleuchtet. Eine Standard-NATO-Artilleriegranate WP 155mm sorgt für etwa 2 Minuten nahezu taghellem Licht in einem Umkreis von bis zu 200m, bevor sie – bei guter Feuerleitlösung – noch in der Luft ausbrennt und leer auf den Boden sinkt.

Dank an Freace (dort eine etwas andere Übersetzung) und an die Bundeswehr.

T:I:S, 17. November 2005

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Phosphorregen und Soldateninterview:

Was taugt das US-Dementi vom vergangenen Jahr?

Das US-Außenministerium hat vor einem Jahr, am 12. November 2004, Berichte über den Einsatz von Phosphor gegen die Bewohner von Falludschah dementiert. Der Einsatz von Phosphor sei nicht illegal. Der Phosphor sei nicht gegen feindliche Kämpfer verschossen worden, sondern um nachts feindliche Stellungen zu beleuchten.

Das RAI-Video, ausgestrahlt am 8. November 2005, zeigt, wie leuchtendes Material vom Himmel auf die Erde regnet. Es zeigt Leichen, die wie von innen geschmolzen wirken. Es zeigt ehemalige US-Soldaten im Interview: Weißer Phosphor sei gegen die Bewohner von Falludschah eingesetzt worden. Der Einsatz von weißem Phosphor als Kampfstoff sei unter den Soldaten bekannt gewesen:

"I heard the order to pay attention because they were going to use white phosphorus on Fallujah. In military jargon it's known as Willy Pete. Phosphorus burns bodies, in fact it melts the flesh all the way down to the bone ... I saw the burned bodies of women and children. Phosphorus explodes and forms a cloud. Anyone within a radius of 150 metres is done for."

USINFO.STATE.GOV: Did the U.S. Use "Illegal" Weapons in Fallujah? 
Iraq. Rainews24: l'esercito degli Stati Uniti ha usato fosforo bianco a Fallujah nel 2004
Peter Popham: US forces 'used chemical weapons' during assault on city of Fallujah. Information Clearing House
Zusammenfassung auf Deutsch: Saar-Echo 
Zahlreiche grauenhafte Details über Falludschah im November 2004 aus verschiedenen Quellen in der jungen Welt; bei Google eingeben:   falludschah site:jungewelt.de

Dank an die Damen U.R. und B.H. für Hinweise

T:I:S, 9. November 2005 

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Weißer Phosphor

RAI 24, der staatliche italienische Fernsehsender, hat am 8. November 2005 einen Dokumentarfilm ausgestrahlt, der schreckliche Bilder zeigt: die von innen geschmolzenen Leichen irakischer Soldaten und Zivilisten nach einem Bombardement mit weißem Phosphor; einen mit einer elektrischen Bohrmaschine durchlöcherten männlichen Körper; den Beschuß einzelner, teils verwundeter Personen. 

Ehemalige US-Soldaten sagen über ihre Untaten und die ihrer Kameraden aus. Sie bestätigen, daß mit der Vernichtung von Falludschah gewartet wurde, bis der Wahlsieg von George W. Bush feststand.

Die italienische Journalistin Sgrena berichtet, die vermeintlichen Widerstandskämpfer, die sie gefangen hielten, hätten sie daran gehindert, über US-Greuel zu berichten. Auf dem Weg zum Flughafen von Bagdad, bereits in der mehrfach gesicherten sogenannten Grünen Zone, kam sie unter US-Beschuß, überlebte aber.    

Zum RAI-Dokumentarfilm  - in englischer Sprache:

Information Clearing House , Fallujah - The Hidden Massacre - Italian TV Report 

 

Zwei Bilder aus "The Hidden Massacre"

 

 

 

Helfen Sie mit, die US-Streitkräfte aus dem Irak, aus unserem Land und allen andern Ländern zu vertreiben.

T:I:S, 9. November 2005

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