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Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Suchen zu: Israelisierung der Niederlande Mafia, Geheimdienste und Politik der USA Naomi Klein: Die Schock-Strategie Führung aus einer Hand - Rudolf Adam, Bundesakademie für Sicherheitspolitik Zehn Schritte auf dem Weg in den Faschismus Die USA auf dem Weg in den Polizeistaat Israel lehrt produktives und demokratisches Töten Ein paar Gedanken zum produktiven und demokratischen Töten, wie es Israel der Welt vormacht Faschismus in Großbritannien. Die Freiheit stirbt. Springers Welt zitiert Leon de Winter, einen niederländischen Scharon-Anhänger... Islamo-Nihilismus. Wie spricht ein Nazi? Kristian Stemmler, Nordheide: Tückisch Kapitalismus führt zum Faschismus United States of America v Rafil A. Dhafir
Israelisierung der NiederlandeGeert Wilders,
dieser Abgeordnete möchte ermöglichen, daß Leute in Holland ohne Anklageerhebung oder Gerichtsverfahren und ohne Aussicht auf eine Gerichtsverhandlung auf unbestimmte Zeit hinter Gitter kommen. Was in US-abhängigen Folter- und Mörderstaaten wie Jordanien, Tunesien, Saudi-Arabien und Ägypten illegale Staatspraxis ist, möchte Wilders allerdings, nach dem Vorbild der israelischen Verwaltungshaft, gesetzlich verankern. Wilders, auf der ganzen Linie Parteigänger der israelischen Staats- und Regierungspolitik, will die Niederlande israelisieren. T:I:S, 10. April 2008 *Yigal LavivDie Faschisierung IsraelsUnsere Führer, die alles tun, was sie können, um die Feindschaft zu verewigen, machen Israel zu einem Unterdrückerstaat ohne Moral und Gesetz. Zwangsläufig werden wir uns verhalten wie die Deutschen. Gaza ist wie das Warschauer Ghetto, und Israel ist wie die deutsche Armee, die das Ghetto aushungerte und zerstörte. Die Straße von Sparta über die Kreuzzügler nach Deutschland ist nicht lang.
Der einzige Weg, der vielleicht zum Frieden und zum Überleben der kommenden Generationen führt, ist ein Friedensschluß mit den Palästinensern, insbesondere mit Hamas.
Yigal Laviv, Al Tzad Smol (Auf der linken Seite), Israel: Text auf Hebräisch, Französisch und Englisch
T:I:S, 20. Februar 2008
*Mafia, Geheimdienste und Politik der USA
Unter diesem knalligen Titel hat R. Kohler eine Fülle von Material für ein Theaterstück über John F. Kennedy und über die gesamte jüngere Geschichte der USA gesammelt und chronologisch aufbereitet, siehe http://www.us-politik.ch .
T:I:S, 20. Dezember 2007. Dank an - 9 - *Thomas WagnerHerrschaftliches LiedgutWie der Philosoph Peter Sloterdijk aus Motiven der »Konservativen Revolution« und des Liberalismus den Heldengesang kapitalistischer Despotie komponiert. Eine Kritik der zynischen Vernunftzerstörung.
jW, T:I:S, 29. Oktober 2007 *Siehe auch: Israel als Warnung. Wenn der Frieden sich nicht mehr lohnt, unter Naomi Klein. T:I:S, 27. Dezember 2007 Naomi KleinDie Schock-StrategieDer Aufstieg des Katastrophen-KapitalismusS. Fischer Verlag 2007. Aus dem Englischen übersetzt von
Hartmut Schickert und Michael Bischoff und Karl Heinz Siber (Preis € (D)
22,90/Preis SFR 40,40 (UVP), 768 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-10-039611-2).
Siehe dazu: 'Das ist ein brillantes Buch, eines der wichtigsten, das ich seit langem gelesen habe', sagt der Historiker Howard Zinn, Autor des Bestsellers 'A People's History of the United States'. Zitiert aus Brigitta Huhnkes Rezension der Rezensionen. T:I:S, 23. Oktober 2007. Dank an Dr. Brigitta Huhnke Im Vorgriff auf ihr neues Buch veröffentlichte Naomi Klein den Beitrag Israel, Labor für eine Festungswelt *Faschismus?Stellungnahme von Andreas Hauß zu Benennen, was der Fall ist T:I:S, 1. Oktober 2007 *Thomas Immanuel SteinbergWer nicht von Faschismus sprechen will, muß benennen, was der Fall ist.Reinhard Lettau kehrte nach fast dreijähriger Abwesenheit im Dezember 1967 in die Vereinigten Staaten zurück, sammelte dort sechs Monate lang Zeitungsausschnitte, vor allem aus der Los Angeles Times, und veröffentlichte sie 1971 auf Deutsch unter dem Titel "Täglicher Faschismus".(1) Herrschte damals Faschismus in den USA? Dank eines fürstlichen Stipendiums des west-alliierten Berliner Luftbrückengedenkfonds' und der Fullbright-Stiftung verbrachte ich 1971/72 neun komfortable Monate in Minneapolis mit Gedankenspielen und Protesten gegen den Vietnam-Krieg und drei mit einer abenteurlichen Reise durch den Westen und den Süden der USA. Was sich mir auftat, war wohl Faschismus: Der Krieg, die Mißhandlung der Indianer, die schwarzen Ghettos, die weißen Wohnfestungen, die Polizeiwillkür gegen kleine Leute, die Hetze auf Linke, die Jesus People und ihr manischer Antikommunismus – all das ließ mich verstehen, warum die DDR ihre Mauer "antifaschistischen Schutzwall" nannte. Inzwischen ist der Ost-Beton in Andenkenläden verditscht, Kanzlerin Merkel fällt ein rabulistisches Gottesurteil über den Iran, und die Welt setzt ihre fast einzige Hoffnung auf Hemmungen der US-Streitkräfte vor weiteren Kriegen.(2) Zur Lage daheim meint Jürgen Elsässer:
Ja, der Faschismus ist wohl im Anzug, und nicht, ich erlaube mir den Kalauer, in SA-Uniform. Der Einwände sind viele. Elsässer kann immerhin seine Thesen diskutieren lassen, der Stadt- und Regionalsoziologe Dr. Andrej H. darf nach drei Wochen Untersuchungshaft gegen Auflagen vorerst bis Anfang Oktober 2007an der Berliner Humboldt-Universität weiter lehren, und selbst der ehemalige Innenminister Gerhart Baum ist noch nicht mundtot. Es fehlt auch eine faschistische Massenbewegung. Pro Köln und die anderen islamophoben Bürgerinitiativen wachsen, aber zwei Drittel der Bevölkerung lehnen deutsche Kriege, auch gegen islamische Diktaturen, ab. Kaum einer will sich einen Erkennungs-Chip unter die Haut pflanzen lassen. Dem deutschen Großkapital fehlt zum ausgewachsenen Faschismus der uneingeschränkte Kriegswille: Die Frankfurter Allgemeine verurteilt die US-amerikanisch induzierten Kreditsperren deutscher Banken für Geschäfte mit dem Iran; die Bundeswehr zieht nicht mit den französischen Kolonialtruppen in den Tschad; und wer den Abzug der Bombenzielaufklärer aus Afghanistan und die Sperrung deutschen Bodens und Luftraums für die US-amerikanischen Krieger fordert, gilt bisher nur bei Springer und den Antideutschen als Terroristen-Freund. Die Scheu, Deutschland auf dem Weg in den Faschismus zu sehen, hat aber einen anderen Grund. Befände sich das Land auf dem Weg in den Faschismus, dann würde Widerstand zur Pflicht. Dieser Erkenntnis folgen müßte die Einsicht der Nachgeborenen in ihre Hilflosigkeit, in eben die Hilflosigkeit ihrer Vorfahren angesichts der heraufziehenden nazistischen Hölle. Denn wie damals, endet heute wirklicher Widerstand schnell tötlich. Wer Faschismus für das falsche Wort hält, soll benennen, was der Fall ist. Denn eine Sache begriffen hat erst, wer sie auf den Begriff bringt. T:I:S, 29. September 2007. Dank an Finn Prenzlberg und Dr. S.H. (1) Reinhard Lettau: Täglicher Faschismus. Amerikanische Evidenz aus 6 Monaten. rororo 1973 (© Carl Hanser Verlag 1971). Wikipedia nennt fälschlich 1982 als Erscheinungsjahr. (2) Siehe Wayne Madsen: "Lost" B-52 nuke cruise missiles were on way to Middle East for attack on Iran; Air Force refused to fly weapons to Middle East theater. Pony Hütchen sagt's auf Deutsch und erklärt die Zusammenhänge. Zur heutigen Lage in den USA siehe Rodrigue Tremblay: Wachsender Imperialismus und Faschismus in den USA. Übersetzt von Hergen Matussik, überprüft von Fausto Giudice. tlaxcala, 2. Juli 2007; sowie Naomi Wolf und Francis Boyle *Medienzirkus in Florida - kein Faschismus. SpiegelVon den Videos mit dem elektroschockierten Studenten hier ist inzwischen eines bei Google nicht mehr abrufbar, zwei jedoch weiterhin hier. Zur Internetseite des Studenten Andrew Meyer. Paul Craig Roberts über die Folterung des Studenten Andrew Meyer in Florida: The Bush Republicans and their Democratic toadies have, in the name of "security," made all of us powerless. While Senator John Kerry and his Democratic colleagues stand silently, the Bush administration has stolen our country from us and turned us into subjects. CounterPunch; deutsche Übersetzung im Politblog.net mit zahlreichen Leserinnenkommentaren T:I:S, 21. September 2007 *Sunshine StateEin Student stellt dem US-Senator John Kerry an der University of Florida eine ungemütliche Frage. Minuten später brüllt er vor Schmerz. Privatpolizei hat mit Elektroschockgeräten auf ihn abgedrückt. Für jeden ist erkennbar, was da läuft: Einst nannten wir’s Faschismus. Bei uns faßt er gerade Tritt. Schäuble und Jung schaufeln den Weg frei. Politblog mit Video von der Szene. Hier eine weitere, deutlichere Video-Aufnahme vom gleichen Vorgang. T:I:S, 18. September 2007 *Filippinos gekidnapped...... und zur Sklavenarbeit am Bau der US-Botschaft in Bagdad gezwungen. 5-Minuten-Video von der Anhörung des US-Zeugen Mayberry. T:I:S, 1. August 2007 *Herrschaftselite - keine Angst vor der Kralle?Nach Plänen von CDU, CSU und SPD soll ab 2008 nachvollziehbar werden, wer mit wem in den letzten sechs Monaten per Telefon, Handy oder E-Mail in Verbindung gestanden oder das Internet genutzt hat. Vor allem der Innenminister, zur Zeit Schäuble, wird Konkurrenten im Machtapparat erpressen oder ausknipsen können. Was das Volk von der Überwachung haben wird, steht unter Vorratsdatenspeicherung. T:I:S, 12. Juli 2007 *LiquidierenDer rechtspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Norbert Geis arbeitet der deutschen Herrschaftselite zu. Sie soll mit den alliierten Herrschaftseliten der USA und Israels gleichziehen. Geis stammelt faschistische Vokabeln, wie seine US-amerikanischen und israelischen Partner:
Interview im Deutschlandfunk, dort auch als Audio, T:I:S, 12. Juli 2007 *Wachsender Imperialismus und Faschismus in den USAEnglisches Original: Rodrigue Tremblay: Imperialism and Fascism are on the Rise in the USA. July 2, 2007 tlaxcala, deutsch, T:I:S, 9. Juli 2007 *Führung aus einer Hand - Rudolf
Adam, Bundesakademie für Sicherheitspolitik
Der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Rudolf Adam, zieht die Einrichtung eines Nationalen Sicherheitsrats in Betracht. german-foreign-policy.com dokumentiert Auszüge aus einem Vortrag, den er bereits am 13. Januar 2006 bei der Auftaktkonferenz der Veranstaltungsreihe "Gesamtstaatliche Sicherheit" des Berliner Forum Zukunft (BFZ) der DGAP und der Bundesakademie für Sicherheitspolitik hielt.
Dieser und weitere Auszüge bei German Foreign Policy vom 4. Juli 2007 T:I:S, 4. Juli 2007 *Naomi WolfZehn Schritte auf dem Weg in den Faschismus
Naomi Wolf schreibt, dass es zehn Schritte auf dem Weg zu einer faschistischen Gesellschaft gebe. Die Bush-Regierung habe in den vergangenen Jahren begonnen, alle zehn Schritte zu unternehmen: "1 Invoke a terrifying internal and external enemy (...) 2 Create a gulag (...) 3 Develop a thug caste (...) 4 Set up an internal surveillance system (...) 5 Harass citizens' groups (...) 6 Engage in arbitrary detention and release (...) 7 Target key individuals (...) 8 Control the press (...) 9 Dissent equals treason (...) 10 Suspend the rule of law". [Teaser von bpb: Der 11. September und die Folgen] Guardian T:I:S, 25. April 2007. Text auf Deutsch hier, T:I:S, 30. Dezember 2007 *Francis BoyleDie USA auf dem Weg in den PolizeistaatDie Nazis machten genau das gleiche. Ihre Juristen untergruben die juristischen Fakultäten. Carl Schmitt war der schlimmste, und er war der Mentor von Leo Strauss, dem Gründer der Neokonservativen. Das selbe Phänomen, das in Nazi-Deutschland auftrat, zeigt sich hier, ich übertreibe nicht... wir können alle gefoltert werden, wir könnnen alle so behandelt werden. Francis Boyle lehrt Internationales Recht an der Universität Illinois, Champaign, hat magna cum laude in Recht promoviert und führt einen zweiten Doktortitel in Politikwissenschaften, beide von der Universität Harvard in Cambridge, Massachusetts . Er saß vier Jahre in der Leitung von Amnesty International und verteidigte Bosnien-Herzegowina vor dem Internationalen Gerichtshof. Ihm zufolge stammten die Anthrax-Keime 2001 aus einem Regierungslabor und dienten dazu, den Patriot Act durchzusetzen, der den US-Bürgern nach Bedarf das Recht nimmt, vor Gericht ihre Festnahme prüfen zu lassen.Was den 11. September 2001 anlangt, verweist er auf David Ray Griffin. Information Clearing House (Das beigefügte Telefon-Interview wird von langer Werbung für andere Sendungen unterbrochen). Verweis: Roger Köppel, bis 2005 Chefredakteur der Welt, jetzt der Weltwoche, vertritt die Kernposition von Carl Schmitt, Hitlers Kronjuristen. T:I:S, 24. Dezember 2006 *Islamo-Faschismus?Ismael Hossein-zadeh, Drake University, Des Moines, Iowa, liefert eine einleuchtende Definition von Faschismus. Ihr zufolge ist der politische Islam auf keinen Fall faschistisch. Wohl aber trägt die Bush-Regierung faschistische Züge. T:I:S, 6. November 2006 *Wer war's?Es ist wirkliche, historisch erworbene Minderwertigkeit, die ja der Antisemit wie selbstverständlich anerkennt, wenn er, ohne Auftrag vertreten durch seine Hisbollah, verlangt, Israel solle die zwei entführten Soldaten für eine Vielzahl arabischer Kämpfer austauschen. Vor zwei Jahren bezifferte Scheich Nasrallah den Wert von 435 seiner Gotteskrieger auf den eines jüdischen Geschäftsmanns und der Leichen dreier israelischer Soldaten. Das Zitat stammt aus Gremlizas Kolumne in Konkret, Heft 8 vom August 2006, Seite 9. Seine Stellungnahme zum Krieg Israels gegen seine Nachbarn am Ende der Ausführungen unterscheidet sich in nichts von der George W. Bushs zum Krieg der USA gegen den sperrigen Teil der Welt. Wie alle Parteigänger von Angriff und Vernichtung erklärt Gremliza das derzeitige israelische Gemetzel und das der kommenden Jahre zur Vorsorgemaßnahme. Gremliza für verrückt zu erklären, geht fehl. Auch Bush ist nicht verrückt. Eine sorgfältige Einordnung Gremlizas in das aktuelle politische Spektrum hat Jürgen Elsässer vorgenommen in: Alte Feinde, neue Feinde - Von einem drohenden Weltkrieg, runderneuertem Faschismus und den jüngsten Mutationen der sogenannten Antideutschen – und wie der Widerstand gegen all dies aufgebaut werden könnte. Elsässer schreibt: Was bei den Neocons und ihren deutschen Ablegern (den Antideutschen) erschreckt, ist die Kälte, mit der sie den Massenmord kalkulieren und beklatschen, und die konsequente Mißachtung des Völkerrechts, um ihre Vorstellung von einem »neuen« Nahen Osten oder einer besseren Welt durchzusetzen. Es gibt in der heutigen westlichen Gesellschaft keine andere Strömung, die mit so viel Menschenverachtung das Töten in Afghanistan, im Irak, im Libanon begrüßt und mit ihren Mitteln zu befördern sucht wie diese. T:I:S, 31. Juli 2006, ergänzt am 2. August 2006 *Chris FloydWetterberichtDie Herrscher werden oft verdeckt vorgehen. Aus Gründen der nationalen Sicherheit wird das Volk nicht erfahren dürfen, was in seinem Namen geschieht. Einst undenkbare Handlungen werden als Routine hingenommen werden: Regieren durch Notverordnungen, die Ermordung von Feinden, die vom Führer ausgesucht wurden, unerklärter Krieg, Folter, Massenverhaftungen ohne Anklage, Plünderung des Staatseigentums, Aufbau riesiger neuer Sicherheitsstrukturen, die auf die Massen zielen. Mit der Zeit wird das alles normal erscheinen, so wie das Frösteln im Herbst, wenn der Sommer vorbei ist... Es wird keinen Sturm geben. Alles wird normal scheinen. Wie ein Wetterumbruch, wie wenn der Wind sich dreht. T:I:S, 14. April 2006 Vollständiger Text in The St. Petersburg Times, Rußland, 13. November 2001 *Thomas Immanuel Steinberg
Israel lehrt produktives und
demokratisches Töten
Am 13. Januar 2006 schossen die US-Streitkräfte eine
Rakete auf pakistanisches Gebiet. Sie galt dem angeblichen Al-Qaida-Vize-Chef
Ayman Zawahiri, doch sie tötete nicht Zawahiri sondern 18 Pakistanis. In der
Los Angeles Times vom 20. Januar meint dazu Daniel
Byman, die USA hätten versucht, in der muslimischen Welt Sympathie und
Unterstützung aufzubauen; doch „gezielte Tötungen, besonders wenn sie
schief gehen, können konterproduktiv sein. Die Latte zum Töten sollte hoch
gehängt werden.” Die USA könnten beim gezielten Töten von Israel lernen,
so Byman. „Vielleicht die wichtigste Lektion, die die USA von Israel lernen können,
ist die Herstellung von Durchschaubarkeit. Israel führt eine robuste öffentliche
Debatte über das strittige Vorgehen. Die Regierung veröffentlicht keine
Detailinformationen, aber die Kriterien zur Zielauswahl werden von allen
verstanden. Das Ergebnis ist breite Übereinstimmung. In den USA dagegen läuft
der Vorgang geheim ab, und wenn Fehler passieren, ist ein Rückschlag möglich.
Obgleich Durchschaubarkeit zu verpaßten Gelegenheiten führen mag, dürfte
diese Strategie nachhaltiger wirken.“ Daniel Byman ist Leiter des Zentrums für Friedens- und Sicherheitsforschung an der jesuitisch-katholischen Georgetown University in Washington D.C. Außerdem wirkt er als Senior Fellow am Saban-Zentrum für Nahostpolitik in der Brookings Institution. Der Milliardär Haim Saban, Förderer der israelischen Staats- und Regierungspolitik, ermöglichte Byman die Fellowship. Ein längerer Aufsatz von Byman über das produktive und demokratische Töten ist für die März/April-Ausgabe der führenden US-amerikanischen außenpolitischen Zeitschrift Foreign Affairs angekündigt* *und inzwischen veröffentlicht.
T:I:S, 14. Juli 2006 *Ein paar Gedanken zum produktiven und demokratischen Töten, wie es Israel der Welt vormacht
Israelis und Nicht-Israelis, ob Juden oder Nicht-Juden, sollten sich den Schmerz nicht ersparen. Gegen das US-amerikanisch protegierte saudische Regime oder gegen den französisch-deutsch gedeckten tunesischen Polizeistaat vorzugehen, erfordert Todesmut, den nur wenige besitzen. Der US-amerikanischen, der israelischen und der deutschen Unterdrückungs-, Kriegs- und Tötungsmaschine dagegen können wir Sand ins Getriebe streuen - noch. T:I:S, 24. Januar 2006 *Faschismus in Großbritannien
Die
Freiheit stirbt
Das Recht der gewöhnlichen Leute, sich gegen einen ungerechten Krieg und gegen Greuel auszusprechen, die in ihrem Namen begangen werden, wird zermalmt. Der Faschismus steht vor der Tür. Wer sonst wird ihn bekämpfen?... Zwischen dem 11. September 2001 und dem 30. September 2005 wurden insgesamt 895 Menschen auf Grundlage des Antiterror-Gesetzes verhaftet. Nur 23 von ihnen wurden für Straftaten verurteilt, die durch dieses Gesetz gedeckt sind. Was die wirklichen Terroristen betrifft, so war dem Geheimdienst MI5 die Identität zweier Attentäter der Anschläge vom 7. Juli bekannt, darunter die des mutmaßlichen Drahtziehers. Doch wurde nichts unternommen. Blair will den Geheimdiensten mehr Macht geben. Erst hat er geholfen, den Irak zu verwüsten, jetzt vernichtet er die Freiheit in seinem eigenen Land... Schaut man in den Spiegel, dann begreift man, daß ein gewaltsames, undemokratisches System von jenen installiert wird, deren Maßnahmen sich wenig von denen der Faschisten unterscheiden. John Pilger: The death of freedom. New Statesman vom 9. Januar 2006. Der Text zum Lesen und zum Hören – in sehr englischem Englisch. Und hier auf Deutsch. T:I:S, 11. Januar 2006*Leon de WinterJeder MoslemJordan and Egypt may have signed peace treaties with Israel, but the radical objective of getting rid of Israel is the heritage of every Moslem, and Israel's continued success is the thorn in every Moslem's side. Die Welt - blog, 24. Juli 2006. T:I:S, 25. Juli 2006 *Springers Welt zitiert Leon de Winter, einen niederländischen Scharon-Anhänger...
...und wir lernen: Töte den Welt-Redakteur, bevor er dich tötet, und danke ihm für den Tipp. T:I:S, 9. Januar 2006 *Leser Dr. Matthias Gockel schrieb zu Roger Köppel: "Ich
dachte immer, in der BRD sei das Volk der T:I:S, 8. Februar 2006 *Bei der Artikelüberschrift "Die Macht setzt das Recht" von Roger Köppel fiel dem Leser M. K. aus W. der Titel einer Arbeit des Nazi-Kronjuristen Carl Schmitt ein. Schmitt hatte nach der Niederschlagung des angeblichen Röhm-Putschs 1934 – de facto war es eine blutige Beseitigung von Hitlers Rivalen um die Macht – in seiner Schrift "Der Führer schützt das Recht" (siehe Wikipedia, Röhm-Putsch) die Legitimität dieses mörderischen Staatsterrors postuliert. Heutige Staatsphilosophen und die Tagespolitik stehen nicht nur den Neofaschisten der NPD, sondern auch den historischen Nazis der NSDAP nahe. Danke, T:I:S, 13. Dezember 2005 Islamo-NihilismusWie spricht ein Nazi?
Die Juden müssen vergast werden, klar. Was sagt er sonst?
Das alles sagt Roger Köppel in: Die Macht setzt das Recht. Geheimdienstflüge und Verhörmethoden. Daß die Juden vergast werden müssen, meint er nicht. Köppel ist Chefredakteur von Springers Welt. Sein Feind ist der Islamo-Nihilismus. T:I:S, 13. Dezember 2005 Dank für den Hinweis an Andreas Hauß. Ergänzung: Roger Köppel, zeitweilig Chefredakteur von Springers Welt und jetzt Eigentümer der Schweizer Weltwoche, beklagt sich im Leitartikel der 13. Ausgabe 2008 seines Wochenblatts bitterlich. Micheline Calmy-Rey, Bundesrätin und Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten wolle ihm partout kein Interview gewähren. Auch die Zusicherung, kein Jota an den Aussagen der Interviewten zu verändern, habe die Schweizer Außenministerin nicht umstimmen können.- Mag sein, daß Calmy-Rey von Köppel Die Macht setzt das Recht gelesen und, wie SteinbergRecherche, gefunden hat, Köppel fordere zwar nicht, die Juden zu vergasen, spreche aber im übrigen wie ein Nazi. Laut Wikipedia hat Roger Köppel ein durchaus trauriges Leben geführt und es in Wikipedia zu schönen versucht. Irgendwie verständlich. T:I:S, 3. April 2008 *Kristian Stemmler, NordheideTückischLeserbrief vom
1. Dezember 2005 zu junge Welt
vom 21. November 2005: »Abschied von der Chancengleichheit« T:I:S, 1. Dezember 2005 *Kapitalismus führt zum FaschismusPrivate Sicherheitskräfte schießen aus dem fahrenden
Auto wahllos auf Autos irakischer Zivilisten. Elvis Presleys Mystery Train
ist dazu gemixt. Trophäen-Video; Einzelheiten im Daily Telegraph T:I:S, 30. November 2005 *United States of America v Rafil A. Dhafir:Verantwortung des Einzelnen und MittäterschaftDr. Rafil A. Dhafir, Onkologe, angesehenes Mitglied der muslimischen Gemeinde in
Rome, New York, wird, nach 31 Monaten Untersuchungshaft und 17 Wochen
Gerichtsverhandlung, insgesamt 22 Jahre im Gefängnis zubringen. Sein Delikt: Er
hat für seine Hilfsorganisation Help the Needy Geld für hungernde irakische Kinder
gesammelt und Hilfsgüter in den Irak versandt. Katherine Hughes hat den kafkaesken Prozeß verfolgt und das Urteil
als Signal an die Muslime der USA verstanden: „Wenn wir Rafil Dhafir drankriegen, dann kriegen wir jeden
dran.“ Katherine Hughes erinnert in ihrem Bericht an die Bilder vom Bagger in Bergen-Belsen, der die Leichen zu Bergen zusammenschiebt. Sie schließt mit den Worten: „Wir zeigen uns besorgt
wegen der ‚embedded’ Journalisten in Kriegsgebieten wie dem Irak. Doch wir
sollten kein bißchen weniger besorgt sein wegen der Journalisten, die in örtlichen
Gebäuden der Bundesbehörden ‚embedded’ sind. Die Ankläger selbst hätten
die Zeitungsartikel nicht besser schreiben können. Die Medien waren nicht
willens, irgendeine der Fragen aufzuwerfen, die sich angesichts des
heuchlerischen Herangehens der Regierung an diesen Fall aufdrängten. Ich denke,
daß ich jetzt weiß, wie der Holocaust in Deutschland wahrscheinlich zustande
kam: Medien, die sich mitschuldig machen, und eine Öffentlichkeit, die nichts
wissen will, sind alles, was es dazu braucht. Wir haben beides.“ Zum Bericht von Katherine Hughes unter Information Clearing House und zu den Einzelheiten des Verfahrens unter DhafirTrial. Dank für den Hinweis an Claudia Karas. T:I:S, 4. November 2005 *Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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