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Argumente für eine Schutzzollpolitik der armen LänderStand: 21. August 2003 Kapitalistische Ökonomen beginnen den Schaden zu erkennen, den der Welt-Freihandel in den armen Ländern angerichtet hat - nicht nur bei den armen Leuten, sondern auch beim dortigen Kapital. Die Stimmen mehren sich, die einerseits für eine Öffnung der Märkte der reichen Länder eintreten, andererseits für Schutzzölle in den armen Ländern. Antikapitialistische Ökonomen fügen hinzu: Öffnung der Märkte der reichen und Schließung der Märkte der armen Länder werden auf erbitterten Widerstand des Kapitals in den reichen Ländern stoßen. Gerade deshalb muß frühzeitig, und zwar jetzt, der ideologische Kampf eröffnet werden. Ich weise auf gute Artikel hin und will die Liste gelegentlich ergänzen. Für Tips bin ich dankbar. T:I:S P.S. Der Engländer David Ricardo hat den Portugiesen mit der Theorie von den komparativen Kostenvorteilen erklären wollen, auch sie gewönnen beim Freihandel. Die Portugiesen haben aber dabei verloren. *Was der Freihandel mit einer umgestoßenen Leiter zu tun hatÜber die Geschichte des wirtschaftlichen Protektionismus. Von Ha-Joon ChangIn: Le Monde diplomatique Nr. 7077 vom 13.6.2003, S. 12 und 13. Chang ist Professor für Ökonomie und Politik an der Universität Cambridge, England. "Die Welthandelsorganisation WTO wurde am 1. Januar 1995 als multilaterale Handelsorganisation gegründet. Sie hat heute 137 Mitglieder, von denen mehr als zwei Drittel Entwicklungsländer sind. Das Patentrezept, das ihnen von wirtschaftsmächtigen WTO-Mitgliedern und den großen Finanzinstitutionen Weltbank und Internationaler Währungsfonds immer wieder aufs nachdrücklichste empfohlen wird, ist die Liberalisierung des Marktes samt schrankenlosem Freihandel. Ein Blick in die Geschichte gerade der großen Verfechter des freien Warenaustauschs, USA und Großbritannien, zeigt, dass diese selbst in der Phase der Entwicklung ihrer Volkswirtschaften gezielt Zölle, Subventionierungen und andere Mittel des staatlichen Protektionismus eingesetzt haben. Der wirtschaftliche Erfolg dieser Maßnahmen gibt den damals führenden Ökonomen Recht." *Trade, development and 'monstrous' marketsBy Henry C K LiuIn Asia Times Online, June 20, 2002 Liu, Investmentunternehmer in New York spaziert durch die bürgerlich-ökonomische Ideengeschichte und begegnet dabei Polanyi, Hayek, John Atkinson Hobson (einem Vorläufer von Keynes) und Edward Luttwak. Er schließt mit dem prominentesten Protektionisten, mit Friedrich List: "Friedrich List, in his National System of Political Economy (1841),
asserts that political economy as espoused in England, far from being a valid
science universally, was merely British national opinion, suited only to English
historical conditions. List's institutional school of economics asserts that the
doctrine of free trade was devised to keep England rich and powerful at the
expense of its trading partners and it must be fought with protective tariffs
and other protective devises of economic nationalism by the weaker countries.
Henry Clay's "American system" was a national system of political
economy. *Die wahren Globalisierungsgegner oder: Die politische Ökonomie des Terrorismusvon Harald SchumannAus Politik und Zeitgeschichte (B13-14/2003), Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament vom 24. März 2003, S. 24 - 30 Auszug aus dem Text des Spiegelredakteurs: "'This is a money
making opportunity', wie es die ganzseitige Anzeige eines britischen
Investmentfonds in der Financial Times zynisch kommentierte, während es auf
Djakartas Straßen bereits zu gewaltsamen Protesten einer aufgebrachten Bevölkerung
kam. Gewiss, ein kausaler Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Katastrophe
und dem Zulauf für die Islamisten ist nicht zu beweisen. Aber dass der
Ausverkauf ihres Landes inmitten der Krise zornige junge Männer für
Hassparolen empfänglich macht, liegt nahe. Und genau das war der Vorlauf des
Attentats in Bali. *Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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