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Thomas Immanuel Steinberg
Das Horn von Afrika und die
Sumed-Pipeline
urteilt das Internetportal german foreign policy über die
deutschen Kriegsvorbereitungen in Äthiopien und am Horn von Afrika. german foreign policy trägt zusammen, was Regierung, Entwicklungsbanken, NGOs, Kirchen, parteinahe Stiftungen, Think Tanks und Wirtschaftspresse über auswärtige Strategien und Maßnahmen verstreut haben. Der Aufsatz vom 8. November 2006, dem das Zitat entstammt, ist ein gutes Beispiel für die Arbeit des Portals. Ein Abonnement bei German Foreign Policy kostet 4 Euro im Monat. german foreign policy schreibt:
... Dschibuti, wo außer den Franzosen die USA eine Militärbasis und seit Februar 2002 auch die Bundeswehr eine Marinelogistikbasis unterhalten.
Dazu eine Ergänzung:
Von den 3,3 Millionen Barrel – die Welttagesförderung beträgt ca. 80
Millionen Barrel – durchfährt nur etwa die Hälfte in bis zu 200
000-Tonnen-Tankern auch den Suezkanal. Die andere Hälfte wird überwiegend von
Very-Large-Crude-Carriern und Ultra-Large-Crude-Carriern bei Ain
Sukhna in die Sumed-Pipeline gefüllt. Das Öl fließt bei Helwan südlich von
Kairo über den Nil nach Sidi Kerir bei Alexandria:
Die USA und die kleineren Imperialisten halten mit ihrem Vasallen Mubarak nicht nur den Suezkanal, sondern ganz Ägypten im Würgegriff. T:I:S, 8. November 2006 *Thomas Immanuel Steinberg Deutsche Außenpolitik ohne dpa
Die Herren der USA zwingen der Welt ihre Produktions- und
Handelsbedingungen auf. Zu zahlen ist in Dollar, fast überall: Her mit dem
zinslosen Kredit in Höhe des Außenhandelsdefizits! Sie holen sich das Öl aus
Westafrika und Venezuela, das Kupfer aus Chile, und aus China die Konsumgüter.
Sie protegieren die heimische und dezimieren die fremde Agrarwirtschaft.
Die Söldner der US-Herrscher morden und foltern, wo es gärt, verheeren,
was sich aufbäumt, vernichten, was sich nochmals regt: in Korea und Vietnam, in
Afghanistan und im Irak, und immer fort an allen Ecken der Welt. Die deutschen – unsere – Herrscher hoppeln von
Schmiergeldaffäre zu Visa-Skandal, gehen in den Puff und wickeln sich um Alleebäume.
Waisenknaben sind sie im Vergleich zu ihren großen Brüdern, so scheint es. Was
BDI und Auswärtiges Amt, Rheinmetall und BND, die Heinrich-Böll-Stiftung und
der Berliner Think Tank SWP tatsächlich von innen her mit draußen treiben,
kommt selten in die Schlagzeilen. Die „Informationen zur Deutschen Außenpolitik“,
besser bekannt unter www.german-foreign-policy.com
, sind in die Nachrichten- und Deutungslücke gesprungen und berichten täglich
über das erneute deutsche Hangeln nach der Weltmacht. Die Nachrichten
sind nach Aktualität geordnet – nicht der vollständige Text, sondern ein
sogenannter Teaser mit Link zur Gesamtmeldung. Unter jedem Text stehen die
Quellen, die Recherche läßt sich leicht nachvollziehen. Das Länderarchiv
führt alle Artikel zum jeweiligen Staat auf, von Aegypten bis Zimbabwe. Auf
deutsche Umlaute wird verzichtet, ein Hinweis auf die Mehrsprachigkeit von
german foreign policy: Ein Teil der Texte ist ins Französische, Russische,
Polnische und Englische übersetzt. Auffällig oft geht german foreign policy an die Quelle: auf die Internetseite von Thormählen Schweißtechnik, wenn’s um die Ölbahn im Südsudan geht; auf die Seite des Bundesverbandes der Deutschen Industrie zum ersten Berliner Rohstoffkongreß am 8. März mit Kanzlerrede; ins Strategiepapier der Bertelsmann-Stiftung, das den Plan zum Regierungsumsturz in Belarus ausbreitet. dpa-Meldungen, also das, was im Hamburger Abendblatt steht: Fehlanzeige. Die Nachrichten sind nüchtern im Stil, die Hintergrundberichte klug und bunt. Dokumente ergänzen das Angebot. Die Tageszeitung junge Welt greift inzwischen häufiger auf
german foreign policy zurück, Internetdienste wie SteinbergRecherche haben die
Newsletter mit Teasern und Links abonniert; die Macher bitten um einen Förderbeitrag.
Sie sitzen in Köln und verdienen nichts an der Sache. Sie gehen Brotberufen
nach und erstatten sich aus den Förderbeiträgen die Sachkosten. SteinbergRecherche hat nach der linken Fraktion gesucht, der die Betreiber von german foreign policy angehören, und herausgefunden: keiner. Sie sind einfach gut. T:I:S, 15. Februar 2005 *Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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