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Vortrag nicht an der Hamburger, sondern an der Bonner Universität

 

Newsletter der israelischen Botschaft - Das Bild Israels in den Medien: Vortrag von Rolf Behrens in Bonn, nicht in Hamburg

In einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage innerhalb der EU waren 59 Prozent der Befragten der Ansicht, Israel sei die „größte Bedrohung für den Weltfrieden“ - und nicht etwa islamistische Terrorregimes wie der Iran. Dieser rangiert dahinter und zudem etwa gleichauf mit den USA. Hartnäckig hält sich die populäre Klage, dass Kritik an Israel tabu sei. „Begründet“ wird dieser Mythos nicht selten mit einem Hinweis auf den angeblich großen Einfluss des Zentralrats der Juden in Deutschland. Ein Blick in Printmedien wie den „Spiegel" oder die „Frankfurter Rundschau" lehrt jedoch das genaue Gegenteil.

Rolf Behrens hat die Israel-Berichterstattung des „Spiegel“ genauer untersucht. Sein Fazit: „Während des gesamten Untersuchungszeitraums, der Intifada 1987 – 1992 und der 'Al-Aqsa-Intifada' 2000 – 2002, stellt das Magazin den Staat Israel stereotyp als brutalen, expansiven und gar rassistischen Staat voller Missstände dar, dessen Gesellschaft innerlich zerrissen ist und sich im Niedergang befindet. Es zeigt sich auch, dass der 'Spiegel' dabei mehr als einmal die Grenze zu Antizionismus und Antisemitismus überschreitet.“

Behrens, Rolf, Raketen gegen Steinewerfer. Das Bild Israels in den Medien, Eine Inhaltsanalyse über Intifada 1987 – 1992 und „Al Aqsa Intifada“ 2000 – 2002, LIT Verlag.

Der Vortrag von Rolf Behrens „Raketen gegen Steinewerfer. Das Bild Israels in den Medien“ am kommenden Dienstag, 5. Juli 2005, findet nicht in Hamburg, sondern in BONN statt.

Behrens, Rolf, Raketen gegen Steinewerfer. Das Bild Israels in den Medien, Eine Inhaltsanalyse über Intifada 1987 – 1992 und „Al Aqsa Intifada“ 2000 – 2002, LIT Verlag.

Vortrag und Diskussion mit Rolf Behrens (Autor, Düsseldorf) am Dienstag, 5. Juli 2005, 19:30 Uhr, Hörsaal 1, (Uni-Hauptgebäude) der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität BONN.

Veranstalter: AStA-Referat für politische Bildung 

Dieses Mail erhielt SteinbergRecherche am 1. Juli 2005. So richtet sich die Frage am Schluß des unten stehenden Beitrags vom 28. Juni 2005 an den Rektor der Universität Bonn, nicht an den Präsidenten der Universität Hamburg. SteinbergRecherche bittet um Entschuldigung. 

Doch was ist geschehen? Darüber liegen keine Informationen vor. Veranstaltungsankündigung der Bonner Universität: http://www.uni-bonn.de/~kalender/termine_detail.php?id=53901 

T:I:S, 1. Juli 2005

*

 

Thomas Immanuel Steinberg

Unsere Art zu leben - die Werte des Westens

Der Fall Rolf Behrens

 

Ein Freund der Scharonschen Vertreibungs- und Mordpolitik kommt nach Hamburg*. Er wird am Dienstag, dem 5. Juli 2005 um 19.30 h im Uni-Hauptgebäude, Hörsaal 1 sprechen, auf Einladung des AStA. Der Referent Rolf Behrens zeige, so die israelische Botschaft in ihrer Promotion für die Veranstaltung, „dass der 'Spiegel' ... mehr als einmal die Grenze zu Antizionismus und Antisemitismus überschreitet.“ (1) 

Der Spiegel, ein staatstragendes deutsches Medium, hat sich in der Vergangenheit mehrfach antisemitisch geäußert. Doch was hat das mit Antizionismus zu tun? Die linken Gegner Scharons in Israel, in Frankreich und Deutschland sind Antizionisten. Sie verurteilen die Besatzungs- und Vertreibungsaktionen seit 1967. Sie verabscheuen die Morde, die israelische Regierungen in Verfolgung ihrer Expansionspolitik immer wieder begangen haben. 

Woher das Amalgam aus Scharon-Gegnerschaft und Antisemitismus? 

Der Wind pfeift aus der gleichen Ecke, aus der heraus die israelische Regierung und ihre selbsternannten deutschen Freunde jeden als Antisemiten diffamieren, der Scharons Vertreibungs- und Mordpolitik ablehnt. Rolf Behrens hat sich auf Henryk M. Broders Internet-Seite zum israelischen Staatsmord an Scheich Jassin im März 2004 ausgelassen. Jassin saß gelähmt im Rollstuhl. Die israelischen Behörden hätten ihn jederzeit festnehmen können. Stattdessen töteten sie ihn und acht weitere Palästinenser mit einer Rakete.  

Rolf Behrens (Orthographie unverändert):  

Er verdiente den Tod wie kaum ein anderer 

Mein Lieblingsprofessor pflegte zu sagen: »Wann immer sie zweifeln, was zu unternehmen ist: fragen sie die Europäer. Und tun sie dann das Gegenteil.« 

... Die Wahrheit ist: Jassin verdiente den Tod wie kaum ein anderer. Der Scheich war eine der widerlichsten Figuren des internationalen Terrorismus...

...Dass Jassin nun endlich tot ist, ist nicht nur ein Sieg im Krieg gegen den Terrorismus. Es ist auch ein moralischer Lichtblick...

...»Wenn dich jemand umbringen will, so stehe du früher auf und töte ihn zuerst«, heißt es im Talmud. Nach dieser Maxime handelt Israel...

...Es besteht kein Zweifel, dass wir gemeinsam mit Israel und den USA bedroht werden von Fanatikern, die unsere Art zu leben vernichten wollen. Israel kämpft seit vielen Jahren einen Stellvertreterkrieg: Wenn Islamisten Israelis töten, sind auch wir gemeint, Demokratie, Freiheit, die Werte des Westens. Längst nehmen Islamisten Europäer auch direkt ins Visier - Djerba, Bali, Istanbul und zuletzt Madrid machen brutal klar, dass wir uns im Krieg befinden.

Dieser wird nicht allein durch die gezielte Tötung Jassins und anderer gewonnen. Der Sieg über den Islamismus kann nur errungen werden, wenn ihm der Nährboden entzogen wird - durch den Sturz jener Regime, die den Terror züchten, um das Volk von ihrem eigenen Machtmissbrauch und Versagen abzulenken... (2)   

Rolf Behrens - Foto: Ingo Kuzia - Quelle: Israelische Botschaft Berlin

Die Hamburger Universität* gewährt dem Mordhetzer Behrens Raum. Will sie uns auf eine deutsche Besatzungs- und Mordpolitik vorbereiten, wie Israel sie praktiziert? Frischt sie ihre koloniale und faschistische Tradition auf?

T:I:S, 28. Juni 2005

*siehe oben stehende Korrektur: Nicht die Hamburger, sondern die Bonner Universität gewährt Behrens Raum.

 T:I:S, 1. Juli 2005 

 

(1) NEWSLETTER DER ISR. BOTSCHAFT - Das Bild Israels in den Medien: Vortrag von Rolf Behrens 
In einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage innerhalb der EU waren 59 Prozent der Befragten der Ansicht, Israel sei die „größte Bedrohung für den Weltfrieden“ - und nicht etwa islamistische Terrorregimes wie der Iran. Dieser rangiert dahinter und zudem etwa gleichauf mit den USA. Hartnäckig hält sich die populäre Klage, dass Kritik an Israel tabu sei. „Begründet“ wird dieser Mythos nicht selten mit einem Hinweis auf den angeblich großen Einfluss des Zentralrats der Juden in Deutschland. Ein Blick in Printmedien wie den „Spiegel" oder die „Frankfurter Rundschau" lehrt jedoch das genaue Gegenteil.
Rolf Behrens hat die Israel-Berichterstattung des „Spiegel“ genauer untersucht. Sein Fazit: „Während des gesamten Untersuchungszeitraums, der Intifada 1987 – 1992 und der 'Al-Aqsa-Intifada' 2000 – 2002, stellt das Magazin den Staat Israel stereotyp als brutalen, expansiven und gar rassistischen Staat voller Missstände dar, dessen Gesellschaft innerlich zerrissen ist und sich im Niedergang befindet. Es zeigt sich auch, dass der 'Spiegel' dabei mehr als einmal die Grenze zu Antizionismus und Antisemitismus überschreitet.“
Behrens, Rolf, Raketen gegen Steinewerfer. Das Bild Israels in den Medien, Eine Inhaltsanalyse über Intifada 1987 – 1992 und „Al Aqsa Intifada“ 2000 – 2002, LIT Verlag.
Vortrag und Diskussion mit Rolf Behrens (Autor, Düsseldorf) am Dienstag, 5. Juli 2005, 19:30 Uhr, Hörsaal 1, (Uni-Hauptgebäude) der Universität Hamburg.
Veranstalter: AStA-Referat für politische Bildung

(2) http://www.henryk-broder.de/html/fr_behrens.html

* 

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