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Siehe auch Faschismus, Zionismus und Israel - dort weitere Links

 

Thomas Immanuel Steinberg

Morgen, Kinder, wird’s was geben... 

Morgen kommt nämlich der Weihnachtsmann. Und was hat er im Sack? Die iranische Bombe, liebe Kinder! 

Das Nuklearprogramm Irans befinde sich im entscheidenden Stadium, schreibt Hans Rühle in der Süddeutschen Zeitung vom 23. Oktober 2008

In wenigen Monaten könnte Iran über seinen ersten Sprengsatz verfügen. Nach Aussagen von Mohamed ElBaradei, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), könnte es schon zu Weihnachten so weit sein. Diese Einschätzung durch den Chef der IAEA verändert die Lage dramatisch. 

Hans Rühle, von 1982 bis 1988 Leiter des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium, dann Errichter der berüchtigten Bundesakademie für Sicherheitspolitik und schließlich für die Nato tätig, bezieht sich auf ein arabisch geführtes Interview, ausgestrahlt am 20. Juni 2008 von Al-Arabiya TV, das der zionistische Übersetzungsdienst Memri ins Englische übertragen hat. Hier der entscheidende Auszug aus dem Memri-Transkript

Mohamed ElBaradei: "If Iran wants to turn to the production of nuclear weapons, it must leave the NPT, expel the IAEA inspectors, and then it would need at least... Considering the number of centrifuges and the quantity of uranium Iran has..."

Interviewer: "How much time would it need?"

ElBaradei: "It would need at least six months to one year. Therefore, Iran will not be able to reach the point where we would wake up one morning to an Iran with a nuclear weapon."

Interviewer: "Excuse me, I would like to clarify this for our viewers. If Iran decides today to expel the IAEA from the country, it will need six months..."

ElBaradei: "Or one year, at least..."

Nochmal in Kürze:

If Iran wants to turn to the production of nuclear weapons, it must ... expel the IAEA inspectors, and then it would need at least... six month to one year. Therefore, Iran will not be able to reach the point where we would wake up one morning to an Iran with a nuclear weapon.

Auf Deutsch:

Wenn der Iran sich der Produktion von Nuklearwaffen zuwenden will, dann muß er ... die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde des Landes verweisen, und dann würde er mindestens ... sechs Monate bis ein Jahr brauchen. Deshalb wird der Iran nicht in der Lage sein, den Punkt zu erreichen, wo wir eines Morgens mit einem nuklear bewaffneten Iran aufwachen.

Wurden die Inspektoren des Landes verwiesen? Keineswegs. Sie inspizieren munter weiter.

Morgen kommt also nicht der Weihnachtsmann, wie Rühle uns weismachen will. Hans Rühle, und mit ihm die Süddeutsche Zeitung, haben indes den pro-imperialistischen Kriegstreibern eine fantastische Vorlage geliefert. So verkündet die deutsch-österreichische Initiative "Stop the bomb" der Presse, und die zionistische Internetseite von Sacha Stawski schreibt's ab:  

Schon zu Weihnachten könnte die Islamische Republik Iran eine Atomwaffe haben, so die Aussage von Mohammed El Baradei, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde laut Süddeutsche Zeitung von letzter Woche. [Link im Original, T:I:S]

Die Kriegslügen-Initiative "Stop the bomb" unterstützen: 

der grüne Bundestagsabgeordnete Josef Winkler und Petra Pau, Bundestagsabgeordnete für DIE LINKE, Dr. Heiner Geißler, Bundesminister a.D.; zwei Mitglieder des Europäischen Parlaments (Helga Trüpel und Paulo Casaca) und drei Mitglieder von Landesparlamenten. Außerdem Dr. h.c. Johannes Gerster (CDU), Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und von sozialdemokratischer Seite der Arbeitskreis jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten und Klaus Faber Staatssekretär a.D. Zu den Erstunterzeichnern gehören auch Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und prominente MenschenrechtsaktivistInnen aus der internationalen exiliranischen Community wie Iraj Mesdaghi und Hassan Daioleslam, Vertreter von Gewerkschaften, der Wissenschaft, aus dem Bereich des christlich-jüdischen Dialogs und aus der Kultur, darunter zum Beispiel die Schauspielerin Iris Berben, die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek, die Rechtsanwältin und Autorin Seyran Ates, der Historiker und Publizist Prof. Arno Lustiger...

Morgen, liebe Kinder, erzählt Euch die Süddeutsche Zeitung ein anderes Weihnachtsmärchen. Und bald kommt Ostern. Dann bringt der Hase die Bombe. In der Kiepe.

T:I:S, 1. November 2008. Dank an Knut Mellenthin. 

Zum gleichen Thema ausführlich und gewohnt sorgfältig Knut Mellenthin: Die Anti-Iran-Kampagne und die Weihnachtsbombe. hintergrund.de, T:I:S, 3. November 2008. Siehe auch junge Welt. Älteres zu "Stop the bomb" bei Ariel Muzicant

Hans Rühle hat sein Weihnachtsmärchen im November 2008 fortgesetzt, siehe Welt und Bild von Springer. T:I:S, 26. November 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Honestly Concerned – ehrlich betroffen

Die Gruppe Honestly Concerned versendet täglich Dutzende von Meldungen über ihre Mailingliste. Themen sind Israel, Palästina, das Judentum und das, was die Gruppe für Antisemitismus hält. Über sich selbst sagt Honestly Concerned:

 „HonestlyConcerned ist eine Gruppe, die bereit ist für faire und ausgewogene Berichterstattung, vor allem über den Nahostkonflikt, aufzustehen. Unsere Gruppe kämpft unnachgiebig gegen antisemitische Rhetorik.“

 Hier eine typische Meldung - vom 11. April 2006:

NETANJA (inn) - Viele Anschläge könnten verhindert werden, wenn die Mutter des Attentäters festgenommen wird. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Vizepräsidenten der Hochschule Netanja, Josef Ginat.
Der israelische Professor hat sich jahrelang mit der islamischen Gesellschaft befasst. Er hat etwa 100 Palästinenser befragt, die verhaftet wurden, bevor sie ihr Attentat ausführen konnten. Im Islam hätten Mütter einen großen Einfluss auf ihre Söhne, sagte Ginat gegenüber dem Internetdienst "Walla". Wenn eine Mutter also Selbstmordanschläge ablehne, könne sie ihren Sohn daran hindern. Dasselbe gelte für Schwestern.
Nach Ginats Angaben sind die Beziehungen zur Mutter in der islamischen Gesellschaft gut, liebevoll und offen. Beim Verhältnis zum Vater überwiege hingegen die Ehrfurcht vor allem anderen. Selbst wenn ein junger Palästinenser eine "Gehirnwäsche" durch einen religiösen Vertreter durchmache und daraufhin ein Attentat plane, werde er seiner Mutter mehr gehorchen.
Allerdings gibt es auch viele arabische Mütter, die Terroranschläge befürworten. In diesem Fall schlägt Gilat vor, die Mutter vorübergehend aus ihrem Haus zu entfernen: "Der Platz der moslemischen Frau in ihrem Haus ist so wichtig, dass es unfassbar ist, wenn die Mutter das Haus verlässt. Das ist in der islamischen Gesellschaft absolut nicht üblich." Deshalb könne schon die Furcht vor einer Festnahme seiner Mutter einen anschlagswilligen Palästinenser zurückhalten. "Während wir in der westlichen Gesellschaft Frauen genauso verhaften wie Männer, ist das bei den Moslems völlig unüblich."
Wenn ein Attentäter durch Festnahme an seinem Vorhaben gehindert wird, sollten die Sicherheitskräfte auch seine Mutter oder Schwester verhaften, meint Gilat. Dies solle allerdings auf humane Weise geschehen. Nur Soldatinnen oder Polizistinnen sollten daran beteiligt sein. Die palästinensischen Frauen sollten über die Pläne ihres Verwandten verhört und etwa eine Woche festgehalten werden.
"Dass sich die Mutter außerhalb des Hauses befindet, ist so abschreckend und stark, dass es egal ist, ob sie bei der Vernehmung etwas Bedeutsames sagt oder überhaupt nicht redet", fügte der Professor hinzu. Dabei sei auch ein Aufenthalt in einem Hotel möglich - der Ort spiele keine Rolle.
Laut seiner Studie könnten auf diese Weise rund 60 Prozent der geplanten Selbstmordattentate verhindert werden. Viele Palästinenser, die auf dem Weg zum Anschlag gefasst wurden, sagten, dass danach ihr erster Gedanke der Mutter und den Schwestern gegolten habe. "Im Gegensatz zur Zerstörung von Häusern, die eine Kollektivstrafe ist, ist es bei der Festnahme von Müttern anders." 

Wer täglich oder wöchentlich Mails erhalten will, die mit solchen und ärgeren Widerlichkeiten gespickt sind, kann sich unter Honestly Concerned in eine Mailingliste eintragen. Vielleicht bekommt er Lust, die Gruppe wegen Volksverhetzung, Rassenhetze oder Billigung von Straftaten anzuzeigen; und die Quelle dieser Meldung gleich dazu: das Israelnetz.   

T:I:S, 12. April 2006  

siehe auch Wracks unter Mainstream

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