Honestly Concerned

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Thomas Immanuel Steinberg

Honestly Concerned – ehrlich betroffen

Die Gruppe Honestly Concerned versendet täglich Dutzende von Meldungen über ihre Mailingliste. Themen sind Israel, Palästina, das Judentum und das, was die Gruppe für Antisemitismus hält. Über sich selbst sagt Honestly Concerned:

 „HonestlyConcerned ist eine Gruppe, die bereit ist für faire und ausgewogene Berichterstattung, vor allem über den Nahostkonflikt, aufzustehen. Unsere Gruppe kämpft unnachgiebig gegen antisemitische Rhetorik.“

 Hier eine typische Meldung - vom 11. April 2006:

NETANJA (inn) - Viele Anschläge könnten verhindert werden, wenn die Mutter des Attentäters festgenommen wird. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Vizepräsidenten der Hochschule Netanja, Josef Ginat.
Der israelische Professor hat sich jahrelang mit der islamischen Gesellschaft befasst. Er hat etwa 100 Palästinenser befragt, die verhaftet wurden, bevor sie ihr Attentat ausführen konnten. Im Islam hätten Mütter einen großen Einfluss auf ihre Söhne, sagte Ginat gegenüber dem Internetdienst "Walla". Wenn eine Mutter also Selbstmordanschläge ablehne, könne sie ihren Sohn daran hindern. Dasselbe gelte für Schwestern.
Nach Ginats Angaben sind die Beziehungen zur Mutter in der islamischen Gesellschaft gut, liebevoll und offen. Beim Verhältnis zum Vater überwiege hingegen die Ehrfurcht vor allem anderen. Selbst wenn ein junger Palästinenser eine "Gehirnwäsche" durch einen religiösen Vertreter durchmache und daraufhin ein Attentat plane, werde er seiner Mutter mehr gehorchen.
Allerdings gibt es auch viele arabische Mütter, die Terroranschläge befürworten. In diesem Fall schlägt Gilat vor, die Mutter vorübergehend aus ihrem Haus zu entfernen: "Der Platz der moslemischen Frau in ihrem Haus ist so wichtig, dass es unfassbar ist, wenn die Mutter das Haus verlässt. Das ist in der islamischen Gesellschaft absolut nicht üblich." Deshalb könne schon die Furcht vor einer Festnahme seiner Mutter einen anschlagswilligen Palästinenser zurückhalten. "Während wir in der westlichen Gesellschaft Frauen genauso verhaften wie Männer, ist das bei den Moslems völlig unüblich."
Wenn ein Attentäter durch Festnahme an seinem Vorhaben gehindert wird, sollten die Sicherheitskräfte auch seine Mutter oder Schwester verhaften, meint Gilat. Dies solle allerdings auf humane Weise geschehen. Nur Soldatinnen oder Polizistinnen sollten daran beteiligt sein. Die palästinensischen Frauen sollten über die Pläne ihres Verwandten verhört und etwa eine Woche festgehalten werden.
"Dass sich die Mutter außerhalb des Hauses befindet, ist so abschreckend und stark, dass es egal ist, ob sie bei der Vernehmung etwas Bedeutsames sagt oder überhaupt nicht redet", fügte der Professor hinzu. Dabei sei auch ein Aufenthalt in einem Hotel möglich - der Ort spiele keine Rolle.
Laut seiner Studie könnten auf diese Weise rund 60 Prozent der geplanten Selbstmordattentate verhindert werden. Viele Palästinenser, die auf dem Weg zum Anschlag gefasst wurden, sagten, dass danach ihr erster Gedanke der Mutter und den Schwestern gegolten habe. "Im Gegensatz zur Zerstörung von Häusern, die eine Kollektivstrafe ist, ist es bei der Festnahme von Müttern anders." 

Wer täglich oder wöchentlich Mails erhalten will, die mit solchen und ärgeren Widerlichkeiten gespickt sind, kann sich unter Honestly Concerned in eine Mailingliste eintragen. Vielleicht bekommt er Lust, die Gruppe wegen Volksverhetzung, Rassenhetze oder Billigung von Straftaten anzuzeigen; und die Quelle dieser Meldung gleich dazu: das Israelnetz.   

T:I:S, 12. April 2006  

siehe auch Wracks unter Mainstream

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