Intelligenzquotient

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Fußballmannschaft steht zu Sarrazin

Sarrazin steht zu seiner Fußballmannschaft – der SPD. Und sie zu ihm. Nur das mit den jüdischen Intelligenzgenen, das bedauert er

Dabei hätte er nur rechtzeitig bei Springer fragen müssen. Sei sozialrassistisch, sei ein Muslim-Basher, hetze rundum zum Krieg, aber Vorsicht mit den Juden – hätten die Springerleute ihm verraten. Denn die Juden, die sind intelligent.

T:I:S, 9. Januar 2011. Siehe Intelligenzquotient / Sarrazin.  Zur Intelligenz der Juden siehe Intelligenzquotient / Heinsohn. Zu Springer siehe Gemeinheitsquotient

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/iq.htm#Fussballmannschaft  

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Thomas Immanuel Steinberg

Gunnar Heinsohn endgültig in der Schmuddelecke?

Nazis halten Juden für eine Rasse, mal für eine besonders faule, mal für eine besonders fleißige; mal auch für besonders kapitalistisch, oder auch für besonders kommunistisch. In einem aber sind sich alle Nazis einig: Juden seien keinesfalls dumm, sondern im Gegenteil ganz besonders schlau.

Was die aschkenasischen Juden anlangt, auf die es die Nazis überwiegend abgesehen hatten, teilt Gunnar Heinsohn diese Auffassung: Sie seien die intelligentesten Menschen der Welt. In Springers Welt formulierte Heinsohn am 26. November 2007

Ganz oben finden sich die aschkenasischen Juden. Einer von 1000 Erdenbürgern gehört zu dieser uralten Ethnie, deren entsetzliches Schicksal vor allem in Deutschland und Europa auch diejenigen nicht beneiden werden, die bei der Intelligenz gerne gleichauf lägen.

Nur keinen Neid also, liebe Arier, besser dumm als vergast.

Außer den aschkenasischen Juden seien auch die Ostasiaten sehr intelligent und die Buschmänner sehr dumm. Ob's die Biologie sei, wisse man allerdings nicht, denn die Buschmänner würden aufholen.

Kaum Hoffnung sieht Heinsohn dagegen für die Ethnien mit besonders vielen jungen Männern. Die neigten zum Krieg, so der Forscher in seinem Hit "Söhne und Weltmacht. Terror im Aufstieg und Fall der Nationen". In "Jugend und Kriegsgefahr. Welchen Einfluss haben demografische Veränderungen auf die Entstehung von Konflikten?" hat Steffen Kröhnert vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung dagegen gezeigt, .pdf-Datei, 22 Seiten: 

Heinsohn schließt von einer Korrelation zwischen dem sogenannten "youth bulge", also einem hohen Anteil von von 15- und 24-Jährigen einerseits, Kriegen andererseits, auf Kausalität. Er ist also dem klassischen Fehlschluß verfallen. Im Teaser zur Kröhnert-Studie heißt es:

Derzeit steht eine Rekordzahl von 1,2 Milliarden Jugendlicher zwischen zehn und 19 Jahren vor dem Eintritt ins Erwachsenenalter. Nach Zahlen der Vereinten Nationen lebt rund ein Viertel davon in extremer Armut. Manche Kriegsursachen-Forscher sehen in diesem Jugend-Überschuss ein erhebliches Konfliktpotential. Denn in vielen Ländern findet sich für die große Zahl junger Menschen kein angemessener Platz in der Gesellschaft. Die vorliegende Untersuchung überprüft diese These anhand demografischer Daten aus 159 Ländern und aller registrierten Kriege zwischen 1950 und 2000. "Youth bulges" stellen demnach lediglich einen demografischen Stressfaktor unter vielen anderen dar. "Youth bulges" liefern keine monokausale Erklärung für das Entstehen von Konflikten.

Und in der Studie selbst:

[Den Ergebnissen der logistischen Regressionsgleichung zufolge] erweisen sich Gesellschaften mit weniger als 15 Prozent Anteil an dieser Kohorte als relativ friedlich. Das Kriegsrisiko beträgt dort lediglich fünf Prozent. Das höchste Konfliktrisiko (27 Prozent) besitzen Länder mit 19 bis 21 Prozent „youth bulge“. Ist jedoch der Überschuss an jungen Menschen noch größer, sinkt, ganz im Widerspruch zu Heinsohn, die Wahrscheinlichkeit für gewaltsame Auseinandersetzungen massiv. Staaten, in denen die 15 bis 24-jährigen mehr als 21 Prozent an der Gesamtbevölkerung ausmachen, haben mit 13 Prozent sogar ein geringeres Konfliktrisiko als Staaten, die nur einen Jugendanteil von 17 bis 19 Prozent aufweisen. Das Kriegsrisiko steigt also nicht parallel zum Jugendanteil, sondern sinkt bei einem Anteil von über 21 Prozent 15 bis 24-jähriger wieder ab.

Pleiten wie diese mögen Teile des Mainstreams veranlaßt haben, Gunnar Heinsohn keinen Platz mehr zu gewähren. Dennoch Platz bekam er am 8. September 2011 auf Broders schmieriger Achse des Guten, unter anderm für den Satz: 

Japaner haben einen Durchschnitts-IQ von 105 gegenüber dem Standard von 100 für Europäer und ihre Abkömmlinge.

Wieder können wir Abkömmlinge von Europäern von Glück sagen. Zwar sind wir dümmer als die Japaner, ahnen dafür aber schon etwas länger, daß Atomkraftwerke nicht das Gelbe vom Ei sind.

T:I:S, 9. September 2011. Siehe auch Phobischer Forscher vom 14. Juni 2007

Nachtrag

Maryam Dagmar Schatz hat sich  in der Neuen Rheinischen Zeitung ausführlich mit Gunnar Heinsohn, insbesondere mit seinen Aussagen über Hartz-IV-Empfänger, befaßt: 1. Teil vom 31. März 2010; 2. Teil vom 14. April 2010; 3. Teil vom 28. April 2010. 

Schatz zieht Albert Memmis Rassismusdefinition heran und urteilt: Was Heinsohn über Hartz-IV-Empfänger absondert, ist zutiefst rassistisch.

T:I:S, 10. September 2011

Nachtrag 2

Gunnar Heinsohn hat sich bereits am 23. März 2007 unter der Überschrift Kindergeld für Gewalt in Gaza in der netzeitung und nochmals am 12. Januar 2009 unter der Überschrift Ending the West's Proxy War Against Israel / Stop funding a Palestinian youth bulge, and the fighting will stop too im Wall Street Journal für Broders Achse des Guten qualifiziert.

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Thomas Immanuel Steinberg

Volkmar Weiss und die Unländer

Auf der Internetseite des Privatdozenten Dr. rer. nat. habil. (Genetiker), Dr. phil. habil. (Historiker) Volkmar Weiss sieht es aus wie bei Hempels unterm Sofa. Worum es ihm geht, hat Volkmar-Weiss-Fan und Springer-Autor Ulli Kulke für Henryk M. Broders Achse des Guten hervorgekramt und etwas sortiert, siehe Teil 1Teil 2 und Teil 3.

Weiss meint, Intelligenz sei genetisch bedingt, also großenteils oder größtenteils erblich und daher unterschiedlich auf Platt-, Lang- und Stupsnasen verteilt. Dem solle die deutsche Bevölkerungspolitik Rechnung tragen und Plattnasen zurückweisen, zudem auch Türken und Roma.

Weissens Thesen fügen sich nahtlos ein in den Sozialrassismus von Henryk M. Broder und Thilo Sarrazin. Auch pflegt der Genetiker und Historiker den passenden Umgang. Er hat bei bei Leopold Stocker verlegen lassen, wo man neben Jörg Haider die deutsch-nationalistische und euro-zentrische Monatszeitschrift "Nation und Europa" und Bücher wie "Adolf Hitler - mein Jugendfreund" finden konnte und, unter dem Imprint Ares-Verlag, bis heute ähnlich Riechendes findet.

Die kritische Psychologie Marburg hat unter dem Titel

Das „Türkenproblem“ oder die Angst vor der Degeneration der Bevölkerung

Weissens Argumente und Belege (unter anderm in seiner " IQ-Falle" aus dem Jahre 2000) zunächst beschrieben und dann zerpflückt.  Wie kürzlich Sarrazin (SPD), so schloß und schließt auch Weiss umstandslos von Korrelation auf Kausalität (1), und heraus kommt, so die Marburger kritischen Psychologen, dies:

In Bezug auf die in Deutschland lebenden Türken fragt Weiss : „Wann wird der kritische Punkt erreicht, von dem ab die Zeichen unwiderruflich auf Krieg, Bürgerkrieg und Vertreibung des einen Bevölkerungsteiles deuten, auch wenn der Ausbruch von blutigen Auseinandersetzungen noch Jahrzehnte auf sich warten lassen kann? Wie viele Jahrzehnte ist dann noch Zeit?“ Vertreibung und Verfolgung sind sozusagen die natürliche Reaktion eines von „Überfremdung“ bedrohten Nationalstaates, und um das zu verdeutlichen, schreibt Weiss weiter: „Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich Niederländer, Dänen, Tschechen und Schweizer durch außereuropäische Einwanderer allmählich aus ihrer Heimat verdrängen lassen, ohne nicht von einem bestimmten Punkte an energischen Widerstand zu leisten“. 

Zu Ende des Artikels versucht Weiss seine Türkenfeindlichkeit zu relativieren: „Wir haben nichts gegen Ausländer, aber wir haben etwas gegen Unländer. Unländer sind Personen, die nicht bereit oder nicht fähig sind, ehrlicher Arbeit nachzugehen und die nicht bereit sind, unsere Sprache zu lernen, wenn sie hier leben wollen. Unländer sind auch Deutsche, die drogensüchtig sind und die ihren Lebensunterhalt durch kriminelle Handlungen erlangen. Wir geben offen zu: Wir haben etwas gegen Unländer. Und wir wollen von ihnen möglichst wenige im Land haben.“ (2)

Was sich da zusammengemanscht hat aus NeoCons wie Springers Welt und Broders Achse einerseits, den Alt-Nationalisten und -rassisten andererseits, das ist keine Querfront, das ist die bürgerlich-reaktionäre Einheitspampe, die uns alle zu ersticken droht. 

T:I:S, 3. März 2011, ergänzt am 7. März 2011

Anmerkung

(1) Über weiteren Weiss-Kappes siehe Der Gemeinheitsquotient von Springer und die dortigen Anmerkungen

(2) Quellenangaben für die Zitate im Einzelnen unter kritische Psychologie Marburg. Die Homepage-Adresse unter dem Artikel ist veraltet; die jetzt gültige lautet http://www.v-weiss.de/ 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/iq.htm#Weiss 

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Thilo Sarrazin

Der Rassist Thilo Sarrazin hat Freunde bei den Nazis, bei Springer – und bei deutschen Pro-Zionisten: hier und hier.

 FAZ: Um den Leser für die Genetik der Intelligenz zu gewinnen, legt Sarrazin die jüdischen Ursprünge der Intelligenzforschung und deren Verbot durch die Nazis dar. "Ich bin auf die deutsch-jüdischen Ursprünge der Intelligenzforschung etwas näher eingegangen, weil die Diskussion der genetischen Komponente von Intelligenz häufig auf große emotionale Widerstände stößt."

T:I:S, 27. August 2010

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Thomas Immanuel Steinberg

Der Gemeinheitsquotient von Springer

Der Präsident der Freien Universität Berlin, Dieter Lenzen, sagte in einem Interview, der Intelligenzquotient türkischer Migranten sei geringer als der der deutschen Bevölkerung. Lenzen, Erziehungwissenschaftler, führte dies als Ursache für das mäßige Abschneiden der Berliner Schüler beim neuen Pisa-Test an. 

Liegt’s an der Auswahl? Gehen nur doofe Türken nach Deutschland? Oder, heikle Frage - aber kann denn Fragen Sünde sein - sind die Türken, nicht alle natürlich, aber im Durchschnitt, doof? Noch döfer als die Deutschen?

Welt-Autor Ulli Kulke, Der Intelligenzquotient der Türken, findet die Frage „heikel auch deshalb, weil es mittlerweile unstrittig ist, daß Intelligenz sehr stark auch von Erbanlagen bestimmt wird - und deshalb einschlägige Aussagen über ethnische Gruppen allzuschnell mit dem Vorwurf des Rassismus beantwortet werden.“

Allzuschnell, findet er, werde der Vorwurf bei uns erhoben. International habe man weniger Vorbehalte gegen einen zwischenstaatlichen oder auch zwischenethnischen Intelligenzvergleich. Kulke beruft sich zum einen auf den ehemaligen DDRler Volkmar Weiss, der bei den Genossen mit seinen Thesen keinen Stich machen konnte. Der Intelligenzforscher und jetzige Leiter der Deutschen Zentralstelle für Genealogie, also der Abstammungslehre, weise seit der ersten Pisa-Studie darauf hin, daß der IQ von Zuwanderern aus der Türkei und der ehemaligen Sowjetunion zwischen zehn und 15 Prozent niedriger liege. (1) 

Zum anderen beruft sich der Welt-Autor auf ein internationales Forscher-Team:  „Richard Lynn, Psychologieprofessor aus Nordirland, und Tatu Vanhanen, Politologieprofessor aus dem finnischen Tampere, stellten den Vergleich in ihrem Buch ‚IQ and the Wealth of Nations’ (IQ und der Wohlstand der Nationen) vor. Sie konstatieren darin eine erstaunliche Parallelität zwischen den unterschiedlichen Intelligenzquotienten der Länder auf dem Globus und ihrem Bruttosozialprodukt.“ Ihr Forschungsergebnis: Intelligent sind die Ostasiaten, und reich, sobald sie in der freien Marktwirtschaft leben dürfen. Wir liegen im Mittelfeld. Und die braunen Afrikaner, arm wie Kirchenmäuse, haben den niedrigsten IQ. (2)

Das klingt dumm und gemein. Doch erst am Ende seines Beitrags für das zionistische Kampfblatt schwingt Kulke die Keule: Rücke jemand den ehemaligen DDR-Forscher Volkmar Weiss wegen seiner Arbeit in die Nähe der Nazi-Ideologie, so lasse den das kalt: "Hitler war gegen Intelligenztests, die er nur als ‚jüdische Tests’ bezeichnete, weil die Juden dabei stets so gut abschnitten." 

Kulke und sein Intelligenz-Experte stellen IQ-Zweifler in die Nähe des übelsten Antisemiten. Dabei bemühen sie ein zentrales antisemtisches Stereotyp: Juden seien intelligenter als Nicht-Juden. Weiss könnte seine Bemerkung auch nicht-rassistisch gemeint haben. Der Welt-Autor hingegen stellt sie in den Zusammenhang von Untersuchungen über Ethnien und ihre Erbanlagen. Das philosemitische Mäntelchen des Springer-Konzerns flattert im Wind. Wir blicken auf den nackten Körper. Er ist braun, scheißbraun.

T:I:S, 26. Juli 2005

Anmerkungen

(1) Was hat man sich unter Prozenten von Intelligenz vorzustellen? Die Aussage ergibt keinen Sinn.

(2) Zahlreiche Leser haben das Buch "IQ and the Wealth of Nations" im Netz rezensiert. Zwischen allerhand Stuß steht da auch Vernünftiges. Kevin schreibt: 

3) For the sake of argument, let's suppose that one COULD assign a number as a measure of intelligence to an individual and that it WAS "accurate". Let us then say we wanted to compare the average IQ of the UK (pop: 56 million) with India (pop: 1 billion). We would have to: 

a) Take statistically valid and representative samples from the two populations
b) For each member of the sample, the IQ test assigned would have to be performed under the same conditions for each subject removing any variables such as level of hunger, say, any cultural and linguistiuc bias, level of education etc etc. - the list is endless. 

This is impossible to do. 

Assigning an IQ number to a population is such nonsense, I'm surprised that respected(?) academics can come up with such crap. 

While some may argue that the correlation between "IQ" and GDP (Bruttoinlandsprodukt) is startling, we might just as well find a correlation between nutrition levels and GDP, or education levels and GDP. The first thing that any statistician will tell you is that a good linear regression model does not imply causality.

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