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Zu Öl und Gas im Iran siehe auch Israel, Trita Parsi, Erdgas und Geburtswehen

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Kotfliegen 

Korrigiert am 25. März 2008

Bismarck, auf Kur in Bad Ems, wollte die imperialistische französische Regierung zum Krieg gegen das imperialistische Preußen provozieren. Er formulierte auf der Grundlage eines Telegramms eine den Sachverhalt verkürzende Presseerklärung, die am 13. Juli 1870 in der Norddeutsche Allgemeine Zeitung veröffentlicht wurde. Der Vorgang ging unter der Bezeichnung Emser Depesche in die Geschichtsbücher ein. Die französische Regierung flog auf den Kot und erklärte Preußen den Krieg. 220 000 Soldaten und 550 000 Zivilisten waren nach sechs Monaten verwundet oder tot. (1) 

Von einem Krieg des Westens gegen den Iran ist weit Schlimmeres zu befürchten. Zur Kriegsbereitschaft hat die Fälschung des Ahmadinedschad-Zitats vom 26. Oktober 2005 erheblich beigetragen. An der Verbreitung der Fälschung waren und sind beteiligt: 

alle westlichen Nachrichtenagenturen

alle westlichen Fernsehanstalten

alle führenden Zeitungen außer der New York Times und dem britischen Guardian und, seit dem 14. März 2008, außer dem Feuilleton der Süddeutschen Zeitung

das Bundesinnenministerium und seine Bundeszentrale für politische Bildung

die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Stiftung Der Linken

die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), siehe Karl Rössel, 29.01.08 12:58 an Arbeiterfotografie, und deren Antwort

einige Unbedarfte

und zahllose Stiefellecker.

Kot zieht Fliegen an.

T:I:S, korrigiert am 25. März 2008

Anmerkung 

(1) Deutsch-französischer Krieg. Die Summen  wurden aus unklaren Angaben am Rande des Wikipedia-Beitrags gebildet. Mit Dank an Andreas Hauß. Knut Mellenthin, dem ebenso Dank gebührt, hat am 25. März 2008 gemailt: 

T.I.S. irrt. Nicht als erster, nicht als letzter. Es ist ähnlich wie mit  dem Ahmadinedschad-Zitat: Einer schreibt den Unsinn seiner Vorgänger ab. Und wenn der Fehler begangen ist, hat keiner Lust, ihn zuzugeben. Wetten?

Bismarck hat kein Telegramm gefälscht, sondern eine Presseerklärung  formuliert. Dazu war er, wie aus dem Telegramm unmissverständlich hervorgeht, von König Wilhelm I. ausdrücklich bevollmächtigt worden. Bismarck hat diese Presseerklärung auf besagtem Telegramm aufgebaut und dieses zu seinem Zweck mit großem Geschick so redigiert, dass eine  Provokation daraus wurde. Ich denke, er hat damit die Absicht seines  Königs richtig interpretiert oder ihr den letzten Schliff gegeben.

Von einer Fälschung des Telegramms kann überhaupt keine Rede sein, da  Bismarck keineswegs behauptete, in der Presseerklärung das Telegramm zu  zitieren oder gar vollständig wiederzugeben. Vielmehr wird das Telegramm in der Presseerklärung gar nicht erwähnt. Die Frage kann also lediglich sein, ob Bismarck in seiner Presseerklärung die in dem Telegramm geschilderten Vorgänge verfälscht wiedergegeben hat. Ich denke, das war nicht der Fall, oder jedenfalls nicht mehr als in fast jeder beliebigen anderen Presseerklärung auch. Ich schlage zur Klärung der Angelegenheit vor, sich den Wikipedia-Artikel zur Emser Depesche anzusehen, auf den T.I.S. in seinem Text verlinkt hat.

Ich habe deshalb den Text korrigiert. T:I:S, 25. März 2008  

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Willy Wimmer, MdB, CDU, im iranischen Rundfunk: 

"Bei den Briten und den Amerikanern scheinen das Überlegungen aus der alten Kolonialzeit zu sein, oder sie haben etwas mit künftigen Konflikten in der Region unter Einschluß von China und Indien zu tun."

 Audio-Datei, ca. 9 Minuten, T:I:S, 11. Februar 2008. Dank an Dr. B.

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Thomas Immanuel Steinberg 

Bush und die UFOs 

Nicht alle stellen sich beim Lügen so doof an wie Scharping. Der Unglücksradler hatte vor laufender WDR-Kamera behauptet, serbische Soldaten würden im Dachstuhl kosovo-albanischer Häuser eine brennende Kerze aufstellen und unten den Gashahn aufdrehen. Bald danach flöge das ganze Haus in Luft.

Die Journalisten entblößten Scharping. Das Gas sei schwerer als Luft: Es bleibe am Boden und könne sich nie an der Flamme unterm Dach entzünden. (1) Bombardiert hatte Scharping anyway. Jugoslawien gibt es nicht mehr.

Irak

Bush log besser, bevor er den Irak zerfetzen ließ. Der Behauptung, Saddam habe irgendwo Massenvernichtungswaffen, konnte so leicht kein Naturgesetz in die Quere kommen.

Außerdem aber hatte Bush die logische Form einer Es-gibt-Aussage gewählt, ohne handhabbare örtliche Eingrenzung. Wenn zum Beispiel einer behauptet: Es gibt Autos mit fünf Rädern – dann kann das stimmen, selbst wenn er nirgendwo eines aufweist.

Die logische Form seiner Behauptung erlaubte Bush, die Beweislast umzukehren: Er wisse natürlich nicht, wo Saddam die Waffen verberge. Saddam aber kenne sich zu Hause aus, er müsse daher beweisen, daß bei ihm keine Massenvernichtungswaffen versteckt seien.

Was Saddam da beweisen sollte, hat die logische Form einer Es-gibt-nicht-Aussage. Am Auto-Beispiel: Jemand könnte widersprechen; es gebe keine Autos mit fünf Rädern. Der kann dann auf noch soviele Autos mit drei, vier oder sechs Rädern zeigen; er wird seine Behauptung nicht beweisen können. Vielmehr muß, aus denklogischen, nicht faktischen Gründen der, der ihre Existenz behauptet, auf mindestens ein Auto mit fünf Rädern verweisen können; also Bush auf Waffen an bestimmter Stelle im Irak. Dann wäre Saddams – von vorneherein absolut unbeweisbare –  Es-gibt-nicht-Aussage widerlegt. Dem Iraker blieb aus denklogischen, nicht faktischen Gründen nur übrig, Bush zurückzufragen: Was denn, wo denn sollen diese angeblichen Massenvernichtswaffen sein? Zeig’ sie mir!

Bush zeigte sie ihm nicht, überfiel den Irak und ließ Saddam henken. Er hatte gut gelogen.

Iran

Bushs nächste gute Lüge, der Iran verfüge über ein Atomwaffenprogramm, ist ebenfalls aus rein logischen Gründen nicht widerlegbar. Die sechzehn US-Geheimdienst-Chefs haben zwar erklärt, ihrer Meinung nach habe der Iran 2003 die Aktivitäten in dieser Richtung eingestellt; aber sie könnten nicht ausschließen, daß nicht doch irgendwo irgendwann etwas Atomwaffenprogrammatisches im Iran passiere. Diese Einschränkung ist völlig richtig: Sie ist aus rein logischen Gründen richtig. Sie ist, wie man in der Logik sagt, eine Tautologie. 

Aus einer tautologischen Aussage kann man jedoch alles ableiten: ebenso A wie auch Nicht-A. Das heißt zugleich: Aus einer Tautologie kann man nichts ableiten, was irgendeine Aussage über die Wirklichkeit erlauben würde. Die sechzehn Agenturchefs haben nur den denklogische Gemeinplatz angefügt, daß eine Es-gibt-nicht-Aussage im strengen Sinne unbeweisbar ist. Anti-Palästina- und Rüstungslobbyisten machen daraus: Die Sechzehn sind sich nicht sicher. Und ausschließen kann man nichts! Stimmt. Ebenso wie rein logisch nicht auszuschließen ist, daß es einen Teufel gibt, ein Ungeheuer von Loch Ness, oder UFOs.

UFOs 

UFO-Gläubige liegen besonders richtig. Der Name „Unbekanntes Flug-Objekt“ sagt ja schon: sie sind unbekannt. Wären diese Objekte bekannt, dann wären sie keine UFOs. Also gibt es UFOs, es gibt Flugobjekte, die uns nicht bekannt sind. (2)

Da bin ich mir völlig sicher.

T:I:S, 5. Dezember 2007 

Anmerkung 

(1) Luft wiegt ungefähr 1,3 Kilo je Kubikmeter. Propangas ist etwa doppelt so schwer.

(2) Leser P.S. aus Wiesbaden macht mich darauf aufmerksam, daß UFO für "Unidentifiziertes Flug-Objekt" steht. Schade, daß er Recht hat. T:I:S, 12. Dezember 2007

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US-Basen rund um den Iran, Dossier mit Video und Landkarten bei Yvonnne Schmidt, Universität Graz. T:I:S, 21. März 2007

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Thomas Immanuel Steinberg 

Die geopolitische Lage des Iran 

        Handzettel zum Vortrag bei attac Hamburg, Zimmerpforte 8, St. Georg, am Mittwoch, dem 12. April 2006 um 19.30 Uhr 

1. Grunddaten 

65 Millionen Einwohner  (D: 82 Mio.); 50% Perser, 20% Azeri, 10% Luren und Bachtiaren, Kurden, Araber, Turkmenen, Balutschen, Armenier
1, 6 Mio qkm – Luftlinie Nord-West bis Süd-Ost 2 300 km = Hamburg bis Tanger 

2. Hydrokarbon 

Ölreserven 130 Mrd. Barrel = 11% der Weltreserven (nach Saudi-Arabien mit 25% und vor dem Irak); Ölförderung bis 4 Mio Barrel pro Tag (viertgrößter Produzent); davon 30% Eigenverbrauch, 50% Export nach Japan, China, Südkorea, Indien u. Südostasien

Gasreserven, englisch: 940 trillion cubic feet (Tcf) = 27 Billionen Kubikmeter = 15% der Weltreserven (nach Rußland); Gasförderung gegenwärtig, englisch: 3 – 4 trillion cubic feet (Tcf); Öl und Gas erbringen bis zu 90% der Exporteinnahmen, 50% der Staatseinnahmen und 20% des Volkseinkommens 

3. Umzingelt von US-Streitkräften  (farbige Übersicht)

US-Streitkräfte in der Türkei, dem Irak, Kuweit, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Pakistan, Afghanistan; nur von Norden (Turkmenistan, kaspisches Meer, Aserbaidschan, Armenien) weniger bedroht. Öllagerstätten in Khuzestan und Lorestan nahe Irak oder Off-shore, Gaslagerstätten (South Pars) Off-shore im Persischen Golf. 

4. Engpaß Bosporus 

Für kaspisches Öl ist der Iran ein einfacher, billiger, sicherer Weg nach Asien. 

Alternative 1: Rohrleitungen, 800 km durch den Iran;
Alternative 2: Swap-Geschäft, 300 km Rohölleitung Neka – Teheran (Erweiterung auf 300 000 Barrel pro Tag und mehr im Gange);
Alternative 3:
Baku-Tbilissi-Ceyhan, 1 700 km, siehe Karte; Leitung wird zur Zeit gefüllt; teuer und vielleicht gefährlich;
Weitere Alternativen:
Constanţa – Omisalj (Triest); AMBO Burgas – Vlorë; Burgas – Alexandroupolis; Odessa – Brody (Umkehrung) 

... dito für Gas. 

Alternativen: Durchleitung durch den Iran aus Turkmenistan an die Türkei (aktiv); Belieferung Armeniens (aktiv); Blue Stream Novorossijsk – Samsun (aktiv); Baku – Tbilissi – Erzurum (im Bau), nach Eröffnung russisches Erdgas für Libanon und Israel, Liquified Natural Gas (LNG) oder Mittelmeer-Pipeline (Planung; siehe auch Ashkelon - Eilat). 

5. Gas nach Pakistan und Indien – Off-shore 

Die Gasleitung nach Indien ist vermutlich in die Ferne gerückt durch den US-indischen Atomvertrag. Die Alternative Turkmenistan – Afghanistan – Pakistan (ehemals Unocal-Taliban-Plan) ist offenbar vorerst aussichtslos, da Afghanistan nicht befriedet ist. Turkmenistan liefert vor allem ins russisch-ukrainische Gasnetz, über Kasachstan. 

6. Kasachisches Öl nach China? Jedenfalls nicht durch den Iran

Zum kasachsich-chinesich-russischen Interessengeflecht siehe Kasachstan (mit Karten)  

Alle Zahlenangaben gerundet / Schätzwerte; Quellen: Philippe Sébille-Lopez, Géopolitiques du pétrole. Paris: Armand Colin 2006 [Fondation Prometheus – ALSTOM, EADS, SANOFI-AVENTIS, THALES u.a.]; Energy Information Administration, Department of Energy, US Government, Iran Natural Gas

Einheiten: 1 Barrel = 159 l; 1 Kubikmeter = ca. 35 Kubikfuß; englisch: 1 billion = deutsch: 1 Milliarde; englisch: 1 trillion

Brennwert: 1000 Kubikmeter Erdgas = 0,9 t Erdöläquivalent; die Dichte (das spezifische Gewicht) von Rohöl differiert von Sorte zu Sorte: 

Liquid (Temp. 60° Fahrenheit)              kg/cu.m
Crude oil, 48° API                         790
Crude oil, 40° API
                          825
Crude oil, 35.6° API
                       847
Crude oil, 32.6° API
                       862
Crude oil, California
                       915
Crude oil, Mexican
                        973
Crude oil, Texas
                           873

 API = Maßeinheit des American Petroleum Institute; Quelle. Ein Kubikmeter Gas hat den Brennwert von etwa einem Liter der Sorte California 

T:I:S, 7. April 2006

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