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Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt Zu Öl und Gas im Iran siehe auch Israel, Trita Parsi, Erdgas und Geburtswehen *KotfliegenKorrigiert am 25. März 2008 Bismarck, auf Kur in Bad Ems, wollte die imperialistische
französische Regierung zum Krieg gegen das imperialistische Preußen
provozieren. Er formulierte auf der Grundlage eines Telegramms eine den
Sachverhalt verkürzende Presseerklärung, die am 13. Juli 1870 in der
Norddeutsche Allgemeine Zeitung veröffentlicht wurde. Der Vorgang ging unter
der Bezeichnung Emser
Depesche in die Geschichtsbücher ein. Die französische
Regierung flog auf den Kot und erklärte Preußen den Krieg. 220 000 Soldaten
und 550 000 Zivilisten waren nach sechs Monaten verwundet oder tot. (1) Von einem Krieg des Westens gegen den Iran ist weit Schlimmeres zu befürchten. Zur Kriegsbereitschaft hat die Fälschung des Ahmadinedschad-Zitats vom 26. Oktober 2005 erheblich beigetragen. An der Verbreitung der Fälschung waren und sind beteiligt:
Kot zieht Fliegen an. T:I:S, korrigiert am 25. März 2008 Anmerkung (1) Deutsch-französischer Krieg. Die Summen wurden aus unklaren Angaben am Rande des Wikipedia-Beitrags gebildet. Mit Dank an Andreas Hauß. Knut Mellenthin, dem ebenso Dank gebührt, hat am 25. März 2008 gemailt:
Ich habe deshalb den Text korrigiert. T:I:S, 25. März 2008 *Willy Wimmer, MdB, CDU, im iranischen Rundfunk:"Bei den Briten und den Amerikanern scheinen das Überlegungen aus der alten Kolonialzeit zu sein, oder sie haben etwas mit künftigen Konflikten in der Region unter Einschluß von China und Indien zu tun." Audio-Datei, ca. 9 Minuten, T:I:S, 11. Februar 2008. Dank an Dr. B. *Thomas Immanuel Steinberg
Bush und die UFOs
Nicht alle stellen sich beim Lügen so doof an wie Scharping. Der Unglücksradler hatte vor laufender WDR-Kamera behauptet, serbische Soldaten würden im Dachstuhl kosovo-albanischer Häuser eine brennende Kerze aufstellen und unten den Gashahn aufdrehen. Bald danach flöge das ganze Haus in Luft. Die Journalisten entblößten Scharping. Das Gas sei schwerer als Luft: Es bleibe am Boden und könne sich nie an der Flamme unterm Dach entzünden. (1) Bombardiert hatte Scharping anyway. Jugoslawien gibt es nicht mehr. Irak Bush log besser, bevor er den Irak zerfetzen ließ. Der Behauptung, Saddam habe irgendwo Massenvernichtungswaffen, konnte so leicht kein Naturgesetz in die Quere kommen. Außerdem aber hatte Bush die logische Form einer Es-gibt-Aussage gewählt, ohne handhabbare örtliche Eingrenzung. Wenn zum Beispiel einer behauptet: Es gibt Autos mit fünf Rädern – dann kann das stimmen, selbst wenn er nirgendwo eines aufweist. Die logische Form seiner Behauptung erlaubte Bush, die Beweislast umzukehren: Er wisse natürlich nicht, wo Saddam die Waffen verberge. Saddam aber kenne sich zu Hause aus, er müsse daher beweisen, daß bei ihm keine Massenvernichtungswaffen versteckt seien. Was Saddam da beweisen sollte, hat die logische Form einer Es-gibt-nicht-Aussage. Am Auto-Beispiel: Jemand könnte widersprechen; es gebe keine Autos mit fünf Rädern. Der kann dann auf noch soviele Autos mit drei, vier oder sechs Rädern zeigen; er wird seine Behauptung nicht beweisen können. Vielmehr muß, aus denklogischen, nicht faktischen Gründen der, der ihre Existenz behauptet, auf mindestens ein Auto mit fünf Rädern verweisen können; also Bush auf Waffen an bestimmter Stelle im Irak. Dann wäre Saddams – von vorneherein absolut unbeweisbare – Es-gibt-nicht-Aussage widerlegt. Dem Iraker blieb aus denklogischen, nicht faktischen Gründen nur übrig, Bush zurückzufragen: Was denn, wo denn sollen diese angeblichen Massenvernichtswaffen sein? Zeig’ sie mir! Bush zeigte sie ihm nicht, überfiel den Irak und ließ Saddam henken. Er hatte gut gelogen. Iran Bushs nächste gute Lüge, der Iran verfüge über ein
Atomwaffenprogramm, ist ebenfalls aus rein logischen Gründen nicht widerlegbar.
Die sechzehn US-Geheimdienst-Chefs haben zwar erklärt, ihrer Meinung nach habe
der Iran 2003 die Aktivitäten in dieser Richtung eingestellt; aber sie könnten
nicht ausschließen, daß nicht doch irgendwo irgendwann etwas
Atomwaffenprogrammatisches im Iran passiere. Diese Einschränkung ist völlig
richtig: Sie ist aus rein logischen Gründen richtig. Sie ist, wie man in der
Logik sagt, eine Tautologie. Aus einer tautologischen Aussage kann man jedoch alles ableiten: ebenso A wie auch Nicht-A. Das heißt zugleich: Aus einer Tautologie kann man nichts ableiten, was irgendeine Aussage über die Wirklichkeit erlauben würde. Die sechzehn Agenturchefs haben nur den denklogische Gemeinplatz angefügt, daß eine Es-gibt-nicht-Aussage im strengen Sinne unbeweisbar ist. Anti-Palästina- und Rüstungslobbyisten machen daraus: Die Sechzehn sind sich nicht sicher. Und ausschließen kann man nichts! Stimmt. Ebenso wie rein logisch nicht auszuschließen ist, daß es einen Teufel gibt, ein Ungeheuer von Loch Ness, oder UFOs. UFOs UFO-Gläubige liegen besonders richtig. Der Name
„Unbekanntes Flug-Objekt“ sagt ja schon: sie sind unbekannt. Wären diese
Objekte bekannt, dann wären sie keine UFOs. Also gibt es UFOs, es gibt
Flugobjekte, die uns nicht bekannt sind. (2) Da bin ich mir völlig sicher. T:I:S, 5. Dezember 2007 Anmerkung (1) Luft wiegt ungefähr 1,3 Kilo je Kubikmeter. Propangas ist etwa doppelt so schwer. (2) Leser P.S. aus Wiesbaden macht mich darauf aufmerksam, daß UFO für "Unidentifiziertes Flug-Objekt" steht. Schade, daß er Recht hat. T:I:S, 12. Dezember 2007 *US-Basen rund um den Iran, Dossier mit Video und Landkarten bei Yvonnne Schmidt, Universität Graz. T:I:S, 21. März 2007 *Thomas Immanuel Steinberg
Die geopolitische Lage des Iran
– Handzettel zum Vortrag bei attac Hamburg, Zimmerpforte 8, St. Georg, am Mittwoch, dem 12. April 2006 um 19.30 Uhr – 1. Grunddaten 65 Millionen Einwohner
(D: 82 Mio.); 50% Perser, 20% Azeri, 10% Luren und Bachtiaren, Kurden,
Araber, Turkmenen, Balutschen, Armenier 2. Hydrokarbon Ölreserven 130 Mrd. Barrel = 11% der Weltreserven (nach Saudi-Arabien mit 25% und vor dem Irak); Ölförderung bis 4 Mio Barrel pro Tag (viertgrößter Produzent); davon 30% Eigenverbrauch, 50% Export nach Japan, China, Südkorea, Indien u. Südostasien Gasreserven, englisch: 940 trillion cubic feet
(Tcf) = 27 Billionen Kubikmeter = 15% der Weltreserven (nach Rußland);
Gasförderung gegenwärtig, englisch: 3 – 4 trillion cubic feet
(Tcf); Öl und Gas erbringen bis zu 90% der Exporteinnahmen, 50% der
Staatseinnahmen und 20% des Volkseinkommens 3. Umzingelt von US-Streitkräften US-Streitkräfte in der Türkei, dem Irak, Kuweit,
Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman,
Pakistan, Afghanistan; nur von Norden (Turkmenistan, kaspisches Meer,
Aserbaidschan, Armenien) weniger bedroht. Öllagerstätten in Khuzestan und
Lorestan nahe Irak oder Off-shore, Gaslagerstätten (South Pars) Off-shore im
Persischen Golf. 4. Engpaß Bosporus Für kaspisches Öl ist der Iran ein einfacher, billiger, sicherer Weg nach Asien.
Alternative 1: Rohrleitungen, 800 km durch den Iran; ... dito für Gas. Alternativen: Durchleitung durch den Iran aus
Turkmenistan an die Türkei (aktiv); Belieferung Armeniens (aktiv); Blue
Stream Novorossijsk – Samsun (aktiv); Baku – Tbilissi – Erzurum (im
Bau), nach Eröffnung russisches Erdgas für Libanon
und Israel, Liquified Natural Gas (LNG) oder Mittelmeer-Pipeline (Planung; siehe
auch Ashkelon - Eilat). 5. Gas nach Pakistan und Indien – Off-shore Die Gasleitung nach Indien ist vermutlich in die Ferne gerückt durch den US-indischen Atomvertrag. Die Alternative Turkmenistan – Afghanistan – Pakistan (ehemals Unocal-Taliban-Plan) ist offenbar vorerst aussichtslos, da Afghanistan nicht befriedet ist. Turkmenistan liefert vor allem ins russisch-ukrainische Gasnetz, über Kasachstan. 6. Kasachisches Öl nach China? Jedenfalls nicht durch den Iran Zum
kasachsich-chinesich-russischen Interessengeflecht siehe Kasachstan
(mit Karten) *
Alle Zahlenangaben gerundet / Schätzwerte; Quellen: Philippe Sébille-Lopez, Géopolitiques du pétrole. Paris: Armand Colin 2006 [Fondation Prometheus – ALSTOM, EADS, SANOFI-AVENTIS, THALES u.a.]; Energy Information Administration, Department of Energy, US Government, Iran Natural Gas Einheiten: 1 Barrel = 159 l; 1 Kubikmeter = ca. 35 Kubikfuß; englisch: 1 billion = deutsch: 1 Milliarde; englisch: 1 trillion Brennwert: 1000 Kubikmeter Erdgas = 0,9 t Erdöläquivalent; die Dichte (das spezifische Gewicht) von Rohöl differiert von Sorte zu Sorte: Liquid
(Temp. 60° Fahrenheit)
kg/cu.m API = Maßeinheit des American Petroleum Institute; Quelle. Ein Kubikmeter Gas hat den Brennwert von etwa einem Liter der Sorte California T:I:S, 7. April 2006 *Steinberg Recherche Referent Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Inhalt Home nach oben
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