Islamophobie

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Siehe auch JudäophobieUdo Ulfkotte, Henryk M. Broder, Die Antideutschen, Kampf der Kulturen und Hans-Peter Raddatz

 

Medienstar behauptet muslimischen Konsens über Sodomie

Necla Kelek hat am 16. Juli 2010 im ZDF über die muslimische Sexualauffassung verbreitet:

Der Mann ist ständig herausgefordert. Er muß sich entleeren, heisst es, und wenn er keine Frau findet, dann ein Tier oder eine andere Möglichkeit, wo er dem nachgehen muss. Es hat sich im Volk so durchgesetzt, es ist ein Konsens.

Video, Minute 6:10 bis 6:46. 

Die  Friedrich-Naumann-Stiftung, steuergeldfinanzierte Stiftung der FDP, wird Necla Kelek am Samstag, dem 6. November 2010 um 11 Uhr in der Frankfurter Paulskirche den diesjährigen Freiheitspreis verleihen. Die Laudatio wird Alice Schwarzer halten. 

Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher erhielt den Preis 2006, der Mann, der mit der deutschen Anerkennung Kroatiens und Sloweniens die Vernichtung der Existenz des Staates Jugoslawien einleitete.

T:I:S, 29. Juli 2010

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Intelligence - in one way or another

"Märtyrer auf die eine oder andere Art", blödelt das israelische Intelligence and Terrorism Information Center über die vom Massakerstaat mit Kugeln durchsiebten neun Mavi-Marmara-Aktivisten. 

Was Menschen anlangt, die tatsächlich um höherer Ehre willen den Tod suchten, sei auf Klaus Klinke verwiesen, Pionier der 4. Kompanie des Bataillons von Rauch (Brandenburg) No. 3 zu Berlin, 

welcher bei dem Sturm auf die Düppler Schanzen am 18. April 1864 seinen aufopferungsvollen Heldentod fand.

Schlimm. Schlimmer, daß Theodor Fontane ihn pries. Noch schlimmer, daß nach Klinke, diesem Einfaltspinsel, ein großer Platz in Berlin-Spandau benannt wurde, mit Heldendenkmal. Am schlimmsten aber, daß heute jeder deutsche Tropf Menschen am andern Ende der Welt in die Luft jagen darf, und wenn er bei diesem widerlichen Geschäft selber drauf geht, ein Staatsbegräbnis bekommt. Wie gehabt mit Heldendenkmal.

T:I:S, 15. Juli 2010

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Superintelligenz

Dem israelischen Intelligence and Terrorism Information Center zufolge, siehe Mitteilung vom 8. Juli 2008, habe eine "Union of Good" der Hamas Geld zum Aufbau eines terror-unterstützenden Systems zukommen lassen. 36 zur Union gehörende islamische Stiftungen habe Verteidigungsminister Ehud Barak deshalb verboten, darunter die IHH.

Da fragt sich der aufmerksame Leser: Welche IHH hat er verboten? Die von der Mavi Marmara namens 

İnsan Hak ve Hürriyetleri ve İnsani Yardım Vakfı, auf Englisch The Foundation for Human Rights and Freedoms and Humanitarian Relief (Stiftung für Menschenrecht und Freiheiten und humanitäre Hilfe)? 

Oder war es der eingetragene 

Verein Internationale Humanitäre Hilfsorganisation, 

den Thomas de Maizière gerade verboten hat? Bei den Israelis ist's ein Schrägstrichgebilde:  

Insan Haklary Ve Hurriyetleri Vakfi (IHH) / International Humanitarian Relief Organisation / Internationale Humanitere Hilfs Organisation (Turkey), 

also einfach beides zugleich. Super! Hat wenigstens Thomas de Maizière durchgeblickt? Ach, alles ist ja so geheim.

T:I:S, 15. Juli 2010

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Mustafa Yoldashumanitären Hilfsorganisation

hintergrund.de, T:I:S, 15. Juli 2010. Stellungnahme der IPPNW vom 14. Juli 2010. Interview mit Mustafa Yoldas vom 2. März 2005 auf Muslim-Markt. Was ist, wenn ein Innenminister sein Amt missbraucht? Yavuz Özoguz am 15. Juli 2010

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Ungeheuer

Das Archivo Abierto Institucional de la Universidad Carlos III de Madrid hat die über 1000 Seiten starke Dissertation von Inés Monteira Arias siebenteilig ins Netz gestellt. Unter dem Titel 

La escultura románica hispana y la lucha contra el Islam (mediados del siglo XI mediados del siglo XIII), Madrid 2010

sind zahllose großenteils ausgezeichnete Fotografien von Skulpturen an und in romanischen Kirchen Spaniens aus dem Mittelalter zu besichtigen; Skulpturen, die den christlichen Haß und die Lust auf Vernichtung der Muslime schüren sollten und zweifellos geschürt haben.

Canecillo (Kragstein) de la iglesia del monasterio de Irache, Navarra. Seite 823 (39 / 63 von monteira_tesis_ilustraciones4_1.pdf)

Dem analphabetischen Volk wurden die Muslime als zähnebleckende Fratzen präsentiert, als Schweine, Köter, Keulenschwinger, pfeilschießene Zentauren, die Geschlechtsteile darbietende Wahnsinnige, als kopulierende Paare, Kröten, Teufel, Bestienfraß oder Menschenfresser – als faszinierende und zugleich erschreckende Ungeheuer. Manche der Mauren oder Sarazenen tragen den Spitzhut wie die Juden auf antijüdischen christlich-mittelalterlichen Hetzdarstellungen, andere haben Ohrringe und Wulstlippen, wie Mohren eben.

Die Fotografien können einzeln, und dann meist größer, herunter geladen werden. Zusammenfassung und Ausblick finden sich – wenn auch schlecht redigiert – auf Französisch ab Seite 550 (6 / 164 von monteira_tesis_ilustraciones2.pdf). Beide enthalten Hinweise auf Bedeutung und ideologische Funktion der in die Skulpturen eingearbeiteten Symbole. Text wie Bildteil verweisen auf ganz ähnliche Motive an und in romanischen Kirchen in Südfrankreich und anderswo.

Angesichts heutiger Ungeheuerfantasien über Muslime verdient die Arbeit von Inés Monteira Arias ungeheures Interesse.

T:I:S, 6. Juli 2010. Siehe auch Die Islamophobie ist über tausend Jahre alt

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Sabine Schiffer

Rassismuskritische Forschung und ihre Implikationen

Die Erklärung der Angeklagten vor ihrem Freispruch

Sabine Schiffer, .pdf-Datei, 24. März 2010. T:I:S, 25. März 2010

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Die FASZ über Islamkritik

Es gibt ganze Portale im Netz, die sich der Islamkritik widmen - in Deutschland vor allem die "Achse des Guten" um Henryk M. Broder, und am unteren, offen demagogischen und hetzerischen Ende, die Seite "Politically Incorrect"... 

Auch deshalb muss diese Frage gestellt werden, weil von den entschlosseneren Sprechern dieser Richtung stets die historische Analogie mit dem Nationalsozialismus aufgerufen wird: Man spricht von "Islamofaschismus". Und darum sollen dann auch all jene, die zur Mäßigung im Kulturkampf raten, in die Nähe der "Appeasement"- Politik der Zwischenkriegszeit gerückt werden. Gegen ein vermeintliches "kulturelles Appeasement" der Deutschen wandte sich noch kürzlich der Deutschland-Korrespondent der "Jerusalem Post". 

Hier liegt nun ein Problem der politisierten Islamkritik. Sie wird in ihrer scharfen Ausprägung mehrheitlich von Leuten vertreten, die eine konsistente, über längere Zeit deutliche und durchaus einseitige Parteinahme für Israel im Nahostkonflikt bekundet haben. Ihr Begriff des Westens, der bedroht sei, ähnelt dem von George W. Bush. Das gilt für Geert Wilders und Henryk M. Broder ebenso wie für andere prominente Islamkritiker, etwa die Historikerin Bat Ye'or. Die Frage, ob so die christliche Fremdenlegion für den nächsten Krieg rekrutiert werden soll, muss sich die Islamkritik gefallen lassen.  

Lorenz Jäger, Politisierte Islamkritik, FASZ, 14. März 2010, S. 11. T:I:S, 15. März 2010

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Élise Hendrick

Das Mühlenkombinat „Deutsche Justiz“

Der Fall Schiffer

NRhZ, 3. März 2010. T:I:S, 3. März 2010. Mehr über Sabine Schiffer passim unten

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Achim Bühl

Islamfeindlichkeit und Antisemitismus - ein schwieriger Vergleich

Ein Versuch, die "Benz-Broder-Debatte" zu versachlichen

ak - analyse & kritik Nr. 547 / 19. Februar 2010, T:I:S, 1. März 2010

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Öffentliche Erklärung von Hudschat-ul-Islam Sabahattin Türkyılmaz

 zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen im Zusammenhang mit der Fatima Zehra Moschee in Frankfurt

Erklärung, .pdf-Datei, insbesondere ab Seite 2, "Gemeinsame Wertmaßstäbe". T:I:S, 22. Februar 2010

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Die Islamophobie ist über tausend Jahre alt 

Islam in Kathedralen. Bilder des Antichristen in der romanischen Skulptur. Museum für Islamische Kunst, Berlin und Evangelische Akademie im Rheinland, Bonn. 

Foto-Ausstellung von Claudio Lange, Viadrina, Frankfurt an den Oder. Audio zu Judäo- und Islamophobie an mittelalterlichen Kirchen, Radio Berlin-Brandenburg, ein paar Minuten. 

T:I:S, 7. Januar 2010

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Verena Tobler Linder*

Schweizer Minarette

 Ihr dort oben – wir da unten:  Formen des Widerstands in der direkten Demokratie

„...denn unser Wohlfahrtsstaat  basiert ja derzeit auf einer global äußerst ungleichen Entwicklung und einem grenzenlosen, dazu völlig unnachhaltigen Zugriff auf Ressourcen. Menschen, die von den ausgegrenzten Teilen der Welt in die Schweiz kommen, bringen hingegen häufig Ordnungsvorstellungen mit, die “vor Ort” überlebensnotwendig sind, wenn dort Alte, Kranke, Arme oder Frauen mitgetragen werden müssen“.

 

Ja, auch ich bin “fürchterlich” wütend über diesen Schwachsinn und “gewaltig” empört über das unsägliche Minarett-Verbot, das ja nun sogar in unsere Verfassung kommt! Aber ich weiß auch: Das Abstimmungsdebakel wäre vermeidbar gewesen, wenn die einheimische Politikelite und Intelligenzija ein wenig näher am Volk wären, dessen Ängste und Probleme erkennen und verstehen würden, um dann auf dieser Basis zu agieren. Kurz – wer in einer direkten Demokratie sozial nachhaltig politisieren und überzeugen will, muss Problemkreise im sozialen Unten erkennen und ernstnehmen können.

Weil ich mit meiner Berufsarbeit als Kulturvermittlerin sehr nah bei den Menschen bin, bei den SchweizerInnen wie bei den Immigrierten, sehe ich oft und gerne in die Herzen und Hirne dieser Menschen und kann vorab sagen: Die Mehrheit der Einheimischen wird sofort vernünftig und tolerant, wenn ihr zuerst mal bestätigt ist: Immigrierte – wo immer sie auch herkommen – müssen sich selbstverständlich ans schweizerische Recht und an die bei uns geltenden Gesetze halten!

Aber gerde bei der Konzeptualisierung der Integration hat ein Teil  “unserer” sogenannten Elite in den letzten Jahren voll und ganz versagt. Ein Beispiel: Im Jahr 2002 hat die EKA, die Eidgenössische Ausländerkommission, mit Blick auf die Immigration immerhin noch festgehalten:

Integration wird als gegenseitiger Prozess verstanden. Der Prozess der Integration setzt sowohl die Bereitschaft der Ausländerinnen und Ausländer zur Eingliederung als auch die Offenheit der schweizerischen Bevölkerung voraus. Mit der Integration wird der chancengleiche Zugang zu den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ressourcen angestrebt. (...) Integration umfasst somit alle Bestre­bungen, die dem gegenseitigen Verständnis zwischen der schweizerischen und der ausländischen Bevölkerung dienen. Zentrale Anliegen sind  das Zusammenleben auf der Basis gemeinsamer Grundwerte und Verhaltensweisen, Information der Ausländer und Ausländerinnen über unsere Einrichtungen, Rechtsvorschriften und Lebensbedingungen.”

 Im NAG, im Neuen Ausländergesetz von 2006 heisst es dann zur Integration nur noch:


1.  Ziel der Integration ist ein Zusammenleben der einheimischen und ausländischen Wohnbevölkerung auf der Grundlage der Werte der Bundesverfassung und gegenseitiger Achtung und Toleranz.
2.  Die Integration soll längerfristig und rechtmässig anwesenden Ausländerinnen und Ausländern ermöglichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft teilzuhaben.
3.  Die Integration setzt sowohl den entsprechenden Willen der Ausländerinnen und Ausländer zur Eingliederung in die Gesellschaft als auch die Offenheit der schweizerischen Bevölkerung voraus.
4. Es ist erforderlich, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und insbesondere eine Landessprache erlernen.

Dass sich Immigrierte an unsere Rechtsvorschriften halten müssen, ist da – für die Mehrheit der Bevölkerung unverständlich – nicht mehr festgehalten. Zudem wird aber vom EKA-Vize ausgeführt, Integration geschehe auf Verfassungsebene und bedeute, dass die Immigrierten in der Schweiz gleichen Zugang und gleiche Anerkennung erhalten. Nicht (mehr) expliziert wird von ihm jedoch, dass dazu selbstverständlich stets auch gleiche Leistungen gehören –  a u c h  solche rechtlicher Art wie technisch-funktionale Aspekte, zum Beispiel Pünktlichkeit am Arbeitsplatz; oder sozial-affektive Aspekte, zum Beispiel die Gleichbehandlung  der Töchter.

Kurz,  Recht und Gesetz wurden von der sogenannten Elite aus dem Vokabular gestrichen - und sie ist stolz darauf. Doch wer behauptet, Integration passiere auf Verfassungsebene, tabuisiert damit nicht nur allfällige Konflikte, sondern verzichtet auch darauf, eine Richtschnur für die Lösung derselben vorzugeben. Das desorientiert, macht der Mehrheit der Bevölkerung Angst und hilft ihr nicht weiter, wenn sie sich im Quartier und bei der Arbeit mit einem multikulturellen Kunterbunt von allen möglichen Problemen konfrontiert sieht.


Und so muss ich zum Abstimmungsdesaster vom 29.11.09 fragen: Hat sich das Volk auf Verfassungsebene dafür gerächt, dass „die dort oben“ die Probleme nicht mehr sehen und fühlen, mit denen „die da unten“ täglich zu kämpfen bzw. zu tun haben?


Denn das, was die da unten zu nagen haben, ist mir Tag für Tag gegenwärtig. Einige Beispiele: Da meint ein Kameruner, der bei einer Arbeitsvermittlungsstelle antraben muss, er brauche keinen Job mehr zu suchen, weil er von der Beihilfe, die er vom Staat erhalte, ganz gut leben könne. Eine Portugiesin begründet ihre häufigen Arztbesuche damit, dass sie schließlich jeden Monat  Krankenkassenbeiträge bezahle. Ein anderer bezahlt die Beiträge für Juli und August nicht, weil er in diesen Monaten auch nicht zum Arzt gegangen sei. Ich könnte inzwischen Bücher mit solchen Geschichten füllen.

Doch bin ich mir ziemlich sicher, dass zu diesem unsäglichen Abstimmungsresultat auch ein Teil der Intelligenz beigetragen hat. Auch dazu ein Beispiel: Als ich der Uni Zürich jene Verhaltensmuster im Bereich der Muslime beschrieb, die am heftigsten irritieren, haben die diplomierten Moralphilosophinnen, unter ihnen Professorinnen, zurückgemeldet: Muslime sind Frauenverächter. 

Immerhin haben sie dann aber schnell dreierlei realisiert – und akzeptiert: Dass „Frauenverächter“  zum ersten  k e i n e  Beschreibung ist, sondern dass es sich dabei zum zweiten um eine höchst abwertende Beurteilung handelt. Drittens wurde ihnen klar, dass interkulturelle Irritationen lediglich, aber genau, anzeigen, welche der  e i g e n e n  Ordnungsvorstellungen vom Fremden verletzt werden. 

Von den Ordnungsvorstellungen aber, die der Fremde hegt, hatten sie keine Ahnung! Das Geschehen adäquat zu erfassen, hätte aber bedeutet zu sagen: "Wenn Sie mir Ihre Hand zur Begrüßung nicht geben, dann empfinde ich das als Frau in der Schweiz als 'verachtend'“. Und hat frau es mit einem echten Muslim zu tun, dann wird er ihr eher erstaunt antworten: “Aber wir geben unsere Hand ja den Frauen deshalb nicht, weil das bei uns ein Zeichen dafür ist, dass wir Frauen respektieren.”

In der Schweiz gibt es relativ viele Einheimische, die sich über die „Zwangsheirat“ empören. Sie haben vergessen, dass die arrangierte Heirat auch hierzulande so lange üblich war, als es keine AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) gab. Die Forderung nach Jungfräulichkeit wurde auch bei uns erst aufgegeben, als die Familien nicht mehr gezwungen waren, für ihre Töchter und deren unehelichen Kinder zu sorgen. Es gab inzwischen die Pille und genügend Erwerbsplätze für Frauen. Und wenn es Schweizer Eltern heute verboten ist, ihre Kinder einzusperren, so ist das später – wenn die Erziehung insgesamt missraten ist – bezahlten Professionellen erlaubt. In einem der Durchgangsheime für Jugendliche werden ständig, hinter jedem und hinter allen die Türen abgeschlossen – allerdings nicht mehr gratis, sondern für 7000 bis 9000 Schweizer Franken pro Monat.

Leider können in der Schweiz ausgerechnet diejenigen, die zum Beispiel in unserer Antirassismus-Kommission sitzen,  n i c h t  erkennen, dass die Taliban und andere muslimische FundamentalistInnen (!) nicht  k e i n e  Moral, sondern meist eine andere Moral haben als die, zu der wir als europäische Durchschnittmenschen in einem der globalen Kapitalzentren erzogen wurden.  Dass die Menschen, die vom Rande bzw. von gänzlich außerhalb der Weltwirtschaft zu uns in die Schweiz kommen, andere Rechts- und Unrechtsvorstellungen mitbringen als wir in der Schweiz, muss nüchtern erfasst, beschrieben und ebenso nüchtern erklärt werden. Denn eine der wichtigsten Regeln für die interkulturelle Verständigung ist die: Alles verstehen heißt nicht, alles akzeptieren. Verstehen ist aber die Voraussetzung für Verständigung und Veränderung. Oder wie es Hirnforscher Rothes ausdrückt: Menschen können sich in ihren affektiven Verhaltenmustern nur verändern, wenn wir mit ihnen sowohl konsensuell kommunzieren können als auch sie emotional zu bewegen vermögen.

Wer aber erklärt „meinem“ Volk, dass wir SchweizerInnen per Landesverfassung automatisch “BürgerInnen der globalen Kapitalzirkulation” sind – vom Unternehmer bis zum Hilfsarbeiter, vom Junkie bis zum Invaliden, von der Hausfrau bis zur ledigen Mutter? Und wer erkennt, dass wir – bei Licht besehen – eigentlich höchst fragwürdige Modelle sind? Denn unser Wohlfahrtsstaat  basiert ja derzeit auf einer global äußerst ungleichen Entwicklung und einem grenzenlosen, dazu völlig unnachhaltigen Zugriff auf Ressourcen. Menschen, die von den ausgegrenzten Teilen der Welt in die Schweiz kommen, bringen hingegen häufig Ordnungsvorstellungen mit, die “vor Ort” überlebensnotwendig sind, wenn dort Alte, Kranke, Arme oder Frauen mitgetragen werden müssen. Mehr noch: Diese Ordnungsvorstellungen wurden nicht über das grenzenlos wachsende Kapital abgesichert, sondern über persönliche Direktleistungen.

Und deshalb müssen diese Menschen bei uns umlernen, wenn sie „dazugehören“ und nicht bestraft werden wollen. Dank meiner Arbeit weiß ich: Die große Mehrheit erfasst schnell, sogar gern die neuen Wertungen! Unter einer Voraussetzung: Der Vermittlungsprozess darf weder verletzen noch kränken. Und kränkend ist, wenn wir nicht erkennen, dass die Moral, die sie mitbringen, Teil jener Moralitäts- und Rechtsvorstellungen ist, die – bei vorkapitalistischer, also bei familiär oder ethnisch bestimmter Organisation der Solidarnetze – nicht nur gut und billig,  sondern überlebensnotwendig sind. Und sie bleiben das auch, so lange vor Ort nur eine Minorität der Zuwanderer eine geordnete Erwerbsarbeit hat. Andererseits haben auch wir sehr viel von den weltwirtschaftlichen Rändern zu lernen, soweit wir denn langfristig überleben wollen: Vor allem, dass der Kapitalismus nicht viel mehr als der Ausdruck einer grenzenlosen Gefräßigkeit unserer Ausprägung der Spezies ist. Da mag bislang niemand unter uns so recht hinsehen.

Meines Erachtens gilt: Soll unser Urteil über gesellschaftliche Ordnungsvorstellungen, zum Beispiel über die Recht- und Moralitätsvorstellungen vor Ort, ethischen Kriterien genügen, so haben wir die Ressourcen in Rechnung zu stellen, über die der betreffende Sozialverband verfügt. 

Doch wenn nicht einmal unsere Elite zu einer Ambiguitätstoleranz fähig ist, welche die Licht- und Schattenseiten von Fremdem und Eigenem erkennt und einschliesst, wie soll diese dann erst von der breiten Bevölkerung erfasst und umgesetzt werden?

*Verena Tobler Linder studierte Soziologie, Ethnologie und Pädagogik an der Universität Zürich und arbeitet seit 2002 als selbständige Beraterin. Ausführliche Vita 

T:I:S, 2. Dezember 2009. Dank an Wolf

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Propagandabegriffe

Erich Guist: Warum „radikal-islamische Taliban“? Auch „Taliban“ würde reichen. Plädoyer für einen fairen sprachlichen Umgang mit dem Islam, .pdf-Datei

Viele weitere Texte zum Thema bei Medienverantwortung

Kommentar

Guist lehnt den Begriff "Islamphobie" ab. SteinbergRecherche dagegen findet den Begriff "Antisemitismus" irreführend und verwendet statt seiner den Parallelbegriff zu Islamophobie, nämlich Judäophobie, beide in Anlehnung an den eingeführten und brauchbaren Begriff Xenophobie, auch Fremdenfeindlichkeit genannt.

T:I:S, 10. September 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Die Rufmörder sind unter uns

Islamophobie in Deutschland, dokumentiert von Yavuz und Gürhan Özoguz

Der promovierte Orientalist und Ökonom Hans-Peter Raddatz hatte mit seinen Ausfällen gegen Islam und Islamgläubige den Zorn deutscher Muslime auf sich gezogen. Die Gebrüder Özoguz wandten sich deshalb im September 2005 auf ihrer Internetseite Muslim-Markt direkt an den Orientalisten:

Wir machen Ihnen einen einfachen Vorschlag, wie Sie für sich selbst Ihre eigene Glaubwürdigkeit prüfen können: Lassen Sie uns doch gemeinsam folgendes Gebet beten: "Wenn der Islam so ist, wie Herr Raddatz es immer wieder vorstellt, dann möge der allmächtige Schöpfer alle Anhänger jener Religion vernichten! Und wenn Herr Raddatz ein Hassprediger und Lügner ist, dann möge der allmächtige Schöpfer ihn für seine Verbrechen bestrafen und diejenigen, die trotz mehrfacher Hinweise auf die verbreiteten Unwahrheiten von Herrn Raddatz, immer noch darauf bestehen, auch. 

Raddatz wähnte sich tödlich bedroht. Report Mainz behauptete am 17. Oktober 2005, das deutsche Internet-Portal Muslim-Markt habe zum Mord an Raddatz aufgerufen. Hartmut Koschyk erklärte namens der CDU-Bundestagsfraktion:

Ich appelliere an die islamischen Organisationen in Deutschland, sich mit solchen Vorgängen wie Todesdrohungen gegen den islamkritischen Forscher Hans-Peter Raddatz offensiv auseinanderzusetzen. Es ist nicht hinzunehmen, dass auf einer islamischen Internetseite, die das größte deutschsprachige Internetforum sein soll, zu Hass und Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen wird.

Koschyk ergänzte seinen Appell mit der Lüge, die Gebrüder Özoguz seien bereits wegen Volksverhetzung verurteilt worden, und sprach die Hoffnung aus, der Arbeitgeber von Yavuz Özoguz, die Universität Bremen, werde gegen ihren Mitarbeiter vorgehen.

Die Gebrüder wurden freigesprochen, Yavuz Özoguz kündigte seinen Vertrag mit der Universität, und der Verfassunsschutz fand den Muslim-Markt nicht mehr erwähnenswert.

Was bleibt, ist der verfolgungswahnsinnige Hans-Peter Raddatz, sind die Sudler von Report Mainz, die verlogene CDU und die vielen andern Rufmörder, die sich der Kampagne gegen die Gebrüder Özoguz angeschlossen hatten.

Die beiden Muslime haben ihre politischen, religiösen und ethischen Prinzipien veröffentlicht und jetzt neu aufgelegt, ergänzt um Berichte über Reaktionen auf die Kampagne, über erneute Ermittlungen gegen die Autoren und über ihren weiteren beruflichen und privaten Werdegang. Bisher unveröffentlichte Informationen finden sich im Kapitel "Die Karikaturkrise war für Deutschland geplant", sprich: die bei Muslimen durch einen dänischen Islamphoben ausgelöste Empörung war erwünscht. (1)

Das Buch dokumentiert einen schweren und einige weitere Fälle von Islamophobie in Deutschland. Darüber hinaus regt es dazu an, ein paar kapitalistische Selbstverständlichkeiten in Frage zu stellen. Neben der zur deutsch-nationalen Staatsräson erhobenen Solidarität mit dem Massaker-Staat Israel und der regelmäßigen Diffamierung seiner Gegner als judäophob ist das vor allem die Kommerzialisierung und Sexualisierung des deutschen Alltags. Wie manchen Christen und Juden, und wie sogar dem im übrigen verkorksten Atheisten Hermann Gremliza, so mißfallen auch den Muslimen Özoguz die Vergötzung der Ware, die ubiquitäre Anmache durch Bilder, die Darbietung und der Verkauf vor allem weiblicher Körper über die Massenmedien.

Muslime wehren sich gegen dieses herz- und seelenlose Geschäft mit verstörenden Mitteln wie blickdichten Frisörsalons für Frauen. Uns anderen sollte Besseres einfallen, das aber möglichst bald.

Bleibt nachzutragen, warum es um Hans-Peter Raddatz vorübergehend ruhiger geworden ist. Die Jüdische Allgemeine zitierte im November 2007 aus seinem 2002 erschienenem Buch Von Allah zum Terror: 

„Amerika unter Führung der Rockefeller-Familie“ und „Europa unter Führung der Rothschild-Familie“ betrieben „die Förderung, Installation und Finanzierung von Lenin und Hitler“. Und hinter allem und jedem stünden die Freimaurer.

Inzwischen darf Raddatz wieder debattieren, bei ttt, einer ARD-Sendung, und zwar über die Gier der Bänker ganz allgemein. Nur die Muslime würden weniger Geld raffen und es lieber gut sichern.

Da bieten sich die Chinesen an, sind sie doch grad groß im Schwange. Eine Milliarde gibt’s davon. Einer dürfte sich finden lassen, möglichst in Deutschland, der schlimmer ist als die Muslime, Rothschild und die Freimauer zusammen genommen. Raddatz, übernehmen Sie!

T:I:S, 2. August 2009

Anmerkung

(1) Yavuz Özoguz und Gürhan Özoguz: Wir sind (keine) "fundamentalistische Islamisten" in Deutschland. Eine andere Perspektive. Vollständig überarbeitete und ergänzte Neuauflage des bekanntesten Buches der Gebrüder Özoguz. Bremen: m-haditec 2009, 15€. Erhältlich ab Mitte August 2009. Auszüge aus der  vorherigen Auflage hier. Siehe auch Muslim-Markt 

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Arne Hoffmann, Buchvorstellung

Zwischen Antisemitismus und Islamophobie. Vorurteile und Projektionen in Europa und Nahost

Hinter meinem Schreibtisch, T:I:S, 27. Juli 2009

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Thomas Immanuel Steinberg

Ein sorgfältiger Vergleich

Sabine Schiffer und Constantin Wagner stellen Muslim- und Judenfeindschaft methodisch einander gegenüber

Juden hätten die Brunnen von Nicht-Juden vergiftet und zerstört, ist aus der Juli-2009-Ausgabe von The Nation zu erfahren. Nährt die traditionsreiche, eher linke US-Zeitschrift das widerliche Stereotyp von der jüdischen Brunnenvergiftung? Hat der Verfasser, haben die Herausgeber ein Vorurteil gegen Juden? Sind sie gar von Judenhaß befallen?

Keineswegs. Der Autor Ezra Nawi, erstens von der teils jüdischen Redaktion im Titel als israelisches Gewissen (Israel's Man of Conscience) bezeichnet, kann sich, zweitens, mit dieser und weiteren im Artikel aufgelisteten Behauptungen für dergleichen israelische Kriegs- und Besatzungsverbrechen gegen Palästinenser auf zweifelsfreie Beweise berufen. Er ist, drittens, jüdisch-israelischer Staatsbürger und hat gemeinsam mit Palästinensern gegen die Staats- und Regierungspolitik des eigenen Landes protestiert. Jetzt steht er wegen angeblichen Widerstands gegen die Staatsgewalt vor einem israelischen Gericht. Der Artikel verunglimpft nicht.

Sabine Schiffer und Constantin Wagner haben in ihrem Mitte Juni 2009 erschienenen Vergleich zwischen "Antisemitismus und Islamophobie" Begriffe wie Stereotyp und Vorurteil, Juden- und Islamfeindlichkeit erklärt und vor allem am gegenwärtigen deutschen Diskurs über Islam und Judentum veranschaulicht. Sie haben den vorgeblichen Anti-Antisemitismus der islamophoben Internetseite pi-news als bloße Schutzbehauptung entlarvt. Sie haben die Judäophilie (genannt sei der Springer-Verlag) zutreffend als ebenfalls üble Kehrseite der Judäophobie bezeichnet. 

Doch ihre sorgfältig annotierte und redigierte Studie geht über das Definieren und Dokumentieren weit hinaus. Judäophile etikettieren eine Person ebenso als Juden, wie es die judäophoben und nur vermeintlichen Gegenspieler tun. Gewiß stempeln sie ihn als Juden nicht ab, sondern "auf". Schiffers und Wagners treffender Begriff für den Vorgang: Sie markieren ihn. 

In der Markierung von Individuen als Angehörige einer Menschengruppe liegt offenbar die Crux, und zwar, so die Autorinnen, wenn es dem Verweis auf die Gruppenzugehörigkeit an Bedeutung für den Sachverhalt mangelt; dann nämlich besteht begründeter Verdacht auf Phobie (oder verdrehte Phobie, also Philie). Immer wieder vermerken Kriminaljournalisten in Kommerzzeitungen ohne erkannbare Relevanz für die Tat, der Täter sei Türke. Ebenso fehlt In einer physikalisch-theoretischen Debatte der Markierung der Relativitätstheorie Albert Einsteins als der eines Juden bei Anhängern wie Gegnern dieser Theorie, bei Judäophoben wie Judäophilen die Relevanz. Herauszustellen, daß der großartige Entwickler der Relativitätstheorie Jude war, hilft weder Juden, noch schafft es Abhilfe gegen Judäophobie.

Übrigens: Ein jüngstes Beispiel für fehlende Relevanz, und ein freilich eher harmloses für Markierung, liefert Inge Günther, Frankfurter Rundschau vom 1. Juli 2009, in ihrem Artikel über Ezra Nawi, den Israeli, der seiner Regierung Brunnenvergiftung vorgeworfen hat. Sie beginnt:

Der Mann ist von Beruf Klempner, steht aber im Mittelpunkt einer weltweiten Solidaritätskampagne... Jetzt werden sie das Strafmaß verkünden, und es sieht aus, als werde der Klempner ins Gefängnis geschickt.

Inge Günther erzeugte, sicher unbeabsichtigt, bei einer Leserin den Verdacht, als hätte sie etwas gegen Klempner; oder als wollte sie nicht wahrhaben, daß die Welt sich schon mit Angehörigen ganz anderer Berufe solidarisiert hat. Dem Verweis auf den Beruf des Mannes fehlt die Relevanz für den berichteten Vorgang.

Für den Befund, ein Diskursbeitrag sei islamo- oder judäophob, reicht weder eine verbale Assoziation aus, noch der Verweis auf die denkbare Wirkung, noch allein der auf die Unbestreitbarkeit der damit aufgestellten Tatsachenbehauptung. Vielmehr ist der Zusammenhang zu ermitteln, in dem der Beitrag geliefert wird. Der Zitierweise des antideutschen, an der Universität Hamburg summa cum laude promovierten Historiker Matthias Küntzel etwa ist Sabine Schiffer zufolge nicht Fälschung vorzuwerfen, wohl aber durchgängig "das komplette Weglassen der Situationen, in denen die Zitate entstanden sind". Küntzel wähnt Judäophobie allenthalben im Islam, gestern und heute; regelmäßig unterschlägt er den geschichtlichen Kontext, ein Kardinalfehler nicht nur für einen Wissenschaftler.

Schiffers und Wagners wertvolle methodische Beiträge sind eingestreut in die Gegenüberstellung von Judäophobie und Islamophobie. (1) Aus ihrem Vergleich, Grundlage jeder Erkenntnis und, vor jeder Erkenntnis wohl auch jeder Wahrnehmung, gewinnen sie deutliche Hinweise für den Umgang vor allem mit der zur Zeit ständig wachsenden Islamophobie. So ist zum Beispiel aus der Erfahrung im Umgang mit Judenhassern davon abzuraten, diskriminierte Muslime mit (Gegen-)Zitaten aus dem Koran verteidigen zu wollen. Als Unterschied zwischen Judäophobie und Islamophobie stellen sie heraus, daß Juden bei Judenhassern häufig als mächtig gelten, während Moslemhasser Muslimen eher das Streben nach Macht unterstellen.

Was zu tun ist gegen beide Phobien, dafür gibt es Vorbilder. Sie sind am Schluß des Bandes als "Gewinner durch Kooperation" angeführt: Schalom5767 von Rolf Verleger, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, die Jüdisch-palästinensische Dialoggruppe im Münchner Eine-Welt-Haus, die Deutsche Muslimliga in ihrer versöhnlichen Antwort auf die gleichermaßen versöhnliche Erklärung des Jüdischen Kulturvereins Berlin... 

Kultusministerien und Verbände, Aktivisten und besorgte Bürgerinnen sollten methodisch vorgehen wie Schiffer und Wagner. Sie würden durch Kooperation ebenfalls gewinnen.

Sabine Schiffer und Constantin Wagner: Antisemitismus und Islamophobie. Ein Vergleich. Wassertrüdingen: HWK-Verlag. Mit Abbildungen problematischer Titelseiten insbesondere Des Spiegels; Bibliographie; Index; Glossar. 260 Seiten,  24,80 € (D), ISBN: 978-3-937245-05-8

T:I:S, 2. Juli 2009. Dank an Claudia Karas

Anmerkung 

(1) Arne Hoffmann geht in seiner lesenswerten Rezension auf die Ausführungen des Autorenpaares zu Udo Ulfkotte, Ralph Giordano, Henryk M. Broder und anderen Klamaukmachern ein.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/islamophobie.htm#Schiffer  

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Vincent Geisser

In Frankreich versanstaltet Die Lobby eine Hexenjagd auf einen Wissenschaftler des Centre national de la recherche scientifique (entspricht etwa der deutschen Max-Planck-Gesellschaft). Ein "fonctionnaire sécurité défense" hat den CNRS-Soziologen und Politologen Vincent Geisser, der über Islamophobie forscht, bei Forschungsleiter Olivier Roy beschuldigt, « qu'il traitait mieux l'islam que le christianisme », also daß er den Islam für besser erkläre als das Christentum. 

Die antizionistische Union Juive Française pour la Paix protestiert. Dank an Jean Claude Meyer. 

Zu den Initiatoren eines Verteidigungskomitees gehören 

Etienne BALIBAR, professeur émérite à l’Université de Paris 10 Nanterre ; 

Esther BENBASSA, directrice d’études à l’Ecole pratique des hautes études ; 

Daniel BENSAÏD, .rtf-Datei, professeur de philosophie à l’Université de Paris 8 ; 

Pascal BONIFACE, géopolitologue, Université de Paris 8 ; 

Edgar MORIN, directeur de recherche émérite au CNRS ;

 Olivier ROY, directeur de recherche au CNRS ; 

Vincent TIBERJ, chercheur au Centre d'Etudes Européennes de Sciences Po et maître de conférence à Sciences Po.

T:I:S, 11. Juni 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/islamophobie.htm#Vincent 

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Warum immer dieser Judenvergleich?

Fragt Matthias Küntzel angesichts der  gegenwärtigen Hetze gegen Muslime und angesichts der vergangenen Hetze gegen Juden. 

Recht hat er. Besser sollte der heutige Matthias Küntzel mit dem Mainstream in der Nazi-Zeit verglichen werden. Beider Merkmale: der Verweis auf die üblen Sprüche und die bösen Taten eines Segments der Inkriminierten, nebst einer Klausel. Der zufolge "wäre es verkehrt, jenes Segment mit der Mehrzahl [der Inkriminierten, T:I:S] in Europa zu verwechseln" (Küntzel). 

Der Vergleich ergibt: Küntzel ist kein Nazi. Er ist Mainstream.

T:I:S, Heiligabend 2008. Dank an Julijan

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/islamophobie.htm#Judenvergleich 

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Brandanschlag auf Moschee in Saint-Priest bei Lyon

 - berichtet  radio france internationale.

Am 9. Dezember 2008 war der muslimische Soldatenfriedhof in Notre-Dame-de-Lorette bei Arras zum wiederholten Mal geschändet worden. Die Täter beschmierten fast alle 576 muslimischen Grabsteine.

T:I:S, 23. Dezember 2008

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Feindbild Muslim – Feindbild Jude

Wissenschaftliche Konferenz über das Verhältnis von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit, veranstaltet vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. 

Bericht, T:I:S, 15. Dezember 2008

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Broderliner ist empört

Google liefert für "geert wilders hudson institute" 17 000 Ergebnisse: Geert Wilders hatte am 25. September 2008 im Thinktank Hudson Institute gesprochen. Auch Henryk M. Broders Achse des Guten stellte unter der Überschrift "Gastautor" einen Teaser ins Netz und verlinkte zu Wilders' Vortrag auf einer hindu-nationalistischen Internetseite. 

Darüber empört sich nun Alan Posener, selbst Autor auf Broders Achse: 

Hier sind alle Elemente vorhanden, die den europäischen Antisemitismus und zuvor den christlichen Antijudaismus auszeichneten und auszeichnen: Generalverdacht gegen eine ganze Gruppe, unabhängig vom Verhalten des Individuums; Panikmache; die Theorie einer Weltverschwörung; Eliminationsforderungen. Statt der "Protokolle der Weisen von Zion" muss der Koran als Beweis für die Weltherrschaftspläne von Menschen herhalten ...

Posener droht, den Anschluß an Henryk M. Broder, und damit an den islamophoben Mainstream, zu verlieren. Als Kommentarchef der Welt am Sonntag wäre er dann allerdings nicht mehr tragbar.

T:I:S, 3. Dezember 2008

Nachtrag

Wer sagt's denn. Nachtrag mit Nachträgen zu Alan Posener, Springers Welt am Sonntag und Broders Achse des Guten: Posener ist nicht mehr Chefkommentator, sondern nur noch Korrespondent. Kai Diekmann, Bild-Chef, war offenbar nachtragend.  T:I:S,  4. Dezember 2008. Dank an Knut Mellenthin.

Noch ein Nachtrag. T:I:S, 9. Dezember 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/islamophobie.htm#Broderliner

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Smearcasting 

Hetze gegen Muslime in den USA. Pressemitteilung mit Link zur Zusammenfassung eines ausführlichen Berichts. Ein Beispiel: Alan M. Dershowitz, siebzehnmal Kronzeuge auf der Achse des Guten von Henryk M. Broder und andern deutschen Hetzern.

T:I:S, 4. November 2008

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Feiern Muslime die Befreiung eines Kindermörders? 

Je mehr der Zionismus militärisch und diplomatisch verliert, desto lauter rattert die Lügenmaschine. 

Muslim-Markt, T:I:S, 17. Juli 2008. Einzelheiten auf Englisch bei Jews sans frontières und unter The Angry Arab News Service. Siehe auch Zionismus. Dank an Schmidt-Polyglott

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Vergleich

Arne Hoffmann über Faruk Sens Vergleich zwischen Juden in Deutschland damals und Muslimen in Deutschland heute. eigentümlich frei

T:I:S, 13. Juli 2008

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Wie schürt man Araberphobie? 

So wie Goebbels die Judäophobie. Amy Goodman im Gespräch mit Jack Shaheen, Autor von Reel Bad Arabs: How Hollywood Vilifies a People. Rohmitschrift und Video.

Democracy Now, T:I:S, 29. Juni 2008

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Sylvain Gouguenheim

französischer Historiker, hat in "Aristote au Mont-Saint-Michel. Les racines grecques de l’Europe chrétienne", Éditions du Seuil, behauptet, Araber und Muslime hätten im Mittelalter wenig zum europäischen Wissen beigetragen.

 "Die Crème der frankophonen Mediävisten- und Arabisten-Szene" (NZZ)  hat in Libération heftig widersprochen:

Tatsächlich ist Gouguenheims "Aristote au Mont-Saint-Michel" ein unseriös gearbeitetes und von Ideologie durchtränktes Buch, das mit einem täuschenden Firnis von Gelehrsamkeit überzogen ist... Auf rechtsextremistischen Internetseiten wurde unsere Initiative umgehend als Fatwa gegen Sylvain Gouguenheim attackiert...

schreibt der Mitinitiator des Widerspruchs, Dag Nikolaus Hasse in der F.A.Z. vom 19. Juni 2008, Nr. 141 / Seite 40, nicht im Netz. 

T:I:S, 21. Juni 2008

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Bernard Schmid

Matthias Küntzel und der Islamismus

Der "Krieg gegen den Terror" und das Abdanken linker Politik

Bernard Schmid belegt „Küntzels völlige Unkenntnis der islamistischen Akteure und ihrer Ideologie“. 

In: ak (analyse & kritik), 459, 22. Februar 2002, S. 24f

trend onlinezeitung, T:I:S, 22. Mai 2008

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Knut Mellenthin

In den Mainstream

Es ist nicht rational zu erklären und unverzeihlich, daß eine politisch-ideologische Strömung, deren zentraler Daseinszweck Kriegstreiberei ist, und die in ihrer radikalen, undifferenzierten Polemik gegen den Islam sogar eine Figur wie Bush von rechts überholt, ausgerechnet in Deutschland kaum auf öffentlichen Widerspruch stößt. 

Die deutsche Linke insbesondere ist dabei, gegenüber einem neuen Rassismus zu versagen, dessen strukturelle Ähnlichkeiten mit dem historischen Antisemitismus eigentlich nur jemand übersehen kann, der sich weder mit dem einen noch mit dem anderen wirklich beschäftigt hat. 

junge Welt, T:I:S, 13. Mai 2008

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Jüdischer Kulturverein Berlin e.V.

Zwei Seiten einer Medaille

 Wider die Islamophobie

Judäophobie und Islamophobie scheinen zwei Seiten jener Medaille zu sein, in die stereotypes Handeln und neues Unverständnis mit großen Lettern eingraviert sind. 

haGalil, 22. November 2004. T:I:S, 7. Mai 2008

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Stefan Hirsch

Feindbild Islam 

Ursachen und Funktion der Islamophobie

... Tatsächlich finden wir das Motiv der „Einheit Europas“ gegen den „islamischen Feind“ in der Geschichte immer wieder. So entsteht der Kreuzzugsgedanke im ausgehenden 11. Jahrhundert gemeinsam mit der „Gottesfriedensbewegung“. Die bewaffnete Pilgerfahrt nach Spanien (gegen die Mauren), oder in das heilige Land wird als Alternative zu den endlosen feudalen Fehden propagiert.

Auch während des 100-jährigen Krieges zwischen Frankreich und England wird das Kreuzzugsmotiv als möglicher Friedensbringer bemüht (freilich wenig erfolgreich). Die ganze Idee von „Europa“ im Mittelalter steht im engen Verbund mit dem Christentum und funktioniert in Abgrenzung gegenüber den „Anderen“...

In der europäischen Geschichte gibt es also ein altes Motiv vom „Feind Islam“. Der Kampf gegen die Moslems erzeugt Europa als Einheit, die Muslime selbst sind dabei zu oft nicht nur „Feind“, sondern auch Gegenstand mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Apokalyptik, einer Naherwartung des Endes der Welt. Erst die kolonialen Eroberungen des 19. Jahrhunderts schwächen diese Strömung ab. Interessant ist, welche Strömungen hier zusammenfallen: Dominanz des Papstes, Einheit Europas, Kampf gegen den Islam, Judenverfolgung: das sind die Eckpunkte der Kreuzzugsbewegung. Der später so bezeichnete „Erste Kreuzzug“ sieht Massaker an Juden vor allem in Frankreich und dem Rheinischen Gebiet, den Abschluss der „Reconquista“ Spaniens bildet die weitgehende Vertreibung der Juden und Muslime, welche im osmanischen Reich Schutz suchen und bekommen. Am Ende der Reconquista finden wir möglicherweise auch den Anfangspunkt des modernen europäischen Rassismus...

Islamophobie und Antisemitismus weisen dabei zahlreiche strukturelle Ähnlichkeiten auf, gerade in der heutigen Islamophobie findet sich so manches, das den europäischen Antisemitismus des 20. Jahrhunderts ausmachte: die grundlegende Andersartigkeit der Auszugrenzenden. Deren große Macht und die diffuse Bedrohung, die von ihnen ausgeht. Das Motiv der Verschwörung: Wie früher die Juden sind heute die Moslems untereinander verschworen, durch enge Bande zusammengehalten, Bande die angeblich viel enger sind, als die des „zerstrittenen“ Westens. Und die Muslime würden einen Plan der Weltherrschaft verfolgen. Freilich nicht alle von ihnen, aber doch einige und der Rest gibt diesen Deckung. Das ist nicht ganz so absurd wie die jüdische Weltverschwörung, denn es gibt tatsächlich Gruppen, die ein weltweites Kalifat wollen. Der Punkt ist allerdings, dass die Muslime grundsätzlich als Kollektiv betrachtet werden, in dem der terroristische „Schläfer“ eben einen Teil darstellt. 

Der Punkt ist auch, dass das Feindbild Islam den Blick auf tatsächliche Kräfteverhältnisse verdeckt und Ursache-Wirkungs- Ketten verdreht: Tatsächlich sind Palästina, der Irak und Afghanistan besetzt (nicht Rom, Großbritannien und Portugal), tatsächlich wird der Iran massiv bedroht, tatsächlich ist der politische Islam wohl eher eine Reaktion auf imperiale Großmachtspolitik und hat in der Regel mehr defensiven Charakter...

Aus: Intifada – Zeitschrift für den arabischen Widerstand Nr. 25 vom 6. Mai 2008

Campo Antiimperialista, T:I:S, 6. Mai 2008. Dank an Annette Klepzig

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Latrinenparole


Foto:tofoto

Sticker, abgepult vom Händetrockner im Herrenklo des Rosenhofs am Rosenplatz in Osnabrück am 30. April 2008. pi-news.de / Politically Incorrect bezeichnet sich als pro-amerikanisch und pro-israelisch. Anzeigen gegen die stark besuchte rassistische Internetseite werden von Polizei und Staatsanwaltschaft ignoriert.

T:I:S, 5. Mai 2008

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Antiwestlich 

Neuerdings unterstellen imperialistische Politiker, Polizisten und Publizisten dem weltweiten Widerstand nicht nur, er habe etwas gegen Demokratie; sondern auch, er sei antiwestlich. Ein Beispiel: Der Westen. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis Antiwestlichkeit ernste Zweifel daran begründet, ob jemand bei Lidl an der Kasse sitzen darf, geschweige denn, Briefe für PIN austragen. 

T:I:S, 20. April 2008

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Such's Terroristl, such's, Schäuble! 

Schon die bloße Zahl der insgesamt im Jahr 2007 in den Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Spanien, Österreich und Portugal "fehlgeschlagenen, vereitelten und erfolgreich ausgeführten" Anschläge straft die so gern herbeibeschworene Gefahr "islamistischen Terrors" Lügen. Insgesamt wird die genannte Zahl in dem Bericht mit 583 angegeben. 

Ganze 4 davon hatten demnach einen "islamistischen" Hintergrund – 532 allerdings einen separatistischen. 

Freace, T:I:S, 22. April 2008

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Schäubles größte Gefahr

Jeder weiß: Krieg ist die schlimmste Gefahr, auch für uns in Deutschland. Unsere Regierung ist gegenteiliger Meinung, führt sie doch ständig Krieg: erst gegen Jugoslawen, jetzt gegen Afghanen, und indirekt und sehr wirkungsvoll gegen die Iraker. Unsere Regierung läßt morden und totschlagen. Von ihr geht bei weitem die größte Gefahr aus.

Doch die Regierung selber meint, zivile Kriminalität sei die größte Gefahr, und innerhalb der zivilen Kriminalität eine ganz bestimmte Gewaltkriminalität.  Die Gewaltdelikte Sachbeschädigung, schwerer Diebstahl, Körperverletzung, versuchter und vollendeter Mord und Totschlag werden pro Jahr etwa 2,5-millionenmal  begangen.  Körperverletzung mit über fünfhunderttausend Fällen ist ein Massendelikt, das bange machen kann, weil jedes Jahr 0,6 Prozent aller Bewohnerinnen davon betroffen sind. Mord und Totschlag, besonders schlimm, werden pro Jahr etwa 2500 mal versucht, knapp ein Drittel der Versuche sind erfolgreich. (1) Auch diese Zahl – einer von 100 000 Menschen wird in Deutschland jedes Jahr totgeschlagen oder ermordet – flößt manchem Angst ein. Findet die Regierung, daß von massenhafter Körperverletzung, oder daß vom eher selten versuchten und vollendeten zivilen Mord und Totschlag die größte Gefahr ausgeht?

Weit gefehlt. Der Innenminister Schäuble meint, „die größte Gefährdung der Sicherheit in Deutschland“ gehe heutzutage „vom Islamismus“ aus: An Gewalttaten, also Sachbeschädigung, schwerem Diebstahl und Körperverletzung „aus dem Bereich Islamismus“ gab es letztes Jahr – zehn. Der Innenminister Schäuble will auf genau diese Gefahr mit einer Aufstockung des Bundeskriminalamtes (BKA) um mehrere hundert Beamte reagieren. (2)

T:I:S, 14. April 2008 

Anmerkungen

(1) Polizeiliche Kriminalstatistik 2006, Bundesrepublik Deutschland, 54. Ausgabe. Herausgegeben vom Bundeskriminalamt, Kriminalistisches Institut, Fachbereich KI 12, 65173 Wiesbaden, .pdf-Datei

(2) 2007 mehr linksextrem motivierte Straftaten. FAZ, Freitag, 11. April 2008, S. 3 (pca) 

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Olivier Roy

Das Bild, dem zufolge sich die muslimische Welt im Krieg mit dem Abendland befindet, ist eine Ausgeburt der Fantasie. Eine solche "muslimische Welt" existiert nicht. Der Großteil der Konflikte im Mittleren Osten wird zwischen Muslimen ausgetragen. 

Die bestehenden Regime verstehen sich mehrheitlich als Verbündete des Westens. Das erklärt im Übrigen auch, warum der Iran unter Präsident Ahmadinedschad nach Verbündeten unter den lateinamerikanischen Populisten sucht und nicht bei seinen Nachbarn. 

Le Monde diplomatique, T:I:S, 15. Februar 2008

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Shraga Elam

Die Debatte über NS-Pläne zur Vernichtung der Juden in Palästina während des Zweiten Weltkriegs

2006 gelang zwei deutschen Historikern eine Enthüllung, die weltweites Echo auslöste. Sie behaupteten, Dokumente aufgedeckt zu haben, die angeblich belegen, dass die SS 1942 die Vernichtung der Juden in Palästina geplant habe. Dabei soll ein SS-Team, das Einsatzkommando Ägypten, auf die tatkräftige Mithilfe von arabischen Kollaborateuren für den geplanten Massenmord gezählt haben. Gemäß den Forschern Klaus Michael-Mallmann und Martin Cüppers habe nur die Niederlage der Wehrmacht bei der Schlacht von El-Alamein im Oktober 1942 die jüdische Gemeinde in Palästina gerettet.

Palästinenser hätten demnach an einer geplanten Massenvernichtung beteiligt werden sollen. Bei näherer Betrachtung erweist sich diese großartige Enthüllung als kaum fundierte Spekulation, denn es gibt weder Beweise für einen beabsichtigten Genozid, noch konkrete Pläne für ein palästinensisches Mitwirken bei solchen Verbrechen...

Stiftung Sozialgeschichte, pdf-Datei, T:I:S, 15. Februar 2008. Siehe auch Shraga Elam 1987

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Kinder-Spiegel

Nikolaus Kopernikus lebte von 1473 bis1543, Galileo Galilei von 1564 bis 1642 und Johannes Kepler von 1571 bis 1630. Kopernikus war also schon 21 Jahre tot, als Galilei geboren wurde, und Kepler war Galileis Zeitgenosse. 

Detlef zum Winkel jedoch fabuliert in Konkret: 

Die Galilei nachfolgenden Kopernikus, Kepler, Newton...

Sowas passiert, wenn Autor und Redaktion keine Ahnung von der Geschichte der Physik haben, aber auf Teufel komm raus am Popanz Islamismus herumfuchteln müssen, und sei es mit Physikgeschichte. Detlef zum Winkel und Konkret versichern: 

Die Geschichte der Physik liest sich wie eine Emanzipation von der Gottesfurcht,

weshalb dann auch das iranische Atomprogramm und die nicht existierende Organisation mit dem Toilettenschüssel-Namen Al-Qaida und Bernard-Henri Lévy, den der Autor falsch buchstabiert ... 

Es ist zum Gotterbarmen.

T:I:S, 28. Januar 2008

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Brandstifter

Hagen Rether, Video, 8 Minuten, T:I:S, Silvester 2007. 

Dazu: Spiegel-Star bald im Koma? Ein Jahresrückblick des Kabarettisten Hagen Rether hat den Spiegel-Autor Henryk M. Broder ins Delirium versetzt. T:I:S, 1. Januar 2008

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Juden und Muselmänner

Prozionistische Blogs wie Politically Incorrect des Bergisch Gladbacher Sportlehrers Stefan Herre nennen einen Muslim oft Musel. 

Das Schimpfwort kommt von der im deutschen Sprachraum seit langem abwertenden Bezeichnung Muselmann. Apathisch gewordene halbtote Juden in Auschwitz und anderen Nazi-KZs hießen ebenfalls Muselmänner

Der islamophobe Nazi-Rassismus feiert fröhliche Urständ im prozionistischen Koben. 

T:I:S, 29. Dezember 2007

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Börne-Preis-verdächtig: Alan Posener

T:I:S, 24. Dezember 2007

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Islamophob und stolz darauf

Der WDR hat sich bei Stefan Herres Politically Incorrect ("Proamerikanisch, Proisraelisch") umgesehen, bei Stefan Niggemeier ("PI ist ein Forum für diffamierende, verleumderische, beleidigende, bedrohende, volksverhetzende und rassistische Inhalte.") und wohl auch bei SteinbergRecherche.

In seinem zweiteiligen Bericht verweist WDR-Autor Dominik Reinle auf die Verbindungen von Politically Incorrect  zur Nazi-Szene und auf die Vernetzung mit anderen Hetzseiten gegen Muslime. Politically Incorrect ("Islamophob und stolz darauf") habe im Juni 2007 Marylin Anderegg gelobt, eine Kandidatin der Republikaner in Köln, und Stefan Herre habe im Juli 2007 der deutsch-nationalen Jungen Freiheit ein Interview gewährt. 

Dominik Reinle, WDR:

Für "Politically Incorrect" steht der Feind links: Der PI-Shop bietet Tassen, T-Shirts und Buttons an mit der Aufschrift "Kampf gegen Links". Abgebildet ist eine Figur, die einen roten Stern in einen Mülleimer wirft - analog zur Hakenkreuz-Entsorgung auf Antifa-Buttons. Der Name des Blogs ist das Resultat von Stefan Herres "totaler Aversion gegen die linksideologische 'Political Correctness'", wie er auf der Website schreibt. [siehe bei SteinbergRecherche: Ungeschickt, T:I:S]

Die politische Korrektheit habe nämlich eine "verhängnisvolle Herkunft": Nach dem Ende des Kalten Krieges seien die gescheiterten Kommunisten durch die "politisch Korrekten" abgelöst worden. "Sie übernehmen die Extremposition im politischen Spektrum, die bisher von den Bolschewisten besetzt war", zitiert Herre den früheren sowjetischen Regimekritiker Wladimir Bukowski. Die "politisch Korrekten" bedrohen nach dieser Logik Demokratie, Freiheit und Grundrechte - alles, was PI vorgibt zu schützen.

Mit wem ist Politically Incorrect vernetzt? Mit anderen, zugleich gegen Muslime hetzenden und antikommunistischen Internetauftritten - wie Henryk Broders Achse des Guten. Sie steht bei Herre unter "Weblogs deutsch" an erster Stelle. Vera Lengsfeld, Autorin auf Broders Achse des Guten, setzt sich für den Förderverein der Berliner Stasi-Gedenkstätte ein, der einen Dr. Walter Linse Preis angeregt hat (.pdf-Datei). Linse war Nazi. Der Spiegel-Erbin Franziska Augstein, scharfe Gegnerin einer Verharmlosung der Nazi-Verbrechen durch antikommunistische Symbolik, warf sie Zersetzung vor.

Proamerikanisch und proisraelisch im Sinne von Politically Incorrect, ließ auch Vera Lengsfeld sich von der Jungen Freiheit interviewen.

Heil Bush! Heil Olmert! T:I:S, 19. Dezember 2007

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Thomas Immanuel Steinberg 

Rezzo Schlauch leistet Dienste für Politically Incorrect 

Der Stuttgarter Grünen-Politiker Rezzo Schlauch sitzt seit Ende 2006 dem Aufsichtsrat der Aktiengesellschaft Spreadshirt vor:

Das Unternehmen bietet mit Hilfe von Internettechnologie Druckdienstleistungen im Bereich Textil und Merchandising an. Unter anderem können Webseitenbetreiber wie Vereine oder Unternehmen einen virtuellen Shop einrichten und ihre Fanartikel über Spreadshirt vertreiben. Außerdem werden etwa T-Shirts nach individuellen Wünschen bedruckt und versandt. 

Über einen Spreadshirt-Shop von Rezzo Schlauch vertreibt die vielfach angezeigte, staatsanwaltschaftlich jedoch unbehelligte Hetzseite Politically Incorrect – Gegen die Islamisierung Europas –  ihre Kampf-gegen-Links-Artikel. Für den Inhalt des Shops sowie für die Shop-Gestaltung sei allein der Shop-Betreiber verantwortlich, vermerkt Schlauchs Spreadshop AG auf der Hetzseite. 

Rezzo Schlauch war Oberbürgermeister-Kandidat in Stuttgart, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag und Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Heute sitzt er im Beirat des Energiekonzerns EnBW. Der Konzern betreibt mit Philippsburg und Neckarwestheim zwei Atomkraftwerke. In der SPD-Grünen-Regierung war Rezzo Schlauch am Atomausstieg beteiligt. 

Dank an Uli uff’m Wedding

T:I:S, 7. Dezember 2007

Mail an Spreadshirt AG

An: legal(at)spreadshirt.net
Datum:
07.12.07 16:33:34 Uhr
Betreff:
Ihr Kunde "Politically Incorrect" 

Sehr geehrte Damen und Herren,

angesichts der Aktivitäten Ihres Kunden "Politically Incorrect" bitte ich Sie, mir Ihre Geschäftsgrundsätze darzulegen und sie gegebenenfalls zu überprüfen.
Ich verweise auf meine Internetseite: http://www.steinbergrecherche.com/islamophobie.htm#Schlauch

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Immanuel Steinberg

T:I:S, 7. Dezember 2007

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Thomas Immanuel Steinberg

Ungeschickt 

News gegen den Mainstream · Proamerikanisch · Proisraelisch · Gegen die Islamisierung Europas · Für Grundgesetz und Menschenrechte – steht über einer viel besuchten Internetseite. 

Und wenn wirklich drin wäre, was drüber steht? 

Gegen den Mainstream. Mainstream, das sind Springer und Spiegel, RTL und Fokus, Tagesspiegel und WAZ, allesamt abstoßend in der Tat.

Für die Amis. Aber ja: CounterPunch, diese großartige Internetseite; dann die kundigen Znet-Profs von der UCLA oder aus dem angeblich so spießigen Mittleren Westen; Mumia Abu-Jamal, der junge-Welt-Autor, seit 26 Jahren unschuldig im Knast und ungebrochen; Amy Goodman von Democracy Now mit ihren packenden TV-Interviews; und all die freundlichen Amis, die in Chicagoer Kneipen für ein paar Dollar allerbesten Jazz spielen, einen auf dem Camp Ground im Glacier National Park ans Lagerfeuer holen oder auf dem Freeway vor Omaha, Nebraska in glühender Sonne beim Reifenwechsel helfen.

Auch toll die Israelis: Gideon Levy bei Ha’aretz, wie genau er argumentiert! Ran HaCohen, ein Könner, er schreibt auf antiwar.com; Michel Warschawski, ein kluger Kopf, und warmherzig dazu. Und all die andern, die Einwanderinnen aus Marokko, die man in Route 181 sehen kann, die mutigen Refuseniks, die den Kriegsdienst verweigern und dafür Knast riskieren. Feine Leute, diese Israelis.

Islamisierung Europas? Find’ ich auch blöd. Bei uns soll jeder nach seiner Fasson selig werden.

Grundgesetz  – voll pro. Artikel 14 und 15, Eigentum verpflichtet, nötigenfalls Enteignung zum Wohle der Allgemeinheit – ich bin dabei. 

Menschenrechte, ohne Frage: kein Guantánamo, nirgends; keine Todesstrafe, nie.

Doch oh weh, das vielversprechende Banner meint alles ganz anders: Politically Incorrect, so heißt die Seite, versteht unter Mainstream irgendwas Grünes, amerikanisch ist ihnen, was andere Länder überfällt und Hunderttausende umbringt; israelisch der Landraub und das Libanon-Gemetzel; Islamisierung sei’s grad dann, wenn welche, nämlich Muslime, nach eigener Fasson selig werden wollen...  Kurz: Politically Incorrect ist rechts wie Spiegel, WAZ und Merkel, kriegsgeil wie Cheney und der israelische Faschist Liberman. Ohne zu lügen, könnte Politically Incorrect als Bannertext wählen: Mainstream knallhart · Ethnisch sauber · Garantiert antikommunistisch ·   

Das wäre einfach, klar und wahr. Aber es wäre ungeschickt. Denn es würde viele abgeschrecken, die sich für links halten, aber als Leserinnen durchaus in Frage kämen. Daher das saubere Mäntelchen über der Hetze gegen Muslime, über den Schmähungen in jedem Beitrag. 

Im betriebseigenen Shop jedoch zieht Politically Incorrect den Mantel aus. Zum Vorschein kommt ein T-Shirt mit dem Piktogramm – der Antifa: Das Männeken an vielen Sweat Shirts mit Kapuze schmeißt ein Hakenkreuz in den Papierkorb.

Doch bei Politically Incorrect ist es gar kein Hakenkreuz, das im Papierkorb landet: Es ist ein Roter Stern. Es ist der Rote Stern der Sowjetarmee, die Auschwitz befreit hat, Che Guevaras Stern und auch der von manchen Sozis. Und überm Piktogramm auf dem T-Shirt steht: Kampf gegen Links. 

Wie ungeschickt.

T:I:S, 6. Dezember 2007

P.S.: Meine Strafanzeige gegen Politically Incorrect vom 30. August 2007 wegen Volksverhetzung hat die Kriminalpolizei Köln bis heute nicht aufgegriffen. Die Internetseite wurde inzwischen ins Ausland verlagert und anonymisiert. 

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Le péril juif heißt jetzt Eurabia. Watchblog Islamophobie. T:I:S, 25. November 2007

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Werner Ruf

 Islamische Bedrohung? rls Standpunkt 8 /2007, .pdf-Datei. T:I:S, 13. November 2007

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Politik auf Muslimisch

Re-Islamisierung, Modernisierung, Radikalisierung 

François Burgat hat in seinem 2005 erschienenen Buch „L’ilamisme à l’heure d’Al-Qaida“ die Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und von Muslimen mit Nicht-Muslimen politwissenschaftlich untersucht. Aus der muslimischen Redeweise, dem „parler Musulman“, hat er die politischen Inhalte herausdestilliert. Er führt in „den gesellschaftlichen und politischen Wald hinter dem – identitären – Baum“. 

Seine Kernthese lautet: 

Von der Entkolonisierung enttäuscht, wenden sich besonders die Widerständler gegen westlich beherrschte Diktaturen, zum Beispiel in Algerien, Ägypten und Tunesien, von westlichen Redeweisen ab und dem muslimischen Vokabular zu. Sie drücken ihre jeweiligen gesellschaftlichen und politischen Vorstellungen in den Worten des Islam aus. Ihre Identifikation mit dem Islam dient der Abgrenzung von den heimischen Kompradoren und und deren westlichen Herren. 

Die Diktaturen reagieren mit verstärktem Druck auf Muslime und rechtfertigen ihn gegenüber ihren westlichen Beschützern mit dem Verweis auf die wortradikalen und gewalttätigen Gruppen unter den Widerständlern. Die westlichen Herrschaftseliten übernehmen das Amalgam aus gewalttätigen und anderen Muslimen und verbreiten es in den Medien. 

Der Autor hat achtzehn Jahre in arabischen Ländern gelebt und geforscht, zuletzt sechs Jahre im Jemen. Von den Muslimbrüdern des Hassan al-Banna über die jemenitische Hizb Allâh des Machmûd Zubayri bis zu Osama-Bin-Laden-nahen Gruppen zeigt François Burgat: Das Etikett „Islam“ ziert völlig verschiedenartige Ziele und Methoden. 

In den Vereinigten Staaten und in Europa jedoch wird der Begriff essentialisiert: Dem Muslim wird ein Wesenskern zugeschrieben, nämlich die Neigung zur Gewalt. Sie gelte es, so das Ideologem, im nationalen Rahmen notfalls diktatorisch, im internationalen letztlich kriegerisch, zu bekämpfen. 

Nationale und internationale Repression stärken ihrerseits die Neigung der Betroffenen zur Gewalt. Burgat deutet den Lösungsweg an, den der Westen beschreiten könnte. Der sei jedoch teuer, sehr teuer. Er heiße Teilen. Der Westen müsse mit den unterdrückten Völkern der islamischen Welt teilen. 

T:I:S, 9. November 2007

François Burgat: L'islamisme à l'heure d'Al-Qaida. Réislamisation, modernisation, radicalisations. Éditions La Découverte 2005. 15 Euro 

Teaser zu zehn Internet-Artikeln von François Burgat unter http://www.oumma.com/_Francois-Burgat_ Außerdem: Modernisierer und Islamisten

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Aus der Jauchegrube

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Wolf Biermann die Leo-Baeck-Laudatio auf Angela Merkel halten lassen: Biermann schludert und ludert sich  von "national gesinnten Patrioten" über "eigentlich im Wortsinn" zu "Besänftigung für mein Klientel", von "Kriege vom Zaun gerissen" zu "hat es mein Herz gefreut", vom "kleinen Hitler Ahmadineschad" zum "Endlöser der Judenfrage, Jassir Arafat". 

Der Überbringer einer Petition "für die lebenden und die toten Juden" schwadroniert über russische Trägerraketen für iranische Atomsprengköpfe und darüber, "dass unser Planet in Bälde eine globale Dorfregierung braucht". Sein und des Zentralrats Petitum an die erprobte Kriegskanzlerin lautet: Unterstützung der USA und Israels im Krieg gegen den Iran; Alternative: keine. 

Welt, T:I:S, 7. November 2007

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Nazis und Zionisten 

An einer Konferenz in Brüssel vom 18. bis 19. Oktober 2007 beteiligten sich Arieh Eldad, Knesset, für ein araberreines Israel; Filip Dewinter, Vlaams Belang, früher Vlaams Blok, Nazi-Partei; und Stefan Herre, Politically Incorrect, angezeigt wegen Mordhetze. Gemeinsame Gegner: die Muslime.

T:I:S, 25. Oktober 2007. Siehe auch Französische Zionisten und Faschisten rücken zusammen.

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Freier Hass für freie Bürger 

Die deutsche Website "Politically Incorrect" lebt vom Ressentiment gegen alles, was islamisch sein könnte. Stefan Niggemeier, FASZ, 21. Oktober 2007, S. 31, 2 Euro. Siehe auch Anti-Palästina-Lobby und Henryk M. Broder

T:I:S, 22. Oktober 2007

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Kammerjagdbericht

Der stellvertretende Ressortleiter Außenpolitik der judäophilen und nazi-kronjurist-carl-schmitt-nahen Welt, Dietrich Alexander, ist wieder verhaltensauffällig geworden. Er bezeichnet die US-Gegner im Irak als Hornissen. Die US-Streitkräfte würden kämpfen, "bis das Hornissennest ausgerottet ist." 

Bereits 2006 hatte SteinbergRecherche den Journalisten zum Hetzer der 38. Woche ernannt. Alexanders Reaktion per Mail zeigte: zu Recht. 

T:I:S, 18. September 2007

Dank für den Hinweis an kt.

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Stefan Herre, Bergisch Gladbach

06.09.07 17:45:42 Uhr

Sehr geehrter Hr. Steinberg,

Ihre Nachricht wurde an das KK 41/42
weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen
PP Köln, ZA 131 - Nachrichtensteuerung

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06.09.07 17:40:56 Uhr

An die Poststelle der Polizei Köln
zur Weiterleitung an die Dienststelle der Kriminalpolizei (KK 41/KK 42)

Sehr geehrte Damen und Herren,

der von mir verdächtigte Kölner Sportlehrer Stefan Herre wohnt offenbar in Bergisch Gladbach. Im Telefonbuch findet sich ein Stefan Herre, Frankenforster Str. 80, 51427 Bergisch Gladbach / Frankenforst, Telefon 0173 5 35 30 25

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Immanuel Steinberg

--

05.09.07 14:33:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Steinberg,

Ihre Anzeige ist bei uns eingegangen und wurde an die sachbearbeitende Dienststelle der Kriminalpolizei (KK 41/KK 42) weitergeleitet. Tel.: 0221/229-0

Mit freundlichen Grüßen

PP Köln, Zentrale Aufgaben
ZA 131 - Nachrichtensteuerung
Walter-Pauli-Ring 2-4
51103 Köln

T:I:S, 6. September 2007

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Arne Hoffmann 

über Politically Incorrect und Henryk M. Broder. 

ef-online, T:I:S, 6. September 2007

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Sex mit Nutztieren

"Vor kurzem bin ich bei Politically Incorrect über einen sehr interessanten Eintrag gestolpert: Im Namen Allahs: Sex mit Nutztieren in Ordnung. Ich war natürlich sehr erstaunt über die Aussagen, ging immer davon aus, dass Sodomie ein absolutes Tabu im Islam ist. Beim Überfliegen der Quellen wurde mir klar, dass da etwas nicht stimmt..." 

Fenryl, T:I:S, 4. September 2007

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Über Politically Incorrect 

und seinen Betreiber, den Diplomsportlehrer Stefan Herre, offenbar nicht aus Köln, sondern aus Bergisch Gladbach / Frankenforst. 

SZ, 4. September 2007

Mehr über Herre, der in der Jungen Freiheit und im Ostpreußenblatt veröffentlicht, bei der VVN/BdA NRW

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"Die Muslime sind unser Unglück"

Hans-Ulrich Wehler, hoch gelobter Wissenschaftler aus der Zunft Heinrich von Treitschkes ("Die Juden sind unser Unglück") hat in aller Kürze zusammengelogen, was sich da nur an Muslimen- und Türkenhetze zusammenlügen läßt: 

Deutschlandradio Kultur; Kommentar von Christoph Leusch bei Jörg Lau unter "4. Lieber Herr Lau". 

T:I:S, 4. September 2007

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Anzeige wegen Aufforderung zur Begehung zahlreicher Straftaten

"Bestätigung Ihrer Einsendung

Sie haben soeben erfolgreich eine Anzeige an die Polizei NRW abgeschickt und dabei folgende Angaben gemacht:

Angaben zur Person

Nachname: Steinberg

Vorname: Thomas Immanuel

Geburtsdatum: ...

Geburtsort: ...

Geschlecht: männlich

Straße: ...

Postleitzahl: ...

Wohnort: Hamburg

Telefon: ...

Email: ...

Angaben zum Vorfall und zur Tatzeit

Vorfall: Internetseite oder Webforum

Adresse oder andere Identifikationsdaten:

http://www.politicallyincorrect.de/2007/05/bgh-aufruf-zum-dschihad-kuenftig-straffrei/  

Datum: 30. August 2007

Uhrzeit: 23:06

Angaben zur Tat

Tatbeschreibung: Das Portal "Politically Incorrect" hat unter der angegebenen Internetadresse folgende Zuschrift veröffentlicht:

#9 Jubal Harshaw (25. Mai 2007 18:55)

Da gleiches Recht theoretisch für alle gilt, der folgende Aufruf:
Als überzeugter Anhänger von Kojote wollen mich die Muselmanen massakrieren.
MUSELMANEN SIND MÖRDER!
(”Soldaten sind Mörder” ist auch keine Beleidigung)
Daher rufe ich dazu auf, das Kriegsbeil gegen Islamer auszugraben.
Sprengt ihre Propagandabunker!
Rasiert die Bärtigen, indem ihr ihnen die Köpfe abschlagt!
Verbrennt ihre Brut!
Versklavt ihre Frauen!
Brüder, im Namen von Koyote und dem Großen Raaben, beschreitet den Kriegspfad jetzt!!!
(Ich werbe für keine konkrete Gruppe)

Jubal Harshaw,
Ehrenmitglied der Irokesenliga

Die Zuschrift enthält die Aufforderung zur Begehung zahlreicher Straftaten, darunter menschengefährdende Brandstiftung, Körperverletzung und Mord. Darüber hinaus handelt es sich um Volksverhetzung.

Angaben zur Täter und Tatort

Wohnort/Serverstandort: innerhalb Deutschlands

Verdächtigter: Stefan Herre, Sportlehrer, Betreiber der Internetseite

Ort/Stadt: Köln

Ihre Anzeige wurde an die zuständige Polizeidienststelle Köln weitergeleitet. Von dort aus wird man sich in den nächsten Tagen mit Ihnen in Verbindung setzen."

T:I:S, 30. August 2007 

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Politically Incorrect hat technische Probleme

Auf Henryk M. Broders Achse des Guten (achgut.de) meldete vor neun Monaten der Welt-Autor Michael Miersch in ihm eigener Rechtschreibung:

Umzug und Renovierung. Neubau und Umbau aller Orten: Nun ist auch der Blog "Politically Incorrect" umgezogen. Hier die neue Adresse. http://www.politicallyincorrect.de/ . Und bald wird auch achgut.de schöner ausehen und mehr bieten. Vielleicht schon morgen.

Politically Incorrect, pro-zionistisch wie Miersch und seine Welt, islamophob wie Broders Achse des Guten, hetzt seit langem im Bildzeitungsstil gegen Muslime. Betreiber ist der Kölner Sportlehrer Stefan Herre.

Nun hat Politically Incorrect, wie nach einer Google-Sucheingabe zu lesen ist, Probleme:

Liebe PI-Leser, leider sind die technischen Probleme noch nicht geloest. Wir bitten um Geduld. 

Mal ist für den Zugang eine „Authentifizierung erforderlich“, mal läßt sich die Seite gar nicht aufrufen.

Vielleicht hat Politically Incorrect keine technischen, sondern politische Probleme.  Denn Mierschs Welt, wie Bild eine Zeitung von Springer, wußte am 10. August 2007 über Politically Incorrect zu berichten:  

Der Erlanger Juraprofessor und Islamwissenschaftler Mathias Rohe habe eine E-Mail mit der Anrede „Sie schmieriger Dhimmi“ (Dhimmi, eigentlich eine Bezeichnung für Nichtmuslime in muslimischen Ländern, ist der neue Kampfbegriff für alle, die dem Islam angeblich zu naiv und liberal gegenüberstehen) erhalten. In der Mail, die Rohe der Polizei übergeben habe, heiße es: 

Sie sind also auch einer von jenen verbrecherischen Hochverrätern, die Deutschland an den faschistoiden, totalitären und zutiefst imperialistischen Islam verraten und verkaufen wollen...  „Ich werde mich unglaublich bereichert fühlen, wenn Ihresgleichen, am Halse aufgehangen, am Baukran baumelt. Und wenn Ihnen dann die Visage blau anläuft, die Zunge aus dem Maul hängt, Ihr Schließmuskel versagt und Sie ein letztes Mal unter sich machen, dann, ja dann, werde ich bereichert sein. Ein Einheimischer.

Politically Incorrect habe das Schreiben ins Netz gestellt, es aber inzwischen von der Seite genommen. In einem anderen Eintrag heiße es bei Politically Incorrect: 

Künftige Teilnehmer eines Vortrags von Herrn Rohe sollten immer die passende Ausrüstung mitnehmen: Wischmopp und Eimer, Kamera, ein schönes großes Kreuz, eine fertige Erklärung, in der das Ableben des Referenten mit den Jahrhunderten islamischer Ausbeutung christlicher Länder sowie dem unverzeihlichen Dschihad gegen Hamburger Schnitzel begründet wird, eine Handvoll Schmerztabletten wegen der Humanität und schöne scharfe Messer.

Broder und Miersch werden so bald keine technischen oder politischen Probleme kriegen. Und schon gar nicht die Welt. Die hält es nämlich mit den Vorstellungen von Carl Schmitt. Schmitt war ein strammer Nazi. Und Juraprofessor.

T:I:S, 11. August 2007

P.S.: Miersch empfiehlt auf der Seite, die er mit Maxeiner zusammen betreibt, den Blog von Stefan Herre: "Häufig aktualisierter Blog von Stefan Herre. Kritische Bemerkungen zu vielen Themen der Zeit." Herre hatte den Blog im November 2006 für abgeschlossen erklärt und nun offenbar reanimiert. Dort geht die Politically-Incorrect-Schmiererei munter weiter. Aber es gibt noch Hoffnung: die Internetseite Politically Impotent. Dank an Arne Hoffmann.

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Mahmood Mamdani ausführlich in der London Review of Books. Westliche und afrikanische Sanktionen gegen Simbabwe verschlimmern die Lage der Bevölkerung unter Robert Mugabe und erhöhen die Spannungen im südlichen Afrika. T:I:S, 6. Dezember 2008

Interview mit Mahmood Mandani im Deutschlandfunk. T:I:S, 28. Juni 2007

Mahmood Mamdani zu Darfur unter Sudan. T:I:S, 25. Mai 2007

Rezension des Mamdani-Buchs "Guter Moslem, böser Moslem in der Süddeutschen Zeitung. T:I:S, 1. Juni 2007

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Mahmood Mamdani zum Mohammed-Karikaturen-Streit

Das war nicht gotteslästerlich, sondern bigott.

Der ugandische Anthropologe an der New Yorker Columbia University, Mahmood Mamdani, referierte am 23. Mai 2007 im Hamburger Kölibri über die US-amerikanischen Wurzeln des Terrors in der Welt. 


Mamdani läßt sich eine Teilnehmerfrage übersetzen.                                                                     Foto: tofoto

Die USA und Pakistan rekrutierten für den anti-sowjetischen Krieg in Afghanistan bis 1989 etwa 150 000 muslimische Kämpfer aus allen Weltecken, schulten sie in madrassahs an Kleinwaffen und Rechenbüchern aus Denver, Colorado ("Wieviele Sowjetsoldaten bleiben übrig, wenn von 100 sechzig erschossen werden?"), rüsteten sie aus und versorgten sie mit Informationen.

Nach der sowjetischen Niederlage waren die Kämpfer arbeitslos, fanden aber schließlich Beschäftigung im gegenseitigen Totschießen und im Kampf gegen die heutige Besatzung.

Von der Finanzierung der afghanischen US-Proxys durch erstmaligen Mohnanbau und von vielen andern imperialistischen Machenschaften handelt ausführlich Mamdanis Buch, auf Deutsch erschienen bei Nautilus.


Mamdani zwischen den Erfolgsverlegerinnen der Edition Nautilus, Hanna Mittelstädt und Lutz Schulenburg. Der Krauskopf des einstigen Kisuaheli-Lehrers von Mamdani ist von hinten zu sehen. Foto: tofoto

Mamdani ging in Hamburg auch auf den Karikaturen-Streit ein. Das Verbot der Gotteslästerung habe gegen die Meinungsfreiheit gestanden. Bei den dänischen Mohammed-Karikaturen habe es sich jedoch um einen Fall von Bigotterie gehandelt, einen gänzlich anderen Sachverhalt also.

Am Folgetag flog Mamdani in die Türkei, wo das kleinasische Troja lag, europäische Wiege der Ilias von Homer und der Aeneis von Vergil; die Türken in Kleinasien, spaßte Mamdani, seien ja bekanntlich zum Islam konvertierte Griechen.

T:I:S, 24. Mai 2007

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Ralph Giordano, 

der zwischen muslimischer Empörung einerseits und der Empörung von Deutschen andererseits unterscheidet – ganz so, wie ein Nazi von den Juden einerseits und den Deutschen andererseits fantasiert, Ralph Giordano hat am 17. Februar 2003 an die über 500 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Berliner Friedensdemonstration gegen den Überfall der US-Streitkräfte auf den Irak geschrieben:

Dass die Abwesenheit eines Militärschlages im Irak noch lange keinen Frieden bedeutet, dass sich in den letzten Jahrzehnten im arabischen Raum eine schlagkräftige islamistische Terrorbewegung gebildet hat, die allen emanzipatorischen Errungenschaften den Krieg erklärt hat, dass diese Bewegung jüdischen Israelis das Recht auf Leben abspricht und dafür u.a. von Saddam Hussein in Form von finanziellen Zuwendungen für die Familien von Selbstmordattentätern belohnt wird, all das sind Realitäten, die man schnell ausblendet, wenn man den Plänen zu einem gewaltsamen "Regime-Change" einen abstrakten Wunsch nach Frieden entgegensetzt.

 Quelle, T:I:S, 24. Mai 2007

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Hamburg

Guter Moslem, böser Moslem

Der Weltbürger Mahmood Mamdani erweist am Mittwoch, dem 23. Mai 2007 der Weltprovinz Hamburg die Ehre seines Besuchs um 19.30 h im Kölibri, Hein-Köllisch-Platz, St. Pauli. "Amerika und die Wurzeln des Terrors" lautet der Untertitel seines Buchs, erschienen in der kleinen feinen Edition Nautilus. Die elegante Übersetzung aus dem Englischen besorgte Sophia Deeg. 


Mahmood Mamdani           Foto: The Hindu, Literary Review

Mamdani zeigt, dass die islamistischen terroristischen Bewegungen aus den US-amerikanisch geförderten antikommunistischen Stellvertreterkriegen nach der Niederlage in Vietnam entstanden. 

Der Autor wurde als Sohn indischer Einwanderer in Uganda geboren. Er hat die Herbert-Lehmann-Professur am Institut für Anthropologie der Columbia University in New York inne und ist Direktor des dortigen Instituts für Afrika-Studien.

T:I:S, 23. Mai 2007

siehe auch taz 

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Heribert Seifert

Die Kampf-Blogger

... Überall finden «Akte Islam», «Politically Incorrect», «Fakten & Fiktionen», «Jihad Watch», «Daniel Pipes», «Gudrun Eussner», «Roncevalles», «Dhimideutsch» und ihre Kampfgenossen Belege für ihren Verdacht, dass «der» Islam und «die» Muslime offen und verdeckt an der Machtübernahme arbeiten. Während in den USA bekannte Publizisten wie Robert Spencer (Jihad Watch) und Daniel Pipes die Blogs betreiben, sind es in Deutschland und der Schweiz bis auf ganz wenige Ausnahmen publizistisch Unbekannte... 

In diesem Islam-Bild gibt es keine Zwischentöne und auch keine Unterscheidungen... Jeder Muslim wird so auf eine Identität reduziert, die ihn zur Bedrohung werden lässt. Entsprechend schrill ist der Ton. Da werden bei «Politically Incorrect» (PI) die Muslime zu «Anhängern eines pädophilen Massenmörders» erklärt oder als «Handabhacker und Steiniger» bezeichnet. Die Leserkommentare nehmen den Stil dieses Blogs gern auf. Eine Zeitlang wurden sogar offene Mordwünsche publiziert: Dies scheint jetzt eingestellt zu sein. Unter den politischen Blogs rangiert «PI» ganz oben in der Popularität. 

«Akte Islam» gibt sich moderater und journalistischer, ohne jedoch das Prinzip des pauschalen und globalen Alarmismus aufzugeben. Es ist das Organ des ehemaligen «FAZ»-Redaktors Udo Ulfkotte, der für den kommenden Juni die Gründung einer Partei angekündigt hat, die der multikulturellen Verirrung der Deutschen politisch entgegentreten soll... 

NZZ; Neue Zürcher Zeitung, Print-Ausgabe vom 7. Mai 2007, S. 28. T:I:S, 7. Mai 2007

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Siehe auch Watchblog Islamophobie von Arne Hoffmann. T:I:S, 19. April 2007

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Thomas Immanuel Steinberg

Verteuflung ohne Teufel 

Judäophober und islamophober Rassismus gedeihen, gerade weil weder Juden noch Muslime eine Rasse sind.

 

Der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 14. November 1935 zufolge galten Personen, die der jüdischen Kultusgemeinde angehörten, und Personen, die mit einem Juden verheiratet waren oder von denen  mindestens drei jüdischen Großeltern sich zum Judentum bekannt hatten, als Volljuden. Personen mit einem Elternteil jüdischen Bekenntnisses oder mit Großeltern jüdischen Bekenntnisses galten als Mischlinge ersten Grades (Halbjuden). Personen mit einem Großeltern-Teil jüdischen Bekenntnisses schließlich wurden als Mischling zweiten Grades eingestuft (Vierteljuden). 

Die Rassegesetze der Nazis bezogen sich gerade nicht auf biologische Merkmale, sondern auf das Bekenntnis der Person, auf das Bekenntnis des Ehepartners oder auf das Bekenntnis der Vorfahren. Da es eine jüdische Rasse weder gab noch gibt, entschied allein das Bekenntnis zum jüdischen Glauben über die Einstufung. Ein Christ, Buddhist oder Atheist, dessen Vorfahren, soweit nachvollziehbar, sich nicht zum Judentum bekannt hatten, galt unter den Nazi-Gesetzen als Nicht-Jude, selbst wenn ihm Rassisten angebliche jüdische Rassenmerkmale andichteten. 

Der NS-Rassimus gegen Juden kam ohne Rassenbestimmung aus. Er gedieh, weil das nicht-existierende Rassische  angeblich gerade im Dunkeln sprieße. Das verborgene, angeblich biologisch Ererbte gelte es auszurotten – feststellbar nur über das Merkmal des eigenen Bekenntnisses oder des Bekenntnisses des Ehepartners oder der Vorfahren. Jude oder Teil-Jude zu sein, war auch den Gesetzen der Nazis zufolge ein soziales, ein gesellschaftliches Phänomen, und kein biologisches. 

Jeder Rassenmythos kommt ohne Rasse aus. Zur Verteuflung braucht es keinen Teufel. Auch zum jetzt grassierenden Rassismus gegen Muslime, häufig gepaart mit Rassismus gegen Araber, bedarf es keiner  muslimischen oder arabischen Rasse. Es gibt sie beide nicht. Die Verteuflung von Muslimen und Arabern gelingt, weil beide angeblich im Verborgenen wirken. Sie würden die jüdisch-christlich-aufklärerische europäische Gesellschaft unmerklich aushöhlen; Eurabien drohe; das Abendland verkümmere zum orientalischen Wurmfortsatz. Gerade weil ungreifbar, gefährde die muslimisch-arabische Unterwanderung Europa. Deshalb gelte es, so die Schlechtmenschen im Solde von Spiegel und Springer, das Muslimisch-Arabische auszutreiben, bevor es sein Teufelswerk vollenden könne. 

Jürgen Elsässer beschreibt anhand der Kofferbomber, wie deutsche Rassisten Terrorhysterie schüren und nach innen und außen mobil machen:

Auf dürftiger Beweisgrundlage wurde ein neues Feindbild konstruiert – der harmlose Moslem von nebenan.

Der Autor faßt zusammen:

Je weniger man eine terroristische Struktur unter den hiesigen Moslems nachweisen kann, um so mehr gilt das als Beweis, daß irgendwie alle uns bedrohen könnten. Das ist die Feinderklärung an eine inländische religiöse Minderheit, wie man sie seit den dreißiger Jahren nicht mehr gehört hat.

Die Muslime dienen den Teufelsaustreibern als Judenersatz.

T:I:S, 16. April 2007

Quellen und Verweise unter Nürnberger GesetzeReichsbürgergesetz und Rassismus ohne Rassen (Wikipedia)

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Kommerzpresse 

Geraten die Muslime in die Rolle, die der Westen einst Juden, Schwarzen und anderen Minderheiten aufzwang? Ja, sagt Farag Elkamel, ein ägyptischer Kommunikationswissenschafter. Er analysierte am vergangenen Wochenende an einer Tagung in Lugano das Islam-Bild im Spiegel der Medienberichterstattung und kam wie die meisten seiner Kollegen zum selben Schluss: Die westlichen Medien klären nicht auf, sondern verzerren die politische, religiöse und soziale Realität im Nahen Osten

 – schreibt die Kommerzzeitung NZZ, T:I:S, 26. März 2007

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Ian Kershaw*  

Den Wandel der Weimarer Demokratie in einen mörderischen Staat, der den Affekt gegen eine Minderheit instrumentalisieren konnte, um eine Ideologie der ethnischen Säuberung zu verwirklichen, stellte Kershaw als warnendes Beispiel für das fragile Gleichgewicht in unserer Gesellschaft dar. Dort könne die Muslime das gleiche Schicksal wie die Juden ereilen, wenn wir, wie damals auch, die Alarmsignale missachteten. Die faschistischen Führer von heute trügen Armani-Anzüge, sagte Kershaw, und wir hätten keinen Grund zur Genugtuung, dass wir in besseren Zeiten lebten. Weimar, so schloss er, sei immer noch relevant. 

* in der deutschen Botschaft in London, 30. Januar 2007. F.A.Z., 02.02.2007, Nr. 28 / Seite 36

T:I:S, 2. Februar 2007

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Robert Redeker

- Französische Anti-Palästina-Lobby -

Haß und Gewalt beherrschen den Koran, das Buch, mit dem jeder Muslim aufgezogen wird. Wie in den Zeiten des Kalten Krieges sind Gewalt und Einschüchterung die Mittel, derer sich jetzt eine Ideologie mit hegemonialer Berufung bedient, der Islam – damit er seinen bleiernen Mantel über die Welt legen kann. Benedikt XVI. macht diese grausame Erfahrung. Wie in jenen Zeiten, so muß auch jetzt der Westen im Verhältnis zur muslimischen „die freie Welt“ genannt werden, und wie in jenen Zeiten, so wimmeln auch jetzt die Gegner dieser “freien Welt“ –  eifrige Funktionäre für das Auge des Koran – in seiner Brust. 

Face aux intimidations islamistes, que doit faire le monde libre ? Le Figaro, 19 septembre 2006, gespiegelt bei judéoscope, T:I:S, 25. Januar 2007

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Bildzeitung

Seit Montag führt Bild einen Feldzug gegen den in Afghanistan und Guantánamo gefolterten Murat Kurnaz. 

 Islamophobie, junge Welt , 24. Januar 2007

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Thomas Immanuel Steinberg

Bald ein politisches Klima wie in Israel? 

Der Internetauftritt www.politicallyincorrect.de von Stefan Herre, zu dem auch  die Achse des Guten ( www.achgut.de ) von Erfolgsautor Henryk M. Broder vielfach zustimmend verlinkt hat, wirbt für die israelische Staats- und Regierungspolitik. Er wirbt für die Demonstration gegen den iranischen Präsidenten in Berlin am 28. Januar 2007. Und er veröffentlicht zum Fall der Verschleppung und Folterung des schuldlosen Murat Kurnaz unter http://www.politicallyincorrect.de/2007/01/murat_kurnaz_wurde_in_guantana_1.html folgende Kommentare: 

Warum kümmert sich die Bundesrepublik eigentlich um diese Bazille?...Und
der Michel zahlt das ganze Schauspiel und wahrscheinlich die Stütze bis
zum Lebensende des Herrn K.

ich würde sogar so weit gehen, ihn als PARASIT zu bezeichnen. liege ich da
etwa falsch? bin ich jetzt ein rassist? nur weil ich mich darüber ärgere,
solchen ABSCHAUM auch noch durchfüttern zu müssen?.....dieses dreckige
ar******* sollte mir besser nicht persönlich begegnen

Selbt wenn der Typ Deutscher gewesen wäre, also ich meine "Echtdeutscher",
nicht Paßdeutscher, dann hätte er erst recht in Guantanamo bleiben können,
solche ekelhaften Verräter, die dann auch noch von Stütze leben, brauchen
wir hier noch weniger, den den Türken Kurnaz kann man im Prinzip ausweisen!

Murat wird den Rest seines Lebens durch Deutschland tingeln und seine
Opfergeschichte verkaufen, es dürfte nicht mehr lange dauern bis ein Buch
von ihm erscheint, vielleicht gibt es dazu noch gratis Bartsträhnen! Es
gibt schließlich genug Gutmenschen, die ihm die Suche nach einer
geregelten Arbeit ersparen werden.

Unerhört ist, dass diese Läusezucht noch zur Chefsache erklärt wird.

An Stelle der Amis hätte ich dem Herrn Kurnaz eher einen Messerhaarschnitt
und eine Rasur verpasst. Porentief. Am Besten mit der Maschinenpistole.

Man, demnächst sollten die so einen lieber gleich im Kampfgebiet
entsorgen, dann kräht auch kein Hahn danach.

Er ist nicht der einzige, der über seine Behandlung in Gitmo lügt. Die
Muslime dürfen das, Taqiyya, wenn's dem Islam dient, und die Deutschen
gehen darauf ein; denn damit haben sie wieder ein Argument gegen die USA. 

Internetseiten wie die Achse des Guten von Henryk M. Broder und Politically Incorrect von Stefan Herrre schaffen mit Hetze und Fäkalinjurien ein politisches Klima wie in Israel.

Zum politischen Klima in Israel siehe Michel Warschawski: Mit Höllentempo. Edition Nautilus 2004; Rezensionen hier. Erhard Arendt hat weitere Äußerungen gesammelt, die auf der Internetseite Politically Incorrect von Stefan Herre veröffentlicht wurden: rassistische Hetztiraden. Deutsche Staatsanwälte handeln auf Weisung ihrer Vorgesetzten - in letzter Instanz ist das die Bundeskanzlerin. Offenbar haben sie Weisung, nicht einzuschreiten, so laut wir auch brüllen. (T:I:S, 20. Januar 2007)

T:I:S, 19. Januar 2007

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Michel Chossudovsky

Dämonisierung der Muslime und die Schlacht um Öl 

Irak besitzt fünfmal mehr Öl als die USA. Die islamischen Länder besitzen mindestens sechzehnmal mehr Öl als die westlichen Länder. Die wichtigsten nicht-islamischen Ölreserve-Länder sind Venezuela, Rußland, Mexiko, China und Brasilien. 

Dämonisiert wird ein Feind, der drei Viertel der Weltölreserven besitzt. „Achse des Bösen“, „Schurkenstaaten“, „failed nations“, „islamische Terroristen“: Dämonisieren und Schlechtmachen sind die ideologischen Pfeiler des amerikanischen „Kriegs gegen den Terror“. Sie dienen als casus belli – als Kriegsgrund – damit die Schlacht um das Öl geführt werden kann... 

Läge das Öl in Ländern, die überwiegend von Buddhisten oder Hindus bewohnt sind, würde sich demnach die US-Außenpolitik gegen Buddhisten und Hindus richten, und diese würden schlecht gemacht.

Auszug aus: The "Demonization" of Muslims and the Battle for Oil by Michel Chossudovsky. Global Research, January 4, 2007

 T:I:S, 13. Januar 2007

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Mitunter offenkundig vereinzelt 

Mitunter gibt es zum islamischen Opferfest neben dem rituellen Tieropfer, bei dem den Tieren die Kehle durchschnitten wird, offenkundig vereinzelt auch Menschenopfer. Das schreibt Dr. Udo Ulfkotte, Gefährte von Dr. Matthias Küntzel,  Dr. Hans-Peter Raddatz und Henryk M. Broder im Kampf Für Europa – gegen Eurabien. 

Ulfkotte ist Fellow des Marshall Memorial Fund der Vereinigten Staaten und war von 1999 bis 2003 Mitglied im Planungsstab der Konrad-Adenauer-Stiftung. Der deutsch-nationalen Jungen Feiheit klagt er: Man schreckt in Deutschland ja schon davor zurück, den Ausländeranteil in der Kriminalitätsstatistik in der Presse zu thematisieren.

T:I:S, 11. Januar 2007

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Jingle World

The Heritage Foundation ist eine äußerst reaktionäre, einflußreiche US-Organisation. Die Autorin Nonie Darwish referierte dort am 15. November 2006 unter dem Titel: "Jetzt nennen sie mich ungläubig - Warum ich für Amerika, für Israel und für den Krieg gegen den Terror vom Dschihad abgelassen habe". Am 3. Januar 2007 erklärte sie in der äußerst reaktionären, einflußarmen Berliner Wochenzeitschrift Jungle World: "Den Begriff Islamophobie halte ich für Propaganda." 

Auf ihrer Internetseite "Arabs for Israel" klimpert sie wie Elmer Gantry: "Reject hate, embrace love. Bring out the best in Islam by showing your compassion, gratitude and forgiveness. Make the holy land truly holy by giving Israel and the Jewish people the respect they deserve in their tiny little country. This is not a crisis over land. It is a crisis of the soul..."

Autoren und Redakteure von Jungle World sollten die Finanzkrise ihres Blattes als Fingerzeig Gottes deuten und auf Wanderprediger umsatteln.

T:I:S, 8. Januar 2007

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Thomas Immanuel Steinberg

u.a. Brumlik 

Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger hat in verschiedenen Weltgegenden gelehrt und als Manager gearbeitet. Von ihm steht ein Passus im Internet, an dem hat ein anderer Professor Anstoß genommen, nämlich Professor Dr. Micha Brumlik, jetzt an der Universität, zuvor Leiter des Fritz-Bauer-Instituts in Frankfurt am Main.  

Bergers Sätze, die Brumlik mißfallen haben, lauten:  

Sämtliche Religionen verbieten den Zins – sämtliche! Als Ökonom sage ich, dass man ihn nicht verbieten kann. Es würde sofort ein „schwarzer“ Finanzmarkt entstehen. So sind die großen Finanzdynastien der Fugger, Rothschilds und Wallensteins entstanden.

Berger behauptet, sämtliche Religionen würden den Zins verbieten. Vielleicht. Brumlik moniert es nicht. Würde man den Zins verbieten, so entstünde ein illegaler Finanzmarkt, behauptet Berger. Auch dagegen wendet Brumlik nichts ein. Berger meint nun, durch das Zinsverbot seien die großen Finanzdynastien der Fugger, Rothschilds und Wallensteins entstanden. Wie zuvor, auch das mag richtig sein oder falsch; Brumlik wendet nichts gegen die Behauptung ein.

Brumlik findet aber, daß Berger mit diesen Sätzen hetze. Gegen die Fugger, Rothschilds und Wallensteins? Das könnte angehen, zum Beispiel falls die Fugger, Rothschilds und Wallensteins ihr Vermögen tatsächlich legal erworben haben, Berger sie also fälschlich illegaler Vermögensanhäufung bezichtigt. Doch Brumlik sagt nicht, Berger hetze gegen „die Fugger, Rothschilds und Wallensteins“, er sagt, daß Berger  

u.a. gegen "Rothschild" hetzt.

Warum diese Auswahl? Warum das kleine „u.a.“,  und warum die Anführungszeichen rings um das (übrigens fehlerhaft zitierte) Wort? 

Die Rothschilds waren und sind zumeist Juden, die Fugger und die Wallensteins, alias Waldsteins, waren es nicht; das übergeht Brumlik, er hebt aber hervor, daß Bergers Äußerung aus einem Interview des muslim-markts stammt, dem, so Brumlik, „islamistischen, aggressiv antiisraelischen Internet-Portal“. Damit ruft Brumlik das verbreitete bösartige Amalgam ab aus Juden und Israelis, damit geschlossen werde, Professor Berger hetze gegen Juden; folglich sei der Mann judäophob, oder wie Brumlik sagen würde, Antisemit. 

Brumlik steht nicht allein. Über zwanzig Leute haben die Gemeinheit unterschrieben, u.a. Brumlik.

T:I:S, 17. November 2006

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Die Islamophobie grassiert. 

Wie bei Amazon antirassistische Kundenrezensionen verschwinden. 

Arne Hoffmann, T:I:S, 15. November 2006

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Pogromstimmung

Prof. Dr. Egon Flaig (Historiker, Greifswald, zuvor u.a. am Collège de France, Promotion u.a. bei Jacob Taubes) hetzt gegen Muslime auf einer Veranstaltung der Stadt Frankfurt am Main, des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Frankfurter Rundschau und des PEN-Zentrums Deutschland im Schauspielhaus Frankfurt.

Die deutsche Bourgeoisie ist seit 1933 unverändert; sie hat ab und zu ihre Zielscheibe ausgewechselt.

T:I:S, 11. November 2006

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Thomas Immanuel Steinberg

Kulturalismus

Brillenschlange – das war in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Schimpfwort für Mädchen, die eine Brille trugen; Polacke bekam zu hören, wer mit ostpreußischem Akzent sprach; und Rothaarige, ganz klar, waren von Natur aus jähzornig. Man brauchte eine Rothaarige nur zu fragen, ob sie nicht mal wieder aufjaulen wolle – und schon war sie auf 180! 

Die 68er Bewegung kennzeichnete die aus der Nazi-Zeit überkommenen Praktiken als Biologismus und Rassismus. Deren allgemeine Funktion: Herabsetzung anderer und Aufwertung der eigenen Gruppe unter Mißachtung individueller Eigenschaften. Bild diskriminierte die Wanderarbeiter aus Italien und Jugoslawien, die die Fremdarbeiter ersetzt hatten; später die Studenten – ganz in dem Stil, wie die Nazi-Presse gegen die Juden hetzte. Springer, der Fuchs, schützte nur eine Gruppe vor der Infamie seiner Manager wie dem immer noch aktiven Peter Tamm: Juden.   

Inzwischen feiern die 50er Jahre fröhliche Urständ’ im Gewande des Kulturalismus. Alle Tage schreiben Springer- und Bertelsmann-Presse, Henryk M. Broder und Spiegel online über „die Muslime“, „die Araber“ und „den Islam“. Wikipedia charakterisiert den Kulturalismus zutreffend als Rassismus ohne Rassen, denn die Funktion ist die gleiche: Herabsetzung der fremden und Aufwertung der eigenen Gruppe. Auch die Mechanismen gleichen sich. Eine Deutsche, deren Eltern vor Jahrzehnten aus der laizistischen Türkei eingewandert sind, muß nur oft genug zu hören kriegen, sie als Türkin sei ja wohl... habe doch... täte sicher..., damit sie erwägt, sich ein Kopftuch umzubinden. 

Neben Jammergestalten wie dem Orientalisten Hans-Peter Raddatz und der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag nutzen Kirchenobere und Zentralrat der Juden die Gunst der Stunde auf Kosten der Immigranten und der Milliarde Menschen, die dem Islam zugeordnet werden. Lehmann und Ratzinger werben für die Mord- und Quälmaschine zweier Jahrtausende; Knobloch und Korn billigen Besatzung, Vertreibung und Krieg. 

Womit wir bei den 40er und 30er Jahren angelangt wären.

T:I:S, 28. September 2006

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Thomas Immanuel Steinberg

 Sie neiden uns den Papst.

In der 38. Woche des Jahres 2006 hatte SteinbergRecherche am Rande bemerkt: 

Die Kommerz-Presse hetzt gegen Muslime wie noch kürzlich gegen Kommunisten - und davor gegen Juden. Hetzer der Woche ist Dietrich Alexander in der Welt (1); sein Stichwortgeber: der deutsche Papst. 

Das war voreilig, wie sich erst am Ende der Woche herausstellte: Der Evangelische Pressedienst kann mit Dietrich Alexander von der Welt durchaus konkurrieren. Doch hat Alexander auf die Randbemerkung reagiert, und zwar mit folgender Mail: 

Freitag, 22. September 2006 um 15:51:25 Uhr:

Wer mich nach dem Leitartikel in der WELT vom 21. September als Hetzer der Woche bezeichnet, hat ja nun wirklich gar nichts verstanden. Es ist eine harte und schonungslose Bestandsaufnahme dessen, wie der Islam sich heute präsentiert und wie die Regime übrigens auch von ihren Völkern weitgehend wahrgenommen werden. 

Aber ich nehme nicht an, dass auch nur ein Mitarbeiter Ihrer ignoranten Schredderbude des Arabischen überhaupt mächtig ist - im Gegensatz übrigens zu mir. 

Beste hetzerische Grüße, D. Alexander 

Da lohnt sich eine öffentliche Abwägung. 

Der Kommunismus, das Judentum und der Islam haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind zum einen, je für sich, Konglomerate; wer, wie Alexander, über „die arabisch-muslimische Welt“ redet, macht sich unzulässiger Verallgemeinerung ebenso verdächtig wie jemand, der zuvor über „den Kommunismus“ oder einst über „das Judentum“ Aussagen treffen wollte. Zum andern dienen Alexander und der Welt die Muslime zur Ablenkung des Volks von ihrer eigenen Unterwerfung, wie einst die Juden und später die Kommunisten. 

Im einzelnen: 

1. Die Regime in den teils arabischen islamischen Ländern und die Regime in den teils islamischen arabischen Ländern sind nahezu alle Marionetten des Westens. Ausnahmen im Nahen Osten sind der Iran – kein arabisches Land; Syrien – keine islamische Regierung; und der Libanon, eine parlamentarische Demokratie mit vielen Muslimen und vielen Christen. 

Haben die Völker von Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Saudi-Arabien und den arabischen Golfanrainern tatsächlich nicht bemerkt, daß ihre Herrscher am Gängelband des christlich-atheistischen Abendlandes laufen? Führen  sie tatsächlich ihre eigene Armut und den Reichtum der dünnen Herrscherschicht auf „den Islam“ zurück, wie Alexander nahe legt? Der Autor erklärt die Leute in Nordafrika und Nahost für dumm. Er hetzt.

2. Alexander meint, Haß auf den Westen in der „arabisch-muslimischen Welt“ speise sich nicht aus Ausbeutung und Unterdrückung, sondern aus einem niederen Beweggrund – aus Neid. „Die arabisch-muslimische Welt neidet uns unseren Reichtum, unsere Freiheit, unsere Reformation“, schreibt er, „und im Grunde auch den Papst als Oberhaupt einer riesigen Gemeinde von Gläubigen.“ Das klingt ein bißchen wie „Wir sind Papst“ –  vor allem aber ist es gemein. Alexander verhöhnt die Armen, die arm sind, weil unsere Herrschenden ihre Herrschenden, und damit auch sie selbst, unter der Fuchtel haben. Alexander hetzt.

3. Alexander findet, die Muslime hätten tiefe Minderwertigkeitskomplexe – und wie er vermittelt – zu Recht. Denn die Wut auf den Papst sei „Ausdruck hoffnungsloser Unterlegenheit“ der „arabisch-islamischen Welt“. 

Der überlegene Welt-Journalist Alexander ist wohl auch dem Evangelischen Pressedienst überlegen: Er bleibt Hetzer der Woche. 

T:I:S, 22. September 2006 

Anmerkung:   

(1) Dietrich Alexander: Die tiefen Minderwertigkeitskomplexe der Muslime. Dies gilt nicht erst seit der globalen Erregung über ein Papst-Zitat: Der Hass in der arabisch-muslimischen Welt auf den Westen speist sich aus mehreren Quellen - Neid auf unseren Reichtum, unsere Freiheit, unsere Reformation und im Grunde auch auf den Papst als Oberhaupt einer riesigen Gemeinde von Gläubigen. Die Welt, Religionen, 21. September 2006 http://www.welt.de/data/2006/09/21/1043935.html?prx=1 

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Thomas Immanuel Steinberg

Loch Ness

Die biblische Schöpfungsgeschichte könne niemand widerlegen, soll der Papst gelehrt haben, als er noch Professor war. Horst Herrmann hat dem einstigen Kollegen Joseph Ratzinger entgegen gehalten, die Existenz des Ungeheuers von Loch Ness könne auch niemand widerlegen. 

Ratzinger berichtet nun in seiner Regensburger Vorlesung, der christliche Kaiser Manuel II. habe sich gegen die Verbreitung des Glaubens durch Gewalt ausgesprochen; Gewalt sei vernunftwidrig. Unvernunft aber sei dem Wesen Gottes zuwider. Dem eigenen, vernunftgebundenen, also friedlichen Glauben stellt der Papst den Islam gegenüber: „Für die moslemische Lehre .. ist Gott absolut transzendent. Sein Wille ist an keine unserer Kategorien gebunden und sei es die der Vernünftigkeit.“ Daher also die Verbreitung des Islam durch das Schwert. 

Mit einem Federstrich entwertet der Pontifex Maximus fast zweitausend Jahre christlicher, insbesondere katholischer Gewalt gegen Andersgläubige. Sie sei Gott zuwider. Er tritt Millionen Gebete für den Sieg des jeweiligen Vaterlandes in den Staub, bespuckt die Bischöfe, die einst und jetzt Kanonen weihen, besudelt die Militärpfarrer aller christlichen Armeen der Welt. 

Applaus, Applaus. 

Zugleich erklärt er die Muslime für unvernünftig. Halten sie doch Gott für das Absolute, ihn also für fähig, alles zu sein, eben auch widervernünftig, also auch gewalttätig. 

Doch Gott ist vernünftig, so vernünftig wie das Ungeheuer von Loch Ness. 

T:I:S, 19. September 2006

Siehe auch Joseph Ratzinger. T:I:S, 18. Januar 2008

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Thomas Immanuel Steinberg 

Arabisierung der Schweiz

Roger Köppel, der Führer und Volk so sieht wie der Nazi-Kronjurist Carl Schmitt, hat Anteile an der Weltwoche erworben. Der Leitartikel der früher wohl angesehenen Schweizer Wochenzeitung zieht in der 37. Woche 2006 gegen einen hervorragenden Kenner westlicher Geheimdienstpraktiken zu Felde, den Mitarbeiter an der ETH-Forschungsstelle (1) für Sicherheitspolitik, Daniele Ganser. Der Forscher hatte vor über einem Jahr dem Muslim-Markt der Gebrüder Özoğuz erklärt: "Es besteht ernsthaft die Gefahr, dass einige der Terroranschläge, die heute den Muslimen angelastet werden, von radikalen Christen inszeniert wurden.“ (2)  

Was die Spatzen inzwischen von den Dächern pfeifen, nimmt Roger Köppels Weltwoche zum Anlaß für rassistisches Gesudel: Es beschleiche „einen das flaue Gefühl, dass vor lauter Hass auf Amerika auch in der Schweiz immer mehr Leute einer Art Arabisierung verfallen: Im arabischen Raum dienen Verschwörungstheorien von jeher dazu, den eigenen Niedergang auf eine schmerzfreie Weise erträglich zu gestalten.“ 

Warum der Weltwoche gerade Arabien einfällt? Die Gebrüder Özoğuz sind Deutsche und ihr Nachname türkisch; die Anregungen für ihre religiösen Auffassungen holen sie sich aus dem Iran. Wir Deutsche, Türken und Iraner sind eben allesamt – Araber.

T:I:S, 14. September 2006

Anmerkungen
(1) ETH – Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
(2) Es bestehe "die ernsthafte Gefahr", hätte Herr Dr. Ganser gesagt - die Weltwoche zitiert nachlässig. 

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siehe auch BILD-Zeitung (zur Islamophobie)

Korrigierter Nachtrag 

zur Glosse über den Kriegstreiber, Antikommunisten und Muslim-Fresser Thomas von der Osten-Sacken   

  1. In den beiden kommunistischen Hochburgen [Indiens,] Kerala und Westbengalen [, ist] die muslimische Bevölkerung nicht in der Mehrheit (wie im Freitag und hier zuvor behauptet), sondern bildet eine starke Minderheit: "In Kerala stellen die Hindus 57 %, Muslime 23 %, Christen 20 %; in Westbengalen sind es über 76 % Hindus und 23 % Muslime."*

  2. Drastische Fälle von Armut wie in anderen Teilen Indiens... sind in Kerala.. kaum anzutreffen, da hier in den letzten Jahrzehnten eine konsequente Agrarreform und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen durchgeführt worden sind. Auch das Bildungs- und das Gesundheitssystem sind im Vergleich zu anderen Bundesstaaten gut ausgebaut. (Wikipedia)

  3. Dank dieser radikalen Machtverlagerung auf dem Lande konnte Westbengalen nicht nur das höchste Ausmaß an Umverteilung erreichen, sondern auch die Armut weiter unter den gesamtindischen Durchschnitt drücken. Es konnte zudem die Agrarproduktion über den Durchschnitt steigern trotz vergleichsweise geringer Zuwendungen der Zentralregierung. Dieser Fall zeigt das wirtschaftliche Potential ernst gemeinter Reformen. (Bundeszentrale für politische Bildung)

T:I:S, 10. März 2006, korrigiert am 12. März 2006

*Dank an Dr. Werner Bollendorf für die Korrektur. Ganz ähnlich die Angaben in einschlägigen Nachschlagewerken. SteinbergRecherche bittet um Entschuldigung für die ungeprüfte Übernahme der Presseangabe.

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Thomas Immanuel Steinberg

Warum ist der Inder so schlapp?

„Der Islamist“ – das hört sich an wie „der Russe“, und genauso klingt auch, was ein Soziologe und ein bekannter Irak-Kriegs-Befürworter  über „den Islamisten“ ins Netz gestellt haben. Christian Knoop und Thomas von der Osten-Sacken streiften dem verräterischen Begriff ein gelehrt flatterndes Hemdchen über und tauften ihren Text auf den Namen „Zur Psychopathologie des Islamisten“.

Mit dem Wort „Nachdem“ beginnen sie das Werk und lassen statt des gehörigen Plusquamperfekts ein Imperfekt folgen. Noch vor Satzende verblüffen sie mit der Auskunft, „dass zwar nicht alle Muslime Terroristen seien, wohl aber alle Terroristen Muslime“.  Im Islam werde Ehrhaftigkeit nicht Teil des Über-Ichs, und dort stehe der private Raum für den Bereich des „Es“. „Sublimierung“, freudeln sie weiter, „würde das islamisch/arabische Ich auflösen, das ständig im Kampf gegen sein externalisiertes ‚Es’ und ein ebenfalls externalisiertes Über-Ich sich zu behaupten versucht“.

Dann reden sie von einem „suizidalen Selbstopfer“. Wie mag ein nicht-suizidales Selbstopfer ausschauen? Hernach stoßen sie ins Eigentliche vor. Das ist nämlich die Knabenliebe; und zwar die muslimische – oder die arabische. Oder beides irgendwie. Über das Thema haben sie sich bei einer Ethnologin schlau gemacht, so schlau, daß sie dafür lieber den griechischen Begriff „Päderastie“ verwenden würden, ihn aber leider nicht buchstabieren  können: „Überhaupt ist Pädarastie im gesamten Orient ein derartiges Massenphänomen, dass die Ethnologin Ingeborg Baldauf bei einer Studie in Afghanistan zu dem Ergebnis kam, das ca. 70 Prozent der männlichen Bevölkerung in pädarastische Handlungen involviert ist.“ Und: „Nicht von ungefähr erfüllte Mohammad Atta augenfällig alle Klischees solch latent unterdrückter Homosexualität.“

Die Knabenliebe – die Klischees, die doch aber aus der Klischee-Anstalt kommen – dennoch nicht von ungefähr – ja, ja, kein Zufall – und die latent unterdrückte – im Gegensatz zur nicht latent unterdrückten –  und das externalisierte Es... Ich kann das jetzt nicht so wiedergeben; all das jedenfalls führe zu einer Dauerrezession im arabischen Raum.

Es folgt der Beleg für die These.

„Die von der Weltentwicklungsorganisation UNDP im Jahr 2002 über die Länder der arabischen Liga vorgelegten Statistiken sprechen Bände: Das Bruttoinlandsprodukt Spaniens ist größer als das aller arabischen Staaten zusammen.“

Sieh an, so wenig schaffen also diese Kinderschänder weg, nicht mal so viel wie die Spanier. Der Fischer Weltalmanach 2004 gibt das spanische Bruttoinlandsprodukt mit 582 Milliarden Dollar an. 2001 hatte Spanien 41 Millionen Einwohner, die arabische Liga 286 Millionen, siebenmal so viel wie Spanien, bei sogar niedrigerem Bruttosozialprodukt, nämlich etwa 560 Milliarden Dollar. Das gibt zu denken. 

Die beiden Über-Ich- und Päderastie-Forscher erläutern sogleich das magere Inlandsprodukt: „Arabische Ökonomien sind nahezu ausschließlich auf Distribution und Konsumption ausgerichtet, einzig Ölrendite, Transferzahlungen und westliche Subventionen erhalten sie (noch) am Leben. Von Produktivität kann deshalb keine Rede sein, aber auch die traditionellen Betätigungsfelder des arabischen Mannes, Kriege und Raubzüge zur Steigerung eigener Ehre und Mehrung des Wohlstandes, gibt es nicht mehr.“

 Sie kommen daher zu dem Schluß:

„Nur eine radikale Veränderung der Strukturen, die diese Märtyrer hervorbringen, könnte langfristig Abhilfe schaffen. Dieser Prozess ist mit dem Wort Demokratisierung nur unzureichend gefasst. Offenbar aber muss der initiale Anstoß (Was wäre ein nicht-initialer Anstoß? T:I:S) für die notwendige radikale Veränderung arabischer Gesellschaften und Männlichkeitsbilder von außen kommen, eine strukturelle Veränderung von innen scheint nachhaltig blockiert.“

Die beiden schultern also wieder den Tornister. Nach dem Irak gehört auch der Iran mit abgereichertem Uran saniert. Das sind zwar keine Araber, aber Kinderschänder allemal.

Allerdings steht im Fischer Weltalmanach von 2004 noch mehr als das über Spanien und die arabische Liga. Ein Land ist da angeführt mit Maschinenbau und Teeplantagen, Textilindustrie und Basmati-Reis, mit High-Tech-Zentren und tausend Linsensorten: Indien. Indien hatte 2001 eine Milliarde und 32 Millionen Einwohner, 25 mal soviel wie Spanien, und über dreieinhalbmal so viele Einwohner wie die ganze arabische Liga. Und was ist rausgekommen bei dem Elektronik- und Reisplantagen-Gewusel? Ein Bruttoinlandsprodukt von gerade einmal  477 Milliarden Dollar, gute 100 Milliarden Dollar weniger als bei den Spaniern und knappe 100 Milliarden Dollar weniger als in der arabischen Liga. Bei über dreieinhalbmal so vielen Einwohnern. Indien ist also viermal so schlapp wie Arabien.

Wie das?

Ganz einfach: Der Inder ist der allerschlimmste Päderast.

T:I:S, 8. März 2006, Internationaler Frauentag

siehe auch den Nachtrag zu diesem Beitrag

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Eine sorgfältig wirkende Auswahl von Links  zum Hintergrund des Karikaturen-Streits hat ver-tarn veröffentlicht. Dank für den Hinweis an Olaf Engel. T:I:S, 24. Februar 2006

Flemming Rose jubelte über den islamophoben Neo-Con Daniel Pipes. (Hinweis von Mathias Bröckers) T:I:S, 8. Februar 2006

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Thomas Immanuel Steinberg

Kein Wunder, wenn's knallt.

Flemming Rose (Mohammed-Karikaturen) ist offenbar ein alter Bekannter von Samuel Huntington (Clash of Civilizations)

 

Feuilleton-Chef Flemming Rose, bei der jütländischen Jyllands-Posten verantwortlich für die Mohammed-Karikaturen, ist offenbar ein alter Bekannter von Samuel Huntington. Harvard-Professor Huntington sah 1996 Feindschaft und Krieg zwischen Islam und Christentum, chinesisch- und und anderssprachigen Völkern heraufziehen, eine Prophezeihung mit Selbsterfüllungspotenzial - und Nachhilfebedarf.  

1997 gab Huntington der Berlingske Tidende ein Interview zu seinen Thesen. Da war Flemming Rose gerade vom Moskauer Büro der Kopenhagener Tageszeitung in die Leitung des Washingtoner Büros gewechselt. In der Scandinavian Review, der Zeitschrift der American Scandinavian Foundation, beschrieb Rose den Kampf des kleinen dänischen „Wikingers“ (an der Seite der USA) gegen den riesigen chinesischen „Drachen“; und gegen Rußland bei der Loslösung der baltischen Staaten. Huntingtons frisch erörterte Thesen über den Zusammenprall der Zivilisationen dienten Rose dabei als roter Faden. 

Möglich daher, daß der Karikaturen-Zwischenfall gar nicht vom Himmel fiel, sondern im Rahmen einer Psychological Operation (psy-op) als „sanftes“ Kampfmittel dient, das auf den kommenden Clash einstimmen soll. 

Für Flemming Rose geht es laut International Herald Tribune jedenfalls um “eine weit größere Geschichte als bloß die Frage von 12 Karikaturen in einer kleinen dänischen Zeitung“. Es gehe um den „Zusammenprall der Zivilisationen“: der „weltlichen westlichen Demokratien mit den islamischen Gesellschaften“.  

T:I:S, 6. Februar 2006 

Anmerkung: Auch Zeit-Herausgeber Josef Joffe bezieht von US-Spezial-Zeitschriften Honorar – für Aufsätze gleicher Tonlage. 

Dank an Andreas Bracher für das Material   

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Willkommen im Club 

Juden, Freimaurer und Kommunisten begrüßen die Muslime

 

Evgl.-Freikirchliche Gemeinde  Duisburg-Homberg. Der Islam will die Weltherrschaft.

Die Republikaner KV Reinickendorf. Der Islam strebt die Weltherrschaft an.

Die Welt. Auch Irans neue Garde träumt von der Weltherrschaft des Islam.

Bundesverband der Bürgerbewegungen zur Bewahrung von Demokratie, Heimat und Menschenrechten. Kampf um Weltherrschaft des Islam.

etica.com. Der Islam ist eine politische Macht. Er will die Weltherrschaft.

Segne Israel. Islam und Weltherrschaft.

Ursula Spuler-Stegemann, Honorarprofessorin für Religionsgeschichte, Philipps-Universität Marburg. Der Islam hat eine außerordentlich integrative Kraft, die trotz aller Gruppendifferenzen das Fernziel einer Weltherrschaft nicht aus den Augen verliert.

Internationaler Arbeitskreis für Verantwortung in der Gesellschaft e.V. (IAVG). Der Islam trachtet nach der Weltherrschaft.

Heinz-Walter Hoetter, Vorarbeiter der städtischen Friedhofsverwaltung Fürstenfeldbruck. Der Islam will früher oder später die Weltherrschaft.

Adelgunde Mertensacker. Der Islam ist eine politische Macht. Er wiIl die Weltherrschaft.

Frank Lübke, Leiter des Zentrums gegen Antisemitismus und Verleumdung (DAVID), Zürich. In letzter Konsequenz soll unsere Lebensweise, unsere jüdisch-christliche Zivilisation zerstört werden. Der Islam bekennt sich klar dazu, die Weltherrschaft anzustreben. Keiner wird je behaupten dürfen, er habe das nicht gewusst.

Sparschweine, und wie Islamisten die Weltherrschaft an sich reißen werden.

T:I:S, 2. Januar 2006

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Das klassische judäophobe Muster – auf Muslime übertragen... 

 

Hessens Innenminister Volker Bouffier schließt nicht aus, dass einzelne Vertreter islamischer Religionsgemeinschaften ihre Dialogbereitschaft in der Öffentlichkeit nur vortäuschen. Bouffier bezweifelte, dass in Hessen jeder Repräsentant islamischer Religionsgemeinschaften es mit Toleranz und Gesprächsbereitschaft wirklich so ernst meine, wie er es gegenüber Politikern betone. Es sei nicht auszuschließen, dass hinter verschlossenen Türen weiter Hass gepredigt werde. "Ich weiß nicht, was die beim Freitagsgebet erzählen, leider sprechen die da nicht oberhessisch."

...und Dieter Graumann springt drauf an.

Dieter Graumann (Jüdische Gemeinde) betonte: "Wir schätzen die Arbeit der deutschen Sicherheitsbehörden und wissen, dass sie uns beschützen." Dennoch fühle sich die Gemeinde bedroht. Allein in Frankfurt müsse sie für Sicherheitsvorkehrungen und Bewachung von Schulen oder Kultureinrichtungen pro Monat 55 000 Euro ausgeben. In der Bevölkerung beklagte Graumann eine "Schläfrigkeit gegenüber der Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus". Der Islamismus sei "eine gefräßige Bestie und friedensresistent", sagte Graumann. Das habe "keiner hier begriffen" und die Politik setze sogar "falsche Signale", wenn zum Beispiel auf der Frankfurter Buchmesse toleriert wurde, dass der Iran israelfeindliche Literatur präsentierte.

T:I:S, 2. Januar 2006

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