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Thomas Immanuel Steinberg

John Laughland im Guardian über ein westliches Institut:

"IWPR schürte Usbekistan-Unruhen." 

Guardian-Autor John Laughland bezweifelt die Meldungen über Usbekistan: Sie entstammten einer dubiosen Quelle – dem Institute for War and Peace Reporting (IWPR). Greuel-Berichte über gekochte Regime-Gegner seien von zwei Ärzte-Teams aus den USA und Kanada nicht bestätigt worden. Der usbekische Präsident Karimow, in letzter Zeit mit China liebäugelnd, solle offenbar durch eine westlich gesteuerte Kampagne wieder auf Linie gebracht werden. 

Das IWPR mit Sitz in London tritt im Netz auf mit Meldungen, Hintergrundberichten und Newsletter-Angeboten über Afghanistan, Afrika, den Balkan, den Kaukasus, Mittelasien und den Irak. Dem Haager Tribunal gegen Milošević und den Frauen widmet es Sonderrubriken. Allein die usbekischen Ereignisse füllen beim IWPR Dutzende von Internetseiten

Das IWPR zählt zu seinen Kooperationspartnern die „Reporters sans frontières“ und Freedom House. Beide treten als Nicht-Regierungsorganisationen auf; beide werden von der US-Regierung finanziert, siehe z.B. hier und hier  

Für das IWPR nennt Laughland im Guardian als Geldquellen:  das US-Außenministerium, USAid, den National Endowment for Democracy, das US Institute for Peace, George Soros' Open Society Foundation, das britische Außenministerium, die Europäische Kommission, die OSZE, die Unesco und andere europäische Regierungen. 

Die unzähligen Berichte des IWPR werden mit journalistischer Sorgfalt gefertigt. Sie halten in der Regel einer Überprüfung Stand. Die Newsletters über den Balkan und den Kaukasus sind so detailgenau, daß sie nach längerem Bezug eher ermüden als anregen. Vermutlich erhöht das die Glaubwürdigkeit. Allerdings fehlen Berichte zu den materiellen Streitgegenständen der Konflikte, etwa zu Transporttrassen für Rohstoffe und Kriegsmaterial. Zwischen die korrekten Meldungen werden Laughland zufolge offenbar gezielt Falschmeldungen placiert.

T:I:S, 23. Mai 2005

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