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Siehe auch Jan-Philipp Hein und China, Benjamin Weinthal, Udo Ulfkotte, Welt und Bild von Springer, Nachrichtenmagazin Der Spiegel, Bundeszentrale für politische Bildung, Carl Schmitts Jünger, Henryk M. Broder, Reporter ohne Grenzen, taz-Fälschungen 2002

  Thomas Immanuel Steinberg

Musikerziehung mit Alan Posener

In Springers Welt vom 30. November 2011 posaunt Posener:

... Noch dümmer als die Erdichtung einer "amerikanischen" Sprache allerdings ist die Konstruktion des "US-Amerikaners" mitsamt dem Adjektiv "US-amerikanisch". Die Wörter stammen aus dem linken Milieu und sollen wohl antiimperialistisches Bewusstsein ausdrücken: Noch gehören nicht ganz Nord-, Mittel- und Südamerika den Dollar-Imperialisten und United-Fruit-Gringos!

Die Rhetorik der Antiimperialisten

Nichts gegen "Venceremos", "Guantanamero" und Co.; aber wer einen Oberbegriff für die Länder braucht, in denen Spanisch und Portugiesisch gesprochen wird, sagt "Lateinamerika". Die aus diesen Ländern zu Millionen in die USA auswandernden Menschen nennen sich dort ja Latinos und Latinas. Ansonsten ist ein Bürger der República Federativa do Brasil ein Brasilianer, kein "RF-Brasilianer", und ein Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika eben Amerikaner.

Aus dem Kontext erhellt ohnehin, was gemeint ist. Wenn der Antiimperialist "Ami go home!" rief, dann meinte er bestimmt nicht den Exilchilenen vom Soli-Komitee, und wenn er heute klagt, seine Enkelkinder würden nur noch amerikanische Popmusik hören, dann wissen wir, dass er nicht Lieder der Sandinistas meint...

Zwar klemmt die Posaune an mehreren Stellen, doch aus dem Kontext erhellt, was gemeint ist: springer-, döpfner-, amitreu allewege! 

T:I:S, 29. Dezember 2011. Alan Posener hat das israelische Massaker in Gaza bejubelt. Siehe auch "Bush ist nicht Amerika, Scharon ist nicht das Judentum, und wir sind nicht Deutschland. Aber wir sollen das alles glauben" vom 28. November 2005

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Posener  

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Arnold Schölzel, Chefredakteur der jungen Welt

Linke Pressearbeit

Schattenblick, 6. Dezember 2011. T:I:S, 7.Dezember 2011

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Bernd Zeller

Bernd Zeller schreibt auf Broders Achse des Guten

Wie spiegel.de berichtet, leidet etwa jeder Zehnte unter Dentalphobie, der Angst vor dem Zahnarzt. Dieser Hass auf Zahnärzte wird durch Internetforen weiter geschürt, auf denen diffuse Ängste vor Zahnärzten verbreitet werden. Er trägt auch Züge von Antisemitismus, zumal im dritten Reich jüdische Zahnärzte verfolgt wurden.

Bernd Zeller blödelt ebenfalls im Neuen Deutschland. Siehe dazu Das Neue Deutschland besudelt sich mit einer Kriegstreiberin.

T:I:S, 18. September 2011

Bernd Zeller hat's mit dem unterschiedlichen Wert von Menschen. Er ist kein Nazi, wie überhaupt die Nazis nicht mehr das Problem sind.

T:I:S, 12. Oktober 2011

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Tätervolk

Cordula Eubel und Stephan Haselberger

Cordula Eubel und Stephan Haselberger vom Tagesspiegel verteidigen den Polit-Kitsch des Zentralratsvorsitzen Dieter Graumann gegen Den Linken Klaus Ernst. Dabei sudeln sie, der demagogische, antikommunistische, konterrevolutionäre und judäophobe Ex-CDU-Mann Martin Hohmann habe die Juden als Tätervolk bezeichnet. Hat er gerade nicht, und einem On dit zufolge verklagt er jeden, der das behauptet. 

Mit Cordula Eubel und Stephan Haselberger träfe es die richtigen.

T:I:S, 22. Juni 2011

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Obama, der Massenmörder

Deutsche Welle mit dem in Schleim eingebetteten Zeit-Journalisten Jörg Lau, dem Brutalo-NeoCon Andrew Denison und Said Samir aus Ägypten als Feigenblatt. Deutsche Auslandsreklame halt. Video, 26 Minuten. 

Darin Andrew Denison ab Minute 15:07: 

The laws have to evolve... Obama arguably has really gone too far in extrajudicial executions.

Ist das schon Wahlkampf für den nächsten Gegenkandidaten unter dem Motto: "Obama, der Massenmörder... wir dagegen killen nur manchmal eine Million Iraker"? Aber nein, Andrew Denison ab Minute 22:24: 

We need Gaddafi's head, in the same way.

Und Zeit-Schleim-Lau: 

I totally agree.

Also ist die Welt doch noch in Ordnung.

Bei allem Respekt vor der niederträchtigen Verlogenheit der ganzen Zeit-Redaktion: Wie halten die's eigentlich aus mit so einem Kotzbrocken? Helden sind sie, wahre Helden.

T:I:S, 5. Mai 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Das Neue Deutschland besudelt sich mit einer Kriegstreiberin

Eine kleine Internet-Lese zur ND-Pressefest-Moderatorin Doris Akrap

1.

Das Neue Deutschland hat für sein Pressefest Ende Mai 2011 Doris Akrap als Moderatorin ausersehen. Drei Jahre zuvor, im Mai 2008, stieg sie in gleicher Funktion für ein Berliner nahöstliches Freiheitsforum aufs Podium (1), zusammen mit Henryk M. Broder, Thomas v. der Osten-Sacken und zwei US-amerikanischen NeoCons. Dort galt es, für einen Angriffskrieg auf den Iran zu mobilisieren. 

Der israelische Historiker Benny Morris sprach auf der Konferenz, bekannt geworden durch seine Billigung der Nakba, der Vertreibung von etwa 700 000 Palästinensern 1948 (2); dann Matthias Küntzel, kontextfrei assoziierender Antisemitenjäger; und Alan Posener, der das Gaza-Massaker 2008/2009 bejubelt hatte. Mehr Kriegstreiber auf einen Haufen hatte Berlin lange nicht gesehen. Und Doris Akrap mittenmang.

Kein Wunder, denn Akrap ist Erstunterzeichnerin der NeoCon-Hetzinitiative Stop the Bomb. (3) Wann wird das Neue Deutschland der Initiative beitreten?

2.

Akrap macht Reklame für Wesley J. Smith. Der Mann ist Senior Fellow, also leitender Wissenschaftler am Discovery Institute, das die These vom Intelligent Design propagiert und damit dem fundamentalistischen und evangelikalen Kreationismus einen wissenschaftlichen Anstrich verleiht. Wann wird das Neue Deutschland aufs evangelikale Pferd springen, einen Gaul, der nach Judäophobie stinkt?

3.

Akrap huldigt, dummfrech verbrämt, dem Brutalkapitalismus. Wann zieht das Feuilleton des Neuen Deutschlands nach?

4.

Akrap hetzt gegen die Mavi-Marmara-Aktion der Free-Gaza-Bewegung. Die israelische Regierung hatte neun Passagiere der Mavi Marmara auf offenem Meer abschlachten lassen. Akrap:

Wer sich also freiwillig als Passagier auf ein Aktivisten-Schiff eincheckt, sollte sich vorher ausreichend darüber informieren, wer die Organisatoren und Aktivisten der "Solidaritätsflotte" sind.

Gegenfrage: Hat sich das Neue Deutschland darüber informiert, wen sie sich mit Doris Akrap an Bord holt? Wenn ja (was Pflicht wäre): Bekommt demnächst Matthias Küntzel eine Spalte im Neuen Deutschland?

5.

Am 9. März 2011 um 15:28 fragt Doris Akrap, <doris_a>,  auf tazchat79, .pdf-Datei, ganz im Sinne des Afghanistan-Kriegers und Springer-Lieblings zu Guttenberg: 

welcher politiker hat denn seine doktorarbeit selbst geschrieben?

Das wirft die Frage auf, bei welchem Thema taz-Autorin Doris Akrap einmal nicht nachschreibt, was Springer vorschreibt.

Das Neue Deutschland will offenbar in die Rudi-Dutschke-Straße ziehen. Zur taz oder lieber gleich zu Springer? 

T:I:S, 20. April 2011

Anmerkungen

(1) Business as usual? Das iranische Regime, der Heilige Krieg gegen Israel und den Westen und die deutsche Reaktion. Internationale Iran-Konferenz, 2.-3. Mai 2008 in Berlin. Mideast Freedom Forum Berlin e.V. Programm; Fotostrecke; Bild von Doris Akrap; Bericht von Ali Fathollah-Nejad über die Konferenz

(2) Der Standard, Wien, vom 20. Mai 2008 über Kriegsdrohungen aus dem Hörsaal von Benny Morris:

Israel müsse einen Präventivschlag gegen das iranische Atomprogramm führen. „Mit konventionellen Waffen. Und wenn das nicht reicht, dann mit unkonventionellen.“ Ein atomarer Präventivschlag also. „Viele unschuldige Menschen würden dabei sterben“, sagte Morris. Aber das sei immer noch besser als ein nuklearer Holocaust in Israel.

(3) Eine "association antiallemande berlin" führt Doris Akrap am 2. Februar 2009 als Moderatorin einer Veranstaltung auf, die die "Forderungen nach Absetzung des Berlinale-Intendanten Dieter Kosslick und der iranischen Filme auf der Berlinale" bekräftigen sollte.

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Thomas Immanuel Steinberg

Doris Akrap darf für das Neue Deutschland Linke ins Visier nehmen

Doris Akrap ist eine Journalistin, die die Hasbara der Israel-Lobby insbesondere in vorgeblich linken Medien wie Jungle World und taz verbreitet...

steht im Parteibuch-Lexikon, "dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache".

Der Lexikon-Artikel spricht die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Traurig stimmt, daß die Partisanin des Massakerstaats Israel auf dem Pressefest des Neuen Deutschlands am Sonntag, dem 29. Mai 2011 eine Diskussion moderieren soll, und zwar ausgerechnet die mit dem Thema "Linke im Visier". (1) Denn Doris Akrap selbst hat Linke im Visier. In der taz vom 31. Oktober 2009 log sie gemeinsam mit Hamburger NeoCons aus dem Rote-Flora-Umfeld:

Etwa 30 Aktivisten rund um das "internationalistische Zentrum" B5 verhinderten die Vorführung des Films "Warum Israel" des "Shoah"-Regisseurs Claude Lanzmann. Sie verbarrikadierten den Kinoeingang, riefen "Judenschweine", "Nazis raus" und "Schwuchteln", und die etwa 70 Gäste sollen tätlich angegriffen worden sein.

 Am 9. Dezember 2009 beharrte sie auf der diffamierenden Version der Hamburger NeoCons über den

Vorfall am 25. Oktober [2009], als die Vorführung des Films "Warum Israel" des Regisseurs Claude Lanzmann im Kino "B-Movie" gewalttätig verhindert wurde. Kinobesuchern wurde ins Gesicht geschlagen, sie sollen als "Judenschweine" beschimpft worden sein. Die Täter: Linke. Genauer: Leute aus dem "Internationalen Zentrum B5" in der Brigittenstraße 5, nur wenige Meter vom Kino im Viertel St. Pauli entfernt.

Da war ihr längst bekannt, daß die Polizei vor Ort von der angeblichen Beschimpfung nichts mitbekommen hatte; daß niemand wegen Rassenhetze Anzeige erstattet hatte; und daß kein Zeuge sich gemeldet hatte, siehe den RANTANPLAN-Beitrag unter Die Anti-Linken und dortige zahlreiche weitere Beiträge zum Vorfall, sowie Kriegsjuden.

Doris Akrap macht sich gemein mit einer kriegstreiberischen Lügenbande, und nun soll sie für das Neue Deutschland eine Diskussion moderieren. Die Zeitung will offenbar auch, wie Akrap, Kriegsgegner und Antiimperialisten ins Visier nehmen, die einzigen Linken, die wir haben.

Die Kriegsgegner und Antiimperialisten in der Partei Die Linke sollten prüfen, ob das Neue Deutschland noch ihre Zeitung, ob Die Linke noch ihre Partei ist, die Partei der Lohnabhängigen nämlich, wie Klaus Ernst in seiner Hamburger Brandrede gefleht hat – und nicht längst schon ein Klub der Pfründeanhängigen. 

T:I:S, 19. April 2011 

Anmerkung

(1) Programm, .pdf-Datei, 14 Uhr Podiumsgespräch: „Linke im Visier". Mit Rolf Gössner, Rechtsanwalt und Publizist, Internationale Liga für Menschenrechte; Bodo Ramelow, Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung und Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Thüringen; Udo Wolf, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Berlin. Moderation: Doris Akrap, taz

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Peter Münchs Kampf der Kulturen in der Süddeutschen Zeitung

Die besondere Aufmerksamkeit jedoch verdankt der Nahe Osten einer Auseinandersetzung, die weit mehr als nur eine regionale Bedeutung hat: dem israelisch-arabischen Konflikt, der stets auch ein Kampf der Kulturen war.

Peter Münch: Proteste im Nahen Osten. Israel und die Angst vor den Nachbarn. Kommentar, Süddeutsche Zeitung, 26. Februar 2011

Schmok hat den Krampf kommentiert. T:I:S, 28. Februar 2011. Siehe auch Kampf der Kulturen

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Peter Nowak Im Freitag

Schreiben kann er nicht, lesen kann er nicht (von Moshe Zuckermann stand nie eine Zeile in der Zeitschrift konkret), denken kann er nicht. 

Aber Speichel lecken.

Freitag, T:I:S, 23. Februar 2011

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Doris Auerbach, politonline.ch

Doris Auerbach hat auf politonline.ch die von Webster G. Tarpley aufgestellte unbelegte Behauptung verbreitet, die US-Regierung stünde hinter den Aufständen in Tunesien und Ägypten.

Ebenfalls auf politonline.ch 

tritt sie ein für die in der Schweiz so genannte Ausschaffungsinitiative der SVP. Ihr zufolge "müssen jene Ausländer das Land verlassen, die sich nicht an unsere Regeln halten";

verteidigt sie Thilo Sarrazin;

propagiert sie Ralph Giordanos Zustimmung zu Thilo Sarrazin;

beruft sie sich, vermeintlich zugunsten von Thilo Sarrazin, auf Peter Sloterdijk.

Kurz: Der Frau ist nicht zu helfen.* 

T:I:S, 22. Februar 2011

*Quod erat demonstrandum

Nach ihrem Nein zum Militäreinsatz in Libyen hat die Bundesregierung alle Marineschiffe aus den Nato-Bündnisoperationen im Mittelmeer zurückgezogen. Der Spiegel, 22. März 2011. Die Schweizer Sekte "Zeit-Fragen" hat eine fehlerhafte Unterstellung über deutsche Kriegsschiffe von Michel Chossudovsky ins Deutsche übersetzt und am 22. März 2011 ins Netz gestellt. Doris Auerbach hat die fehlerhafte und nunmehr widerlegte Unterstellung am 27. März 2011 auf politonline.ch unkommentiert übernommen.

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Webster G. Tarpley

Webster G. Tarpley behauptet, die US-Regierung stünde hinter den Aufständen in Tunesien und Ägypten. Nicht einen einzigen Beleg führt er dafür an.

Englisches Original; deutsche Übersetzung beim Kopp-Verlag ohne Verweis auf das Orininal; Weiterverbreitung der unbelegten Behauptung durch Doris Auerbach auf politonline.ch; Weiterverbreitung per Mail-Ketten durch allerhand Faulpelze, die sich Tarpleys Machwerk offenbar nicht einmal angeschaut haben. 

Sowas ist Sabotage vernünftiger Medienarbeit. Die Kettenmail-Schreiber, die SteinbergRecherche mit dem Mist behelligt haben, haben inzwischen einen Link zu diesem Beitrag erhalten.

T:I:S, 11. Februar 2011. Am 18. Februar 2011 fand Tarpley: "Mubarak Toppled by CIA Because He Opposed US Plans for War with Iran". Aber die britischen Freimaurer, diesmal als Muslimbrüder getarnt ("the British Freemasonry known as the Moslem Brotherhood"), hätten auch wieder die Hand im Spiel gehabt. T:I:S, 22. Februar 2011

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Thomas Immanuel Steinberg

Possierlich: Kirsten Serup-Bilfeldt, Rundfunkjournalistin

Eine Posse will die Rundfunkjournalistin Kirsten Serup-Bilfeldt in Köln ausgemacht haben. Auf dem Domplatz 

hielt 1164 der Erzbischof Rainald von Dassel feierlich Einzug, als er die Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln brachte,

schreibt sie für Deutschlandradio Kultur*. In der Tat eine Posse, aber die meint sie gar nicht, sondern die Entscheidung der Kölner Staatsanwaltschaft, der aus dem Schuldienst entlassene Lehrer und Alt-68er Walter Herrmann habe auf der Domplatte ein zwar geschmackloses Plakat angebracht – mit einem kinderfressenden israelischen Monster; das Plakat erfülle aber 

die Voraussetzung einer Volksverhetzung nicht.

Das Plakat richte sich gegen das Verhalten der israelischen Armee im Gaza-Krieg und sei nicht generell antisemitisch, so die Staatsanwaltschaft. Eine Posse? Nein, die Anklagebehörde hat lediglich unterschieden zwischen der Armee eines Staates und einer Personengruppe in- und außerhalb dieser Armee und dieses Staates. Sie hat das giftige Amalgam aus israelischer Mörderbande und Juden zurückgewiesen, das ihr der Anzeigenerstatter angedient hatte. Eine Posse? Eine Posse, und zwar eine üble, hätte im Gegenteil dann vorgelegen, wenn die Behörde das judenhasserische Stereotyp par excellence, die Identifizierung von Juden mit sich als jüdisch verstehenden Verbrechern, übernommen hätte.

Kirsten Serup-Bilfeldt aber findet den nun weiter gegen das israelische Massaker in Gaza agitierenden Ex-Lehrer schmuddelig. Herrmann hetze gegen den Staat Israel und, so findet sie, gegen Israels Bürger, nenne seine Installation perfiderweise Klagemauer und könne nicht Englisch.

Als Zeugen läßt sie auftreten: 

den abgewiesenen Anzeigenerstatter Gerd Buurmann, der Herrmanns Karikatur mit solchen im Nazi-Blatt "Stürmer" gleichsetzt 

das Vorstandsmitglied der Kölner Synagogengemeinde Ronald Graetz, der Gutmenschen schlimm findet und am giftigen Amalgam mitmischt

die "Arsch hoch- und die Zähne auseinander"-Fraktionen im Kölner Stadtrat

den israelischen Gesandten in Berlin, der das Leid von Kindern in Gaza direkt darauf zurückführt, "dass Gaza von einer islamistischen Terrororganisation beherrscht wird"

Tobias Kaufmann und Henryk M. Broder, die im Unterschied zum entlassenen Lehrer Herrmann für ihre Meinungsäußerungen bezahlt werden.

Der Journalistin Schluß aus empfundener Schmuddeligkeit und Ansichten von Broderlinern: Beim Ex-Lehrer Herrmann habe es Köln

mit klassisch-linkem Antisemitismus zu tun.

Solcher Journalismus ist keine Posse, er ist possierlich. 

T:I:S, 21. Dezember 2010. Siehe auch Brief der Initiative Kölner Klagemauer an Herrn OB Jürgen Roters und die Unterzeichner der im Internet veröffentlichten Resolution gegen die Kölner Klagemauer. Arbeiterfotografie. T:I:S, 31. Dezember 2010

*Kirsten Serup-Bilfeldt: "Der Hass im Herzen der Stadt". Chronik eines antisemitischen Skandals: Die "Klagemauer" vor dem Kölner Dom. Aus der jüdischen Welt. Deutschlandradio Kultur, 10. Dezember 2010, 18:07 Uhr

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John Pilger

The War You Don't See

Medien im Dienste der Kriegspropaganda

Video, Clips je ca. zehn Minuten. 1/10 , 2/10, 3/10, 4/10, 5/10, 6/10, 7/10, 8/10, 9/10, 10/10 

T:I:S, 20. Dezember 2010

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Rektumkarzinom

Eine besondere Form der Flatulenz besteht, wenn beim Abgang von Leibwinden ungewollt Stuhl abgeht (umgangssprachlich falscher Freund). Es kann sich dabei um ein Symptom bei Kolonkarzinomen, insbesondere Rektumkarzinomen handeln.

Hat die taz ein Rektumkarzinom? 

T:I:S, 8. Dezember 2010

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Stephan Steins, Die Rote Fahne, an taz:

"Diese Aussage ist falsch, böswillig und erfüllt den Tatbestand der üblen Nachrede nach § 186 StGB."

Aufforderung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung

Die Rote Fahne
sozialistisches magazin
Stephan Steins
PO Box 1
10047 Berlin
http://Die-Rote-Fahne.eu

AN (übersandt durch eMail)

taz
Chefredakteurin Ines Pohl
Rudi-Dutschke-Str. 23

10969 Berlin 

Aufforderung zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung 

Sehr geehrte Frau Pohl, 

auf der Internet-Site ihrer Publikation taz (die tageszeitung) findet sich ein Artikel „Roger Willemsen schreibt für Compact - Mit Thilo und Eva in einem Blatt“ ihres Autors Rene Martens, datiert 17.11.2010.

In diesem Artikel wird u.a. folgende Behauptung aufgestellt:

„Die Kameraden, die er um sich versammelt hat, sind ähnlich sympathisch: Stephan Steins etwa preist in seiner eigenen Online-Zeitschrift "Die Rote Fahne" den Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß.“ (1)

Dazu stelle ich fest: 

Diese Aussage ist falsch, böswillig und erfüllt den Tatbestand der üblen Nachrede nach § 186 StGB.

In der Roten Fahne gab und gibt es weder durch meine Person, noch andere Autorinnen und Autoren „Preisungen“ oder sonst irgendwie affirmative Artikel oder Aussagen zur Person Rudolf Heß und/oder dessen politischen Wirkens. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall.

Der Name Rudolf Heß taucht in der Roten Fahne allenfalls im Kontext historischer Forschung auf, da Heß eine Person der Zeitgeschichte ist. (2)

 

Dass Ihr Haus sich nicht zu schade ist, noch unter BILD-Niveau ausgerechnet die traditionsreichste deutsche antifaschistische Publikation in derlei Weise zu diffamieren, wirft das Bemühen aller progressiven Kräfte und Kolleginnen und Kollegen um kritische Medienalternativen, jenseits des herrschenden Mainstream, um Jahre zurück. Damit meine ich vor allem auch den Schaden, welcher dem Projekt taz als alternativem Medium durch besagten Artikel zugefügt wurde.

Daher fordere ich Sie auf, umgehend diese Gegendarstellung entsprechend den Vorschriften der Landespressegesetze und des § 10 MDStV in der gleichen Schrift, Schriftgrösse und Gestaltung, sowie an gleicher Stelle wie der beanstandete Text zu veröffentlichen und im Inhaltsverzeichnis anzukündigen.

Diese Aufforderung gilt für sämtliche Ihrer Medien bzw. Formate, in welchen ggf. besagter Artikel ebenfalls erschienen ist. 

Sollte mir Ihre rechtsverbindliche Zusage zur Veröffentlichung der Gegendarstellung, als auch die Veröffentlichung der Gegendarstellung selbst, nicht bis spätestens 22.11.2010 schriftlich vorliegen, werde ich gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen. 

Ausdrücklich behalte ich mir die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vor, sowohl gegen Ihr Haus, als auch gegen die Person des Autors. 

Ferner weise ich Sie darauf hin, dass ich für den Fall der Wiederholung dieser oder ähnlicher Aussagen in den Medien Ihres Hauses ebenfalls juristische, gerichtliche und strafrechtliche Schritte einleiten werde. 

Berlin, den 18.11.2010

Mit freundlichen Grüssen 

Stephan Steins
Philosoph . Publizist
Herausgeber Die Rote Fahne

T:I:S, 19. November 2010

Anmerkungen von T:I:S

(1) René Martens: Roger Willemsen schreibt für "Compact". Mit Thilo und Eva in einem Blatt. Roger Willemsen schreibt für ein Magazin, in dem krude Thesen verbreitet werden. Die erste Ausgabe von "Compact" erscheint am 1. Dezember, Coverboy ist Thilo Sarrazin. taz, 19. November 2010

(2) Stephan Steins hat einen Beitrag zu Rudolf Heß geschrieben: Quo vadis Antifaschismus? vom 14.08.2010, 23:19. Dort legt Steins dar, daß von beachtlicher Seite der Verdacht geäußert wurde, Heß sei im Gefängnis der Alliierten in Berlin-Spandau 1987 möglicherweise keines natürlichen Todes gestorben. Gegnern von Gruppen, die diesen Verdacht für begründet erachten, hält Steins in seinem Beitrag vor: "Statt einfach breitenwirksam der These von der Ermordung Rudolf Heß´ durch Fakten zu begegnen und die nationalen Rechten somit argumentativ zu entwaffnen, wird dem eigentlichen Thema völlig ausgewichen und sogar das Recht auf Demonstrationsfreiheit in Frage gestellt."

Nachtrag

Offenbar ist der Rechner der Roten Fahne zeitweilig überlastet. Deshalb ist der Beitrag von Steins, Quo vadis Antifaschismus? vom 14.08.2010, 23:19 hier als .doc-Datei gespiegelt.

Keine Reaktion

Auf das Schreiben von Stephan Steins hat die taz trotz Fristsetzung bis zum 22. November nicht reagiert und auch die gesetzlich vorgeschriebene Gegendarstellung nicht veröffentlicht. Stephan Steins. T:I:S, 24. November 2010   

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#taz   

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Thomas Immanuel Steinberg

Tobias Kaufmann, Kölner Stadt-Anzeiger

Zwei Vergleiche

Tobias Kaufmann vergleicht im Kölner Stadtanzeiger Auschwitz mit Gaza und Gaza mit Afghanistan. Er kommt zu dem Schluß: Die Nazis haben die Juden vernichtet, während die Israelis die Palästinenser nur ein bißchen vernichtet haben. Kaufmann:

Europas verfolgte Juden waren Zivilisten. Zu den Arabern, die von Israelis getötet wurden, zählen ebenfalls zahlreiche Zivilisten. Bombardements wie im jüngsten Gazakrieg treffen sie besonders hart. Ihr Anteil war in Gaza jedoch nicht höher, eher niedriger, als bei Einsätzen der Nato gegen die Taliban in Afghanistan.

Vergleichen wir Tobias Kaufmanns Video-Späße (zwei Minuten, zuerst Reklame) über Franzosen und Deutsche, die sich gegen Rentenkürzungen im Gewande der Arbeitszeitverlängerung wehren, mit Nazi-Späßen über Juden. Wir kommen zu dem Schluß: Kaufmanns Beitrag ist nur ein bißchen faschistisch: Er ist sozialfaschistisch.

Kaufmann schreibt auch auf Broders Achse des Guten.

T:I:S, 16. November 2010. Siehe auch Rufmörder und Vernichtungskrieg sowie allgemein zum Vergleichen, dort weitere Links

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#TobiasKaufmann  

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Sachsensumpf

Pressefreiheit schwer bedroht. Langes Strafverfahren als Strafe. Befangenheit des Gerichts lag nahe, Befangenheitsantrag wurde aber abgewiesen. Seltsame Rolle des Staatsanwalts. Urteilsbegründung nicht nachvollziehbar. Kein Einzelfall.

Gregor Henker (Radio Blau) mit den Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel und ihrem Anwalt Steffen Soult im Gespräch zum Dresdner Prozess. Aufschlußreich. 

Audio , 40 Minuten. T:I:S, 25. August 2010

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Thomas Immanuel Steinberg

Ausländisch

"Reicht’s Ihnen nicht, daß Sie Neger sind“, soll einst ein Schwarzer in der New Yorker U-Bahn gefragt worden sein, dem der jüdische Forward aus der Jackentasche lugte.*

Dem emeritierten Professor für Völkerrecht an der Princeton University, Richard Falk, UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte in Palästina, reicht es nicht, die israelischen Häuserabrisse und Vertreibungen in Ost-Jerusalem als völkerrechtswidrig oder sogar als Kriegsverbrechen zu bezeichnen: Israelischen Gerüchten zufolge hält ihn, wegen seiner angeblichen Nähe zur Hamas, selbst die palästinensische Autonomiebehörde für untragbar. Falk setzt noch eins drauf: Er sieht in den andern Häuserabrissen, denen vom 11. September 2001, einen „inside job“. Inländer, oder so ähnlich, seien die Täter gewesen. Der Jerusalem Post, die sich einen Benjamin Weinthal leistet, dünken solche Thesen

outlandish, 

von ganz weit her, und einfach bizarr.

Zwar ist, wie die Zeitung fleißig vermerkt, Falk Jude, was sich heutzutage in New York gut macht. Man weiß aber auch bis in Die Linke hinein, daß Juden, die keine Zionisten sind, sich selber hassen.

Falk sollte seiner Erscheinung den letzten Schliff geben und Neger werden.

T:I:S, 1. Juli 2010

* Ein treuer und stets aufmerksamer Leser schreibt: "Es gibt keinen ernst zu nehmenden Hinweis, dass dies jemals passiert ist. Hingegen ist dies eine Filmszene aus 'Bananas' von und mit Woody Allen." Ich bitte um Entschuldigung für die Verbreitung eines substanzlosen Gerüchts. T:I:S, 1. Juli 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Auslaendisch

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Thomas Immanuel Steinberg

Verrückterklärer

Wer sich das Verhalten eines Mitmenschen beim besten Willen nicht zu erklären vermag, kann schlicht feststellen, daß er es nicht versteht. Er kann aber auch von sich ablenken und lieber den Anderen – für verrückt erklären. Das entlastet. Erkenntnis freilich fördert es nicht.

Der geschilderte Zusammenhang tritt klar zu Tage bei Aussagen über Repräsentanten von Menschengruppen. Manche haben George W. Bush wegen seiner Überfälle auf Afghanistan und den Irak für verrückt erklärt und damit doch nur offenbart, daß sie beim Imperialismus nicht wissen, woran sie sind. Parteigänger des Imperialismus tun es ihren Gegnern gleich: Wenn sie Widerständler, egal welcher Couleur, als Irre bezeichnen, so haben sie keine Last mehr mit Erkenntnis. Hier ein Beispiel, nämlich das Vorwort zu: 

Verratene Freiheit - Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens, Verbrecher Verlag 2010, 

zu lesen auf Perlentaucher. Unter den gut 3000 Wörtern über die Herrscher des Iran und den Venezolaner Hugo Chávez finden sich

wirr und irr
wie ein Irrer
auch noch den letzten Rest Vernunft 
Allmachtsfantast
komisch wie ein Wahn nur sein kann
religiöse Versengtheit
irrationaler Aktionismus
manischer
natürlich hochgradig irreal und wahnhaft
Irrsinn
wer, der noch alle Sinne beieinander hat...

Sind wenigstens die Autoren dieses Buchs verrückt?

Der eine warb in Gremlizas Konkret für die Freiheit des Irak vom säkularen Baath-Regime mit dem Erfolg, daß dort jetzt so ziemlich jeder jeden totschlagen kann, der die britisch-US-amerikanische Befreiung überlebt hat; der Mann heißt Thomas v. der Osten-Sacken und ist Referent der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Der zweite Autor, Oliver M. Piecha, wirbt auf der Internetseite Free Iran Now für die nun folgende Befreiung des Iran. 

Und der dritte, Alex Feuerherdt, Lizas Welt, wirbt in Gremlizas Konkret (Ein "judenreines" Palästina?) für die Freiheit, auf palästinensischem Gebiet jüdisch-israelische Festungen zu errichten.

Mit ihrer Freiheitswerbung machen die drei Verrückterklärer den Springer-Verlag oder wenigstens den Kölner Stadt-Anzeiger auf sich aufmerksam. 

Das ist ganz normal.

T:I:S, 2. März 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Verrueckt     

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Die Journalistin Zoé Sona ist sehr umstritten. 

Die taz findet, daß Zona einen Artikel schreiben kann. Leser dagegen finden, daß sie nicht einmal den Namen eines der darin genannten Kontrahenten schreiben kann. Sie sagen sogar, Sona schreibe gar nicht darüber, worum sich die Gegner streiten, sondern nur darüber, wie die einen Gegner die andern beschimpfen. 

Die taz wiederum findet, daß Sona durchaus auftragsgemäß gehandelt hat. Sie habe gar nicht schreiben sollen, daß die einen Gegner finden, man dürfe 1400 Menschen abschlachten, die andern aber, man dürfe das nicht. Das wäre ein viel zu kontroverses Thema gewesen, findet die taz. 

Die Leser dagegen finden, daß Sona entweder durchtrieben oder feige ist. Was davon stimmt, ist aber unter den Lesern sehr umstritten.

T:I:S, 19. Februar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#ZoeSona    

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Rufmörder

Der Kölner Stadt-Anzeiger diffamiert Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung. Am Dienstag, dem 12. Januar 2010 stand in dem Blatt

Schiffer muss aufgefallen sein, dass viele ihrer Mitaufklärer eine starke Affinität etwa zu antiaufklärerischem Judenhass haben.

Autor ist Jan-Philipp Hein, der sich zuvor an einer Rufmordkampagne gegen die Deutsche Welle beteiligt hatte, an der Seite von Broder, Giordano und der Falun-Gong-Sekte.

Pressemitteilung vom 30. 12. 2009 zum Verfahren gegen Sabine Schiffer. Internetseite zum Prozeß hier. Die Berliner Zeitung zum Fall, auch hier

Ebenfalls für den Kölner Stadt-Anzeiger tätig ist Tobias Kaufmann, ein Broder-Genosse, siehe Pornoverfasser.

T:I:S, 12. Januar 2010

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Rufmoerder   

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ARD

Die radikal-propagandistische ARD spricht immer von der radikal-islamischen Hamas, jedoch nie von der radikal-zionistischen Regierung in Tel Aviv. Der Banden-Chef im radikal-katholischen Vatikan heißt bei ihr Heiliger Vater und der Grizzlybär Meister Petz. 

Ist den ausführenden öffentlichen Rundfunk- und Fernseh-Journalisten eigentlich schon einmal aufgefallen, in was für Scheißläden sie arbeiten?

T:I:S, 27. Dezember 2009. Siehe auch Öffentliche Rundfunkanstalten

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#ARD   

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Jonathan Cook

A Comparative Review of Flat Earth News and Newspeak, Parts 1& 2

Teaser

Cook stellt in seiner ausführlichen Rezension zwei Bücher einander gegenüber, die die herrschende Einheitsmeinung in den westlichen Medien anhand anschaulicher empirischer Rückgriffe zu erklären versuchen.

Nick Davies, Flat Earth News, Vintage 2008, 420 Seiten

David Edwards und David Cromwell, Newspeak in the 21st Century, Pluto Press 2009, 299 Seiten

Bei Davies, so Cook, liege die Crux in Folgendem:

In promoting a view of journalistic failure that can be explained only by laziness, cost-cutting and public relations pressures he grapples with the visible but marginal problems of our media. The much larger structural issues – the media’s selection processes, its ideological strait-jacket, its profound connectedness to the interests of a corporate capitalist society – are invisible to him. Our media cannot engage in a debate about the merits of the current orthodoxy – that corporate capitalism represents the summit of human material and moral achievement – precisely because its very rationale depends on the maintenance of that orthodoxy.

Er verbreitet eine Sicht auf journalistisches Scheitern, das nur mit Faulheit, Kostensenkung und PR-Druck erklärt werden kann: Er ringt mit sichtbaren, aber marginalen Problemen unserer Medien. Die viel größeren strukturellen Fragen – die mediale Auswahlprozedur, ihre ideologische Zwangsjacke, ihre tiefliegende Bindung an die Interessen einer großkapitalistischen Gesellschaft – bleiben ihm verborgen. Unsere Medien können nicht über den Wert der zeitgenössischen Rechtgläubigkeit debattieren – nämlich daß Großkapitalismus den Höhepunkt materieller und moralischer Errungenschaften der Menschheit bilde – eben weil sie essentiell von der Aufrechterhaltung dieser Rechtgläubigkeit abhängen.       

Er gibt Edwards und Cromwell den Vorzug, unter anderm wegen dieser Schlußfolgerung: 

The corporate media system, while masquerading as an honest, independent source of unbiased news and views, has in fact evolved to protect the powerful corporate and political interests of which it is a part. The corporate media is not owned by big business, as is often claimed – it +is+ big business. It does not watch over concentrated power – it +is+ power. The media system does not fail in its task of guarding the people against power – it +succeeds+ in its task of protecting power at the expense of people and planet.

Das Medienkonzern-System gibt sich als ehrliche, unabhängige Quelle unverzerrter Nachrichten und Meinungen aus, hat sich aber zum Beschützer der mächtigen Konzern- und Politikinteressen entwickelt, deren Teil es ist. Die Konzernmedien gehören nicht Big Business, wie oft behauptet wird – sie sind Big Business. Sie überwachen nicht geballte Macht – sie sind Macht. Die Medien scheitern nicht an der Aufgabe, die Menschen vor Macht zu schützen – sie erfüllen ihre Aufgabe, die Macht auf Kosten von Mensch wie Planet zu schützen. 

Link vorübergehend hier, demnächst hier, T:I:S, 20. November 2009. Zur Homepage von Jonathan Cook 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Cook  

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Thomas Immanuel Steinberg

Küntzel zum Experten befördert

Matthias Küntzel, der kreative Zitate-Erfinder, ist  befördert worden, und zwar zum Experten für die "Gefahren durch islamischen Fundamentalismus sowie durch den Iran". Die sich von ihm beraten lassen, betreiben fünfsprachig eine Réalité-EU, die sich als regierungsunabhängige Organisation ausgibt. Sie werde 

durch Privatpersonen gefördert, die um die wachsende Bedrohung des Iran sowie um den Extremismus in Europa und im Nahen Osten besorgt sind.

Spinwatch, eine antizionistische Internetseite, weiß mehr:

The organisation, which is called Réalité-EU, has direct connections to The Israel Project, a hard-line pro-Israel organisation based in Washington DC. Both Réalité-EU and The Israel Project also appear to be connected to a Jewish organisation – B’nai B’rith International, which is also active in pro-Israel campaigning.

Réalité-EU hat direkte Verbindungen zum Israel Project, einer Washingtoner pro-israelischen Hardliner-Organisation. Beide scheinen mit der jüdischen Organisation B’nai B’rith International verbunden zu sein, die ebenfalls pro-israelisch tätig ist. 

B’nai B’rith gründete 1913 die Anti-Defamation League, vorgeblich Kämpferin gegen Judenhaß, tatsächlich seit vielen Jahren Verleumderin von Gegnern der israelischen Staats- und Regierungspolitik als angebliche Judenhasser.

Spinwatch beschreibt neben den Missetaten der anderen Iran- und Nahost-Experten bei Réalité-EU auch die von Matthias Küntzel, so seine für das Wall Street Journal vom 29. September 2009 fantasievoll geschöpfte Behauptung, der Iran habe kein Recht auf Entwicklung irgendeiner Nukleartechnologie.

Küntzel berichtet auf seiner eigenen Internetseite über eine Erleuchtung, die ihm bei einem Kameradentreffen kam, das zufällig gerade am 11. September 2001 stattfand:

At this meeting it was clear to us that this attack had an antisemitic connotation. There was the symbolism of New York as a so-called centre of Jewry and of modernity and the wave of suicide attacks in Israel during that summer.

Bei diesem Treffen wurde uns klar, daß dieser Angriff eine antisemitische Konnotation hatte. Da war die Symbolik von New York als einem sogenannten Zentrum des Judentums und der Moderne und die Welle von Selbstmordattentaten in Israel in diesem Sommer.

Neueste gedruckte Offenbarung des erleuchteten Experten Küntzel laut Deutschlandfunk vom 26. Oktober 2009:

[Im Iran] haben wir ein Regime, das den Antisemitismus leugnet und die Holocaustleugnung als einziges Land der Welt zur Staatspolitik erklärt und ein Land wie Israel auslöschen will...

Ralph Gerstenberg, Küntzels Rezensent im Deutschlandfunk, will dem nicht nachstehen und plappert die gründlich widerlegte Behauptung über Ahmadinedschads Rede vom 26. Oktober 2005 nach. Laut Gerstenberg

kündigte der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad in seiner berühmt-berüchtigten Rede an, Israel von der Landkarte radieren zu wollen.

Gerstenberg kann sich aber, ebenso wie Küntzel, auch ganz allein etwas ausdenken. Er erklärt Deutschland zum Mitglied des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen. Das war Deutschland als nicht ständiges Mitglied zuletzt in den Jahren 2003 und 2004.

Zu Küntzels und Gerstenbergs jüngsten Eingebungen gelangt man über einen Link – auf Réalité-EU, dort zur Zeit unter Neueste Nachrichten. Réalité heißt Wirklichkeit, orwellsche Wirklichkeit in der Europäischen Union.  

T:I:S, 1. November 2009. Küntzel referierte am 19. März 2008 vor dem American Enterprise Institute, Washington, D.C., einem NeoCon-Thinktank. T:I:S, 9. November 2009. Mehr zu Küntzel unter NeoCon Europe und hier und hier und hier und hier und hier

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Experte 

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Thomas Immanuel Steinberg

Matthias Küntzel, der kreative Zitate-Erfinder

Das zionistische Übersetzerportal Memri zitiert in Special Dispatch Series, No. 325, January 3, 2002 die englische Zusammenfassung der Rede des ehemaligen iranischen Präsidenten Rafsandschānī vom 14. Dezember 2001 an der Teheraner Universität. Die englische Zusammenfassung stammt Memri zufolge aus iranischer Quelle. Ein Passus  lautet:

Rafsanjani said that Muslims must surround colonialism and force them [the colonialists] to see whether Israel is beneficial to them or not. If one day, he said, the world of Islam comes to possess the weapons currently in Israel's possession [meaning nuclear weapons] - on that day this method of global arrogance would come to a dead end. This, he said, is because the use of a nuclear bomb in Israel will leave nothing on the ground, whereas it will only damage the world of Islam.

Auf Deutsch: 

Rafsandschānī sagte, daß die Muslime den Kolonialismus einkreisen und [die Kolonialisten] zwingen müssen zu prüfen, ob Israel ihnen gut tut oder nicht. Wenn eines Tages, sagte er, die islamische Welt an die Waffen gelangt, die Israel gegenwärtig besitzt [das heißt Nuklearwaffen] – an diesem Tage würde diese Methode globaler Arroganz in eine Sackgasse geraten. Und zwar deshalb, so sagte er, weil der Einsatz einer Atombombe in Israel nichts übrig lassen, die islamische Welt dagegen nur beschädigen wird.

Matthias Küntzel bastelte aus dem Passus für Spiegel online folgenden eigenen Text: 

Irans ehemaliger Präsident Hashemi Rafsanjani gab darauf im Dezember 2001 eine Antwort. Er erklärte, dass „schon eine einzige Atombombe in Israel alles auslöschen“ würde. Ein nuklearer Gegenschlag aber würde „die islamische Welt nur beschädigen. Es ist nicht irrational, diese Möglichkeit zu erwägen.“[45] Rafsanjani machte eine makabere Kosten-Nutzen-Rechung auf. Man werde Israel nicht zerstören können, ohne Schaden zu nehmen. Doch sei der Schaden eines nuklearen Gegenschlags für den Islam verkraftbar. Einige hundert Tausend zusätzliche Märtyrer des Islam – dieser Preis sei nicht zu hoch. .

Küntzels Quellenangabe lautet:

[45] MEMRI, Special Dispatch Series, No. 325, January 3, 2002

Nicht nur kommen die von Küntzel durch Anführungszeichen als wörtliche Zitate ausgegebenen Teilsätze in der Quelle nicht vor. Küntzel behauptet überdies, der Ex-Präsident habe einen israelischen Gegenschlag gemeint – Küntzel gebraucht das von ihm herbeifantasierte Wort zweimal –  und der Ex-Präsident erwäge folglich einen islamischen Erstschlag. 

Küntzel ist promovierter Historiker und wird unter Zionisten als Referent herumgereicht.

T:I:S, 23. Oktober 2009. Mehr Küntzelitisches hier und hier und hier und hier und hier. Mehr Eulenspiegeleien unter Nachrichtenmagazin Der Spiegel

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#MatthiasKuentzel

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Jens Berger

Jens Berger macht Vorschläge zur Neugliederung Mittelasiens. Die liegen längst vor, von Leuten, die er, so dachte man bisher, weniger mag. Sucht er den Einstieg in die Bertelsmann-Stiftung?

T:I:S, 21. Oktober 2009

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Journalistische Ausgewogenheit

Auch in Deutschland wird von öffentlich-rechtlich oder kommerziell beschäftigten Journalisten Ausgewogenheit in Berichterstattung und Kommentar gefordert. Beim britischen BBC und in den britischen Medien (eine kleine Ausnahme ist der Guardian) heißt das: Wer sagt, die US-Regierung wollte die  Welt demokratisch machen, berichtet ausgewogen. Wer sagt, die US-Regierung überziehe tatsächlich die Welt mit Terror, darf nicht länger berichten. 

Greg Dyke belegte genau das anhand seiner Erfahrungen als BBC-Chef von 2000 bis 2004 - sein ziemlich sensationeller Beitrag über fehlende Demokratie beim BBC und im ganzen britischen politischen System wurde totgeschwiegen. Ausnahme: der Guardian. Resonanz auf den Guardian-Bericht: null. 

Media Lens; permanenter Link bei Media Lens demnächst hier, T:I:S, 8. Oktober 2009

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Ausgewogenheit          

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Thomas Immanuel Steinberg, Genosse der LPG junge Welt

Bocksprünge

Zu Henning Böke:  Unter Infokriegern. „Faschismus 2.0“: Rechte Verschwörungstheoretiker strömen in die ­„sozialen Netzwerke“ im Internet. junge Welt vom  25. August 2009 / Feuilleton / Seite 12

Mitten im Geplauder fragte mich die nette Person – nach meinem Sternzeichen. Wäre ich ein paar Jahre jünger, ich hätte mir an die Stirn getippt oder ihr doch Vorträge gehalten über Wahrscheinlichkeitstheorie, die Verschiebung der Sternbilder seit ihrer Namensgebung und übers Kaffeesatzlesen allgemein. Ich bin aber nicht mehr jung, und sogar einer meiner politischen Freunde glaubt an Sternzeichen. Ich ging mir also ein Bier holen.

Die junge Welt dagegen, fast so alt wie ich, erlaubte sich neulich jugendliche Bocksprünge angesichts der Kornkreise, die in manchen ansonsten beschaulichen Lichtungen des Internets wuchern. Henning Böke durfte über Alles Schall und Rauch, NuoViso und Jürgen Elsässer eine Glosse schreiben. Statt aber wenigstens sorgfältig den Kaffeesatz aus dem belebenden Heißgetränk auf diesen Seiten herauszufiltern, zeigte er den Machern bloß den Vogel und beschimpfte sie als Halb-Nazis. Deren Leser sind jetzt empört und beleidigt.

Die junge Welt reagierte mit einem naßforschen Spruch auf die Protest-Mails. Das wird nicht reichen. Denn die Opposition im Lande ist nicht nur schwach; sie besteht ausschließlich aus verkniffenen Altkommunisten, Feministinnen, Silvio-Gesell-Träumern, enttäuschten Sozialdemokratinnen, Parlamentarische-Demokratie-Gläubigen, Mondlandungszweiflern, Goldanlegern, Pastoren, Anti-Impf-Predigern, pensionierten Oberstleutnanten und sonstigen Spinnern. Normal sind weder die junge Welt noch SteinbergRecherche. Normal ist nur die totalitäre Mitte.

Die junge Welt sollte Bökes Bocksprünge erläutern, korrigieren und um Taugliches über tatsächlich üble Internetseiten ergänzen, zum Beispiel Politically Incorrect und Honestly Concerned. An die Arbeit, Genossen!  

T:I:S, 31. August 2009

Teils ausführliche Kritik an Bökes Artikel auf Mein Parteibuch, kucaf, kaimacke, Grilleau, Seelenkrieger und Duckhome

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Boeke         

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Thomas Immanuel Steinberg

Google-Opfer

Burkhard Baltzer ist verantwortlicher Redakteur von Kunst+Kultur, der Zeitschrift der Veinigten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Sein eigener Aufsatz auf den Seiten 13 und 14 von Nr. 1/09 ist überschrieben: 

Der seltsame Wandel eines Begriffs. Ein einig Volk – der Opfer. Sogar die Ideologie scheint dem allgemeinen Empfinden gewichen zu sein 

Der Beitrag handelt 

  1. vom Wort Opfer im Deutschen
  2. von einem der Wörter für Opfer im Französischen und Englischen.

Zu 1. 

Das Wort Opfer hat im Deutschen zwei Bedeutungen. Zum einen bezeichnet es Dargebrachtes, etwas, was geopfert wird, und zwar zu einem höheren Zweck. Zum andern bezeichnet Opfer das, was geschädigt oder zerstört wird: durch einen Unfall oder eine Missetat. Baltzer unterscheidet nicht zwischen den beiden deutschen Opferbegriffen, sondern vermengt sie. 

Zu 2. 

Opfer als etwas zu einem höheren Zweck Dargebrachtes heißt im Französischen sacrifice, ebenso wie im Englischen. Baltzer versucht, die Häufigkeit des Wortes sacrifice, und nur sacrifice, im Französischen und im Englischen mit der des Wortes Opfer im Deutschen zu vergleichen, und zwar anhand von Google. Er ermittelt Häufigkeitsangaben über Fundstellen, teilt aber nicht mit, ob er jeweils google.com, google.de oder google.fr verwendet hat; und ob er jeweils die Einstellung „Seiten in den (angeklickten) Sprachen bevorzugen“ verwendet hat oder nicht.

Mit der Folge: Bei keiner Parameterveränderung konnte ich die gleichen Häufigkeitsangaben erzielen wie Baltzer.

Unterschiedlich große Netze

Das ist aber eh gleichgültig. Denn Baltzer ermittelt niedrige sacrifice-Häufigkeit im französisch-sprachigen Internet, hohe sacrifice-Häufigkeit im englisch-sprachigen, und ebenfalls hohe Opfer-Häufigkeit im deutsch-sprachigen Netz – ohne zu berücksichtigen, daß das französisch-sprachige Netz selbst viel kleiner ist als das deutsch-sprachige, daß also alle Wörter, egal welcher Bedeutung, durchschnittlich im französisch-sprachigen Netz seltener vorkommen als ihre deutschen Entsprechungen im deutsch-sprachigen Netz; und daß das englisch-sprachige Netz erheblich größer ist als beide anderen.

Mehr Äpfel als Williams-Birnen 

Aber selbst das spielt keine Rolle, denn die andere Bedeutung von Opfer, nämlich für etwas, was durch Unfall oder Missetat geschädigt oder zerstört wird, heißt im Französischen nicht sacrifice sondern victime, und im Englischen auch nicht so, sondern victim. Der Autor weiß offenbar nicht einmal von der Existenz dieser Wörter in den beiden Vergleichssprachen.

Opfer-Ideologie auch antideutsch und jüdisch-israelisch

Baltzer zieht dennoch Schlüsse aus seinem untauglichen Vergleich, so den schon im Titel angedeuteten: Besonders das deutsche Volk verstehe sich als ein einig Volk von Opfern. Als hätte er, der verantwortliche Redakteur, vor dem eigenen Griff in die Laptop-Tasten Moshe Zuckermanns Beitrag auf den Seiten 9 bis 11 der gleichen Ausgabe von Kunst+Kultur nicht gelesen. Zuckermanns Aufsatz ist überschrieben: 

Entsetzt blickt der Engel der Geschichte. Opfer und Opfer-Ideologie: Lustgewinn und Mittel ideologischer Selbstdarstellung.

Dort zeigt Zuckermann, daß sich nicht nur deutsche Antideutsche gern einer erbärmlichen Opfersehnsucht im Sinne von victime / victim  hingeben; er zitiert auch den Ha'aretz-Journalisten Akiva Eldar, der ein Forschungsergebnis des israelischen politischen Psychologen Daniel Bartal so zusammengefaßt hat: 

Das Bewusstsein der Juden in Israel ist von einem Opfergefühl beherrscht, von einer Belagerungsmentalität, von blindem Patriotismus, Gewaltausrichtung, Selbstgerechtigkeit sowie einer fehlenden Sensibilität fürs Leid der Palästinenser, einer Verhärtung ihnen gegenüber und ihrer Dehumanisierung.

Nicht nur Deutsche, auch Juden in Israel verstehen sich offenbar häufig als Opfer im Sinne von victime / victim, so wenig es die meisten in beiden Ländern tatsächlich auch sein mögen.

Möge Baltzer dem ägyptischen Thot, dem Herrn der Schreibkunst, ein Opfer im Sinne von sacrifice darbringen. Möge er sein Googeln unterbrechen und in sich gehen, zum höheren Zweck der Läuterung. Und sich bitte nicht als Opfer fühlen, im Sinne von victime und victim. 

T:I:S, 14. Mai 2009. 

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Baltzer        

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Thomas Assheuer, Die Zeit

Naomi Klein hat zum Boykott, zur Desinvestition und zu Sanktionen gegen Israel, also gegen den Staat aufgefordert, dessen Regierung gerade einen Massenmord an den Gaza-Bewohnern begeht.

Thomas Assheuer, Die Zeit, lügt sich aus Naomi Kleins Appell einen Aufruf zum Boykott von Juden zusammen. Er, Assheuer, ist verantwortlich dafür, daß Leserinnen und Leser bald nicht mehr zu unterscheiden vermögen zwischen Massenmördern, die sich als Juden verstehen ich meine die israelischen Herrschenden und ihre zionistischen Anhänger einerseits; und Friedenskämpfern und einfach schweigenden Menschen, die sich ebenfalls als Juden verstehen, andererseits. Er ist mitverantwortlich für den Rassismus, der nur Juden sieht, wo in Wahrheit zwei Seiten, ob Juden oder Nichtjuden, erbittert gegeneinander kämpfen.

Assheuer ergreift Partei für die Kriegsjuden und die nicht-jüdischen Krieger an ihrer Seite  und nährt den Rassismus derer, die nicht glauben wollen, daß viele Juden auf der Welt, vermutlich die meisten von ihnen, für Frieden eintreten, oder sogar jüdische Friedenskämpferinnen sind wie Naomi Klein selbst.

Assheuer hat den Kriegsjudenpreis verdient. Die Anti-Defamation League, eine kriegsjüdische, also zionistische US-Organisation, die gegen den Antisemitismus anzugehen vorgibt, ihn tatsächlich aber nach Kräften fördert, verleiht den Preis jährlich an verdiente Mittäter. Italiens Silvio Berlusconi erhielt ihn wegen seines Einsatzes für den Zionismus und für den US-Krieg im Irak, derselbe Berlusconi, der kurz vor der Preisverleihung noch fand, Juden sei in Italien unter unter dem faschistischen Diktator Benito Mussolini nichts passiert.

Es ist Zeit, Die Zeit zu boykottieren, dieses Kriegsblatt, mitsamt den in Israel herrschenden Metzgern.

T:I:S, 19. Januar 2009. Siehe auch Kritik an Israel

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Assheuer        

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Josef Joffe, Die Zeit

Die Bankrotterklärung des Kriegstreibers Josef Joffe, Die Zeit, kam per dpa, gespiegelt aus Mein Parteibuch.

Erläuterung: 

Dr. Josef Joffe is ... adjunct professor of political science at Stanford University, where he teaches U.S. foreign policy and co-teaches a seminar on terrorism. At Stanford, he is Distinguished Visiting Fellow of the Freeman-Spogli Institute for International Studies as well as Abramowitz Fellow of International Relations at the Hoover Institution. 

Und Joffe ist Researcher des Jerusalem Center for Public Affairs, der Einrichtung, die maßgeblich war bei der Verbreitung der Lügen über Ahmadinedschad-Zitate. Plus Josef Joffe bei SteinbergRecherche

Wenn Sie alle Links gelesen haben, wird Ihnen jeder Spaß an der "Zeit" vergangen sein. 

T:I:S, 27. Oktober 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Joffe 

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Mit heiligem Schaum vorm Mund

Der promovierte Historiker Matthias Küntzel, zu betrachten hier und hier, kolportiert ungeprüft offensichlich alberne Übersetzungen von Äußerungen des Präsidenten Ahmadinedschad über den Imam Khomeini und ramentert über den Popanz: auf der Tagung „Islamischer Antisemitismus“ und „Islamophobie“ am 17. September 2008 in Berlin, veranstaltet von der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dank an Schmidt-Polyglott. 

Als Moderator der Tagung fungierte der promovierte Politikwissenschaftler Johannes Kandel, ein Evangelikaler, der die Texte nicht liest, über die er abfällig urteilt, siehe Doktor Kandels gestammeltes Schweigen

T:I:S, 23. September 2008. Siehe auch Antiküntzelitisch

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Schaum 

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Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann 

Die Trojaner-Strategie

Offener Brief  an Redaktion und Herausgeber der Blätter für deutsche und internationale Politik

Leserkommentar: Es handelt sich, wie man sieht, um einen recht eindeutigen Fall von Selbstzensur, Einseitigkeit und Informationsunterschlagung. Aber in Anbetracht des täglichen Wirkens unserer gleichgeschalteten Massenmedien: Wen wundert's noch?

Arbeiterfotografie, T:I:S, 19. September 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Blaetter 

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Öffentlich-rechtliche Fälschung

Die ARD zensiert ein Putin-Interview und fälscht Putins Aussagen durch Auslassungen, siehe 08-15-Info. Jens Berger bringt das Interview mit den sinn-fälschenden Streichungen.

T:I:S, 31. August 2008

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Antiküntzelitisch

Das Neue Deutschland hat den Antideutschen Matthias Küntzel zensiert. Für einen Schreibversuch bekam er eine sechs. Küntzel hat das Zeugnis auf seine eigene Internetseite gestellt. Im Spiegel, in der Tribüne, Zeitschrift zum Verständnis des Judentums, im Tagesspiegel, in Internationale Politik, in der Jüdischen Allgemeinen, in Jungle World, in der taz und im Wall Street Journal darf er jedoch Sechser-Aufsätze veröffentlichen. Das Neue Deutschland ist eindeutig antiküntzelitisch. 

Doch Musel-Henryk hält seine schützende Achsel über den Zensierten.

T:I:S, 13. Juli 2008

Interne Links zu Küntzel: Der kritische Matthias Küntzel; Bernard Schmid über Küntzel; Eine Trüffel unter deutschen Eichen; Seit' an Seit' mit Musel-Henryk Broder

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Antikuentzelitisch  

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Bettina Bellinghaus

Monster, Ungeheuer und andere Unholde

Der österreichische Export erlebt dieser Tage einen ungeahnten, so nicht vorhersehbaren Aufschwung, der buchstäblich überall in aller Munde ist: Nach Natascha Kampusch schaffte es auch Josef Fritzl, ein 73Jähriger aus der Nähe von Linz, in die internationalen Schlagzeilen. Im spanischen El Pais zum Beispiel prangt sein rötliches Gesicht über die gesamte Hälfte der Titelseite, im Innenteil sind dem Österreicher und seiner "Gschichtn" gleich zwei Seiten gewidmet, inklusive einer detaillierten Skizze seines unterirdischen blutschänderischen Reiches und des von ihm installierten elektronischen Kontrollmechanismus an den Pforten seiner bösen Unterwelt. Fürwahr, die Details, da legst di nieder! Die Lektüre seiner Schandtaten lösen wie der Knopfdruck seines Kontrollmechanismus an der Zentraltüre des Familienverlieses Abscheu, Unglauben, Ekel, Widerwillen, Empörung aus, olles wost willst.

Da fällt es leicht, sich zurückfallen zu lassen und diesen Schandfleck, diese lebende Aberration zu verurteilen, moralisch zu verdammen und im Geiste in die tiefsten Höllen und Höllenqualen zu schicken. "Gott sei Dank, so bin ich nicht, sind wir nicht! Der Kerl wird ja wohl hoffentlich seine verdiente Strafe..." so wird es sicherlich mindestens noch einige Wochen hysterisch durch die Medienlandschaft schallen.

Entschuldigens, a Frogn hätt i noch nachhher:Wie ist's denn mit den anderen, die es völlig ungerechterweise nicht auf die ersten Seiten der Weltpresse geschafft haben? Denn es kann ja wohl nicht daran liegen, dass etwa zur Zeit nichts stattgefunden hat, oder?

Meine diesbezügliche Bedarfs/Wunsch/Erwartungsliste ist recht lang, daher nur eine bescheidene, kleine Auswahl von meinem Wunschzettel:

Wo sind die drei Seiten

über den Schlächter von Bagdad?
über den Schänder von Basra?
über den Meuchler von Kabul?
über den Heuchler von Washington?
über den Lügner von New York?
über den Kriecher von Berlin?
über den Plünderer des Antikenmuseums der Menschheit?
über den Auslöscher der Vergangenheit?
über den Ausradierer der Gegenwart?
über den Zerstörer der Zukunft?
über den Unhold von Afrika?
über den Folterer von Abu Ghraib?
über den Folterknecht in London und Berlin?
über den Abschaum von Guantanamo?
über den Perversling von Halliburton?
über den Schandfleck von Jugoslawien?
über den Vergewaltiger von Kandahar?
über den Brunnenvergifter von Paris?
über den Würger von Gaza?
über den Drogendealer vom Kosovo?
über den Horror von Bethlehem?
über die Bestie von Beit-Hanun?
über den Vergifter der Herzen und Köpfe?

Da ist es weit bequemer, von einem weichen Fernsehsessel aus einen armen, perversen Irren moralisch zu verurteilen. Er muss natürlich vor Gericht.

Aber so lange es Leute gibt, die viel dringender vor Gericht gehörten, sollten wir unsere Spucke, moralische Empörung und vor allem Energie dazu verwenden, die Leute auf die ersten Seiten der Weltpresse zu bringen, die millionenfache Meuchler sind -- so lange wir das noch können. Solange sich noch keine elektronische Zentralverriegelung vor den Verliesen unserer Gehirne befindet. Sonst hören wir wohl schon bald nichts mehr als das Schweigen der Lämmer.

T:I:S, 6. Mai 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Bellinghaus 

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Der kritische Matthias Küntzel

Achtundsechzigmal erwähnt Matthias Küntzel in seinen Beiträgen seit 2001 den 11. September, und achtundsechzigmal bekennt er sich fest wie Bush zur Erzählung über Mohammed Atta und seine Spießgesellen, die drei World-Trade-Center-Türme nahezu in Fallgeschwindigkeit zum  Einsturz gebracht hätten, einen davon, ohne ihn zu berühren; die die sicherste Luftüberwachung der Welt überwunden und mit einer großen Boeing durch alle Ringmauern des Pentagon hindurch ein ganz kleines Loch in die letzte Ringmauer gebohrt hätten; und die ein Linienflugzeug in Pennsylvania so zu Boden gebracht hätten, daß es für immer spurlos verschwand. 

Achtundsechzigmal belegt der kritische Journalist und promovierte Historiker Küntzel, daß er tief gläubig ist – wie Bush.

T:I:S, 14. April 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Matthias Kuentzel 

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Reporter ohne Schamgrenze

Seit 1985 veranstaltet der Franzose Robert Ménard zum Thema Pressefreiheit ein Medienspektakel namens Reporters sans frontières / Reporter ohne Grenzen aus Mitteln des Milliardärs George Soros, des Rüstungs- und Mediengiganten Serge Dassault, der New Yorker Werbeagentur Saatchi & Saatchi und der US-Regierung. 

Robert Ménard hat mehrfach eingestanden, daß die Weltherrschaftselite seinen Freiheitsrummel bezahlt und daß er nur Regierungen kritisiert, die westliche Regierungen kritisieren und/oder in schwachen Ländern amtieren, siehe Wikipedia (Deutsch), Le Grand Soir (Französisch) und voltairenet (Englisch). 

Folglich berichtet Reporters sans frontières / Reporter ohne Grenzen über Pressefreiheit in der Welt so freiheitlich wie Der Spiegel oder Die Zeit. Sich seriös gebende Kleinmedien übernehmen dennoch – oder gerade deshalb – ganz unverschämt immer wieder Meldungen aus Robert Ménards Propagandatüte, kürzlich etwa gulli und golem

T:I:S, 9. April 2008. Siehe auch Reporter ohne Grenzen

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Reporter 

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Die chinesischen Soldaten ... 

... auf einem angeblichen Satellitenfoto mit tibetischen Mönchsgewändern in der Hand waren Statisten für Filmaufnahmen 2001. 

Xin Hua. Dank nach São Paulo, T:I:S, 8. April 2008.

Das hat am 27. April 2008 auch der Tagesspiegel gemerkt. T:I:S, 4. Mai 2008

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Thomas Immanuel Steinberg

Gordon Thomas, das UFO-Foto und Die neue Epoche*

 

 

Gordon Thomas ist ein Journalist ohne gesichertes Einkommen. Am 21. März 2008 brachte er in der Canada Free Press eine interessante Meldung unter. Britische Geheimdienstler hätten per Satellit beobachtet,  wie Chinesen, als tibetische Mönche verkleidet, Tibeter zusammenschlagen.

Flugs fand sich obiges Foto dazu. Soldaten bekommen Mönchskutten. Eine Satellitenaufnahme.

Eine Satellitenaufnahme? Der Standort des Fotografen dürfte eher eine Treppe sein... oder vielleicht ein niedrig fliegendes UFO, ein noch nicht identifiziertes Flugobjekt? Michel Collon, der belgische Kommunist , hat so ziemlich alles aufgeschrieben, was auf diesem Foto nicht zu Gordon Thomas' Geheimdienstgeschichte paßt, auf Französisch. Ähnliches hier auf Englisch.

Und der Artikel von Gordon Thomas? Ist bei Canada Free Press total verschwunden, wie Helmut Qualtinger singen würde. Der von einer Guardian-Leserin gefundene (1), sicher am 21. März 2008 noch gültige Link führt jetzt ins Leere. Canada Free Press hat die ach so interessant klingende Geschichte vom Netz genommen. Gordon Thomas hat sie sich wohl ausgedacht. 

Canada Free Press hatte offenbar noch nicht von Gordon Thomas gehört. Im Hause Springer dagegen weiß man seit vielen Jahren: BamS-Autor Gordon hat halt kein gesichertes Einkommen.

Wenn ihm Canada Free Press zur Strafe für die Ente kein Honorar zahlt, so rettet den freien Journalisten sein zweiter Sponsor: The Epoch Times läßt den Vogel weiter schnattern. In Hamburg lag das Gratis-Blatt auf Deutsch unter dem Namen "Die neue Epoche" jahrelang stapelweise in Supermärkten aus. Es steht in Verbindung zur Falun-Gong-Sekte. Sein Thema: die Menschenrechte in China. 

Armer Gordon. 

T:I:S, 2. April 2008, ergänzt am 14. April 2008. Dank an Jean-Marie. Mehr von Gordon Thomas in der Bild am Sonntag hier und über Gordon Thomas hier

*Aufklärung der Geschichte siehe Meldung von Xin Hua 

Anmerkungen

(1) Guardian, Beitrag von zara22, Comment No. 1007391March 21 16:50

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Gordon Thomas 

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Ernst Elitz  

Unter dem neuen Namen Andruck - das Magazin für politische Literatur strahlt der Deutschlandfunk ab dem 7. April die bisherige Sendung Politische Literatur aus. Nicht nur der Name ändert sich, auch das Format wird angepasst." Die Presseerklärung des Kölner Senders verheimlicht jedoch die wichtigste "Anpassung": Den für das vielfach ausgezeichnete politische Feature zuständigen Redakteuren Karin Beindorff und Hermann Theißen, die auch die Politische Literatur über Jahre geprägt und sie zur interessantesten Sachbuchsendung im öffentlich-rechtlichen Hörfunk gemacht haben, wurde die redaktionelle Verantwortung entzogen. Sie sollen auch als Moderatoren nicht mehr zu hören sein.

Bereits vor zehn Jahren hatte Günter Müchler, Programmdirektor von DLF und Deutschlandradio Kultur ein in der Redaktion von Hermann Theißen entstandenes Feature mit dem Titel: Endlager für Parteifunktionäre - Wem dient die Bundeszentrale für politische Bildung?, das die Rechtslastigkeit dieser Einrichtung kritisierte, zu verhindern versucht.

Weiter im Freitag 13 vom 28. März 2008, der auch andere lesenswerte Beiträge enthält,  bei 

Daniela Dahn: Verfahren à la Metternich. „Rote Zelle“ entsorgt. Der Deutschlandfunk stellt unbequeme Literaturredakteure kalt. 

Protest-Anrufe, Empörungs-Mails, Go-Ins, faule Eier und Kehrichthaufen an den verantwortlichen Intendanten Ernst Elitz, Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, Deutschlandfunk, Raderberggürtel 40, 50968 Köln, Telefon: 0221 345-0, Fax: 0221 345-4802. 

T:I:S, 27. März 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Elitz 

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Joris Luyendijk

Wenn etwa die Haltung des syrischen Präsidenten den Interessen des Westens widerspricht, dann sagt man, er sei "antiwestlich". Von einen US-Präsidenten heißt es dagegen nie, er sei "antiarabisch" oder "antiiranisch". "Anti" heißt: Er hasst uns. Wenn nicht, ist er gemäßigt. Ich bin kein Neonazi. Aber nennt man mich darum einen "gemäßigten Europäer"? Doch ein Muslim, der kein Dschihadist ist, wird als "gemäßigter Muslim" bezeichnet. Das impliziert, dass er als Extremist geboren wurde, aber diesen Extremismus hat er zum Glück gemildert. 

...ich glaube, wir müssen offener mit den Problemen umgehen und dem Publikum klarer machen, dass wir nur eine Version der Wahrheit abbilden. Aber ist das Publikum wirklich bereit, das zu hören? Dass wir vielleicht von unserer eigenen Regierung manipuliert werden? Ich glaube, viele Leute schalten die Nachrichten ein, um zu hören, dass ihre Regierung letztendlich recht hat. 

taz, T:I:S, 13. Januar 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Luyendijk 

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Berufsmäßig heißt nicht gewerbsmäßig

Berufsmäßig vollzieht sich eine Tätigkeit dann, wenn sie in der Absicht geschieht, daraus durch wiederholte Ausübung eine dauernde oder doch wiederkehrende Beschäftigung zu machen, ohne dass es auf die Entgeltlichkeit der Tätigkeit ankommt. Erforderlich ist allerdings die Absicht der Wiederholung; ist sie indes gegeben, so kann schon eine einzige Handlung im konkreten Fall für das Erfordernis der Berufsmäßigkeit genügen. die Berufsmäßigkeit der Mitwirkung bei Presse und Rundfunk erfordert ebensowenig, dass sie gewerbsmäßig, d.h. mit der Absicht der Gewinnerzielung ausgeübt wird.

  Martin Löffler: Presserecht. Band I Landespressegesetze. C.H. Beck, 3. Auflage 1983, S. 1005 zu § 23 LPG

Die bei Journalisten-Organisationen beliebte Klausel der so genannten Hauptberuflichkeit ist also keine juristisch abgesichertes Merkmal, sondern dient nur dem Schutz der eigenen Pfründe.

Burkhard Schröder: Journalisten: Geheimnisträger zweiter Klasse. Telepolis, 04.01.2008

T:I:S, 7. Januar 2008

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Berufsmaessig 

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Investigativ

"Israelis handeln nach dem Motto: Leben und leben lassen",  verkündete am 25. November 2007 Ilan Mohr, Gesandter der Botschaft des Staates Israel in Berlin zum Frühstück im Deutschlandfunk. 

"Da können die Palästinenser ja froh und dankbar sein, die nur benachteiligt, vertrieben, eingesperrt und von nahezu jeder Versorgung abgeschnitten werden", kommentiert Hörer Volker O'Barden. Die Versicherung Mohrs: "Wir werden so weiter machen!", nahm der investigative Deutschlandfunk-Moderator widerspruchslos entgegen. "Da kann man am frühen Morgen nur gute Nacht wünschen", fand der Hörer.

T:I:S, 27. November 2007

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Investigativ 

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Produktion eines Gerüchts

Knut Mellenthin: "Deutsche Terrorzelle" aus dem Iran gesteuert? Anmerkungen zur Produktion eines Gerüchts. 

"Hat man erst einmal erreicht, dass über einer Meldung die drei Buchstaben 'DPA' stehen, ist der Siegeszug des Gerüchts nicht mehr aufzuhalten."

T:I:S, 18. November 2007

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Richard Herzinger - elf Deutschfehler

Für das Flaggschiff des Springer-Konzerns, Die Welt, schreibt Richard Herzinger.  Doch er kann's nicht.

Herzinger (.doc-Datei), T:I:S, 10. November 2007

Herzinger beteiligt sich an der Rassifizierung des Darfur-Konflikts, siehe Sudan.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Herzinger 

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Thomas Immanuel Steinberg

Recherchier-Journalist

Seymour Hersh empfing den Demokratie-Preis der Blätter für deutsche und internationale Politik in Berlin


Seymour Hersh in der Berliner Akademie der Künste                           Foto: tofoto

Einer wie Seymour Hersh, der das US-Massaker an den Vietnamesen in My Lai aufdeckte und die US-Folterungen der Iraker in Abu Ghraib, so einer heißt Recherchier-Journalist.(1) Hersh nahm am 26. September 2007 in der Berliner Akademie der Künste den Demokratie-Preis von den Blättern für deutsche und internationale Politik entgegen.

In seiner Dankesrede schilderte der Journalist der Edelzeitschrift "New Yorker", wie er in Zeiten der neokonservativen Cholera recherchiert. Er trifft sich mit seinen Informanten sonntags morgens um sechs zum Frühstück in einem teuren Hotel irgendwo in den US-amerikanischen Weiten. Wenn dann gegen acht am Nebentisch eine Familie Platz nimmt, kann es passieren,  daß ihn der Informant zum Spaziergang auffordert: Familien, scheinbar im Urlaub, würden oft Spitzeln als Tarnung dienen. Alle Telefonverbindungen in den USA würden überwacht. Schriftliches stecke er Kontaktleuten eigenhändig bei Dunkelheit in den Briefschlitz.

Hersh wich vom Manuskript ab, als er vom Besuch bei der Mutter eines ehemaligen Abu-Graib-Wärters (ob Mann oder Frau, ließ er zur Sicherheit, wie ich verstanden habe, offen) berichtete. Auf dessen PC hatten sich die weltbekannten Folterfotos gefunden. Ihr erwachsenes Kind, so die Mutter, verlasse täglich die Wohnung und kehre mit immer weiteren frischen Tätowierungen zurück. Vom Hals abwärts lasse es sich regelrecht einschwärzen. Als wolle es die Haut wechseln.

Der Irak-Krieg richte Verheerungen in den US-Streitkräften an. Zurückgekehrt, würden die beschädigten Soldaten auch die Heimat beschädigen. Weit heftiger werde der Irak-Krieg die Gesellschaften verwirbeln, in die jetzt die Iraker flüchten. Die Verwerfungen durch Hunderttausende Iraker in syrischen und jordanischen Lagern würden absehbar in den Schatten stellen, was von den Palästinenserlagern bis heute ausgehe. Niemanden in der US-Regierung kümmere das. 

Er verstehe das nicht, seufzt Hersh. Er verstehe auch kaum, warum Senat und Repräsentantenhaus regungslos verharrten. Er verstehe noch weniger, warum die Presse nicht aufschreie. Auf dem Weg in die Diktatur allerdings sei das System nicht. Ein neuer Präsident werde Bush ganz demokratisch ablösen. Sein Land sei und bleibe eine Demokratie.

Nicht für diesen Glauben, aber dafür, daß Hersh seit Jahrzehnten um Demokratie in seinem Lande kämpft, hat er den Demokratie-Preis verdient.(2)

T:I:S, 27. September 2007. Siehe auch Bombenattentat im Iran, T:I:S, 18. Oktober 2009. Hersh über Cheney, Obama und die Cliquen unter Katar / Qatar, T:I:S, 23. Januar 2011

Anmerkung

(1) In der Schweiz; in Deutschland gibt es "investigative Journalisten" wie Hans Leyendecker. Er durfte als Laudator ans Akademie-Podium treten. Seine Rede, die des andern Laudators Erhard Eppler und das Manuskript von Hersh sind bei den Blättern für deutsche und internationale Politik nachzulesen. 

(2) Hersh schreibt in seinem Beitrag: "An der Präsidentschaft Bill Clintons hatte ich vieles auszusetzen, aber er verdient Respekt für seine Entscheidung im Jahre 1999, zur Beendigung der Kämpfe im ehemaligen Jugoslawien Bombenangriffe der NATO anzuordnen, ein Bombardement von 79 oder 80 Tagen." Ein widerlicher, ein unverzeihlicher Satz, den ich am 26. September 2007 zwar gehört habe, aber meinte, falsch verstanden zu haben. T:I:S, 27. September 2007, abends

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#T  

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Ran HaCohen: Who Makes the Middle East? 

Wie kommen die Berichte zustande? Rezension des Buchs eines arabisch-sprachigen ehemaligen holländischen Journalisten, der fünf Jahre in den besetzten Gebieten, im Judenstaat und im übrigen Nahen Osten gearbeitet hat.

 antiwar.com, T:I:S, 29. November 2006

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Medien

Erneuter Krieg am Golf erklärbar

Wirtschaftskriminalität in Deutschland (huh huh!); Investitionsmöglichkeiten in Rußland (Wo? Her damit!); Robinson Crusoe als Unternehmervorbild (der Bourgeois imaginiert sich weiterhin als gesellschaftslose Monade) – das sind die Themen im Mittelstandsblatt P.T im Frühjahr 2006, Ausgabe Nord / Niedersachsen. Doch dann steht auf den Seiten 44 und 45 alles über „das Fundament einer uneingeschränkten Weltherrschaft“ der USA in Mittelasien, unter der Überschrift: The Great Game. Da wird der Friedenspolitische Ratschlag in Kassel zitiert und der leibhaftige Gottseibeiuns Karlheinz Deschner. Prompt wird auch in eine Falle von Lyndon LaRouche (1) getappt – doch schau her... Mittelstandsautor Ullrich Rothe meint abschließend zum großen Spiel: 

Vor diesem Hintergrund wird ein erneuter Krieg am Golf erklärbar, nur, dass er eben den Angreifer – und nicht den Angegriffenen – als Schurken entlarvt. 

Der Angreifer sei der Schurke... Eigentlich nicht so schwer einzusehen.

T:I:S, 28. November 2006

(1) Die bei Rothe aufgeführte spatzseite.de verweist wohlwollend auf die Neue Solidarität – eine Einrichtung des US-Hallodris. Der Rothe-Aufsatz ist im Netz nachlesbar.

Dank für den Hinweis an einen bürgerlichen Herrn.

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Medien 

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Klammheimlich

Klammheimlich hat der Evangelische Pressedienst seine Hetze gegen Andreas v. Bülow aus dem Netz genommen. Am 21. Oktober 2006 um 0:21 Uhr ergab der Klick auf den Link Fehlanzeige.

T:I:S, 21. Oktober 2006, siehe auch Karl Weiss, T:I:S, 21. Juni 2007

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Dummfrecher Pressedienst

Der Evangelische Pressedienst - epd - hetzt weiter gegen Andreas v. Bülow

Der Evangelische Pressedienst - epd - hatte nach Intervention von SteinbergRecherche die Widerholung des bereits 2003 als gefälscht erwiesenen Zitats von Andreas v. Bülow bedauert. Jetzt steigert er die Infamie, indem er statt der inkriminierten Passage schreibt:   

Der in von Bülows Buch aufgestellten These, bei den Anschlägen sei nur ein Israeli ums Leben gekommen, stellte "Der Spiegel" Recherchen der jüdischen Anti-Defamation League entgegen, die 400 jüdische Opfer gezählt hatte. Auch zahlreiche andere Behauptungen der Verschwörungstheoretiker recherchierte der "Spiegel" und widerlegte sie. Evangelischer Pressedienst - epd -

Der epd verwendet "Israeli" und "Jude" synonym, als fehle ihm jede politische Bildung. Will er im Kopf der Deutschen die brandgefährliche Meinung zementieren, jeder Jude sei Israeli und jeder Israeli Jude?

Welcher Teufel auch immer den Evangelischen Pressedienst reitet: Der Dienst hetzt weiter, und zwar ganz im Sinne der ins Feld geführten Anti-Defamation League. Sie hat beim Anrühren des judäophoben Amalgams aus "Jude" und "Israeli" kräftig mitgeholfen.  

T:I:S, 22. September 2006

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#Dumm  

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Der Evangelische Pressedienst - epd - bedauert das Versehen

Am 18. September 2006 hat der Evangelische Pressedienst sich bei SteinbergRecherche für die Mail vom 11. September 2006 bedankt. "Wir haben den Fehler in unserer Print- und Online-Ausgabe korrigiert und bedauern das Versehen", schrieb er um 14:36:44 Uhr.

SteinbergRecherche hatte wegen fehlender Reaktion auf unten stehende Mail wenige Stunden zuvor das Verhalten des Evangelischen Pressedienstes  als Diffamierung des Sachbuchautors Andreas v. Bülow bezeichnet.

Die Version der Bush-Regierung über den 11. September 2001 ist ebenso erlogen wie die der Hitler-Regierung über den Überfall auf den Sender Gleiwitz. Jeder kann das erkennen. Daran schwindelt sich auch nach der Berichtigung der Aufsatz von Henrik Schmitz im Evangelischen Pressedienst vorbei - mit allerhand Geschwurbel über Erzählungen und deutsche Grammatik.

T:I:S, 18. September 2006, 17.15 Uhr

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Hier die Mail, die zur Fortsetzung der Hetze gegen Andreas v. Bülow führte:

Betreff: Henrik Schmitz über den 11. September 2001
An: info(at)epd.de
Datum:12.09.06 16:53:33 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren ,

unter http://www.epd.de/medien/medien_index_44995.html schreibt Henrik Schmitz in "Die im Dunkeln sieht man nicht. Medialer Umgang mit Verschwörungstheorien zu 9/11", Andreas v. Bülow habe behauptet, nur ein Jude sei im World Trade Center umgekommen.

Ihr Autor schließt sich damit Sandra Maischberger und den ZDF-Journalisten Doyé, Esser und Hano an, die diese Behauptung über Andreas v. Bülow verbreitet haben, verbunden mit dem Vorwurf, v. Bülow habe sich somit antisemitisch geäußert.

v. Bülow hat auf den Text seines Buches verwiesen und den Vorwurf durch die Tatsache widerlegt, daß er von ISRAELIS gesprochen hat, nicht von Juden. Ihr Autor Schmitz hätte sich informieren müssen. Er hätte es gekonnt, wenn er denn mit gebotener journalistischer Sorgfalt in v. Bülows Buch nachgelesen hätte, was v. Bülow tatsächlich geschrieben hat. Er hätte auch die Maischberger-Sendung anschauen können, in der v. Bülow die Behauptung zurückgewiesen hat - oder drei Minuten im Internet surfen* - dann hätte er gefunden, was ich zusammengestellt und recht gut lesbar aufgeschrieben habe, siehe http://www.steinbergrecherche.com/asbuelow.htm .

All das hat Ihr Autor nicht getan. Was haben Sie mit ihm vor?

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Immanuel Steinberg

* Nach Eingabe der Wörter "Andreas v. Bülow Jude" in google.de hätte der Journalist die Fundstelle in 0,17 Sekunden auf Platz 1 gefunden.

T:I:S, 18. September 2006, Vorspann korrigiert am 22. September 2006

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#D 

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Nachtrag zum "allerschwersten Verfassungsbruch: Die Zeitschrift "Journalist" bat SteinbergRecherche um einen Leserbrief zum Thema. Der ging der Zeitschrift zu. Sie druckte ihn nicht. 

Kommerz-Presse bleibt Kommerz-Presse, auch wenn sie sich den Anstrich eines Berufsverbandsorgans gibt.

T:I:S, 18. September 2006  

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Thomas Immanuel Steinberg 

Der allerschwerste Verfassungsbruch

Michael Konken, der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, ruft: 

Skandal! Erneut wurden Journalisten von staatlichen Behörden willkürlich und rechtswidrig bespitzelt. .. Dass der für das Ausland zuständige Nachrichtendienst in an Stasimethoden erinnernder Manier Journalisten bespitzelte, ist zweifellos nach der ‚Spiegel’-Affäre der schwerste Verfassungsbruch unserer nicht mehr so jungen Demokratie. (1)

Der schwerste Verfassungsbruch? Seit der „Spiegel“-Affäre? Durch Einschränkung der Pressefreiheit? 

Die „Spiegel“-Affäre war 1962. Zehn Jahre später fanden der Kanzler und die Ministerpräsidenten der Länder, daß Leute mit anderen wirtschaftspolitischen Ansichten als den ihren nicht Briefträger sein dürfen. Der Verfassungsbruch durch Berufsverbote währt bis heute: Kein Briefträger, kein Lokomotivführer, kein Lehrer wurde je entschädigt oder rehabilitiiert. 

Der Radikalenerlaß ist lange her. Vor wenigen Tagen gestattete die Bundesregierung den Streitkräften der Vereinigten Staaten die Fortsetzung ihres Angriffskrieges gegen den Irak: Vom Flughafen Halle-Leipzig aus flog der US-Nachschub ins Kriegsgebiet. Die Bundesregierung verstieß damit gegen die Vertragspflichten mit dem Sowjetunion über das Gebiet der DDR, gegen allgemeines Völkerrecht und gegen das Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges laut Grundgesetz und Strafgesetzbuch. Der Verfassungsbruch währt fort, denn alleweil startet frisches Kriegsmaterial nach Bagdad. 

Vor wenigen Wochen  brach die Bundesregierung die Verfassung, als sie gegen den Atomwaffensperrvertrag verstieß: Sie schenkte dem Atomwaffenstaat Israel zwei atomwaffenfähige U-Boote. Schon 1984 hatte der Ministerpräsident des Freistaats Bayern, Franz Strauß, ein ähnliches Regime, den Apartheidstaat Südafrika,  mit Blaupausen für den Bau – ebenfalls –  von U-Booten beliefert. Das verstieß gegen UN-Beschlüsse und war ebenfalls Verfassungsbruch. 

Scharpings Hufeisen-Lügen, die Umfälschung der Tötungen in Racak zum Massaker und die NATO-Unterstützung der Kosovo-Albaner bei der Verjagung aller Serben, Juden und Roma  aus dem Kosovo bezeichnete der einstige Brigade-General der Bundeswehr, Heinz Loquai, als völkerrechtswidrigen Eingriff in einen Bürgerkrieg. Der Verfassungsbruch währt fort, denn der deutsche Staat hält weiter Teile des Kosovo besetzt. 

Nun hat die Bundesregierung mit ihrer BND-Spitzelei die Pressefreiheit eingeschränkt und dadurch die Verfassung gebrochen. Wer das für den „zweifellos“ schwersten aller Verfassungsbrüche seit 1962 hält, der schöpft nicht einmal die ihm verbliebene Freiheit zur eigenen Information und zur Information anderer über grausame und blutige Verfassungsbrüche aus. 

T:I:S, 10. Juni 2006

Anmerkung

(1) Schnüffelnde Spitzel, Leitartikel, journalist 6/2006, S. 7

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/journalist.htm#N 

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