Kasachstan

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Kenkiyak - Kumkol

Der zweite und letzte Teil der Kasachstan-China-Ölpipeline des Konsortiums aus NGSK KazStroyServis (Kasachischer Baudienst) und der China National Oil and Gas Exploration and Development Corporation (CNODC) sei fertiggestellt, meldet BBC.

Der Abschnitt zwischen Kenkiyak und Kumkol hat eine Länge von 841 km, das Rohr einen Durchmesser von 813 mm. Die Fördermenge der Pipeline soll nach der Vereinigung von bis bisher 10 auf 20 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr steigen. Daher ist die Zulieferung von Rohöl auch aus Westkasachstan per Bahn  vorgesehen, ein Umschlagterminal in Atasu ist im Bau; und auch Rußland soll Öl zuliefern, siehe Dreiecksgeschäft, mit Pipeline-Karten.

Die Fertigstellung der kasachisch-chinesischen Pipeline gefährdet die Auslastung der BTC-Pipeline. Sie steht unter US-Regie, hat 1000 mm Durchmesser und kann bis zu 50 Millionen Tonnen pro Jahr fördern. (1)

T:I:S. 2. Juli 2009

(1) Ausführlich zur BTC die älteren Beiträge BP Amoco und Pipelines und T...

URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kasachstan.htm#Kenkiyak

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Thomas Immanuel Steinberg

Kasachisches Öl nach China

Kompliziertes Dreiecksgeschäft erforderlich

Kasachisches Öl fließt bisher von den Tengiz-Feldern durch die Pipeline des CPC-Konsortiums nach Westen. Die Betreiber der CPC-Pipeline sind Kasachstan und Rußland; Chevron und ExxonMobil sind minderheitlich beteiligt . Das Öl wird bei Noworossijsk an der russischen Schwarzmeer-Küste zur Fahrt durch den Bosporus verschifft.

Die Kashagan-Off-Shore-Felder werden das kasachische Öl-Aufkommen ab 2008 stark steigern. Kasachstan kann auf drei Wegen die zusätzlichen Mengen abführen: 1. durch Kapazitätserweiterung der CPC-Pipeline; 2. durch Verschiffung von Atyrau...  


Teils bestehende, teils geplante Pipelines in West-Kasachstan. Die chinesische Firma Big Sky Energy exploriert Öl- und Gasfelder, vornehmlich in Kasachstan.

...nach Baku; dann würde sich die BTC-Pipeline nach Ceyhan an der türkischen Mittelmeerküste unter dem Konsortialführer BP Amoco wirtschaftlich lohnen;  3. durch Fertigstellung der Leitung nach China  zwischen Kenkiyak und Kumkol.

Pipelines Kasachstan - China, Stand Ende 2005

Rußland sähe seine Dominanz durch Alternative 1 gewahrt, den Ausbau der CPC-Leitung nach Noworossijsk. Rußland und Kasachstan wollen die kleineren Ölfelder Kurmangazy, Khvalynsk und Tsentralnoye gemeinsam erschließen und den jährlichen Öldurchfluß der CPC-Pipeline in den nächsten acht Jahren von 28 auf 67 Millionen Jahrestonnen (ca. 1,3 Mio Barrel pro Tag) steigern, so eine gemeinsame Absichtserklärung der Staatschefs vom 4. April 2006. 

Die US-Regierung betreibt die 2. Alternative, die Nutzung der BTC-Pipeline auch für kasachisches Öl. 

Die kasachische Regierung könnte ihre Abhängigkeit von der CPC-Pipeline, und damit von Rußland, mindern: durch Betrieb der Alternative 3, der direkten Verbindung mit China. Doch die chinesische Leitung wird durch kasachische Lieferungen allein nicht ausgelastet sein: China, bisher ohnehin vom russischen Öl abhängig, braucht westsibirische Zulieferung. Somit ist ein diplomatisch kompliziertes Dreiecksgeschäft zwischen Rußland, China und Kasachstan erforderlich. Nur dann können Kasachstan und China die Alternative 3 gegen das klare US-amerikanische Regierungsziel und gegen die durchmischte russische Interessenlage durchsetzen. 

Das iranische Kapital, am Ausbau seines Swap-Geschäfts zwischen dem kaspischen Hafen Neka und den Terminals am Persischen Golf interessiert, zöge in jedem Fall den Kürzeren.

T:I:S, 10. April 2006

Siehe das instruktive Interview von Regnum mit dem russischen Wissenschaftler Ariel Cohen über Kasachstans geopolitische Lage vom 31. März 2006. Vgl. Wolfgang Pomrehn: Gerangel ums Öl. Der Iran als Zielscheibe von Machtinteressen. Zeitung gegen den Krieg Nr. 23, April/Mai 2006, der den Glanz der BTC-Pipeline bereits verblassen und damit den Einfluß der USA am kaspischen Meer schwinden sieht. 

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