Kasachstan

www.SteinbergRecherche.com

 

Home
Nach oben
Geburtswehen
Existenzrecht
Journalist
Balkan
Nationales Interesse
Honestly Concerned
Johannes Kandel
Kasachstan
Kongo
Iran
Zweifel
Ukraine
Fälscher
UJFP
Angstmacher
Heinrich Heine
Kommunistenphobie
Blickdicht surfen
Judäophobie
Mainstream
Energie
Bolkestein
Erdgas
Islamophobie
Nahost
Dogan Göçmen
leer

Steinberg Recherche Referent Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt

 

Thomas Immanuel Steinberg

Kasachisches Öl nach China

Kompliziertes Dreiecksgeschäft erforderlich

Kasachisches Öl fließt bisher von den Tengiz-Feldern durch die Pipeline des CPC-Konsortiums nach Westen. Die Betreiber der CPC-Pipeline sind Kasachstan und Rußland; Chevron und ExxonMobil sind minderheitlich beteiligt . Das Öl wird bei Noworossijsk an der russischen Schwarzmeer-Küste zur Fahrt durch den Bosporus verschifft.

Die Kashagan-Off-Shore-Felder werden das kasachische Öl-Aufkommen ab 2008 stark steigern. Kasachstan kann auf drei Wegen die zusätzlichen Mengen abführen: 1. durch Kapazitätserweiterung der CPC-Pipeline; 2. durch Verschiffung von Atyrau...  


Teils bestehende, teils geplante Pipelines in West-Kasachstan. Die chinesische Firma Big Sky Energy exploriert Öl- und Gasfelder, vornehmlich in Kasachstan.

...nach Baku; dann würde sich die BTC-Pipeline nach Ceyhan an der türkischen Mittelmeerküste unter dem Konsortialführer BP Amoco wirtschaftlich lohnen;  3. durch Fertigstellung der Leitung nach China  zwischen Kenkiyak und Kumkol.

Pipelines Kasachstan - China, Stand Ende 2005

Rußland sähe seine Dominanz durch Alternative 1 gewahrt, den Ausbau der CPC-Leitung nach Noworossijsk. Rußland und Kasachstan wollen die kleineren Ölfelder Kurmangazy, Khvalynsk und Tsentralnoye gemeinsam erschließen und den jährlichen Öldurchfluß der CPC-Pipeline in den nächsten acht Jahren von 28 auf 67 Millionen Jahrestonnen (ca. 1,3 Mio Barrel pro Tag) steigern, so eine gemeinsame Absichtserklärung der Staatschefs vom 4. April 2006. 

Die US-Regierung betreibt die 2. Alternative, die Nutzung der BTC-Pipeline auch für kasachisches Öl. 

Die kasachische Regierung könnte ihre Abhängigkeit von der CPC-Pipeline, und damit von Rußland, mindern: durch Betrieb der Alternative 3, der direkten Verbindung mit China. Doch die chinesische Leitung wird durch kasachische Lieferungen allein nicht ausgelastet sein: China, bisher ohnehin vom russischen Öl abhängig, braucht westsibirische Zulieferung. Somit ist ein diplomatisch kompliziertes Dreiecksgeschäft zwischen Rußland, China und Kasachstan erforderlich. Nur dann können Kasachstan und China die Alternative 3 gegen das klare US-amerikanische Regierungsziel und gegen die durchmischte russische Interessenlage durchsetzen. 

Das iranische Kapital, am Ausbau seines Swap-Geschäfts zwischen dem kaspischen Hafen Neka und den Terminals am Persischen Golf interessiert, zöge in jedem Fall den Kürzeren.

T:I:S, 10. April 2006

Siehe das instruktive Interview von Regnum mit dem russischen Wissenschaftler Ariel Cohen über Kasachstans geopolitische Lage vom 31. März 2006. Vgl. Wolfgang Pomrehn: Gerangel ums Öl. Der Iran als Zielscheibe von Machtinteressen. Zeitung gegen den Krieg Nr. 23, April/Mai 2006, der den Glanz der BTC-Pipeline bereits verblassen und damit den Einfluß der USA am kaspischen Meer schwinden sieht. 

* 

Steinberg Recherche Referent Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Inhalt Home nach oben

Mail

URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/kasachstan.htm

Disclaimer / Copyright