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Dienstaufsichtsbeschwerde

Im Ermittlungsverfahren gegen Marianne Birthler wegen Volksverhetzung lege ich gegen Ihren Bescheid vom 18. September 2007 Dienstaufsichtsbeschwerde wegen unrichtiger Sachbehandlung ein. Entgegen der Auffassung der Staatsanwaltschaft sind sehr wohl zureichende Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten gegeben.

Es kann keine Rede davon sein, dass die BStU, die von der Beschuldigten zu 1. geleitet wird, nichts anderes getan habe, als - quasi kommentarlos-  „ein authentisches historisches Dokument zu veröffentlichen“... 

( Fiand)

Armin Fiand, Rechtsanwalt zu Berlin, hat gegen den Einstellungsbescheid (.doc-Datei) der Staatsanwaltschaft Berlin Dienstaufsichtsbeschwerde (.doc-Datei) erhoben. Seine Strafanzeige (.doc-Datei) steht hier.

T:I:S, 6. November 2007

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Volksverhetzung

Strafanzeige (.doc-Datei) des Armin Fiand, Rechtsanwalt zu Hamburg, gegen Frau Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), Berlin; gegen Herrn Jörg Stoye, Leiter der Magdeburger Außenstelle der BStU; gegen Herrn Günter Nooke, Beauftragter der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Berlin, wegen (insbesondere) des Verdachts der Volksverhetzung, § 130 StGB.

T:I:S, 15. August 2007

Mehr zum angeblichen Schießbefehl-Beweisdokument bei Andreas Hauß

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Ziehe, sonst wirst du geschleift wie der Palast der Republik.


In der kleinen Ausstellung über den Kampf um den Palasterhalt                                                     Foto: tofoto

Der Palast der Republik, Stolz der DDR, wurde geschleift. An seine Stelle tritt Disney Land: drei rekonstruierte Fassaden des Berliner Schlosses vom Ende der deutschen Kaiserzeit. Der Museumsverbund Pankow dokumentiert in Bild und Ton den verlorenen Kampf um den Erhalt des Palasts: 

Klaus-Rüdiger Landowsky (Bankenskandal Berlin) fabuliert, nicht alle DDR-Bürger hätten das Gebäude nutzen dürfen. Wilhelm von Boddien schwallt, der Palast habe nicht hingepaßt, wo er stand. Und ein Historiker konstatiert lakonisch, daß Herrscher immer schleifen, was der besiegte Gegner errichtet hat. 


Selten geöffnet: Die Ausstellung in Berlin-Prenzlauer Berg                                                             Foto: tofoto

Dank an Finn-Prenzlberg. T:I:S, 8. August 2007

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Thomas Wagner

Richard Herzinger 

Politredakteur der Welt am Sonntag - Ein deutscher NeoCon

 junge Welt (ca. 20 000 Zeichen), T:I:S, 22. Januar 2007

siehe auch Richard Herzinger

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Peter Hacks

An Hans Magnus Enzensberger, 10.4.1961

Lieber Herr Enzensberger, 

Sie müssen nicht wieder freundlichen und bescheidenen Menschen einen Schreck einjagen, so wie Sie es mit mir getan haben. Sie haben mich böse angesehen und gesagt, ich sei für den Bürgerkrieg; ich hätte das geschrieben. Ich habe gleich ganz lange nachgesehen und gesucht, wo ich das geschrieben habe; denn ich bin, wie gesagt, sehr schreckhaft veranlagt. Was ich aber nur gefunden habe, war der Satz „revolutionär ist der Bürgerkrieg“. O schauderhafte Schwierigkeiten der Terminologie. 

Ein Bürgerkrieg ist natürlich eine Sache, die nach Revolutionen, und gegen diese, geführt wird. Alle Revolutionen sind unblutig, alle Bürgerkriege sind blutig. Alle Bürgerkriege werden von der Gegenrevolution begonnen; die Vendée, Rußland, Spanien, Guatemala, Ungarn, der für Kuba geplante, etc. Ich bin, ich versichere es Ihnen, gegen das Anfangen eines Bürgerkriegs; ich bin natürlich nicht gegen das Führen eines solchen; denn das hieße Verzicht auf Revolution. Ich bin für Abwehr eines westdeutschen Angriffs (vor dem ich eine große und zitternde Furcht habe); ich (und mein bekannter Unterdrücker Ulbricht) plane aber keinen Angriff auf Westdeutschland, nicht einmal eine Revolution dortselbst.

Sie brauchen also für mich speziell jetzt keine Atombombe einzukaufen. Geben Sie bitte die dafür vorgesehene Summe für eine Fahrkarte nach Berlin aus und bringen Sie mir eine Flasche Whisky mit; denn Sie behalten dann sogar noch Geld übrig. Schöne Grüße an den Walser, falls Sie ihn treffen. 

Herzlichst, 

Ihr Peter Hacks


Peter Hacks: Verehrter Kollege. Briefe an Schriftsteller. Ausgewählt, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Rainer Kirsch. Eulenspiegel Verlag, Berlin 2006, 368 S. geb.,19,90 Euro (ISBN 3-359-01639-4). Auswahl in der jungen Welt: Teil I; Teil II

T:I:S, 29. September 2006

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Fakten Fiktionen

„Pankow war früher ein Begriff“, steht über einem Gedicht im stark besuchten Blog Fakten Fiktionen. Darunter heißt es: „Dieses Gedicht stammt aus Zeiten des Kalten Krieges. Wer diese harmlosen Zeilen in der DDR gesungen hat, kam in den Knast nach Bautzen. Pankow war früher ein Synonym für die DDR-Diktatur.“

Knast. Bautzen. Schrecklich. Welcher 50er-bis-80er-Jahre-Schlager das gewesen sein soll? Der Blogger verkorkst den Text. Er meint aber, und will damit keinen April-Scherz machen, das Altberliner Scherzlied aus dem 19. Jahrhundert mit der bekannten Eingangs-Strophe  „Bolle reiste jüngst zu Pfingsten / nach Pankow war sein Ziel, / da verlor er seinen Jüngsten / ganz plötzlich im Gewühl; / ne volle halbe Stunde / hat er nach ihm gespürt, / aber dennoch hat sich Bolle / ganz köstlich amüsiert!“

Wovon kommt sowas? Vom Antideutschtum-Deutschtum. Der judäophile Muslimenfresser findet, daß Joachim Fest „immer glänzend beobachtet und formuliert“. Der Name seines Blogs ist Programm: Fakten Fiktionen wabern  verbindungs- und zugleich trennungslos im Cyberspace. 

T:I:S, 1. April 2006

siehe auch Robin Renitent

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Empfehlung: Innenansichten aus der Republik Belarus von Werner Pirker, Teil I und Teil II. T:I:S, 10.April 2006 

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Joachim Guilliard

Zur Berichterstattung über die Wahlen in Weißrussland


Leserbrief an die Frankfurter Rundschau vom 29. März 2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

von den 191 Staaten, die es mittlerweile gibt, haben sicherlich mehr als 150 größere Defizite in bezug auf Demokratie und Menschrechte. Doch nur wenige von ihnen ziehen deswegen die Aufmerksamkeit europäischer Politiker und Medien auf sich. Interessant daher die Frage, was denn wohl an Weißrussland so Besonderes ist, dass dieses eher unbedeutende Land, ohne nennenswerte Bodenschätze, aktuell so im Zentrum des Interesses steht.

Das Land wird autokratisch regiert, keine Frage. Hierin unterscheidet es sich aber kaum von seinen Nachbarländern. Bei den Wahlen waren die Chancen ungleich, heißt es. Auch das ist sicherlich richtig. Doch dieses Manko ist leider auch in alten parlamentarischen Demokratien nichts Ungewöhnliches. In den USA z.B. gewinnen bei den Wahlen zu Senat und Repräsentantenhaus zu über 90% die Kandidaten, die das größere Wahlkampfbudget haben. Und auch in Deutschland wird wohl kaum jemand behaupten, dass es echte Chancengleichheit zwischen den Regierungsparteien und beispielsweise der WASG gibt.
Auch die Auflösung des mehrtägigen Protestcamps, das eine kleine Schar von Oppositionellen nach ihrer Wahlniederlage in der Hauptstadt eingerichtet hatte, rief hierzulande Empörung hervor. Dabei hat fast jeder, der sich in Deutschland für Umwelt oder Frieden eingesetzt hat, ähnliche Erfahrungen gemacht. Es wird doch niemand ernsthaft glauben, dass deutsche Behörden ein ungenehmigtes Camp auf zentralem Platz in Berlin auch nur Stunden dulden würden, insbesondere wenn die Organisatoren finanzielle und personelle Unterstützung von unliebsamen Ländern wie z.B. Iran und Nordkorea erhielten.

Was das kleine Land tatsächlich von den meisten anderen unterscheidet, ist die Wirtschaftsform. Weißrussland ist dem Zeitgeist und dem Druck des Westens nicht gefolgt und hat die Umwandlung in eine neoliberale Marktwirtschaft nicht mitgemacht. Der Bevölkerung blieben Schocktherapien und Absturz ins Elend, wie in den Nachbarländer, erspart. Die Wirtschaft prosperiert, und die Arbeitslosigkeit liegt bei etwas mehr als einem Prozent. Die Weißrussen erfreuen sich nach wie vor Sozialleistungen, von denen die meisten Menschen auf dem Rest des Kontinents nur noch träumen können.

Das ist der Grund, warum die Mehrheit im Lande trotz des autokratischen Regierungsstils hinter dem Präsidenten steht. Das ist auch der wahre Grund, warum europäische Politiker und Medien diesen Außenseiter gern beseitigen möchten. Ist doch das erfolgreiche Wirtschaftssystem nicht nur der Ausweitung der Geschäftstätigkeit westlicher Firmen im Wege, die bereits einen großen Teil der osteuropäischen Wirtschaft übernommen haben, sondern auch ein miserables Beispiel für Andere, die leicht in Zweifel über die herrschende neoliberale Politik kommen könnten.

Darum wird alles versucht eine weitere bunte „demokratische Revolution“ in Gang zu setzen – auch gegen den Willen von gut 80% der Bevölkerung.

Mit freundlichen Grüßen,
Joachim Guilliard
Heidelberg

T:I:S, 31. März 2006

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Jonathan Steele schreibt im  Guardian über die einseitige Berichterstattung westlicher Medien und den Propaganda-Feldzug westlicher Staaten gegen Alexander Lukaschenko. Die Botschaft der Republik Belarus hat den Artikel aus ihrer Sicht auf Deutsch zusammengefaßt. T:I:S, 16. März 2006

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Belarus im Fadenkreuz 

Durch Weißrußland, jetzt Belarus, führen dicke Leitungen mit russischem und kasachischem Erdgas und Erdöl in den Westen. Das Land grenzt an Rußland. Doch das Volk und sein Präsident Lukaschenko lehnen die Bescherung ab, die der Westen für sie bereithält, nämlich Elend wie in Polen und der Ukraine. 

Propaganda soll die weißrussischen Trotzköpfe noch vor der Präsidentschaftswahl am 19. März 2006 umstimmen. Sie spiegelt sich wider in den deutschsprachigen Meldungen zum Stichwort „belarus“, über Google Alert gesammelt vom 4. bis 10. März 2006. 

Google Alert für: belarus

  1. Weißrussland: Der "letzte Diktator" erstickt die Kritik
    N24 - Berlin,Germany
    ... gelang. In Belarus, wie sich die Republik Weißrussland selbst nennt, fehlen regierungskritische Fernseh- und Radiosender völlig. ...
  2. Oppositionspolitiker zu 15-tägiger Haft verurteilt
    derStandard.at - Wien,Austria
    Moskau - Zehn Tage vor der Präsidentschaftswahl in Belarus (Weißrussland) ist der Oppositionspolitiker Winzuk Wjatschorka zu einer 15-tägigen Haftstrafe ...
  3. Europa sollte Belarus zur freien und fairen Wahl ermutigen
    Deutsche Welle - Germany
    Manfred Grund ist parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag und wird während der Wahlen als Beobachter in Belarus sein. ...
  4. Belarus: Zunehmende Spannungen vor der Wahl
    Deutsche Welle - Germany
    Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Belarus nehmen die Repressionen der Staatsmacht zu. Fokus Ost-Südost fasst die Entwicklungen ...
  5. MdB Monika Knoche erklärt in der Debatte zum Antrag 'Belarus vor ...
    Businessportal24 (Pressemitteilung) - Bad Lausick,Germany
    MdB Monika Knoche erklärt in der Debatte zum Antrag 'Belarus vor den Präsidentschaftswahlen 2006' ua: Lukaschenko ist kein Demokrat. ...
  6. Osteuropäische EU-Staaten wollen "reale Perspektive" für Kiew
    derStandard.at - Wien,Austria
    In Belarus (Weißrussland) sei zu erwarten, dass der autoritäre Präsident Alexander Lukaschenko die Wahlen gewinnen werde, sagte Somogyi. ...
  7. "Demokratische Erfahrung fehlt"
    derStandard.at - Wien,Austria
    ... am 19. März in Belarus (Weißrussland). Und zwar auch ohne Wahlmanipulation. Hans ... ehemaligen Sowjetunion. Belarus sei stabil. Viele ...
  8. EU "äußerst besorgt" vor Wahlen
    derStandard.at - Wien,Austria
    Wien - Die Europäische Union ist "äußerst besorgt" über die Lage in Belarus (Weißrussland) im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 19. ...
  9. PHOENIX Sendeplan Donnerstag, 09. März 2006
    news aktuell (Pressemitteilung) - Germany
    Stunde auf Antrag Die Linke zur Zukunft der Renten; Rentenwerte; Wahlen in Belarus; Kinderbetreuung; Kreditwesengesetz; Verbraucherpolitik; GmbH-Gründungen ...
  10. KACZYNSKI IN BERLIN Besuch beim ungeliebten, fremden Nachbarn
    Spiegel Online - national,Germany
    ... größeres deutsches Interesse, auf das Eugeniusz Wappa noch immer wartet: "Wir hoffen natürlich, dass man sich nun auch in Berlin um Belarus kümmert, nicht ...
  11. Gratwanderung über Schienen
    Wiesbadener Kurier - Rheinland-Pfalz,Germany
    ... In Belarus/Weißrussland, dem einzigen Flecken auf dem Kontinent, wo noch die Todesstrafe vollstreckt wird und in dem Präsidenten-Patriarch Lukaschenko seit ...
  12. Russland überdenkt seine Politik gegenüber Belarus
    Deutsche Welle - Germany
    ... Trotz aller Bedenken gegenüber seinem autoritären Amtskollegen will Putin Belarus als politischen Verbündeten nicht aufgeben. ...
  13. Belarus: Drei Gegenkandidaten für Lukaschenko
    Deutsche Welle - Germany
    Die Zentrale Wahlkommission von Belarus hat vier Präsidentschaftskandidaten registriert. Gegen den Amtsinhaber Lukaschenko treten ...
  14. Medien-Monitoring in Belarus: Opposition kommt nicht zu Wort
    Deutsche Welle - Germany
    Im Prinzip ist Kritik an der Staatsmacht in Belarus fast unmöglich, denn die Opposition kommt nicht zu Wort. ... Hoch lebe Belarus!". ...
  15. Belarus: Dutzende regierungskritische Demonstranten in Minsk ...
    derStandard.at - Wien,Austria
    Minsk - Bei einer Demonstration gegen die autoritäre Regierung von Staatspräsident Alexander Lukaschenko sind in Belarus am Donnerstag Dutzende Menschen ... 
  16. Neue Festnahmen Oppositioneller in Belarus
    Deutsche Welle - Germany
    ... Radio Razija aus Polen will die Menschen in Belarus jetzt informieren. ... Das unabhängige Radio für Belarus wird von Polen unterstützt. ... 

Doch halt, ein Beitrag war dabei, der gar nicht zu den andern paßt:

  1. Umsturzhilfe Ost für Belarus
    Junge Welt - Berlin,Germany
    ... empfangen. Wahlumfragen in Belarus zufolge hat der Physiker aber keinerlei Chance, legal an die Macht in Minsk zu kommen. Vorsorglich ...

Dort erläutert Rüdiger Göbel, wie das geht ohne Reichsschrifttumskammer: mit etwas Kleingeld. Inzwischen steht es in Deutschland und Österreich 16 zu 1 für die Informationsfreiheit über Belarus.

T:I:S, 10. März 2006

 

Beiträge von SteinbergRecherche zu Belarus seit 2001:

1. Belarus "Ingo Petz schreibt über Belarus, als hätte der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes ... 2. Belarus Elections: Dictating Democracy? by David Chandler ..."
www.steinbergrecherche.com/frbelarus.htm

2. Deutsche Kriegspolitik "BSV: Ja, ich denke, das ist einer der Gründe, weshalb es in Belarus derzeit keine gewaltfreie ... Betrifft: Feindliche Handlungen gegen den Staat Belarus ..."
www.steinbergrecherche.com/kriegspolitik.htm

3. Jan Busch "Sie pflegen enge Beziehungen ua zur Sozialdemokratischen Partei Belarus (BSDP-NG), ... Botschaft der Republik Belarus in der BRD: Pressemitteilung Nr. 5, ..."
www.steinbergrecherche.com/frjanbusch.htm

4. Ute Weinmann "der nationalistisch-chauvinistische Club Zubr in Belarus ist, ... Weinmann unterschlägt, wer in Belarus die Opposition betreibt und die Weltpresse mit ..."
www.steinbergrecherche.com/asweinmann.htm

5. Krieg um Öl "1. über Belarus (Weißrußland) nach Polen und Deutschland. Das ist der Grund, weshalb die USA Michael ... Doch Belarus und Rußland halten (noch) zusammen. ..."
www.steinbergrecherche.com/askaratschi.htm

6. Hermann Werle "Als besonderes Gefahrenpotenzial wird Belarus ausgemacht. ... Beinahe bedauernd stellt das Strategiepapier fest, dass Belarus im Gegensatz zu den ..."
www.steinbergrecherche.com/werle.htm

7. Willis Edmondson "Ob Irak, Afghanistan, Venezuela, oder Belarus: jungle world ergreift Partei für den Stärkeren, die US-Macht. jungle world gab auch den Auftakt zur Hexenjagd ..."
www.steinbergrecherche.com/aswillisedmondson.htm

8. Sudan "Belarus verkaufte vierzehn großkalibrige russische Artilleriesysteme an die Zentralregierung. Die Waffen schützen das Öl, das Öl finanziert die Waffen. ..."
www.steinbergrecherche.com/sudan.htm

9. Pipelines und T... "Belarus zum Beispiel ist von Pipelines durchzogen, die Mittel- und Westeuropa mit kasachischem und russischem Öl und Gas beliefern. US-Botschafter Kozak und ..."
www.steinbergrecherche.com/asteddy.htm

10. german foreign policy "März mit Kanzlerrede; ins Strategiepapier der Bertelsmann-Stiftung, das den Plan zum Regierungsumsturz in Belarus ausbreitet. dpa-Meldungen, also das, ..."
www.steinbergrecherche.com/german-foreign-policy.htm

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Thomas Immanuel Steinberg

Lafontaine

Der Mann ist für Folter in Deutschland. Doch er muß auch zweifelsfrei das israelische Gesetz billigen, wonach Staatsfeinde gemäßigtem, oder auch gesteigertem körperlichem Druck auszusetzen sind, zum Beipiel heftigem Schütteln. Nun lasse Lafontaine, so fand das Vorstandsmitglied der Berliner WASG Michael Prütz heraus, erhebliche Zweifel an seiner Folterhingabe aufkommen: 

Berliner WASG rügt Lafontaine 

Der Streit zwischen dem Berliner Verband und der Bundesspitze der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) um einen eigenständigen Antritt bei der Abgeordnetenhauswahl verschärft sich. Das Vorstandsmitglied der Berliner WASG Michael Prütz kritisierte, dass Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine heute mit der Berliner Vertreterin im WASG-Bundesvorstand, Christine Buchholz, und Lucia Schnell an einer Pressekonferenz der "Initiative Rixdorf" teilnehme. Beide seien als "gestandene Funktionäre" der Organisation "Linksruck" bekannt, die Israel als "Unterdrückerstaat" bezeichnet und Terroranschläge von Palästinensern als "berechtigten Widerstand" bezeichne. DDP 

taz Berlin lokal vom 2.3.2006, S. 21, 24 Z. (Agentur)  

Müssen Lafontaine die Bürgerrechte entzogen werden? Nicht, wenn er – notfalls nach heftigem Schütteln – das Israel-Treue-Revers unterzeichnet, das im Springer-Verlag seit langem demokratische Praxis ist. Nur so ist einem Manne beizukommen, der offenbar Deutschen, nicht aber Israelis das Foltern gestatten will.

T:I:S, 3. März 2006

Dank an Regine Brüggemann für den Hinweis

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Fofana selbst bestätigte, Halimi wegen seiner Religion für reich gehalten zu haben, bestritt aber antisemitische Beweggründe. Die Bande hatte offenbar auch nichtjüdische Gutverdiener erpresst, teilte die Polizei mit. Die Zeit - International Hauptverdächtiger ausgeliefert. T:I:S, 4. März 2006

 

Thomas Immanuel Steinberg

„Ist der Mord an Ilan Halimi ein antisemitisches Verbrechen?“

- wollte die Zeitschrift Jungle World von Beate Klarsfeld wissen. Die französische Anhängerin der israelischen Staats- und Regierungspolitik antwortete:

Auf jeden Fall. Er wurde ausgesucht, weil er Jude war. Dahinter stand das antisemitische Kalkül, dass seine Familie Geld hat.

Was aber, wenn das ohne Beleg unterstellte Kalkül der bisher unbekannten Täter auf einer Tatsache beruhte? Wenn es empirisch oder doch wahrscheinlichkeitstheoretisch fundiert wäre? Wenn Verbrecher in Burkina Faso einen Monegassen in Geisel- und Folterhaft nähmen, um Geld zu erpressen, würde dann Beate Klarsfeld, ohne die Täter zu kennen, auf ein anti-monegassisches Kalkül schließen?

Zugehörigkeit zum Judentum im weiteren Sinne wird in Frankreich nicht statistisch erfaßt. Doch besteht kein Zweifel, daß jüdische Franzosen in den freien Berufen, unter höheren Angestellten und Geschäftsleuten häufiger anzutreffen sind, als ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entspricht. Es besteht kein Zweifel, daß jüdische Franzosen, gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung, eher in reichen Vororten von Paris und im noblen 16. Arrondissement leben als nicht-jüdische Franzosen.

Womöglich nicht die Mörder von Ilan Halimi, wohl aber Beate Klarsfeld könnte einer Phobie aufgesessen sein – der Phobie, die hinter jedem Strauch, in jedem Strauchdieb oder Landschaftsgärtner einen Antisemiten ausmacht. Diese Phobie grassiert in der rechten französischen Journaille, bei Bild und Welt und in den Köpfen der staatlichen US-amerikanischen und israelischen Folterer. Campus Watch verbreitete die Phobie in den USA, und in Deutschland wurde sie zuerst in einem Wurmfortsatz der Neo-Cons diagnostiziert: bei den Antideutschen und Broderlinern. Die Diagnose steht seit langem fest. Es handelt sich um präventiven Antikommunismus.

T:I:S, 3. März 2006, um den kursiven Passus ergänzt am 4. März 2006

Dank für den Hinweis an Alfred Bucher

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Thomas Immanuel Steinberg 

Hannes Stein und Carl Schmitt - der Zionist und der Nazi-Kronjurist

 

Hannes Stein denkt, daß der Kapitalismus eher eine gute Sache ist. Er findet, daß liberale Demokratie und Marktwirtschaft zusammengehören wie Yin und Yang. Die Vorstellung, daß Kündigungsschutz sozial, gut und edel sei, löst bei ihm Lachkrämpfe aus. Er war für den Krieg gegen Saddam Hussein; dabei interessierte ihn wenig, ob es im Irak wirklich Massenvernichtungswaffen gab. Es ging ihm eher um die Beseitigung einer besonders widerlichen Diktatur, in der Hoffnung, daß dadurch die Tore zu einer Demokratisierung des gesamten Nahen Ostens aufgestoßen werden könnten. Heute fordert er die Befreiung des Iran von den Mullahs - möglichst noch, bevor dieses Land die Atombombe fertig gebaut hat. Und er hält sich für ausgesprochen israelfreundlich. Er ist Zionist. Paul Wolfowitz ist einer seiner Helden.

Hannes Stein fühlt sich einsam mit so einer Meinung. Aber er kann Gesinnungsgenossen aufzählen. Sie schreiben im Internet, bilden die Achse des Guten und heißen Ulrike Ackermann, Henryk M. Broder, Matthias Horx, Tobias Kaufmann, Dirk Maxeiner, Michael Miersch und Burkhard Müller-Ullrich. Davids Medienkritik liege auch auf seiner Linie, Statler & Waldorf, die Freunde der offenen Gesellschaft, nobloodforsauerkraut, Richard Herzinger, Ulrich Speck und noch ein paar andere.

Das Ganze habe etwas von Samizdat, von Untergrund, behauptet Hannes Stein ziemlich öffentlich, und zwar in Springers Welt vom 21. Januar 2006. Seinen wichtigsten Parteigänger hat Stein zu nennen vergessen: Der heißt Roger Köppel; Stein ist Redakteur und Köppel Chefredakteur von Springers Welt. Nicht Untergrund also, sondern festgetretene bundesdeutsche Oberfläche. Chefredakteur Köppel meint:

Die Macht setzt das Recht. Die Politik muß nicht, wie Kant meinte, „jederzeit dem Recht angepaßt werden".

Im Bedrohungsfall hat noch jeder Rechtsstaat seine Normen außer Kraft gesetzt, um das Recht zu schützen.

Der Zweite Weltkrieg wurde zwischen Nationalsozialismus und Internationalsozialismus ausgetragen.

Rechtsordnungen müssen aus Selbstschutz ihre zivilisatorischen Standards unterschreiten, wenn es der Notfall erfordert.

Das Problem liegt nicht darin, daß sich bedroht fühlende Gesellschaften aus Selbstschutz mit extremen bis widerrechtlichen Methoden zur Wehr setzen. Das Problem liegt darin, wer die Verantwortung trägt für die Handlungen, die nicht rechtlich, nur politisch legitimiert werden können. Am Ende liegt diese Verantwortung beim Souverän, beim Staatsoberhaupt.

Das alles sagt Roger Köppel in: Die Macht setzt das Recht, Geheimdienstflüge und Verhörmethoden, Die Welt vom 7. Dezember 2005.

Einem fiel bei Köppels Überschrift "Die Macht setzt das Recht" der Nazi-Kronjurist Carl Schmitt ein. Schmitt hatte nach der Niederschlagung des angeblichen Röhm-Putschs 1934  –  de facto war es eine blutige Beseitigung von Hitlers Rivalen um die Macht  –  in seiner Schrift "Der Führer schützt das Recht" (siehe Wikipedia, Röhm-Putsch) Hitlers mörderischen Staatsterror für berechtigt erklärt.

Selten trat die Verwandtschaft zwischen Antikommunismus, Zionismus und Nazismus in Springers Welt so offen zu Tage.

T:I:S, 26. Januar 2006

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Steinberg Recherche Referent Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben

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