"...ich glaube, ich bin
vor dem Verdacht geschützt, ein Vorkämpfer des Kommunismus zu sein. Trotzdem
kann ich nicht umhin, in dem Schrecken der bürgerlichen Welt vor dem Wort
Kommunismus, diesem Schrecken, von dem der Faschismus so lange gelebt hat, etwas
Abergläubisches und Kindisches zu sehen, die Grundtorheit unserer Epoche."
Thomas
Mann
Thomas Immanuel
Steinberg
MaMA
Die sich immer noch so nennende Linke MedienAkademie LiMA hat
die letzte Hülle fallen lassen (1). Per Rund-Mail hat sie die "lieben
Studis" aufgefordert, einen Video-Clip einzureichen zum Thema
"Deine Freiheit ist meine Freiheit", einer gemeinsamen Aktion von ARD
/ Das Erste, amnesty international und Söhne Mannheims. Wer vor nichts
zurückschreckt, der mute sich zu, was den Söhnen zum Thema Freiheit eingefallen
ist, verlange aber von mir kein Schmerzensgeld.
Die da ihre Freiheits-Heintjes so lieb hat, braucht eh einen
andern Namen. Wie wär's mit MaMA. Für Martern-mit- Mumpitz-Agentur.
T:I:S, 10. Oktober 2011. Siehe auch die junge
Welt zur LiMA
Anmerkungen
(1)
Hier im Unterkleid und hier
im Schlüpfer
(2)
Zum Thema freilich gibt es
längst ein vergnügliches Video mit dem Titel "Meine
Freiheit Deine Freiheit", zwei Minuten. Dank an den Hinweisgeber,
T:I:S, 12. Oktober 2011
URL dieses Beitrags:
http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#MaMA
nach oben
*
Im Netz gefunden
Eine Aktion gegen Kommunistenphobie
Dokumente zum
Zeitgeschehen
ERKLÄRUNG
ZUM FALL HONECKER VOM 9. SEPTEMBER 1992
Wir legen Wert darauf,
uns von der veröffentlichten Meinung des einen Deutschland, welche sich
mehrheitlich darauf verständigt hat, die Verhaftung des früheren
Staatsratsvorsitzenden der DDR zu begrüßen und der Justiz bei der Bestätigung
der bereits erfolgten Vorverurteilung eine glückliche Hand zu wünschen,
durch folgende Feststellungen zu unterscheiden:
I. Die Verschleppung
Erich Honeckers von Moskau nach Berlin, seine Inhaftierung im Gefängnis von
Moabit und das Gerichtsverfahren gegen ihn sind Aktionen ausschließlich
politischer Art. Die strafrechtlichen Begründungen, die hierfür angeführt
werden, sind haltlos und dienen nur als Vorwand.
II. Mit der Aktion gegen
Honecker verfolgt die politische Klasse der Bundesrepublik - samt ihrer Justiz
- unserer Beobachtung nach zwei Ziele:
Erstens: Das größer
gewordene Deutschland hat demonstriert, daß es die Macht hat, international
seinen Willen gegen das Widerstreben anderer durchzusetzen.
Zweitens: Bereits 1973
ließ sich die BRD durch das Bundesverfassungsgericht bestätigen, sie sei
"nicht 'Rechtsnachfolger' des Deutschen Reiches, sondern als Staat
identisch mit dem 'Staat Deutsches Reich'". Solange es die Deutsche
Demokratische Republik gab, war dieser Anspruch fiktiv. Das Grenzregime der
DDR war gesetzlich normiert und - unabhängig davon, wie es politisch zu
bewerten ist - eine Ausformung ihrer völkerrechtlich anerkannten Souveränität.
Indem staatliches Handeln nunmehr als privater Straftatbestand verfolgt werden
soll, wird versucht, die DDR, die 1990 zu bestehen aufgehört hat, im
nachhinein auch historisch als ungeschehen zu behandeln: Was es nie hätte
geben dürfen, hat - nach dieser Logik - nie bestanden.
III. Die Inhaftierung
Erich Honeckers setzt zugleich die deutsche Tradition der Verfolgung von
Kommunisten und Sozialisten fort. Die Fälle Honecker, Bebel, Dimitroff,
Luxemburg, Karl und Wilhelm Liebknecht und Thälmann sind darin vergleichbar,
daß sich das bürgerliche Deutschland zur politischen Verfolgung dieser höchst
unterschiedlichen Persönlichkeiten der sozialistischen und kommunistischen
Bewegung juristischer Mittel bedient. Welche Teile ihres Bestecks, ob
politisches Strafrecht, Totschlags- und "Untreue"-Paragraphen, die
Politische Justiz jeweils anwendet, entscheidet sie nach jeweiliger Opportunität.
Erich Honecker, verfolgt von ihr wegen Hochverrats am Deutschen Reich, ist
angeklagt als Dieb und Totschläger.
IV. Der Vollständigkeit
halber weisen wir darauf hin, daß die Haupt- und Staatsaktion um Honecker
ganz offensichtlich als ablenkende Therapie bei der Behandlung der sozialen
Verdauungsschwierigkeiten der Wiedervereinigung dienlich ist. Das ist eine
alte Herrschaftstechnik.
V. Die politische
Verantwortung Erich Honeckers gegenüber der Bevölkerung der ehemaligen DDR
und gegenüber der sozialistischen Bewegung kann nicht juristisch definiert
werden. Eine Strafkammer der BRD ist für ihre Beurteilung ein völlig
ungeeignetes Organ. Wir fordern, das Verfahren gegen Erich Honecker und seine
Mitangeklagten sofort einzustellen nicht aus Alters-, Gesundheits- oder
"humanitären" Rücksichten, sondern weil es außer der
durchsichtigen politischen Absicht keinen Grund für einen Prozeß gibt. Wir
wissen, daß für den Staat, der allein dieser Forderung entsprechen könnte,
die Verfolgung Honeckers und seiner Mitangeklagten Teil seiner Bemühungen
ist, sich als politische, ideologische und immer frecher auch als militärische
Hegemonialmacht zu etablieren. Wir erheben die offensichtlich inkonsequente
Forderung dennoch, weil resignierende Hinnahme dieses politischen Kraftaktes
zu seiner Legitimierung selbst durch jene beitragen würde, die ihn als
solchen erkannt haben.
Liesel Bach (Siegen); Dr.
Friedrich-Marin Balzer (Marburg); Enka Baum (O-1130 Berlin); Peter Behrendt
(Hamburg); Regina Behrendt (Hamburg); Erika Beltz (Gießen); Michael Beltz
(Gießen); Philipp Benz (Darmstadt); Prof. Dr. Theodor Bergmann (Stuttgart);
Dietrich Bicher (Freiberg); Matfhias Birkwald (Köln); Dr. Ralf Blendowske
(Siegen); Peter Böcher (Marburg); Alwin Borst (Offenbach/M.); Karl D.
Bredthauer, Redakteur der Blätter für deutsche und internalionale Politik
(Bonn); Angelika Brückner (O- 1157 Berlin); Dr. Peter Brückner (O-1157
Berlin); Berthold Brunner (Hamburg); Siegrid Burmeister (Berlin); Dr. Eberhard
Dine (Frankfurt/M.); Ria Deeg (Gießen); Dr. Franz Josef Degenhardt
(Quickborn); Walter Ebert (Mannheim); Dr. Cornelia Freiberg (Hamburg); Marie
Frickel (Darmstadt); Rudolf Führer (Hamburg); Prof. Dr. Georg Fülberth
(Marburg); Andreas Gaube (Hamburg); Heidi Gassmann (Hamburg); Hans Gebhardt
(Marburg); Christian Geissler (Dollart); Doris Gercke (Hamburg); Ettie Gingold
(Frankfurt/M.); Peter Gingold (Frankfurt/M.); Axel Gese (Siegen); Renate Göllner
(Wien); Dr. Kurt Gossweiler (O-1180 Berlin); Harri Grünberg, Landesgeschäftsführer
PDS/Linke Liste Hessen (Frankfurt/M.); Detlef Grumbach (Hamburg); Karl
Guthmann (Berlin); Ute Haehling (Siegen); Prof. Dr. Nina Hager (O-1055
Berlin); Dr. Jürgen Harrer (Köln); Renate Hassenzahl (Siegen); Klaus Heeren
(Leer); Harald Heinrich (Siegen); Peter H. Heinrich (Herten); Hans-Dieter
Hesse (Recklinghausen); Rosa Hesse (Recklinghausen); Dr. Elvira Högemann-Ledwohn
(Köln); Günter Hoepfinger (Hamburg); Marlies Hoepfinger (Hamburg); Johanna
Hund (Hamburg); Günther Jacob (Hamburg); Uwe Jakomeit (Witten); Michael Jakob
(Leer); Eckhard Jochum (Ahnatal); Dr. Heinz Jung (Weilrod); Hans-Joachim
Kahlke (Heidelberg); Günter Kania, Redaktion "Spezial" (Hannover);
Reinhard Karsten (Hamburg); Brigitte Kustosch (Marburg); Katja Leyrer
(Hamburg); Christoph Laubscher (O- 1058 Berlin); Ludwig Lugmeier
(Charlottenpolder); Henning Mächerle (Gießen); Meinhard Mäker (Hamburg);
Andreas Matt (Oberursel); Susanne Mauß (Siegen); Dr. Gert Meyer (Marburg);
Otto Meyer (Münster); Dr. Hartmut Mörschel (Grünberg); Prof, em. Dr.
Hanfried Müller (O-1157 Berlin); Jens-Christian Müller (Wiesbaden); Prof.
em. Dr. Rosemarie Müller-Streisand (O-1157 Berlin); Uwe-Jürgen Nesse
(Walddachtal); Sabine Peters (Dollart); Dorothee Piermont MdEP (Bonn); Prozeßgruppe
Kielhorn/Bögelein (Hamburg); Kristine Quitzau (Hamburg); Angela Pawek
(Hamburg); Christoph Pawek (Hamburg); Dr. Karl Pawek (Hamburg); Martha Rafael
(Zeuthen); Lothar Reckert (Hamburg); Dr. Karl-Heinz Roth (Hamburg); Wilhelm
Ruppert (Reinheim); Volker Sauer-Pätzold (Recklinghausen); Dr. Margit Schaumäker-Brückner
(O-1157 Berlin); Gerhard Scheit (Wien); Florian Schmaltz (Hamburg); Heike Schmüser,
Landesvorsitzende PDS/Linke Liste Hessen (Offenbach/M.); Jürgen Schneider
(Hamburg); Karl-Eduard von Schnitzler (Zeuthen); Pastorin Renate Schönfeld
(Großziethen); David Selle (Soest); Dr. Hannelies Schulte (Heidelberg);
Elisabeth Sobolewski (Herten); Karl-Heinz Sobolewski (Herten); Dr. Urte
Sperling (Marburg); Ludwig Spranz (Nidda); Thomas Immanuel Steinberg
(Hamburg); Heinz Stehr (Elmshorn); Dr. Ingrid Strobl (Köln); Prof. Dr.
Malcolm Sylvers (Treviso); Ulrich Timm (Hamburg); Ursula Timmer (Limburg);
Regine Uhlig (Hamburg); Wolfgang Tawereit (Siegen); VEB Politik, Kunst und
Unterhaltung (Siegen); Rolf Vellay (Datteln); Gisela Walk (Hamburg); Dr.
Michael Venedey (Berlin); Sarah Wagenknecht (O- 1157 Berlin); Hans Walliser
(Siegen); Klaus Wardenbach (Brüssel); Peter Wegner (Berlin); Dr. Gert
Wendelborn (Rostock); Andrea Wertz (Siegen); Laura von Wimmersperg (Berlin);
Alex Wittler; Dr. Winfried Wolf, Redakteur der Sozialistischen Zeitung (Köln);
Kurt Wolff (Waghäusel); Heidrun Zimmermann (Siegen).
Kontakt: Georg Fülberth,
Friedrich-Naumann-Str. 20, 3550 Marburg
Spenden bitte auf das
Konto Nr. 1000 678 267 (Georg Fülberth) bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf
(BLZ 533 500 00). Stichwort: Prozeß-Initiative.
Quelle:
Blätter für deutsche und internationale Politik 1992 Heft 10 (Oktober)
Ich habe offensichtlich
fehlerhaft wiedergegebene Namen korrigiert.
URL dieses Beitrags:
http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Honecker
nach oben
*
Matthias Gockel
Andrej Hermlin über sein Vaterland,
oder:
Wie sozialistisch will ein Musiker sein?
Das Interview
des Berliner Boulevardblatts B.Z. mit dem Leiter des Swing Dance Orchestra
Berlin Andrej Hermlin (18. August 2011) zeichnet sich durch eine seltsame
Mischung von Naivität und Absolutheitsanspruch aus.
Hermlin benennt drei "entscheidende
Fragen", die in seiner Partei in den letzten Jahren „nicht besprochen“
worden seien:
Was war die DDR? Was war die Mauer? Und was
sind wir?
Drei einfache Fragen, aber die einfachen Fragen
sind oft die wichtigsten. Doch worum geht es dem Musiker?
Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass Hermlins
Urteil nur im Hinblick auf die zweite Frage, was die Mauer war, zutrifft, über
die eine sachgerechte, anspruchsvolle Debatte tatsächlich bisher nur in Ansätzen
stattgefunden hat. Vermutlich ist sie auf höherer Parteiebene auch gar nicht
erwünscht, wie die heftigen und teilweise hysterischen Reaktionen, insbesondere
von hochrangigen Bundes- und Landesvertretern der Partei, auf die Titelseite der
„jungen Welt“ vom 13. August 2011 zeigen. Die dritte Frage hingegen, was wir
sind, wird in verschiedener Form immer wieder von verschiedenen Gruppen (und mit
unterschiedlichen Interessen) innerhalb der Partei behandelt. Und die erste
Frage, was die DDR war, ist seit 20 Jahren ein regelmäßig wiederkehrendes
Thema, so auch im jüngsten Programmentwurf
für den Parteitag im Herbst, der in recht sachlicher Weise die Geschichte
des Sozialismus in der DDR thematisiert.
Der weitere Verlauf des Gesprächs lässt eine
ganz andere Frage aufkommen: Ist Hermlin wirklich an einer solchen Debatte
interessiert? Seine Äußerungen erwecken eher den Eindruck, dass er nur eine
einzige Sicht auf die DDR und die Mauer zulässt: Die DDR habe spätestens seit
dem 13. August 1961 ihre "Existenzberechtigung verloren", und die
Mauer sei ein Instrument gewesen, um 17 Millionen Menschen zu
"inhaftieren".
Aussagen dieser Art dulden keinen Widerspruch.
Das wissen wir seit 20 Jahren (und aus der Geschichte der medialen Inszenierung
des Kalten Krieges). Und wer gegenüber derartigen historischen Generalverdikten
skeptisch bleibt, wird von Hermlin nicht etwa zu einem Gespräch über
"entscheidende Fragen" eingeladen, sondern hat in der Partei, wie sie
Hermlin sich wünscht, offenbar nichts zu suchen. Denn er oder sie stehe sofort
im Verdacht, "das DDR-Regime nachträglich [zu] legitimieren". Auch
diese Aussage zielt auf die Ausschaltung jedes Widerspruchs.
Der offensichtliche und für viele Äußerungen
über die DDR scheinbar unvermeidliche Gestus des Absolutheitsanspruchs
irritiert, vor allem wenn man ihn mit Aussagen Hermlins in einem Gespräch mit
dem Freitag
vom 21. April 2011, also vor gerade einmal vier Monaten, vergleicht.
Dort äußert er sich in ganz anderem Ton. Als er
gefragt wird, warum er manchmal so „genervt“ auf Fragen oder Äußerungen
westdeutscher Landsleute über oppositionelle Aktivitäten in der DDR reagiere,
sagt er:
Wenn Journalisten sagen: ‚Herr Hermlin, es
war extrem mutig von Ihnen, in der DDR Swing-Musik zu spielen, die war ja
verboten‘, dann zeugt das von Unwissenheit. Bei uns fand das größte
Dixieland-Festival in Europa statt! Mich stört dieses einseitige Bild vom
Osten, der oft nur noch auf Stasi und Diktatur reduziert wird.
Und bei der Frage, was es für ihn bedeute,
„links“ zu sein, fällt ihm sogar das K-Wort ein: Er spricht vom Elend, das
der realexistierende „Kapitalismus“ in Kenia verursacht, und sagt über
seine Partei:
Wir geben eine Position nach der anderen auf
und wissen nicht, wer wir eigentlich sind. Eine Partei, die sich mit den
Verhältnissen abfindet und sie bloß ein bisschen sozialer gestalten möchte
oder eine radikal-sozialistische Partei?
Möglicherweise hat der Redakteur der B.Z.
Hermlins Äußerungen sinnentstellend wiedergegeben. Dann sind wir auf eine
Richtigstellung gespannt. Ansonsten müsste man dem „renommierten
Bandleader“ wegen seiner pauschalen Aussagen sowohl ein sehr „einseitiges
Bild vom Osten“ als auch ein gehöriges Maß an „Unwissenheit“
bescheinigen.
In jedem Fall sollte Hermlin sich noch einmal überlegen,
ob er von seinem Vater nur die Sensibilität für Antisemitismus geerbt hat, wie
er zum Abschluss des B.Z.-Interviews verkündet, oder auch die Fähigkeit zu nüchterner
Geschichtsbetrachtung und das Wissen um eine „radikal-sozialistische“
Haltung. Denn es war niemand anders als Stephan Hermlin, der im
August 1961 die gebührende Antwort fand auf einen unverschämten Brief der
westdeutschen Schriftsteller Wolfdietrich Schnurre und Günter Grass an ihre
Kollegen in der DDR.
T:I:S. 25. August 2011
URL dieses Beitrags:
http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Hermlin
nach oben
*
Uwe-Jürgen Ness
"Drecksblatt, das man austrocknen
muss!"
Hintergrund der Kampagne gegen die junge Welt
Gefakte Unterschriften / Dreistes Namensplagiat
/ Die Verantwortlichen und der Bellizisten-BAK / Zur Titelseite der jW / Wie
totalitär seid ihr eigentlich 20 Jahre nach der Wende?
Daraus: Die Verantwortlichen und der
Bellizisten-BAK
Im Impressum des jW-Boykott-Blogs finden sich als
Verantwortliche Linda Block und für die "Realisierung" ein
Mark Seibert. Mark Seibert ist im Karl-Liebknecht-Haus angestellt und schreibt
über sich selbst auf seinem Twitter-Account: "Mark Seibert [...]
arbeitet bei der LINKEN und twittert aus der Wahlkampfzentrale". Zusätzlich
zu seiner halben Stelle in der Parteizentrale ist Mark Seibert noch bei Raju
Sharma beschäftigt, Bundestagsabgeordneter und Schatzmeister der Partei.
Nachgerade dreist ist es, wenn ein Angestellter der Partei für seine eigentlich
privaten Feldzüge dann auch noch den offiziellen Schriftzug der Partei mitsamt
dem dazu gehörenden Logo für seinen Kampagnen-Blog verwendet, so als ob es
sich um eine offizielle Untergliederung oder ein Statement der Partei DIE LINKE
handeln würde.
Mark Seibert ist übrigens zudem Gründungsmitglied
des bellizistischen BAK
Shalom, ein Bundesarbeitskreis innerhalb der Linksjugend ['solid].
Auch hier wieder eine semantische Umwidmung zwecks Verunklarung: Der BAK
"Shalom" ist nämlich gar nicht so friedliebend, wie man zu denken
geneigt ist: So hat er 2009 etwa auf einer Demonstration die Weiterbombardierung
des Gaza-Streifens durch die israelische Luftwaffe gefordert [1], bei der über
1500 Menschen zu Tode kamen. Dem Duktus des BAK "Shalom" folgend
werden die israelischen Kriege als "Verteidigung" verstanden, wie auch
die Operation Enduring Freedom in Afghanistan gut geheißen wurde, denn
dort seien schließlich 130 Taliban-Ausbildungslager zerstört worden [2]. Außerdem
macht der BAK gegen den Iran Stimmung und findet sich dabei in der Gesellschaft
der schlimmsten Kriegshetzer unter den US-amerikanischen Neocons. Man muß kein
Freund der Ajatollahs im Iran sein, um sich an die historischen Fakten zu halten
und diese besagen, dass seitens des Iran in den letzten Jahrzehnten kein
einziger Krieg ausging.
Anmerkungen
[1] Widerspruch
gegen linkes Lavieren; Israelische Linke rufen in offenem Brief an
die Linkspartei zu Dialog über Nahostkonflikt auf, 30.03.2010 (Neues
Deutschland)
[2] So wollte der BAK Shalom in
einen Leitantrag der Linksjugend ['solid] sich positiv auf den Krieg in
Afghanistan beziehen, da "der Krieg der NATO am Hindukusch »den
internationalen Terrorismus erfolgreich bekämpft« [habe], weil »über
130 Ausbildungslager der Taliban« zerstört worden seien." In: Linksjugend
müpft auf, 29.03.2010 (junge
Welt)
Uwe-Jürgen Ness,
23. August 2011. T:I:S, 23. August 2011. Zum BAK Shalom passim unter Partei Die Linke,
Die Anti-Linken, Rosa-Luxemburg-Stiftung,
Diffamierung und passim auf
SteinbergRecherche. Siehe auch Hamburg / suizidal ,
T:I:S, 14. September 2011
URL dieses Beitrags:
http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Ness
nach oben
*
Leserbrief zu "Phobikersammelstelle"*
Lieber Thomas,
das passt doch alles zusammen: Wehe, es wird die Wahrheit
gesagt. Das nämlich hat die Junge Welt in meinen Augen ja nur getan. Ich habe
Familie, die ist in den 60er Jahren von West nach Ost übergesiedelt... Diese
Familie hat immer bis heute betont: Wir haben zig Jahre im Frieden gelebt OHNE
KRIEG. Das ist ja wohlweisslich nicht mehr der Fall. Ich betone: Mir ging es mit
der Titelseite so gut wie lange nicht mehr. Übrigens: Wann begann denn
die Anwerbung von Arbeitskräften aus dem Ausland? Genau nach der Schließung
der Staatsgrenze. Die Quelle hervorragend ausgebildeter Fachkräfte war
versiegt...
Mit sozialistischem Gruß
Angelika Scheer
*Siehe Phobikersammelstelle.
T:I:S, 21. August 2011
URL dieses Beitrags:
http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Scheer
nach oben
*
Linda Block und Mark Seibert (1) sammeln Unterschriften gegen
die junge Welt: Die einzige linke Tageszeitung hatte am 13. August 2011
mit einer provokativen
Titelseite auf die allgemeine Heuchelei zum 50. Jahrestag des Berliner
Mauerbaus reagiert. Auf dem Titel prangten etwas bedrippt dreinblickende
DDR-Grenzschützer, und darunter stand:
Wir sagen an dieser Stelle einfach mal: Danke
für 28 Jahre Friedenssicherung in Europa
für 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen
für 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit
für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen und »Tafeln«
für 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen
für 28 Jahre ohne Neonaziplakate »GAS geben« in der deutschen Hauptstadt
für 28 Jahre Geschichtswissenschaft statt Guidoknoppgeschichtchen
für 28 Jahre Club Cola und FKK
für 28 Jahre ohne Hedgefonds und Private-Equity-Heuschrecken
für 28 Jahre ohne Praxisgebühr und Zwei-Klassen-Medizin
für 28 Jahre Hohenschönhausen ohne Hubertus Knabe
für 28 Jahre munteren Sex ohne »Feuchtgebiete« und Bild-Fachwissen
für 28 Jahre Bildung für alle.
Und wer war so dämlich, sich provozieren zu lassen? Der
Erfolgsautor Henryk M. Broder, der Stasi-Gedenkstättenleiter Hubertus Knabe,
die NeoCon-Linke Katja Kipping - und besagtes Paar Linda Block und Mark Seibert.
Freiheit und Sozialismus
wollen die beiden, und sorgen sich um Wählerstimmen für Die Linke. Der jungen
Welt sei es
offenbar völlig egal, dass sie damit den beiden im
Wahlkampf befindlichen Landesverbänden Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
massiven Schaden zufügen kann. Oder ist das letztlich gar gewollt?
Wahlzirkus hin, Verschwörungsfantasie her: Etliche
Phobiker in Der Linken wollen nunmehr die junge Welt boykottieren, darunter
eingeübte NeoCons vom BAK Shalom, von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, von LiMA;
und solche, die es vorziehen, namenlos zu bleiben ob der dräuenden
Grenzschützer. Unterschrieben haben den Boykott-Aufruf bis zum 17. August 2011
nachmittags:
Mirko Schultze,
* Michael Grunst,
Berlin Lichtenberg * Fares Rahabi,
* christiane
hoff, Fraktion Die LINKE Berlin-Mitte
* Brigitte Bierhoff-Walinski, KV
Dortmund * Maik Zinn, Berlin
/ Friedrichshain-Kreuzberg * Nils Exner,
Saarbrücken * Mark Seibert,
Südwestmecklenburg * Michael Schreiner,
Heinsberg/NRW * Dirk Schröter,
Berlin Friedrichshain-Kreuzberg * Manuel Böhm,
KV Hannover * Uwe Schwarz,
LDS / Mittenwalde * Johannes Rabe,
Saarbrücken * Sebastian Koch,
Berlin, Friedrichshain-Kreuzberg * Marcel Wiebach,
KV Wittenberg * Linda Block,
Berlin ChaWi * Sandra Kaliga,
Berlin, Pankow unerträglich, danke, es
reicht jetzt endlich! * Torben Lüth,
Friedrichshain-Kreuzberg / Berlin * Rene Hähnlein,
KV Coburg Als ehemaliger pol. Häftling
fordere ich ebenfalls "Keine Kooperation mit der Jungen Welt!".
* Falk Neubert, KV Mittelsachsen
* Mathis Oberhof, ehemals BARNIM
ich bin - auch deshalb - aus der LINKEN
ausgetreten. Aber auch "die Linke" wartet auf die Distazierung.
* Katja Rom, KV Rostock * Marco
Mätze, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
* Christian Schwinge, Berlin
Marzahn-Hellersdorf * Andreas Höppner,
KV Altmarkkreis Salzwedel * Klaus Schröder,
KV Schweinfurt * Anika Jakob,
Münster * Karl-Anton Olass,
Hannover * Sebastian Meskes,
KV Rostock * Michael Riese,
Vogelsberg Nicht nur wegen des unseglichen
Artikels zur DDR, sondern auch wg. antisemitischer Artikel von Pirker etc.
* Michael Horn, Bremen * Tas,Hakan,
Landesverband Berlin * Martin Bertram,
SV Leipzig * Wenke Christoph,
LDS/Königs Wusterhausen * Antje Schiwatschev,
Berlin, Friedrichshain-Kreuzberg * Marcel Gürnth,
KV Westsachsen * Steffen Juhran,
SV Leipzig * Hock, Simone,
Kreisverband Zwickau, Zwickau * Stefan Kunath,
Berlin * Thomas Dudzak, KV
Westsachsen * Andreas Günther,
Berlin - Friedrichshain-Kreuzberg * Maximilian Kretzschmar,
Stadtverband Dresden * Patrik k.,
Berlin * Bianka Wandersleb,
Kyffhäuserkreis * Markus Heide,
SV Leipzig * Matthias Gruber,
Vogtland Ich finde es unerträglich, wie
hier geschichtsklitternd unsere Arbeit an der Basis und das Vertrauen der
Menschen mit einem Schlag von rücksichtslosen Dogmatikern zerstört wird.
Dazu bleibt nur noch zu sagen: NEIN, das ist nicht links, was die JW hier
von sich gibt!!! * Dominic Heilig,
Südwestmecklenburg * Kenneth Plasa,
DIE LINKE Leipzig * René Strowick,
KV Bautzen / Hoyerswerda * Reinhard Heinrich,
Coswig/Meissen Es wird nicht helfen. Aber
ich unterzeichne trotzdem. * Sophie Böhme,
KV Chemnitz * ralf tonndorf,
WAK * Konstanze Kriese,
Berlin Mitte * Bjoern Tielebein,
Berlin Marzahn-Hellersdorf * Maren Müller,
SV Leipzig Pressefreiheit ist nicht nur
Privileg sondern vor allem Verantwortung. * Petra Sitte,
Halle * Joachim Schmidt,
Pankow/Berlin besser zu spät als nie
* Andreas Baumgarten, Fulda Ich
fordere ebenfalls "Keine Kooperation mit der Jungen Welt!"
* Andreas E. Willnow, SV Leipzig
Trotz einiger guter Artikel zur Finanzkrise in
der die Vergangenheit: Kaum einer diskreditiert linkes Denken mehr als die
Junge Welt. * Jörn Wegner,
Berlin Junge Welten zu Kotztüten!
* Michael Müller, Frankfurt am
Main * Sebastian Kahl, DIE
LINKE Marzahn/Hellersdorf * Stefan Abraham,
Berlin - Charlottenburg-Wilmersdorf * René Thannhäuser,
* Katja Jösting,
Berlin * Dr. Markus Seng,
DIE LINKE, Pankow * Jutta Witt,
Schaumburg/Bad Nenndorf Die Mauer war ein
Verbrechen an den Bewohnern der "DDR"!!!! * Dennis
Jannack, SV Magdeburg * Franziska
Brychcy, Berlin/ Steglitz-Zehlendorf
* Anja Mayer, *
Michael Efler, Berlin-Pankow
* Lars Stern, KV Freiburg * André
Berndt, KV Peene-Uecker-Ryck (MV) * Holm-Andreas
Sieradzki, Berlin Friedrichshain * Volker
Ludwig, Berlin Pankow * Julia
Witt, Berlin. KV Marzahn-Hellersdorf
* Karsten Steffen, Rostock *
Jens Uhlig, Sächsische Schweiz/
Osterzgebirge * Christian Härtel,
KV Harz / Sachsen-Anhalt * Florian Nitschmann,
Stadtverband Erfurt Sehr lange habe ich
die jW gelesen und geachtet. Doch immer wiederkehrende Artikel und vor allem
die Schädigung (ob diese nun so groß ist wie in der konservativen Presse
beschrieben sei dahin gestellt) durch öffentliche Anprangerungen von
Mandatsträgern und auch die Lobung der Mauer bedeuten für mich den Bruch
mit dieser Zeitung. Ein starke inner- und außerparlamentarische Sozial- und
Reformbewegung braucht demokratische Partner und kein Blatt das Dikataturen
(egal ob manches gut darin war) dankt. * Anja Graf-Gadow,
Berlin - Charlottenburg * Michael Faber,
Bonn * Marcel Studt, KV
Offenbach Kreis Ich hoffe das die Partei
hieraus Konsequenzen zieht und nicht auf Grund von identitären Erwägungen
mal wieder eine Wagenburgmentalität einnimmt (alle, die sich als links
bezeichnen sind der Freund, die böse bürgerliche Presse und die Handlanger
des Großkapitals sind der Feind) * Anja Nährig,
DIE LINKE, Pankow * Nils Beckedorf,
* Lukas Larbig,
KV Marburg * Karsten Krampitz,
Pankow * anonym, Halle
(Saale) * Christian Stroba,
KV Höxter * Wolfgang Schultz,
Brandenburg-Barnim-Bernau Da gehe ich mit.
Naziverbrechen
anzweifeln ist in Deutschland straf-bewehrt. Opfer des Stalinismus, der Diktatur,
der Stasi, der SED zu verhöhnen, wie es die **jw** tat ist obszön,
unfassbar, unmenschlich und gehört mit aller Macht der unabhängigen Presse
angeprangert zu werden. * A. Lenz,
Berlin-Tempelhof-Schöneberg Ich sage mal
: DANKE ! Danke,
liebe Alt-Stalinisten der sich "junge Welt" schimpfenden DDR-Verklärer-Postille,
für diese Geschichtsklitterung und dafür, dass ihr die Maske endgültig
fallen lasst ! An
ihren Worten sollt ihr sie erkennen, um ein bekanntes Sprichwort mal passend
abzuwandeln, und Ihr ganzen ex-Funktionäre, Kader, Grenzschützer und
andere "verdiente" Genossen des Ein-Parteien-Regimes, die ihr seit
etwa zehn Jahren bei der jW publizistischen Unterschlupf gefunden habt, habt
bis heute absolut nichts begriffen. Es
bleibt nur, auf die junge nachwachsende Generation linker Journalisten zu
hoffen, damit dieser Etikettenschwindel endlich aufhört. * Thomas
Westphal, KV Rostock * Klaus
Lederer, Berlin/Pankow * Anna-Lena
Orlowski, KV Bochum/ Berlin * René
Hempel, SV Magdeburg * Uwe
Schaarschmidt, Dresden * Julia
Marg, Berlin * Michael Klein,
Berlin-Neukölln Habe die Junge Welt bis
jetzt immer gerne gelesen, auch wenn ich einige Haltungen mit Befremden zur
Kenntis genommen habe! WAs sie sich aber jetzt geleistet hat, geht eindeutig
zu weit! Boykottieren werde ich sie nicht! Noch nicht! * Julia
Gaus, Bochum * Karsten Thürling,
Dresden * Erich Schünemann,
DIE LINKE KV Dortmund Ich habe keine Worte
für die Stimme meiner Empfindung ! * Carsten Schatz,
Berlin-Treptow/Köpenick * Raju Sharma,
KV Rendsburg-Eckernförde * Fabian Fehse,
Frankfurt (Oder) * Dominik J.,
Berlin Pankow * S. Johne, KV
Wiesbaden * Sandra Heiß,
Mansfeld-Südharz * Katina Schubert,
Berlin/Friedrichshain-Kreuzberg/Bonn * Rosemarie Hein,
SV Magdeburg Ich bin entsetzt. das hätte
ich bei aller Kritik an ihrem journalistischen Arbeiten selbst von ihr nicht
erwartet. Abbestellen - was ich vor Jahren tat - reicht nicht mehr.
* Steffen Bockhahn, KV Rostock
* Thomas Lück, Havelland/Nauen
* Lothar Jösting-Schüßler,
Berlin * René Jalaß, KV
Westsachsen * Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff,
Dresden Eine gute Initiative! Dafür sage
ich DANKE! * Sebastian Beining,
Saarlouis * Jürgen Reinhardt,
KV Sömmerda / Kölleda Die junge welt hat
mit der Veröffentlichung dieses Artikels eine beispiellose Verhönung der
Opfer begangen. * Fache Sabine,
Altenburger Land/Altenburg * Ulrike Juda,
Berlin, Friedrichshain-Kreuzberg * Christian Basteck,
Berlin Pankow * Nils Jonas,
Berlin * Brigitte Ostertag,
Berlin, Marzahn-Hellersdorf * J.P. Sanchez Brakebusch,
KV Hannover * Raimund Bieker,
Offenbach am Main * Gerry Woop,
Oder-Spree/ Erkner Leider erleben wir
einen politischen Rückschritt in der eigentlich neuen Linken, in einiger
Hinsicht und hier geschichtspolitisch dramatisch. Die JW ist extremster
Ausdruck davon. Es wird wohl Zeit für einige Klärungen. Bei aller
angezeigter Skepsis, sonst wird es nichts mit der einer modernen
sozialistischen Linken als Partei. * Patrik Eschweiler,
Haan Also ein "Danke" für den
Mauerbau ist echt das letzte. Sie steht für die Unterdrückung der Freiheit
eines ganzen Volkes. Demokratisch-sozialistisch heisst Freiheit. Mauer und
Stasi waren nie im Sinne von Lenin, Marx und Engels. * Uwe
Heimann, Markkleeberg * Bernd
Schneider, Basisgruppe Brüssel * Manuel
Schubert, Potsdam * Ronny
Diering, KV Frankfurt(Oder) * Waldemar
Wechsler, KV Coburg * Thorsten
W. A. Kuhn, KV Hannover * Lars
Kulesch, Rostock * Peter
Schmidt, Berlin * B.
Krondorfer, kein Parteimitglied Ich
beabsichtige die "Linke" in Berlin zu wählen. Allerdings ohne JW
Anhang und ihren "ideologischen Ayathollas" (Bisky). Vor allem
wegen deren unerträglichen Antisemitismus, weniger wegen ihrer
Mauerprovokation. * anonym,
Frankfurt / Main * Peter Lompscher,
Berlin * Heike Döbler, Schade
- aber jegliches hat seine Zeit ... - * Andreas Reinke,
KV Rostock * Halina Wawzyniak,
KV Friedrichshain-Kreuzberg * Stefan Liebich,
Berlin-Pankow * Kerstin Liebich,
Berlin * Axel Hildebrandt,
Berlin * Kolja Nährig,
Berlin-Pankow * Steffen Pachali,
Berlin * Anja Schultz,
Heinsberg * René Krone, Märkisch-Oderland
* Vera Böpple, Berlin, Pankow
* Birke Bull, Salzlandkreis
* Katharina König, MdL, Fraktion
DIE LINKE Thüringen * Reinhard Ahrens,
parteilos alles völlig richtig, was ihr
hier schreibt, schließ mich an..... * Ruth Zenner,
GV Wallerfangen * anonym,
Diepholz * Sascha Baumann,
KV Deggendorf * Alexander Haas,
Berlin-Neukölln * Oskar Lederer,
Berlin Pankow * Susanne Schwanke-Lueck,
Havelland / Nauen * Bernd Wittich,
Ludwigshafen Die Junge Welt rüstet zum
Erfurter Parteitag, mit Anbiederung an die Stalinisten auf den Spuren des
Geschichtsrevisionismus Lafontaines zu neuen innerparteilichen Mehrheiten.
Es hat System und ist Ausdruck einer geteilten Humanitas. * Elke
Brosow, Berlin Pankow * Ulf-Peter
Graslaub, Die Linke Leipzig * Achim
Bittrich, Halle Es
wird Zeit, das Drecksblatt auszutrocknen! * Marcel Bethan,
Berlin * Julia Wiedemann,
Berlin Friedrichshain-Kreuzberg * Matthias Höhn,
Magdeburg * Rüdiger Drews,
HH-Nord * Stefan Gebhardt,
Hettstedt * Peter Ritter,
Stavenhagen * Stefan Graf,
Berlin-Charlottenburg * Elke Breitenbach,
Berlin, Pankow * Andreas Winter,
* Manfred
Jannikoy, KV Lörrach * Andrej
Hermlin, Pankow * Holger
Weidauer, Leipzig Was
Genossinnen und Genossen in zwei Jahrzehnten mit Köpfchen und Herz
aufgebaut haben, reißt dieses linke (???) Blatt mit dem Arsch wieder ein.
* Sebastian Michaelis, Bochum
* Thomas Barthel,
Berlin/Friedrichshain * Michaele Sojka,
Altenburg Das ist wirklich das
allerletzte! * raik weber,
berlin pankow * Tatjana Gabelin,
Friedrichshain-Kreuzberg * Brunhilde Michaelis,
KV Bochum/Bochum * Sabine Behrens,
Marzahn-Hellersdorf * Martin Wilke,
Berlin-Pankow * Roberto Paskowski,
KV Ingolstadt * Andreas Thomsen,
Bezirksverband Neukölln * Frank Irle,
Hochfranken Unter anderem wegen ihrer
inhaltlichen Nähe zur "Jungen Welt" bin ich aus der LINKEN
ausgetreten - offensichtlich nicht als einziger. Setzt ein starkes Zeichen
und distanziert euch endlich von diesem nichts als Kaltkriegspropaganda
verbreitenden Drecksblatt! * Höll, barbara,
Stadtverband Leipzig * Bernd Hüttner,
Bremen, parteilos, seit 2006 Mitglied Historische Kommission der LINKEN
* anonym, Berlin, Treptow-Köpenick
* Monika Wechsler, Coburg * Sandy
Gruber, Klingenthal * Knut
Rauchfuss, Bochum Die
Forderung ist längst überfällig. Gut dass sie endlich vielstimmig in der
Linken erhoben wird. Eine Zeitung, die systematisch Verbrechen immer dann
billigt und bewirbt, wenn sie den Stallgeruch irgendeines scheinbaren
Antiimperialismus tragen, können Menschen mit aufrichtigen
emanzipatorischen Zukunftsvisionen schon länger nur noch als
"politischen Gegner" einordnen. * Annegret
Gabelin, Berlin-Lichtenberg * Uwe
Michel, Berlin-Kreuzberg * Dorendorf,
Wernigerode Es reicht jetzt endlich!NEIN,
das ist nicht links, was die JW hier von sich gibt!!! * Lutz
Pohle, Peking * H.-G.
Endler-Bayanifar, Bremen * Vasco
Schultz, Hamburg-Wandsbek Dieser
ganze Artikel wäre weit weniger schlimm, wenn das Ganze "nur" als
Provokation gedacht wäre. Leider scheinen diese Hardcore-StalinistInnen das
auch noch ernst zu meinen... Wie zynisch! Pfui! * Daniel
Tietze, Berlin-Lichtenberg * Salvador
Obrhaus, KV Wuppertal Ich
habe die JW bisher bei aller Kritik zu schätzen gewusst, bisher...
* Bodo Niendel, Berlin, DIE
LINKE.queer, Vorstand Berliner CSD * Bergemann, Lars,
PUR / Wolgast ohne wenn und aber !
* Jana Lankau, Salzlandkreis
* Gerlinde Stobrawa, Bad Saarow
* Sabine Pester, SV Chemnitz
* Kai Bekos, KV Jena Sozialismus
und Freiheit bedingen einander. Es kann keine wirkliche Freiheit ohne
Sozialismus geben und der Sozialismus wird niemals von Dauer sein können,
wenn es keine Freiheit gibt. * Judith Dellheim,
Berlin, Marzahn-Hellersdorf * Christoph Nogacki,
Kiel * David Adler, Mainz
* Jürgen Plagge-Vandelaar, Bochum
* K.Plagge, Bochum * Anni
Seidl, BV Berlin-Mitt * Ulrich
Lamberz, Berlin-Lichtenberg * Olaf
Michael Ostertag, Berlin
Steglitz-Zehlendorf * Pohlisch, Uschi,
Berlin Treptow/Köpenick * Ben Kretzschmar,
Leipzig * anonym, Bochum
* Moritz Kirchner, LINKE Potsdam
Vielleicht sollte die Junge Welt mal im 21.
Jahrhundert ankommen und mit ihrer paläostalinistischen Selbstreferenz aufhören
* Sven Szymanski, Neunkirchen/
Schiffweiler * Alban Werner,
KV Aachen Eine nüchterne, kritische
Auseinandersetzung mit dem Charakter der DDR wird nicht nur durch den
reaktionären deutschen Antikommunismus verhindert, sondern auch durch
geschichtslose Verherrlichung wie in der >jungen Welt<.
* Benjamin Krüger, Berlin *
Jonas Bens, Kreisverband Bonn
* Sascha Luetkens,
Hansestadtverband Lübeck * Frank Puskarev,
BO Brüssel * Ralf Sembowski,
Köln * Uwe K. Dresner, KV-Münster
* Nora Schüttpelz, LV MV *
Liebe Linke! Phobiefreie Ecken sind zwar selten, aber macht
euch wenigstens auf die Suche. In Der Linken werdet ihr keine finden.
T:I:S, 17. August 2011. Luc Jochimsen hat übrigens mal wieder gar
nichts verstanden. Siehe auch: Die Sitzenbleiberin
vom 13. August heißt Marianne
Linke sowie Abgeschrieben
und Unverzeihlicher Angriff auf Staatsräson - arrivierte Linke gegen
"junge Welt", Schattenblick,
T:I:S, 18. August 2011
Anmerkung
(1)
Einzelheiten zum Bak-Shalom-Mitbegründer und NeoCon Mark Seibert hat Uwe-Jürgen
Ness zusammengetragen. T:I:S, 23. August 2011
URL dieses Beitrags:
http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Phobikersammelstelle
nach oben
*

Mailand,
Januar
2011
Foto: Jelisaweta
Belajewskaja
T:I:S,
13. Januar 2011
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#comunista
nach oben
*
Wo bitte geht’s zum Kommunismus?
Wer hätte geahnt, daß eine Debatte mit dem Titel »Wo bitte
geht’s zum Kommunismus?« alle Medien und führenden Politiker im Lande so
sehr beschäftigt? junge
Welt, 8. Januar 2011
Teaser zu Beiträgen in der jungen Welt vom 8.
Januar 2011:
Die Fraktionschefin der Linken in der Bürgerschaft, Dora
Heyenn, spricht von einer Hysterie,
die sie an die McCarthy-Ära in den USA erinnere. Rüdiger
Göbel
Wer Wiederbewaffnung, Hochrüstung und seit 1990 deutsche
Kriegseinsätze bekämpft, stellt diese Gesellschaft in Frage. Der
Lärm um »Kommunismus« verdeckt deren Legitimationskrise. Arnold
Schölzel
Daß die Bewegung 2. Juni, in der große Volksaufklärer
wie Fritz Teufel tätig waren, den legal kriminellen Führungskräften
des Landes etwas Muffensausen eingab, war nützlich und gut und sorgte
für eine immerhin minimale Zivilisierung dieses sich als Elite mißverstehenden
Personenkreises aus Politik, Wirtschaft, Militär, Religion und Medien. Wiglaf
Droste
Exemplarisch seien hier der Internetnutzer »Berliner Kindl«
und seine Schlußfolgerungen zur medialen Debatte genannt: »Vielleicht«,
schreibt er auf fact-fiction.net,
»folgen Gesine Lötzsch und Inge
Viett dem Beispiel von Rosa Luxemburg in den Freitod. Der Berliner
Landwehrkanal hat auch seine Vorzüge...« Dietmar
Koschmieder.
Rosa Luxemburg wurde mit Rückendeckung des Volksbeauftragten
für Heer und Marine, Gustav Noske, SPD, ermordet.
Ihre Leiche wurde in den Landwehrkanal geworfen. Älteres über fact-fiction.net
hier. T:I:S
Eine starke revolutionäre Organisation ist als Kern
revolutionärer Praxis unerläßlich. Die Herrschenden wissen das, offenbar bis
jetzt besser als die Beherrschten. Sie bereiten die Unterdrückungsmaßnahmen
vor, schaffen die Instrumente dafür. Der Imperialismus ist überall mit dem Übergang
zu faschistischen Herrschaftsmethoden verbunden. Hans
Heinz Holz
Frage an Dieter Dombrowski, CDU: "Warum bestehen Sie
nicht darauf, daß bei Verwendung des Begriffs »westliche Wertegemeinschaft«
zugleich auch an die Folter im Bagdader Gefängnis Abu Graib erinnert wird? Oder
an Guantánamo, wo jeden Tag – in der Gegenwart also – Gefangene der USA
gefoltert werden?" Peter
Wolter
T:I:S, 7. Januar 2011
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#junge
nach oben
*
Thomas
Immanuel Steinberg
Der Knochenmann

Heraus zum 1. Mai, ruft das Revolutionäre
1. Mai-Bündnis mit diesem wunderbaren Plakat den Bernern und allen
Schweizern zu. Doch flugs entdecken deutsche NeoCons darin – man faßt es kaum
– Antisemitismus. Das Plakat schüre Judenhaß, behauptet die Autonome
Antifa Freiburg.
Wie das? Der Tod ein Jude? Euro, Yen und
Dollar jüdisch?
Nein, viel wilder. Der Kapitalismus, der
mörderische, an dessen Fäden wir alle hängen auf Leben und Tod, dieser
Knochenmann habe auf dem Plakat langgezogene Backenknochen, die eine jüdische
Nase andeuten würden. Und der
Ring. Man kann's nicht entziffern, aber auf dem Ring soll stehen:
In Gold We Trust.
Wie wahr gesprochen, Kapitalisten fehlt
genau das Gottvertrauen, das uns der Spruch "In God We Trust"
auf jedem Dollar nahelegt. Kapitalisten setzen aufs Kapital, und in Krisenzeiten
auch auf Gold. Doch nun kommt's. Der Goldring am Finger des Marionettenspielers,
so die Freiburger NeoCons im Antifa-Hemdchen,
erinnert an den „Gelben Ring“, den
Juden und Jüdinnen im Mittelalter auf der Kleidung tragen mussten. Der gelbe
„Judenring“ war damit Vorläufer des gelben „Judensterns“ im
Nationalsozialismus.
Auf der Kleidung. Die Juden. Im
Mittelalter. Einen gelben Ring. Hätten Sie's gewußt? Mediävisten dürften den
Sachverhalt kennen, also Leute, die das Mittelalter erforschen. Wikipedia
verrät dem gemeinen Mann:
[Juden] mussten seit dem 13.
Jahrhundert in vielen Ländern und Regionen ein Stoffstück in Kreis-, Ring-
oder Rechteck-Form außen sichtbar – meist vorn in Brusthöhe – auf der
Kleidung tragen.
Aus dem Stoffring, der auch ein Kreis oder ein
Rechteck sein kann, vorn, in Brusthöhe auf der Kleidung; aus dem Zahngold (!),
das Nazischergen (!) den Ermordeten aus dem Kiefer brachen und in die Schweiz
(!) verkauften; und weil die Nazis behauptet haben, die Juden zögen die
Strippen; aus all dem schließen die Freiburger Antikommunisten: das
antikapitalistische Schweizer Mai-Plakat sei antisemitisch.
Ob Loch im Strumpf, ob Pilz im Wald, mancher denkt
immer nur an das Eine. Die Freiburger NeoCons treiben's ärger: sie jüdeln uns
eins vor. Auf
ihrer Internetseite verlinken sie zum ganzen Gewäsch unter dem
Motto:
Nous sommes tous des juifs allemands. Wir sind
alle deutsche Juden.
Die Hetzer imaginieren sich als
Verfolgte, Vernichtungsbedrohte, beinah Vergaste.
Das Schweizer Revolutionäre
1.Mai-Bündnis hat bedächtig reagiert:
Wer aber Macht und Geld mit jüdischen
Menschen gleichsetzt, der hat offensichtlich antisemitische Vorurteile.
Diese Vorurteile gilt es zu widerlegen und zu überwinden, nicht zu
festigen.
Judäophobie und Antikommunismus haben
den Autonomen Antifas den Brägen zerfressen. Da lacht der Knochenmann.
T:I:S, 21. April 2010. Zuschriften
zum Ereignis hier. Zum Thema siehe auch Neokonservativismus,
Zionistische Provokationen, Hasbara - Zionistische Propaganda,
Judäophobie und Kriegsjuden
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Knochenmann
nach oben
*
Thomas Immanuel Steinberg
Pantoffelkino
Mal ernst und streng, mal raunend tragen die MDR-Sprecher vor,
was seit 20 Jahren bekannt und bei Wikipedia unter Gruppe
Ralf Forster komplett und ziemlich sachlich nachzulesen ist: Im Falle eines
Krieges zwischen BRD und DDR sollten 200 (!) DKPler als Fünfte Kolonne im
Westen den bewaffneten Kampf gegen den Klassenfeind aufnehmen. Video,
sieben Minuten.
Schlimm. Vor vierzehn Jahren verlieh Die Zeit der Gruppe den
passenden Klarnamen: Pantoffel-Partisanen.
Da beim einstigen Räuber- und Gendarmspiel kein Kameramann vom MDR dabei war,
garnierten die Pantoffel-Journalisten ihren Kalten Muckefuck – konspirativ,
konspirativ, denn sie verrieten nicht, was da zu sehen war – mit
DDR-Fernsehbildern von Geländeübungen der DDR-Kampfgruppen
der Arbeiterklasse.
Und bei Minute 4:40, stellt da nicht eine ganz bestimmte Stimme
dem reuigen Pantoffelhelden Lothar Oertel eine Frage? Ist das nicht Henryk M.
Broder, bekannt aus Funk und Fernsehen?
Kurz: Das deutsche Staatsmedium macht Berichte für die armen
Tröpfe, die nicht googeln können und keinen Enkel haben, der es ihnen abnimmt.
T:I:S, 14. Juli 2009
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Pantoffelkino
nach oben
*
Thomas Immanuel Steinberg
Fürstliche Einladung

Ferdinand Graf von Bismarck, genannt Fürst Bismarck, Urenkel
des Reichskanzlers und Chef des Hauses Bismarck in Friedrichsruh bei Hamburg –
Seine Durchlaucht also –
hat MICH eingeladen. Er ist alarmiert. Deutschland drifte nach links,
fürchtet er. Ein Drittel aller Schüler in Ost und West halte Konrad Adenauer
für einen DDR-Politiker! Und weiter:
Während die Verbrechen des Dritten Reiches zu Recht beim
Namen genannt werden, wird der Terror kommunistischer Gewaltherrrschaft
verschwiegen oder verharmlost. Aus derartiger Ignoranz können Kommunisten
politisches Kapital schlagen.
Doch:
Lassen wir uns Deutschland nicht schlechtmachen: Wir müssen
uns auf unsere alten Tugenden besinnen. Unter der Regierung Otto von
Bismarcks vollzog sich der Aufstieg Deutschlands aus Zersplitterung und
Entzweiung zu einer geeinten Nation und zum modernsten Industriestaat der
Welt!
Besinnen wir uns also auf den Aufstieg Deutschlands unter
Ferdinand von Bismarcks Urgroßvater, dem Reichskanzler von 1871 bis 1890.
1882 wird der Kolonialverein gegründet, 1884 die Gesellschaft
für deutsche Kolonisation durch Carl Peters. Mit Eingeborenen, so der dtv-Atlas
Weltgeschichte vom April 2000 auf Seite 387, werden private Verträge in Süd-
(Lüderitz, 1883), West- (Woermann) und Ostafrika (Peters) geschlossen. Auf der
Kongo-Konferenz in Berlin 1884/85 vermittelt Otto von Bismarck die Bildung eines
Kongo-Staates unter Leopold II. von Belgien; der Kongo-Staat gehört fortan
Seiner belgischen Hoheit ganz allein und ganz privat.
Bismarck läßt unterdessen die "Flagge dem Handel"
folgen: Deutsch-Südwestafrika wird 1884 deutsches Schutzgebiet. 1889 entsendet
der Kanzler deutsche Schutztruppen, die bis 1906 Herero- und
Hottentottenaufstände niederschlagen. 1885 wird Deutsch-Ostafrika Schutzgebiet.
Eine Schutztruppe aus Afrikanern, den sogenannten Askari, wird 1889/90 gegen
aufständische Araber eingesetzt.
Wahrhaft besinnlich ging's also zu bei Deutschlands Aufstieg
unter Ferdinands Urgroßvater. Deshalb schreibt mir der Urenkel in seiner
Einladung:
Für die Besinnung auf eine selbstbewußte Nation kämpft in
Berlin die von einer jungen Mannschaft exzellent produzierte Wochenzeitung
JUNGE FREIHEIT. Sie läßt sich dabei durch das politisch korrekte Kartell
der Linksmedien nicht beirren.
Ich sei eingeladen, diese Stimme der Freiheit viermal gratis zu
beziehen.

Nun habe ich sie schon einmal gratis bezogen; deshalb wohl jetzt
die ganz persönliche Einladung. Doch die Zeitung ist ein brauner Hering, und langweilig
dazu.
T:I:S, 30. Mai 2009
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Bismarck
nach oben
*
Im Ermittlungsverfahren gegen Marianne Birthler wegen
Volksverhetzung lege ich gegen Ihren Bescheid vom 18. September 2007
Dienstaufsichtsbeschwerde wegen unrichtiger Sachbehandlung ein. Entgegen der
Auffassung der Staatsanwaltschaft sind sehr wohl zureichende Anhaltspunkte für
ein strafbares Verhalten gegeben.
Es kann keine Rede davon sein, dass die BStU, die von der
Beschuldigten zu 1. geleitet wird, nichts anderes getan habe, als - quasi
kommentarlos- „ein authentisches historisches Dokument zu veröffentlichen“...
( Fiand)
Armin Fiand, Rechtsanwalt zu Berlin, hat gegen den
Einstellungsbescheid (.doc-Datei) der Staatsanwaltschaft Berlin Dienstaufsichtsbeschwerde
(.doc-Datei) erhoben. Seine Strafanzeige (.doc-Datei) steht hier.
T:I:S, 6. November 2007
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Dienstaufsichtsbeschwerde
nach oben
*
Strafanzeige
(.doc-Datei) des Armin Fiand, Rechtsanwalt zu Hamburg, gegen Frau Marianne
Birthler, Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
der ehemaligen DDR (BStU), Berlin; gegen Herrn Jörg Stoye, Leiter der
Magdeburger Außenstelle der BStU; gegen Herrn Günter Nooke, Beauftragter der
Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Berlin, wegen
(insbesondere) des Verdachts der Volksverhetzung, § 130 StGB.
T:I:S, 15. August 2007
Mehr zum angeblichen Schießbefehl-Beweisdokument
bei Andreas
Hauß
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Volksverhetzung
nach oben
*
Ziehe, sonst wirst du geschleift wie der Palast
der Republik.

In der kleinen Ausstellung über den Kampf um den
Palasterhalt
Foto: tofoto
Der Palast der Republik, Stolz der DDR, wurde geschleift. An
seine Stelle tritt Disney Land: drei rekonstruierte Fassaden des Berliner
Schlosses vom Ende der deutschen Kaiserzeit. Der Museumsverbund Pankow
dokumentiert in Bild und Ton den verlorenen Kampf um den Erhalt des Palasts:
Klaus-Rüdiger Landowsky (Bankenskandal Berlin) fabuliert,
nicht alle DDR-Bürger hätten das Gebäude nutzen dürfen. Wilhelm von
Boddien schwallt, der Palast habe nicht hingepaßt, wo er stand. Und ein Historiker
konstatiert lakonisch, daß Herrscher immer schleifen, was der besiegte Gegner
errichtet hat.

Selten geöffnet: Die Ausstellung in Berlin-Prenzlauer
Berg
Foto: tofoto
Dank an Finn-Prenzlberg. T:I:S, 8. August 2007
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Palast
der Republik
nach oben
*
Richard Herzinger
Politredakteur der Welt am Sonntag - Ein deutscher NeoCon
junge
Welt (ca. 20 000 Zeichen), T:I:S, 22. Januar 2007
siehe auch Richard
Herzinger
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Thomas
Wagner
nach oben
*
Peter Hacks
An Hans Magnus Enzensberger, 10.4.1961
Lieber Herr Enzensberger,
Sie müssen nicht wieder freundlichen und bescheidenen
Menschen einen Schreck einjagen, so wie Sie es mit mir getan haben. Sie haben
mich böse angesehen und gesagt, ich sei für den Bürgerkrieg; ich hätte das
geschrieben. Ich habe gleich ganz lange nachgesehen und gesucht, wo ich das
geschrieben habe; denn ich bin, wie gesagt, sehr schreckhaft veranlagt. Was ich
aber nur gefunden habe, war der Satz „revolutionär ist der Bürgerkrieg“. O
schauderhafte Schwierigkeiten der Terminologie.
Ein Bürgerkrieg ist natürlich eine Sache, die nach
Revolutionen, und gegen diese, geführt wird. Alle Revolutionen sind unblutig,
alle Bürgerkriege sind blutig. Alle Bürgerkriege werden von der
Gegenrevolution begonnen; die Vendée, Rußland, Spanien, Guatemala, Ungarn, der
für Kuba geplante, etc. Ich bin, ich versichere es Ihnen, gegen das Anfangen
eines Bürgerkriegs; ich bin natürlich nicht gegen das Führen eines solchen;
denn das hieße Verzicht auf Revolution. Ich bin für Abwehr eines westdeutschen
Angriffs (vor dem ich eine große und zitternde Furcht habe); ich (und mein
bekannter Unterdrücker Ulbricht) plane aber keinen Angriff auf Westdeutschland,
nicht einmal eine Revolution dortselbst.
Sie brauchen also für mich speziell jetzt keine Atombombe
einzukaufen. Geben Sie bitte die dafür vorgesehene Summe für eine Fahrkarte
nach Berlin aus und bringen Sie mir eine Flasche Whisky mit; denn Sie behalten
dann sogar noch Geld übrig. Schöne Grüße an den Walser, falls Sie ihn
treffen.
Herzlichst,
Ihr Peter Hacks
Peter Hacks: Verehrter Kollege. Briefe an Schriftsteller. Ausgewählt,
herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Rainer Kirsch. Eulenspiegel
Verlag, Berlin 2006, 368 S. geb.,19,90 Euro (ISBN 3-359-01639-4). Auswahl in der
jungen Welt: Teil I; Teil
II
T:I:S, 29. September 2006
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#P
nach oben
*
Fakten Fiktionen
„Pankow war früher ein Begriff“, steht über einem
Gedicht im stark besuchten Blog Fakten
Fiktionen. Darunter heißt es: „Dieses Gedicht stammt aus Zeiten des
Kalten Krieges. Wer diese harmlosen Zeilen in der DDR gesungen hat, kam in den
Knast nach Bautzen. Pankow war früher ein Synonym für die DDR-Diktatur.“
Knast. Bautzen. Schrecklich. Welcher 50er-bis-80er-Jahre-Schlager
das gewesen sein soll? Der Blogger verkorkst den Text. Er meint aber, und will
damit keinen April-Scherz machen, das Altberliner Scherzlied aus dem 19.
Jahrhundert mit der bekannten Eingangs-Strophe
„Bolle reiste jüngst zu Pfingsten / nach Pankow war sein Ziel, / da verlor er
seinen Jüngsten / ganz plötzlich im Gewühl; / ne volle halbe Stunde / hat er
nach ihm gespürt, / aber dennoch hat sich Bolle / ganz köstlich amüsiert!“
Wovon kommt sowas? Vom Antideutschtum-Deutschtum. Der judäophile
Muslimenfresser findet, daß Joachim Fest „immer glänzend beobachtet und
formuliert“. Der Name seines Blogs ist Programm: Fakten Fiktionen wabern
verbindungs- und zugleich trennungslos im Cyberspace.
T:I:S,
1. April 2006. Siehe
auch Robin Renitent
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#F
nach oben
*
Empfehlung: Innenansichten aus der Republik Belarus von
Werner Pirker, Teil I
und Teil II. T:I:S,
10.April 2006
*
Joachim Guilliard
Zur Berichterstattung über die Wahlen in Weißrussland
Leserbrief an die Frankfurter Rundschau vom 29. März 2006
Sehr geehrte Damen und Herren,
von den 191 Staaten, die es mittlerweile gibt, haben sicherlich mehr als 150 größere
Defizite in bezug auf Demokratie und Menschrechte. Doch nur wenige von ihnen
ziehen deswegen die Aufmerksamkeit europäischer Politiker und Medien auf sich.
Interessant daher die Frage, was denn wohl an Weißrussland so Besonderes ist,
dass dieses eher unbedeutende Land, ohne nennenswerte Bodenschätze, aktuell so
im Zentrum des Interesses steht.
Das Land wird autokratisch regiert, keine Frage. Hierin unterscheidet es sich
aber kaum von seinen Nachbarländern. Bei den Wahlen waren die Chancen ungleich,
heißt es. Auch das ist sicherlich richtig. Doch dieses Manko ist leider auch in
alten parlamentarischen Demokratien nichts Ungewöhnliches. In den USA z.B.
gewinnen bei den Wahlen zu Senat und Repräsentantenhaus zu über 90% die
Kandidaten, die das größere Wahlkampfbudget haben. Und auch in Deutschland
wird wohl kaum jemand behaupten, dass es echte Chancengleichheit zwischen den
Regierungsparteien und beispielsweise der WASG gibt.
Auch die Auflösung des mehrtägigen Protestcamps, das eine kleine Schar von
Oppositionellen nach ihrer Wahlniederlage in der Hauptstadt eingerichtet hatte,
rief hierzulande Empörung hervor. Dabei hat fast jeder, der sich in Deutschland
für Umwelt oder Frieden eingesetzt hat, ähnliche Erfahrungen gemacht. Es wird
doch niemand ernsthaft glauben, dass deutsche Behörden ein ungenehmigtes Camp
auf zentralem Platz in Berlin auch nur Stunden dulden würden, insbesondere wenn
die Organisatoren finanzielle und personelle Unterstützung von unliebsamen Ländern
wie z.B. Iran und Nordkorea erhielten.
Was das kleine Land tatsächlich von den meisten anderen unterscheidet, ist die
Wirtschaftsform. Weißrussland ist dem Zeitgeist und dem Druck des Westens nicht
gefolgt und hat die Umwandlung in eine neoliberale Marktwirtschaft nicht
mitgemacht. Der Bevölkerung blieben Schocktherapien und Absturz ins Elend, wie
in den Nachbarländer, erspart. Die Wirtschaft prosperiert, und die
Arbeitslosigkeit liegt bei etwas mehr als einem Prozent. Die Weißrussen
erfreuen sich nach wie vor Sozialleistungen, von denen die meisten Menschen auf
dem Rest des Kontinents nur noch träumen können.
Das ist der Grund, warum die Mehrheit im Lande trotz des autokratischen
Regierungsstils hinter dem Präsidenten steht. Das ist auch der wahre Grund,
warum europäische Politiker und Medien diesen Außenseiter gern beseitigen möchten.
Ist doch das erfolgreiche Wirtschaftssystem nicht nur der Ausweitung der Geschäftstätigkeit
westlicher Firmen im Wege, die bereits einen großen Teil der osteuropäischen
Wirtschaft übernommen haben, sondern auch ein miserables Beispiel für Andere,
die leicht in Zweifel über die herrschende neoliberale Politik kommen könnten.
Darum wird alles versucht eine weitere bunte „demokratische Revolution“ in
Gang zu setzen – auch gegen den Willen von gut 80% der Bevölkerung.
Mit freundlichen Grüßen,
Joachim Guilliard
Heidelberg
T:I:S, 31. März 2006
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#J
nach oben
*
Jonathan Steele schreibt im Guardian
über die einseitige Berichterstattung westlicher Medien und den
Propaganda-Feldzug westlicher Staaten gegen Alexander Lukaschenko. Die Botschaft
der Republik Belarus hat den Artikel aus ihrer Sicht auf Deutsch zusammengefaßt.
T:I:S, 16. März 2006
nach oben
*
Belarus im Fadenkreuz
Durch Weißrußland, jetzt Belarus, führen dicke
Leitungen mit russischem und kasachischem Erdgas und Erdöl in den Westen. Das
Land grenzt an Rußland. Doch das Volk und sein Präsident Lukaschenko lehnen
die Bescherung ab, die der Westen für sie bereithält, nämlich Elend wie in
Polen und der Ukraine.
Propaganda soll die weißrussischen Trotzköpfe noch vor
der Präsidentschaftswahl am 19. März 2006 umstimmen. Sie spiegelt sich wider
in den deutschsprachigen Meldungen zum Stichwort „belarus“, über Google
Alert gesammelt vom 4. bis 10. März 2006.
Google Alert
für: belarus
- Weißrussland: Der "letzte Diktator" erstickt die Kritik
N24 - Berlin,Germany
... gelang. In Belarus, wie sich die Republik Weißrussland
selbst nennt, fehlen regierungskritische Fernseh- und Radiosender völlig. ...
- Oppositionspolitiker zu 15-tägiger Haft verurteilt
derStandard.at - Wien,Austria
Moskau - Zehn Tage vor der Präsidentschaftswahl in Belarus (Weißrussland)
ist der Oppositionspolitiker Winzuk Wjatschorka zu einer 15-tägigen
Haftstrafe ...
- Europa sollte Belarus zur freien und fairen Wahl ermutigen
Deutsche Welle - Germany
Manfred Grund ist parlamentarischen Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion
im Deutschen Bundestag und wird während der Wahlen als Beobachter in Belarus
sein. ...
- Belarus: Zunehmende Spannungen vor der Wahl
Deutsche Welle - Germany
Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl in Belarus nehmen die
Repressionen der Staatsmacht zu. Fokus Ost-Südost fasst die Entwicklungen ...
- MdB Monika Knoche erklärt in der Debatte zum Antrag 'Belarus vor ...
Businessportal24
(Pressemitteilung) - Bad Lausick,Germany
MdB Monika Knoche erklärt in der Debatte zum Antrag 'Belarus vor den
Präsidentschaftswahlen 2006' ua: Lukaschenko ist kein Demokrat. ...
- Osteuropäische EU-Staaten wollen "reale Perspektive" für Kiew
derStandard.at - Wien,Austria
In Belarus (Weißrussland) sei zu erwarten, dass der autoritäre Präsident
Alexander Lukaschenko die Wahlen gewinnen werde, sagte Somogyi. ...
- "Demokratische Erfahrung fehlt"
derStandard.at - Wien,Austria
... am 19. März in Belarus (Weißrussland). Und zwar auch
ohne Wahlmanipulation. Hans ... ehemaligen Sowjetunion. Belarus
sei stabil. Viele ...
- EU "äußerst besorgt" vor Wahlen
derStandard.at - Wien,Austria
Wien - Die Europäische Union ist "äußerst besorgt" über die
Lage in Belarus (Weißrussland) im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen
am 19. ...
- PHOENIX Sendeplan Donnerstag, 09. März 2006
news aktuell (Pressemitteilung)
- Germany
Stunde auf Antrag Die Linke zur Zukunft der Renten; Rentenwerte; Wahlen in Belarus;
Kinderbetreuung; Kreditwesengesetz; Verbraucherpolitik; GmbH-Gründungen ...
- KACZYNSKI IN BERLIN Besuch beim ungeliebten, fremden Nachbarn
Spiegel Online -
national,Germany
... größeres deutsches Interesse, auf das Eugeniusz Wappa noch
immer wartet: "Wir hoffen natürlich, dass man sich nun auch in Berlin
um Belarus kümmert, nicht ...
- Gratwanderung über Schienen
Wiesbadener Kurier -
Rheinland-Pfalz,Germany
... In Belarus/Weißrussland, dem einzigen Flecken auf dem
Kontinent, wo noch die Todesstrafe vollstreckt wird und in dem Präsidenten-Patriarch
Lukaschenko seit ...
- Russland überdenkt seine Politik gegenüber Belarus
Deutsche Welle - Germany
... Trotz aller Bedenken gegenüber seinem autoritären Amtskollegen
will Putin Belarus als politischen Verbündeten nicht aufgeben. ...
- Belarus: Drei Gegenkandidaten für Lukaschenko
Deutsche Welle - Germany
Die Zentrale Wahlkommission von Belarus hat vier Präsidentschaftskandidaten
registriert. Gegen den Amtsinhaber Lukaschenko treten ...
- Medien-Monitoring in Belarus: Opposition kommt nicht zu Wort
Deutsche Welle - Germany
Im Prinzip ist Kritik an der Staatsmacht in Belarus fast unmöglich,
denn die Opposition kommt nicht zu Wort. ... Hoch lebe Belarus!".
...
- Belarus: Dutzende regierungskritische Demonstranten in Minsk ...
derStandard.at - Wien,Austria
Minsk - Bei einer Demonstration gegen die autoritäre Regierung von Staatspräsident
Alexander Lukaschenko sind in Belarus am Donnerstag Dutzende Menschen
...
- Neue Festnahmen Oppositioneller in Belarus
Deutsche Welle - Germany
... Radio Razija aus Polen will die Menschen in Belarus jetzt
informieren. ... Das unabhängige Radio für Belarus wird von
Polen unterstützt. ...
Doch
halt, ein Beitrag war dabei, der gar nicht zu den andern paßt:
- Umsturzhilfe Ost für Belarus
Junge Welt - Berlin,Germany
... empfangen. Wahlumfragen in Belarus zufolge hat der
Physiker aber keinerlei Chance, legal an die Macht in Minsk zu kommen.
Vorsorglich ...
Dort
erläutert Rüdiger Göbel, wie das geht ohne Reichsschrifttumskammer: mit etwas
Kleingeld.
Inzwischen steht es in Deutschland und Österreich 16 zu 1 für die
Informationsfreiheit über Belarus.
T:I:S, 10. März 2006
Beiträge
von SteinbergRecherche zu Belarus seit 2001:
1. Belarus
"Ingo Petz schreibt über Belarus,
als hätte der ehemalige Chef des Bundesnachrichtendienstes ... 2.
Belarus
Elections: Dictating Democracy? by David Chandler ..."
www.steinbergrecherche.com/frbelarus.htm
2. Deutsche
Kriegspolitik "BSV:
Ja, ich denke, das ist einer der Gründe, weshalb es in Belarus
derzeit keine gewaltfreie ... Betrifft: Feindliche Handlungen gegen den Staat Belarus
..."
www.steinbergrecherche.com/kriegspolitik.htm
3. Jan
Busch "Sie pflegen
enge Beziehungen ua zur Sozialdemokratischen Partei Belarus
(BSDP-NG), ... Botschaft der Republik Belarus
in der BRD: Pressemitteilung Nr. 5, ..."
www.steinbergrecherche.com/frjanbusch.htm
4. Ute
Weinmann "der
nationalistisch-chauvinistische Club Zubr in Belarus
ist, ... Weinmann unterschlägt, wer in Belarus
die Opposition betreibt und die Weltpresse mit ..."
www.steinbergrecherche.com/asweinmann.htm
5. Krieg
um Öl "1. über Belarus
(Weißrußland) nach Polen und Deutschland. Das ist der Grund, weshalb die USA
Michael ... Doch Belarus
und Rußland halten (noch) zusammen. ..."
www.steinbergrecherche.com/askaratschi.htm
6. Hermann
Werle "Als besonderes
Gefahrenpotenzial wird Belarus
ausgemacht. ... Beinahe bedauernd stellt das Strategiepapier fest, dass Belarus
im Gegensatz zu den ..."
www.steinbergrecherche.com/werle.htm
7. Willis
Edmondson "Ob Irak,
Afghanistan, Venezuela, oder Belarus:
jungle world ergreift Partei für den Stärkeren, die US-Macht. jungle world gab
auch den Auftakt zur Hexenjagd ..."
www.steinbergrecherche.com/aswillisedmondson.htm
8. Sudan
"Belarus
verkaufte vierzehn großkalibrige russische Artilleriesysteme an die
Zentralregierung. Die Waffen schützen das Öl, das Öl finanziert die Waffen.
..."
www.steinbergrecherche.com/sudan.htm
9. Pipelines
und T... "Belarus
zum Beispiel ist von Pipelines durchzogen, die Mittel- und Westeuropa mit
kasachischem und russischem Öl und Gas beliefern. US-Botschafter Kozak und
..."
www.steinbergrecherche.com/asteddy.htm
10.
german
foreign policy "März
mit Kanzlerrede; ins Strategiepapier der Bertelsmann-Stiftung, das den Plan zum
Regierungsumsturz in Belarus
ausbreitet. dpa-Meldungen, also das, ..."
www.steinbergrecherche.com/german-foreign-policy.htm
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#B
nach oben
*
Thomas Immanuel Steinberg
Lafontaine
Der Mann ist für
Folter in Deutschland. Doch er muß auch zweifelsfrei das israelische
Gesetz billigen, wonach Staatsfeinde gemäßigtem, oder auch gesteigertem körperlichem
Druck auszusetzen sind, zum Beipiel heftigem Schütteln. Nun lasse Lafontaine,
so fand das Vorstandsmitglied der Berliner WASG Michael Prütz heraus,
erhebliche Zweifel an seiner Folterhingabe aufkommen:
Berliner WASG rügt Lafontaine
Der Streit zwischen dem Berliner
Verband und der Bundesspitze der Wahlalternative Arbeit und soziale
Gerechtigkeit (WASG) um einen eigenständigen Antritt bei der
Abgeordnetenhauswahl verschärft sich. Das Vorstandsmitglied der Berliner WASG
Michael Prütz kritisierte, dass Links-Fraktionschef Oskar Lafontaine heute mit
der Berliner Vertreterin im WASG-Bundesvorstand, Christine Buchholz, und Lucia
Schnell an einer Pressekonferenz der "Initiative Rixdorf" teilnehme.
Beide seien als "gestandene Funktionäre" der Organisation
"Linksruck" bekannt, die Israel als "Unterdrückerstaat"
bezeichnet und Terroranschläge von Palästinensern als "berechtigten
Widerstand" bezeichne. DDP
taz Berlin lokal vom 2.3.2006,
S. 21, 24 Z. (Agentur)
Müssen Lafontaine die Bürgerrechte entzogen werden?
Nicht, wenn er – notfalls nach heftigem Schütteln – das Israel-Treue-Revers
unterzeichnet, das im Springer-Verlag seit langem demokratische Praxis ist. Nur
so ist einem Manne beizukommen, der offenbar Deutschen, nicht aber Israelis das
Foltern gestatten will.
T:I:S, 3. März 2006
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Tho
nach oben
*
Fofana selbst bestätigte, Halimi wegen seiner Religion für
reich gehalten zu haben, bestritt aber antisemitische Beweggründe. Die Bande
hatte offenbar auch nichtjüdische Gutverdiener erpresst, teilte die Polizei
mit. Die Zeit - International Hauptverdächtiger ausgeliefert.
T:I:S, 4. März 2006
Thomas Immanuel Steinberg
„Ist der Mord an Ilan
Halimi ein antisemitisches Verbrechen?“
- wollte die Zeitschrift Jungle
World von Beate Klarsfeld wissen. Die französische Anhängerin der
israelischen Staats- und Regierungspolitik antwortete:
Auf jeden Fall. Er wurde ausgesucht, weil
er Jude war. Dahinter stand das antisemitische Kalkül, dass seine Familie
Geld hat.
Was aber, wenn das ohne Beleg unterstellte
Kalkül der bisher unbekannten Täter auf einer Tatsache beruhte? Wenn es
empirisch oder doch wahrscheinlichkeitstheoretisch fundiert wäre? Wenn
Verbrecher in Burkina Faso einen Monegassen in Geisel- und Folterhaft nähmen,
um Geld zu erpressen, würde dann Beate Klarsfeld, ohne die Täter zu kennen,
auf ein anti-monegassisches Kalkül schließen?
Zugehörigkeit zum Judentum im weiteren Sinne
wird in Frankreich nicht statistisch erfaßt. Doch besteht kein Zweifel, daß jüdische
Franzosen in den freien Berufen, unter höheren Angestellten und Geschäftsleuten
häufiger anzutreffen sind, als ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung
entspricht. Es besteht kein Zweifel, daß jüdische Franzosen, gemessen an
ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung, eher in reichen
Vororten von Paris und im noblen 16. Arrondissement leben als nicht-jüdische
Franzosen.
Womöglich nicht die Mörder von Ilan Halimi,
wohl aber Beate Klarsfeld könnte einer Phobie aufgesessen sein – der Phobie,
die hinter jedem Strauch, in jedem Strauchdieb oder Landschaftsgärtner einen
Antisemiten ausmacht. Diese Phobie grassiert in der rechten französischen
Journaille, bei Bild und Welt
und in den Köpfen der staatlichen US-amerikanischen und israelischen Folterer. Campus
Watch verbreitete die Phobie in den USA, und in Deutschland wurde sie zuerst
in einem Wurmfortsatz der Neo-Cons diagnostiziert: bei den Antideutschen und Broderlinern.
Die Diagnose steht seit langem fest. Es handelt sich um präventiven
Antikommunismus.
T:I:S, 3. März 2006, um den kursiven
Passus ergänzt am 4. März 2006
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#Th
nach oben
*
Thomas Immanuel Steinberg
Hannes Stein und Carl Schmitt - der Zionist und der
Nazi-Kronjurist
Hannes Stein denkt, daß der
Kapitalismus eher eine gute Sache ist. Er findet, daß liberale Demokratie und
Marktwirtschaft zusammengehören wie Yin und Yang. Die Vorstellung, daß Kündigungsschutz
sozial, gut und edel sei, löst bei ihm Lachkrämpfe aus. Er war für den Krieg
gegen Saddam Hussein; dabei interessierte ihn wenig, ob es im Irak wirklich
Massenvernichtungswaffen gab. Es ging ihm eher um die Beseitigung einer
besonders widerlichen Diktatur, in der Hoffnung, daß dadurch die Tore zu einer
Demokratisierung des gesamten Nahen Ostens aufgestoßen werden könnten. Heute
fordert er die Befreiung des Iran von den Mullahs - möglichst noch, bevor
dieses Land die Atombombe fertig gebaut hat. Und er hält sich für
ausgesprochen israelfreundlich. Er ist Zionist. Paul Wolfowitz ist einer seiner
Helden.
Hannes Stein fühlt sich einsam mit so
einer Meinung. Aber er kann Gesinnungsgenossen aufzählen. Sie schreiben im
Internet, bilden die Achse des Guten und heißen Ulrike Ackermann, Henryk
M. Broder, Matthias Horx, Tobias Kaufmann, Dirk Maxeiner, Michael Miersch
und Burkhard Müller-Ullrich. Davids Medienkritik liege auch auf seiner Linie, Statler
& Waldorf, die Freunde der offenen Gesellschaft,
nobloodforsauerkraut, Richard
Herzinger, Ulrich Speck und noch ein paar andere.
Das Ganze habe etwas von Samizdat, von
Untergrund, behauptet Hannes Stein ziemlich öffentlich, und zwar in Springers
Welt vom 21. Januar
2006. Seinen wichtigsten Parteigänger hat Stein zu nennen vergessen: Der
heißt Roger Köppel; Stein ist Redakteur und Köppel Chefredakteur von
Springers Welt. Nicht Untergrund also, sondern festgetretene bundesdeutsche
Oberfläche. Chefredakteur Köppel meint:
Die Macht
setzt das Recht. Die Politik muß nicht, wie Kant meinte, „jederzeit dem Recht
angepaßt werden".
Im
Bedrohungsfall hat noch jeder Rechtsstaat seine Normen außer Kraft gesetzt, um
das Recht zu schützen.
Der Zweite
Weltkrieg wurde zwischen Nationalsozialismus und Internationalsozialismus
ausgetragen.
Rechtsordnungen
müssen aus Selbstschutz ihre zivilisatorischen Standards unterschreiten, wenn
es der Notfall erfordert.
Das Problem
liegt nicht darin, daß sich bedroht fühlende Gesellschaften aus Selbstschutz
mit extremen bis widerrechtlichen Methoden zur Wehr setzen. Das Problem liegt
darin, wer die Verantwortung trägt für die Handlungen, die nicht rechtlich,
nur politisch legitimiert werden können. Am Ende liegt diese Verantwortung beim
Souverän, beim Staatsoberhaupt.
Das alles sagt Roger Köppel in: Die
Macht setzt das Recht, Geheimdienstflüge und Verhörmethoden, Die Welt vom
7. Dezember 2005.
Einem fiel bei Köppels Überschrift
"Die Macht setzt das Recht" der Nazi-Kronjurist Carl Schmitt ein.
Schmitt hatte nach der Niederschlagung des angeblichen Röhm-Putschs 1934 – de facto war es eine blutige Beseitigung von Hitlers Rivalen um die
Macht – in seiner Schrift "Der Führer schützt das
Recht" (siehe Wikipedia, Röhm-Putsch) Hitlers mörderischen Staatsterror für
berechtigt erklärt.
Selten trat die Verwandtschaft
zwischen Antikommunismus, Zionismus und Nazismus in Springers Welt so
offen zu Tage.
T:I:S,
26. Januar 2006
Sechs
Jahre später
Unter
der Überschrift "Die Macht der Masse" philosophiert
Stein in Der Welt vom 31. Januar 2012:
"Demokratie" heißt einfach nur, dass gewählt wird und die
Mehrheit entscheidet - auch wenn es sich bei jener Mehrheit um einen Haufen
abergläubischer Bauern mit Fackeln und Mistgabeln handelt...
... Das Ergebnis des viel besungenen "arabischen Frühlings"
werden aller menschlichen Voraussicht nach unliberale, ja, antiliberale
Demokratien sein. Quasi im Umkehrschluss könnte auch der Westen auf die
Idee verfallen, das Junktim zwischen Demokratie und Liberalismus aufzukündigen.
In diesem Fall gälte es, sich auf das zu besinnen, was wichtig ist und
mit Zähnen und Klauen verteidigt werden muss. Nicht die Demokratie, denn
die verträgt sich hervorragend mit Nationalismus, Rassismus, Völkermord
und finsterster Intoleranz. Verteidigt werden müssen vielmehr die Rechte
des Individuums - notfalls gegen die Masse, den demokratischen Mob.
Hannes Stein, Springers Welt und Broders Achse des Guten, auf
der Stein ebenfalls reitet, haben in den letzten sechs Jahren nach Kräften
geholfen, die Demokratie abzubauen, und damit mehr bewirkt als alle Alt- und
Neonazis zusammen.
T:I:S, 1. Februar 2012
URL dieses Beitrags: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm#T
*

URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/kommunistenphobie.htm
Disclaimer
/ Copyright