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Hamburg:
Waffenbrüder zu Besuch
Drei Tage lang strahlte die Sonne, drei Tage lang
spazierten Asiaten durch St. Pauli, im weißen Hemd unter großen Mützen.
Die "Japan Maritime Self Defense Force" hatte mit ihren Schulschiffen
an der Überseebrücke fest gemacht. Der Name der Flotte trifft den Kern: Sie
wird sich selbst verteidigen müssen gegen die, die auch aufs Öl und die andern
Rohstoffe aus sind. Das wird ein Gemetzel werden. Letztes Mal hinterließ Japan
30 Millionen chinesische Leichen. Zum Vergleich: Deutschland brachte es auf 20
Millionen tote Sowjetmenschen.

Diese Sonnenstrahlen töteten Millionen
Menschen: die japanische Kriegsflagge. Foto: tofoto
Bürgermeister und Senat empfingen die
Kadetten-Ausbilder im Rathaus, die Bürger ließen sich die Mordgeräte erklären. Man feierte Waffenbrüderschaft. Beide Länder sind reich und
kapitalistisch, beide rüsten, beide wollen einen ständigen Sitz im
Welt-Sicherheitsrat.

Man spricht Deutsch. Foto: tofoto
Inzwischen sind die Schiffe wieder weg.
Vier Würgepunkte der Seeschiffart werden die Kadetten noch kennenlernen:
Gibraltar, den Bosporus, den Suez-Kanal und die Straße von Malaga. Damit sie
begreifen, wofür sie krepieren sollen: für die Tanker-Routen.
T:I:S, 15. Juli 2005
Dank für den Hinweis an Gerhard Wendebourg
*
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