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Lothar Rühl und Udo Steinbach: Heißes Öl 

"In einem Land x, das an den indischen Ozean grenzt..."

 

1. "Künftige regionale Kriege könnten europäische Interessen tangieren ... indem europäische Sicherheit und Wohlstand direkt bedroht werden. Beispielsweise durch die Unterbrechung der Ölversorgung und/oder einer massiven Erhöhung der Energiekosten, [oder] der Störung der Handels- und Warenströme... In einem Land x, das an den indischen Ozean grenzt, haben anti-westliche Kräfte die Macht erlangt und benutzen Öl als Waffe, vertreiben Westler und greifen westliche Interessen an." Ziel ist es "das besetzte Gebiet zu befreien und die Kontrolle über einige der Ölinstallationen, Pipelines und Häfen des Landes x zu erhalten."  

André Dumoulin, Jan Foghelin, Nicole Gnesotto (Chair), Jean-Yves Haine (Rapporteur), François Heisbourg, William Hopkinson, Marc Otte, Tomas Ries, Lothar Rühl, Stefano Silvestri, Rob de Wijk, Hans-Bernhard Weisserth: European Defence — A Proposal for a White Paper, Report of an independent Task Force. Mai 2004, Seiten 81 und 83,  

zitiert nach Informationsstelle Militarisierung (IMI), Hrsg.: Die verfasste Militarisierung. Tübingen, Dezember 2004. Eine ausführliche Analyse des European Defence Papers hat Jürgen Wagner verfasst: IMI-Analyse 2004/038, Die Blaupause für Europas Kriege der Zukunft: Das European Defence Paper. Tübingen, 8.12.2004

2. „Die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten überschlagen sich in der jüngsten Zeit und füllen die aktuellen Nachrichten genau wie Reisepläne von Diplomaten und Politikern: Israel/Palästina, Libanon/Syrien, Iran, Irak, Afghanistan. Die Region ist ein Hotspot internationaler Sicherheitspolitik mit direkten Auswirkungen auf Deutschland und die deutsche Politik. Zur Zeit findet an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin das 'Seminarflaggschiff' der Akademie, das sechsmonatige 'Seminar für Sicherheitspolitik 2005' für höhere Führungskräfte statt... Das neu konzipierte, attraktive Curriculum setzt sich aus 16 ein- bis zweiwöchigen monothematischen Modulen zusammen. Im gerade beendeten Modul 3 stand der Nahe und Mittlere Osten im Mittelpunkt. Dazu fanden in der Schlossanlage Schönhausen in Berlin Vorträge und Diskussionen mit (inter)nationalen Gastdozenten statt, deren Inhalte im Rahmen von Gruppenarbeit sowie in einer viertägigen Feldstudie in Kairo vertieft werden konnten." 

Bundesakademie für Sicherheitspolitik: Hotspot Naher Osten. Das Seminar für Sicherheitspolitik 2005 in Kairo.  

German Foreign Policy erläutert den Zweck des Seminars:  „Neben Friedbert Pflüger, dem Außenpolitischen Sprecher der konservativen Opposition im deutschen Parlament, führte der Direktor des Deutschen Orientinstituts, Prof. Udo Steinbach, die Seminarteilnehmer in den ‚Hotspot’ ein. Steinbach ist ein scharfer Kritiker der US-amerikanischen Regionalkonkurrenz, der er ‚schwere Versäumnisse und schwere Fehler’ sowie eine ‚völlig falsche Strategie’ in den arabischen Staaten vorwirft. Deutschland müsse sich von den USA absetzen und mit Alternativen profilieren. Als ‚Schlüsselfrage’ der Erörterungen, an denen mehrere Ministerialbeamte aus dem BMZ und dem Auswärtigen Amt teilnahmen, sieht es die Bundesakademie deswegen an, zwischen den ‚amerikanischen Interessen in der Region’ und den ‚deutschen’ zu unterscheiden; gleichzeitig sei es notwendig, die deutschen Interessen in den arabischen Staaten von den ‚europäischen’ abzugrenzen.  

German Foreign Policy: Effizienzsteigerung. 7. April 2005 

 T:I:S, 7. April 2005

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