|
|
Steinberg Recherche Referent Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt
ManagereinkommenDr. Andreas Mattner, auch Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats Hamburg, hat zur angeblichen Debatte über hohe Managereinkommen beigetragen. Laut Hamburger Abendblatt findet er: "Schwarze Schafe dürfen nicht zum Maßstab werden." Die erfreuliche Entwicklung der deutschen Wirtschaft sei auf die erfolgreiche Arbeit der Unternehmer zurückzuführen. Die Höhe der Gehälter werde in den meisten Fällen auch von den Arbeitnehmervertretern mitbestimmt. Sie könnten ihren Einfluß über den Aufsichtsrat geltend machen, so Mattner. Kommentar Wer findet, daß die Reichen zu reich werden, muß die Steuersenkungen der letzten Jahrzehnte rückgängig machen und darüber hinaus auf hohe Einkommen und Vermögen hohe zusätzliche Steuern erheben. Damit die Reichen ihr Vermögen nicht verlagern, müssen die Steueroasen, von den reichen Ländern selbst geschaffen und betrieben, geschlossen und die gerade europaweit abgeschafften Kapitalverkehrskontrollen wieder eingeführt werden. Die SPD, Angela Merkel und Andreas Mattner simulieren Dissens. T:I:S, 14. Dezember 2007 *Thomas Immanuel SteinbergMerkur und GermaniaWer gab warum Peter Tamm einen Kaispeicher und 30 Millionen Euro?Peter Tamm, der einst unter Springer gegen Linke hetzte, bis Benno Ohnesorg starb und Rudi Dutschke angeschossen wurde, hat ein Hobby: Wiking-Modelle sammeln. Nicht die, die zur HO-Spur von Märklin passen, sondern 1 zu 1250. Die Originale sind nämlich sehr groß. Es sind Kriegsschiffe. Wiking fertigte die Modelle, damit Hitlers Offiziere Freund- von Feindschiff unterscheiden lernen. Tamms riesige Villa - ein ehemaliges Nobel-Hotel an der Hamburger Elbchaussee - ist voll von Vitrinen mit den Modellen, von Seekriegsbildern, Orden und Ehrenzeichen, Kriegsmarine-Uniformen und Waffen. Auf der Terrasse stehen Seekriegsgeschütze, Schiffsschrauben, Torpedos und U-Boot-Minen. Die zahllosen Stücke aus der Nazi-Zeit sind übersät mit Hakenkreuzen. Tamm ist die Villa zu klein geworden. Er bat für sein martialisches Steckenpferd um Unterstützung bei der Freien und Hansestadt . Der Senat, damals CDU und Schill-Partei, war Feuer und Flamme und beantragte bei der Bürgerschaft erstens, den funktionslos gewordenen Kaispeicher B im Hafen einer Stiftung zu übergeben, in der Peter Tamm allein das Sagen hat; zweitens für die Herrichtung des Speichers 30 Millionen Euro bereit zu stellen. Die Bürgerschaft samt SPD stimmte geschlossen zu, nur die GAL - im Jugoslawien-Krieg dabei, um ein zweites Auschwitz zu verhindern - enthielt sich. Doch dann erschien eine Broschüre über Tamm und das Speicher-Projekt, und 121 Künstlerinnen nahmen sich jede eines der 121 Mitglieder der Bürgerschaft vor mit der Frage: Warum dieses kriegsverherrlichende Monstrum? Ich bekam Dr. Andres Mattner zugewiesen, einen freundlich dreinschauenden Herrn. Mattner ist Geschäftsführer der ECE Consulting, der ECE Healthcare, der ECE Messe & Logistik, alle Hamburg, und der IIM Immobilien Management in Frankfurt am Main. Die ECE projektierte Einkaufs- und Geschäftszentren, darunter den Potsdamer Platz in Berlin. Inzwischen operiert ECE in zahlreichen osteuropäischen Ländern. Die Internetseite berichtet auf Deutsch, Englisch und Polnisch über den Geschäftsgang. Ich schrieb Herrn Dr. Mattner einen Brief mit der Bitte um einen Gesprächstermin, steckte ihn mit der Anti-Tamm-Broschüre in einen Umschlag und machte mich auf den Weg zu seinem Abgeordnetenbüro. Das Büro befindet sich am Hamburger Rathausmarkt in der Vereins- und Westbank.
Links das Rathaus, rechts der Kanal zum Alsterfleet - Foto: tofoto Das Gebäude wurde als Hamburger Filiale der Reichsbank gebaut, grad als noch Frieden war.
Der Tympanon der ehemaligen Reichsbank-Filiale - Foto: tofoto Links und rechts steht männliches Volk, in der Mitte der Pfeffersack. Doch zu Dr. Mattners Büro geht's durch den Seiteneingang.
Der Seiteneingang der ehemaligen Reichsbank - Foto: tofoto Rechts stützt sich Germania mit dem Schwert auf ein nacktes Engelchen, links streichelt Merkur dem seinen den Kopf. Dr. Mattners Schild hängt im Eingang.
Foto: tofoto Ich wollte Herrn Dr. Mattner nicht überfallen und gab den Umschlag ab. Seitdem schreiben wir uns. Das heißt, ich schreibe; Herr Dr. Mattner läßt schreiben. Hier die Korrespondenz bis heute. ***Thomas Immanuel Steinberg Herrn E-mail: info(at)andreas-mattner.de
Hamburg, 23. August
2005 Betrifft: Ihre Zustimmung zur Bewilligung von 30 Mio. € für
das geplante Marine-Museum im Kaispeicher B / Broschüre „Tamm-Tamm“ –
Eine Anregung zur öffentlichen Diskussion über das Tamm-Museum Sehr geehrter Herr Dr. Mattner, mit Ihrer Stimme hat die Hamburger Bürgerschaft der
Stiftung für ein Marine-Museum im Kaispeicher B des Hamburger Hafens 30
Millionen Euro bewilligt und ihr den Speicher zur Nutzung als Museum überlassen.
Der Vorsitzende der Stiftung und Überlasser künftiger Exponate ist Herr Peter
Tamm. Er wird, den getroffenen Regelungen zufolge, allein über Inhalt und
Ausrichtung des künftigen Museums entscheiden. Herr Tamm zeigt gegenwärtig Interessenten seine Exponate.
Sie bestehen überwiegend aus Militaria – Erinnerungsstücken aus
Kriegsmarine-Ausstattung und Seekriegen des vergangenen Jahrhunderts und davor.
Darunter befinden sich kriegsverherrlichende Exponate und solche, die mit den
Insignien der Nazi-Diktatur versehen sind. Herr Tamm besitzt außerdem Mehrheitsanteile an mehreren
militaristischen Verlagen. Eine Broschüre mit dem Titel „Tamm-Tamm“ “ – Eine
Anregung zur öffentlichen Diskussion über das Tamm-Museum ist unter dem
Pseudonym „Friedrich Möwe“ erschienen. Diese Broschüre hat mich veranlaßt,
bei einer Aktion Hamburger Künstler mitzuwirken. Jeder von uns ist Pate eines
Mitglieds der Hamburger Bürgerschaft. Sie, Herr Dr. Mattner, sind mein
Patenkind geworden. Ich möchte Sie zunächst mit der Broschüre vertraut
machen. Ich füge sie dem Brief bei, dessen Text Ihnen vorab als Mail zugeht.
Eine CD-ROM liegt in der Broschüre. Sie enthält Fotos einiger Stücke, die
Herr Tamm Interessenten gegenwärtig zeigt. Außerdem verweise ich auf meinen
Beitrag zum geplanten Museum im Internet unter http://www.steinbergrecherche.com/petertamm.htm
. Danach möchte ich mit Ihnen über die Gründe sprechen,
die Sie zur Bewilligung der Haushaltsmittel für dieses Projekt bewogen haben.
Dazu möchte ich Sie in wenigen Tagen aufsuchen. Bitte mailen Sie mir, oder sagen Sie mir per Telefon, wann
ich Sie besuchen kann. Ich habe meine Berufstätigkeit beendet und schaffe jetzt
frei – als Journalist, Fotograf und Schauspieler. Nahezu jeder Termin ist mir
lieb. In der Hoffnung auf ein baldiges Mail oder einen Anruf
verbleibe ich, freundlich grüßend, Thomas Immanuel Steinberg Anlage: Broschüre „Tamm-Tamm“ und CD-ROM *Betreff: Ihr
Schreiben an Dr.
Mattner Von: Andreas
Mattner <andreas-mattner(at)web.de>
An: tishh(at)web.de Datum: 26.08.05 11:56:35 Sehr geehrter Herr
Steinberg, auf Bitten von Dr. Mattner
möchte ich Sie bitten, sich mit Ihrem Anliegen an die CDU-Fraktion direkt zu
wenden. Dort wird man Sie mit einem Abgeordneten in Kontakt bringen, der sich
mit Ihrem Anliegen außeinandersetzen wird. Dr. Mattner hat aber Ihr Anliegen
zur Kenntnis genommen und wird es an passender Stelle miteinbringen. Mit freundlichen Grüßen Stephanie Dutzke-Wittneben,
LL.M.
|