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Thomas Immanuel SteinbergCIA-Verschleppungen in EuropaDie CIA hat zwischen 2001 und 2005 mindestens 2145 völkerrechtswidrige Gefangenen-Flüge in Europa durchgeführt, so das Straßburger Europaparlament im Jahre 2007. Dutzende, wenn nicht Hunderte von Personen waren an den Verschleppungen beteiligt oder hatten davon Wind bekommen:
Sie alle waren Mitwisser. Doch bis 2005 blieben die Verschleppungen der Öffentlichkeit unbekannt. Auch andere Verbrechen bleiben jahrelang ungeklärt, trotz zahlreicher Mitwisser: Egal, wer die Attentate vom 11. September 2001 durchgeführt hat – es gab und gibt Dutzende, wenn nicht Hunderte Mitwisser. Wieso wir von den meisten nichts erfahren? Aus den gleichen Gründen, aus denen wir zwischen 2001 und 2005 nichts von den CIA-Verschleppungen über europäische Flughäfen erfahren haben. T:I:S, 20. Februar 2007 *Thomas Immanuel SteinbergMitwisserO'Neill, das Öl und die TürmeKnut gefiel meine
Theorie. Er hatte nur einen Einwand: die Mitwisser. „Gesetzt den Fall, die
Bush-Bande hat die Attentate eingefädelt, war beteiligt oder zumindest
unterrichtet. Die Flugzeuge umlenken, die Flugüberwachung lahm legen, eine
Cruise Missile ins Pentagon treiben, die Türme sprengen, den Boden von
Pennsylvania durchlöchern – da gibt’s doch Dutzende, wenn nicht Hunderte
von Mitwissern. Und die mucksen sich nicht? “ Ich wußte damals,
Anfang 2002, keine Antwort. Inzwischen ist mir aufgefallen, daß auch Ossama und
seine neunzehn Räuber Mitwisser haben mußten, Dutzende, wenn nicht Hunderte.
Weder Bushs Verschwörungstheorie noch meine können das Schweigen im
Mitwisserwalde seit dem 1. September 2001 erklären. Bush hat – in den
Augen vieler US-Amerikaner als Reaktion auf den New Yorker und Washingtoner
Massenmord - inzwischen einige Verbrechen begangen, mit kräftiger Unterstützung
Deutschlands übrigens. Zu diesen Verbrechen zählt der Massenmord im Irak.
Seine Vorbereitung hatte Hunderte Mitwisser. Ein Mitwisser ist Paul O’Neill,
der geschaßte Finanzminister von Bush. Dieser Mitwisser hat jetzt ausgepackt. O’Neill verwirft
alle Theorien Bushs zum Irakkrieg. Weder war der 11. September der Grund, noch
Massenvernichtungswaffen, noch Saddams Massenmorde, die mit US-Kenntnis und
deutschen Waffen begangen wurden. Es ging nicht um den Islam, und nicht um den
Schutz Israels. O’Neill, der Mitwisser, bestätigt eine einzige Verschwörungstheorie
- meine: Das Öl war’s. O’Neills Partner Ron
Suskind[1]
besitzt ein Dokument aus dem Pentagon mit dem Titel
"Ausländische Interessenten an irakischen Ölförderverträgen".
Am 5. März 2001 gefertigt, sechs Monate vor den Attentaten, Jahre vor der
Niederwerfung des Irak, enthält es
eine Karte mit irakischen Explorationsfeldern, die ausländischen Interessenten
angeboten werden können – wenn einst im Irak die USA herrschen.[2]
Nun herrschen die USA im Irak, und so ihr Gott will, können sie bald Lizenzen
vergeben: an die Getreuen ebenso wie an zahlungskräftige Abtrünnige. Was haben sich die
abgefuckten Rechten und die dämlichen Linken die Finger wund geschrieben über
Verschwörungstheorien und Antiamerikanismus. „Kein Blut für Öl“ sei ein
Nazi-Spruch [3]. Öl für den Kriegsgrund zu halten - krudester
Materialismus sei das, antisemitisch überdies, weil Öl wie Geld fließe, und
Geld wie Geist. Jede noch so bekloppte Assoziationskette hielt her, um die
Kriegsgegner auszubremsen während der deutschen Beihilfe zu Bushs Überfall.
Schröder konnte den Luftraum für die Bomberflüge freigeben und Entlastung am
Horn von Afrika bereitstellen. Er stieß kaum auf Unwillen. Heute bietet die
Bundesregierung Sanitätsflugzeuge an für den Irak. Das nennt sie humanitäre
Hilfe. Als Dank für die rechten und linken deutschen Schreibtischtaten und für
Schröders Waffenhilfe können deutsche Unternehmer mit Lizenzen rechnen, nicht
für Öl, aber für Bauten, Maschinen und Chemikalien. Giftgas gefällig? Das
deutsche Kapital wird liefern, wie einst im US-irakischen Kampf gegen Iraner und
Kurden. Bedarf an Erdgasprodukten? Ein Problem für die US-Chemieindustrie sei
das schrumpfende Angebot an Erdgas, einem wichtigen Rohstoff für Chemikalien,
schreibt die „Welt“. Auf dem nordamerikanischen Kontinent gebe es nicht
genug Gas - zumindest vorläufig nicht.[4]
Das deutsche Kapital
wird gern Erdgasprodukte in den Irak verkaufen. Es hat feine Verträge mit Rußland
geschlossen. Rußland schwebt im Erdgas und hat gerade die Hälfte des
turkmenischen Erdgases auf fünfundzwanzig Jahre hinzugekauft. Genau das Gas übrigens,
das die Firma Unocal seinerzeit mit Taliban-Hilfe über Afghanistan in US-Hände
bringen wollte. Da sind sie wieder,
meine Verschwörungstheorien – diesmal über Gas. Sie können falsch sein.
Aber die deutschen Geschäftsanbahnungen mittels Tintenkleckserei und Sanitätsflugzeugen
haben Mitwisser. Die Mitwisser könnten auspacken wie Paul O’Neill und Ron
Suskind, und meine Spekulationen bestätigen. Wie verhindert man, daß
Mitwisser singen? O’Neill hat auf entsprechende Anspielungen hin gelacht. Er
sei alt und reich. (Reichtum verwundert nicht, wenn einer US-Finanzminister
geworden und gewesen ist.) Ihm könne die US-Staatsmacht nichts anhaben. Ich erhoffe mir unter
den Mitwissern vom 11. September 2001 einen ebenso reichen alten Sack
- für meine Verschwörungstheorie. Dann geb’ ich’s aber dem Knut. T:I:S, korrigiert am 17. Januar 2004
Anmerkungen: [1] Ron Suskind: The Price of
Loyalty. George W. Bush, the White House and the Education of Paul O’Neill.
Hardcover: 368 pages ; Dimensions (in inches): 1.12 x 9.57 x 6.43 Publisher:
Simon & Schuster; (January 13, 2004) ISBN: 0743255453 Gebraucht (US) ab 15$ *Steinberg Recherche Referent Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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