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Fatih Birol,der Chefökonom der International Energy Agency (IEA), einer Abteilung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) behauptet, in weniger als fünf Jahren werde eine Ölklemme die Wirtschaft fundamental erschüttern. Tages-Anzeiger, Zürich. Dank an Jens Wagner. Nur 'mal so: Jens Wagner ist Arzt, IPPNW, und agitiert für die Aufdeckung der Hintergründe des 11. September 2001. Er unterstützt Frieder Wagner bei der Bekanntmachung der grauenerregenden Folgen des Einsatzes von Uranmunition im Kosovo, im Irak und in Afghanistan. Nun weist Jens Wagner auf Peak Oil hin, und eine Abteilung der OECD sagt: stimmt. Spinnerei dagegen verbreiten unser Innenminister Schäuble, die ganze Kommerzpresse und der größte Teil der Staatspresse über angebliche Terroristen. Empfehlungen von SteinbergRecherche zu Peak Oil: keine Kommerzpresse kaufen und Auto wegschmeißen; in die Innenstadt ziehen; für den Winter dicke Jacke bereithalten und zum Warmwerden ein paar Flughäfen und Autobahnen stillegen. Dann hält das Öl etwas länger. T:I:S, 6. August 2009 URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/peakoil.htm#Birol *Thomas Immanuel SteinbergOil Peak – drei verbreitete FehlschlüsseDie Peak-Oil-These besagt:
... ja, dann fangen die verbreiteten Fehlschlüsse an. Erster Fehlschluß: Wenn der Peak überschritten ist, steigt der Ölpreis. Der Ölpreis, jedenfalls der auf den sogenannten Spotmärkten im Welthandel, ist in Wahrheit das Ergebnis unüberschaubarer Faktoren: tatsächliche Reserven im Boden und in den Tanks, Förder- und Weiterleitungskapazitäten, Raffineriekapazitäten und freie Mittel an den Finanzmärkten; der gegenwärtige und der künftige Bedarf an Ölderivaten; all diese Faktoren, bezogen auf Gas, Atomenergie und andere Ressourcen, die Öl teilweise ersetzen können – und die Ansichten der Marktteilnehmer über Stand und Entwicklung all dieser Faktoren zusammen genommen. Daher kann niemand wissen, ob der Welt-Ölpreis steigt, wenn steigender Bedarf und stagnierende oder sinkende Fördermenge sich schneiden. Umgekehrt läßt sich aus einem steigenden Ölpreis nicht schließen, daß der Peak überschritten ist; und aus einem sinkenden Ölpreis nicht, daß der Peak noch vor uns liegt. Zweiter Fehlschluß: Machtzentren, die ihren Ölbedarf nicht decken können, müssen Krieg führen. Machtzentren müssen keineswegs Krieg führen. Sie können wirtschaftlich mehr einsetzen, um das Öl zu erlangen; oder sie können wirtschaftlich mehr einsetzen, um den eigenen Bedarf zu senken. Sie werden versuchen, das auf Kosten anderer zu tun. Mißlingt der Versuch, so büßen sie an Macht ein. Aber sie müssen keinen Krieg führen. Dritter Fehlschluß: Wären genug alternative Energieressourcen vorhanden, dann gäbe es weniger Krieg. Würde alle Energie der Welt aus Sonnenkollektoren gewonnen, so würden die Machtzentren der Welt versuchen, die Herrschaft über die Sonnenkollektoren zu erlangen. Dazu müssen sie nicht, siehe zweiter Fehlschluß, Krieg führen. Wenn sie es aber können und wollen, dann werden sie um die Sonnenkollektoren Krieg führen, genauso, wie sie jetzt um Öl Krieg führen. Warum aber führen die Machtzentren der Welt dann Krieg? Weil die, die unter dem Krieg leiden, sie nicht daran hindern; weil sie sie nicht an der Rüstung hindern; weil sie sie nicht am Machtzuwachs hindern; weil sie sie nicht entmachten. Einer, der bezweifelt, daß der Peak bereits erreicht ist, hat in der New York Times behauptet, das Rohöl werde knapp, weil immer mehr Länder auf der Welt ihre Ölressourcen nationalisieren. Die großen US-Konzerne besäßen die Technologie für eine gewaltige Steigerung der Ölfördermenge, kämen aber an das schlecht erschlossene nationalisierte Rohöl nicht heran. (1) Der Leser soll wohl schließen: Dann muß eben das Imperium den US-Riesen den Zugang zum nationalisierten Öl verschaffen. Notfalls mit Krieg. Ein US-amerikanischer Autoaufkleber spottete schon vor vielen Jahren über diese Krieger:
How did our oil get under their sand?T:I:S, 21. August 2008 Anmerkung (1) Jad Mouawad: As Oil Giants Lose Influence, Supply Drops. New York Times, 19. August 2008 Mehr zur Peak-Oil-These, zum Ölpreis und zu den Ölkriegen unter Gathering, Alexander Wöstmann und Geburtswehen *Global Peak Oil Gathering Am 19. und 20. Oktober kamen in Diehl's Hotel in Koblenz-Ehrenbreitstein Energieexperten aus Australien, Brasilien, Indien, Malaysia, den USA und ganz Europa zum Global Peak Oil Gathering 2004 zusammen. SteinbergRecherche war dabei. Thomas Immanuel SteinbergWie lange reicht das Öl?Wieviel Erdöl
es noch gibt, hängt in gewissem Sinne vom Preis ab Am
Spotmarkt kosten zur Zeit 159 Liter Rohöl von der Sorte Brent, ein Barrel also,
um die 50 Dollar. Doch das meiste Rohöl wird nicht »on the spot«, vom Fleck
weg verkauft, sondern aufgrund längerfristiger Verträge. Die dabei
vereinbarten Preise lagen bisher weit unter 50 Dollar je Barrel, schießen aber
zur Zeit nach oben. Für Öl der US-Sorte West Texas Intermediate, das im Juni
2006 geliefert wird, sind jetzt 40 Dollar zu zahlen. Im Dezember 2009 zu
lieferndes Öl kostet augenblicklich 35 Dollar.
Jean-Marie Bourdaire vertritt die Peak-Oil-These. Er war vor seiner Pensionierung Leiter des Büros für langfristige Zusammenarbeit und politische Analyse der International Energy Agency, davor in leitender Funktion bei Total. Er ist Absolvent der Pariser Ecole Nationale Supérieure des Mines. Heute trägt er zur Meinungsbildung im World Energy Council bei.
T:I:S, 5. Oktober 2004 *Steinberg Recherche Referent Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Suchen Home nach oben
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