Hans-Peter Raddatz

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Siehe auch Udo Ulfkotte, Islamophobie und Judäophobie

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Der Erwünschte

Der Watchblog Isamophobie zitiert ausführlich und kommentiert die Beiträge in der Jüdischen Allgemeinen und bei juedische.at zu Hans-Peter Raddatz. 

Der Radau-Publizist durfte unterdessen weiter den Wissenschaftler mimen, so am 24. Januar 2008 unter Thea Dorn und Isabelle Giordano im arte.tv-Spektakel Paris-Berlin, Die Debatte

Armin Pfahl-Traughber hat "Allah und die Juden" von Hans-Peter Raddatz im humanistischen pressedienst verrissen. Auf Henryk M. Broders Achse des Guten wird der Titel beworben unter der Überschrift "Kluge Bücher für intelligente Menschen".

T:I:S, 24. Januar 2008

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Der Verwünschte

Ralf Balke schreibt unter dem Titel "Kühne Thesen. Orientalist Hans-Peter Raddatz zu Gast bei B’nai B’rith":

Hinter der Einwanderung von Muslimen nach Europa vermutet Raddatz einen Masterplan von EU-Bürokraten. Das ist schon bemerkenswert, denn während er das Verschwörungsdenken vieler Muslime anprangert, die hinter jedem Missstand fremde Kräfte am Werk sehen, konstruiert Raddatz munter seine eigenen Komplotte. 

Ein Höhepunkt ist seine Rechtfertigung der Deportation von Hunderttausenden Muslimen aus dem frühneuzeitlichen Spanien: „Die iberische Vertreibung war in dieser massierten Form nur erforderlich, weil die damaligen ,Verantwortlichen‘ zu spät handelten. Heute wird jede Maßnahme zugunsten der Bevölkerung gänzlich verhindert, weil sie als ,populistisch‘, wenn nicht ,rassistisch‘ gilt.“ In dem 2002 erschienenen Buch Von Allah zum Terror heißt es: „Amerika unter Führung der Rockefeller-Familie“ und „Europa unter Führung der Rothschild-Familie“ betrieben „die Förderung, Installation und Finanzierung von Lenin und Hitler“. Und hinter allem und jedem stünden die Freimaurer.

Quelle: Jüdische Allgemeine vom 29. November 2007. -pdf-Datei, zum Lesen auf 200% vergrößern

T:I:S, 3. Dezember 2007. Dank an Claudia Karas

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Rabatz

Alexander Görlach schreibt in der FAZ über das jüngste Werk des Islamophoben Raddatz:

Das methodische Instrumentarium, mit dem in einer wissenschaftlichen Publikation die Antworten auf die aufgeworfenen Fragen herausdestilliert werden, bleibt hier vage. Raddatz verknüpft in seinem Streifzug durch die Jahrhunderte der christlich-jüdisch-islamischen Geschichte Streitfragen des Zusammenlebens in Südspanien im Mittelalter mit denen im Nahen Osten der Gegenwart. Im Kapitel "Muster des Antisemitismus" werden verschiedene religiöse und historische Kontexte synthetisiert: Wie war die Situation der Juden in Antike, Mittelalter und Neuzeit? Die gewonnenen Erkenntnisse im Hinblick auf einen islamischen Antijudaismus erscheinen hier assoziativ...

Es scheint, als sollen die Kapitel, die verschiedene Phasen des islamisch-jüdischen Verhältnisses beleuchten, nur als Vorbereitung des Schlusskapitels dienen, das die Überschrift "Dialog - der kollektive Betrug" trägt. Die Dialogbemühungen zwischen dem Islam und dem Rest der Welt hält Raddatz für schlichtweg überflüssig. "Der Größenordnung des Vorgangs gemäß stülpte sich im Lauf der Jahrzehnte allen Alt-Institutionen eine NS-artige Superinstitution über, die man ,Dialog' nennt. Sie übt strikte Zensur aus und trichtert den Europäern in zahllosen Publikationen und Veranstaltungen ein islamkompatibles Bewusstsein ein - ein immenser Propaganda-Motor, der einen epochalen ,Strukturwandel' im wahren Wortsinne antreibt." Hinter dem Dialog scheinen für Raddatz Kräfte zu stehen, die die Islamisierung Europas in dem Sinne bereits durchführen, wie die Europäer ihren gutgemeinten Dialogparolen Glauben schenken.

So steht man während und nach der Lektüre von "Allah und die Juden" ratlos da: Weder gewinnt man wesentliche neue Erkenntnisse zum Israel-Palästina-Konflikt, noch versteht man grundlegende Zusammenhänge in der religiösen Vorstellungswelt des Islam besser.(1)

T:I:S. 6. November 2007

(1) Alexander Görlach: Dialog ausgeschlossen? Auf den Spuren des islamisch-jüdischen Verhältnisses. F.A.Z., 05.11.2007, Nr. 257 / Seite 9 über Hans- P eter Raddatz: Allah und die Juden. Die islamische Renaissance des Antisemitismus. Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin 2007. 352 S., 24,90 Euro

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Schlappe für Hetzer

Özoguz hat Raddatz weder bedroht, noch beleidigt –  Gottes Strafe für Raddatz steht aus.

Das Oberlandesgericht Oldenburg hat beschlossen:

Das Landgericht hat mit zutreffenden Erwägungen einen hinreichenden Tatverdacht einer Aufforderung zu Begehung einer Straftat ebenso zu Recht verneint wie den einer vom Angeschuldigten begangenen Beleidigung. Die sofortige Beschwerde der Staatsanwaltschaft war daher insgesamt als unbegründet zu verwerfen.

Pressemitteilung und Beschluß des 1. Senats des Oberlandesgerichts Oldenburg, T:I:S, 6. November 2006

Zum Fall Raddatz äußerten sich unter anderm die CDU/CSU-Fraktion, Report Mainz und ein Jesuit.

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"Man lässt sogar Leichen verschwinden." Hans-Peter Raddatz über Muslime in Deutschland (Wiesbadener Kurier, 15.März 2006). T:I:S, 16. März 2006

"Report Mainz will weiterhin mit investigativen Recherchen und Beiträgen Missstände aufdecken. 2005 setzte die Sendung mehrfach Themen. So deckte das Magazin zum Beispiel einen Mordaufruf eines muslimischen Fundamentalisten im Internet gegen den deutschen Islamwissenschaftler Hans-Peter Raddatz auf." (SWR-Pressestelle, 20. Dezember 2005) 

"Islamkritiker " schlägt Gesprächsangebot der Muslime ohne Begründung aus.  islam.de , T:I:S, 3. Dezember 2005

Knut Mellenthin: Grundtorheit unserer Epoche. Grundgesetz ist, wenn man trotzdem lacht: Der Orientalist Hans-Peter Raddatz möchte den Koran größtenteils für ungültig erklären lassen. junge Welt vom 24. Oktober 2005.

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Die CDU/CSU und der allmächtige Schöpfer

Eine Presseerklärung und ein Kommentar

 



Mittwoch, 19. Oktober 2005
Hartmut Koschyk
 
Drohungen gegen Islamkritiker Raddatz sind völlig inakzeptabel. Islamische Organisationen müssen aktiver werden                                                                                                                                            

Zu Berichten über Morddrohungen gegen den Islamforscher Hans-Peter Raddatz erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Innen, Hartmut Koschyk MdB:
Ich appelliere an die islamischen Organisationen in Deutschland, sich mit solchen Vorgängen wie Todesdrohungen gegen den islamkritischen Forscher Hans-Peter Raddatz offensiv auseinanderzusetzen. Es ist nicht hinzunehmen, dass auf einer islamischen Internetseite, die das größte deutschsprachige Internetforum sein soll, zu Hass und Gewalt gegen Andersdenkende aufgerufen wird. Die islamischen Organisationen müssen aktiv gegen die Existenz und Verbreitung des Gedankenguts solcher Foren, die Teile der Muslime weiter radikalisieren werden, vorgehen.

Erschreckend auch, dass sich bei diesem Fall das mittlerweile schon bekannte Handlungsmuster des unauffälligen und scheinbar im Aufnahmeland integrierten Islamisten erneut zeigt. Die beiden Betreiber der Seite sollen in Deutschland aufgewachsen sein, hier als promovierte Ingenieure arbeiten, der eine bei der Universität Bremen. Obgleich dieser bereits wegen Volksverhetzung verurteilt worden und vom niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet werden soll, sieht die Universität Bremen offenkundig bislang keinen Handlungsbedarf. Man kann nur hoffen, dass der Arbeitgeber auch einen Blick darauf hat, was der Mann so den ganzen Tag macht. Hier sind noch einige Fragen offen.
 

© CDU/CSU Bundestagsfraktion 2005
 
Quelle  

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Thomas Immanuel Steinberg: 

Kommentar 

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag deutet den inkriminierten Text als Todesdrohung-en [sic!] gegen Dr. Hans-Peter Raddatz. Für die islamischen Organisationen gelte es, diese Drohungen abzuwenden. Muslim-Markt hat jedoch geschrieben: Der allmächtige Schöpfer möge Herrn Raddatz für seine Verbrechen bestrafen. Worauf stützt die CDU/CSU-Fraktion die Ansicht, der allmächtige Schöpfer verhänge nur die Todesstrafe? 

Muslim-Markt hat den allmächtigen Schöpfer um Bestrafung des Herrn Raddatz gebeten, wenn Herr Raddatz ein Haßprediger und Lügner ist. Woraus schließt die CDU/CSU-Fraktion, daß Herr Raddatz ein Haßprediger und Lügner ist? Woraus schließt sie überdies, daß der allmächtige Schöpfer zum gleichen Schluß kommt? 

Der Muslim-Markt rufe zu Haß und Gewalt auf, behauptet die CDU/CSU-Fraktion. Er hat jedoch den allmächtigen Schöpfer zur Vernichtung der Muslime aufgerufen, falls Herr Raddatz ihre Religion richtig darstellt. Die CDU/CSU-Fraktion sollte zumindest für möglich halten, daß Herr Raddatz den Islam richtig darstellt und daß der allmächtige Schöpfer zum gleichen Schluß kommt. Sie müßte daher die Muslime vor drohender Tötung durch die Hand des allmächtigen Schöpfers schützen, statt, wie sie es tut, die einen gegen die anderen Muslime auszuspielen.  

Die CDU/CSU-Fraktion meint, im Muslim-Markt „das mittlerweile schon bekannte Handlungsmuster des unauffälligen und scheinbar im Aufnahmeland integrierten Islamisten“ zu erkennen. Sie spielt auf die mutmaßlich an den Attentaten vom 11. September 2001 Beteiligten an. In der Tat handelte Mohamed Atta unauffällig und integrierte sich, ebenso wie die Betreiber des Muslim-Markts und Millionen andere Muslime in Europa. Die CDU/CSU-Fraktion will uns nicht weißmachen, daß nur auffällig handelnde, nicht integrierte Muslime harmlos sind; sie hält alle für verdächtig. Wir sollen allen Muslimen mißtrauen, auch und gerade den unauffälligen. 

Die CDU/CSU-Fraktion fährt fort: „Obgleich dieser [Dr. Yavuz Özoguz; T:I:S] bereits wegen Volksverhetzung verurteilt worden und vom niedersächsischen Verfassungsschutz beobachtet werden soll, sieht die Universität Bremen offenkundig bislang keinen Handlungsbedarf.“ 

Unsere islamischen Mitbürger mit Migrationshintergrund sollten diesen verkorksten Satz nicht für Deutsch halten. Auch enthält er erstens eine Unwahrheit: Das damalige Verfahren gegen Herrn Özoguz ist gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt worden; er ist nicht verurteilt worden. Und zweitens dient die CDU/CSU-Fraktion dem Rektor der Bremer Universität arbeitsrechtliche Maßnahmen an wegen einer – außerdienstlichen – Aktivität, derentwegen der Staatsanwalt noch nicht einmal ein Verfahren eröffnet hat. 

Die CDU/CSU-Fraktion schürt Haß mit ihrer Presseerklärung; ich wüßte gern, ob bewußt. Der allmächtige Schöpfer, der es weiß, sei ihren Mitgliedern gnädig. 

T:I:S, 21. Oktober 2005

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Der Fall Hans-Peter Raddatz

Affen, Schweine und Götzendiener 

Der Orientalist Hans-Peter Raddatz desorientiere das Publikum, meinte 2004 freace.de nach dem Studium eines Raddatz-Aufsatzes im Hamburger Abendblatt. Raddatz zieht  dort pauschal gegen den Islam zu Felde.  

Welchen Text hat Report Mainz dem Arabisten vorgelegt?

„Zumindest dem von der Staatsanwaltschaft befragten Arabisten Nagel ist nicht bekannt, dass Özoguz seine Äußerung in den Zusammenhang mit einer Mubahala gestellt haben will. Das bestätigte Nagel SPIEGEL ONLINE. Viel ändere das freilich nicht, so der Experte. "Man kann sich in solchen Fällen nicht in Zweideutigkeiten begeben", erklärte er. Konflikte dieser Art müssten auf dem Gerichtsweg gelöst werden, alles andere sei eine implizite Ablehnung des Rechtsstaates, eine Mubahala schlicht abwegig.“ 

Mennoniten, Philatelisten und Schornsteinfeger müssen sich nicht distanzieren.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler rief am Dienstag Muslime auf, sich von den Aussagen des Portals „Muslim-Markt“ zu distanzieren. Die Todesdrohung gegen Raddatz sei ein „weiterer Höhepunkt der islamistischen Propaganda in Deutschland“. Köhler war in der letzten Legislaturperiode Islamismus-Berichterstatterin der Union im Innenausschuss. 

Katholik Raddatz legt sich auch mit dem Unfehlbaren an

Umstrittene Thesen zur katholischen Kirche. Hans-Peter Raddatz machte auch durch umstrittene Thesen zur katholischen Kirche und zum Papst auf sich aufmerksam. Johannes Paul II. vollziehe „das Programm des 2. Vatikanischen Konzils, das als zentrales Identitätsmerkmal der Christen zu erkennen glaubt, dass ,wir mit den Muslimen den einen Gott anbeten’“, bemerkte er einmal. Er kritisierte Johannes Paul II., weil dieser sich 1979 „in Ehrfurcht“ vor Khomeini verneigt habe. Das Frauenpriestertum habe der Papst abgelehnt, „weil es den Dialog mit dem Islam blockiert“. Das Verhalten von Johannes Paul II. habe „nur noch bedingt mit Christentum, sehr viel allerdings mit einer zunehmenden Hinwendung zum Islam zu tun“, sagte Raddatz. „Diese bemerkenswerte Tendenz, die ich als 'Chrislam' bezeichne, wirkt sich natürlich - insbesondere im Mißbrauch des Papstamtes - in einer massiven Interessenwahrung für den Islam aus.“

Jesuit stellt Wissenschaftlichkeit von Raddatz in Frage

„Auch hier scheint sich der Autor geradezu darin zu gefallen, Feststellungen zu treffen, die nicht selten ebenso weitreichend wie wissenschaftlich unabgesichert sind. Dabei scheut er nicht vor kategorisch formulierten expliziten und direkten Beschuldigungen und Verurteilungen höchster Instanzen zurück, wie zum Beispiel des Zweiten Vatikanischen Konzils und einer Reihe eminenter kirchlicher und staatlicher Würdenträger, einschließlich Papst Johannes Paul II. Das Fehlen einer kühl-kritischen Analyse, die mit der publizierten und anderweitig erreichbaren, relevanten Evidenz vertraut ist, fällt im zweiten Teil des Werks besonders stark auf. Es stellt die wissenschaftliche Objektivität des Autors in Frage.“ 

Mehr von, über, für und gegen Raddatz bei Erhard Arendt

 T:I:S, 19. Oktober 2005

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Thomas Immanuel Steinberg

Report Mainz erkennt auf Mordhetze. Wer hetzt gegen wen?

Die eine Seite 

Unter dem Titel „Mordaufruf im Internet“ behauptete Report Mainz  am 17. Oktober 2005, das deutsche Internet-Portal Muslim-Markt habe zum Mord an dem Islamismuskritiker Hans-Peter Raddatz aufgerufen.

Der Moderator Fritz Frey und die Journalisten Ulrich Neumann, Fritz Schmaldienst und Anton Maegerle stützen ihren Vorwurf auf folgenden Ausschnitt aus einem Muslim-Markt-Beitrag: 

„Und wenn Herr Raddatz ein Hassprediger und Lügner ist, dann möge der allmächtige Schöpfer ihn für seine Verbrechen bestrafen und diejenigen, die trotz mehrfacher Hinweise auf die verbreiteten Unwahrheiten von Raddatz immer noch darauf bestehen, auch.“

Report Mainz hat mehrere Islamwissenschaftler um Interpretation des Passus gebeten. Prof. Ursula Spuler-Stegmann, Islamwissenschaftlerin an der Universität Marburg sagte dazu laut Report Mainz: 

„Dieser Aufruf gegen Herrn Raddatz ist ganz eindeutig eine Morddrohung [nicht: Mordaufruf; Anmerkung von T:I:S], die verpackt ist in die Form eines Gebetes, angeblichen Gebetes, aber in Wirklichkeit steht dahinter eine Verfluchung.“

Der Islamismuskritiker Raddatz selbst sehe nicht nur sich, sondern auch seine Familie bedroht, so Report Mainz. Der Betreiber des Muslim-Marktes, Dr. Yavuz Özoguz aus Delmenhorst habe Report Mainz ein Interview verweigert. 

Die andere Seite 

Das Muslim-Markt-Team reagierte auf die Report-Sendung mit der Ersetzung des Namens von Raddatz durch XXX im inkriminierten Text. Diesem sonst unveränderten Text zufolge hatte ein Teilnehmer an einem – nicht näher bezeichneten – Gespräch, unter Verweis auf den Islamismuskritiker Raddatz, allen Muslimen Unaufrichtigkeit, Täuschung und Lüge vorgeworfen. Darauf hatte das Muslim-Markt-Team, so der Text weiter, entgegnet:

„Wir machen Ihnen einen einfachen Vorschlag, wie Sie für sich selbst Ihre eigene Glaubwürdigkeit prüfen können: Lassen Sie uns doch gemeinsam folgendes Gebet beten: "Wenn der Islam so ist, wie Herr XXX [gemeint ist Raddatz] es immer wieder vorstellt, dann möge der allmächtige Schöpfer alle Anhänger jener Religion vernichten! Und wenn Herr XXX ein Hassprediger und Lügner ist, dann möge der allmächtige Schöpfer ihn für seine Verbrechen bestrafen und diejenigen, die trotz mehrfacher Hinweise auf die verbreiteten Unwahrheiten von Herrn XXX, immer noch darauf bestehen, auch.“ 

Der Vorschlag folge einem muslimischen Prinzip, das als Mubahala bezeichnet werde. Allein das Nachdenken über das Gebet könne helfen, den eigenen Hass zu bändigen.

[SteinbergRecherche-Leser J. K. ergänzt, freundlich grüßend: Offenbar ist das Zitat halbiert worden. Wenn die inkriminierte zweite Hälfte ein Mordaufruf ist, dann ist die erste für sich genommen ein Aufruf zum Kreuzzug gegen die Anhänger des Islam. Zusammen können die beiden Sätze weder das eine noch das andere bedeuten. Vielen Dank! T:I:S, 19. Oktober 2005]

Außerdem erklärte das Muslim-Markt-Team, sein Dr. Yavuz Özoguz habe die Journalisten von Report Mainz um vollständige Zitierung gebeten und sich zu einem telefonischen oder schriftlichen Interview bereit erklärt - jedoch zu keinem Interview vor der Kamera. Dennoch habe Report Mainz irreführend unvollständig zitiert und behauptet, Dr. Özoguz sei nicht zu einem Interview bereit gewesen. Der Muslim-Markt bekenne sich zur Gesetzestreue, wie auf einer seiner Seiten nachzulesen sei. 

Wer ist Hans-Peter Raddatz? 

Von Raddatz stammen folgende Zitate: 

„Der vorislamische, auf die Ehre des Stammes bezogene Kampfreflex wird in den Dienst des Islam gestellt und mutiert dort zum ‚Glauben’.“ (Hans-Peter Raddatz:
Von Allah zum Terror? Der Djihad und die Deformierung des Westens Herbig Verlag, München 2002, zitiert nach rlp-kurier.de)

„Permanent wird behauptet, Islam bedeute ‚Frieden’, weshalb der Islam eine friedliche Religion sei. Das ist Unfug. Islam heisst ‚Unterwerfung’ oder ‚Hinwendung’, die sich in der Verschmelzung der menschlichen Existenz mit Glaube und Gesellschaft ausdrücken. Da es sich um Allahs System handelt, ist dem Muslim zumindest langfristig aufgegeben, die Befolgung nichtislamischer Gesetze und Vorschriften zu umgehen... 

Ebenso sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass islamisches Sein nicht vom Kampf gegen den Nichtislam zu trennen ist. Vereinfacht lässt sich sagen, ein Christ missbraucht seine Religion, wenn er Gewalt anwendet, und ein Muslim missbraucht seine Religion ebenso, wenn er Gewalt nicht anwendet... 

Je mehr im Übrigen der Terror auf uns zu rückt, desto erklärungsbedürftiger wird der Proislamismus westlicher Ideologen. Könnte es sein, dass sie den radikalen Islam instrumentalisieren, um das zu bewerkstelligen, was weder Links noch Rechts geschafft haben: die Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft?“ 

( Weltwoche, Interview Ausgabe 16/2004: «Islam bedeutet Frieden? Unfug!» Von Thomas Widmer )

"Die Potenz des Mannes steht demnach in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Glauben des Islam, zu dessen Grundregeln die Isolation der Frau gehören muss, um eben dieser Potenz uneingeschränkt zu dienen. Sie darf sich dem Samenfluss, mit dem sie verheiratet ist, in keinem Falle verweigern. Auf Haus und Penis verpflichtet, öffnet sie mit ihrer Existenz dem Mann einen Raum, der sich ihr selbst verschließt." (Raddatz, Hans-Peter: Allahs Schleier - die Frau im Kampf der Kulturen. Herbig Verlag München 2004)

NDR Info urteilte über „Allahs Schleier“: 

 Seitenlang und mit neurotisch anmutendem Unterton walzt Raddatz das Vorurteil einer orientalischen Unterleibsfixierung aus und versucht akribisch, das mit dem Koran und der Tradition des Propheten Muhammed zu belegen. Mit der vergangenen und momentanen Lebenswirklichkeit vieler islamischer Frauen hat das nichts zu tun. Er zeigt damit eine Willkür in der Auswahl und Auslegung von Koran-Zitaten, die an fundamentalistische Gruppen wie die Taliban erinnert. Und allerhöchstens auf deren Islamverständnis treffen Raddatz Thesen zu... Sicher hat Raddatz recht, wenn er fordert, der Westen möge besonders im Interesse der Frauen tolerante Muslime endlich mehr unterstützen. Trotzdem wirkt Raddatz’ Buch insgesamt wegen seiner penetranten Negativinterpretation des Islam und der sprachlichen Überzeichnungen fragwürdig, ja abstoßend.“ 

Wer also hetzt gegen wen? 

T:I:S, 19. Oktober 2005

Dank an Claudia Karas und Knut Mellenthin    

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