Justin Raimondo

www.SteinbergRecherche.com

 

Home
Nach oben
Hamburger Schmierdreck
Querdenker
Klaus Feldgen.
Kommentar
Kooperation und Macht
Stefan Kröpelin
Elmshorn
Peak Oil
Alexander Wöstmann
Mohn in Afghanistan
Tschetschenien
Michael C. Ruppert
Arbeitslosengeld II
AJCongress
Al Qaida
Karl-Heinz Dellwo
Peter Dale Scott
Alternative
Sudan
Jacques Attali deutsch
Une autre voix juive
ATTAC
Stadtentwicklung
Banlieue
Redaktion Bahamas
Left Curve
Polder
Steuern
Mosul-Haifa
Jewish Agency
Conn Hallinan
Herrschaft
Sozialdemokraten
Krisis
Davidstern
Folter
The Presidential Prayer Team
Livia Rokach
Ron Jacobs
Daniel Cohn-Bendit
Reuven Moskovitz
Hermann Werle
Wiesbaden-Erbenheim
Häuserkampf
Peter Wahl
Neue Irakfahne
Fahnen
Überleben
Justin Raimondo
NATO
Bertrand Russell
BILD-Zeitung
Marseille
11. März
Route 181
Johannes M. Becker
Jacques Derrida
Perle Harbour
Stefan Krempl
Mitwisser
Thorsten Fuchshuber
Leslie Gelb

   Wer ist Steinberg  Was die Recherche soll Texte 2005  Texte ab 2004  Texte bis 2003  Karten  Bilder  Home  Inhalt 

 

Crawford, 6. August 2001

Justin Raimondo könnte Bush ins Trudeln bringen.  Der US-Journalist betreibt www.antiwar.com, eine alt-konservative Internetseite, auf der mutige Kolumnisten wie der Israeli Ran HaCohen zu Worte kommen, und von der Links zu den Stars Robert Fisk und George Monbiot führen. Raimondo selber kann nicht nur Englisch schreiben, "Behind the Headlines" heißt seine lebendige Kolumne, er liest offenbar auch deutsche Texte. Der Hamburger Zeit entnahm er Informationen über die mysteriösen israelischen Kunststudenten, die sich laut Fox News im Frühjahr und Sommer 2001 auffällig nah bei Mohammed Atta und US-amerikanischen Regierungsgebäuden aufhielten. Fox News hatte alles schnell vom Netz genommen, der deutsche Text wurde gespiegelt. (1)

Raimondo hat jetzt wieder ins Hamburger Wochenblatt geschaut, in eine zwei Jahre alte Chronologie der Bush-Fehler vor dem 11. September (2), und einen fett gedruckten Ort mit Datum gefunden: Crawford, 6. August 2001. Vom  6. August 2001 datiert das Papier, das der Untersuchungsausschuß über die Attentate gerade der Regierung abgerungen hat. In Crawford will Bush anderthalb Seiten "Presidential Daily Brief" erhalten haben unter der Überschrift Bin Laden Determined to Strike in U. S. Der dünne Text habe nur allgemeine Hinweise auf Attentatsvorbereitungen enthalten. Handlungsbedarf habe sich daraus nicht ergeben. Die von Raimondo ausgegrabene Zeit-Chronologie vermerkt:

Crawford, 6. August 2001. US-Präsident George W. Bush macht Urlaub. Den ganzen Monat will er auf seiner Ranch in Texas verbringen. Jeden Morgen steht aber weiterhin das "Presidential Daily Brief" auf dem Programm. Im "PDB", wie es im CIA-Jargon heißt, wird dem Präsidenten von hochrangigen CIA-Mitarbeitern die Sicherheitslage dargelegt. An diesem Morgen unterrichtet der CIA-Direktor persönlich den Präsidenten. Sein PDB-Papier hat statt der sonst üblichen zwei bis drei diesmal elfeinhalb bedruckte Seiten und trägt die Überschrift Bin Laden Determined to Strike in U. S. Der CIA-Chef führt darin aus, dass al-Qaida dazu übergegangen sei, auch innerhalb der USA Anschläge durchführen zu wollen, und sich vermutlich längst Mitglieder der Terrororganisation in den Vereinigten Staaten befänden. Es ist nicht sicher, ob der CIA-Direktor den US-Präsidenten über die Aussagen von verhafteten Al-Qaida-Mitgliedern informiert. Nach ihren Darstellungen denke die Terrororganisation schon seit längerem darüber nach, Flugzeuge zu entführen, um sie als Raketen zu benutzen.

Elfeinhalb minus anderthalb - zehn Seiten fehlen, auf denen Genaueres stehen könnte, über  Flugzeuge als Raketen zum Beispiel. Kerrys Freunde werden die Seiten sehen wollen.

Die Zeit-Chronologie und die Angaben über die israelischen Kunstspione stammen vom gleichen Zeit-Autor Oliver Schröm. Schröm weiß noch mehr über israelische Geheimdiensttätigkeit in den USA unmittelbar vor den Attentaten zu berichten:

Langley, 23. August 2001. Der israelische Geheimdienst Mossad übergibt seinem amerikanischen Partnerdienst eine Liste mit Namen von Terroristen, die sich in den USA aufhalten und voraussichtlich in absehbarer Zeit einen Anschlag verüben werden. Nach Dokumenten, die der ZEIT vorliegen, haben Mossad-Agenten in den USA zumindest vier der 19 Attentäter aller Wahrscheinlichkeit nach überwacht, darunter auch al-Midhar. Die CIA tut nun das, was sie bereits vor 18 Monaten hätte tun sollen. Sie informiert das State Department, das FBI und die Einwanderungsbehörde.

Kostet Raimondos Entdeckung Bush den Posten? Jedenfalls verleiht sie dem Entdecker Glanz.(3) Auch Raimondo ist ein kleiner Star, der die Nacht über den USA und Israel erhellt. 

T:I:S, 14. April 2004 

 

Anmerkungen:

(1) Oliver Schröm: Tür an Tür mit Mohammed Atta.  Die Zeit, wahrscheinlich Mitte Oktober 2002  http://www.iran-azad.de/D/DUuP/Jagd.htm  

(2) Oliver Schröm: Tödliche Fehler. Die Zeit Nr. 41, 3. Oktober 2002  http://rs.net-hh.de/archiv/21636.htm  http://www.zeit.de/2002/41/Politik/200241_fahndungspannen.html

(3) Justin Raimondo: Redaction Alert! White House edits Aug. 6 presidential briefing, then claims it's been. www. Antiwar.com, April 14, 2004 http://www.antiwar.com/justin/?articleid=2306

*

Wer ist Steinberg  Was die Recherche soll Texte 2005  Texte ab 2004  Texte bis 2003  Karten  Bilder  Inhalt  Home  nach oben

Mail

URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/raimondo.htm

Disclaimer / Copyright