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Wer ist Steinberg Was die Recherche soll Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Home Inhalt Bei Konkret wieder entdeckt:Das synthetische Urteil a prioriDas Europäische
Zentrum zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) in Wien
hatte im März 2002 beim Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung eine
Studie über Antisemitismus in der EU in Auftrag gegeben. Es entschloß sich
jedoch im Februar 2003,
die Studie nicht zu veröffentlichen. Laut "Financial Times" habe dem
EUMC habe nicht gepaßt, daß "Moslems und pro-palästinensische
Gruppen" für viele der untersuchten Vorfälle verantwortlich gemacht oder
"linken Gruppen und Globalisierungsgegnern antisemitische Beweggründe"
zugeschrieben würden. Das Wiener EUMC widersprach heftig. Die Studie sei einfach von "unzureichender Qualität", ihre Antisemitismus-Definition zu weit gefaßt. Juliane Wetzel, Co-Autorin der Studie, wehrt sich: "Was Antisemitismus ist, ist ziemlich klar." Er müsse nicht bei jeder antisemitischen Welle neu definiert werden. Als der Europäische Jüdische Kongreß schließlich Anfang Dezember die Untersuchung im Internet zugänglich machte, trat das EUMC nach: Das vom Zentrum für Antisemitismusforschung verwendete Datenmaterial sei "weder zuverlässig noch objektiv" und ermögliche keinesfalls eine Analyse des Antisemitismus in der EU. Die Untersuchung vermische überdies Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und Israel-Kritik. All dies berichtet Thorsten Fuchshaber fast wörtlich in der Konkret-Ausgabe vom Januar 2004. Er schildert den verbreiteten bedrohlichen Antisemitismus in Europa und schließt: Wer Jude ist', pflegte Reichsminister Goebbels zu sagen, 'bestimmen wir.' Ähnliches gilt offenbar heute für die Beantwortung der Frage, was Antisemitismus ist." Wie gelangt der Konkret-Autor zu dieser abgedroschenen und abgeschmackten Gleichsetzung? Fuchshuber läßt unerwähnt, daß die Berliner Autoren selbst die Spannweite des Begriffs "Antisemitismus" beklagen. Sie selbst gestehen ein, daß Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und Israel-Kritik ineinander verschwimmen. Sie selbst bedauern die unterschiedlichen Kriterien und Erfassungsmethoden in den untersuchten EU-Ländern. Der Konkret-Autor befaßt sich weder mit den sachlichen Fehlern, die bereits die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung festgestellt hat, noch mit den gravierenden Mängeln der Befragungsmethode insbesondere der rechten US-amerikanischen Anti-Defamation League, deren Ergebnisse die Studie dominieren, siehe Scharons Hexenküche. Wie kann Fuchshuber wissen, daß die Berliner Forscher richtig liegen und die Wiener den Antisemitismus klein reden? Er weiß, was der Fall ist, ohne den Fall zu kennen. Kant nannte das ein synthetisches Urteil a priori. Ein synthetisches Urteil, also eine Aussage über eine empirische Tatsache, die a priori, also ohne Kenntnis der Tatsache, getroffen werden kann? Bei Konkret scheint alles möglich. T:I:S, korrigiert am 14. Januar 2004 Thorsten Fuchshuber: Moslems? Zu
weit gefasst. Die EU versucht eine Studie über
Antisemitismus, deren Ergebnisse ihr nicht passen, zu diskreditieren. Konkret
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