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Jüdisch-französische Union für den Frieden, UJFPBodenangriff auf GazaDie israelischen Führer haben sich für ihre Verbrechen zu verantworten
Nach Jahren einer unmenschlichen Blockade, nach einer Woche der Bombardierung mit 450 Toten und Tausenden Verletzten hat die israelische Armee am 3.Januar 2009 ihre Bodentruppen gegen den Gazastreifen geworfen. Dieses Verbrechen war lange angekündigt. Zorn und Wut darüber, daß wir es nicht haben verhindern können, sind umso größer. So kann also 2009 eine der mächtigsten Armeen der Welt ein überbevölkertes Gebiet angreifen und dort straflos massakrieren, wen ihr beliebt. Alle Zionisten für Krieg Ein tragischer Konsenz in der israelischen Gesellschaft ermöglichte das Verbrechen. Alle zionistischen Parteien wurden im vorhinein vom Angriff auf Gaza unterrichtet, und alle haben ihn gebilligt. Nur eine kleine Minderheit von Anti-Kolonialisten steht weiter unermüdlich dagegen, demonstriert und gibt Zeugnis. Dieses Meinungsbild ist Ergebnis dauernder Propaganda in Israel. Sie zielt darauf, die Bewohner von Gaza oder die Hamas zu entmenschlichen und darauf, daß zulässig oder normal wird, sie zu ermorden. Die Beihelfer Die Beihilfe der Europäischen Union ermöglichte das Verbrechen. Die Entscheidung des Rats unter französischem Vorsitz, die Beziehungen zwischen der Union und Israel aufzuwerten, während die politisch Klasse Israels sich in kriegerischen Wahlversprechen überbietet, diese Entscheidung wurde als Erlaubnis zum Töten verstanden. Der Empfang von Tzipi Livni durch Sarkozy und Kouchner in Paris war eine Ermunterung zum Angriff. Die Beihilfe der Vereinigten Staaten ermöglichte das Verbrechen, der Vereinigten Staaten, die nie aufgehört haben, Israel mit Waffen zu überhäufen und seine Kassen immer wieder aufzufüllen; und schließlich die Beihilfe bestimmter arabischer Führer, die, wie Mubarak, ihr Einverständnis zu diesem Einmarsch gegeben haben. Die Straffreiheit der zivilen und miltärischen israelischen Führer ermöglichte das Verbrechen, der Führer, die ohne Unterlaß das Völkerrecht brechen und sich regelmäßig durch Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit schuldig machen. Weltweite Demonstrationen Auf der ganzen Welt fanden Demonstrationen von seltenem Umfang gegen den israelischen Angriff statt, insbesondere heute. Sowohl in den arabischen Ländern, als auch in den Vereinigten Staaten, in Großbritannien, und sogar in Tel Aviv. In allen französischen Städten haben riesige Demonstrationen neue Kräfte mobilisiert, die sich gegen diese Barbarei engagieren. Die Jüdisch-französische Union für den Frieden rühmt sich der Teilnahme an diesen Demonstrationen. Sie prangert den Vertreterrat der jüdischen Einrichtungen Frankreichs, CRIF, an, der versucht, alle Juden Frankreichs hinter der verbrecherischen Politik des Staates Israel einzureihen. Es ist dringend, Mobilisierung und Demonstrationen müssen fortgesetzt werden. Boykott, Investitionsabzug, Sanktionen gegen Israel! Um das Massaker aufzuhalten, das jetzt im Gange ist, muß von der französischen Regierung, von der Europäischen Union und von der internationalen Gemeinschaft gefordert werden, daß sie sofort ihre Beihilfe zum Angriff abbrechen. Sie müssen den sofortigen Abbruch des Einmarschs fordern. Sie müssen eine Politik des Boykotts, des Abzugs der Investitionen und eine Sanktionspolitik gegen Israel organisieren, nach dem Vorbild der Kampagne, der einst in Südafrika die Apartheid wich. Sie müssen fordern, daß die israelischen Führer vor Gericht kommen und sich für ihre Verbrechen verantworten. T:I:S, Übersetzung und Zwischenüberschriften, 4. Januar 2009 URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/ujfp.htm#Bodenangriff *Union Juive Française pour la Paix, Bureau NationalAttaque terrestre contre Gaza.Les dirigeants israéliens devront répondre de leurs crimes.
Après des années d'un blocus inhumain, après une
semaine de bombardements qui ont tué 450 personnes et blessé des milliers
d'autres, l'armée israélienne vient de lancer ses troupes terrestres (samedi 3
janvier) contre la bande de Gaza. Ce crime était annoncé de longue date. La
rage et la colère de ne pas avoir pu l'empêcher n'en sont que plus grandes. Cette situation de l'opinion est le résultat
d'une propagande permanente en Israël visant à « déshumaniser » les
habitants de Gaza ou le Hamas et à rendre licite ou normal leur assassinat. Le crime a été rendu possible par la
complicité de l'Union Européenne. La décision du Conseil sous présidence
française du « rehaussement » des relations entre l'Union et Israël alors
que la classe politique israélienne est lancée dans une surenchère électorale
guerrière a été comprise comme un « permis de tuer ». La réception de
Tzipi Livni à Paris par Sarkozy et Kouchner était un encouragement à
l'agression. T:I:S, 4. Januar 2009. Merci à Jean-Claude Meyer URL dieser Seite: http://www.steinbergrecherche.com/ujfp.htm#attaqueterrestre *Weltweite völker- und menschenrechtliche Zuständigkeit Die Audiencia Nacional de España, ein hohes spanisches Gericht mit Sitz in Madrid, hat die Anhörung von Zivilpersonen aus Gaza beschlossen, die im Juli 2002 von den jüdisch-israelischen Verteidigungsstreitkräften bombardiert worden waren. Das meldet die jüdisch-französische Union für den Frieden (Union juive française pour la paix, UJFP), die den damit verbundenen Beschluß über die spanische Zuständigkeit für US-amerikanische, israelische und andere ausländische Verbrechen begrüßt. T:I:S, 7. Juli 2008. Merci à Jean Claude Meyer *HaßpredigerNein zu Ehud Olmerts Besuch in FrankreichPresseerklärung vom 22. Oktober 2007 (texte original ici) In einem Brief an die New York Times, Ausgabe vom 4. Dezember 1948, haben sich
hervorragende jüdische Persönlichkeiten, darunter Hannah Arendt und Albert
Einstein, gegen den USA-Besuch Menachem Begins gestellt. Sie bezeichneten ihn
als nationalistischen Terroristen. Seine Methoden ähnelten denen faschistischer
Parteien. Aus gleichem Grunde stellen wir uns gegen den Frankreich-Besuch des israelischen Premierministers Ehud Olmert am 22. Oktober 2007. Ehud Olmerts Politik verletzt fortwährend das internationale Recht. Seine Regierung hat im Sommer 2006 einen mörderischen Krieg gegen den Libanon geführt. Die israelische Armee hat dort Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit verübt. Heute wird Olmert rückfällig: Er kommt nach Frankreich, um einen breiten Konsens der westlichen Führer für einen sogenannten Präventiv-Krieg gegen den Iran zu erreichen. Er behauptet, der Iran habe einen Führer, der die Zerstörung Israels will. Ein solcher Krieg, der den ganzen Planeten verheeren würde und zur Zerstörung des Irak hinzukäme, wird von der israelischen Regierung als unverzichtbar bezeichnet. Diese mörderische Flucht nach vorn vermag die Politik der Regierung Olmert nicht zu kaschieren: Die palästinensische Gesellschaft wird systematisch zerstört. Die Blockade von Gaza, die gezielten Morde, Tausende politischer Gefangener, darunter zahlreiche gewählte Vertreter, die Landnahmen, die Ausweisungen, der Raub des Wassers, Hunderte Sperren, die jeden Verkehr verbieten, die Fortsetzung des Baus der „Trenn“-Mauer: Das sind ausnahmslos von der israelischen Regierung freimütig bekannte Verletzungen aller internationalen humanitären Normen und der Menschenrechte. Die Kolonisierung geht weiter. Mehr als 450 000 Israelis leben in den seit 1967 besetzten Gebieten. Vor aller „Friedens-“Debatte erklärt Ehud Olmert, daß der Kern dieser Annexionen unumkehrbar ist, und, sollte es je einen palästinensischen Staat geben, wird es also nur ein zerstückeltes, zersplittertes und unbewohnbares Gebiet sein. Solange die Besatzung anhält, fordert die UJFP einen politischen und wirtschaftlichen Boykott des Staates Israel, um seine Führer zu zwingen, die Besatzung zu beenden. Ein gerechter und dauerhafter Frieden im Nahen Osten beruht auf der Beendigung der Rechtlosigkeit, deren Opfer die ganze palästinensische Bevölkerung ist, auf der Beendigung der Besatzung, der Auflösung aller Siedlungen, der völligen Gleichheit aller Völker der Region und dem Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr. Die Politik von Herrn Olmert ist eine Politik des Krieges, der Flucht nach vorn und der Zurückweisung des Anderen. Diese Politik ist verbrecherisch gegenüber den Palästinensern und selbstmörderisch für die Israelis. Sie gefährdet internationalen Frieden und Sicherheit. NEIN, Herr Olmert ist nicht willkommen. T:I:S, Übersetzung, 22. Oktober 2007, 15:44; siehe dazu Levante (1) Gemeint ist der Leserbrief vom 2. Dezember 1948, in dem es heißt: "Zu
den am meisten beunruhigenden politischen Erscheinungen unserer Zeit gehört, daß
im neu geschaffenen Staat Israel die Freiheitspartei (Tnuat Haerut) auftaucht,
in ihrer Organisation, ihren Methoden, ihrer politischen Philososphie und ihrem
sozialen Anstrich eine Partei sehr ähnlich den Parteien der Nazis und der
Faschisten... Der gegenwärtige Besuch von Menachem Begin, des Führers dieser Partei, in den USA geschieht offensichtlich in dem Kalkül, den Einduck zu erwecken, daß seine Partei bei den anstehenden Wahlen amerikanische Unterstützung habe, und um die politischen Verbindungen zu konservativen zionistischen Elementen in den Vereinigten Staaten zu zementieren... Mehrere Amerikaner mit nationalem Ansehen haben ihren Namen dafür hergegeben, seinen Besuch zu begrüßen. Es ist unbegreiflich, dass jene, die in der ganzen Welt gegen den Faschismus opponieren, sollten sie über Herrn Begins Vorgeschichte und seine Pläne unterrichtet sein, der von ihm vertretenen Bewegung Namen und Unterstützung leihen... Ein schockierendes Beispiel war ihr Verhalten [das der Freiheitspartei, T:I:S] in dem arabischen Dorf Deir Yassin... Dieser Zwischenfall veranschaulicht den Charakter und die Taten der Freiheitspartei. Innerhalb der jüdischen Gemeinschaft haben sie eine Mischung aus Ultra-Nationalismus, religiösem Mystizismus und rassischer Überlegenheit gepredigt... [D]ie Liste ihrer früheren Handlungen in Palästina weist nicht die Merkmale einer normalen politischen Partei auf. Sie tragen vielmehr unmißverständlich den Stempel einer faschistischen Partei, für die Terror, gleichermaßen gegen Juden, Araber und Briten, sowie Täuschung Mittel sind, und ein 'Führerstaat' das Ziel." *COMMUNIQUE DE PRESSE du 22 octobre 2007 Ehud
Olmert vient prêcher la guerre en France!
Non
à la visite d’Ehud Olmert en France !
Dans une lettre envoyée au New York Times le 4 décembre 1948, plusieurs éminentes
personnalités juives (dont Hannah Arendt et Albert Einstein) s’élevaient
contre la visite aux Etats-Unis de Menachem Begin qualifié de terroriste
chauvin utilisant des méthodes proches des partis fascistes. Pour les mêmes raisons, nous nous élevons contre la visite en France du
Premier Ministre israélien Ehud Olmert le 22 octobre. La politique d’Ehud Olmert viole en permanence le droit international. Son
gouvernement a mené une agression meurtrière contre le Liban pendant l’été
2006 et l’armée israélienne y a commis des crimes de guerre et des crimes
contre l’humanité. Aujourd’hui Olmert récidive : il vient en France
pour obtenir un large consensus des dirigeants occidentaux afin d’obtenir une
guerre dite « préventive » contre l’Iran en affirmant que
l’Iran a un dirigeant qui veut la destruction d’Israël. Une telle guerre
qui mettrait à feu et à sang toute la planète, ajoutée à la destruction de
l’Irak, est présentée par le gouvernement israélien comme indispensable. Cette fuite en avant meurtrière ne peut pas masquer la politique menée par
le gouvernement Olmert : la société palestinienne est méthodiquement détruite.
Le blocus de Gaza, les assassinats ciblés, les milliers de prisonniers
politiques (dont de nombreux élus), les confiscations de terre, les expulsions,
le pillage de l’eau, les centaines de barrages qui interdisent toute
circulation, la progression du Mur dit « de séparation » sont
autant de violations de l'ensemble des normes du droit humanitaire international
et des droits humains ouvertement assumées par le gouvernement israélien. La
colonisation continue. Plus de 450000 Israéliens vivent dans des territoires
occupés depuis 1967. Avant toute discussion « de paix », Ehud
Olmert affirme que l’essentiel de ces annexions est irréversible et donc que
si futur Etat Palestinien il y a, ce ne sera qu’un territoire morcelé, éclaté
et non-viable. Tant que l’occupation durera, l’UJFP demande un boycott politique et économique
d’Israël pour obliger ses dirigeants à renoncer à l’occupation. Une paix
juste et durable au Proche-Orient repose sur la fin du déni de droit dont est
victime l'ensemble de la population palestinienne,
de l’occupation, le démantèlement
de toutes les colonies, la fin des agressions militaires, l’égalité
totale entre les peuples de la région et le droit au retour des réfugiés. La
politique de M. Olmert est une politique de guerre, de fuite en avant et de
refus de « l’autre ». Cette politique est criminelle pour les
Palestiniens, suicidaire pour les Israéliens et dangereuse pour les peuples de
la région, pour la paix et la sécurité internationale. NON, M. Olmert n’est pas le bienvenu. UJFP, T:I:S, 22. Oktober 2007, 15:44; voir aussi Levante Merci à Jean Claude Meyer *Israël n’a pas le droit de priver des Palestiniens de leur droit de résidence Die jüdisch-französische Union für den Frieden bestreitet Israel das Recht, den Palästinensern das Wohnrecht zu entziehen. UJFP, droit de résidence Assassinats ciblés: une menace contre la paix et la sérurité internationales Gezielte Tötungen gefährden den Weltfrieden und die internationale Sicherheit. UJFP, assassinats ciblés (.doc-Datei). T:I:S, 25. Dezember 2006 *Bernard Jancovici
Brief
an Eric de Rothschild
Präsident
der Shoah-Gedenkstätte in Paris
Paris,
den 12. Juni 2006 Herrn Sehr
geehrter Herr Präsident, ich
habe eine Einladung zur Einweihung der Mauer der Gerechten erhalten. Ich werde
nicht zur Einweihung gehen. Ich
hätte gern an der Zeremonie teilgenommen. Ich bin Franzose jüdischer
Abstammung. Während unsere Eltern und einer unserer Großväter verschleppt
wurden und umkamen, haben meine Schwester und ich die Shoah überlebt, einigen
Gerechten sei Dank: Meine Schwester wurde in einer katholischen religiösen
Einrichtung versteckt, ich in einer protestantischen (der Schule von Guyenne in
der Dordogne). Die Leiter dieser Einrichtungen wußten, wer wir waren, und
kannten die Gefahr, die sie liefen. Indes
finde ich die Teilnahme des Premierministers des Staates Israel an dieser
Einweihung unerträglich. Ich weiß, daß der Staat Israel als erster die
Gerechten geehrt hat, das ist belegt. Doch im gegenwärtigen politischen Kontext
wird allein die Anwesenheit dieses Premierministers das allzu oft gebildete
Amalgam aus Juden Frankreichs und dem Staat Israel festigen. Die Gerechten hätten
schon vor langer Zeit in Frankreich geehrt werden müssen, von unserer Republik;
jetzt endlich nimmt sie teil. Doch zur Einweihung der Mauer einen Vertreter des
Staates Israel einzuladen, das schließt notwendig eine gewisse Billigung der
Politik ein, die dieser Staat in den besetzten Gebieten betreibt, und ich lehne
es ab, mich an dieser Billigung zu beteiligen. Gewiß, es gibt Unrecht auf
beiden Seiten, doch was den Staat Israel anlangt, so hat er jahrzehntelang
keinen für die Palästinenser annehmbaren Friedensschluß angestrebt. Im
Gegenteil hat er mit einer langen Besatzung vorlieb genommen - leider weiß ich,
was das Wort Besatzung bedeutet - mit all ihren schrecklichen Folgen. Mit
konfessionslosen Grüßen, Bernard
Jancovici Durchschrift
an *
Paris,
le 12/06/06 Monsieur
Eric de Rothschild T:I:S
(Übersetzung), 27. Juni
2006 *Französische Juden für den Frieden:Bösgläubigkeit und gutes GewissenZur Entscheidung der EU, der Palästinensischen Autonomiebehörde die Mittel zu kappen(texte original ici) Was gibt es Besseres als eine dicke Portion Bösgläubigkeit, um sich ein gutes Gewissen zu verschaffen! Das läßt sich lernen aus der Bösgläubigkeit, die Frau Benita Ferrero-Waldner, europäische Kommissarin für Auswärtige Angelegenheiten und europäische Nachbarschaftspolitik (!) in Le Monde vom 9. Mai 2006 praktiziert hat unter der Überschrift: „Palästina: Europa engagiert sich weiter.“ Da ist eine Verantwortliche der Europäischen Union genötigt, die skandalöse europäische Entscheidung zu rechtfertigen, der Palästinensischen Autonomiebehörde die Mittel zu sperren, indem sie im besten bösen Glauben erklärt, es ginge nicht um den Entzug der Hilfe für das palästinensiche Volk, sondern nur darum, einer Regierung der Autonomiebehörde die Mittel zu sperren, die aus Wahlen hervorgegangen ist, die jeder als demokratisch anerkannt hat. Sie vergißt zu sagen, daß diese Regierung keine Regierung irgendeines Staates ist, daß sie zu allererst ein Ort des Widerstands ist gegen eine Besatzung ohne Ende, und daß diese demokratische Wahl zu allererst den Widerstandswillen der Palästinenser ausdrückt. Zu schreiben, „wir respektieren das Wahlergebnis, aber wir können keine Regierung unterstützen, die die Grundlagen des Friedensprozesses selbst verweigert“, zeugt von geistigem Betrug. Von welchem Friedensprozeß ist die Rede? Inwiefern hat die palästinensische Wahlentscheidung einen Friedensprozeß beendet, den es nicht gibt, wenn er überhaupt je existiert hat? Wenn die Autorin hinzufügt, „indem die Mitglieder der Vierergruppe das Ende der Gewalt und die Anerkennung des Existenzrechrts Israels und der bestehenden Verträge fordern, bitten sie die neue Regierung lediglich, sich diesem Friedensprozeß anzuschließen und alle Konsequenzen aus ihrer Entscheidung zu ziehen, sich zur Wahl zu stellen“ – dann ist man bass erstaunt über soviel Bösgläubigkeit. Diese Redeweise könnte akzeptabel sein, sogar akzeptiert werden, wenn die Verantwortlichen der Europäischen Union zu Israel eine analoge Haltung eingenommen hätten, denn bis heute hat Israel das Recht auf Existenz eines Staates Palästina nicht anerkannt, hat die Besatzung und die damit verbundene Gewalt nicht beendet, und seine Regierung scheint durch bestehende Verträge oder einen Friedensprozeß nicht gebunden. Doch die Europäische Union lehnt jede Sanktion gegen den Staat Israel ab, läßt die Besatzung fortwähren und die Mauer von der neuen Grenze des Staates Israel künden, während kein Friedensprozeß in Sicht ist und die Kolonisierung sich fortsetzt. Frau Benita Ferrero-Waldner scheint vergessen zu haben, daß der Palästinensische Nationalrat 1988 den Grundsatz der Existenz zweier Staaten, des israelischen und des palästinensischen, anerkannt hat, daß Yasser Arafat die Existenz des Staates Israel im Briefwechsel mit Rabin vor der großen Washingtoner Zeremonie zur Unterzeichnung der Verträge von Oslo anerkannt hat, während Rabin sich damit begnügt hat, die PLO als Gesprächspartner anzuerkennen. Frau Benita Ferrero-Waldner könnte also die Frage stellen: Was haben die Palästinenser von dieser Anerkennung? – und zur Kenntnis nehmen, daß diese Anerkennung den Palästinensern nichts gebracht hat, da sie weiterhin der israelischen Besatzung und verstärkter Kolonisierung unterworfen sind. Was konnte Mahmud Abbas darüber sagen, was die verschiedenen Vereinbarungen, Prozesse und andern ausgelegten Köder den Palästinensern gebracht haben? NICHTS. Und angesichts diese Nichts haben die Palästinenser ihren Widerstandswillen dadurch auszudrücken sich entschlossen, daß sie der HAMAS die Mehrheit verschafft haben. Aber Frau Benita Ferrero-Waldner, ebenso wie ihre Kollegen in verschiedenen europäischen Einrichtungen, will nichts verstehen. Die Palästinenser müssen sich nur diesem braven Schüler des Westens, dem Staat Israel fügen, dieser „einzigen Demokratie des Nahen Ostens“, die eine Besatzungs- und Kolonisierungspolitik gegen das Volk betreibt, das sie vor fast 60 Jahren von seinem Land vertrieben hat, und die ihre nicht-jüdischen Bürger als Bürger zweiter Klasse betrachtet. Nachdem es den europäischen Antisemitismus sich hat entwickeln und das Massaker zur vorigen Jahrhundertmitte hat geschehen lassen, anerkennt Europa, daß die Juden ein Teil seiner selbst sind und daß sie seine Kolonialpolitik in der Bastion des Westens fortführen können, die heute der Staat Israel darstellt. Von Herzls Projekt bleibt nichts übrig als diese vorgeschobene Bastion gegen die asiatische Barbarei. Europa kann zufrieden sein. Die europäische Entscheidung, der Palästinensichen Autonomiebehörde die Mittel zu kappen, kann demnach zugleich gesehen werden als ein letzter großer Ausdruck des europäischen Antisemitismus und als Verbrechen an den Palästinensern, die weiterhin für die europäischen Verbrechen des letzten Jahrhunderts bezahlen. Wenn doch die Europäischen Union wenigstens den Mut hätte zuzugeben, daß sie die Palästinenser bestraft, statt irgendwelche geschmacklosen Spitzfindigkeiten zu entwickeln, die nur die Unterstützung für Israel verschleiern sollen. Rudolf Bkouche Donnerstag, 11. Mai 2006 Übersetzung
von T:I:S, 18. Mai 2006 *UJFP - Union juive française pour la paix:Mauvaise
foi et bonne conscience
Quoi de mieux
qu’une bonne dose de mauvaise foi pour se donner bonne conscience. C’est que
l’on peut retenir de l’exercice de mauvaise foi auquel s’est livré Madame
Benita Ferrero-Waldner, commissaire européenne en charge des relations extérieures
et de la politique européenne de voisinage (sic) dans Le Monde du mardi 9 mai
sous le titre "Palestine : l’Europe reste engagée". Ainsi une
responsable de l’Union Européenne a besoin de justifier la scandaleuse décision
européenne de couper les vivres à l’Autorité Palestinienne en expliquant
avec la meilleure mauvaise foi qu’il n’est pas question de suspendre
l’aide au peuple palestinien, seulement de couper les vivres à un
gouvernement de l’Autorité Palestinienne issu d’élections dont tous
reconnaissent qu’elles furent démocratiques, oubliant de dire que ce
gouvernement n’est le gouvernement d’aucun Etat, qu’il est d’abord un
lieu de résistance à une occupation qui n’en finit pas, et que cette élection
démocratique exprime d’abord la volonté de résistance des Palestiniens.
Ecrire :
"nous respectons le verdict des urnes, mais nous ne pouvons pas appuyer un
gouvernement qui refuse les fondements mêmes du processus de paix" relève
de l’imposture intellectuelle. De quel processus de paix s’agit-il ? En quoi
le vote palestinien a-t-il mis fin à un processus de paix qui n’existe pas
s’il a jamais existé ? Lorsque l’auteur ajoute : "Lorsque les membres
du Quartet demandent l’arrêt des violences, la reconnaissance du droit
d’Israël à exister et l’acceptation des accords existants, ils ne font que
demander au nouveau gouvernement d’adhérer à ce processus de paix et de
tirer toutes les conséquences de sa décision de se présenter aux élections",
on reste pantois devant tant de mauvaise foi. Ce discours
pourrait être acceptable, sinon accepté, si les responsables de l’Union
Européenne avaient pris une position analogue par rapport à Israël, car, à
ce jour, Israël n’a pas reconnu le droit d’existence d’un Etat de
Palestine, n’a pas mis fin à l’occupation et aux violences qui en découlent,
et son gouvernement ne semble pas être lié par des accords existants ou un
processus de paix. Mais l’Union Européenne refuse toute sanction contre
l’Etat d’Israël, laisse l’occupation continuer, le Mur annoncer la
nouvelle frontière de l’Etat d’Israël, alors qu’aucun processus de paix
n’est en vue et que la colonisation continue. Madame Benita
Ferrero-Waldner semble avoir oublié que le Conseil National Palestinien a
reconnu en 1988 le principe de l’existence de deux Etats, l’israélien et le
palestinien, que Yasser Arafat a reconnu l’existence de l’Etat d’Israël,
lors de l’échange de lettre qu’il a eu avec Rabin avant la grande cérémonie
de Washington de signature des Accords d’Oslo, alors que Rabin se contentait
de reconnaître l’OLP comme interlocuteur. Madame Benita Ferrero- Waldner
pourrait alors poser la question : quels sont les bénéfices de cette
reconnaissance pour les Palestiniens ? et prendre acte que cette reconnaissance
n’a rien apporté aux Palestiniens toujours soumis à l’occupation israélienne
et à une colonisation grandissante. Que pouvait
dire Mahmoud Abbas sur ce que les divers accords, processus et autres leurres
mis en place avaient apporté aux Palestiniens ? RIEN. Et c’est devant ce rien
que les Palestiniens ont choisi d’exprimer leur volonté de résistance en
donnant la majorité au HAMAS. Mais Madame
Benita Ferrero-Waldner, comme ses collègues des divers instances européennes,
ne veulent rien comprendre. Les Palestiniens n’ont qu’à se soumettre à ce
bon élève de l’Occident que constitue l’Etat d’Israël, à cette
"seule démocratie du Moyen-Orient" qui pratique une politique
d’occupation et de colonisation contre le peuple qu’elle a expulsé de sa
terre il y a près de soixante ans et qui considère ses citoyens non juifs
comme des citoyens de seconde zone. Après
avoir laissé se développer l’antisémitisme européen et laissé faire le
massacre du milieu du siècle dernier, l’Europe reconnaît que les Juifs sont
une partie d’elle-même et qu’ils peuvent continuer sa politique coloniale
dans ce bastion de l’Occident que constitue aujourd’hui l’Etat d’Israël.
Du projet de Herzl il ne sera resté que le bastion avancé contre la barbarie
asiatique. L’Europe peut être satisfaite. La décision
européenne de couper les vivres à l’Autorité Palestinienne peut alors être
considérée à la fois comme l’une des dernières grandes manifestations de
l’antisémitisme européen et comme un crime envers les Palestiniens à qui
elle continue de faire payer les crimes européens du siècle dernier.
Que l’Union Européenne ait au moins le courage, lorsqu’elle
sanctionne les Palestiniens, de le dire au lieu de développer quelques arguties
de mauvais goût destinées à masquer son soutien à Israël.
Rudolf
Bkouche jeudi 11 mai 2006 T:I:S, 18. Mai 2006 (Deutsche Übersetzung hier) *UJFP -
Union juive française pour la paix:
Boykott - Desinvestition - Sanktionen
Der Staat Israel ist zu isolieren wie
einst der südafrikanische Apartheid-Staat.
Die französisch-jüdische Vereinigung für den Frieden
(UJFP)* hat auf ihrer Jahreshauptversammlung am 4. und 5. März 2006 in Paris
beschlossen, wie sie zur Isolierung des Staates Israel - nach dem Vorbild des
Kampfes gegen die südafrikanische Apartheid - und zur Schwächung seiner
Fähigkeit beitragen will, Schaden anzurichten: durch Boykott aller israelischen
Produkte. Zugleich fordert die UJFP den Abzug aller Investitionen aus Israel und
internationale Sanktionen gegen den Staat Israel. Der Beschluß richtet sich
gegen die Besatzung der palästinensischen Gebiete und gegen den fortgesetzten
Bruch internationalen Rechts durch den Staat Israel. Der Beschluß wurde
einstimmig gefaßt. Die UJFP hat 343 Mitglieder in Frankreich, vor allem im Großraum
Paris. Dagegen billigt oder duldet die Mehrheit der schätzungsweise 600 000
französischen Juden die Unterstützung des Zentralrats
der jüdischen Einrichtungen von Frankreich (CRIF)
für die israelische Besatzungspolitik in Palästina. Die UJFP hebt in ihreP den Abzug aller Investitionen aus Israel und
internationale Sanktionen gegen den Staat Israel. Der Beschluß richtet sich
gegen die Besatzung der palästinensischen Gebiete und gegen den fortgesetzten
Bruch internationalen Rechts durch den Staat Israel. Der Beschluß wurde
einstimmig gefaßt. Die UJFP hat 343 Mitglieder in Frankreich, vor allem im Großraum
Paris. Dagegen billigt oder duldet die Mehrheit der schätzungsweise 600 000
französischen Juden die Unterstützung des Zentralrats
der jüdischen Einrichtungen von Frankreich (CRIF)
für die israelische Besatzungspolitik in Palästina. Die UJFP hebt in ihrem Rechenschaftsbericht über das Jahr
2005 einige Aktivitäten hervor: ihre Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel gegen
Alain Finkielkraut; Geldsammlungen für
israelische politische Gefangene und Wehrdienstverweigerer, die sogenannten
Refusniks; gemeinsame Vortragsreisen von Palästinenserinnen und Israelinnen in
zahlreiche französische Städte; eine Debatte in Straßburg zwischen Tariq
Ramadan und Michel Warschawski; ein Treffen
zwischen dem Vorsitzenden Richard Wagman und dem palästinensischen Präsidenten
Mahmud Abbas; den Auftritt des Mitglieds Liliane
Cordova-Kaczerginski auf einer UNESCO-Konferenz zum Frieden in Nahost
einerseits, beim Erfurter Sozialforum andererseits; und den Besuch des Mitglieds
Michèle Sibony bei Hadasch / Demokratische Front für Frieden und Gleichheit
zur Unterstützung von Tali
Fahima während ihres Prozesses. In einem Interview
der algerischen Tageszeitung Le
Quotidien d’Oran (Le vote pour
Hamas est un vote de résistance, 31. Januar 2006) hatte der
stellvertretende Vorsitzende der UJFP, Pierre Stambul die Wahlentscheidung der
Palästinenser für die Hamas als ein „schönes Beispiel für Demokratie“
bezeichnet. „Das ist vor allem eine Wahl des Protests und des Widerstands.
Seit Jahren wird die palästinensische Gesellschaft systematisch erwürgt und
zerstört: 750 Sperren sind gleichbedeutend mit andauernder Erniedrigung. Sie
machen das tägliche Leben unerträglich. Trotz der Entscheidung des
Internationalen Gerichtshofs im Haag schreitet der Mauerbau
voran. Die Palästinenser haben klar verstanden, daß die Mauer letztlich die
Annexion der Hälfte des Westjordanlandes bedeutet.“ Die UJFP, so Pierre
Stambul, habe sich während der zweiten Intifada entwickelt. "Sie ist Teil
eines europäischen Netzes fortschrittlicher jüdischer Vereinigungen in zehn Ländern.
Wir haben nicht zugelassen, daß die ständige Verletzung der Grundrechte in
unserem Namen geschieht. Wir haben es abgelehnt, daß der Antisemitismus und der
Völkermord der Nazis, denen unsere Familien zum Opfer fielen, dazu dienen, ein
Kolonialprojekt zu rechtfertigen, das die palästinensische Gesellschaft zerstört.
Wir erklären unablässig, daß Jude, Zionist und Israeli nicht gleichgesetzt
werden dürfen. Wir berufen uns auf eine Geschichte, die die Juden als
bedeutenden Teil progressiver, antikolonialer und revolutionärer Bewegungen
erlebt hat. Wir verweigern uns dem kulturalistischen Rückfall, der uns zwingen
soll, Beihilfe zu leisten bei dem, was im Nahen Osten passiert. Wir sprechen dem
Zentralrat der jüdischen Einrichtungen von Frankreich, CRIF (Conseil représentatif
des institutions juives de France) jedes Recht ab, sich im Namen der Juden zu äußern.“ T:I:S, 14. März 2006 ** Weitere Beiträge zur UJFP bei SteinbergRecherche "Union Juive Française
pour la Paix (UJFP),
21 ter rue Voltaire, PARIS Tél.: 01 42 02 5976·Fax: 01 42 02 59 77·e-mail : ujfp(at)filnet.fr.
T:I:S, 21. ..." "20051225
ujfp
rundbrief v 31 oct 2005 mit réfugié artikel ... Dans
notre dernière livraison « d’Infos UJFP
» nous avons annoncé deux événements dont
les ..." "Die
UJFP
(Union Juive Française pour la Paix) versandte den Artikel als eine von ...
Aktivitätsmittelpunkt der UJFP
ist Marseille. Auf der Internetseite von ..." "5)
Französische Juden, die der Union juive française pour la paix (UJFP)
nahestehen, unterstützen Edgar Morin und seine Ko-Autorinnen. Morin ist
Jude. ..." 5. Gewalt
"Französisch-jüdische Union für den Frieden
- UJFP - und
andere Organisationen gegen koloniales Ausnahmerecht. Gemeinsames Communiqué
vom 15. November 2005 ..." "L’Union juive
française pour la paix (UJFP)
répond au racisme d' Alain Finkielkraut ... Michèle Sibony, vice-présidente
de l’UJFP
et Michel Warschawski, ..." 7. Matzpen "Die UJFP
(Union juive française pour la paix), BP 102, 75960 Paris Cedex 20, ujfp@filnet.fr
sendet den Film als DVD für 10 € plus Versandkosten zu. ..." 8. Kriegs-Lobby
"Französische Glaubensbrüder von Cukierman
sind empört: Die UJFP,
... Die UJFP
bemüht sich um Verständigung mit den Palästinensern und allen Arabern und
..." 9. Judäophobie
"... Antisemitismus - Realität und
Instrumentalisierung von Pierre Stambul, dem stellvertretender Vorsitzenden der
Union Juive Française pour la Paix / UJFP.
..." 10. Nahost
"Für CAPJPO EuroPalestine, Bündnispartner der
Union juive française pour la paix (UJFP),
geht indes der Kampf weiter - gegen Arno Klarsfeld, ..." T:I:S, 14. März 2006 *Steinberg Recherche Referent Texte 2009 Texte 2008 Texte 2007 Texte 2006 Texte 2005 Texte 2004 Texte bis 2003 Karten Bilder Inhalt Home nach oben
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